Autor Thema: Die eigene Story - Wo beginnt und wo endet die eigene Idee ??  (Gelesen 8067 mal)

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Kirk

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Sind auf Jedenfall gute Ideen dabei, werde mir die mal durch den Kopf gehen lassen. Wird ja eh noch ein bisschen dauern bis ich mich an genau dieses Projekt mache, davor hab ich ja noch zwei andere Bücher in Planung. Es ging ja nur darum wie ich das Problem am elegantesten umschifft bekomme und ob die Idee daher überhaupt umsetzbar ist. Wenn ich nämlich keine FTL Antriebstechnologie habe die in das Setting passt und Piraterie ermöglicht währe die Geschichte nicht so umsetzbar wie ich will und ich hätte nicht weiter darüber nachdenken müssen.
Star Trek: Starfleet: USS Galactica Status:
Kapitel 5 von 13 fertig
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SSJKamui

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Da es in diesem Thema halbwegs passt (mal die ganzen offtropic Sachen außen vor) und ich nicht extra ein Thema aufmachen wollte.

Ich bin derzeit dabei ein Roman (oder eine Serie mit drei Bänden) für mein "ich versuche mich als Autor"-Projekt zu planen. Dabei werde ich das erste mal nach den beiden Büchern die ich davor eingeplant habe in die Sparte "SciFi ganz weit in der Zukunft" gehen. Nun bin ich am überlegen, und davon hängt die Machbarkeit der Idee ab, wie die Schiffe angetrieben werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten:
  • Einen Antrieb aller Warp-Antrieb wie in ST
  • Einen FTL antrieb der nen Künstliches Wurmloch erzeugt


Bei dem Warp Antrieb hätte ich den vorteil das man ja die Dimension, bzw. den Normalraum nicht verlässt, sondern den nur ein wenig verbiegt.
Ich müsste also nicht noch viel darüber nachdenken wie ein Schiff aus dem normal Raum ein ÜL Fliegendes Schiff Stoppen kann.
Aber: Die Idee könnte als aus Star Trek geklaut gelten, auch wenn der erste antrieb in der SciFi bereits 1948 in einen Roman (sogar unter den Namen) verwendet wurde.
Aus Wikipedia
Zitat
So beschrieb bereits Chester S. Geier in seinem 1948 erschienenen Roman The Flight of the Starling einen ähnlichen Antrieb – dort als „Warp-Generator“ bezeichnet:

“[The warp-generators] … create a warp in space around the ship … a moving ripple in the fabric of space.”

„[Die Warp-Generatoren] … erzeugen eine Krümmung im Raum rund um das Schiff herum … eine sich bewegende Welle in der Struktur des Raums.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Warp-Antrieb

Ich meine der Warp-Antrieb ist mittlerweile in die Kultur eingegangen, fast jeder kann mit der Theorie dahinter etwas anfangen auch ohne Star Trek zu kennen. Aber mir kommt es trotzdem zu geklaut vor.


Der zweite Antrieb würde das Schiff in ein Wurmloch/andere Dimension/einen Subraum/was weiß ich verfrachten und so mit ÜL durch den Raum ziehen. Jedoch währe es dann ja eigentlich Unmöglich das Wurmloch welches vom schiff erzeugt wird von außen zu beeinflussen geschweige den von außen in dieses Wurmloch einzudringen. Denn das ganze würde von außen gesehen ja gar nicht existieren.
Nur ist Weltraumpiraterie in der keine Schiffe geentert werden können nicht wirklich spannend.

Nun weiß ich nicht weiter, entweder den Warp-Antrieb mit dem Beigeschmack des klauen (auch wenn außer dem Antrieb mein Universum NICHTS mit Star Trek zutun hat, es gibt ja nicht mal Aliens) oder einen Antrieb der die geschichte recht fade werden lassen dürfte.

Na ja. Mir fällt eigentlich keine Geschichte seit Langem ein, die eine innovative Idee für einen Antrieb hatte. Das war immer entweder Star Treks Warpantrieb, Hyperraum a la Star Wars, oder Sprungtore a la Babylon 5.

drrobbi

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Ich hab auch noch eine Idee, die klingt zwar im ersten Moment evtl. ein wenig verwirrend aber hat daraus Potential für schöne Geschichten.

Und zwar:
Was würde denn dagegen sprechen einen Antrieb ala Wurmloch-Methode zu nehmen in dem während des Flugs/Sprungs die Schiffe nicht angreifbar sind. Denn dies hätte zur Folge das man das als "Rückzugsmöglichkeit" oder "Sprung in letzter Sekunde" einsetzten könnte. Und um das ganze auch noch Interessant zu machen auf den Hinblick das Piraterie möglich ist, könnte man sich überlegen das die Schiffe z.b. nur in der Nähe eines Sonnensystems oder Station springen können und nicht direkt ans Ziel, den Rest dann mit Sublicht fliegen müssen. Das könnte man dann mit Gravitations-Verzerrungen oder sowas erklären. So wären die Schiffe auf dem Weg vom Sprungpunkt bis zum Ziel angreifbar und man könnte noch ein paar Tragik Punkte einbringen wie z.b. der Sprung Antrieb lässt sich nicht starten und man muss so entkommen oder sowas in der Art.

Wie gesagt, ich denke manchmal ein wenig komisch :harhar
« Letzte Änderung: 05.02.18, 20:49 by drrobbi »
das nächste Movie Projekt befindet sich bereits in Planung (und da bleibts wohl auch erstmal ne Weile :-) )

Suthriel

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Ich hab auch noch eine Idee, die klingt zwar im ersten Moment evtl. ein wenig verwirrend aber hat daraus Potential für schöne Geschichten.

Und zwar:
Was würde denn dagegen sprechen einen Antrieb ala Wurmloch-Methode zu nehmen in dem während des Flugs/Sprungs die Schiffe nicht angreifbar sind. Denn dies hätte zur Folge das man das als "Rückzugsmöglichkeit" oder "Sprung in letzter Sekunde" einsetzten könnte. Und um das ganze auch noch Interessant zu machen auf den Hinblick das Piraterie möglich ist, könnte man sich überlegen das die Schiffe z.b. nur in der Nähe eines Sonnensystems oder Station springen können und nicht direkt ans Ziel, den Rest dann mit Sublicht fliegen müssen. Das könnte man dann mit Gravitations-Verzerrungen oder sowas erklären. So wären die Schiffe auf dem Weg vom Sprungpunkt bis zum Ziel angreifbar und man könnte noch ein paar Tragik Punkte einbringen wie z.b. der Sprung Antrieb lässt sich nicht starten und man muss so entkommen oder sowas in der Art.

Wie gesagt, ich denke manchmal ein wenig komisch :harhar

Das wäre lediglich ein Star Wars Hyperantrieb-Ripoff mit der Einschränkung, des nicht von überall hin- oder wegspringen können :P Nur das in SWdie Interdictor Sternenzerstörer die Möglichkeit haben, mit ihren Gravitationsgeneratoren den Hyperantrieb zu stören und Schiffe auch noch aus dem sonst sicheren Hyperraum rauszuholen.
Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

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drrobbi

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Hast ja recht, aber das könnte man ja noch variieren.

Es gibt aber auch noch eine Möglichkeit, und zwar:

Ein Flug mit Geschwindigkeiten schneller als das Licht geht ja nach Einstein nicht, weil die Masse sich dabei unendlich erhöhen würde und somit sich selbst zerstören würde, oder so ähnlich. Jetzt könnte man diese Physikalische Hürde aus dem Weg räumen indem man eine Methode anwendet die genau diesen Effekt verhindert oder umkehrt, so könnte man normal auf Lichtgeschwindigkeit oder sogar schneller, beschleunigen also durch immer höhere Beschleunigung ohne Wurmloch und ohne Warpfeld, so hätte man die Geschwindigkeit um weite Entfernungen zu überbrücken und aber auch die Angreifbarkeit die du brauchst damit deine Story erst machbar wird, da sich das Schiff ja immer noch im normalen Raum befindet.
Hier könnte man zum Beispiel die Existenz eines bestimmten Sterns oder so voraussetzten um zu beschleunigen oder sowas in der Art, was die Angreifbarkeit wiederum erhören würde.

Ich bin mir nicht sicher aber sowas gab es auch schon mal irgendwo, aber das könnte man ja um basteln. Das wäre aber auf jeden Fall was anderes wie Wurmloch/warp/Hyperraum Antrieb.
« Letzte Änderung: 05.02.18, 21:37 by drrobbi »
das nächste Movie Projekt befindet sich bereits in Planung (und da bleibts wohl auch erstmal ne Weile :-) )

Suthriel

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Eigentlich ists doch für die meisten Geschichten relativ egal, wie genau der Antrieb funktioniert, wichtig ist nur, ein paar Regeln passend zur Geschichte zu gestalten, damit man seine Spannungselemente einbauen kann, ohne das es unglaubwürdig wird.
Oder mal so gefragt: Ist es für die Geschichte essentiell notwendig, das konkrete Konzept hinter dem Antrieb zu kennen, oder reicht es nicht auch, das ganze nur vage zu erwähnen und zu sagen, das der Antrieb da ist und mal mehr, mal weniger gut und unter bestimmten Bedingungen gar nicht arbeitet?


Für FTL-Reisen gibt's ja nicht soooo viele Möglichkeiten:

- man bleibt im normalen Universum, und toller Effekt X sorgt dafür, das man keine Probleme mit den bekannten Gesetzen und der Zeitdilatation bekommt
- man wechselt via Antrieb in eine andere Dimension, in der andere Regeln gelten, egal ob nun für Beschleunigung, Energieverbrauch, oder das Orte, die im Normalraum direkte Nachbarn sind, im alternativen Raum auch ewig weit voneinander entfernt sein können, und umgekehrt
- man verkürzt den Raum mithilfe von wie auch immer gearteten Wurmlöchern oder ähnlichen Effekten, ganz egal, ob die nun von den Schiffen selbst erzeugt werden können, oder stationäre Portale dafür benötigt werden.
In nBSG finden die Sprünge zb in Nullzeit statt, da springen sie ohne Zeitverlust von A nach B, abfangen während des Sprunges nicht möglich, weil keine übliche Reise mit FTL statt findet. In dem Moment, wo der Sprung gestartet ist, sind sie auch schon am Lichtjahre entfernten Zielort angekommen.

Für eine Geschichte, die auf Weltraumpiraterie setzt, muss man dann nur halt Regeln finden, wie man solche Sprünge bzw. Reisen verhindern, oder die FTL-Reisen unterbrechen kann. Dabei ists für die meisten Leser vermutlich gar nicht mal so wichtig, wie genau man das nennt, und wie real die Beschreibungen sind, solange es nur in-universe Sinn ergibt und auch konsequent umgesetzt wird.
Entweder werden die Piraten so gestaltet, das sie die Schiffe im normalen Raum abfangen können, weil sie FTL Reisen nicht unterbrechen können (Szenario FTL Sprünge in Sicherheit), oder sie haben ein Gerät, das FTL Reisen unterbricht (Szenario Spezialisierung auf abfangen während der FTL Reisen), dann braucht man aber einen passenden Antrieb dazu, der auch eine längere FTL Reise ermöglicht. Alternativ höchstens noch ein Gerät, das FTL Sprünge umleiten kann, so dass abgefangene Schiffe zwar nicht aus der FTL-Reise rausgeholt werden, statt dessen aber an einen von den Piraten festgelegten Zielort ankommen werden, ohne das man viel dagegen machen kann.

Wie genau das alles funzt, ist für viele doch eher Nebensache, nur DAS es funzt und die Möglichkeit existiert (und einen tollen Namen hat) ist wichtig. Ausser, man will gleich noch ein technisches Handbuch für die Hardcorefans mitliefern ^.^
« Letzte Änderung: 06.02.18, 12:17 by Suthriel »
Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

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Kirk

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Auch für die Kommentare noch herzlichen Dank, die Helfen mir auf jeden Fall weiter. Ich weiß zwar noch nicht wie ich es genau mache, aber statt zu wenig Ideen habe ich jetzt zu viele.... Aber das ist besser als zu wenige.
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