Autor Thema: Star Trek Enterprise  (Gelesen 28993 mal)

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Max

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Antw:Star Trek Enterprise
« Antwort #390 am: 09.02.18, 23:08 »
Na ja, Ihr habt schon Recht, Alex und treki: Man könnte das alles als lockeres Phatasieprodukt ansehen, mit dem sich Riker entspannt.
Die Frage ist, wo die historische Wahrheit endet. Einer meiner Hauptkritikpunkte an "TatY" ist ja, dass die Küchengespräche (aller Wahrscheinlichkeit nach) in der ENT-Realität nie stattgefunden haben. Aber der Tod von Trip? Auch nicht passiert? (Denkbar, ja). Ich habe die Folge so in Erinnerung, dass sie "emotional" auf dieses Ereignis zusteuert.

Im ganzen betrachtet ist ENT für mich wirklich eine gute ST Serie gewesen. Besonders mit der hervorragenden vierten Staffel. Leider konnte die Serie nie ihr volles Potential entfalten, da sie nach der vierten Staffel eingestampft wurde. Vergleicht man das mit den anderen Serien muss man ENT zugute halten, das auch diese erst ab der vierten Staffel ihren Weg gefunden haben.
Na gut, ich würde ja behaupten, dass speziell TNG gute Einzelfolgen in jeder Staffel hatte und während die ersten Staffeln dann manchmal daran krankten, dass die Geschichten und die Ausstattung schwach waren, hatten die späten das Problem, dass viele Geschichten zu routiniert runtergespult wurden.

Apropos routiniert: Es war meiner Meinung nach das vielleicht größte Problem von ENT, dass die Figuren in den Handlungen und die Handlungsstränge zu selbstverständlich, zu souverän, zu teleologisch wurden. Das nimmt ENT die größte Stärke des Prequels, nämlich dass die Menschen eben nicht die erfahrenen Raumfahrer à la TOS oder TNG waren. Super Ansätze waren anfangs vorhanden: Hoshi sorgt sich, ob es nicht gefährlich ist, beim Warp-Reaktor zu stehen, Reeds Torpedos treffen nicht mal unbewegte Asteroiden, Archer muss viele Regel für sich selbst finden und Trip tappt sowieso von einem Fettnäpchen ins nächste. Die Serie zeigte damit auch Unsicherheit und Scheitern, ohne dass es (rein) albern oder deplatziert gewesen wäre. Das gab sich für meinen Geschmack viel, viel zu schnell :(

EDIT: Rechtschreibfehlerkorrektur
« Letzte Änderung: 09.02.18, 23:36 by Max »
Keiner hätte jemals daran geglaubt, damals am Ende des 19. Jahrhunderts, dass wir aus der unendlichen Weite des Alls beobachtet würden. Niemand konnte sich vorstellen, dass wir sogar genau untersucht wurden, so wie man unter dem Mikroskop wimmelnde Bakterien in einem Wassertropfen beobachtet, wie sie sich vermehren. Und nur wenige Menschen dachten überhaupt an so ein Leben auf anderen Planeten, und dabei trafen uns schon aus diesem unermesslichen Raum die neidvollen Blicke von Wesen, die uns weit überlegen waren. Erst langsam, dann immer bestimmter wuchs in ihnen der Plan, uns zu zerstören.

 

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