Autor Thema: Das Rückgrad der Story - Der Aufbau  (Gelesen 160020 mal)

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Dahkur

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #45 am: 25.12.17, 12:47 »
@Alex: Ich habe mir die letzten posts durchgelesen. Kann es nicht auch sein, dass Du eine Entwicklung als Autor durchgemacht hast?
Wenn ich mir meine alten Sachen mit den heutigen ansehe, dann merke ich, dass ich Geschichten, die ich früher mit 20 k Wörtern geschrieben hätte, heute auf 40 k bringe. Es ist keine große Änderung am inhaltlichen roten Faden, sondern in der Art, wie "ausführlich" ich schreibe.

Kann das vielleicht bei Dir der Fall sein, warum Du ein Kapitel plötzlich splitten musst, das Du nicht vorhattest zu splitten? Oder weichst Du inhaltlich von Deiner Planung ab?
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Alexander_Maclean

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #46 am: 25.12.17, 20:48 »
Ob ich von meiner Planung abweiche?

Ja und nein.

Nein, weil ich inhaltlich weiter dem Plot folge, den ich in der Planung entwickelt habe.

Aber auch wieder Ja, weil sich beim Schreiben ein Punkt als wichtiges Plotelement entwickelt, den ich vorher gar nicht so auf dem Schirm hatte.

ich meine , wenn  das einmal passiert. das gehört zum dynamischen Schreibprozess. aber bei zwei - bis dreimal mache ich mir dann schon Sorgen wie gut meine Planung eigentlich ist. Und wenn ich dazu den geschätzten Umfang um 30 - 40 % sprenge, ich will ja meinen Leser auch nicht langweilen.
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Dahkur

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #47 am: 26.12.17, 22:27 »
Mein Rat ist da immer, dass Du einfach durchschreibst. Alles, was  Du Dir während des Schreibens an Gedanken über Länge und Leser machst, wird Dich unweigerlich im Schreibfluss hindern.

Schreib durch, wie es läuft, und such Dir dann eine gute Beta. Solche Punkte, wie die Frage, ob irgendeine Stelle ev. den Leser langweilen könnte, bekommst Du am besten durch eine Beta in den Griff.

Streichen kannst Du im Nachhinein immer noch.
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Kirk

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #48 am: 27.12.17, 07:13 »
Ich habe in einem Rategeber gelesen während des Sreibens soll man einfach nur Text raushauen,  auch wenn der schlecht ist. Wenn man schon während des schreiben korrigiert macht man seine Kreativität kaput. Es hieß dort man solle lernen schlecht zu schreiben. Und Fehper oder wie hier zu lange Abschnitte erst wenn die Geschichte fertig ist überarbeiten,  und bis dahin keine Gedanken an die Stelle verschwenden.

Und ich habe in meiner aktuellen Geschichte eine Szene mit 2.200 Wörtern,  das ist länger als das erste Kapitel der Geschichte, beim überarbeiten werde ich gucken was davon für die Geschichte wichtig ist und was nicht.  Alles unwichtige fliegt raus, alles wichtige bleibt.  Und wenn das heißt das die Szene immer noch länger als andere Kapitel sind dann ist das so.
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Dahkur

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #49 am: 27.12.17, 07:56 »
Ich habe in einem Rategeber gelesen während des Sreibens soll man einfach nur Text raushauen,  auch wenn der schlecht ist. Wenn man schon während des schreiben korrigiert macht man seine Kreativität kaput. Es hieß dort man solle lernen schlecht zu schreiben. Und Fehper oder wie hier zu lange Abschnitte erst wenn die Geschichte fertig ist überarbeiten,  und bis dahin keine Gedanken an die Stelle verschwenden.

Und ich habe in meiner aktuellen Geschichte eine Szene mit 2.200 Wörtern,  das ist länger als das erste Kapitel der Geschichte, beim überarbeiten werde ich gucken was davon für die Geschichte wichtig ist und was nicht.  Alles unwichtige fliegt raus, alles wichtige bleibt.  Und wenn das heißt das die Szene immer noch länger als andere Kapitel sind dann ist das so.

Ganz genau! Der Ratgeber, den Du zitierst, hat recht. Das Wichtigste ist, im Fluss zu bleiben und sich nicht schon beim Schreiben nach äußeren Parametern zu richten.

Um Deinem Beispiel noch eins drauf zu geben: Ich hatte letztens eine Gesprächsszene (Dukat, Sisko, Shakaar und der bajoranische Kai), die dermaßen ausgeartet ist, weil sich die Charaktere einfach in-character gestritten haben, dass ich bei 10.000 Wörtern dann doch totale Bedenken bekam und schier nicht mehr schreiben konnte, weil ich immer im Hinterkopf hatte, dass das niemand mehr lesen wird (ich strebe normalerweise eine Kapitellänge von unter 5000 Wörtern an, weil ich weiß, dass manche Leser - vor allem auf fanfiction.de - mit längeren Kapiteln überfordert sind). Ich habe die Szene dann abgebrochen und meiner Beta geschickt. Und siehe da - sie meinte, ich solle absolut gar nichts streichen, das sei genau so wie es ist, gut. Wir haben dann gemeinsam überlegt, wo man bei dem Gespräch am besten einen szenischen Cut setzen könnte, ich habe noch eine kleine Szene in der B-Handlung geschrieben und sie dazwischen gesetzt und hatte im Endeffekt dann tatsächlich zwei sehr lange Kapitel, die fast nur aus diesem Gespräch bestanden ... und kein Leser hat sich beschwert, eher im Gegenteil.
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Fleetadmiral J.J. Belar

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #50 am: 29.12.17, 11:25 »
Also ich finde es gibt keinen Grund an seinen schreiberischen Fähigkeiten zu zweifeln, wenn sich eine Szene anders entwickelt, als man es geplant hat. Im Gegenteil, ich persönlich finde das sogar noch besser, als stur seinen Plan einzuhalten. Ich plane ja recht wenig und schreibe von der Leber weg und meine Szene entwickeln sich wie sie sollen, mit ein wenig Regulation von mir.
Mich würde ein zu strenges Gerüst, zu sehr einschränken.
Aber weder das eine noch das andere ist falsch.
Jeder schreibt auf seine Weise. Ich finde nur, du solltest dir etwas Freiraum gönnen und die Geschichte machen lassen.
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SSJKamui

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #51 am: 26.03.23, 12:00 »
Mir ist was interessantes eingefallen was bei Stories und Struktur helfen könnte.

Bei Shounen Serien gibt es oft folgendes Schema:

- Der Protagonist muss einen Gegner besiegen.

- Er hört über eine angriffstechnik die den Gegner besiegen könnte

- Befor er den Gegner angreift übt er erst einmal um die Technik zu können.

Bei Science Fiction kommt so eine Übung so gut wie kaum for. (Es sei denn es geht um sowas wie Jedi.)

Picard, LaForge etc. finden einen Trick wie das Tachyon Detektionsgitter. Obwohl die Mehrheit der Crew nicht mal genau wusste, dass dies geht, klappt dies beim ersten Mal schon perfekt. Ohne Übung oder Tests. Irgendwie eher unrealistisch.

Und es wäre doch eine interessante Folge und Struktur:

In der ersten Folge lernt man, das Tachyon Detektionsgitter ist möglich

In der nächsten Folge trommelt Picard eine Flotte zusammen um dies zu üben, wie man das richtig macht. Und muss gleichzeitig aufpassen, dass romulanische Spione dies nicht entdecken.

Und dann wird es erst umgesetzt.

Alexander_Maclean

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #52 am: 26.03.23, 12:42 »
man kann das ganze aber auch umgekhrt machen, in dem man dem gegner eine nue Angriffstechnik gibt, gegen die man sich erst mal verteidigen muss.

Ansatzweise hat man das ja versucht bei Deep Space Nine mit den Schild disruptoren der Breen.

Die haben ja dafür gesorgt, dass in der dritten Schlacht von Chin'Toka die Föderation quasi überrannt wurde.

Und da hat es ein paar Folgen gedauert, eine Gegenmaßnahme zu finden. Das hätte man nur irgendwie besser zeigen können.
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SSJKamui

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #53 am: 26.03.23, 18:09 »
man kann das ganze aber auch umgekhrt machen, in dem man dem gegner eine nue Angriffstechnik gibt, gegen die man sich erst mal verteidigen muss.

Ansatzweise hat man das ja versucht bei Deep Space Nine mit den Schild disruptoren der Breen.

Die haben ja dafür gesorgt, dass in der dritten Schlacht von Chin'Toka die Föderation quasi überrannt wurde.

Und da hat es ein paar Folgen gedauert, eine Gegenmaßnahme zu finden. Das hätte man nur irgendwie besser zeigen können.

Stimmt. Gutes Beispiel

SSJKamui

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #54 am: 20.10.24, 09:16 »
Ein großer Teil der besten Geschichten der Welt lässt sich in einem Satz zusammenfassen.

Herr der Ringe: Eine Heldengruppe zieht auf eine Reise um einen magischen RIng zu zerstören

Blade Runner: Detektiv jagd androiden ist aber möglicherweise selbst einer

Terminator: Künstliche Intelligenz schickt einen Roboter in die Vergangenheit um die Person zu ermorden die sie in der Zukunft zerstören kann.

Das gilt übrigens genau so für "niveauvolle" Geschichten wie  auch für B Movies.

SIehe "Eine mutierte Riesenspinne zerstört eine US Kleinstadt". Jeder kann sofort erraten welcher Film das ist. Aber auch Dinge wie Solaris oder 2001 sind relativ simple Stories. Niemand weiß da genauer wer David Bowman ist.


So kann man auch die Wichtigkeit von Elementen der Geschichte sortiern. Bei Star Wars ist "Luke ich bin dein Vater" ein deutlich wichtigerer Teil des Films als, was Jawas sind.

Max

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #55 am: 21.10.24, 11:33 »
Mir gefällt der Hinweis.
Ich glaube, dass es durchaus sinnvoll und auch hilfreich ist, sich wirklich bewusst zu machen, was der zentrale Handlungsaspekt einer Geschichte ist.

SSJKamui

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #56 am: 30.10.24, 17:41 »
Vielen dank. Mir kam die idee bei ner Diskussion auf ner anderen Seite über Sinn und Unsinn von Worldbuilding.  Da hatte einer gemeint, Worldbuilding wäre nicht so wirklich wichtig und eigentlich würden nur ein paar Kernaspekte eine Geschichte Gut oder Schlecht machen, und man könnte eine Geschichte die nicht funktioniert, nicht durch exorbitantes Worldbuilding "retten". Es gäbe eher ein paar wesentliche Punkte die Sitzen müssen.

SSJKamui

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Antw:Das Rückgrad der Story - Der Aufbau
« Antwort #57 am: 03.04.26, 23:04 »
Mir ist vor einiger Zeit ein Effekt aufgefallen, den es zu vermeiden gilt und der Geschichten Schlecht macht. Ich nenne diesen die

Unabsichtliche Postmoderne

Um das zu verstehen, mal ganz grob was Postmoderne ist: Postmoderne ist eine Strömung insbesondere aus der französischen Philosophie, die aus dem Poststrukturalismus und der Analyse von Sprache hervor ging. Der Philosoph Focault ist der bekannteste postmoderne Philosoph. Typisch für die Postmoderne ist die Analyse von Narrativen und deren Einfluss auf das menschliche Leben. Die Postmoderne geht davon aus, dass vieles, was wir für selbstverständlich halten eigentlich eine Art Story ist, durch die wir die Welt sehen und die unser Handeln beeinflusst. (Der Begriff "Soziales Konstrukt" spielt hier eine Rolle.)

Ein paar Beispiel wie das angewandt wird: Es gibt einmal den Philosophen Jean Baudrillard der quasi sagte, dass die Mediendarstellung der Realität wichtiger wird als die eigentliche Wirklichkeit die wir sehen können. (Bestes Beispiel sind peinliche Situationen von Jugendlichen bei ihrem "ersten Mal" die daraus entstehen, weil sie entweder Pornos folgen oder Dinge erwarten, die sie in Pornos gesehen haben, ohne zu bemerken, dass das überzeichnete Fiktion ist. Mehr Details bringe ich nicht.) Bei Gillez Deleuze und Felix Guattari ist das menschliche Ego eigentlich nur ein System, was eine Lebensgeschichte zurecht spinnt und bestimmte Erinnerungen passend zurecht legt, um die eigenen Begierden und Wünsche zu rechtfertigen. Laut Alexander Dugin (den werden viele wahrscheinlich nicht mögen, aber der ist hier ein sehr gutes Beispiel) sind politische Ideologien keine neutralen Vorschläge die Welt zu verändern, sondern Stories die aussagen, was ein Mensch ist, was er braucht und wie die Politik dazu zu reagieren hätte, mit dem Ergebnis, dass ihre Anhänger nicht mehr objektiv denken, sondern alles im Hinblick dieser Story. (Beispielsweise der liberale Individidualismus oder der sozialistische Klassenkampf.) Der britische postmoderne Philosoph Nick Land erfand wiederum den Begriff der Hyperstition, was quasi die Steigerung von Aberglauben ist. Eine Hyperstition ist eine Story und ein Aberglaube, an den Leute glauben, nur während der Aberglaube nicht real ist, erzeugt die Hyperstition eine Situation wo Leute, die an sie glauben, unabsichtlich daran arbeiten, dass sie real wird. Ein Beispiel wäre, wenn jemand glaubt, schwarze Katzen bringen unglück, einer schwarzen Katze begegnet, Angst kriegt, ausweichen will und von der Treppe fällt. Da hätte der Aberglaube, dass schwarze Katzen unglück bringen, tatsächlich nun dafür gesorgt, dass die schwarze Katze unglück brachte. Die Prophezeiung am Anfang von Ödipus, wo Ödipus dadurch dann versehentlich genau die Prophezeihung in Gang setzt, obwohl er sie verhindern wollte, ist auch ein Beispiel für Hyperstition. Anakins Handlung in die Rache der Sith ist auch ein gutes Beispiel.

Diese Beispiele erklären gut, was Postmoderne mit Narrativen zu tun hat. (Ein anderes Beispiel wo man das sehen kann, sind dass viele Abschlussarbeiten in Gender Studies auffällig "Nerdig" sind und Serien wie Star Trek oder Star Wars analysieren. Das kommt aus der Betonung von Narrativen.)

In Fiktion wirkt sich das so aus, dass postmoderne Geschichten quasi Self Aware Geschichten sind, wo die Geschichte (und die Hauptfiguren oft) wissen, dass sie nur Fiktion sind und sich deshalb auch so benehmen. Am Bekanntesten ist hier Deadpool, aber auch Werke wie Neon Genesis Evangelion, Haruhi Suzumiya und Alan Moores Watchmen sind in dem Sinne Postmodern.

Was meine ich nun mit versehentlicher Postmoderne

Dies ist ein Phänomen, wenn ein Autor ein bestimmtes Ergebnis in der Story haben will, wie ein bestimmtes Klischee oder Trope und die Story so konstruiert dass dieser Trope auftaucht und es so aufgebaut ist, dass der Konsument bemerkt, dass die Story auf diese Trope hin aufgebaut ist und darauf hinaus soll. In Animes ist es typisch, dass bestimmte spätere Moe Autoren bestimmte Klischee Mädchentypen wie Tsundere (ein Mädchen was übertrieben Zickig und Aggressiv ist aber doch heimlich in die Hauptfigur verliebt ist) haben wollen und die Story so aufbauen, dass sie dem Klischee dient weil sie so ihre persönlichen Fetische bedienen wollen.

Bei Star Trek ist das Klischee, dass Picard gerne tiefgründige Reden hält und die Fans davon beeindruckt sind und die gerne zitieren. Bei der neuen Star Trek Academy Serie ist ein Hauptziel der Ausbildung als Sternenflottenwissenschaftler nun nicht, Wissenschaft wie Physik beherrschen zu können, sondern Rhetorik und das Lernen, solche Reden zu schwingen. Man merkt also das die Geschichte in einem schon sehr unrealistischen Maß genau darauf aufgebaut ist, diese wahrscheinlichen Lieblingsmomente der Autoren in früheren Serien zu ermöglichen, obwohl das in der Lore wiederum zu Unlogik und Canon Ungereimtheiten führt. (Beispielsweise würde man annehmen, dass die Sternenflotte mehr Wert darauf legt, Physik und die Handhabung des ziemlich gefährlichen Warpkerns zu lernen.)

Und an beiden Beispielen merkt man auch, das hat so eine Mary Sue Artige Form von Wunscherfüllung für den Autoren, die dann wichtiger wird als die eigentliche Geschichtenlogik.
« Letzte Änderung: 03.04.26, 23:12 by SSJKamui »

 

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