Autor Thema: RPG: NEBENSCHAUPLÄTZE  (Gelesen 7370 mal)

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ulimann644

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Antw:RPG: NEBENSCHAUPLÄTZE
« Antwort #45 am: 26.08.11, 13:09 »
Cer´Zydar Taren war deutlich anzumerken, dass er mit Harris´ Entscheidung nicht wirklich zufrieden war. Natürlich erkannte er dessen Argumente an, weswegen er sich eines Kommentars enthielt. Andererseits war es nicht seine Art, eine ungelöste Aufgabe so schnell zu den Akten zu legen.

Während sich seine Antennen leicht nach Innen bogen, blickte er neugierig zu Katic. Er war gespannt, was sie dazu zu sagen hatte.

deciever

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« Antwort #46 am: 26.08.11, 20:20 »
Lejla beugte sich leicht vor, „Leider hat das Oberkommando derzeit was anderes mit uns vor. Wie sicher schon bemerkt ist der größte Teil der Crew nicht mehr an Bord. Im Zuge der Reparaturen, die auf 7 Wochen gesetzt sind, hat die Crew einen 7 Wöchigen Zwangsurlaub bekommen. Und zwar für alle. Bis spätestens in 3 Tagen muss er genommen werden.“
Sie deutete kurz auf Oestrow, „Mit Ausnahme der Technischen Abteilung, die hat nur 5 Wochen.“
„Über diesen Umweg kommen wir wieder zurück zur Untersuchung. Da das Oberkommando die Sache als abgeschlossen sieht, bleibt uns keine andere Möglichkeit es so hin zu nehmen.“
Sie sah schon die ersten Einwände auf sie ein prasseln, daher hob sie den Zeigefinger und blickte in die Runde, „Ich lasse die Sache aber nicht so stehen wie sie ist, daher werden wir es weiter Untersuchen. Wir sollten aber dabei nicht alles andere aus den Augen verlieren. Ansprechpartner für die Untersuchung wird, wie schon erwähnt, Commander Harris übernehmen.“

Alexander_Maclean

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« Antwort #47 am: 27.08.11, 14:06 »
"Nichts anderes habe ich gesagt.", bemerkte Rick. "Wir haben zwei Sachen, die wir überprüfen sollten, drei wenn ich die virtuelle Tour durch diese Asteroidenbasis mit einrechne. Und wer neue Hinweise findet, irgendetwas was ihm komisch vorkommt, der kann, nein der soll zu mir kommen. Aber da wir dieses "Projekt" nur nebenbei betreiben können, möchte ich nicht, dass wir unsere Zeit mit Spekulationen vergeuden."
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ulimann644

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« Antwort #48 am: 27.08.11, 19:44 »
Taren atmete tief durch. Dann blickte er Harris an und meinte: "Sie haben Recht, Commander, auch wenn ich das Ergebnis unserer Untersuchungen nicht als befriedigend erachte. Sollten Sie meine Hilfe bei der Simulation auf dem Holodeck benötigen, dann können Sie auf mich zählen."

Alexander_Maclean

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« Antwort #49 am: 27.08.11, 20:04 »
"ich würde nicht sagen, dass unsere Ergebnisse unbefriedigend waren, Mr. Taren.", erklärte Richard. Und ergänzte dann leise: "Es waren nur nicht die Ergebnisse mit denen wir leben können."

Laut ergänzte er dann: "Aber ihre Hilfe ist sehr willkommen. Sie und Lt. M'rass kennen die Basis und können vieles erklären. Treffen wir uns morgen gegen 10 Uhr. Ich werde Sub Commander Tarell bitten, uns eines der Holodecks zu  reservieren."

Rick schmunzelte kurz bei den Gedanken, wie seine Eltern wohl reagieren würden, wenn sie wieder auf die Zwillinge aufpassen sollten.

Dann wandte er sich an seine Stellvertreterin: "Ynarea, kümmerst du dich um die Kursbestimmung des Meteors. Du kannst dich an meinen Cousin Lt. Cmdr. Ed Harris wenden. Er ist Steuermann der ESCORT und kennt sicherlich Leute die dir bei so etwas weiterhelfen können."

Die Trill nickte und ihr Chef sah in die Runde: "Wegen der möglichen Manipulation der Sensoren, habe ich keinen Ansatz." Er sah zu M'Rass: "Könnte uns dieser Harling, den sie vorhin erwähnten, weiterhelfen?"
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Lairis77

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« Antwort #50 am: 28.08.11, 12:13 »
Er sah zu M'Rass: "Könnte uns dieser Harling, den sie vorhin erwähnten, weiterhelfen?"

Die Caitianerin nickte. "Möglicherweise. Ich schicke ihm eine Nachricht."
"Ich habe diese Geschichte nur gepflanzt, aber sie wächst, wie sie will, und alle verlangen, dass ich voraussehe, welche Blüten sie treiben wird." (Cornelia Funke: Tintentod)


Alexander_Maclean

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« Antwort #51 am: 28.08.11, 18:24 »
Richard nickte: "Tun sie das bitte, Lieutenant."

Dann sah er zu Lejla: "Haben wir noch einen Punkt zu besprechen, Captain?"
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deciever

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« Antwort #52 am: 28.08.11, 18:31 »
Lejla nickte leicht, „Bei der Betrachtung des Holoraumes werde ich dabei sein, ansonsten war's das, sie können alle wegtreten. Genießen sie ihren Urlaub.“ sagte sie und stand auf. Das selbe tat auch die Crew.
Der Urlaub würde immer einen faden Beigeschmack haben, wirklich freuen konnte sie sich nicht. So ging es auch den meisten anderen aus der Crew. Aber das Oberkommando hatte sie alle dazu verdonnert und es gab keine Ausnahmen.

Alexander_Maclean

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« Antwort #53 am: 28.08.11, 18:41 »
"Ich schicke dir, Lt. Tohan und Lt. M'Rass noch eine Nachricht, wenn ich weiß, welches Holodeck wir morgen bekommen.", erklärte Richard.
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deciever

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« Antwort #54 am: 29.08.11, 10:42 »
„Gut.“ nickte Lejla zu Rick, wand sich dann wieder an die anderen, „Dann wünsche ich allen die ich in den nächsten Tagen  nicht mehr sehe, trotz der Umstände, alle einen erholsamen Urlaub. Wegtreten.“

Mit diesen Worten leerte sich der Raum wieder. Lejla blieb und machte ihre Arbeit weiter. Sachen die sie schon als XO erledigen musste und nun kamen auch noch die Sachen für den KO dazu.

[Szene ende]

Alexander_Maclean

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« Antwort #55 am: 29.08.11, 11:47 »
Sternenbasis 375

Nach ihrer Information sollte die USS OBERON, das Flaggschiff der Sektorenflotte Bajor in wenigen Minuten andocken. Das passte ihr sehr gut, hatte sie doch die Möglichkeit erwogen, hier auf ein paar Kollegen von der ESTRELLA zu stoßen. Sie hatte nur vier Stunden Vorsprung, bevor die Ersten mit einen regulären Transportflug auf der Station auftauchen würden. Doch sie musste mit Commodore Valand Kuehn reden, um einen aktuellen Bericht abzuliefern. Über die normalen Wege ging es nicht, weil sie zum einen nicht auf die ESTRELLA konnte. Zum anderen hatte das Auftauchen ihres Kollegen Tranar Ly'Cole die Station Unity One in eine quasi Alarmbereitschaft versetzt. Eine verdeckte Kommunikattion wäre  aufgefallen. 'Welcher Idiot hat den nur geschickt.', dachte de Agentin des SFI so für sich.

Und wusste die Antwort. Fleetadmiral Sheridan, der Chef des SFI, hielt sich für brillant. Hin und wieder war er das auch. Aber einen „Köder" zu schicken, um die Aufmerksamkeit des Kommandanten der 5. Taskforce und vor allen des Sicherheitschef der ESTRELLA von ihr abzulenken war tüchtig danebengegangen. Die waren jetzt nur noch aufmerksamer geworden.

Und erschwerend kam hinzu, dass der romulanische Sicherheitschef der Raumstation Unity One mal Verbindungsoffizier beim Tal Shiar gewesen war. Wenn also einer wusste, wie das Spionagespiel lief, dann Sub Commander Alitor Tarell.

Die Frau strich sich eine blonde Haarsträhne hinters Ohr und fixierte die Andockschleuse, durch welche bald die ersten Crewmitglieder der OBERON kommen sollten. Sie wartete und hoffte, dass Commodore Kuehn sie trotz ihrer Zivilkleidung erkennen würde.

Commodore Valand Kuehn hatte die OBERON bis an ihre Grenzen belastet. Er war sich dessen bewusst, dass es dennoch knapp werden würde, auf Sternenbasis-375 zu erscheinen, bevor dort Besuch von der ESTRELLA DEL ALBA aufkreuzen würde. Und damit wäre die Agentin auf der ESTRELLA "verbrannt", wie es im Jargon so schön hieß.

Kuehn ballte seine Hände zu Fäusten, während sein XO, ein vereinigter Trill mittleren Alters, meldete: "Commodore, wir erreichen in fünf Minuten die Station und werden unter Warp fallen."

Kuehn gab sich Mühe, sich seine Ungeduld nicht anmerken zu lassen. Commander Delor kannte ihn ohnehin gut genug, um solche Anzeichen zu erkennen, auch wenn sie nicht so offensichtlich waren. "Danke Commander. Halten Sie bitte das Schiff in Bereitschaft, während ich bei Admiral Ross bin. Es kann sein, dass wir sehr schnell wieder aufbrechen werden, um uns mit der PHOEBE zu treffen."

Der Trill bestätigte: "Aye, Commodore"

Als die OBERON nur noch eine Minute von der Station entfernt war, übergab Kuehn das Kommando an den Trill und begab sich zur rechten Andockschleuse der Primärhülle. Nachdem das Schiff an Andockschleuse 11 angelegt hatte, betätigte Kuehn den Öffnungsmechanismus der Schleusenkammer und betrat die Station.

Wie üblich, nachdem der Krieg beendet war, herrschte hier ein reges Kommen und Gehen. Frachter mit Nachschubgütern und Ersatzteilen machten hier ebenso fest, wie die Schiffe der Sektorenflotte-Bajor, oder vereinzelte Raumschiffe anderer Spezies - einige davon sogar aus dem Gamma-Quadrant.

Der hochgewachsene Commodore orientierte sich. Nach einer Weile hatte er entdeckt, wonach er Ausschau gehalten hatte. Die blonde Frau strich sich widerholt ihre Haare hinter die Ohren, ein Zeichen, dass auch sie wusste, dass ihre Zeit knapp bemessen war. Langsam, so dass es nicht ohne weiteres auffiel näherte er sich der Frau, die ihn erkannte. Erst als er sie fast erreicht hatte, wurde auch die Frau auf ihn aufmerksam, und wandte sich ihm zu...

"Commodore.", begrüßte die Frau den Norweger. Seine, außerhalb des Dienstes, recht lockere Art, täuschte gelegentlich darüber hinweg, dass er schon 44 Jahre alt war; was andererseits wiederum ein recht junges Alter für einen Sternenflottencommodore war. Mitunter passierte es deswegen, dass man ihn seltsam ansah, weil er die Uniform und Rangabzeichen eines Commodore trug. Lediglich in seinen grau-grünen Augen spiegelte sich sein wahres Alter wieder - eine Kombination, die auf Frauen wirkte, wie er gelegentlich feststellen konnte.
Die Agentin wusste hingegen, dass ihr Gegenüber 15 Jahre älter war als sie. "In vier Stunden werden meine ersten Kollegen auftauchen und da will ich schon wieder weg sein, um meine Tarnung nicht zu verlieren. Oder anders ausgedrückt: In zweieinhalb Stunden startet die "SS MORIDA" Richtung Risa. Und ich werde an Bord sein und meinen ersten Urlaub seit sechs Jahren antreten.  Außer sie oder Admiral Sheridan haben wieder eine Sondermission für mich."

Sie räusperte sich kurz: "Die Lage auf der ESTRELLA hat sich verkompliziert. Die Aufklärungsmission im Liropaprgürtel kann als Reinfall betrachtet werden. McMeredith hat es leider nicht geschafft mir die letzten Aufzeichnungen über den Gürtel vor seinen Tod zukommen zu lassen. Und der Agent der Liga ist immer noch auf dem Schiff."

Valand Kuehn warf der Frau einen warnenden Blick zu, um ihr zu bedeuten, dass es nicht gut war zu laut zu sprechen. Er führte sie in einen unbelebteren Teil der Station. Als sie allein waren, sagte Kuehn mit gedämpfter Stimme: "Die Vorgänge im Liropar-Gürtel sind nicht länger aktuell. Vordringlich müssen wir den Agenten der Liga ausfindig machen, sobald Sie wieder an Bord der ESTRELLA sind. Aber wir werden ihn nicht enttarnen."

Der Commodore bemerkte den fragenden Blick und erklärte: "Der beste Agent, der für uns arbeitet ist der, der es selbst gar nicht weiß. Wenn Sie ermittelt haben, wer es ist, dann werden wir ihn für unsere Zwecke manipulieren und ihm die Daten geben, von denen wir wollen, dass sie weitergegeben werden. Außerdem können wir ein wachsames Auge auf ihn haben, und unsere Gegner schicken keinen Neuen, den wir nicht kennen.
Also, ihr Auftrag ist, den Agenten zu finden, und mir seine Identität zu nennen. Aber lassen Sie sich nicht dabei fassen - ihr Gegenspieler ist, solange das Schiff sich nicht einige Bogensekunden von der Station entfernt befindet, Alitor Tarell - und der versteht sich ebenfalls auf dieses Spiel. Und ich möchte Belar aus dieser Angelegenheit heraus halten, wenn Sie verstehen was ich meine..."

"Verstanden Commodore.", bestätigte die junge Frau die Anweisung.

Sie beugte den Kopf nachdenklich zur Seite: "Sub Commander Tarell ist nicht das Problem, denke ich. Sobald wir wieder aufbrechen, bin ich außerhalb seiner Reichweite. Auch hat er nicht so einfach Zugriff auf interne Vorgänge an Bord der Estrella." Die Frau überlegte: "Wer mir mehr Sorgen macht, ist Harris. Er hat zwar die Untersuchung als Unfall abgeschlossen, aber ein kleiner Hinweis, irgendetwas was seinen Verdacht wieder weckt und er wird jedes kleine Steinchen an Bord umdrehen."

Sie zog eine Schnute: "Ich muss vor ihm die Daten finden die Allister McMeredith für uns gesammelt hat. Und kann dabei kann ich keine Störmanöver in Form von Kollegen wie diesen Tranar Ly'Cole gebrauchen. Wegen dem ist der Sicherheitschef schon auf Alarmstufe gelb."

„Hm... Harris. Noch einer aus dieser Familie. Wenn er ähnlich gewitzt ist, wie sein Bruder, dann halten Sie den Mann auf Distanz. Ein übereifriger Sicherheitschef ist das Letzte, was wir brauchen.

Um Sheridan hingegen habe ich mich bereits gekümmert. Der wird sich hüten, mir noch einmal in die Suppe zu spucken - wenn er klug ist.“ Für einen Moment wurde der Blick des Commodore eiskalt.

Dann entspannte er sich wieder und grinste verhalten. "Ein Gutes hat diese Störaktion Sheridans allerdings doch. Man wird sie nicht auf der Rechnung haben. Verhalten Sie sich, wenn die ESTRELLA wieder aufbricht möglichst still und beobachten sie nur. Versuchen Sie, erst nach einigen Tagen aktiv zu werden, wenn sich alles nach dem Start etwas eingependelt hat. Bei Starfleet habe ich übrigens gehört, dass Harris eventuell den Posten des Ersten Offiziers übernehmen wird. Sie werden es also hauptsächlich mit seinem Nachfolger zu tun bekommen." Kuehn verzog ironisch das Gesicht, bevor er meinte: "Oder aber mit beiden..."

Er machte eine kurze Gedankenpause, bevor er hinzufügte: "Sie brauchen den Abflug der ESTRELLA übrigens nicht zu bestätigen - ich werde wissen, wann das Schiff startet." Er ließ offen, was er damit meinte und fragte: "Benötigen Sie sonst noch etwas?"

Die Frau nickte: „Ich benötige eine umfassende Sicherheitsüberprüfung von folgenden Personen.“, worauf sie eine Liste von 12 Crewmitgliedern aus dem Kopf aufsagte. Sie wusste dass der Commodore die Namen behalten würde. „Da sich keines der Crewmitglieder wirklich auffällig verhalten hat, habe ich auf der Suche nach den Agenten der Liga die üblichen Verdächtigen überprüft. Ehemalige Kriegsgefangene, notorisch unzufriedene, Leute die mehrere Tage ‚unter dem Radar‘ geflogen sind, also nicht auffindbar waren. Diese 12 kommen infrage. Vielleicht kommen ein paar Namen hinzu, sobald ich an die Berichte der Routineuntersuchungen komme, die Dr. Madison begonnen hat und nach dem Urlaub sicherlich wieder aufnehmen wird. Die müssten dann auf Anzeichen für Klone kontrolliert werden.“

Sie räusperte sich: „Was Harris angeht, gibt es auch das Gerücht, dass er den Dienst quittiert, und sich um seine Töchter kümmern möchte.“ Sie runzelte die Stirn: „Egal wie er sich entscheidet, seine Nachfolgerin wird Lt. Tohan. Auf der einen Seite könnte sie aufgrund ihrer Erfahrung durch ihre Vorgängerwirte - besonders Richterin Medzea Tohan - gefährlich werden. Und sie ist nicht direkt persönlich betroffen wie Commander Harris, weswegen sie einen ungetrübten Blick hat. Aber sie ist ehrgeizig und will die vier Pins. Vielleicht können wir das nutzen.“

Valand Kuehn wiederholte die 12 Namen in Gedanken, bis er sich ganz sicher war, sie nicht zu vergessen. Die Eigenschaft, ein sehr gutes Gedächnis zu haben, hatte sich schon zu Akademie-Zeiten als vorteilhaft erwiesen. Unter anderem auch bei so mancher Skat-Runde, da er stets genau wusste, welche Karten bereits ausgespielt waren.

"Sie bekommen die Ergebnisse auf dem üblichen Weg von mir zugespielt." Damit gab er ihr unauffällig ein kleines PADD. "Darauf sind die aktuellen Verschlüsselungs-Codes. Lernen Sie diese und vernichten Sie das PADD anschließend. Sollte es sich bei dem Agenten der Liga wirklich um einen Klon handeln, dann müssen wir herausfinden wo und wann dieses Klonen geschah. Dabei ist mir das WO wichtiger, als das WANN. Falls Sie in dieser Hinsicht etwas greifbares herausfinden, werde ich Jemanden darauf ansetzen - selbst dann, wenn der Klon im Gamma-Quadranten erzeugt wurde.

Was nun Harris betrifft: Auf dem Herflug habe ich mir sein Psychoprofil und seine Akte angeschaut - die gesamte Akte versteht sich. Ich bin mir sicher, dass Harris nicht den Dienst quittieren wird."

Der Commodore lächelte hintergründig. Seit man ihn zum Captain beförderte, hatte er gelernt Dienstakten zu lesen. Wirklich zu lesen. Zwischen den Zeilen fand man dabei oft mehr, als der reine Text besagte.

Dann konzentrierte er sich wieder und raunte: "Was Tohan anbelangt, gebe ich Ihnen freie Hand. Ich kenne Sie nun lange genug um zu wissen, dass Sie sich auf das Manipulieren von Personen verstehen. Achten Sie dabei auf die Personen in Tohans direktem Umfeld. Ich denke da vor allem an Freunde an Bord. Der Weg zu einer Person führt oft über einen Freund, was zudem unauffälliger ist. Nutzen Sie das für Ihre Zwecke, wenn es sich einrichten lässt."

Die Frau nickte: „Natürlich, Commodore.“, und nahm das Padd entgegen

Sie war froh, dass sie nicht mehr Sheridans direkten Befehl unterstand. Sie wäre zwar nie so weit gegangen und gesagt, dass der Fleetadmiral inkompetent war. Aber sein ständiges Einmischen war ihr sehr auf den Nerv gegangen. Sheridan war ein Kontrollfanatiker und das war gerade beim Geheimdienst nicht sehr von Vorteil. Häufig mussten die Agenten vor Ort schnelle Entscheidungen treffen, ohne sich immer alles genehmigen zu lassen.

Und das hatte William Sheridan nie behagt. Er forderte tägliche Berichte, manchmal sogar noch häufiger und man musste alle Aktionen von ihm absegnen lassen. Bisher hatte die Frau ihre Tarnung aufrechterhalten können, aber es hatte ihre Arbeit mehr als erschwert.
Valand Kuehn würde da sicherlich anders sein. Er würde vermutlich auch regelmäßige Berichte erwarten, aber  der Norweger würde ihr mehr Freiraum in den täglichen Entscheidungen lassen. Er wusste, dass sie eine Expertin war.

„Haben sie noch etwas, Sir?“
Kuehn musterte die Agentin ernst und antwortete dann: "Nur eins noch: Sollte das Schiff durch den Agenten in eine prekäre Lage geraten und Hilfe von außen notwendig werden, dann senden Sie das Code-Wort: COBRA - und ich werde übernehmen. Ansonsten wünsche ich ihnen einen angenehmen Urlaub. Tanken Sie Kraft für den bevorstehenden Einsatz - Sie werden es gebrauchen können."

„Danke Commodore, ich schicke Ihnen eine Postkarte.“, erklärte die Frau.

Dann verschwand sie in der Menge.

Uli und Alex in „Cobra, übernehmen sie.“
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