Forum > RPG: INGAME - EPISODE III
RPG: Korridore der Estrella
David:
Amelie erreichte schließlich auch Richards Quartier und schob sich gerade noch rechtzeitig zwischen die sich schließenden Türhälften hindurch, nachdem M'Rass und Taren eingetreten waren.
-> Commander Harris' Quartier
ulimann644:
Cer´Zydar Taren war gehobener Laune, als er das Offizierskasino verließ. Er hatte sich mit Ynarea Tohan getroffen und gemeinsam mit ihr zu Abend gegessen. Dabei hatten sie die Gelegenheit genutzt, sich über all das zu unterhalten, was sich in der letzten zeit an Bord ereignet hatte.
Yni schien ganz in ihrer neuen Aufgabe aufzugehen, und es machte Spaß zu beobachten, mit welcher Begeisterung sie bei der Sache war, auch wenn sie sich dadurch in der letzten Zeit nur sehr selten gesehen hatten.
Umso angenehmer war das Abendessen mit ihr gewesen, und bester Stimmung schritt der Andorianer hinter einer Gruppe junger Techniker durch den Gang. Normalerweise gehörte es nicht zu Tarens Angewohnheiten, den Gesprächen anderer Crewmitglieder zu lauschen, doch die zwei jungen Frauen und der Mann in ihrer Begleitung unterhielten sich nicht gerade gedämpft - und als der Name Sylvie fiel wurde Taren aufmerksam. Mit weit ausholenden Schritten holte er auf und fragte schließlich: "Crewman Sylvie Gerlach?"
Das Gespräch verstummte, und die drei jungen Leute blickten sich zu ihm um. Die junge Frau mit den kurzen, blonden Haaren und den Insignien eines Crewman Erster Klasse hob neugierig ihre Augenbrauen. "Lieutenant?"
Taren, der sich zu einem spontanen Entschluss durchgerungen hatte, fragte sie ruhig: "Könnte ich Sie für einen Moment sprechen?"
Eigentlich wollte die junge Frau ihren verdienten Feierabend mit ihren Kameraden verbringen. Doch sie war gleichfalls neugierig, was der Andorianer von ihr wollte. Außerdem schien es ihr nicht ratsam, einen Offizier zu vergrätzen, besonders keinen andorianischen.
"Sicher, Lieutenant." Zu den beiden anderen Crewmen gewandt sagte sie: "Ich komme später nach."
Taren nickte den beiden Crewmen zu, als sie sich abwandten und konzentrierte sich dann auf die um einen Kopf kleinere junge Frau vor ihm. "Ich bin Cer´Zydar Taren", stellte er sich vor, nachdem sie allein im Gang standen. "Sie haben vorhin, bei der Bergung der Rettungskapsel, gute Arbeit geleistet."
Sylvie lächelte, erfreut über das unverhoffte Lob. Das war also der Taktische Offizier des Schiffes, den sie bisher nur dem Namen nach kannte und mit dem sie bei der Bergung, wenn auch nur über Funk, zusammengearbeitet hatte. "Danke, Sir."
Taren kam gleich darauf auf sein eigentliches Anliegen zu sprechen: "Können Sie mir sagen, wo die Rettungskapsel jetzt ist? Ich würde sie mir gerne etwas näher ansehen. Außerdem hätte ich Sie gerne dabei, damit Sie mir erklären können, was Sie anschließend entdeckt haben. Allerdings nur, wenn es sich einrichten lässt, ich möchte nicht ihren Feierabend zu sehr beschneiden."
"Ich komme mit, Lieutenant", entschied Sylvie Gerlach ohne zu zögern und grinste vergnügt. "Meine beiden Kameraden sehe ich jeden Tag - SIE kenne ich noch nicht."
"So, so", machte Taren, während sich seine Antennen etwas nach vorn richteten und neugierig hob er seine Augenbrauen.
Sylvie verstand die unausgesprochene Frage und erklärte schnell: "Frachtraum 7, Sir."
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg...
--> Frachtraum 7
ulimann644:
<-- Cer´Zydar Tarens Quartier
Lieutenant Taren stürmte förmlich durch die Gänge der ESTRELLA DEL ALBA. Er war - wie man unter den Menschen so gern sagte - auf Hundert. Was war das nur mit ihm und den Frauen? Jede Beziehung, die er in den letzten Jahren ernsthaft begonnen hatte, war zu einer verdammten Katastrophe mutiert, und der Andorianer begann sich nun ernsthaft zu fragen, welche kosmische Anomalie DAFÜR verantwortlich zeichnete?
Hatte hier wohl möglich sogar das Q-Kontinuum seine omnipräsenten Hände im Spiel...??
Taren fauchte wütend und versuchte seine um Sylvie Gerlach kreisenden Gedanken in andere Bahnen zu lenken. Irgendwie ließ ihn der Gedanke an diese seltsame Erscheinung auf der Kapselhülle, die er gestern beobachtet hatte, nicht los. Er verwünschte die Tatsache, dass er zu wenig von Metallurgie verstand, um sich auf diesen Effekt einen Reim machen zu können.
Seine Gedanken schweiften um einige Jahre zurück. Er kannte die Gegebenheiten der Badlands und er versuchte angestrengt, sich an einen Fall zu erinnern, wo dieses Phänomen schon einmal aufgetreten war. Zunächst vergeblich.
Als der Andorianer den Turbolift erreichte und die Kapsel betrat, richteten sich seine Antennen ruckartig auf. Er erinnerte sich plötzlich an jene Rettungsaktion im Jahr 2376, auf einem cardassianischen Schiff der KELDON-KLASSE.
Auch die Cardassianer bauten ihre Schiffe unter Verwendung von Duranium. Er wusste nun plötzlich weshalb ihm dieses Phänomen von gestern Abend keine Ruhe gelassen hatte. Er hatte es schon mal gesehen, und erst jetzt fiel ihm wieder ein wo. Ja - das cardassianische Schiff damals war nicht mehr als ein Wrack gewesen, und es war nie herausgekommen, wer genau es angegriffen hatte. Möglicherweise war er einer Riesensache auf der Spur.
Der Andorianer zwang sich schnell wieder zur Ruhe. Die Indizien für die Ungeheuerlichkeit, die sich da vor seinem inneren Auge abzeichnete, waren ziemlich dünn. Commander Harris würde vermutlich sogar soweit gehen zu sagen: "Nahezu unsichtbar." Und er hätte Recht.
Taren verließ auf der Brücke angekommen den Turbolift und blickte hinüber zur Wissenschaftskonsole. M´Rass war nicht anwesend. Vielleicht konnte er zusammen mit der Caitianerin diese Nuss knacken. Er löste die junge Frau an der TAC ab und rief die Informationen über das Radon-220 Isotop: Thoron auf. Eine Weile blickte er grübelnd auf den Text. Thoron-Strahlung konnte sowohl bei Schiffswaffeneinsätzen freigesetzt werden, als auch dazu genutzt werden, um Tricordersensoren zu neutralisieren. Letzteres war ein gängiger Trick des Maquis gewesen, die in den Badlands gehaust hatten...
Tarens Antennen bewegten sich unruhig. Thoron-Isotope zerfielen schnell - es konnte also durchaus sein, dass Sylvie und ihr Team keinerlei Thoronstrahlung festgestellt hatten, obwohl möglicherweise welche in der Nähe der Kapsel freigesetzt worden war. Entschlossener denn je, mit M´Rass darüber zu sprechen wartete er ungeduldig auf das Erscheinen der Caitianerin.
ulimann644:
--- Zitat von: Lairis77 am 15.04.12, 21:34 ---Im Turbolift fragte sie: "Eine Thoron-Waffe, hm? Könnte es Ihrer Meinung nach einen Zusammenhang zu einer kohärenten Subraumverzerrung geben, die vor kurzem in den Badlands aufgetreten ist?"
--- Ende Zitat ---
Nachdem sie die Turboliftkabine verlassen hatten, blieb Taren stehen und blickte M´Rass eigentümlich an. Erst hier antwortete er nachdenklich: "Nein - keinen physikalischen, der mir bekannt wäre. Aber ich sehe da eine Verbindung zwischen einem scheinbaren Unfall in den Badlands, diesem seltsamen Korridor in dem Plasmafeld, und einem cardasssianischen Wrack, dass ich im Jahr 2376 betrat und untersuchte. Und jetzt raten Sie mal, wo dieses Schiff sich damals befand?"
Er bemerkte das Erkennen in den Augen der Caitianerin und erklärte: "Richtig - es war hier in den Badlands. Das Schiff der Cardassianer wies ähnliche Lichtbrechungsphänomene auf."
Seine Stimme wurde beinahe verschwörerisch leise, als er hinzufügte: "Halten Sie mich ruhig für einen Phantasten, aber was, wenn für beide Vorkommnisse derselbe Übeltäter verantwortlich ist? Wissen Sie, ich hätte diesem seltsamen Phänomen an der Hülle der Rettungskapsel gar keine Beachtung geschenkt, wenn ich es nicht auf dem cardassianischen Schiff gesehen hätte. Und das war reiner Zufall. Möglicherweise ist hier etwas seit Jahren im Gange, dem die Sternenflotte auf den Grund gehen sollte. Aber mir fehlen die Beweise - alles was ich habe sind einzelne Fakten, die zu der Theorie passt. Ich hoffe nur, dass die DEFIANT aufklären kann, was in den Badlands los ist."
Mürrisch schob der Andorianer seine Hände in die Hosentaschen und machte sich mit der Caitianerin auf den Weg...
Alexander_Maclean:
<-- Brücke
Da Rupert McGovern dem ersten Offizier der ESTRELLA folgte, standen die beiden plötzlich alleine in der Turboliftkapsel und schwiegen sich genseitig an. Erst als das Transportgefährt auf Deck drei hielt, bemerkte Richard. „sie wollen wohl auch auf die Krankensation um sich ihre Medizinabzuholen, Botschafter“
Der Angesprochene nickte: “Auch wenn ich den Aufwand, den sie und ihre Mannschaft betreiben, für Kokolores halte, so ist es doch nicht verkehrt, wenn ich einzelne Hilfsmittel nutze.”
Bevor Rick darauf antworten konnte, kam Ihnen Vurtok entgegen. Er hatte ein Padd in der Hand und erklärte: „Es ist passend, das ich sie hier treffe, Botschafter. Der Informationsdienst des Diplomatischen Korps hatte einige Informationen zu anderen Delegationen geschickt. Eine romulanische Delegation reist an Bord der IRW RONTAC hierher und Kanzler Martok schickt ein Schiff aus dem Hause des Noggra.“
„Wie üblich zu spät.“, beschwerte sich der Diplomat. „Beide Gruppen sind bereits eingetroffen und wir hatten bereits Kontakt mit Ihnen.“
Doch dann wurde er nachdenklich und überlegte laut: „Es überrascht mich jedoch, dass sowohl die Romulaner als auch die Klingonen Schiffe schicken konnten. Derzeit sind ihre Kräfte ja anderweitig gebunden.“
„Sie meinen in Kämpfe mit den Streitkräften der Liga.“, warf Commander Harris ein.
Rupert blickte ihn kurz überrascht an, nickte dann aber: „Aber vermutlich bin ich in dem Zusammenhang nicht auf den neuesten Stand. Krieg ist nun mal nicht mein Geschäft. Ich weiß nur, das die Kämpfe sehr schlimm sein sollen.“
Rick nickte: „Das stimmt auch. Von einem Sieg kann immer noch nicht die Rede sein. Aber es steht nicht mehr so schlecht, wie zu Beginn der Invasion. Laut den letzten Berichten die ich kenne, konnten die Romulaner ihre Linien stabilisieren und auch erste Gegenoffensiven starten. Sie haben auch begonnen ihre Präsenz im cardassianischen Raum und vor allen bei Unity One zu vergrößern. Und es geht das Gerücht um, dass die Romulaner zwei oder auch mehr Geschwader Warbirds in Richtung der klingonischen Front senden wollen.“
Er machte eine Pause: „Dort sieht es aber nicht allzu gut aus. Da die klingonische Flott e zu einen großen Teil aus Schiffen besteht, die noch älter sind als die ESTRELLA und vor dem Dominionkrieg das letzte Mal neu ausgerüstet wurden, sieht die Flotte kein Land gegen die modernisierten Schiffe der Liga. Dort muss die 7. Taskforce den Kampf fast alleine bestreiten.“
Der Commander überlegte: „Es spricht aber für den politischen Weitblick von Kanzler Martok, das er dennoch eine Anordnung nach Sarpedia schickt.“
Er wandte sich an den Vulkanier: „Gab es Hintergrund Daten zu den Klingonen?“
Der Mann nickte: „Die gab es, Commander. Das Haus des Noggra ist eines der kleineren Häuser im klingonischen Reich. Ohne Anspruch auf einen Sitz im Hohen Rat. Aber seit einigen jahren scheint es eine enge Verbindung zum Haus von Kanzler Martok zu geben. Von den kleineren Clanführer scheint Noggra einer der wichtigsten zu sein. Und er unterstützt Martok.“
Richard überlegte: „Der Commander des Schiffes stellte sich als Rodek vor, Gibt es zu ihm Hintergrunddaten?“
Vurtok sah sich die Daten auf seinen Padd, das er dabei hatte und erwiderte: „Das erste Mal wird er bei Sternzeit 49647,3 als Waffenoffizier auf den Flaggschiff von Noggras kleiner Flotte geführt. 52312,2 wechselte er auf den Bird of Prey, den er heute noch kommandiert, als Erster Offizier. 52771,3 wird er Kommandant des Schiffes und zum Zan‘Thei - übersetzt „Verteidiger“ - des Hauses Noggra ernannt. Was ungewöhnlich ist, da dieser besondere Ehrentitel meistens nur auf männliche Verwandte angewandt wird, wenn ein Führer des Hauses stirbt, sein ältester Sohn das Haus weiterführt und noch erwachsene Geschwister ohne eigenes Haus hat. Vermutlich wollte man Rodek damit besonders ehren und zudem hat er in den Zusammenhangs ein Kommando erhalten.“
Der Vulkanier sah auf: „Warum fragen sie, Commander.“
Richard lächelte etwas: „Ich war nur neugierig. Aber ich denke, ich weiß warum Martok diesen Rodek geschickt hat. Er kann keinen Führer der Häuser schicken. Zum einen weil er sie als Kommandeure an der Front braucht. Und zum anderen kann er den meisten von Ihnen nicht über den Weg trauen. Die Klingonen haben ein Sprichwort das in etwa den menschlichen ‚Sei nahe beiden Freunden und noch näher bei deinen Feinden entspricht‘. Beachtet man das nicht hat man schnell ein Mek‘leth im Rücken. Und er kann aber auch nicht darauf verzichten Sarpedia aus dem Auge zu verlieren. Wenn die Großmächte hier Erfolg haben, bietet der Planet eine Basis für Ausflüge ins Ödland und damit auch für Aktionen gegen das Orion Syndikat, das dort operiert. Damit schneiden wir die FDC von einer möglichen Quelle von Ressourcen und wir bekommen vielleicht Ruhe in den cardassianischen Sektor. Was wiederum im Idealfall Kräfte für andere Krisenherde freimacht.“
Der Commander strich sich übers Kinn: „Und dann wären da noch die Breen, deren Gebiet ans Ödland grenzt. Mit denen haben die Klingonen auch noch ein Hühnchen zu rupfen. Also schickt er jemanden dessen Schiff nicht kriegsentscheidend ist, den er aber vertraut.“
Rupert McGovern betrachtete in den ersten Offizier zum ersten Mal mit einem gewissen Respekt: „Sie scheinen sich ja umfassend informiert zu haben, Commander.“
Der Angesprochene nickte: „Danke Botschafter. Was die allgemeine politische Lage angeht, bin ich gerne auf dem Laufenden. So kann man von den meisten Entwicklungen nicht überrascht werden. Außerdem ist mein Cousin Offizier bei der 5. Taskforce. Und wir unterhalten uns natürlich auch darüber was im cardassianischen Raum und angrenzenden Sektoren so los ist. Außerdem habe ich mich gestern Abend mit den Hintergrundinfos zur Mission befasst. Kein Detail ist unwichtig, wie ich immer zu sagen pflege.“
Der Botschafter nickte und da die Gruppe sowieso direkt vor der Krankenstation befand, begab er sich in den Raum.
Als sich das Schott hinter den dem Diplomaten schloss erklärte Vurtok: „Ich verstehe jetzt, warum sich Navina für sie einsetzt, Commander. Sie hält sie offenbar für einen sehr guten Offizier.“
„Dann sollte sie das auch mal zeigen.“, brummte Rick genervt. „Und wenn sie das, was sie da abzieht als ‚einsetzen‘ bezeichnen, will ich ehrlich gesagt nicht wissen, was sie macht, wenn sie jemanden ärgern will.“
Dann ließ der Commander den Mann einfach auf den Korridor steh und betrat ebenfalls die Krankenstation.
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