Autor Thema: Episode I: Wirklich so schlimm wie viele behaupten?  (Gelesen 5123 mal)

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Visitor5

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Antw:Episode I: Wirklich so schlimm wie viele behaupten?
« Antwort #30 am: 21.02.15, 16:43 »
Um die Droiden zu kontrollieren braucht es nur ein Schiff;
Um genug auf einem Planeten abzusetzen braucht man eben mehrere Schiffsladungen voll von Droiden...

Ich finde, Qui-Gon Jinn ist der einzig "wahre Jedi". Er gab sich der Macht vollkommen hin, ließ sich von ihr leiten - auch wenn seine Entscheidungen unpopulär waren! Ich war sehr froh und erleichtert, dass er der Jedi wurde, der den Übergang als erster meistern konnte - um mit der Macht eins zu werden!

Ich sehe ihn ihm einen wahren Diener an der Macht und es gibt keinen selbstloseren, aufopferungsvollen Charakter als er.


Darth Maul war kein vollwertiger Sith in meinen Augen - dazu war er viel zu einseitig trainiert: Er war kaum mehr als ein Attentäter und Krieger. Seine Ausbildung erinnerte stark an die alten Sith, vor Darth Banes "Regel der Zwei". Er war überheblich, ein mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Charakter und ist genau so gestorben, wie er gelebt hat. Dahingehend empfand ich seinen Tod durchaus als schlüssig. Assajj Ventress ist da viel gerissener und hinterhältiger als er, und ich finde, auch wenn sie sich ähnlich sind, sind sie doch verschieden genug, damit nicht der eine als "Abklatsch" des anderen gelten kann.

Persönlich hätte ich noch gerne Quinlan Vos und seine Schülerin erlebt, diese aus mehreren Gründen.

Leela

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Antw:Episode I: Wirklich so schlimm wie viele behaupten?
« Antwort #31 am: 22.02.15, 01:07 »
Zitat
Das Geschrei wäre nämlich noch größer gewesen, hätte GL einfach das OT-Schema wiederholt, dieselben grausigen 70er Frisuren  und Luke, Leia und Han 0.1 gezeigt.

Da ist schon was dran, nur hat Lucas leider die schlechteste von beiden Lösungen gewählt: Er hat weder versucht das alte komplett zu wiederholen, noch hat er versucht etwas wirklich neues zu schaffen... das Ergebnis war ein Mittelweg mit vielen Kompromissen die am Ende das Ergebniss ziemlich schwach gemacht haben. Allein das er nahezu alle bekannten Figuren aus der alten triologie meinte aufgreifen zu müssen... ist schwach.

Zudem hatte Lucas meines Erachtens bei der Konzeption der Pequels einige... kuriose Fehler gemacht, was die Handlungselemente angeht. Zum einen hat er ausführlich und umfassend Palpatines Aufstieg dargestellt - was quasi ein reiner Politik-Plot ist. Kein Regisseur heute würde Geld dafür bekommen das er eien Dreiteilige Politik-Oper für 600 Mio ins Kino bringt. Ob dieses Politiklastige Element Star Wars so gut tut, bezweifle ich zudem - es war jedenfalls in der alten Triologie kaum vorhanden (und wurde nur in Randbemerkungen gestreift), und hat da auch nicht wirklich gefehlt.

Das zweite ist die Konzentration auf die Figurenentwicklung von Palpatine und besonders Anakin. Beides Figuren die man aus der alten Triologie kennt - die aber, sobald man sie in den Prequels länger sieht auch etwas entzaubert werden. Es wird zu viel versucht zu erklären, das gräbt den Figuren doch etwas den Reiz ab.... Noch schlimmer wird es dadurch das Lucas mit einem bereits kalkulierten Zeitsprung von I zu II geht... warum er Anakin unbedingt als kleinen Jungen zeigen musste, dann aber eben einen doch recht grossen Sprung macht... versteh ich bis heute nicht. Der Erzählkontinuität hat es jedenfalls nicht gut getan... weil in II nun plötzlich erzählt werden musste was nach I passiert die paar Jahre, aber nicht zu sehen war...
Ich hätte es für deutlich klüger gehalten eine Obi-Wan Prequel Reihe zu drehen bei der Anakin als auch Palpatine frühestens im II Akt und dann auch deutlich mit weniger Screentime auftauchen und wo in Episode I neue Darsteller als Team!() etabliert werden die nicht gleich alle wieder verschwinden (siehe Jar Jar, Qui Gon, Darth Maul)

Was dem ganzen zuguterletzt das Genick bricht ist, dass Lucas leider - wenn er schon eien Politik Oper ausspielt - kein begnadeter Dialog Schreiber ist.... weder was coole Sprüche angeht noch Romanzen. Viele Dialoge kommen wirklich peinlich rüber... oder wie schon Satire auf sich selbst. Und das zweite ist, das Lucas Opfer seiner FX Vorliebe geworden ist... da via CGI nun alles möglich war, erleben wir plötzlich auch Jedi die (völlig unnötig) aus Gleitern springen und 100 Meter in die Tiefe fallen um dort auf dem (einen richtigen) Gleiter aufzuschlagen.... oder Yoda als Flumi Ball der von allen Wänden abprallt... ich weiss bis heute nicht war Darth Tyrannus in Episode II nicht am Ende an einem Lachkrampf mit anschliessendem Macht-rülpsen draufgegangen ist.

Oh und wo wir schon dabei sind... so von wegen Tragik und Jar Jar Binks... was Lucas hier an Potential in den einzelnen Episoden verschenkt hat, von der Story her... ist wirklich ... schlimm. Zb Episode II hat ein perfektes Ende: Da wo Count Dooku Obi-Wan gefangen nimmt und ihm sagt, dass der Senat von einem Sith Lord kontrolliert wird.. und Obi das schlicht nicht glaubt, obwohl Count Dooku ihm die Wahrheit sagt (warum eigentlich?). Leider kommt danach noch die Arena Szene, das Duell mit Dooku und (ganz schlecht) der Heimflug Dookus zu Palpatine... wo klar wird die zwei sind wirklich verbündet.

Aber warum nur? Was wäre denn gewesen wenn Dooku ObiWan die Wahrheit sagt... der es nicht glaubt und Count Dooku NICHT mit Palpatine verbündet gewesen wäre, sondern wirklich eine Art dritte kraft/Macht? Dadurch aber das die Jedi ihm nicht glauben... sind sie plötzlich Schuld daran das der Krieg ausbricht. Das wäre Tragik gewesen.... aber statt so einem genialem Twist einzubauen macht es sich Lucas nur 10 Minuten später einfach und stempelt Dooku in simpelster Klischeemanier als reinen Bösen ab, völlig unnötig zudem, bevor er ihn in Episode III im Vorspann (genauso unnötig) filettieren lässt. Sehr schade... bis heute XD   

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Kadajj

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Antw:Episode I: Wirklich so schlimm wie viele behaupten?
« Antwort #32 am: 22.02.15, 10:27 »
Wie gesagt, ich fand das politische Element passend und spannend - und wenn schon ein Großteil der ersten Trilogie auf Coruscant spielt, ist doch klar, dass auch der Senat und die Machtergreifung Palpatines gezeigt werden muss. In Clone Wars gab einige weitere Senatsstories, die aber auch sehr actionlastig waren, Attentate auf weitere Senatorenund Entführungsversuche, hätte evtl. auch gut in die Prequels gepasst.  Das ist natürlich aber auch Geschmackssache...;) GLs Fehler war, wie Du schon richtig sagst, dass er immer auch noch Crowdpleasing und zuviel Fanservice versuchte. Wobei man aber an Charakteren wie Yoda und Obi-Wan nicht vorbei kann...Ein weiterer Schwachpunkt ist meiner Ansicht, dass hier auch zuviel Stoff hineingepackt wurde, der locker für zwei weitere Filme gereicht hätte und ein Zeitraum von über zehn Jahren beschrieben wurde.


Naja, Star Wars  ist US-Popcornkino :D Da muss man seine Ansprüche an differenzierte Charaktere schon ein bisschen herunterschrauben... Wie Vaders Sinneswechsel auf eine bloße Feststellung Lukes zustandekommt, dass doch noch Gutes in ihm sei, wäre mir bis heute nicht klar, wenn es nicht das EU gegeben hätte^^

Aber wie dem auch sei, keine der Trilogien ist perfekt und ich finde auch die PT gut...EP4 wurde in den ersten Kritiken als 'awful movie' verrissen, trotzdem ist SW Kult.

Star

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Antw:Episode I: Wirklich so schlimm wie viele behaupten?
« Antwort #33 am: 22.02.15, 11:23 »
Im Prinzip kann man die gleichen Kritikpunkte, die man Episode 1 so gerne an die Birne wirft, auch 1:1 auf den ersten Star Wars übertragen (was, soweit ich weiß, damals auch getan wurde). Jeden einzelnen. Schlechtes Drehbuch, schlechte Regie. Hölzerne Dialoge. Unterdurchschnittliche darstellerische Leistungen, mit Ausnahme eines altgediegenen Schauspielers (damals Guiness, diesmal Neeson). Zweidimensionale Charaktere. Nervendes Comic-Relief (damals die Droiden, heute Jar Jar). Großartige Effekte, aber was bringt's, wenn der Rest ein solch lausiges Produkt ist? Und trotzdem wurden beide Filme zu Erfolgen, einfach, weil dem Zielpublikum - Kinder - andere Dinge wichtiger sind.

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Visitor5

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Antw:Episode I: Wirklich so schlimm wie viele behaupten?
« Antwort #34 am: 22.02.15, 11:47 »
Filme werden eben auch nur unter wirtschaftlichen Aspekten gedreht. Das bedeutet, dass man ein Zielpublikum vor Augen hat und deren Vorlieben bedienen muss, um erfolgreich zu sein.

Ob man damit nun ein hochweritges Epos gezaubert hat, das in der Menschheitsgeschichte seinesgleichen sucht, oder Breitbandunterhaltung nach den Schemata des "Hart-IV-TVs", ist, um erfolgreich zu sein, nebensächlich.

Dennoch finde ich Episode I - III nicht per se schlecht. Natürlich hätte man vieles besser machen können, aber auch Episode IV hat seine "dämlichen Momente, die Jar Jar in nichts nachstehen:
Han Solo, der kreischend den Stormtroopern hinterher rennt, bis er diese in einen Hangar gescheucht hat, wo sie sich umdrehen und zurück schießen - ein Klassiker unter den Star Wars-Szenen und eine typische "Harrison Ford-Szene", wie ich finde - aber von Niveau kann man dabei nicht sprechen, wenn man es genau nimmt.  :D

Vielleicht ist sie gerade deswegen so populär geworden, weil es eben buchstäblich irrsinnig war, was man da gesehen hat. Und vielleicht - nur vielleicht - wird die nächste oder übernächste Generation über Jar Jar genauso denken wir manch einer von uns über Han Solo. Jede Generation wächst unter anderen Umständen auf und zeigt demnach auch einen differenzierten Humor.

Kadajj

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Antw:Episode I: Wirklich so schlimm wie viele behaupten?
« Antwort #35 am: 23.02.15, 14:54 »
Hach, ich find's ja großartig, dass man hier auch tatsächlich gepflegt über PT und OT diskutieren kann..<3 Aus reinen SW-Diskussionsforen halte ich mich ja ob des ausufernden Gegeifers und Gehates schon lange raus, obwohl ich sonst auch gerne mit ein bisschen Herzblut diskutiere.

Was peinliche Momente von ANH angeht, gibt es diese Perle:

Star Wars minus Williams

[Gibt's hier keinen Code zum Einbetten? Dachte, ich hätte hier schon eingebettete YT-Vids gesehen]

Muss aber gestehen, dass diese Szene auch mit Musik nicht besonders besser ist. Die Szene, wo Han LOLO Luke ein verdruckstes 'Möge die Macht mit Dir sein' wünscht, löst bei mir jedes Mal extremes Fremdschämen aus :D

Ich konnte im zarten Kindesalter nie so richtig ANH und ROTJ auseinanderhalten, war irgendwie dasselbe Angriff auf den Todesstern, Luke im X-Wing und so  und hab mich gewundert, wie das zusammenpassen sollte, wo doch der Todesstern eigentlich schonmal kaputtgemacht wurde. Und ich fand es schon immer doof, dass die Ewoks Stormtrooper und Biker Scouts besiegen konnten, außerdem fand ich die Scouts einfach die Coolsten und war total enttäuscht, dass es in Wirklichkeit doch keine Speederbikes gab.
« Letzte Änderung: 23.02.15, 14:58 by Kadajj »

Alexander_Maclean

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Antw:Episode I: Wirklich so schlimm wie viele behaupten?
« Antwort #36 am: 23.02.15, 15:11 »
@kadajj
Wir achten hier generell auf eine angenehme Diskussionskultur. selbst bei solch kontrovers diskutierten themen. schau dir mal die Threads zu den letzten beiden ST Filmen an. Da hättest du in anderen Foren größere Grabenkriege erlebt.
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sven1310

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Antw:Episode I: Wirklich so schlimm wie viele behaupten?
« Antwort #37 am: 29.11.15, 23:36 »
Ist schon lustig was es alles für Theorien im Netz gibt. ^^


Aber ich gebe zu, das währe ein Story Twist geworden mit dem bestimmt nicht jeder gerechnet hätte. :D

 

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