Autor Thema: Killer  (Gelesen 2482 mal)

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Kontikinx1404

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Antw:Killer
« Antwort #15 am: 01.10.18, 18:00 »
Ahh. Ok. Jetzt verstehe ich. Also in dem Fall würde ich mich für Variante a entscheiden, denn variante b würde ich als ein wenig zu krass/brutal empfinden.

Suthriel

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Antw:Killer
« Antwort #16 am: 01.10.18, 20:36 »
Weiss die Crew denn, das ein zweiter Code benötigt wird, damit der feindliche Agent die Aufhebung der Sperre überlebt?

Ansonsten spielts doch keine Rolle, da sie vermutlich nicht rechtzeitig an den zweiten Code rankommen. Insofern läufts auf ein abwägen raus, welche der beiden Methoden schneller geht. Auf den Agenten würde ich dabei keine Rücksicht nehmen, denn er ist immer noch ein feindlicher Agent, der selbstbestimmt in feindlicher Absicht handelt. Da muss man vom extremsten Szenario ausgehen, nämlich das Schiff und Crew (was von beiden wichtiger ist, kann jeder für sich entscheiden :P ) am Ende der Reise verloren sind.
Also solange es keine realistische Chance aufs erhalten des zweiten Codes gibt, die Methode nehmen, die weniger risikobehaftet für die Beteiligten ist (moralische Langzeitschäden des Telepathen mit eingerechnet).

Der Agent wusste schließlich, worauf er sich einließ, damit wusste er auch um die tödlichen Konsequenzen und hat es in Kauf genommen. Wäre er ein Schläfer oder sonstwie unter fremden Einfluss, so das er selbst gar nichts dafür kann, sprich, nur eine willsenlose Marionette ist, sähe das ganze etwas anders aus, dann wären Skrupel angebracht.
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Max

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Antw:Killer
« Antwort #17 am: 01.10.18, 22:11 »
Das Problem an solchen Konstrukten ist immer, dass es einige Optionen gibt, die man gleichzeitig unterbinden muss, weil sie drohen, von der eigentliche Idee abzulenken. So gäbe es lästiger Weise ja vielleicht noch andere "Auswege"...
Wird der Warp-Kern ausgestoßen, kann der Autopilot nur noch weiterkriechen; Hilfe kann problemlos rechtzeitig eintreffen.
Man könnte den Autopiloten reinlegen, indem man ihn quasi aktiv lässt, aber andere Koordinaten gibt.
Es ist zwar nicht schön, aber notfalls nimmt man die Rettungskapseln und überlässt das Schiff der Selbstzerstörung. (Die Frage ist dann natürlich, wie der Agent dieses Ende des Schiffs verträgt).

Diese und andere Optionen gilt es irgendwie doch in Betracht zu ziehen, denn ich würde annehmen, dass die Crew viele Möglichkeiten ausreizen würde, ehe sie die Moral in den Wind schlägt.
Die Spock-Valeris-Szene in ST:VI ist eigentlich verhältnismäßig hart. Das Prinzip dürfte mit einer Vergewaltigung vergleichbar sein. Das war natürlich verwerflich.


Eine Verständnisfrage noch: Kennt der Agent den zweiten Code?


Alex, Du fragst, wie wir vorgehen würden?
Aus Autorensicht geantwortet, wäre es natürlich schon spannend, wenn die Crew scheitern würde: Der Agent stirbt, obwohl sie genau das verhindern wollte; oder die Sperre wird nicht aufgehoben, das Schiff vom Gegner übernommen; oder aber der Agent kann die telepatischen Angriffe abwenden und "übermittelt" Fehlinformationen... Da gäbe es auch viele schöne Möglichkeiten.
Für mich käme nicht in Frage, die Crew übergriffig werden zu lassen, damit sie das Unheil für sich selbst abwenden können, nur um sich danach scheinheilig sich selbst anklagend wie weiland Sisko zu geben.
Meine Lieblingslösung: Die Crew unterbindet die Fremdsteuerung des Schiffs nicht, man kommt am Zielort an, aber dort ist von feindlichen Kräften überhaupt keine Spur! Warum? In TOS würde die Antwort "Der vermeintliche Agent gehört eigentlich einer überlegenen Spezies an, die die Sternenflottencrew testen wollte" lauten. Aber es gäbe noch so viele andere Lösungen. Lange Rede, kurzer Sinn: Egal, wie man es dreht und wendet, aus diesem Konzept kann man schön viel rausholen, Alex :thumbup
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Suthriel

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Antw:Killer
« Antwort #18 am: 02.10.18, 07:25 »
Was den Agenten angeht, gäbe es ja auch noch 3 weitere Wege, ihn zu retten:

- Sprengkapsel/Implantat entschärfen (dürfte selbstverständlich schwierig sein)
- Sprengkapsel analysieren und feststellen, das sie keinen Timer besitzt der in regelmäßigen Intervallen von Signalen resettet wird (sonst ebenfalls boom), sondern erst hochgeht, wenn ein Signal zu ihr gesendet wird -> Agent in eine Isolations- oder Quarantänekammer stecken, in welche das Signal nicht eindringen kann -> Sperre aufheben und sich freuen, das der Sprengbefehl tatsächlich nie den Agenten erreichte
- alle Ingenieure zusammentrommeln und Mikrokraftfelder um die Sprengkapsel herum errichten, so das diese gefahrlos explodieren kann, und der Agent überlebt, weil die Detonation von den Kraftfeldern absorbiert wird.


Edit: Ergänzend zu Max Variante von Warpkern abstoßen, falls das auch nicht geht, gibt's ja noch diverse andere Stellen, die man sabotieren kann, um das Schiff zu verlangsamen. Computerschnittstellen kappen (notfalls mit der Axt die Kabel durchschlagen, wie in Transformers ^.^), so das der Autopilot keinen Zugriff mehr auf den Antrieb hat, und man den dann von woanders wieder abschalten kann. Oder diverse Bauteile oder Steuerelemente aus dem Antrieb oder Warpkern oder deren Steuerung entfernen, ohne die der Antrieb/Warpkern nicht funzt und sich automatisch notabschaltet.
« Letzte Änderung: 02.10.18, 08:38 by Suthriel »
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Alexander_Maclean

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Antw:Killer
« Antwort #19 am: 02.10.18, 13:36 »
Da die Crew nichts von der Notwenigkeit eines zweiten Code weiß sind viele er hier angesprochene Ideen gar nicht im Sinn.

Erst beim Deaktivieren des Autopiloten poppt plötzlich diese zweite Codeeingabe auf

Auch das Aufgeben es Schiffes ist zwar eine Option die diskutiert wird, aber dagegen sprechen drei Gründe:

1. Man weil da Schiff nicht in feindliche Hände fallen lassen. Gut dafür gibt die Selbstzerstörung.
2. Es wäre generell ein  sehr langer Heimflug, weil die Leute gerade am "arsch der Galaxis" unterwegs sind. Und wir reden hier ja von Rettungskapseln und Shuttles. Von denen sind die meisten auch nicht so schnell.
3. Muss ja mit einer Reaktion der ominösen Auftragsgeber gerechnet werden, was zum Tod oder Gefangennahme der Crew führt. An Bord des eigenen Schiffes wären die Chancen zumindest größer als in einer Rettungskapsel. Und ja rettungskapseln abzuschießen, das lasse ich die Bösen ab und an schon machen.

******************************

D Idee mit dem unbekannten Alien Einfluss ist zwar cool. Passt aber nicht zur großen Storyline. 
Portfolio
Projekt "One Year a Crew" Status: Konzept 100% Schreiben 21,34% Grafisches 0% Erscheinjahr 2019


Suthriel

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Antw:Killer
« Antwort #20 am: 02.10.18, 14:26 »
Ok, die Crew weiss nichts von dem zweiten Code, allerdings, weiss der Agent davon oder ist der  auch ahnungslos (er sollte dann auch keine Ahnung vom Implantat haben, weil dessen explosive Ladung bei einem Scan ersichtlich wird und man 1+1 zusammen zählen kann)?
Denn bei dem telephatischen Scan würde man dann darüber stolpern, das ein weiterer Code benötigt wird, wenn der Agent davon Kenntnis hat (unabhängig davon, ob der Agent den Code kennt oder nicht).

Sollten sowohl Crew als auch Agent davon nichts wissen, könnte sich der Telephat zwar durchaus etwas schuldig fühlen, wenn er den ersten Code aus dem Agenten rausholt und der dann danach hops geht, andererseits... muss er nicht, weil dann eh keiner an Bord eine Chance hätte, und es immer noch ein feindlicher Agent ist, der Schiff und Crew schaden will.

Da bliebe es immer noch bei dem, was ich zuvor schon geschrieben habe: Feindliche Agenten müssen für ihr Handeln auch die Konsequenzen in Kauf nehmen, und wenn diese tödlich sind, braucht man sich selbst auch als Telephat keine großen Vorwürfe zu machen. Erst recht nicht, wenn keiner von dem zweiten Code was weiss und es keine Info dazu gibt.


Antrieb oder Steuersysteme des Schiffes verkrüppeln macht aber auch unabhängig davon Sinn, um Zeit für Lösungen zu gewinnen. Es reicht ja, wenn man irgend ein Kontrollelement aus seinem Steckplatz rauszieht, das man schnell und einfach wieder einsetzen kann.

Man kann auch noch den Autopiloten täuschen, indem man ihm falsche Positionssignale zukommen lässt, so dass er denkt, er hätte sein Ziel erreicht, obwohl das Schiff tatsächlich nicht mal in der Nähe davon ist. Geht heutzutage problemlos mit eigenen GPS-Signalen, um Geräten vorzugaukeln, sie befänden sich an anderen Orten/GPS-Koordinaten.
Hat den Vorteil, das man so die zweite Codeabfrage nicht provoziert, und das Ableben des Agenten riskiert, auch wenn man gar nichts von der Notwendigkeit des zweiten Codes oder der Sprengkapsel weiss.
Würde wunderbar mit Antrieb sabotieren zusammenpassen, wenn der Autopilot noch die Flugzeit berücksichtigt, nicht nur die Koordinaten. Man müsste dann nur die gefälschten Positionssignale so gestalten, das der Autopilot denkt, die Geschwindigkeit hätte sich auch nicht verändert.
« Letzte Änderung: 02.10.18, 14:32 by Suthriel »
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Max

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Antw:Killer
« Antwort #21 am: 02.10.18, 20:10 »
aus Autorensicht benötige ich auch diesen Kniff, damit meine Helden nicht zu schnell hinter das große Ganze kommen.
Was ist denn eigentlich dieses "große Ganze"? Nur die Codes und das Implantat oder auch eine Lösung, die Dir vorschwebt, damit der Agent und Crew mit Schiff gerettet werden?

Denn jemanden telepathisch zu scannen, gegen dessen Willen wohlgemerkt, und mit der gewonnenen Information für dessen Tod indirekt verantwortlich zu sein, scheint mir moralisch gesehen eine andere Hausnummer zu sein, als wenn das Kollateralschaden aus em hacken ist.
Du weißt, dass die Crew mit der telepathischen Beschaffung des ersten Codes für den Tod des Agenten verantwortlich wäre. Aber die Crew weiß es nicht. Man darf das Autorenwissen ja nicht auf die Figuren anwenden. Die müssen sich nur um das Dilemma "Gedankenvergewaltigung" oder Hacken kümmern.
So sehe ich das auch moralisch. In fremde Gedanken einzubrechen, müsste per se ein Verbrechen sein (auch wenn Trois Mutter das anders sieht), unabhängig von den Folgen.

Da sehe ich eigentlich kaum Schwierigkeiten.
Und als Autor, der weiß, dass der zweite Code eine tödliche Gefahr birgt, müsstest Du mMn eben schrittweise vorgehen:
Schritt 1: Die Crew muss nur aus ihrer momentanen Lage heraus entscheiden, ob sie eine "Gedankenvergewaltigung" damit rechtfertigen kann, dass das Schiff wahrscheinlich in Gefahr schwebt. Das ST, wie ich es aus TNG kenne, würde es mit dem Hacken versuchen. Das ST, wie ich es aus DS9, vielleicht sogar VOY (und ENT) kenne, würde wohl in die fremden Gedanken eindringen.
Schriit 2: Die Crew erkennt, dass ein zweiter Code eingegeben werden muss, um das Leben des Agenten zu retten. Hier stellt sich die neue - und, hmm, eigentlich doch viel reizvollere - Frage: Wäre man nun bereit, gegen den Willen des Agenten in dessen Gedanken einzudringen, um den zweiten Code in Erfahrung zu bringen?

Wie ich herangehen würde, habe ich ja schon geschrieben ;)
Aber wenn Du - und so habe ich das verstanden - uns nach Rat fragst... Ich würde Dir dann wohl empfehlen, dass die Crew weiß, dass sie es telepathisch versuchen könnte, sich dann aber fürs Hacken entscheidet. Dann heben sie die Sperre auf und stoßen auf den zweiten Code. Und nun müssen sie entscheiden, ob sie doch noch auf die telepathische Methode zurückgreifen. (Wie es nun weiter geht? Meine Herangehensweise dann vielleicht: Die Crew wird nicht übergriffig, der Agent verliert sein Leben, weil er den zweiten Code nicht preisgeben will. Man könnte nun sagen, dass nur er das einzige Opfer bleiben wird, was nicht besser wird, weil er selbst sich retten hätte können; aber die Crew erfährt dann auch keine Hintergründe darüber, wer was mit dem ursprünglichen Coup erreichen wollte, was sie und die Föderation in einer unsicheren Lage zurücklässt).
« Letzte Änderung: 02.10.18, 20:14 by Max »
Träumereien siegen immer über das Wirkliche, wenn sie dazu die Gelegenheit erhalten.

 

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