Autor Thema: Canon-Charaktere in Fan-Fictions  (Gelesen 4230 mal)

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VGer

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Antw:Canon-Charaktere in Fan-Fictions
« Antwort #15 am: 07.05.15, 20:38 »
Darauf möchte ich jetzt mal näher eingehen ... ich schreibe zwar viel mit Canon-Charakteren bzw. meinen Weiterentwicklungen derselben, aber Janeway fällt mir aus mehreren Gründen schwerer als andere. Ich bekomme sie einfach nicht richtig zu fassen, und das macht es mühsam.

Janeway ist im Canon recht wankelmütig dargestellt, vor allem seit der Zeit nachdem Jeri Taylor als Verantwortliche ausgeschieden ist wurde das ganz extrem. Sie schwankt immer zwischen "fürsorgliche Übermama" und "kompromissloser Super-Badass-Captain", und da die richtige Balance zu treffen ist nicht leicht. Vor allem, wenn man sie aus der vom Canon vorgegebenen Persönlichkeitsstruktur heraus glaubwürdig weiterentwickeln möchte. Dass es einfach ist, ihr einen glaubwürdigen Gastauftritt zu geben, das bezweifle ich nicht, weil es dann eben "nur" eine Momentaufnahme ist. Bei mir ist sie aber ein Hauptcharakter, und ich muss das alles mitbedenken.

Außerdem, Alex ... die Geschichte, auf die sich der zitierte Satz bezieht, die hat gewissermaßen verschärfte Bedingungen, denn es ist eine Zeitreise-Geschichte. Einerseits gibt es da die Janeway, die zu dem verhärmten alten Admiral aus Endgame werden wird. Andererseits gibt es auch die Janeway, die meine Weiterentwicklung der Canon-Janeway ist. Das zu trennen, sozusagen zwei unterschiedliche Charaktere zu schreiben die trotzdem noch als Janeway erkennbar sind, ist kompliziert und erfordert Fingerspitzengefühl, von dem ich mir manchmal nicht sicher bin ob ich es habe.
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Antw:Canon-Charaktere in Fan-Fictions
« Antwort #16 am: 07.05.15, 20:57 »
Das ist natürlich schon Hardcore Level.

Es gibt ja auch Canonfiguren die stellen sich bereits als Gäste doof an.

Ja, ich meine dich damit Geordi.
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VGer

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Antw:Canon-Charaktere in Fan-Fictions
« Antwort #17 am: 07.05.15, 21:07 »
:D Geordi, ja ... den hatte ich bis jetzt nur in einer Geschichte, und da kam er nicht besonders gut weg. :D

Ja, es ist Hardcore ... aber das ist genau das, was mir am Fanfiction-Schreiben auch Spaß macht: mit genau diesen Vorgaben zu arbeiten, was Charakterisierung und Canonbezug angeht, auch wenn es nicht immer leicht ist. Eigene Charaktere kann man in jedem beliebigen Setting kreieren, aber welche zu übernehmen und glaubwürdig weiterzuschreiben ist eben ein Anreiz für mich.
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Antw:Canon-Charaktere in Fan-Fictions
« Antwort #18 am: 07.05.15, 21:30 »
Das Wort "Glaubwürdig" ist dabei besonders zu unterstreichen - und das bekommen nur die wenigsten hin. Zumindest im FF-Bereich. :(
Da ist es leider eher so, dass Canon-Charaktere auf zehn Seiten mit mal mehr, mal weniger Gewalt in eine bestimmte Richtung gedrängt werden, die nicht so recht passen will. Wenn dann diese Fremd-Vorstellungen auf die eigenen prallen, wird es schwer. Prinzipiell kann sich natürlich auch ein Canon-Charakter in so ziemlich jede Richtung entwickeln - möglich ist alles -, aber um so etwas glaubhaft zu machen, bedarf es nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern meiner Meinung nach auch Zeit (also... ein paar mehr Geschichten und Seiten).
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Antw:Canon-Charaktere in Fan-Fictions
« Antwort #19 am: 07.05.15, 22:47 »
Ich schreibe eigentlich kaum mit Canon-Charaktere, gerade weil ich mir nie sicher bin, ob ich den Charakter glaubwürdig darstellen kann oder nicht. Abgesehen davon bin ich bei Fanfictions eher ein Fan vom Stopfen von Plotlücken, wobei die Schwierigkeit darin besteht den Charakter an einem Punkt abzuholen, ihn eine Entwicklung durchmachen zu lassen (alles andere bringt nichts außer einer langweiligen Geschichte, denke ich) und ihn dann so im Canon wieder abzusetzen, ohne dass man ihn in der FF völlig kaputtgeschrieben hat.
Von daher wage ich mich an solche Lücken selten heran. Was ich jetzt bei meiner Star Wars FF ausprobiert habe war, die Charas in jungen Jahren zu schreiben. Da bleibt mir die Freiheit, die ich brauche und ich fand es einfach interessant zu sehen (bzw. zu schreiben) warum der Char so ist, wie er im Canon dargestellt ist.

Dahkur

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Antw:Canon-Charaktere in Fan-Fictions
« Antwort #20 am: 08.05.15, 08:11 »
Das Wort "Glaubwürdig" ist dabei besonders zu unterstreichen - und das bekommen nur die wenigsten hin. Zumindest im FF-Bereich. :(

Da setz gleich mal den Bezahl-Bereich mit dazu. Vielleicht tue ich den gegenwärtigen ST-Autoren grobes Unrecht (da ich sie nicht gelesen habe), aber ich habe mit Lesen von ST-Romane mit dem Beginn von DS9 geendet. Bei TNG hatte es eine Reihe von guten Romanen (vorzugsweise, wenn der Autor Peter David hieß), die ich gerne gelesen habe, ich habe auf dem Speicher noch eine ganze Umzugskiste voll davon. Mit der gleichen Begeisterung habe ich mich dann auf die ersten DS9-Romane gestürzt - und bin recht rasch desillusioniert worden. Die Charaktere (vor allem Kira) waren so beliebig geschrieben, dass sie sich mit Offizier XYZ hätten ersetzen lassen ohne dass es jemand gemerkt hätte.

Da habe ich zu der gleichen Zeit die Erfahrung gemacht, dass FF-Autoren "ihre Lieblinge" um Längen besser im Griff hatten als die sogenannten professionellen Autoren. Leider war (und ist) es im FF-Bereich so, dass es kaum Episoden- oder gar Romanartige Geschichten mit den etablieren Charakteren gibt. Diejenigen, welche die Charas gut im Griff haben, schreiben meist Kurzgeschichten oder noch kleiner Momentaufnahmen (habe ich über lange Jahre auch getan). Die Art von Geschichten, die ich am liebsten lesen würde, habe ich bisher extrem selten gefunden.
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Antw:Canon-Charaktere in Fan-Fictions
« Antwort #21 am: 21.05.15, 22:10 »
Da setz gleich mal den Bezahl-Bereich mit dazu. Vielleicht tue ich den gegenwärtigen ST-Autoren grobes Unrecht (da ich sie nicht gelesen habe), aber ich habe mit Lesen von ST-Romane mit dem Beginn von DS9 geendet.

Na, seither hat sich einiges getan. Ich kenne diese alten Heyne-Romane auch noch, mit den dauernd wechselnden Autoren, der daraus resultirend stark schwankenden Qualität, und der Herangehensweise, dass am Ende einer Geschichte ohnehin alles wieder so sein muss, wie zu Anfang.
Damals war zwar auch nicht alles schlecht, aber inzwischen haben sich die offiziellen Romane doch ziemlich emanzipiert, und die überwiegende Anzahl der Schreiber besteht inzwischen aus Stamm-Autoren, was sich natürlich auch auf die Charakterisierung auswirkt. Besonders Autoren wie Kirsten Beyer (Voy), Christopher L. Bennett (alle), Greg Cox (TOS), James Swallow (TNG/Titan) und Una McCormack (DS9) haben die offiziellen Figuren wirklich gut drauf. Und da sie inzwischen praktisch keine Grenzen mehr kennen, weil das Star Trek-Universum wirklich ihnen gehört, wird auch sehr viel ausprobiert. Dadurch fallen die Romane mehr oder weniger wie die Serien aus; es gibt viel durchschnittlich gute Unterhaltung, hin und wieder ist mal eine Gurke dabei, desöfteren erwischt man aber auch eine echte Perle. :)

Zitat
Bei TNG hatte es eine Reihe von guten Romanen (vorzugsweise, wenn der Autor Peter David hieß)

Peter David gehört auch zu meinen Lieblingsautoren :)

Zitat
Leider war (und ist) es im FF-Bereich so, dass es kaum Episoden- oder gar Romanartige Geschichten mit den etablieren Charakteren gibt.

Das stimmt. Überhaupt scheinen Romane mit entsprechender Länge eher selten zu sein. Verwunderlich ist das natürlich nicht. So einen richtig langen Roman zu schreiben, das ist schon ordentlich Zeitintensiv und auch etwas isolierend. Ich glaube, wenn man jünger ist, hat man vielleicht einfach nicht die Geduld etwas längeres durchzuziehen, und wenn man älter ist, im Berufsleben steht und/oder Familie hat, hat man nicht mehr die Zeit.

Zu den dankbarsten Hobbys gehört das Schreiben jedenfalls nicht. Zumindest nicht das FF-Schreiben.
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Dahkur

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Antw:Canon-Charaktere in Fan-Fictions
« Antwort #22 am: 22.05.15, 12:29 »
James Swallow (TNG/Titan)

Den habe ich im ersten Band der Terok Nor Reihe kennengelernt, und war fasziniert davon, wie er es geschafft hat, eine bekannte Geschichte richtig spannend hinzubekommen. Über seine Charakterhandhabung kann ich nicht viel sagen, da in dem Band die meisten Charas neu waren.

Zitat
und Una McCormack (DS9)

Von ihr habe ich bisher nur "The neverending sacrifice" gelesen. Das fand ich ausgezeichnet (allerdings wieder ohne nennenswerte bekannte Charaktere)

Ich muss mich mal wirklich hinsetzen und mir ein paar neuere Romane zu Gemüte führen. Das Problem dabei ist momentan nur, dass mich so richtig nur DS9 interessiert, und ich da aber nichts lesen möchte, was sich andere für die Zukunft ausgedacht haben, bis ich mit meinem eigenen Kram durch bin. Ich bin da viel zu leicht zu beeinflussen oder zu entmutigen.

Vielleicht versuche ich mich mal an TNG, die Charas da mochte ich auch immer sehr gerne.

Zitat
Zitat
Leider war (und ist) es im FF-Bereich so, dass es kaum Episoden- oder gar Romanartige Geschichten mit den etablieren Charakteren gibt.

Das stimmt. Überhaupt scheinen Romane mit entsprechender Länge eher selten zu sein. Verwunderlich ist das natürlich nicht. So einen richtig langen Roman zu schreiben, das ist schon ordentlich Zeitintensiv und auch etwas isolierend. Ich glaube, wenn man jünger ist, hat man vielleicht einfach nicht die Geduld etwas längeres durchzuziehen, und wenn man älter ist, im Berufsleben steht und/oder Familie hat, hat man nicht mehr die Zeit.

So einen richtig langen Roman suche ich gar nicht. Ich finde episodenartige FFs mit einer Länge von ... sagen wir mal ... um die 20.000 Wörter sehr schön. Auch in dieser "Kürze" kann man eine wunderbare Geschichte erzählen.

Aber das RL ist schon ein ziemlicher Spaßkiller in der Hinsicht, da hast Du recht. Ich merke das momentan sehr stark. Wo ich mich endlich wieder so richtig in FFs reinknie, fehlt mir eigentlich hinten und vorne die Zeit (und vor allem die Ruhe) dazu. Die Begeisterung, die ich jetzt habe, hätte ich mal besser in meiner Zeit der Unabhängigkeit gehabt.

Zitat
Zu den dankbarsten Hobbys gehört das Schreiben jedenfalls nicht. Zumindest nicht das FF-Schreiben.

Kommt drauf an, warum man es macht. Ich muss gestehen (und ich hoffe, ich höre mich jetzt nicht vollkommen plemplem an), ich bin mir jedenfalls dankbar, dass ich meine Zeit mit FF-Schreiben verschwendet habe, denn ich freue mich immer mal wieder, meine Sachen zu lesen.
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« Antwort #23 am: 25.05.15, 12:58 »
Ich muss mich mal wirklich hinsetzen und mir ein paar neuere Romane zu Gemüte führen. Das Problem dabei ist momentan nur, dass mich so richtig nur DS9 interessiert, und ich da aber nichts lesen möchte, was sich andere für die Zukunft ausgedacht haben, bis ich mit meinem eigenen Kram durch bin. Ich bin da viel zu leicht zu beeinflussen oder zu entmutigen.

Vielleicht versuche ich mich mal an TNG, die Charas da mochte ich auch immer sehr gerne.

Hm, jetzt habe ich die Romane verteidigt und muss gleich wieder etwas zurückrudern. Die Umstellung von den Einzelabenteuern (Heyne-Ära) zu den neueren Romanen war leider etwas holprig. Die Relaunch-Reihen haben fast alle schlecht angefangen - bis auf DS9. Das war direkt gut. Inzwischen haben sich die Bücher gefunden, aber, solltest du wirklich am Anfang ansetzen - bei TNG wäre das das grausige "Tod im Winter", dann... hmn, lieber nur mit geringen Erwartungen an die Sache herangehen.

Ansonsten gibt es aber recht gute Reihen außerhalb der bekannten Serien fortsetzungen. Vanguard beispielsweise. Das ist wie DS9, nur in TOS. Oder eben Die neue Grenze, von Peter David. :)
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« Antwort #24 am: 25.05.15, 13:09 »
Hm, jetzt habe ich die Romane verteidigt und muss gleich wieder etwas zurückrudern. Die Umstellung von den Einzelabenteuern (Heyne-Ära) zu den neueren Romanen war leider etwas holprig. Die Relaunch-Reihen haben fast alle schlecht angefangen - bis auf DS9. Das war direkt gut. Inzwischen haben sich die Bücher gefunden, aber, solltest du wirklich am Anfang ansetzen - bei TNG wäre das das grausige "Tod im Winter", dann... hmn, lieber nur mit geringen Erwartungen an die Sache herangehen.

Ansonsten gibt es aber recht gute Reihen außerhalb der bekannten Serien fortsetzungen. Vanguard beispielsweise. Das ist wie DS9, nur in TOS. Oder eben Die neue Grenze, von Peter David. :)

:D Dann muss ich mal nach einer Wertungsliste Ausschau halten, was sich lohnt, und was nicht. Bei TNG wäre für mich halt schon auch wichtig, dass Beverly Crusher nicht nur eine Randerscheinung in der Erzählung ist.

Von den New Frontier Bänden habe ich die ersten 6 oder 8 Bände, die sollte ich mir mal wieder aus der ST-Bücher-Kiste holen. Danke für die Erinnerung, Star.
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Kirk

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Antw:Canon-Charaktere in Fan-Fictions
« Antwort #25 am: 13.01.18, 03:04 »
Canon-Charaktere ein schwieriges Pflaster, in USS Berlin habe ich ja einige davon Rumlaufen (Kira, Ross definitiv) einer der Gründe warum ich mich nicht mehr so recht dran traue, ich habe Angst die Leute zu sehr zu verhauen.
Um Kira könnte ich in einer Fortsetzung einen Bogen schlagen, mit viel Fantasie. Sie beispielsweise für nen halbes Jahr in den Urlaub schicken und alle Crew kontakte zu DS9 nur mit eigenden Charakteren machen, aber das wirkt zu Konstruiert. Ich denke in den Sauren Apfel werde ich wohl beißen müssen und Kira noch mindestens eine Folge mitschleppen müssen.
Und dann währe da noch Admiral Ross den habe ich von drei Netten Herren in gelb in eine Arrestzelle verfrachten lassen, da braucht es auf jeden Fall noch einen gescheiten Abschluss.

In meiner Aktuelle Geschichte handhabe ich es so das ein Canon-Charakter zwar namentlich erwähnt wird aber selbst nicht auf der Bildfläche auftaucht.
Und die Canon-Charakter aus NBSG sind, ähnlich wie zwischen BSG und NBSG, recht freie Interpretationen innerhalb des Star Trek Universums. Es gibt zwar, neben den Namen, klare wiedererkennungswerte aber dennoch sind die zu einem gewissen teil, bewusst,  nicht Canon.
Star Trek: Starfleet: USS Galactica Status:
Kapitel 5 von 13 fertig
Star Trek: Starfleet: USS Dingo Status:
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Visitor5

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Antw:Canon-Charaktere in Fan-Fictions
« Antwort #26 am: 11.02.18, 20:17 »
Hm, es gibt auch eine alternative Möglichkeit, eine Begegnung mit einem Canon-Charakter zu (be-)schreiben, ohne sich zu sehr in die Nesseln zu setzen. Man beschreibt nicht die eigentliche Szene der Auseinandersetzung, sondern die direkt anschließende und überlässt alles weitere der Fantasie des Lesers. Nehmen wir mal ein Beispiel:

Ein Ensign möchte im Jahr 2369 auf DS9 von Major Kira ein Shuttle haben.

Es genügt doch eigentlich zu beschreiben, dass ein verdatterter Ensign eingeschüchtert und ein wenig hilflos zurückbleibt, der sich neben einem "Warum nicht gleich eine ganze Flotte für den "Helden der Sternenflotte"" auch noch anhören musste er solle mal lieber den unteren Andockpylon reparieren, denn "für irgend etwas muss seine Ausbildung ja auch taugen". Wenn sich der Leser auch nur einen Augenblick die Szene ins Gedächtnis ruft in der Benjamin Sisko zum ersten Mal sein Büro betritt bedarf es keines weiteren Wortes und auch auf diese Szene genügt ein kleiner Verweis. Major Kiras Flüche waren ja schon in der OPS zu hören, von daher sollte es kein Problem sein, etwas mitgehört zu haben.

So hat jeder der Canon-Charaktere ein, zwei Eigenschaften, deren man sich bedienen kann. Setzt man dazu die Wesenszüge des eigenen Charakters in Relation reicht das meist aus, um den Leser glauben zu lassen es hätte ein Treffen stattgefunden - ohne dass man den Wortwechsel schreiben muss.

Natürlich sollte man sich hüten diesen Trick allzu oft und durchgängig zu verwenden, aber damit lassen sich die Problem-Fälle glaubwürdig behandeln.

SSJKamui

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Antw:Canon-Charaktere in Fan-Fictions
« Antwort #27 am: 07.11.18, 21:44 »
Was Canon Figuren bringen können, ist, dass man damit auch extrem gut eine Aussage über "zukünftige Entwicklungen" machen kann. Beispielsweise wollte ich in meiner Ragnarok Reihe zeigen, dass sich die Föderation in eine ungute Richtung entwickelte und deshalb den Konflikt mit verursachte, indem Ich unter Anderem Picard als etwas gebrochenen, verbitterten, alten Botschafter zeigen wollte, der isoliert lebt und nur noch ein Schatten seiner Selbst ist, nachdem er Opfer einer richtig üblen Intrige wurde.

Als späteren Hoffnungsschimmer wollte Ich dann nach 15 oder 20 Folgen zeigen, wie Picard plötzlich triumphal zurück kehrt und zum Teil "den Tag rettet".

 

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