Autor Thema: Weißgrau - 12/2407  (Gelesen 3568 mal)

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Max

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Weißgrau - 12/2407
« am: 22.12.15, 00:05 »
Da gedachte ein zweiter des Satyrs
Weißgrau (12/2407)


Inhalt: In der - wenn ich mich nicht verzählt habe - sechsundzwanzigsten Folge begleiten wir einen Wanderer bei seinem Weg durch eine winterliche Landschaft...


Leseprobe:
Vor ihm lag ein tiefer Raum, dessen Ausmaße ihn unerfindlicher Weise erschreckten. Da war dieses Gefühl, als läge in der Landschaft, im Gelände hinter ihm eine gewisse Sicherheit. In seinen Erinnerungen lebten die Wege und Felder dort als karger dunkler Grund, auf dem ein dünnes, fast freundlich-weißes Tuch lag, weiter. Alles, was sich vor ihm befand, war wie ein Gebirge oder eine Wüste aus Schnee. Diese Vergleiche, das begriff er umgehend, waren nicht treffend gewählt. Er merkte nun, wie seine Stiefel immer tiefer in den Schnee sanken. Jetzt, wo sich die wellige Landschaft vor dem dunkler werdenden Hintergrund des Horizonts und des Himmels darüber deutlicher abzeichnete, meinte er für einen Moment, in diesen Formen die Gestalt einer liegenden, nackten Frau zu erkennen, als bildeten ihre Schenkel, ihre Hüfte, ihre Taille und ihr Oberkörper weiß wie Porzellan alles, was vor ihm lag. Dieses Bild verschwand so schnell, wie es gekommen war. Ein Wind fegte es weg.
Er drehte sich um. Diesmal waren die Spuren, die er hinterlassen hatte, schon tiefer. Das erschien ihm nur folgerichtig, ja geradezu gerecht, immerhin hatte es ihn Mühe gekostet, so weit gekommen zu sein.
Er meinte, den Klang eines Glöckchens zu vernehmen. Das währte vielleicht drei Sekunden, dann herrschte wieder Stille.




Umfang: 10 Seiten


Ruhig ist es geworden um diese Serie. Mit "Weißgrau"soll aber noch in diesem Jahr ein neuer, kurioser Eintrag in die Reihe stattfinden.

"Weißgrau" ist schon über ein Jahr alt. Ich hatte ein wenig Angst vor der eigenen Courage und musste sie etwas "liegen lassen", um einen unverstellten Blick auf die Geschichte zu gewinnen.
Als ich diese Folge nach lange Zeit nun das erste Mal wieder las, musste ich an einer Stelle lachen, während mich das Ende ein wenig traurig werden ließ.

Wie praktisch alle Geschichten von "Da gedachte ein zweiter des Satyrs" so kann man auch "Weißgrau" für sich und ohne große Vorkenntnisse lesen, obwohl ich zugebe, dass es hier auch nicht schadet, die Reihe schon zu kennen. Oder doch nicht?
Nun ja, wer weiß? ;)


Diesmal fehlt die eBook-Reader-Version, aber ich will versuchen, sie möglichst zeitnah nachzulegen.
Das gute Alte ist vergreist, alt ist, was Wahn als Neuheit preist.

Dahkur

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Antw:Weißgrau - 12/2407
« Antwort #1 am: 22.12.15, 06:50 »
Also jetzt hast Du mich aber tierisch neugierig gemacht, Max!

Ich saß die ganze Zeit da und habe mich an der Versiertheit Deiner winterlichen Landschaftsbeschreibung erfreut. Das war wieder so treffend und mit wohlgewählten Worten geschrieben, dass ich nebenher mitgelaufen bin und mich ebenfalls ein wenig verloren gefühlt habe.

Für einen Moment hatte ich den Eindruck, dass ich es hier vielleicht mit einer Art Weihnachtsgeschichte zu tun bekomme (die Jahreszeit, das Glöckchen, die Schlittenspuren), was angesichts des Datums gar nicht abwegig wäre. Im Hinterkopf war dann aber immer der Gedanke „halt, ich befinde mich in der Satyr-Reihe – da muss ein Zusammenhang sein“. Dementsprechend spannend war für mich die Lektüre, weil ich immer auf den Moment gewartet habe, an welchem der Schleier (oder in altbewährter Max-Manier „ein kleines Stückchens des Schleiers“ ;) ) gelüftet wird.
Wie fast schon zu erwarten, birgt die Auflösung dann gleich eine ganze Armee von neuen Fragen. Wie kommt es zu diesem anderen Leben? Wo ist das überhaupt? Gibt es auf der Erde noch solch einsamen technikfernen Regionen oder handelt es sich um eine andere Realität?

Und trotz all der Fragen, die Du hier aufgeworfen hast, ist Dir ein Ende gelungen, was nicht nur rund ist, sondern geradezu genial! Ich kann Dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich über den letzten Satz gefreut habe. (allerdings ist das wirklich nur für Leser zu verstehen, die das Prinzip Deiner Satyr-Reihe kennen). Das alles hinterlässt bei mir außer den üblichen Fragen auch ein richtig warmes Weihnachtsgefühl.

Ich freue mich sehr, dass die Satyr-Reihe weitergeht!
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Antw:Weißgrau - 12/2407
« Antwort #2 am: 25.12.15, 12:04 »
Yay, Satyr geht weiter! Ein tolles Weihnachtsgeschenk. Kann zwar noch ein Weilchen dauern, ehe ich dazu komme, die Geschichte zu lesen, aber ich bin sehr froh, dass du noch eine weitere Episode geschrieben hast :)
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Antw:Weißgrau - 12/2407
« Antwort #3 am: 27.12.15, 12:02 »
Also jetzt hast Du mich aber tierisch neugierig gemacht, Max!
Mensch Dahkur, Du bist aber schnell  ??? Kaum online, und Du hast die Geschichte schon gelesen?  :lieb

Ich saß die ganze Zeit da und habe mich an der Versiertheit Deiner winterlichen Landschaftsbeschreibung erfreut. Das war wieder so treffend und mit wohlgewählten Worten geschrieben, dass ich nebenher mitgelaufen bin und mich ebenfalls ein wenig verloren gefühlt habe.
Es freut mich, dass die Beschreibungen - die ja für den ersten Teil der Geschichte sehr wichtig sind - so gut bei Dir ankamen :)

Für einen Moment hatte ich den Eindruck, dass ich es hier vielleicht mit einer Art Weihnachtsgeschichte zu tun bekomme (die Jahreszeit, das Glöckchen, die Schlittenspuren), was angesichts des Datums gar nicht abwegig wäre. Im Hinterkopf war dann aber immer der Gedanke „halt, ich befinde mich in der Satyr-Reihe – da muss ein Zusammenhang sein“. Dementsprechend spannend war für mich die Lektüre, weil ich immer auf den Moment gewartet habe, an welchem der Schleier (oder in altbewährter Max-Manier „ein kleines Stückchens des Schleiers“ ;) ) gelüftet wird.
Wie fast schon zu erwarten, birgt die Auflösung dann gleich eine ganze Armee von neuen Fragen. Wie kommt es zu diesem anderen Leben? Wo ist das überhaupt? Gibt es auf der Erde noch solch einsamen technikfernen Regionen oder handelt es sich um eine andere Realität?
Ja, auf die ein oder andere Weise kann man "Weißgrau" schon als Weihnachtsgeschichte lesen. Der Veröffentlichungszeitpunkt ist jedenfalls kein echter Zufall, obwohl draußen ja wohl im Moment bei keinem der Forummitglieder Schnee liegen dürfte. Eine Weihnachtsgeschichte muss ja nicht wirklich automatisch mit Engelserscheinungen oder ähnlichem zu tun haben, besinnlich ist die Folge irgendwo aber schon.
Der Inhalt selbst ist natürlich schon mysteriös genug. Dazu ein......
SPOILER
"Weißgrau" ist zum Teil das Resultat einer Diskussion hier im Forum, in der es Zeitreisen ging und meine Antwort auf das Thema, wie man so etwas mal ungewöhnlich gestalten kann, ist im Grunde genau der Plot von "Weißgrau": Wir begleiten eine Figur in der Vergangenheit - hier: im Ungarn des 19. Jahrhunderts - und erfahren erst gegen Ende, dass diese Figur gar nicht in diese Zeit gehört - hier: Ligeti, der gar nicht weiß, dass es sich so verhält. Keine Raumschiffe durch Zeitwirbel, kein großes Spiel mit sich verändernden Realitäten, einfach eine Figur in einer anderen Zeit.
Es war natürlich schwierig, das ganze nicht schon im Datum des Folgentitels zu verraten. Deswegen habe ich Zeit des Captains nach Hunter, der hier scheinbar die Mission hat, Ligeti zurückzuholen, als Orientierungsrahmen gesetzt.
SPOILER-ENDE

Und trotz all der Fragen, die Du hier aufgeworfen hast, ist Dir ein Ende gelungen, was nicht nur rund ist, sondern geradezu genial! Ich kann Dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich über den letzten Satz gefreut habe. (allerdings ist das wirklich nur für Leser zu verstehen, die das Prinzip Deiner Satyr-Reihe kennen). Das alles hinterlässt bei mir außer den üblichen Fragen auch ein richtig warmes Weihnachtsgefühl.
Da hast Du Recht, das wird einem Leser, der die Reihe kennt, nichts sagen. Insofern ist "Weißgrau" wirklich noch spezieller als ohnehin schon und wirklich nicht für den Einstieg in die Reihe geeignet.
Aber ich habe mir für die Satyr-Folgen auch vorgenommen, mich nicht zu sehr von Konventionen leiten zu lassen. Wenn die Geschichte trotzdem was auslösen konnte, freut mich das natürlich um so mehr :)

Ich freue mich sehr, dass die Satyr-Reihe weitergeht!
Danke :) Ich wollte das Jahr nicht noch ohne weitere Folge verstreichen lassen. Abhängig davon, ob mir gute Ideen kommen werden, folgen hoffentlich weitere noch Geschichten.




Yay, Satyr geht weiter! Ein tolles Weihnachtsgeschenk. Kann zwar noch ein Weilchen dauern, ehe ich dazu komme, die Geschichte zu lesen, aber ich bin sehr froh, dass du noch eine weitere Episode geschrieben hast :)
Das mit dem Weihnachtsgeschenk - abwarten ;) Aber es freut mich natürlich, dass Du die Veröffentlichung so aufgenommen hast und als ein treuer Leser bist Du es ja auch gewohnt, mit Fragezeichen konfrontiert zu werden :( ;) :)
Irgendwie habe ich meine Formatierungsgrundlage für die e-book-Version mit der großen Schrift nicht mehr und an die "Rekonstruktion" habe ich leider noch nicht gesetzt. Ich hoffe, Du hast da noch ein wenig Geduld oder quälst Dich eventuell doch durch das PDF mit der normalen Schriftgröße...
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Dahkur

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Antw:Weißgrau - 12/2407
« Antwort #4 am: 27.12.15, 17:41 »
Mensch Dahkur, Du bist aber schnell  ??? Kaum online, und Du hast die Geschichte schon gelesen?  :lieb

Ehre, wem Ehre gebührt!  :respect (war an dem Tag aber auch ein Stückchen Glück dabei, da mein Mann wegen des Mistwetters sich bereit erklärt hat, 1,5 h später zur Arbeit zu fahren und die Jungs mit dem Auto zur Schule und zur KiTa zu bringen, anstatt mich durch den Regen radeln zu lassen. Und so hatte ich morgens unverhofft freie Zeit).

Vielen Dank für die Spoiler-Erklärung! Das ist ein Ansatz, auf den ich wegen der Sternenflottenoffiziere jetzt nicht gekommen wäre. Faszinierend! Ist dazu auch noch eine Vorgeschichte angedacht?

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Antw:Weißgrau - 12/2407
« Antwort #5 am: 28.12.15, 18:54 »
:)

Bei der Vorgeschichte mache ich mir jetzt mal keinen Kopf ;) :D Es wird eine Lösung geben, mit der ich zufrieden wäre, da bin ich mir sicher - jedenfalls dann, falls ich eine neue Motivlage für das Warum finde. Wird schon klappen, hat aber keine Priorität. Hier geht es ja eher um unseren "Winterreisenden" und eben um die Frage, wie man sich wohl fühlt, wenn man in einem anderen Leben landet; à la: Gibt es einen Weg, der wirklich zu einem selbst gehört..?
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Antw:Weißgrau - 12/2407
« Antwort #6 am: 04.01.16, 10:48 »
und eben um die Frage, wie man sich wohl fühlt, wenn man in einem anderen Leben landet; à la: Gibt es einen Weg, der wirklich zu einem selbst gehört..?

Diese Frage hast Du mit Deinem letzten Absatz auf ganz wundervolle Weise beantwortet. Ich könnte Dich immer noch für dieses Ende küssen ;) .
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Antw:Weißgrau - 12/2407
« Antwort #7 am: 04.01.16, 22:03 »
Oha, danke, da werde ich ja richtig rot :)  :lieb
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Antw:Weißgrau - 12/2407
« Antwort #8 am: 26.02.16, 14:19 »
Ach Max. Was tust du hier eigentlich noch? Du bist viel zu gut für uns. Ich kann es nicht oft genug sagen; du solltest deine Kurzgeschichten wirklich in ein paar schöne Sammelbände umwandeln, die wenigen Star Trek-Bezüge rausschütteln, um keine rechtlichen Probleme zu bekommen, und die Sachen dann... irgendwie an den Mann bringen. Ich meine, rein egoistisch gesehen bin ich natürlich froh, dass du hier bist, und uns mit deinen Geschichten erfreust. Aber du hättest ein sehr viel größeres Publikum verdient. Viel mehr Feedback.

Aber nun zu Weißgrau. ;) :)

Es ist schon erstaunlich, wie sehr Satyr inzwischen für mich "dazu" gehört. Ich habe gerade erst wieder einen eher enttäuschenden Star Trek Roman gelesen, schlage Satyr auf, und es dauert keine zwei Sätze und ich bin wieder "daheim" und glücklich. Du schreibst so schön und routiniert, dass selbst die Wanderung durch eine Schneelandschaft zum Ereignis wird. Die ganze aufgebaute Stimmung ist gerade in der aktuellen Jahreszeit sehr passend und toll umgesetzt und das Rätselraten macht ungeheuer viel Spaß. Das ist so ein Punkt, der mich selbst verblüfft hat - es gibt zwar einige Antworten, aber im Endeffekt hat man nur noch mehr Fragen. Allerdings stört mich das irgendwie schon gar nicht mehr. Ich bin inzwischen wohl mit deinem Stil so vertraut, und traue dir als Autor so sehr, dass ich mich einfach, hm, zurücklehnen und genießen kann, und das ist viel wert.

Die Auflösung, um wen es sich bei dem Wanderer handelte war toll, die kleinen Hinweise unterwegs geschickt gestreut (so so, er ist also ein Hundemensch. Jetzt weiß ich, warum ich ihn am liebsten mag ;) :D ), und der erste(?) Auftritt von Neeb ist auch sehr gelungen. Der letzte Satz, da schließe ich mich Dahkur an, ist perfekt und lässt einen trotz der ganzen aufgeworfenen Fragen dennoch recht befriedigt zurück.

Somit war auch Weißgrau eine zwar ungewöhnliche, aber auch eben wieder sehr gelungene Geschichte. Mit diesem Protagonisten scheinst du sowieso immer ins schwarze, erm, weißgraue zu treffen :D

Wenn ich mich nicht irre war das jetzt die 51. Geschichte oder? Was für eine hässliche Nummer. Aufhören kannst du so natürlich nicht. 100 hört sich ja viel besser an, meiner Meinung nach. Mindestens :)
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Antw:Weißgrau - 12/2407
« Antwort #9 am: 26.02.16, 18:25 »
Ach Max. Was tust du hier eigentlich noch? Du bist viel zu gut für uns. Ich kann es nicht oft genug sagen; du solltest deine Kurzgeschichten wirklich in ein paar schöne Sammelbände umwandeln, die wenigen Star Trek-Bezüge rausschütteln, um keine rechtlichen Probleme zu bekommen, und die Sachen dann... irgendwie an den Mann bringen. Ich meine, rein egoistisch gesehen bin ich natürlich froh, dass du hier bist, und uns mit deinen Geschichten erfreust. Aber du hättest ein sehr viel größeres Publikum verdient. Viel mehr Feedback.
Du machst mich ja ganz verlegen, Star :)  Vielen Dank :) Ich will wirklich mal versuchen, etwas zu schreiben, das nicht direkt in die Fan Fiction-Rubrik gehören würde, was dann vielleicht andere Möglichkeiten eröffnen würde. Allerdings empfinde ich dann den Einstieg eher als Hürde, vielleicht auch verbunden mit der Rahmenbedingen (jedenfalls nehme ich sie so wahr), dass es dann eine größere Geschichte mit einigen Dutzend, ach was, natürlich Hunderten von Seiten bräuchte und dieser Zuschnitt hält die Kreativität klein :(

Es ist schon erstaunlich, wie sehr Satyr inzwischen für mich "dazu" gehört. Ich habe gerade erst wieder einen eher enttäuschenden Star Trek Roman gelesen, schlage Satyr auf, und es dauert keine zwei Sätze und ich bin wieder "daheim" und glücklich. Du schreibst so schön und routiniert, dass selbst die Wanderung durch eine Schneelandschaft zum Ereignis wird. Die ganze aufgebaute Stimmung ist gerade in der aktuellen Jahreszeit sehr passend und toll umgesetzt und das Rätselraten macht ungeheuer viel Spaß. Das ist so ein Punkt, der mich selbst verblüfft hat - es gibt zwar einige Antworten, aber im Endeffekt hat man nur noch mehr Fragen. Allerdings stört mich das irgendwie schon gar nicht mehr. Ich bin inzwischen wohl mit deinem Stil so vertraut, und traue dir als Autor so sehr, dass ich mich einfach, hm, zurücklehnen und genießen kann, und das ist viel wert.

Die Auflösung, um wen es sich bei dem Wanderer handelte war toll, die kleinen Hinweise unterwegs geschickt gestreut (so so, er ist also ein Hundemensch. Jetzt weiß ich, warum ich ihn am liebsten mag ;) :D ), und der erste(?) Auftritt von Neeb ist auch sehr gelungen. Der letzte Satz, da schließe ich mich Dahkur an, ist perfekt und lässt einen trotz der ganzen aufgeworfenen Fragen dennoch recht befriedigt zurück.

Somit war auch Weißgrau eine zwar ungewöhnliche, aber auch eben wieder sehr gelungene Geschichte. Mit diesem Protagonisten scheinst du sowieso immer ins schwarze, erm, weißgraue zu treffen :D
Danke schön :) Ehrlich gesagt habe ich bei dieser Geschichte hier ziemlich gezittert, was die Reaktionen anbelangt. "Weißgrau" verfügt über einen Ansatz, der leicht schon mal als sperrig empfunden werden könnte, obwohl ich die "Winterreise" mag, weil ich wieder beschreiben durfte.
Ich bin wirklich erleichtert, dass Du Dich in meinen Geschichten so wohlfühlst  :lieb
Dass einige Fragen offen bleiben, stimmt natürlich. Aber es ist wohl so, dass für mich die Antworten auf sozusagen rein praktische Fragen, die "Weißgrau" betreffen, gar nicht im Fokus von "Weißgrau" stehen. Klar, wie kam die Hauptfigur da hin und warum? Die Frage muss einen ja beschäftigen. Aber dafür gibt es natürlich Lösungen und gerade in der Science Fiction (und auch in ST) hat man ja quasi einen Katalog von möglichen Antworten. Mir war aber eher wichtig, mich zu fragen, was wirklich unabdingbarer Teil einer Person ist - getrennt von allem, von Umgebung, vom normalen sozialen Umfeld, von Technik, von der Zeit, von den Pfaden, die diese Person eigentlich zu dem gemacht haben, was sie so lange Zeit war. Das halte ich insgesamt schon für eine spannende Frage: Nehmen wir an, jemand von uns, der - keine Ahnung - Computer cool findet, würde ins 19. Jahrhundert versetzt werden: Wäre er dann auch automatisch technikaffin..?
Bei Ligeti bin ich wohl durchaus zum Schluss kommen, dass man da skeptisch sein darf, wenn ich da zum Beispiel an den ersten Satz der Leseprobe oben erinnern darf.

Dass Ligeti ein Hundemensch ist... da habe ich meine eigene Meinung wohl in die Geschichte einfließen lassen ;) :D Natürlich ganz abgesehen davon, dass eine Katze auf seiner Reise keine große Hilfe gewesen wäre ;)


Wenn ich mich nicht irre war das jetzt die 51. Geschichte oder? Was für eine hässliche Nummer. Aufhören kannst du so natürlich nicht. 100 hört sich ja viel besser an, meiner Meinung nach. Mindestens :)
51 - das wäre ein Traum! Wenn ich mich nicht verrechnet habe, ist "Weißgrau" Nummer 26. Das ist aber auch keine so kleine Zahl, finde ich :) Ich würde mir auch wünschen, dass ich noch eine Episoden folgen lassen könnte, selbst wenn es schwierig werden dürfte, dreistellig zu werden 8) Ich hoffe nur, ich bin nicht zu sehr raus und finde den Ton für die Geschichten wieder :(
« Letzte Änderung: 26.02.16, 18:30 by Max »
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