Autor Thema: [RPG] USS ORION - B Deck  (Gelesen 7826 mal)

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Antw:[RPG] USS ORION - B Deck
« Antwort #30 am: 25.01.16, 22:34 »
Noch waren sie nicht aus dem Schneider. Aber Thenar vergeudete keine Zeit damit, Kowalski richtig zu stellen, und handelte intuitiv. Sie bremste scharf vor dem Asteroiden ab, ging in eine enge Kurve und beschleunigte wieder, noch ehe sie das Wendemanöver ganz vollendet hatten.
Die Maschinen kreischten protestierend auf, genau wie der Traktorstrahlenemitter, und Thenar glaubte das furchtbare Geräusch eines ersterbenden Fangstrahls zu hören. Aber obwohl so ziemlich alle Anzeigen auf ihrer Konsole von einem vorwurfsvollen Orange in ein ungutes Tiefrot wechselten, blieb der Kontakt stotternd bestehen.
Der Frachter machte die Bewegung mit, wenn auch mit knapper Verzögerung, wie ein enormes Gewicht, das sie hinter sich herschleiften. Das wirkte sich auch auf ihre eigene Bewegungsfähigkeit aus, wie Thenar im nächsten Moment feststellte, als das Schiff bei einem Ausweichmanöver träger reagierte, als ihr lieb war.
In Folgedessen huschte ein Felsbrocken von der Größe eines Shuttles so dicht am Rumpf vorbei, dass Thenar glaubte, nur den Arm ausstrecken zu müssen, um ihn zu berühren.
Und da waren noch sehr viel mehr zwischen ihnen und dem freien Raum.
Jetzt galt es, ihr ganzes Können einzusetzen.
Thenar suchte sich einen vielversprechenden Winkel aus und gab abermals Schub. Die Orion bockte und stöhnte wie ein lebendes Wesen, das Schmerzen litt. Es tat Thenar in der Seele weh, und sie war sicher, sich dafür später noch vom Ingenieur ordentlich was anhören zu dürfen, aber sie wusste auch genausogut, dass mit jeder Sekunde, die sie mit einem Schiff im Schlepp in dieser Todesfalle blieben, ihre Überlebenschancen rapide sanken.
Bei der Dichte und noch jungen Aktivität des Feldes war es ohnehin ein Wunder, dass sie noch nichts abbekommen hatten, und auch wenn Thenar das niemals laut zugegeben hätte, so wusste sie doch, dass es nicht nur an ihrem Können und einer gehörigen Portion Sturheit lag, sondern zu einem sehr viel beachtlicheren Teil auch an einer geradezu unverschämten Menge an Glück. Sie hatte nicht vor, ihre Schutzengel über Gebühr zu strapazieren.
Also setzte Thenar alles auf eine Karte, feste auf Leif zählen, der ihr in diesem Moment garantiert sämtliche Energie zur Verfügung zu stellen versuchte, die er auftreiben konnte, und zwang das Schiff weiter vorwärts, schneller und schneller. Sie wich, dem Frachter im Schlepp zwei der größeren Brocken aus, die sich ihnen in den Weg stellten, sah dort weit voraus endlich mehr Sterne als trudelnden Fels, und drückte den Schubregler dann bis zum Anschlag nach vorn.
Die Orion beschleunigte noch einmal und verdoppelte ihre Geschwindigkeit. Beinahe hätten sie es auch geschafft. Dann erschien plötzlich aus dem Nichts ein regelrechter Berg direkt in ihrer Flugbahn, nah, entsetzlich nah, und Thenar begriff voller Schrecken, dass sie mit dem Frachter hinten dran nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnten.
Amira rettete Thenars Hintern, als sie sämtliche Phasenkanonen der Orion auf einmal abfeuerte. Sie traf den Asteroiden mittig, und fast im gleichen Bruchteil einer Sekunde flutete eine Woge unerträglich grellen weißen Lichts in die Brücke.
Thenar biss die Zähne zusammen und widerstand der Versuchung, die Hand vor die Augen zu halten. Stattdessen überwand sie ihren Schrecken beinahe sofort, sah durch das blendende Licht hindurch, wie der Asteroid in zwei Hälften zerbrach, und nahm die Chance, die Amira ihr geboten hatte wahr.
Sie steuerte die Orion mitsamt Frachter im Schlepp in einer unmöglich anscheinenden Drehung mitten durch. Gewaltige Kräfte wirkten nicht nur auf den Traktorgenerator, der erstaunlicherweise noch immer hielt, sondern auf das ganze Schiff. 
Und dann, so rasch, wie der Wahnsinn eingesetzt hatte, so schnell hörte er auch wieder auf. Die Asteroidendichte nahm endlich ab, und bald war da nur noch freier Raum um sie herum.
Thenar nahm Schub weg.
Das Kreischen der Triebwerke wechselte in eine tiefere Tonlage, die Anzeigen - oder zumindest einige von ihnen - sprangen wieder auf ein wesentlich beruhigenderes orange und gelb zurück. Sie hatten es geschafft, Orion und der Frachter waren noch in einem Stück - wenn auch nicht gänzlich unbeschädigt. Die Maschinen stotterten noch einmal kurz und fuhren dann herab. In einer geradezu lächerlich ironischen Entwicklung, endete in dem Moment auch der Song, der die ganze Zeit gelaufen war.
Thenar entließ die Luft, von der sie gar nicht bemerkt hatte, dass sie sie angehalten hatte. Sie fing Amiras Blick ein und formulierte ein stummes "Danke" mit ihren Lippen.
« Letzte Änderung: 26.01.16, 00:11 by Star »
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TrekMan

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Antw:[RPG] USS ORION - B Deck
« Antwort #31 am: 25.01.16, 23:54 »
Nach dem die Lage des Schiffes sich beruhigt hatte warf der Chefingenieur sorgenvolle Blicke über seine Instrumente. Die letzten Manövern verliefen so scharf, dass die Trägheitsdämpfer sie nicht vollständig ausgleichen konnten. Die ORION fühlte sich plötzlich an, als durchlief eine mechanische Welle durch  ihre Konstruktion. Das Licht im Raum flackerte und ein Alarm ertönte.

"Oh nein!"

Leifs Anzeigen auf dem Monitor begannen zuerst zu flackern, dann stoben überall um ihn herum die Funken. Kreischend löste sich die Duotronik der Hauptsteuerungskonsole des Impulsantriebs auf. Die kleine Explosion verwandelte die ganze Schalttafel in Asche.

"Verdammte Andorianrin, der Teufel soll sie holen!", schrie er und hechtete vor zwei implodierenden Monitoren in Deckung.

Die Notstromversorgung sprang sofort an und der Fusionsreaktor, der normaler Weise nur in Grundlast betrieben wurde, wenn der Impulsantrieb lief, sprang auf Volllast um. Die meiste Leistung wurde dabei von der Lebenserhaltung und dem Traktorstrahl, an dem noch immer das Frachtschiff hing verbraucht. Zum Glück war die Automatik schneller gewesen als die Messeträgheit, sonst hätten sie ihren Fang für den man soviel riskiert hatte verloren.

Aus einer Splitterwunde an seiner Stirn tropfte etwas Blut, als er wieder Aufstand. Seine Uniform war mit Plastikkrümeln übersäht und aus der Wand starrten ihn die nun leeren Monitorhalterungen wie zwei tote Augen an. Vincent und ein anderer Ingenieur waren sofort mit Feuerlöschern zur Stelle und löschten die Schalttafel.

"Wir hatten eine Überlastung im Plasmasystem, Chief! Der Impulsantrieb hat sich abgeschaltet, Waffensysteme und einige andere Verbraucher", meldete Vincent, nach dem sich der Rauch verzogen hatte. "Der Torpedoschuß, der Traktorstrahleinsatz, die scharfen Beschleunigungsmanöver,  der Energiebedarf des Trägheitsdämpfungssystems... Es war wohl zuviel für das Netz."

"Hätte trotzdem nicht passieren dürfen. Die Sicherheitsabschaltung hätte die Rückkopplung verhindern müssen. Die Jungs auf der Raumbasis haben wohl nur nach dem verdammten Diensthandbuch repariert. Ich wusste wir hätten mit einem Testflug die Systeme noch mal überprüfen sollen!", fluchte Leif frustriert und spuckte etwas Blut aus. Bei dem Sprung hatte er sich auf Wange und Unterlippe gebissen.

"Vincent, aktivieren Sie die Hilfskonsole für das Plasmasystem. Sehen wir wie viel Schäden der Flug unseres andorianischen Zauberlehrlings gekostet hat und versuchen den Impulsantrieb wie der zum laufen zu bringen. Ach übrigens Sie bluten!"

Der Chefingenieur betastete die Wunde und aktivierte angefressen das Interkom.

"Brücke! Mike wir hatten eine Überlastung im Plasmanetzwerk. Thena hat wieder Mal ganze Arbeit geleistet. Der Impulsantrieb und die Waffen sind vorerst ausgefallen. Ich glaube den Antrieb bald wieder am Netz zu haben. Trotzdem hoffe ich, dass Thena noch weiß, wie man einen avoialen Dämpfer reinigt und neu justiert. Wie ich hörte ist ein Ölbad für Andorianer was ganz besonderes!" 
« Letzte Änderung: 26.01.16, 07:55 by TrekMan »
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deciever

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Antw:[RPG] USS ORION - B Deck
« Antwort #32 am: 26.01.16, 07:19 »
Mike hatte, gefühlt, die ganze Zeit die Luft angehalten. Dem war zwar nicht so, aber viel geatmet hatte er dabei nicht. Er holte tief Luft als das kleine Schiff das Feld verließ, stand von seinem Stuhl auf und klopfte Thenar kurz auf die Schulter, „Gut gemacht.“
Auch Amira schenkte er ein erleichtertes lächeln und einen Daumen nach oben. Die Frau erwiderte mit einem breiten Grinsen zu beiden Personen. Sie hätte Thenar am liebsten abgeknutscht, so sehr freute sie sich hier wieder raus zu sein.
Sie wirbelte herum und aktivierte die Statusanzeige der ORION, prüfte ob Schaden am Schiff vorhanden waren. Einen Medizinischen Notfall schien es nicht zu geben, sonst hätte man sich bei ihr gemeldet.
Mike aktivierte das Intercom an seinem Stuhl, „Nimm Sie nicht so hart ins Gericht, dank ihr sind wir hier wieder heile raus, Leif. Sag Bescheid wenn du sie benötigst.“
Amira wandte sich zum Cap, „Keine Äußeren Schäden, einzig die vom Chief genannten Probleme.“
„Mhm, wer weiß, vielleicht muss nun jemand größeres kommen und uns dann abschleppen.“ zwinkerte der Mann und aktivierte erneut das Intercom, „T’Rey, wo sind Sie?“

Amira warf der Andorianerin noch mal einen Blick zu, grinste breit und hob beide Daumen. Die Achterbahnfahrt hatte, trotz der Gefahr, ziemlichen Spaß gemacht. Aber noch einmal brachte sie heute aber nicht mehr.



@Alex, ich poste die Frage nicht noch in den anderen Chat, für einen einzelnen Satz ist das etwas doof. Kannst du in deinen Einbauen.

TrekMan

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Antw:[RPG] USS ORION - B Deck
« Antwort #33 am: 26.01.16, 08:01 »
Leif schaltete das Interkom ab und griff einem sauberen Lappen aus einem Magazin an der Wand.
Mit dem Lappen wischte er das Blut ab und ging öffnete dann einen der engen Wartungsschächte. Dieser führte zum Hauptplasmaverteiler.

"Der hat gut reden!", knurrte er leise zu sich selbst und griff nach einem Werkzeugkoffer, den er vor sich in den Schacht schob und dann nach kroch. 
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Alexander_Maclean

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Antw:[RPG] USS ORION - B Deck
« Antwort #34 am: 26.01.16, 17:20 »

„T’Rey, wo sind Sie?“

 "Immer noch auf den A - Deck, Captain. Ich komme gleich zu Ihnen.", erwiderte die Vulkanierin.

Nur dreißig Sekunden später betrat die stellvertretende Kommandantin, die Brücke: "Ich habe, Mr. Mudd in die Kombüse bringen lassen, Captain.", berichtete sie und setzte sich an die Wissenschaftskonsole. Sie machte sich an die Arbeit Hintergrundinfo zu dem Geretteten zu suchen.
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deciever

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« Antwort #35 am: 26.01.16, 17:50 »
Mike drehte sich mit dem Stuhl der Vulkanierin entgegen und nickte bestätigend, „Harry, was hat er diesmal angestellt?“
Er stand auf und sah kurz nach vorn, „Keinen Unfug machen, sollten die Warptriebwerke plötzlich anspringen, ich gehe nicht davon aus, fliegen wir nach Hause. Ich schau mal wie es unserem Gast geht.“
Gesagt getan, der Captain verließ den Raum.
Kaum war er weg, drehte sich Amira zu Thenar um, „Woho, das war super!“ grinste sie über beide Backen, „Nur der Chief wird dich dafür hassen, mal wieder.“ und zwinkerte.
Die Orionerin stand auf und ging dabei an die Hintere Konsole um dort die Daten zu prüfen, reckte und streckte sich dabei. Auf dem Flug war ihr ganzer Körper doch ziemlich angespannt gewesen.

Alexander_Maclean

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« Antwort #36 am: 26.01.16, 18:54 »
T'Rey lud die Informationen die sie zu Harry Mudd gefunden hatte, auf einen Datenblock und folgte dem Captain. Sie hatte die Angaben nur kurz überflogen, war aber neugierig, wie genau die Verbindung zwischen ihren neuen Captain und dem Ganoven aussah.
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« Antwort #37 am: 26.01.16, 19:46 »
Thenar bekam kaum mit, wie Kowalski und T'Rey die Brücke verließen. Sie saß stirnrunzelnd an ihrer Konsole, verwirrt und überrumpelt, und versuchte aus dem Schlau zu werden, was der Chief eben durch das Interkom gesagt hatte, und was ihr die Statusanzeigen gerade zu erzählen versuchten.
Der Antrieb war aus. Im ersten Moment hatte sie es für eine vorsorgliche Maßnahme Leifs gehalten, um die Aggregate zu schonen, aber er war gar nicht dazu gekommen. Stattdessen hatte eine Rückkopplung das halbe Plasmasystem außer Gefecht gesetzt. Und das hätte nicht passieren dürfen. Ja, Thenar war riskant geflogen, sehr riskant sogar - ihr war auch keine andere Wahl geblieben -, und sie hatte den Maschinen dabei einiges abverlangt. Mehr als jeder Konstrukteur mit gutem Gewissen empfehlen konnte, aber gleichzeitig auch wieder nicht weniger als das, was die Orion in Wahrheit zu leisten in der Lage war.
Und in diesem Punkt ließ sie sich auch nicht beirren. Die Orion war für derartige Flugmanöver gebaut worden. Sie konnte sie verkraften. Mehr noch sogar. Viel mehr.
Irgendwas stimmte nicht. Es gab einen Fehler im System, den es nicht hätte geben sollen, der vor ihrem Aufenthalt auf der Basis auch nicht vorgekommen war, und sie war entschlossen, herauszufinden, was los war. Aber so sehr es sie danach drängte, in den Maschinenraum zu eilen, und einem zweifellos erbosten Leif dabei zu helfen, Antworten zu finden, so sehr war sie sich auch bewusst darüber, dass ihre Arbeit auf der Brücke noch nicht beendet war.
Da war noch immer der Frachter hinter ihnen. Mit Schäden. Antriebsschäden. Was nicht ungefährlich war. Es sah dem Skipper ähnlich, solche Dinge der Initiative seiner Offiziere zu überlassen, und für gewöhnlich begrüßte Thenar die Chance, eigenverantwortlich zu arbeiten, aber in der gegenwärtigen Situation empfand sie das eher als lästig. Sie wollte lieber zu ihren Antriebssystemen.
Ein Problem nach dem anderen, dachte sie seufzend. Sie prüfte noch einmal rasch die Lage der Orion; das Schiff stand still, ebenso wie der Frachter; aber sie brauchte die Sensoren gar nicht, um zu erkennen, dass er noch immer Plasma verlor. Ein Blick auf den Sichtschirm genügte.
Sie drehte den Stuhl und blickte zu Amira im rückwärtigen Bereich der kleinen Brücke hoch. "Kannst du mit den Sensoren die Hülle des Frachters durchdringen? Ich muss wissen, ob eine Überlastung droht."
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Antw:[RPG] USS ORION - B Deck
« Antwort #38 am: 26.01.16, 20:38 »
„Mike, Mensch, wenn ich gewusst hätte dass du es bist!“ rief Harry sofort und sprang auf, lachte über beide Backen und öffnete die Arme.
Der Captain schüttelte den Kopf und reichte dem Händler die Hand, „Was hast du wieder angestellt?“ fragte er ihn.
Harry ergriff die Hand und zog Mike zu sich, umarmte ihn. Der Cap war ein wenig überrumpelt, erwiderte es leicht wiederwillig. Als sich beide lösten, fing Harry sofort an, „Weißt du, ich war da auf Ganeta 3 und habe da diese wunderbaren, also sowas hast du noch nicht gesehen! Nunja, auf jedenfall gab es da diesen Tellariten, der wollte unbedingt wissen wo ich die her habe. Natürlich verrate ich ihm das ja nicht, also hat er mich kurzerhand mitgenommen. Ich konnte mich losreißen, ihm sein Schiff abnehmen und bin abgehauen. Ich dachte erst, er würde mich verfolgen. Weißt du, Tellariten sind sehr nachtragend.“

Er kam Mike fast so vor, als ob er nicht mehr aufhören würde, irgendwann hob er die Arme, „Also steckst du wiedermal in Schwierigkeiten?“
Harry lachte, „Nahhhh. Hacourt Fenton Mudd doch nicht! Ich wollte zu meinem guten Freund, Jim Kirk. Ich hörte er ist hier irgendwo in der nähe.“
Mike verschränkte die Arme vor der Brust, „Die Enterprise? Mit deinen Flugkünsten hättest du das Schiff sowieso nicht eingeholt. Wir werden dich zur Sternenbasis mitnehmen, dann schauen wir mal was wir mit dir machen.“
„Aber Mike, ich würde gerne zurück, ich habe noch einiges zu erledigen. Am besten würdest du mich auf Omega 3 absetzen?“
Im Gegensatz zur Sternenbasis war Omega 3 eine Freie Handesstation, dort war der gesamte Alpha und Beta Quadrant vertreten. Die Auswahl an Waren war fast doppelt so groß wie auf der Föderationsbasis, ganz zu schweigen von den zwielichtigen Personen dort. Harry gehörte zweifelsfrei dort hin.
Mike sah kurz zu T’Res, vielleicht wollte sie ja auch noch was loswerden.

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Amira sprang rüber zu Wissenschaftsstation und prüfte kurz die Daten, „Also, der Frachter verliert Plasma, 3 Minuten noch, dann hat er nichts mehr. Ich denke noch ein paar Minuten oben drauf und dann ist der ohne Energie.“
Ziemlich trostlose Aussicht für den kleinen Frachter.

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Antw:[RPG] USS ORION - B Deck
« Antwort #39 am: 26.01.16, 22:29 »
Leif kroch erst seit fünfzehn Minuten in den Eingeweiden der ORION. Trotzdem fühlte er sich, als wäre er durch die Mangel gedreht worden. Die Hitze, die noch immer vom Plasmasystem ausging, war fast unerträglich. Sein Overall war nass und klebte an ihm. Der Schweiß lief ihm in Strömen über Stirn und Rücken. Inzwischen hatte er vier der sechs Schalttafeln geöffnet und musste feststellen, dass keiner Systemknoten Anzeichen von Fehlern aufwies. Was auch immer die Rückkopplung verursacht hatte, steckte tiefer im System, als er vermutet hatte.
"Chief?"
Vincents Stimme drang aus seinem Kommunikator. Um seinen rücken zu entspannen legte sich Leif auf den boden des Schachtes.
"Was gibt es?"
"Wir haben eine Diagnose des Plasmaverteilers drei durchgeführt. Der Computer wirft einen kritischen Systemfehler aus. Offenbar hat das Sicherheitsventil versagt."
Leif setzte sich so abrupt auf, dass er mit dem Kopf gegen die Schachtdecke stieß. "Das kann nicht sein, Vincent! Wir führen vor jedem Start einen Selbsttest durch. Außerdem wird jede Ausnahmesituation an den Sensoren simuliert und so ein Fehler kann nur vorkommen wenn, die Sensoren versagen. Da die Sensoren selbst im Betrieb ständig kontrolliert werden, ist diese Situation faktisch ausgeschlossen. Dafür müsste das halbe Sensornetz gestört werden. Uns hätten längst die Ohren geklingelt vor lauter Warnsignalen. So etwas muss im Betrieb auffallen."
"Leif, das weis ich selbst. Aber der Computer hat die Diagnose bestätigt."
Leif hämmerte mit der Faust gegen die Schachtwand. "Lass den Verteiler abkühlen und tausch ihn aus. Wir untersuchen ihn gemeinsam. Im Lager liegt ein Reserveverteiler", bemerkte der Chefingenieur. "Ich suche hier unten weiter. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht. Das gefällt mir nicht. Es schlägt mir auf den Magen und im Moment habe ich einen Krampf."
"Okay, Chief. Was ist mit den anderen Jungs? Die haben kaum geschlafen."
"Schick sie in die Koje, wenn Du mit der Reparatur alleine klar kommst."
Am anderen Ende hörte er Vincent lachen: "Das schaffe ich schon!"

"Okay", Leif schloss die Verbindung und rieb sich seine Beule. Wütend schlug er gegen die Schachtwand. "Wenn ich diese Andorianerin in die Finger kriege, lasse ich sie mit der Zunge die Verteiler reinigen. Man sollte ihr die Fühler verknoten."
Frustriert kroch er den Schacht weiter, bis er an die letzten beiden Netzknoten gelangte. Sie lagen sich gegenüber. Leif zog ein Werkzeug aus dem Koffer. Es war ein einfacher Schlüssel, mit dem man den Deckel des Netzwerknotes öffnen konnte. Mit gegenüber Bewegung löste Leif mehrere Verschlüsse und schob den Deckel zur Seite. Der Netzwerkknoten verband die in der Verteilerwand untergebrachten Sensoren mit dem Hauptcomputer. Nur durch sie konnte man überhaupt Diagnosen durchführen. Leif öffnete eine kleine Klappe und betätigte den manuellen Selbsttest. Die Wartungsanzeigen wechselten von von gelb, nach rot und schließlich nach grün. Ein Hinweis darauf, das die Sensoren ihre Funktion erfüllten. Frustriert drehte sich Leif herum und öffnete die gegenüberliegende Wartungsklappe. Auch hier zeigte der Selbsttest die selben Ergebnisse.
"Mist!", Leif zog ein Messgerät aus seiner Wartungstasche und begann die Schaltung stückweise zu untersuchen. Erst bemerkte er das leise Summen nicht, da es vom hintergrundgeräusch vollständig überdeckt war. Erst als es deutlich hörbar wurde und seine Haare sich durch die elektrostatische Wirkung aufstellte bemerkte er was geschah. Geistesgegenwärtig warf er sich auf den Boden des Schachts. Fast im selben Augenblick entlud sich eine Überspannung quer über den Schacht hinweg, von einem Netzwerkknoten zum Nächsten. Relais platzten mit lautem Knall. Es regnete Übereste duotronischer Bauteile und ein elektrischer Schlag zuckte durch seinen Körper. Dann war alles schon wieder vorüber. Funken stoben wie in einem Protestruf aus einem geborstenen Relais. Leif spürte, wie seine Sinne schwanden. Entschlossen griff er zitternd nach seinem Kommunikator und klappte ihn auf, Aber er kam nicht mehr soweit etwas zu rufen. Bewusstlosigkeit umfing ihn und sein Körper entspannte sich. Sein Atem ging schwach aber gleichmäßig, als das Licht im Schacht erlosch.

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Im Maschinenraum stand Vincent mit dem Rücken zur Leittafel und packte den neuen Plasmaverteiler aus, als auf einem Monitor der Warhinweis über einee Spannungentladung im Wartungsschaft auflackerte.

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Alexander_Maclean

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« Antwort #40 am: 26.01.16, 22:46 »
T'Rey musterte den Menschen von oben bis unten. nachdem sie die kurze Szene zwischen ihren Vorgesetzten und den 'Händler' genutzt hatte, die Daten zu lesen.
Dann trat sie einen Schritt vor: "Mr. Mudd, laut dem mir vorleigenen Unterlagen stehen mehrere Haftbefehle gegen sie aus. Auch einer von Deneb V, der die Todesstrafe beinhaltet.", begann sie vorzulesen.
"Auch ihr 'Freund', Captain Krik hätte sie vermutlich nicht wohlwohlend empfangen. Zuletzt hat er sie auf einen nicht näher genannten Planeten zu einer Art Bewährung bei einer Gruppe Androiden zurückgelassen."

Sie machte eine Pause: "Auch Ihre letzten Vergehen sind schwerwiegend.  Verstoß gegen insgesamt 12 Vorschriften der Vereinten Föderation der Planeten für interstellaren Raumflug. Führen eines Raumschiffes ohne Lizenz. Und aufgrund ihres Fluchtversuches ist anzunehmen, dass die Übernahme des Frachters nicht legal über die Bühne gelaufen ist. Zudem der Frachter einen Menschen von der Wegakolonie gehört und keinen Tellariten. Damit kommen noch Diebstahl und eventuell Piraterie hinzu."

T'REy, sah zu ihren Vorgesetzten: "Ich kann daher nicht empfehlen, ihn auf Omega 3 abzusetzen, Captain." Dann zuckten ihre Mundwinkel ganz kurz: "Wobei, es wäre fasziniend mit anzusehen, was einen Frau wie Dherans mit ihm machen würde."
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« Antwort #41 am: 27.01.16, 07:28 »
Er verzog keine Miene als T’Rey seine delikte aufzählte, lächelte nur die ganze Zeit. Selbst als sie erwähnte das der Frachter doch keinem Tellariten gehörte, dabei war er sich doch so sicher gewesen, oder war es der andere Frachter gewesen?
„Aber, aber, meine liebe.“ fing Harry an und grinste spitzbübisch, „Sie glauben doch nicht alles was ihnen ihr Padd erzählt, oder? Oder Mike?“
Hilfesuchend blickte Harry zu Mike.
Der Captain zuckte mit der Schulter und deutete auf T’Rey, „Ihre Nase wirkt mir glaubwürdiger als deine, mein Freund.“
T’Rey hatte recht, mit ihm nach Omega zu fliegen wäre sicher eine Interessante Sache, er überlegte kurz, warf ihr noch einmal einen kurzen Blick zu, „Omega 3, hm?“

Alexander_Maclean

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« Antwort #42 am: 27.01.16, 13:47 »
T'Rey brauchte eine Weile um zu verstehen, was ihr Captain wollte. Dann nickte sie: "Omega 3." Sie sah zu Harry. "Aber sie bleiben an Bord der ORION."

Sie presste die Lippen zusammen: "Wenn sie Schwierigkeiten machen, können wir sie auch nach Hause bringen, zu ihrer Ehefrau, Stella."
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« Antwort #43 am: 27.01.16, 21:01 »
Harry zuckte bei dem Namen seiner Ehefrau zusammen, „Das würde Sie mir doch nicht antun?!?“
Der Captain runzelte die Stirn, die Sache war nicht ganz so einfach. Das Schiff war einfach nicht für die weiterführende Idee ausgelegt. Mit einer Kopfbewegung deutete er dem Scout weiter auf Mudd aufzupassen, dann zeugte er mit einer entsprechenden Geste zu T’Rey mit ihm zu kommen.
Beide verließen den Raum und standen nun im Korridor, weiter hinten hörte man Leif über irgendetwas fluchen.
„Also was haben wir, einen Händler mit…sagen wir mal, dunkelgrauer Weste. Ein Schiff das nicht ihm gehört, eine Verbindung zu Omega 3. Wir haben die Wahl ihn zur Basis zu bringen oder herauszufinden was er angestellt hat, indem wir Omega 3 anfliegen. Jedoch sind wir kein Schiff für solche Aufgaben.“ er verschränkte die Arme vor der Brust, „Sie sind dafür, wenn ich es richtig verstanden habe?“

Alexander_Maclean

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« Antwort #44 am: 27.01.16, 21:38 »
T'Rey nickte: "Ja, das bin. Ich habe auch eine Theorie. Mr. Mudd soll etwas nach Omega 3 schaffen, oder noch wahrscheinlicher etwas abholen."
Sie machte eine Pause: "Und davor hat er Angst. Er versucht es mit Lässigkeit zu überspielen, oder das er mit mir flirtet, aber glauben sie mir Captain, ich sehe es in seinen Augen. Das scheint eine Nummer eine Nummer zu groß für Ihn zu sein. Daher der Notruf, daher auch der Flug in das Asteroidenfeld."

Die Vulkanierin dachte nach: "Aber ich stimme Ihnen zu, mit der ORION können wir dort nicht auftauchen. Mr. Ragnarson muss das Frachtschiff flugfähig machen. Ein kleines Team sollte Mr. Mudd begleiten, die Lts. Engill und sh'Evari, Ensign deVries, einer der Scouts und ich. Alle in zivil. Was denken sie, Captain?"
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