Autor Thema: STAR WARS: Episode 8  (Gelesen 4389 mal)

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Sg Trooper

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #15 am: 04.09.17, 08:04 »
Naja die Supremacy ist in dem Sinne kein klassischer SSD sondern soll si hab ich es verstanden als mobiles Hauotquartier dienen. Desshalb auch die wahnwitzige Grösse von 60 Kilometern. In dem Falle muss man ja von Flügelspannweite reden.

Tolayon

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #16 am: 04.09.17, 14:54 »
Das ist ja das nächste große Ding ...

Offen gesagt bin ich von dieser Gigantomanie ziemlich angewidert, selbst wenn es STAR WARS ist. Lange Zeit hieß es, dass Snoke sehr wahrscheinlich die "Eclipse", das persönliche Flaggschiff Palpatines, "geerbt" hat. Das war ein "nur" 15 Kilometer langer Supersternenzerstörer, aber von den Proportionen her massiver als die Executor.

Wenn die "Supremacy" tatsächlich auf dem Mist von J.J. Abrams gewachsen sein sollte, kommt mir dieser immer mehr wie ein kleiner junger vor, der endlich sein Lieblings-Franchise fortführen darf und dabei erst mal alles "größer, weiter, schneller" macht.
Immerhin, nach der Sternenkiller-Basis wäre dieses Riesentrum (zum Glück scheint es tatsächlich nur eins von der Sorte zu geben) zumindest der nächste logische Schritt in dem Irrsinn ...

Hier übrigens ein ausführliches Video zur Supremacy inklusive Größenvergleich (die erste Minute ist fest integrierte Werbung für Droiden-Modelle, die könnt ihr getrost überspringen):

« Letzte Änderung: 04.09.17, 14:56 by Tolayon »

deciever

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #17 am: 10.10.17, 09:55 »
https://www.youtube.com/watch?v=gDzBVN4H2p0



Mr Ronsfield

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #18 am: 10.10.17, 20:33 »
Der Trailer macht auf jeden Fall neugierig! Könnte mal wieder ein toller Star Wars Teil werden.
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Alexander_Maclean

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #19 am: 10.10.17, 21:35 »
Der Trailer ist ja der Hammer.

Vor allen bei dem was indem Trailer alles angedeutet wird. Vielleicht ist die eine Vermutung zu Reys Herkunft nur halb richtig.
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Kontikinx1404

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #20 am: 22.10.17, 13:32 »
Ich freue mich auch schon auf den neuen Star Wars Film. Der Trailer macht einem zumindest neugierig.

Leela

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #21 am: 15.12.17, 20:49 »
Hm, ich bin nicht wirklich sicher ob es Sinn macht einen Spoilerfreien Review zu dem Film zu schreiben.

Was in gewisser Weise eine Sache vorweg nimmt, die so ziemlich unerwartet kam: Star Wars VIII erfüllt so gut wie keine der an es gestellten (Fan-)Erwartungen, sondern überrascht eines ums andere Mal. Seit „Empire Strikes Back“ hat kein Film im Star Wars Universum eine Storystruktur die derart unvorhersehbar ist. Der Film bringt eine Menge Möglichkeiten wieder zu Star Wars zurück, die durch das vorgegebene Schema kaum noch möglich schienen.

Bevor ich es vergesse: Der Soundtrack und damit John Williams sind wieder da – und das deutlich besser als in dem blassen „The Force Awakens“

Dennoch werden sich die Geister an dem Film deutlich scheiden. Das liegt daran was man mit alten und auch neuen Figuren macht. Bei einigen ist die Entwicklung zweifelsfrei sehr positiv, bei anderen... schwierig. Wie der Film für einige Figuren endet scheint mir persönlich... fragwürdig (bin noch in der Findungsphase). Andere Figuren und auch Plotelemente die JJAbrams aufgebaut hat werden – so fast mein Gefühl – gnadenlos abgeräumt. Frei nach dem Motto, „Wozu war das/der nochmal gut? Ach so... na dann weg damit!“

An einigen Stellen hat man echt den Eindruck der Autor wollte JJA mal etwas vors Schienbein treten. Was... sich auch daran bemerkbar macht das die Story von TLJ deutlich sinnvoller und logischer daher kommt als beim Vorgänger TFA.

Das zweite woran sich die Geister scheiden werden ist der Erzählton. Wirkte er in TFA noch altehrwürdig, episch, angestaubtstarwarsig – so ist das mehr oder weniger weg. Der Erzählton wirkt sehr frisch. Nicht immer trifft das den Ton – besonders beim Humor. Der Film hat deutliche Disney Humor-Momente, und auch einige andere. Beides zusammen wirkt mitunter... komisch im Sinne von seltsam. Auch die Story ist nicht gänzlich „sauber“ - so wird es einen Nebenplot für Figuren geben, der... sehr sehr durchwachsen ist, was seinen Sinn, seine Figuren und sein Setting angeht. Den rauszustreichen... wäre nicht übel gewesen.

Auch wird die Logik im Hinblick auf „wie fliegen Schiffe“ etwas arg verbogen, aber gut... sei es drum. Ganz ohne Logiklöcher wäre vermutlich zu viel verlangt. Dafür reisst der Film visuell so manches raus. Man sieht tatsächlich Bilder auf der Leinwand die es so noch nicht gab... eines davon wird man so schnell auch nicht vergessen, da an der Stelle auch der Ton komplett weg bleibt. Was eine grandiose Wirkung erzielt. Mindestens ein recht episches Duell das hervorragend choreographiert ist, gibts auch zu bestaunen.

Die Darsteller sind allesamt recht gut... Mark Hamill glänzt natürlich. Daisy Ridley ist auch besser in der Rolle geworden, obwohl sie nach wie vor ein wenig wie Mary Sue, die allseits beliebte Alleskönnerin, daher kommt. Am besten kommt Kylo Ren weg – war er im Vorgängerfilm noch bestenfalls durchschnittlich, wird er hier ziemlich gekommt als Figur entwickelt und ausgebaut und eben auch so gespielt. Auch Poe weiß zu glänzen, obwohl er sich als Figur nicht wirklich verändert.  Ach ja, und: Porgs! :D

Zwei Figuren, wo ich dachte das sie in dem Film sein müssten – fehlen. Bzw. Eine fehlt, die andere hat einen nahezu perfekten Auftritt in einer der besten Szenen des Films.

Das Ende des Films ist ganz wie anno dazumal in Manier von „Empire strikes back“ sehr... zwiespältig. Und viele Fans hassen den Film bereits jetzt deswegen. Ich war deswegen auch enttäuscht... das Ende ist kontrovers und... naja. Ob es wirklich so schlecht ist wie einige behaupten,   denk ich nicht. Aber hier schafft es der Film eben, was für Star Wars doch neu ist, die Gedanken und wie man das alles einordnen soll, doch ziemlich durcheinander zu bringen.

Ach ja – und das Rätsel wer die Eltern von Rey sind, wird aufgelöst. Die Frage die sich nun allerdings (wie auch bei einigen anderen Elementen des Films) stellt, ist: Glaubt man dieser Auflösung?
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Max

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #22 am: 15.12.17, 21:06 »
Hm, ich bin nicht wirklich sicher ob es Sinn macht einen Spoilerfreien Review zu dem Film zu schreiben.
Ich würde sagen: Nein ;)
Vielleicht könntest Du ja doch Roß und Reiter nennen?
Wenn man hier bei Reviews nicht spoilern darf, wo sonst? (Sonst erfahre ich ja nie, was da los ist; ein Freund hat mir die DVD zum letzten SW-Film geschenkt, weil er davon ausging, dass ich von ST schon alles habe, was ich brauche, aber in den aktuellen SW-Film werde ich nicht gehen).


EDIT: Idiotische doppelte Verneinung rauskorrigiert  :silly ;)
« Letzte Änderung: 15.12.17, 22:50 by Max »

Suthriel

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #23 am: 15.12.17, 23:41 »
Ich komme gerade aus dem Kino und ... nun... also eigentlich bin ich ja Star Wars-Fan, und davon eigentlich auch Imperiumsfan, aber... wie soll ichs sagen, ich hätte nicht gedacht, das man die Dämlichkeiten und vor allem Unfähigkeiten der Ersten-Ordnung-Führung noch steigern und die Erste Ordnung damit noch lächerlicher machen konnte, aber ich wurde dann leider doch noch eines besseren belehrt -.-´ Der einzige EO-Captain, der fähig wirkte, starb leider beim ersten Kampf auf seinem Schlachtschiff und hatte insgesamt auch nur ein paar Augenblicke Screentime.

Selbst die Nachfolger der einst so zu Recht gefürchteten imperialen Garde taugen nichts mehr und sind nur noch ein Schatten ihrer selbst, was ihre Kampfkünste angeht :( Kreide ich aber vornehmlich dem Schreiberling und Choreographen an, und der Situation, das sie da einfach nicht gut abschneiden durften, Heldenbonus und so.

Ich fand den 7. schon nicht wirklich toll, der hier war in meinen Augen nicht viel besser gewesen. Ja, wie Leela schon sagte, hatte er durchaus gute Momente, und sogar eine Szene, die ich als wirklich extrem gelungen, einprägsam und meisterhaft oder atemberaubend empfinde (hat was mit einem Hyperraumsprung zu tun).
Leider stehen diesen guten Szenen wieder ein Haufen Dämlichkeiten gegenüber, welche die Leistung der Widerstandskämpfer doch schwach wirken lassen, weil die Gegner einfach nichts taugen und es nicht viel braucht, um besser zu sein als die. Als ob es von Disney irgendwie eine Anweisung gab, die Gegner blos nicht sonderlich fähig darzustellen.

Einer, der tatsächlich in der Symphatie gestiegen ist, ist Kylo Ren, weil er sich wie damals gehofft, tatsächlich etwas weiter entwickelt hat. Poe macht sich auch langsam vom Hitzkopf zum Gruppenführer, charaktermäßig.

Alles in allem ist der Film für mich besseres Popcorn-Kino, wer nicht wirklich Star Wars Fan ist, kann sich mit dem Film ruhig Zeit lassen und auf ruhigere Zeiten warten.
Also nicht falsch verstehen, die Geschichte ansich war nicht schlecht, die Ideen ebenfalls nicht, nur die Umsetzung derer und das offenbar fehlende Verständnis der Schreiberlinge für ein paar Taktiken und Szenarien machen den ganzen Film leider doch recht schwach. Deswegen Popcorn-Kino, bloß nicht zuviel drüber nachdenken :/ (das "bessere" kommt natürlich von den Effekten ^.^)


Was mich auch wundert, ist ein technischer Aspekt im Film, wo sie mit der Schildtechnik eines Raumkreuzers bzw. deren Darstellung in allen vorangegangenen Filmen gebrochen haben. Die massiv inkonsistente Waffenreichweite und Feuerkraft diverser Schiffe ist nur wieder ein Punkt vom Typ "bloß nicht weiter drüber nachdenken".
Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

Sg Trooper

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #24 am: 17.12.17, 02:02 »
Puhh Das war also Episode 8. Wohoo was ein heisser Trip. Um Längen besser als Episode 7. Der Humor manchmal fragwürdig. Das Ende na ja für mich auch. Und so vieles blieb unbeantwortet. Aber für mich der Film dieses Jahr auf das sich das Warten auf jeden Fall gelohnt hat. Ich werde denke mal auf jeden Fall nochmal reingehen. Ich würde auf den Film näher eingehen. Aber dann müsste ich spoilern...
   

Max

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #25 am: 17.12.17, 10:42 »
Eure Zurückhaltung ist nobel, aber warum sollte man jetzt nicht spoilern? Wurde es nicht bei allen Serien und Filmen so gehandhabt, dass man sie offen bespricht, sobald sie frei verfügbar zum Sehen waren?

Leela

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #26 am: 17.12.17, 10:48 »
Glaub da waren schon einige Tage dazwischen, wenn denn Filme überhaupt so schnell geschaut und besprochen wurden (kann ich mich jetzt hier nicht dran erinnern, außer vielleicht die Star Trek Filme und DSC). Ich schau mal das ich bis heute Abend nen Spoiler-Synopsis Review zusammen bekomme... das wird nämlich ne ganze Menge.

---- tun wir mal so als wäre Abend ---- edit...it...it...it


SPOILER Review

Ausdrückliche Warnung, es wird wirklich ALLES gespoilert!












SPOILER Review

Vorweg: Man sollte wissen das Disney angekündigt hat die verstorbene Carrie Fisher nicht digital für einen weiteren Star Wars Film wieder zu beleben – was eigentlich bedeutet, dass sie in dem Teil sterben müsste – was aber kurioserweise zweimal nicht passiert, obwohl es zwei perfekte Momente gegeben hätte, ihr einen Heldentod zu gewähren. Dafür sterben andere.

Der Film beginnt mit einer Art Off Szene – die Erste Ordung hat den Rebellenstützpunkt gefunden und die Rebellen evakuieren gerade. Ein Super-Dreadnought der Ersten Ordung nähert sich und eine Rebellen-Bomberstaffel soll diesen Ausschalten... Poe Dameron leistet Vorarbeitet, der gesamte Angriff mündet aber in einem Desaster. Zwar wir der Dreadnought zerstört, aber faktisch wird auch die gesamte Rebellen-Bomberstaffel vernichtet. Die Rebellen springen in den Hyperraum.

Inzwischen hat Rey ja Luke gefunden... der will aber von seinem alten Jedi Leben nichts wissen. Sein altes Lichtschwert das Rey ihm mitgebracht hat, wirft er achtlos weg. Rey beginnt daraufhin sprichwörtlich mehrere Tage vor Lukes Hütte zu campen... auch die Besuche von R2D2 oder Chewie können Luke nicht wirklich umstimmen (obwohl R2D2 mit einem grandiosen „Trick“ aufwartet!).

Rey beginnt unterdessen eine Art machtgesteuerte Gedanken-Verbindung zu Kylo Ren herzustellen,  irgendwie sind beide verbunden und können die jeweils anderen sehen, wenn diese Verbindung sehr stark wird.

Inzwischen ist Anführer Snoke etwas angefressen mit dem Verlauf der Attacke auf die Rebellen und wischt kurzerhand mit General Hux den Boden. Hux versichert ihm aber, ein Ass im Ärmel zu haben... dieses wird kurz darauf enthüllt: Als die Rebellen aus dem Hyperraum auftauchen ist wenige Minuten später die Erste Ordnung mit mehreren Schlachtkreuzern zur Stelle – es ist ihnen (so die Erklärung) gelungen die Rebellen auch im Hyperraum zu orten. Es kommt zu einer Raumschlacht bei der auch Kylo Ren dabei ist und die Anwesenheit von Leia auf dem Hauptschiff spürt – er zögert daraufhin die Raketen auf es abzufeuern. Seine Begleitschiffe haben aber weniger Skrupel und feuern. Die Brücke wird zerstört: Admiral Akbar stirbt und Leia wird ins All gesaugt...

Als Leia wenige Sekunden später wieder (im All) erwacht, nutzt sie ihre Fähigkeit die Macht zu nutzen um in das Schiff zurück zu schweben (die Szene wirkt sehr merkwürdig und hat viel Kritik eingesteckt und ist die erste verpasste Möglichkeit sie sterben zu lassen, zumal es wirklich „gut“ aussieht... wie das All sie einhüllt und sich Eiskristalle bilden, sie wirkt fast „verjüngt“ und auf ewig eingefroren in der Szene. Bis ihr Hand anfängt zu zucken. :/ ). Sie schafft es an Bord fällt dort aber in ein Koma.
An ihrer Stelle übernimmt Vize Admiral Holdo das Kommando über die letzten Rebellenschiffe...  Generell ist man aber ratlos was zu tun sei. Durch den Hyperraum wegspringen bringt nichts, da die erste Ordnung sofort wieder da sein würde. Also beschließen sich die Rebellenkreuzer im Normalflug von den Schlachtschiffen abzusetzen, da sie leichter und schneller sind als die riesigen Schlachtschiffe der ersten Ordnung.

Die Schlachtschiffe, darunter einer Super-Dreadnought mit Snoke an Bord, folgen den Rebellen und beschiessen sie weiter, können sie aber nicht einholen. Dem Widerstand wird allerdings in einem Zeitfenster von 20 Stunden der Treibstoff ausgehen. Diese Plotbegründung ist extrem schwach an der Stelle – denn entweder könnt die Erste Ordnung Verstärkung beordern die sich den Rebellen in den Weg stellt, oder einige Schlachtschiffe der Ersten Ordnung springen vor die Flotte der Rebellen und schliessen sie so ein. Beides unterlassen sie aber, und lassen sich stattdessen auf eine Verfolgungsjagd ein, welche den Rebellen knapp einen Tag schenkt...

Bei Luke und Rey tut sich derweil kaum was. Nach anfänglichem Widerstand bekommt Rey zwar doch eine kurze Einweisung in die Macht – aber viel wichtiger sind die Nebenplots und Erklärungen die hier abgehandelt werden. Zum einen erklärt Luke das die Zeit der Jedi enden müsse – da sie eigentlich für die Galaxie nichts gutes getan hätten und auch schlimmstes Übel nicht hätten verhindern können. Im Prinzip spricht er den Gedanken an, den später Snoke formuliert: Für jede grosse positive Macht würde sich eine gleich grosse negative erheben, und vice versae. Es ist verblüffend wie nahe die Standpunkt des Bösen (Snoke & Kylo) und des Guten (Luke) hier zusammen liegen.

Dies ist dann auch der zweite Gedanke der sich wie ein roter Faden durch den Film zieht, inhaltlich als auch von der Machart her; die Vergangenheit loszulassen – abzuschütteln und neu anzufangen. Kylo formuliert es ja bereits im Trailer, „Let the past die. Kill it.“ Das trifft auf Luke, Kylo und Snoke zu. Und auf die Filmemacher generell, die offenbar Episode VIII als grossen Neustart der Saga sehen und dafür erkennbar altes aus dem Weg räumen.

Jedenfalls bei Luke auf der Insel gibt’s nicht nur sehr kurzes und oberflächliches Jedi Training – sondern es gibt auch den „Ort der Dunklen Seite“ den Rey besucht und wo sie bei ihrer Prüfung ähnlich versagt wie einst Luke... entscheidender aber ist das sich die Verbindung Rey – Kylo immer mehr ausbaut. So kommt es auch zu einer Art Entscheidung als Kylo Rey drängt, Luke danach zu fragen was damals wirklich passierte als aus Ben Solo schliesslich Kylo Ren wurde. Hier gibt’s mehrere Flashbacks und verschiedene Versionen;

Kylo zeigt Rey das Luke damals eines Nachts in sein Zimmer gekommen sei wo er schlief und mit gezücktem Lichtschwert zum schlag ausholte um Ben/Kylo zu töten. Ben konnte den Schlag zwar abwehren und liess die Decke über Luke einstürzen und sich retten... wandte sich dann aber wegen diesem Verrat von Luke ab.

Lukes Version ist leicht anders. Er sagt das er die wachsende Dunkelheit in Ben Solo spürte und das dieser breits „verloren“ sei, und in einem schwachem Moment wirklich Nachts zu ihm ging, sein Lichtschwert zog und ihn töten wollte. Das dieser Gedanke aber sofort wieder in ihm erlosch. Ben erwachte trotzdem, sah Luke und reagierte... wie oben.

Diese Erklärung an sich ist ziemlich spannend... wenngleich (so auch eine Kritikpunkt vieler Fans) es für Luke eigentlich „Out of Charakter“ ist. Luke hatte damals immerhin mit Vader und dem Imperator die zwei mächtigsten Sith besiegt – hat aber nun vor Ben Solo solche Angst, dass er ihn im Schlaf töten will? Ich kann das noch schlucken, denn Luke ist damals dann auch über 40... und hat sicher Sorgen um die Zukunft und der Gedanke einen neuen Vader konfrontieren zu müssen ist sicher beängstigend. Was mich eher stört, ist die Verwandtschaft... Immerhin ist Ben der Sohn von Leia und Han. Wie hat sich Luke das denn vorgestellt, das er hinterher zu den beiden geht und sagt „Hey, nix für ungut, aber Ben, euer geliebter Sohn und der olle Teenager, war nen bisschen böse, ich musste ihn leider mit meinem Lichtschwert nen Kopf kürzer machen!“
Das ist eigentlich undenkbar. Im bisherigen Kontext der Beziehungen funktioniert das also nicht sehr gut.

Generell ist das ein recht neuer Wesenszug für Luke; er hat resigniert – sowohl was die Bösen angeht, als auch die Galaxie. Hatte er früher noch Hoffnung sogar Vader zu retten, so sieht er ZB keine Möglichkeit mehr Kylo Ren zu retten.

Nun, jedenfalls (hier wird meine Erinnerung etwas diffuser) „erwischt“ Luke Rey dabei wie sie mit Kylo Ren Kontakt hat und bricht daraufhin alles ab. Rey beginnt nun ihrerseits so zu reden, wie der „alte“ Luke – das man Kylo noch retten können und sie zu ihm gehen würde. Sie fliegt daraufhin mit dem Falken ab... obwohl Luke sie noch warnt, dass „das nicht so laufen würde, wie sie es sich vorstellt“.

Die Lage der Rebellen spitzt sich mittlerweile zu. Admiral Holdor scheint keinen Plan zu haben wie es weiter geht... Finn ist bereits dabei sich mit einer Rettungskapsel abzusetzen (ich weiß ehrlich gesagt nicht was das Franchise mit der Figur vorhat, wenn sie ihn immer wieder als derart feige diskreditieren)...und Poe Dameron sieht sich zum Handeln gezwungen. Er möchte auf eines der Imperialen Schiffe die sie verfolgen gelangen – deren Ortungstechnik abschalten, so dass die Rebellen in den Hyperraum springen und fliehen können. Dazu brauchen sie aber angeblich einen Hacker, der sie dort in das System hackt... und den Hacker finden sie nur auf einem Planeten XY.

Damit beginnt der logisch schwächste, überflüssigste und inhaltlich beinahe dümmste Nebenplot des Films – am Ende wird sich sogar erweisen, dass durch diesen Plan mehr Leute sterben als wenn Poe und Finn nichts getan hätten. Der Plan (und wie es am Ende auch läuft ist): Finn und Rose (eine Wartungstechnikerin) haben 18 Stunden zum Casino- und Vergnügungsplaneten XY zu reisen, dort den Hacker zu finden, ihn mitzubringen, wieder zur Rebellenflotte zurückzukehren, von dort aus an Bord eines, sie immer noch verfolgenden!, Imperialen Kreuzers zu gehen und dort die Ortungstechnik lahmzulegen...

Während dieser 18 Stunden bis den Rebellen der Treibstoff ausgeht - und mit mehreren First Order Schiffen im Nacken, darunter Snokes Superschlachtschiff, während dieser Verfolgungsjagd reisen einige Helden mal eben auf einen anderen Planeten. Nun ja.

In dem Sinne laufen dann hier alle Handlungen zusammen... Rey ist im Anflug auf Snokes Schiff, um Kylo Ren zu treffen. Finn und Rose sind im Anflug auf die First Order  Verfolger – zusammen mit dem aufgetanen Hacker. Und in der Rebellenflotte wird Poe Dameron immer nervöser – als er sieht das Admiral Holdor einige kleine Fluchtschiffe auftanken lässt.
Poe zettelt dann auch eine Meuterei an, um Finn mehr Zeit zu verschaffen – das führt soweit das sich Poe auf der Brücke des Rebellenflaggschiffes verschanzt.

Luke läuft unterdessen auf seiner Insel Amok – er sammelt allen alten Jedi „Stuff“ ein und will ihn, darunter auch einige der ältesten Jedi Schriften in Brand stecken – als (Hallelujah!) Yoda erscheint. Yoda hier ist absolut der alte... sie haben sogar die alte „Puppe“ von 1980 genommen. Er erscheint also und rückt Luke ein bisschen den Kopf zu recht... schliesslich wendet sich das Gespräch und zeigt wo beide doch stehen; Plötzlich will Yoda die alten Schriften nun vernichten – was Luke erschreckt, obwohl er das selber eben noch vor hatte. Schliesslich erzeugt Yodas Machterscheinung einen Blitz der die Bücher wirklich in Brand setzt...

Worauf Luke absolut entsetzt ruft, „Aber... das sind die ältesten heilgen Schriften der Jedi... das...“ Woraufhin Yoda nur recht trocken meint, „Ahhhh, gelesen Du sie alle hast?“
Worauf Luke sehr still wird. :D

Die Szene mit Yoda ist echt Gold wert und er gehört auch genau dahin... warum Obi Wan aber nicht auftaucht ist mir nicht ganz klar. Eigentlich ist Lukes Verbindung zu ihm deutlich enger. Generell ist die Frage was mit den Machtgeistern ist... warum zB  Anakin Skywalker/Vader nie Kylo Ren heimsucht, der  ja vorgibt in seinem Namen zu handeln – ist mir schleierhaft. Ebenso, dass Obi Wan nicht Luke mal in den Hintern tritt (OK, hier machts dann Yoda).
Aber auch diese Szene bläst massiv in dieses „let the past die“ Horn.

Derweil wurden aber Finn und Rose auf ihrem Weg zum Ortungsgerät an Bord des First oder Kreuzers leider entdeckt und gefangen – auch weil der zwielichtige Hacker sie verraten hat. Rey die derweil in einer Kapsel gelandet ist, wird von Kylo begrüsst und zu Snoke in eine Art Thronsaal gebracht. Visuell startet an der Stelle durchweg eine geniale Phase des Films.

Snoke beginnt nun vor den Augen von Kylo Rey einer Art „Befragung“ zu unterziehen... Snoke ist sich hier seiner Sache aber etwas zu sicher. Während er die Infos von Rey bekommt, irrt er sich was Kylo anbetrifft. Denn Kylo soll Rey nun töten... Kylo tötet aber stattdessen Snoke (und zwar auf eine Weise die einen Staunen lässt).
Es folgt das einzig grössere Lichtschwert Duell, in dem nun Kylo und Rey Seite an Seite gegen Snokes Eliteleibwachen kämpfen.... Das Duell ist absolut Grandios und der Moment im Film auch, denn in dem Moment ist alles offen wohin es sich entwickeln kann.

Derweil stürmt eine erzürnte, aus dem Koma erwachte Leia die Brücke des Rebellenschiffes... und schiesst Poe Dameron nieder, womit dessen Meuterei endet. Leia und Holdor hatten von Anfang an einen (geheimen) Plan:  der Kurs führte sie nämlich an einer alten verlassenen Rebellenbasis vorbei.... an der Stelle wollten sie die Transporter besteigen und sich für die First Order Verfolger unbemerkt absetzen (wie auch immer das gegangen sein soll). Es gab also doch einen Rettungsplan und die gesamt Aktion von Finn, Rose, Hacker, Poe war eigentlich sinnlos...

Aber es kommt noch schlimmer. Leia startet nun die Evakuierung durch die Minitransporter. ABER der Hacker an Bord des Imperialen Verfolgers kennt auch diesen Plan irgendwoher (was ein Plothole ist, niemand kannte den Plan) – und macht die First Order Typen drauf aufmerksam. Diese beginnen nun die sich absetzenden kleinen Transporter mit den Rebellen drin nach und nach in Stücke zu schiessen.

Inzwischen haben Rey und Kylo die Elitetruppen von Snoke besiegt – und Kylo bietet nun Rey an das sie zusammen die Neue Ordnung regieren.. mit anderen Worten: dachte man eben noch Kylo wird wieder „gut“, übernimmt er jetzt den Platz von Snoke. Kylo „löst“ hier auch das Rätsel um Reys Herkunft auf – er sagt (oder behauptet) das das, was sie schon immer gewusst habe wahr sei: Nämlich das ihre Eltern nicht besonderes gewesen seien – Niemand – alkoholisierte Schrottsammler die Rey verkauft/Verlassen hätten. Und das ihm (Kylo) das aber egal sei, wichtig sei was sie erreichen könnten.

Die Erklärung steht auch massiv in der Kritik. Obwohl sie im Film selbst eher ehrlich rüber kommt – fragt man sich ob Kylo nicht doch gelogen hat. Wäre Rey tatsächlich mit niemand der bekannten Macht-Nutzer verwandt, würde das einige gravierende Fragen aufwerfen... Zb wieso sie im Vorgängerfilm den Falken ohne jeglichen Vorwissen fliegen konnte oder auch warum sie, als sie in TFA Lukes Lichtschwert berührt einen Flashback bekommt davon wie Luke in der Wolkenstadt gegen Vader kämpfte. Solche Szenen werden nicht sinnhafter wenn Rey „niemand“ ist. Die grösste Konsequenz könnte aber sein, dass die Skywalker Saga damit mit Episode 9 komplett enden könnte – denn Kylo wird sicher besiegt, Leia wird/muss sterben. Und Luke wird nicht mehr da sein. Damit wäre kein Skywalker mehr übrig.

Eine zweite solche Erklärung , der man vielleicht nicht ganz glauben kann, ist, eine die Snoke vorher (vor seinem Tod) selbst noch gibt: er behauptet er habe die Gedankliche Verbindung zwischen Kylo und Rey aufgebaut, mit dem Ziel Rey herzulocken. Wenn das stimmt... war das schön blöd von ihm, da er beide innerhalb dieser Verbindung ja nicht kontrollieren kann.,

Aber zurück in Snokes Blutgetränkten Thornraum... alle Wachen tot, Kylo reicht Rey die Hand (Szene aus dem trailer), damit sie sich ihm anschliesst und eine neue Ordnung errichtet. In diesem Sinne lässt er auch weiter auf die Rebellen feuern, da sie ein Teil des „Alten“ sind... das er ausrotten will. Als Rey das mitbekommt stellt sie sich gegen Kylo und ein Tauziehen (sprichwörtlich) um Lukes altes Laserschwert entbrennt zwischen beiden.,.

Die Rebellen sind inzwischen so gut wie am Ende, fast alle kleinen Transporter wurden abgeschossen. Admiral Holdor entscheidet sich nun zu einer Verzweiflungstat... die wendet das evakuierte Rebellenflaggschiff... und und steuert es mit einem letzten Hyperraumsprung in den Superschlachtkreuzer von (nun tot-)Snoke. Diese grandiose Szene hier spottet jeglichem Versuch sie zu beschreiben... ich versuchs also gar nicht erst. Die meisten rätseln aber warum man Holdor hier opfert und stattdessen Leia überleben lässt – denn dies wäre die zweite, perfekte Gelegenheit gewesen der (toten) Carrie Fischer einen sinnigen Heldentod zu geben. Ich vermute das liegt am ende des Films wo sich Leia und Luke ein letztes Mal treffen und das man darauf nicht verzichten wollte (was auch verständlich ist).

Dies Selbsmordaktion bringt jedenfalls auf dem Superchlachtschiff alles zum erliegen.... Finn und Rose die kurz davor standen von Captain Phasma exekutiert zu werden, entkommen – Phasma stirbt dabei eher unspektakulär nach nur 5 Minuten Screentime. Rey entkommt auch (offenbar holt Chewie sie raus mit dem Falken, wie wird nicht gezeigt) und der Rest der Rebellenflotte entkommt zu dem alten Stützpunkt/Planeten.

Der Showdown bahnt sich an, der Stützpunkt ist zwar schwer befestigt, aber Kylo zögert nicht und lässt massive Bodentruppen landen – inklusive eines Art Bunkerbrechenden Geschützes. Die Rebellen versuchen den Einsatz dieses Geschützes zu verhindern in dem sie mit einigen uralten Blecheimern drauf zufliegen... werden aber fast alle getötet. Schliesslich will Finn sich opfern und seinen Speeder in die Kanone steuern – Rose rammt ihn aber und hält ihn so davon ab (eine sehr merkwürdige Tat, weil sie dann erklärt das sei die „Art des Widerstandes Leute zu retten, statt sterben zu lassen“). Das nun alle in der Basis dem Untergang geweiht sind, ist ihr offenbar egal...

Der Bunkerbrecher kommt also zum Einsatz und schiesst das Tor auf... Just in dem Moment wenn alles verloren scheint, taucht... natürlich Luke auf. Er spricht kurz mit Leia und geht dann vor die Tore um sich Kylo zu stellen... Kylo lässt alles auf ihn feuern was er hat, ohne das Luke sonderlich beeindruckt ist. Also stellt sich Kylo doch zum entscheidenen Duell – beide tauschen einige Hiebe aus, Luke weicht eigentlich nur aus... bis er sich dann in Obi-Wan Manier von Kylo mit dem Schwert halbieren lässt. Doch er stirbt nicht. Kylo durchbohrt ihn ein weiteres Mal, ohne erkennbaren Effekt... es ist nur ein Bild von Luke dem er gegenüber steht.

Der Zuschauer sieht Luke nun auf (s)einer Insel meditierend sitzend – er hat sie nie verlassen, sondern nur ein Abbild von sich zu dem Rebellen ähm... geschickt. Diese ganze Aktion hat ihn aber derart geschwächt und Kraft gekostet, dass er nun im sterben liegt und sich... in der Macht auflöst. ´Der Film lässt offen, ob Luke hier wirklich sterben wollte (Der Ton des Films legt das nahe) oder es einfach eine Folge der Anstrengung war. Beides wirkt etwas überzogen.

Die Rebellen nutzen derweil die gewonnene Zeit und entkommen in einer Art Fluchttunnel, an deren Ende sie Rey aufnimmt in den Falken. Hatte Leia noch ein Notsignal an alle Rebellen ausgesandt, scheint das nun der Rest der „Rebellion“ zu sein.  Leia „spürt“ zudem den Tode von Luke – womit der Film auch keinen Interpretationsspielraum lässt. Luke ist also tot. Leia und Rey unterhalten sich was nun getan werden könne. Leia meint, dass alles zum starten einer Rebellion „an Bord“ des Falken wäre. /Ende

Was, sehr bitter ist, und ich bis heute nicht wirklich verwinden kann – ist – das man damit nun auch Luke beseitigt hat (Let the past die). Und Carrie Fischer eben auch tot ist. Damit ist in Episode IX kein Ursprungs-(Haupt-)charakter mehr dabei. Das Luke bereits hier stirbt, ist in meinen Augen übereilt und unnötig... Zumal (zweiter Bitterer Beigeschmack) er dadurch zu Tode kommt das er eine Illusion projiziert... ich meine, eine  „reale“ Tat als Abtritt hätte ich ihm schon gewünscht. Zudem wäre ausgerechnet Mark Hamill der letzte der verbliebenen Hauptfiguren die auch körperlich noch in das Umfeld der neuen Trilogie und ihre Rolle (alter Jedi Meister, siehe Obi Wan) gepasst hätten. Sehen Harrsion Ford und Carrie Fischer doch massiv gealtert aus (ich finde zB das Fischer locker 10 Jahre älter aussieht als sie eigentlich war), ist das bei Hamill nicht der Fall.
Auch dadurch sind gerade viele Fans ziemlich angegriffen, sie wollten die alten Helden wieder sehen – bekommen hier aber nur deren Tode in Folge geliefert.

Snoke ist ebenfalls tot – einfach so, ohne das wir mehr über ihn erfahren. Auch das steht massiv in der Kritik – die ich aber da nicht teile, denn auch über den Imperator in der Ursprungstriologie war eigentlich nichts bekannt. Ein wirkliches Bedrohungspotential hat Snoke aber nicht entfaltet. Die Figur von Phasma hat man, in meinen Augen zu recht, als Fehlschlag erkannt und auf schnellste Weise entsorgt.

Poe, Finn und Rose (die sogar doppelt) sind durch den Film arg angezählt. Durch ihren „Rettungsplan“ sterben dreimal mehr Rebellen als ohne ihn. Nur Kylo und Rey kommen als „gewachsen“ und halbwegs unbeschadet aus dem Film, finde ich. Der „Widerstand“ als solcher – ist sogar noch härter angeschlagen. Da sind nur noch eine Handvoll Leute übrig – und auf Leias globales Notsignal, kommt zur ihrer Hilfe; niemand. E stellt sich ernsthaft die Frage für wen diese Leute noch kämpfen.

Alles in allem scheint mir das doch ne sehr bescheidene Aufstellung (von Story und Personal für Episode IX. Ich gewinne immer mehr den Eindruck das die neue Triologie (also VII-IX) eine Art Übergangstriologie wird, in der man sich von der Ursprungstriologie und ihren Figuren komplett lösen wird/will. Episode VIII ist dabei der Scheidepunkt – an dem sich dieser Ablöseprozess zu vervollständigen beginnt.

Also Euphorisch ist da keiner aus dem Kino raus. Eher schienen mir viele ratlos und verwirrt (bis leicht unzufrieden). Das muss nicht unbedingt schlecht sein – Empire Strikes back – hat 1980 wohl ähnliche Reaktionen ausgelöst, und gilt heute als bester Teil der Reihe. Ähnlich voten die Zuschauer auch momentan, entweder ist das für sie nah dran am Überklassiker „Empire“ und sie bewerten den Film sehr hoch – oder sie sehen es als Verrat an allem was die Reihe bisher ausmachte und werten den Teil schlechter als alle zuvor.

In jedem Fall ist SW mit diesem Film enorm in die Diskussion geraten – was für sich genommen schon überrascht. Und, soweit ich höre ist wohl JJA für Teil 9 zurück... ob das bereits die Notbremse seitens Disney ist, oder länger geplant war... weiss ich nicht. Derzeit siehts eher nach Notbremse aus für mich.



SPOILER




















« Letzte Änderung: 17.12.17, 11:35 by Leela »
~ ein Tausch, ein Reigen, ein Sagenlicht,
ein Rausch aus Schweigen, mehr gibt es nicht.

Suthriel

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #27 am: 17.12.17, 14:31 »
Da das hier eine Antwort auf Leelas Spoiler Review ist, gilt hier das gleiche:


SPOILER

Ausdrückliche Warnung, es wird gespoilert!











SPOILER







Der Film beginnt mit einer Art Off Szene – die Erste Ordung hat den Rebellenstützpunkt gefunden und die Rebellen evakuieren gerade. Ein Super-Dreadnought der Ersten Ordung nähert sich und eine Rebellen-Bomberstaffel soll diesen Ausschalten... Poe Dameron leistet Vorarbeitet, der gesamte Angriff mündet aber in einem Desaster. Zwar wir der Dreadnought zerstört, aber faktisch wird auch die gesamte Rebellen-Bomberstaffel vernichtet. Die Rebellen springen in den Hyperraum.

Das war auch die erste Stelle im Film, in der man sich einmal mehr über die Unfähigkeit von einigen der Ersten Ordnung aufregen konnte. Wenigstens hat der Captain vom Schlachtschiff noch eigenmächtig und brauchbar reagiert und die Jäger gestartet, als er erkannte, das Poe zwar nicht das Schlachtschiff zerstören, es aber wehrlos gegen Angriffe machen konnte. Hat nur zu spät reagiert, wie er auch selbst sagte ("Jäger starten! Das hätten wir schon vor 5 Minuten machen sollen."), aber vermutlich nicht tat, weil er auf nicht eintreffende Anweisungen von General Hux wartete, der die Situation mal wieder vollkommen falsch einschätzte oder wieder mal zu überheblich war (oder zu dämlich für diesen Posten, den er wohl wirklich nur wegen Snoke bekommen hatte).


Zitat
Die Schlachtschiffe, darunter einer Super-Dreadnought mit Snoke an Bord, folgen den Rebellen und beschiessen sie weiter, können sie aber nicht einholen. Dem Widerstand wird allerdings in einem Zeitfenster von 20 Stunden der Treibstoff ausgehen. Diese Plotbegründung ist extrem schwach an der Stelle – denn entweder könnt die Erste Ordnung Verstärkung beordern die sich den Rebellen in den Weg stellt, oder einige Schlachtschiffe der Ersten Ordnung springen vor die Flotte der Rebellen und schliessen sie so ein. Beides unterlassen sie aber, und lassen sich stattdessen auf eine Verfolgungsjagd ein, welche den Rebellen knapp einen Tag schenkt...

Jepp, kopfschütteln wurde da zum Dauerzustand :(

Zitat
Die Lage der Rebellen spitzt sich mittlerweile zu. Admiral Holdor scheint keinen Plan zu haben wie es weiter geht... Finn ist bereits dabei sich mit einer Rettungskapsel abzusetzen (ich weiß ehrlich gesagt nicht was das Franchise mit der Figur vorhat, wenn sie ihn immer wieder als derart feige diskreditieren)...und Poe Dameron sieht sich zum Handeln gezwungen. Er möchte auf eines der Imperialen Schiffe die sie verfolgen gelangen – deren Ortungstechnik abschalten, so dass die Rebellen in den Hyperraum springen und fliehen können. Dazu brauchen sie aber angeblich einen Hacker, der sie dort in das System hackt... und den Hacker finden sie nur auf einem Planeten XY.

Damit beginnt der logisch schwächste, überflüssigste und inhaltlich beinahe dümmste Nebenplot des Films – am Ende wird sich sogar erweisen, dass durch diesen Plan mehr Leute sterben als wenn Poe und Finn nichts getan hätten. Der Plan (und wie es am Ende auch läuft ist): Finn und Rose (eine Wartungstechnikerin) haben 18 Stunden zum Casino- und Vergnügungsplaneten XY zu reisen, dort den Hacker zu finden, ihn mitzubringen, wieder zur Rebellenflotte zurückzukehren, von dort aus an Bord eines, sie immer noch verfolgenden!, Imperialen Kreuzers zu gehen und dort die Ortungstechnik lahmzulegen...

Es gab also doch einen Rettungsplan und die gesamt Aktion von Finn, Rose, Hacker, Poe war eigentlich sinnlos...

Poe, Finn und Rose (die sogar doppelt) sind durch den Film arg angezählt. Durch ihren „Rettungsplan“ sterben dreimal mehr Rebellen als ohne ihn.

Dieser ganze Teil ist wahrlich ein Fiasko gewesen, allerdings haben hier Leia (teilweise) und Holdor (ganz massiv) versagt und das geradezu herauf beschworen und zu verantworten.
Beide wussten, das Poe ein Hitzkopf ist, der notfalls sein eigenes Ding durchzieht, wenn man ihm keinen vernünftigen Plan vorsetzt. Und was machen sie? Sie schließen ihn aus und erzählen niemandem von diesem Plan. Was bitte soll das? Die hocken alle im selben Boot, sprichwörtlich, und fangen trotzdem mit so einer Geheimniskrämerei an?
Leia war dann nach dem Angriff ausser Gefecht, und konnte ihn nicht eher einweihen, aber Holdor hatte mehrere Gelegenheiten, nicht nur Poe sondern alle auf der Brücke den Plan zu erklären, und zu zeigen, das es da eine ganz reale Chance gab, sich aus dieser Situation zu befreien.
Ich meine, spätestens als Poe sie direkt auf der Brücke ansprach, was der Plan sei, die aussichtslose Lage allen ziemlich ahnungslos wirkenden Crewmitgliedern auf der Brücke nochmal deutlich darlegte, hätte sie es sagen können. Statt dessen schwafelt sie irgendwas diffuses von Hoffnung und Licht und bla, was in der Situation wirklich dämlich war. Wie soll das einen Hitzkopf beruhigen, der zurecht auf Fakten besteht? Damit erzwingt sie geradezu Verzweiflungstaten seitens Poe (Meuterei anzetteln) und Finn (sich absetzen wollen), weil die beiden von ihren Standpunkt einfach nur einen Admiral ohne Plan oder ohne Vertrauen in sie sehen.
Einfach die Karten auf den Tisch legen, Plan allen mitteilen, und selbst ein Hitzkopf wie Poe hätte sich dann wieder beruhigt und gar nicht erst diese Hacker-Aktion starten müssen.


Zitat
Aber es kommt noch schlimmer. Leia startet nun die Evakuierung durch die Minitransporter. ABER der Hacker an Bord des Imperialen Verfolgers kennt auch diesen Plan irgendwoher (was ein Plothole ist, niemand kannte den Plan) – und macht die First Order Typen drauf aufmerksam.

Das der Hacker das wusste, muss nicht unbedingt ein Plothole gewesen sein. Es hatte ihm zwar keiner erzählt, das der eigentliche Plan der Rebellen war, sich auf diesem nicht registrierten Planeten oder nicht bekannten Rebellenstützpunkt zu verschanzen, aber der Hacker war nicht gerade dämlich, der wusste immer recht genau, was er tat, weil er Situationen recht gut einschätzen konnte, und wie es von da an sich weiter entwickeln könnte.
Vermutlich hat er den Planeten auf seinem Schiffsscanner bei ihrer Ankunft bei der Flotte gesehen, immerhin waren sie da schon sehr nahe dran. Hatte nur in dem Momen für ihn noch keine Rolle gespielt, wiels für den eigentlichen Auftrag uninteressant war. Als sie dann aber geschnappt wurden, könnte man sagen, das er nun überlegt, wie er sich aus der Situation rauswinden könnte, und hat alles auf eine Karte gesetzt.
Da war doch dieser Planet in der Nähe gewesen, der Rebellenkreuzer kann nicht mehr wegspringen, kann nicht mehr kämpfen... hey vielleicht wollen sie sich ja irgendwie ungesehen zu diesem Planeten absetzen, den bisher alle ignoriert haben. Immerhin konnte er sich ja auch ungesehen an die Flotte anschleichen, warum sollen die das mit gleicher Technik nicht auch können? Und er hatte damit dann recht behalten.
Ein Glücksspiel, das in diesem Fall aufging, weil es im Grunde die einzige Möglichkeit des Widerstands gewesen war, sich aus dieser Situation zu retten.


Zitat
Schliesslich will Finn sich opfern und seinen Speeder in die Kanone steuern – Rose rammt ihn aber und hält ihn so davon ab (eine sehr merkwürdige Tat, weil sie dann erklärt das sei die „Art des Widerstandes Leute zu retten, statt sterben zu lassen“). Das nun alle in der Basis dem Untergang geweiht sind, ist ihr offenbar egal...

Das war auch die Stelle, wo sie bei mir Punkte eingebüßt hatte, zeigte sie doch damit, das es ihr mehr um ihr eigenes Wohl erging (sie will nur das retten, was für sie selbst wichtig ist), und opfert dafür gerne den Rest vom Widerstand. Vorher aber sich gründlichst über den Egoismus von Finn aufregen und ihn als Deserteur brandmarken und runtermachen (an der Stelle hab ich mich auch gefragt, wie man von einer Freiwilligen-Armee desertieren kann, und ob der Widerstand da nicht gerade die selben dikdatorischen "Mach gefälligst, was WIR DIR befehlen" Methoden einsetzte, wegen denen Finn von der Ersten Ordnung geflohen war), obwohl sie selbst dort kein Stück besser/weniger egoistisch rüberkam.
Das Wohl einzelner ist im Bedarfsfall wohl doch wichtiger als das Wohl vieler o.O Zumindest, wenns ihr eigenes Wohl ist.
« Letzte Änderung: 17.12.17, 20:03 by Suthriel »
Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

TrekMan

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #28 am: 17.12.17, 14:32 »
Ich war gestern Abend in dem Film. Mein Fazit, man kann sich von dem Film unterhalten lassen, wenn man gewisse Schwächen einfach ignoriert (ist wohl so eine Mode geworden Filme ohne den Einsatz des Hirn zu sehen ;) ). 
Aber nicht alle konnten das. Die ersten haben das Kino bereits nach einer halben Stunde verlassen.
Was sicher an dieser unsäglichen, nervenzerreißenden Verfolgungsjagt zwischen der halben Flotte der EO und den letzten vier Kreuzern des Widerstandes lag. :Ugly
Vielleicht war es aber auch der dynamische Bomberangriff des Widerstandes zu vor auf den Supersternenzerstörer der EO, wer weiß. 
Aber dazu wurde jetzt schon soviel geschrieben, dass ich mich darüber nicht mehr auslasse.


Hier und da sind einige Gute Ideen in dem Film gewesen. Leider hatte man keine Zeit darauf näher einzugehen.
Auch die Grundaussage von Luke, die m.E. sogar Yoda teilt (und sogar von Snoke erkannt wurde), dass die Macht nicht nur von zwei Lagern getragen wird, sondern stets um einen Ausgleich bemüht ist, kann ich unterschreiben. Erwächst, selbst wenn es die positive Seite ist, etwas aus der Macht überproportional empor, so ist das Gleichgewicht fort und es ist fast natürlich, dass es eine Gegenströmung gibt.
In Star Wars Rebels oder Clone Wars gab es Folgen die dieses Thema mal angeschnitten haben.
Die Macht ist nicht schwarz und weiß, sondern eher Grau und es obliegt dem Machtanwender, was er aus seiner Gabe macht.   

Persönlich, finde ich hätte man mit Episode VIII Die "Skywalker-Saga" endgültig abschließen sollen. SW benötigt keinen Skywalker als Helden. Das hat Rouge One bewiesen. Selbst Ben Solo, der in diesem Film zumindest weniger wie ein pubertierender rüber kam, hätte das Zeitliche segnen sollen. Die Verantwortlichen hätten dann die Gelegenheit alles auf eine andere Weise aufzubauen. Schön fand ich den Seitenhieb, das die Galaxis sich im Grunde nicht darum schert, wer Gewinnt, denn letzten Endes sind es die Gewinner, die hinter den Fronten teilweise auf Beiden Seiten agieren. Die Geschäftemacher, ob sie nun mit Waffen, Nahrungsmittel oder Arbeiter handeln. Es wird immer welche geben, die ihren Nutzen daraus ziehen, andere die Ausgebeutet werden und welche die ihren Kopf hinhalten, um die Situation zu verbessern. Auf eine Episode IX könnte ich jetzt verzichten.

 
« Letzte Änderung: 17.12.17, 14:37 by TrekMan »
Das Band der Gesellschaft sind Vernunft und Sprache. Wer nicht an der Geschichte partizipiert, droht die Fehler zu wiederholen. (frei nach Cicero) Dies gilt auch für die Technik, was manche Ingenieure wohl vergessen. (ein Ingenieur)

Dieser Post vertritt meine persönliche Meinung. Sollte Inhalte oder Aussagen jemanden persönlich angreifen, so geschieht dies unabsichtlich. In dem Fall, bitte ich sich mit mir per PN in Verbindung zusetzen.

Leela

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Antw:STAR WARS: Episode 8
« Antwort #29 am: 17.12.17, 16:50 »
Persönlich, finde ich hätte man mit Episode VIII Die "Skywalker-Saga" endgültig abschließen sollen. SW benötigt keinen Skywalker als Helden. Das hat Rouge One bewiesen.

Das seh ich ziemlich kritisch. Zum einen kann man nicht den/die Helden, in welche die Fans 40 Jahre "investiert" haben, mal einfach so ersetzen... Die "Familiensaga" und ihre Konflikte waren immer fester Bestandteil von Star Wars. Und eine neue Generation Helden ist für mich nicht wirklich in Sicht... das Identifikationspotential mit Rey, Poe und Finn ist nicht soooooo hoch, zumindest bei mir. Inzwischen ist Chewie mein Lieblingscharakter in den (neuen) Filmen.

Genau dieses Problem hat schon Rogue One gehabt - weswegen das für mich eher ein negativ Beispiel ist. Für keinen einzigen Charakter dort fühlte ich mich wirklich... angesprochen und hätte mitgefiebert. Einige Figuren sind nicht schlecht, aber sie sind auch keineswegs herausragend. Viele bleiben blass und austauschbar. Weswegen ihr Tod am Ende auch kaum kümmert. Mein Bedürfnis Rogue One nochmal zu schauen ist daher auch gering geblieben.

Star Wars mag also ohne die Skywalkers auskommen - aber momentan seh ich da nichts im Aufbau was das auch nur annähernd ersetzen könnte. Weswegen ich auch eben sehr kritisch auf IX schaue... wenn Disney hier nicht aufpasst wird IX zum Fiasko (* no Lem pun intendet).
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