Autor Thema: Stand Qunited - Playground  (Gelesen 1620 mal)

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Tolayon

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Antw:Stand Qunited - Playground
« Antwort #15 am: 27.08.16, 14:53 »
Noch während die "Gäste" mit offenen Mündern dastanden und über das gerade Gesehene nachdachten, erschütterte ein Schlag den Raum, dicht gefolgt von einem Brummen und Röhren. Ein antiker Kampfpanzer - Model M1 Abrams - durchbrach die Wand mit der Kanonenmündung zuerst (welche dabei sichtbar eingedellt wurde), dann stand auch schon die Hälfte des eigentlichen Gefährts im Raum. Eine Luke wurde aufgestoßen, und eine Andorianerin stieg mit einigen nicht jugendfreien Flüchen auf den Lippen aus. Die rote Iris ihrer Augen ließ sie dabei nur noch bedrohlicher aussehen, auch wenn die ebenfalls antike Uniform - passend zum Kampfpanzer - ihrer Gesamterscheinung etwas beinahe wieder Heiteres gab. Jacke und Hose gaben ein beige-braunes Klötzchen-Tarnmuster zur Geltung, der Standard der US-Armee im frühen 21. Jahrhundert.

Mit einem Satz sprang die Andorianerin herunter und starrte mit funkelnden Augen in die Runde, während sie gleichzeitig mit ihrer rechten Hand nach hinten deutete: "Kann mir mal einer sagen, was dieser Zirkus hier soll? Eben sitze ich noch in einem der modernsten Schwebe-Panzer des 24. Jahrhunderts, und dann auf einmal verwandelt das Teil sich in diese Ketten tragende Antiquität! Zu Ihrer Information: Ich bin Colonel Vinara Shral vom Marine Corps der Sternenflotte!"

Da stellte Q sich mit einem leicht gequält wirkenden Lächeln vor sie und rief: "Willkommen im Q-Kontinuum, Colonel! Mit Ihrer Anwesenheit haben wir hier nicht unbedingt gerechnet, oder besser gesagt haben wir und meinesgleichen auf Ihre Quanten-Schwester gehofft, jene Vinara Shral, welche als Vollwaise auf Vulkan aufwuchs und eine wissenschaftliche Karriere in der Sternenflotte einschlug!"

Da lachte Vinara schallend. "Ich auf Vulkan aufgewachsen? Welches Vulkan denn? In meinem Universum gibt es kein Vulkan mehr, seit dieser zeitreisende Irre namens Nero sich dazu entschlossen hat, den Planeten vor 130 Jahren platt zu machen!" Sie wurde wieder etwas ruhiger und fuhr nun fast schon heiter gestimmt fort: "Da hier offenbar ein Missverständnis vorliegt, werde ich über diese Angelegenheit hier noch einmal hinwegsehen. Vorausgesetzt, Sie bringen mich wieder dorthin zurück, wo ich herkam und holen stattdessen mein klugscheißendes Spiegelbild aus dem 'richtigen' Universum her."

Da wurde Q beinahe schon kleinlaut und entgegnete: "Ich fürchte, so einfach geht das nicht. Wie ich zuvor schon den anderen mitteilte, beginnen wir die Kontrolle über unsere Kräfte zu verlieren ... Deshalb kamen Sie überhaupt erst hierher und nicht die andere Vinara Shral. Ich hoffe doch, Sie haben außer Kämpfen noch einige andere Gedanken in Ihrem so dreidimensionalen Gehirn ..."

"Keine Sorge, ich habe auch noch einen Bachelor in expressionistischer Lyrik zu bieten", flötete Vinara und setzte gleich darauf wieder ein verärgert wirkendes Gesicht auf. "Was müssen ich und die anderen tun, damit wir wieder in unsere jeweiligen Realitäten zurückkehren können? Denn wenn Sie Probleme mit einer anderen, ähnlich omnipotenten, aber feindlich gesinnten Spezies haben, bin ich Ihre Frau! Ich meine rein strategisch gesehen natürlich. Geben Sie mir einfach eine dieser Q-Waffen aus Ihrem vergangenen Bürgerkrieg und sagen Sie mir, wohin ich zielen soll!"

 

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