Autor Thema: 40 Jahre STAR WARS - Interesse an kleinem Jubiläums-Band?  (Gelesen 1634 mal)

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Fleetadmiral J.J. Belar

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Im Moment habe ich leider keine zündende Idee für das Thema.
Ich bin aber immer noch interessiert und würde wahnsinnig gerne mitmachen.
Aber ich bin mit meiner Idee für meine Geschichte noch nicht zufrieden.
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MFB

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Bei mir sieht's trotz grundsätzlichem Interesse leider auch nicht allzu gut aus. In den letzten zwei, drei Monaten lief es bei meinem Enterprise-Roman so gut, dass ich derzeit kein anderes Projekt dazwischenschieben will. Ich hab's bis heute auch noch nicht geschafft, einen Rerun aller SW-Filme zu machen. Nur falls alles ideal läuft und ich mit dem Runterschreiben meines Romans ca. Ende Oktober bis Mitte November fertig werden sollte, könnte sich in Sachen "Star Wars" in diesem Jahr noch was bei mir ausgehen.
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Tolayon

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Dann werde ich für alle Fälle mal anfangen, mir etwas zur Neuen Republik und Ersten Ordnung auszudenken ...
Leider scheint es gerade auf dem Gebiet ratsam, sich vorher noch Episode VIII anzsehen, um nicht mit dem Canon zu kollidieren. Ich habe zwar im Eingangspost geschrieben, dass man den neuesten Film getrost ignorieren kann/ sollte, aber nachdem schon so viele Details darüber "geleakt" wurden, lässt sich das nicht mehr so leicht bewerkstelligen.

Auf der relativ sicheren Seite wäre man immerhin, wenn man sich ein paar Jahre vor Episode VII begibt; da Romane und Comics generell nicht berücksichtigt werden müssen - selbst wenn sie zum neuen Canon zählen -, hat man da ziemlich freie Hand, solange man sich an das grobe Gesamtraster hält und nicht schon wieder die Yuuzhan Vong einführt.

Suthriel

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Auf der relativ sicheren Seite wäre man immerhin, wenn man sich ein paar Jahre vor Episode VII begibt; da Romane und Comics generell nicht berücksichtigt werden müssen - selbst wenn sie zum neuen Canon zählen -, hat man da ziemlich freie Hand, solange man sich an das grobe Gesamtraster hält und nicht schon wieder die Yuuzhan Vong einführt.

Wenn du das ganze noch sicherer machen willst, könntest du ja überlegen, ob die Geschichte sich wirklich um die großen Parteien und Namen ranken muss, oder ob es nicht auch ein komplett unbekannter und für die Leinwandhelden komplett unbedeutender und kleiner Offizier auf einem "Hinterwälder"-Mond eines dürftig kontrollierten Systems im nahe dem oder im Outer-Rim tut. So als eine Art lokaler Sherriff, der mit eiserner Hand und sadistischer Ader, dem nur ein paar kleinere Schiffe unterstellt sind, die aber dennoch für die Anwohner eine Bedrohung sind, weil der Offz notfalls Söldner oder gar von Hutts Hilfe holen könnte, gegen gute Bezahlung aus umgeleiteten NO-Geldern oder von dubioseren Geschäften.
Der Held hat dann an Heldenstatus ähnlich wenig zu bieten.

Ich persönlich fand nämlich zb die Geschichte aus X-Wing Alliance dahin gehend sehr interessant, weil sie zuerst sich rein abseits des großen Krieges abspielte und das Leben der normalen Bevölkerung zeigte, die versucht, ihr Ding losgelöst von Rebellion und Imperium zu machen, und sie statt dessen eben eher mit konkurrierenden Transportunternehmen und Piraten zu tun hatten, statt mit Darth Vader und Co..
Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

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Fleetadmiral J.J. Belar

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Ich für meinen Teil, würde hier vorschlagen wollen, dass wir die Deadline einfach fallen lassen und einfach so einen Sammelband herstellen und ihn rausbringen, wenn er fertig ist. Ich für meinen Teil werde definitiv eine Geschichte schreiben, kann aber nicht im entferntesten sagen, wann ich damit fertig sein werde
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Alexander_Maclean

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Da stimme ich zu.

man müsste dann eben nur dieses "Geburtags" Teil weglassen. aber ein paar gute FFs zu Star Wars schaden nie. da haben wir echt zu wenig.
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Projekt "One Year a Crew" Status: Konzept 100% Schreiben 15,41% Grafisches 0% Erscheinjahr 2019


MFB

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Für ein Fallenlassen der Deadline wäre ich auch. Ich würde gerne eine Geschichte im Star Wars-Universum schreiben, aber erst wenn ich mit meinem aktuellen Projekt fertig bin. Ich konnte noch nie zwei Geschichten parallel schreiben.
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Fleetadmiral J.J. Belar

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Hallo Leute,

neben einem neuen Cover:



bin ich mit meiner Geschichte ein Stückchen weiter gekommen.
Hier mal eine kleine Leseprobe:

SIE HATTEN SICH GEIRRT...

MEISTER SOSHUN

Courscant, Hauptstadt der alten Republik
200 Jahre nach dem intergalaktischen Krieg gegen das Sith-Imperium

Die Nacht war bereits über den dicht besiedelten Stadtplaneten im Kern der Galaxis hereingebrochen und der Luftverkehr ließ nicht nach. Er ließ niemals nach. Cosuscant war einer der rastlosesten Planeten der Galaxis.
Es gab dort ständig etwas neues zu entdecken und zu erleben.
Die Luftstrassen waren zu jederzeit verstopft, die Geschäfte zu jederzeit offen und die Bars, Bordelle und Restaurants ebenfalls.
Coruscant schlief niemals.
Genauso wie der Rat der Jedi, welcher vor einigen Jahren seine Zelte auf dem Waldplaneten Tython, dem Ursprung aller Jedi, abgebrochen hatte um seine neuen Quartiere im Tempel der Jedi auf Coruscant zu beziehen.
Es befand sich zwar noch eine Jediakademie auf Tython aber auch sie wurde durch die weitaus größere und modernere Akademie auf Coruscant langsam abgelöst.
Der Tempel der Jedi, Heimstatt des Rates und der Akademie war ein Kleinod der Erleuchtung, Wissensdurst, Diplomatie und die Kunst des Kampfes mit dem Lichtschwert, der Waffe eines jeden Jedi, aber auch Sith.

Heute befand sich der Tempel jedoch im Aufruhr.
Vielerorts standen die Gelehrten und Wächter beieinander und tauschten sich aus. Der Rat der Jedi wurde vor einigen Momenten zu einer Dringlichkeitssitzung über Holo mit der obersten Kanzlerin des Senats der Republik gerufen.
Man munkelte, dass sich das Sithimperium einmal mehr daran machte, die Republik und vorallem ihre verhassten Verwandten die Jedi anzugreifen und die Galaxie abermals in einen lebenszehrenden Krieg zu stürzen.

Man munkelte außerdem, dass es den Sith gelungen war, das Holocron von Darth Revan, dem einizigen Jedi dem es vor tausenden von Jahren gelungen war, nach seinem Fall zum Sith wieder zum Jedi zu werden und danach aber seinen eigenen Orden gründete und sich abermals von den Jedi lossagte um mit der Sternenschmiede und seinen Revanitern sein eigenes Imperium aufzubauen, zu finden.
Das Artefakt von Revan galt als verloren, es gab in den Aufzeichnungen des Jeditempels nicht einen Hinweis darauf und doch schien es Darth Jaddus vom Rat der Sith gelungen zu sein, es zu finden.
Dieses Artefakt enthielt das gesammelte Wissen von Revan und würde dem Sithimperium einen gewaltigen Taktischen Vorteil verschaffen. Man vermutete, dass sich auf dem Holocron sämtliche Baupläne der Sternenschmiede und Revans Lehren und Wissen befand. Eine Macht, die den Sith niemals in die Hände fallen durfte.

Meister Rikkus Soshun, seines Zeichens Mitglied im Rat der Jedi und Lehrmeister für den Kampf mit zwei Lichtschwertklingen im Artaru Kampfstil erklomm, schnellen Schrittes die letzten Stufen zu den Gemächern des Rates der Jedi und ordnete seine schwarze Robe, bevor er den Raum betrat.
Seine Kollegen und Gefährten warteten bereits auf ihn und das Holo der Kanzlerin wurde bereits in die Mitte des Raumes gestrahlt.
Er verneigte sich kurz vor den Anwesenden und gesellte sich zu der holografischen Abbildung der Kanzlerin in der Mitte der Ratshalle.
Ohne Umschweife begann er seinen Bericht.

"Verehrte Kollegen, Madam Kanzlerin. Es ist bestätigt. Meinen Kontakten auf Alderaan zufolge ist vor einer Stunde eine große Flotte des Imperiums über dem Planeten aus dem Hyperraum gesprungen und hat damit begonnen, die Oberfläche zu bombardieren und Truppen auf dem Planeten abzusetzen. Und unseren Agenten zufolge, welche ich auf Dromund Kaas, der Hauptwelt des Imperiums, platziert habe geht es in der Tat um das Holocron von Darth Revan dem Unsterblichen.
"Meister Soshun, vertraut ihr euren Kontakten und Agenten? Könnte es sich nicht um eine Falle der Sith handeln, um uns dazu zu bewegen, anzugreifen und somit einen Krieg zu beginnen?" fragte die Kanzlerin. Sofort machte sich in der Ratshalle Gemurmel breit.
Soshun nickte.
"Ich bin mir völlig sicher. Das Imperium wendet mindestens ein Drittel seiner gesamten militärischen und geheimdienstlichen Mittel auf, um Alderaan zu sichern. Wenn es nicht um das Artefakt geht, um was dann frage ich mich." entgegnete Soshun verärgert, dessen Emotionen schon immer sehr nah an der Oberfläche lagen. Es war für ihn ein steter Kampf nicht der Wut zu erliegen. Doch war ihm dies bisher immer gelungen.

Alderaan war im Moment sowieso durch interne Machtstreitigkeiten in fünf Lager gespalten. Der alte König von Alderaan war vor einigen Monaten gestorben. Einige munkelten sogar, dass er von einer der rivalisierenden Familien ermordet worden war. Doch man konnte bislang nichts nachweisen.
Die mächtigste Familie, das Haus Organa, hielt der Republik die Treue, während das Haus Riist, das Haus Ulgo und das Haus Panteer neutral blieben. Allerdings, würden sich diese Häuser bald für ein Banner entscheiden müssen.
Es gab aber noch das Haus Thul, welches vor Jahren aus der alderaanischen Regierung ausgeschlossen worden war und dank der Hilfe des Sith-Imperiums inzwischen wieder stetig an Macht gewonnen hatte und inzwischen zur zweitstärksten Macht aufgestiegen war.
Soshun vermutete, dass wenn es einen Mord am König gegeben haben sollte, dieser vom Haus Thul in die Tat umgesetzt worden war. Beweise hatte er jedoch keine. Er wusste nur, dass das Artefakt von Revan auf Alderaan versteckt worden sein soll und die Sith danach suchten. Aber ebenso wie die Sith wussten auch nicht die Jedi, wo es sich befand. Es würde also zu einem Wettlauf kommen.
Alderaan befand sich am Rand eines Bürgerkriegs, der nun unterstützt durch das Imperium, gänzlich ausgebrochen war.
Den Thul, unterstützt durch die Sith war es gelungen, große Teile des Planeten einzunehmen und zu halten, während die Organas sich immer weiter zurückziehen mussten und Verhandlungen mit den anderen Häusern aufgenommen hatten, um eine Allianz zu bilden.

"Wenn wir nicht eingreifen, dann fällt Alderaan an das Sith-Imperium und damit hätten sie einen strategisch wichtigen Planeten eingenommen, der es ihnen erlaubt, bis nach Coruscant zu gelangen. Wir dürfen Alderaan nicht an sie verlieren. Wenn schon nicht, wegen dem Revan-Artefakt, dann sollten wir aus strategischen Erwägungen handeln." schlug Meister Soshun vor.
Gemurmel wurde in der Ratskammer laut, als sich die anderen Meister besprachen.
"Verehrte Meister, ich schlage vor, eine Flotte nach Alderaan zu entsenden, um dem Haus Organa Unterstützung anzubieten." sagte das Hologramm der obersten Kanzlerin.
Ein weiterer Jedi, ein Mon Calamari stand von seinem Platz auf und schritt in die Mitte, um das Wort an die Meister zu wenden.
"Ich stimme dem Vorschlag von Meister Soshun und Kanzlerin Janarus zu. Wir sollten in der Tat eingreifen. Wenn wir Alderaan verlieren, befürchte ich den Untergang der Republik und den erneuten Aufstieg des Sith-Imperiums. Außerdem darf das Artefakt nicht in die Hände der Sith gelangen. Ich beschwöre sie, lassen sie uns helfen." unterstützte Meister Kabcar die Petition Soshuns.
"Aber wir sind Hüter des Friedens, wir stehen nicht an der Spitze von Armeen und erobern Planeten." warf Meisterin Satele Shan, die Leiterin des Rates der Jedi, ein.
Soshun verneigte sich vor ihr.
"Ihr habt recht, Meisterin aber dies sind ungewöhnliche und unstete Zeiten und diese erfordern ungewöhnliche Maßnahmen." entgegnete Soshun, während sich Kabcar wieder in seinem Sessel niederließ.
Erneut wurde Gemurmel laut und Soshun bemerkte wie er immer ungeduldiger ob des Zögerns seiner Kollegen wurde.
Was gab es denn da noch zu beraten? Es war eine Notwendigkeit, dass die Jedi in den Konflikt eingriffen. Würden sie es nicht tun, hätte die Flotte und die Bodentruppen der Republik keinerlei Chance, auf Erfolg, da die Sith sich stets an die Spitze ihrer Armeen stellten und Soshun war sich sicher, dass mindestens ein Meister aus dem Rat der Sith die Führung übernommen hatte. Entweder Jaddus selbst, der allerdings als Geheimdienstminister eher im verborgenen die Strippen zog oder sogar Darth Malgus, welcher der Amree vorstand. Aber auch Darth Marr war ein heisser Kandidat für die Rolle des Invasionsanführers. So oder so, alle drei, normalerweise rivalisierende Sith-Lords, waren gefährliche und überaus mächtige Gegner und keiner von ihnen war zu unterschätzen. Es bedurfte eines Jedi-Meisters, um sie zu bezwingen.

Endlich hatte der Rat seine Beratungen abgeschlossen und Satele wandte sich an Soshun.
"Meister Soshun, wir genehmigen eine diplomatische Mission nach Alderaan. Ihr und euer Padawan werden nach Alderaan reisen und Kontakt mit dem Haus Organa aufnehmen und versuchen eine Allianz zu bilden. Wenn möglich auch mit den drei weiteren, neutralen Häusern. Darüber hinaus vermeidet Konflikte mit den Sith, wir dürfen die Republik nicht in einen galaktischen Krieg stürzen." sagte Satele und schenkte der Kanzlerin einen vielsagenden Blick.
"Uns ist bewusst, dass der Angriff auf Cosuscant und den Tempel noch immer als tiefe Wunde in der Bevölkerung der Republik schwelt und es euch, Kanzlerin, danach verlangt, Vergeltung zu üben. Das ist jedoch nicht der Weg der Jedi." fuhr die Meisterin fort und Soshun merkte, wie es ob ihrer Worte, in ihm zu brodeln begann. Er wurde wütend und rang dies konsequent nieder.
"Ihr, Meister Soshun, versucht außerdem des Artefakts Revans habhaft zu werden, bevor es den Sith in die Hände fällt. Damit ist die Sitzung geschlossen." sagte Satele und stand mit ihren Kollegen auf, um den Ratssaal zu verlassen.
"Wie ihr wünscht, Meisterin." sagte Soshun und verneigte sich.

Als seine Kollegen den Raum verlassen hatten, wandte sich das Hologramm der Kanzlerin an ihn.
"Meister Jedi, wir haben ähnliche Ansichten und ich werde sie voll unterstützen, bitte kommt vor eurer Abreise in meine Gemächer im Senat, ich möchte euch einen Vorschlag unterbreiten."
Soshun sah zu der blonden Frau auf und nickte leicht.
"Wie ihr wünscht, Madame Kanzler. Ich werde baldmöglichst bei euch erscheinen. Ich bin gespannt auf euren Vorschlag." erwiderte er dankbar. Dankbar darüber, dass ihn wenigstens nicht die Republik im Stich ließ.
Seine Kollegen genossen bei ihm nur noch wenig Respekt. Aus seiner Sicht waren sie verweichlichte Gutmenschen, die handlungsunfähig geworden waren und sich der Gefahr durch das Sith-Imperium nicht bewusst waren und mehr noch, die Sith völlig unterschätzten.

Das Hologramm verlosch und Soshun stand nun alleine in der Ratskammer.
Er beschloss als erstes seine Padawan Yashara aufzusuchen.
Soshun zog sich seine schwarze Kapuze ins Gesicht und verschränkte die Hände in den weiten Ärmeln seiner Robe und verließ nun ebenfalls den Raum.


YASHARA

Tempel der Jedi / Trainingskammern

Yashara saß auf dem Boden der von Säulen gesäumten Trainingshalle und meditierte. Ihre beiden gebogenen Lichtschwerter lagen gekreuzt vor ihr, als ihr Meister eintrat.
Sie konnte ihn spüren, obwohl sie die Augen geschlossen hatte.
War vor einem Moment noch ihr Geist in völliger Hamonie und trieb durch eine friedliche Stille, drängte sich nun eine schwarz-rote Wolke in dieses Bild in ihrem Geist.
Soshun war im Aufruhr, das nahm sie deutlich wahr. Sie wusste dass ihr Meister anders war, als die anderen Jedi und er stets mit seiner Ungeduld und seinem Ärger haderte.
Bisher war es ihr jedoch immer gelungen, ihren Meister zu mäßigen.
Meister Soshun war einer der mächtigsten Jedi, die ihr je begegnet waren und sie liebte ihn. Er hatte sie in den Slums von Nal Hutta als kleines Waisenkind gefunden und ihre Verbindung mit der Macht sofort gespürt.
Als Strassenkind war ihr ein Leben in Armut und Kriminalität vorherbestimmt. Vorallem auf einem Planeten, der von den Hutten kontrolliert wurde. Sie hatte früh gelernt, zu stehlen und zu betrügen und ihre unbewusste Verbindung zur Macht, die sie damals noch nicht kontrollieren konnte, hatte ihr dabei immer geholfen.
Als Meister Soshun sie fand, stand sie kurz davor zu verhungern. Er gab ihr zu essen und unterhielt sich mit ihr. Er hatte sie vor diesem Leben gerettet.
Er beschloss sie nach Coruscant mitzunehmen und bot ihr an, als seine Schülerin von ihm ausgebildet zu werden. Allerdings war sie damals schon vier Jahre alt und eigentlich zu alt, um von den Jedi aufgenommen zu werden.
Aber Soshun ließ sich nicht beirren, gegen alle Widerstände setzte er sich durch und erklärte die kleine Togruta, Yashara Jaroz, zu seiner Padawan, wofür sie ihm unendlich dankbar war.
Er war mehr als nur ihr Lehrer.
Er war wie ein Vater für sie.

Sie hatte von ihm den Artaru-Kampfstil, den nur wenige beherrschten, erlernt und er bezeichnete sie stets als kleine Klingentänzerin, da sie so anmutig und grazil mit ihren Lichtschwertern umzugehen vermochte, wie kaum ein anderer Jedi. Sie hatte Artaru ihrem Stil angepasst und damit fast eine neue Lichtschwertform entwickelt.
Yashara war inzwischen 17 Jahre alt und stand kurz vor ihrer Prüfung zum Jedi-Ritter und obwohl ein Jedi vermied, Stolz zu empfinden, war Soshun sehr stolz auf seine Padawan. Er wusste, dass sie die Prüfungen mit Bravour bestehen würde und er gestand sich wehmütig ein, dass damit ihre gemeinsame Zeit zu ende sein könnte. Aber er nahm sich vor, sie weiterhin auf seine Reisen mitzunehmen, wenn er Missionen für den Rat ausführte. Sie hatten beide sehr viel voneinander gelernt. Sehr viele Jedi behielten ihre alten Padawane an ihrer Seite. Die meisten jedoch nur so lange, bis sie einen neuen Schüler erwählten.
Soshun mochte gar nicht an diesen Tag denken.

Er kam langsam näher und Yashara, die bereits aus ihrer Meditation erwacht war, hielt dennoch die Augen geschlossen.
Sie beschloss ihn auf andere Gedanken zu bringen.
Nach ein paar weiteren Schritten blieb Soshun schließlich vor ihr stehen und wartete geduldig, bis sie ihre Meditation beendet hatte.
Dies nutzte Yashara schelmisch aus. Sie öffnete ihre Augen und ihre beiden Lichtschwerter flogen in ihre Hände und entflammten mit einem hohen Zischen.
Zwei Klingen, die eine blau und die andere gelb zielten nun auf Meister Soshun.
"Verteidigt euch, Meister." befahl Yashara herrisch, doch Soshun blieb einfach stehen.
Langsam schlug er seine schwarze Kapuze, eine Farbe die für einen Jedi ungewöhnlich war, zurück und musterte sie und die beiden auf seinen Hals gerichteten Klingen.
Er lächelte.

Ohne ein Wort zu sagen, ließ er seine Robe von den Schultern gleiten und ging in Kampfstellung. Allerdings ohne sein Lichtschwert zu ziehen.
"Dann komm." sagte er schließlich und Yashara ließ sich nicht zweimal bitten und führte ein paar Schläge aus. Vorhand folgte auf Rückhand und jedes mal wich Soshun gekonnt aus, bis er beschloss eine aktivere Rolle einzunehmen.
Er hob die Hand und beschwor die Macht herauf und kanalisierte sie in einer gewaltigen Druckwelle, die er auf Yashara entlud. Wie ein Blatt im Wind wurde sie durch die Halle gefegt und kam in ihrer Mitte hart auf dem Boden zum liegen.
Nun zog Soshun sein Lichtschwert und entzündete es. Eine blaue Klinge schoss mit einem tiefen Summen aus dem Heft.
Mit einem Machtsprung überbrückte Soshun die Distanz zwischen ihm und seiner Padawan und Yashara gelang es gerade noch, ihre Klingen zu kreuzen und über ihren Kopf zu halten, um die Klinge ihres Meisters zu blocken.
Mit brachialer Gewalt und funkensprühend trafen die Schwerter aufeinander.
"Steh auf!" befahl Soshun und machte mehrere Schritte zurück.
Yashara tat wie ihr geheissen und erhob sich.
"Du hast noch viel zu lernen, junge Padawan." spöttelte Soshun und grinste.
Nun war es an Yashara die Kluft zwischen ihnen beiden zu überbrücken. Sie rollte sich über die Schulter ab und kam vor ihrem Meister wieder in aufrechte Position und ließ tänzerisch einige Schläge auf ihren Meister regnen, der jedoch jeden einzelnen mit Leichtigkeit parierte.
Auch jetzt spürte Yashara noch die dunkle Aura, die ihren Meister umgab, obwohl sie sich langsam aufzulösen begann.
Klinge traf auf Klinge, ein Manöver folgte dem anderen. Angriff, Riposte, Drehung, Vorhand, Rückhand.
Beide Kontrahenten hielten sich nicht zurück. Das taten sie nie. Soshun war der Auffassung, dass man die Intensität eines Lichtschwertkampfes von Anfang an voll spüren musste, um auf ein echtes Gefecht vorbereitet zu sein.
Das war Yashara nur recht. Sie hielt ebenfalls nichts davon sich bei einem Übungskampf zurückzuhalten, was in der Vergangenheit einige ihrer Mitschüler erfahren mussten und ihr mehr als nur einmal Probleme mit den Jedi-Ausbildern eingebracht hatte.

So tanzten die beiden, Meister und Schüler, lange Zeit umeinander herum und duellierten sich. Sie sprangen, wirbelten herum, schlugen Salti und die Klingen krachten zischend aufeinander. Keiner der beiden gab auf oder offenbarte eine Schwäche. Auch wenn Yashara die Schülerin war, konnte sie ihrem Meister inzwischen ganz gut standhalten.
Beide waren in diesem Moment wahrhaft eins mit der Macht und die Welt um sie herum verblasst. Es gab nur den Moment, nur den jeweils anderen und ihre gemeinsame Konzentration war allumfassend. Sie ahnten die Bewegungen ihres Gegenübers voraus. Wieder kollidierten die Klingen und wurden pariert.
Yashara spürte, welche Freude ihr Meister hatte und fühlte sich ebenfalls sehr beschwingt.
Auch wenn ein Trainingskampf eine ernste Sache war, gestatteten sich einzelne Jedi, deren Fokus mehr auf dem erlernen der Kampffertigkeiten eines Jedi lagen, als auf den Studien der Macht, durchaus Spass daran zu empfinden.
Aber auch was die Mysterien der Macht anging, war Meister Soshun durchaus ein gebildeter und weiser Jedi.
Sein Steckenpferd war die Geschichte der alten Jedi und deren Meistern. Er sammelte alte Artefakte und Schriftrollen und studierte sie, um schließlich dann darüber zu meditieren und darauß zu lernen.
Jedes Artefakt eines Jedi oder auch eines Sith hatte eine Prägung des ehemaligen Benutzers und konnte Wissen und auch aktive Fähigkeiten vermitteln.
Wie zum Beispiel die Schriftrollen von Meister Mukon von vor 2000 Jahren. Durch diese Artefakte war es manchmal sogar möglich, Kontakt mit längst verstorbenen Jedi ausfzunehmen und von ihrer Weisheit zu lernen. Manche Jedi konnten sogar ohne Artefakte mit verstorbenen Jedi sprechen, die nun eins mit der Macht waren.
Aber auch Orte, wie Tempel oder ehemalige Schauplätze einer Machtanwendung konnten mächtige Orte sein. Man sagte sich, dass zum Beispiel der Tempel der dunklen Seite auf Dromund Kaas, ein sehr mächtiger Ort war oder auch die Grabmäler im Tal der Sith auf Korriban, würden einiges Wissen und alte Artefakte enthalten. Aber natürlich war dies ein Wissen, nach dem kein Jedi streben sollte, denn es war das Wissen der dunklen Seite der Macht.

Yashara ließ erneut ihre Klinge nach unten schnellen und wurde abermals von Soshun geblockt.
Er entschied, dass sie nun genug trainiert hatten und setzte zu seinem letzten, alles entscheidenden Manöver an.
Er machte einen Satz, sprang im Salto über sie und noch bevor sie sich drehen konnte, hatte sie seine Klinge am Hals.
"Du bist geschlagen. Gib auf!" sagte er und Yashara wich einen Schritt zurück. Sie deaktivierte ihre Lichtschwerter und hängte sie zurück an ihren Gürtel.
"Das war ein sehr guter Kampf. Du wirst immer besser. Dein Geschick sucht seines gleichen." stellte Meister Soshun anerkennend fest.
Yashara lächelte ob des Lobes ihres Meisters.
"Ich danke euch, Meister. Wenngleich ich es eurer Ausbildung zu verdanken habe." sagte sie dankbar.
Soshun tat ihre Bemerkung mit einer Handbewegung ab.
"Stelle dein Licht nicht unter den Scheffel, Padawan. Du hast ein natürliches Talent für die Lichtschwerter und du hast gespürt, was mich umtreibt und instinktiv gespürt, was ich brauche, damit mein Zorn verraucht. Denn wie du als einzige weißt, kämpfe ich schon mein ganzes Leben mit der dunklen Seite und ich danke dir, dass du mir ein Ventil geboten hast." sagte Soshun
Es war in der Tat so. Er galt unter den Jedi zwar als impulsiv und manchmal auch aufbrausend aber Yashara konnte als einzige spüren, dass sich Soshun in einem ständigen Kampf gegen die dunkle Seite befand. Nichtmal Satele Shan war in der Lage das zu spüren. Soshun erlaubte es sich nur in Gegenwart seiner Padawan ganz er selbst zu sein. Es verlangte ihn nicht nach Macht und soweit es Yashara wusste, fürchtete er nichts aber dennoch trug er eine tiefe Wut in sich, die keinen Grund zu haben schien. Es gehörte wohl zu seiner Natur. Er verschleierte diese Tatsache vor den anderen Meistern sehr gut. Sie hatten keine Ahnung, womit er tagtäglich zu kämpfen hatte und es war daher umso bemerkenswerter, dass er es bis zu den Rängen der Meister geschafft hatte.

Während Soshun seine Robe aufhob und sich überwarf, lief Yashara neben ihm her.
"Was hat euch denn so aufgebracht, Meister?" fragte sie und er erzählte es ihr. Sie konnte ihn durchaus verstehen. Aber laut den Doktrinen der Jedi waren sie keine Krieger, sondern Hüter des Friedens und fielen nicht mit Armeen und Flotten auf einem Planeten ein.
Doch glaubte ebenfalls, dass die Jedi und die Republik handeln mussten.

"Wie gehen wir vor?" fragte sie, als sie die Trainingshalle verließen und einen langen Korridor im Tempel in Richtung des Swoop Car Hangars entlang gingen.
"Wir treffen uns zunächst mit der obersten Kanzlerin. Sie hat einen Vorschlag zu machen, der uns eventuell bei unserer Mission dienlich sein könnte und danach begeben wir uns zum Raumhafen und unserem Schiff, um nach Alderaan zu reisen. Alles weitere sehen wir, wenn wir unser Ziel erreicht haben."
"Glaubt ihr wirklich, dass auf Alderaan ein revanitisches Artefakt lagert?" fragte Yashara.
"Alles deutet darauf hin. Ich habe einige Schriftrollen über Darth Revan in meiner Sammlung und Alderaan war einer seiner Hauptsitze. Wenn es dort ein mächtiges Artefakt gibt, dann müssen wir es finden, bevor es die Sith tun." erwiderte Soshun besorgt.
"Aber es handelt sich doch um ein Artefakt der dunklen Seite. Ist es nicht verboten, nach solchen Gegenständen zu suchen."
"Ja das ist es, aber ich sehe es lieber gut verwahrt in den Kammern des Tempels, als in den Händen eines machthungrigen Sith-Lords. Außerdem war Revan auch ein Jedi und danach etwas anderes. Wir wissen nicht genau, um was für ein Artefakt es sich handelt. Es könnte auch Lehren über die helle Seite der Macht beinhalten. Nach allem was ich über Revan weiß, war er am Ende eher grau und stand zwischen der hellen und dunklen Seite.
Yashara blickte ihren Meister ungläubig an.
"Das gab es?" wollte sie wissen.
Soshun nickte.
"Es soll vorgekommen sein. Aber sehr selten. Die grauen beziehen ihre Macht aus der hellen und der dunklen Seite der Macht. Jedenfalls, wenn man den Legenden glauben schenken mag." antwortete Soshun.

Sie waren am Lift angekommen und Soshun betätigte den Rufknopf.

"Davon höre ich zum ersten Mal." stellte Yashara fest.
"Die Jedi und die Sith hängen das nicht an die große Glocke. Laut dem Kodex der Jedi handelt es sich dabei nur einzelne Irrungen. Die meisten grauen, verfielen später der Dunkelheit und dem Wahnsinn." erklärte der Meister.
"Wie als würden sie von der dunklen Seite verzehrt werden." mutmaßte Yashara.
"Exakt." bestätigte Soshun.

Die Liftkabine war nun angekommen und die beiden Jedi betraten den Lift.
Meister Soshun befahl der Kapsel sie zum Hangar zu bringen und der Lift setzte sich in Bewegung.


Gruß
J.J.
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