Autor Thema: ST-DSC S01E09: Into the Forest I Go  (Gelesen 178 mal)

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TrekMan

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ST-DSC S01E09: Into the Forest I Go
« am: 13.11.17, 11:55 »
Nach der Episode müsste man sich eigentlich fragen, warum man so im Vorfeld eine riesen Hype um die Darstellung der klingonischen Gesellschaft gemacht hat, wenn nun mit Kol ein zweiter, wenn auch wenig beleuchteter "Hauptcharakter" aus dem Pilotfilm ins Stovokor eingegangen ist. In dem Augenblick hatte ich das Gefühl, dass die Autoren dieser Folge nicht wussten, wozu etwas im Pilot angelegt wurde. 

:face

Aber wer weis, was noch daraus entstehen wird.

Lorca, der den Weltraumwal eher als  Irritation und Störung seiner Kriegsstrategie ansah, scheint er ja dieses Mal  wenigstens anerkennen zu wollen, dass die Spezies der Pahvo Empfindungsfähig ist. Ob das aber wirklich sein Motiv ist, die Pahvo zu schützen? Lorca ist gnadenlos, um seine Ziele zu erreichen und würde Stamets sogar opfern.
Was hat der Captain in seine Konsole eingegeben. Warum hat Lorca so viele komplexe Navigationsdaten gesammelt. Hat er vielleicht sogar den Unfall ausgelöst? Stammt er aus dem Mirror-Universum und suchte einen Weg nach Hause? Schräge Vorstellung, aber es gib einiges was an DSC schräg ist.

Man stelle sich, um eine Tomographie der Schiffhülle zu machen platziert ein Außenteam Sensoren auf dem Gegnerischen Schiff. Aber bei Warp 5 über etlichen Lichtjahre hinweg, können die die Energiesignatur in der Umlaufbahn eines Planeten erkennen.  :what

Stamets gehört in die Klapse, weil er auch freiwillig sich als Antriebskomponente sein Zubrot verdient und keinerlei Grenzen zu kennen scheint. ich hätte da vom mehr Selbsterhaltungstrieb erwartet, nachdem wie er sich in den ersten Folgen verhalten hat. Nicht einmal ihm hätte ich so eine Dummheit zugetraut auf die Motivationsrede von Lorca zu reagieren. :dpanik

Der Ausbruch von Tylers Posttraumatischer Belastungsstörung war eigentlich vorprogrammiert und Lorca tragt hier voll die Verantwortung. Das Risiko einen Misshandelten seinem Täter gegenüber zu stellen und zu erwarten, dass es keine Schwierigkeiten geben wird, gehört zum Wunschdenken. Aber zugegebener maßen, kann man auf der Discovery kaum wissen, dass sich ausgerechnet L'Rell in der Arrestzelle (eigentlich ist es ja die Leichenkammer) von Cornwell befindet.

Wenn Tyler, wie es wieder angedeutet wird Voq ist, so scheint man bei seiner Umwandlung extrem gründlich vorgegangen zu sein, damit die "Programmierung" derartig Nachhaltig ist. 

Ein Lichtblick dieser Folge war die Rettung von Admiral Cornwell, die nicht so tot war, wie befürchtet. Die Stromschläge in Episode 08 schienen mir auch nicht unbedingt ausreichend gewesen zu sein. Damit erhält man sich die Option, dass Lorca trotz der gewonnen Schlacht um Pahvo letztendlich doch irgendwann aus dem Verkehr gezogen wird.  :thumbup

Was ich noch gut fand, ist dass man zumindest wieder kleine Ruhephasen hatten in denen sich die Charaktere kurzfristig Sammeln konnten und man sie auch ansatzweise genutzt hat. So waren die Interaktionen zwischen Burnham/Tyler und Stamels recht glaubhaft. interessant war auch zusehen das Culber nicht nur der kleine Landarzt ist, der vor dem Captain kuscht. Da sehe ich noch Potential drin.

L'Rell hat es ja jetzt geschafft und befindet sich auf der DSC. Mal sehen was aus diesem Plot wird. Ich hoffe, dass es nicht nur so sinnfrei wie in Episode 8 zugehen wird.

Das sich Episoden mal widersprechen kommt bei den besten Serien vor. Aber bei Star Trek scheint sich das bei jeder Serie zu wiederholen. TOS konnte man derartiges sehr gut verzeihen, da man sich damals noch mit andere Ansprüche des Publikums gegenüber sah. Aber nach dem bei TNG in der 3. Staffel ein Qualitätsgewinn Einzug gehalten hatte, wurde das ja mit wenigen Ausnahmen größtenteils auch  bei DS9 und VOY umgesetzt. ENT hatte da schon mit mehr hausgemachten Schwierigkeiten zu kämpfen. Aber DSC schießt m.E. da richtig wieder die Vögel ab.
ich wünschte man würde sich da eines Besseren besinnen. Aber vielleicht sieht man ja nach der Herbstpause das große umdenken. Die Pause wird sicherlich auch zur Postproduktion genutzt. Die DISCO ist ja jetzt jwd gestrandet. Auf dem Weg zurück kann ja viel Zeit vergehen.

Eines muss man DSC lassen, zumindest lohnt es sich eine Tüte Popkorn auszupacken. Wenn man in gewissen Situationen das Gehirn ausschaltet (wie z.B. dem Nahkampf zwischen Kol und Burnham) können die Folgen recht amüsant sein.

 :deli
« Letzte Änderung: 13.11.17, 21:09 by TrekMan »
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drrobbi

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Antw:ST-DSC S01E09: Into the Forest I Go
« Antwort #1 am: 13.11.17, 13:05 »
Ehm, ja...
Das war mein erster Gedanke als ich die Episode gesehen hatte. WTF??? kam direkt danach !

Wir haben hier einen Captain der sich sowohl um anderer Spezies sorgt als auch das leben von Stamets riskiert, was er allerdings anerkennt was gar kein so schlechter Ansatz ist.
Was den Plot um Tyler angeht, waren hier ja schon mehrfach Vermutungen aufgetaucht das er programmiert wurde ob Voq oder nicht, auf jedenfall hat sich das jetzt wohl bestätigt.

Das Überleben des Admirals ist zwar ein wenig "strange" aber für StarTrek Verhältnisse durchaus kein Neuland.

Die Animationen bei den Sprüngen und auch sonst waren grandios, da sieht man wirklich wo das Produktionsbudget hin geht, einfach nur AWESOME :-)

DISCO gestrandet im Weltall???. Hmm ich weiß nicht irgendwo hab ich das schon mal gesehen :-) Das Problem was ich hier nur sehe, da wir davon ausgehen können das Stamets, falls er überlebt, auf jeden Fall erstmal keine Sprüngen mehr machen kann und die DISCO mit warp fliegen muss. Und wenn das Schiff wirklich weit weit weg gestrandet sein sollte, dann hätten wir einen zweiten VOY Plot, was ich irgendwie langweilig fände. Auf jeden Fall wäre die Sache mit dem Canon dann komplett im Eimer. Das einzige was ich mir Vorstellen kann ist das sie evtl. in einem Paralelluniversum sind, das würde wenigstens noch ein bisschen Sinn machen.

Was mich wirklich begeistert ist die wirklich gekonnte Darstellung von Stamets und seinem Freund ohne dieses "Klischeehafte" Schwulen getuhe, wie es vorher leider schon einmal zum Einsatz kam.

Ich freu mich auf jeden Fall auf die nächsten Folgen, denn Popcorn hab ich genug da ... :-)
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TrekMan

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Antw:ST-DSC S01E09: Into the Forest I Go
« Antwort #2 am: 13.11.17, 16:51 »
DISCO gestrandet im Weltall???. Hmm ich weiß nicht irgendwo hab ich das schon mal gesehen :-) Das Problem was ich hier nur sehe, da wir davon ausgehen können das Stamets, falls er überlebt, auf jeden Fall erstmal keine Sprüngen mehr machen kann und die DISCO mit warp fliegen muss. Und wenn das Schiff wirklich weit weit weg gestrandet sein sollte, dann hätten wir einen zweiten VOY Plot, was ich irgendwie langweilig fände. Auf jeden Fall wäre die Sache mit dem Canon dann komplett im Eimer.

Da verstehe ich den Einwand jetzt nicht. Das Raumschiffe mal auf Abwege kommen, kann jederzeit passieren. In TOS wurden jede menge Schiffe gesucht, die irgendwo verschwunden waren. Nur Einzelne sind wieder aufgetaucht. Ich denke mal es ist die Frage wohin es die Disco verschlagen hat. Wenn ich an die vielen Berichte im Vorfeld denke, fällt mir ein Spoiler von Jonathan Frankes ein, der mal auf einer Convention gesagt haben muss, dass "wir mit den ganzen Schiff in Spiegeluniversum reisen"
Nun vielleicht ist genau das geschehen.

Das Stamets keine Sprünge mehr machen kann dürfte zumindest mittelfristig richtig sein, denn damit ließe sich erklären, warum der Antrieb in den späteren Generationen einfach nicht mehr Erwähnung findet. Aber allein schon, um zurückzukehren muss er wohl noch einmal in die Glaskiste steigen. Es sei den es findet sich ein Anderer, der an sich genetische Experimente durchführen lässt.

Vielleicht ja Culver, dann wären die beiden gleich auf mehreren Ebenen miteinander vereint. ;)
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Sg Trooper

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Antw:ST-DSC S01E09: Into the Forest I Go
« Antwort #3 am: 13.11.17, 18:12 »
Jo die neue Folge. Ich glaube ich muss mir die nochmal reinziehen. Mir hat sie erst mal gefallen. Ein gut oder sehr gut will ich aber dennoch nicht vergeben. Sie war Actionreich die Effekte haben gestimmt.
Aber so ein paar Logik Löcher sehe ich trotzdem. Die Klingonen haben anscheinend absolut miese interne Sensoren die noch nicht mal das Uplink Signal zur Discovery entdecken können.
Dann die Sache mit Stammets.
Sorry das beim letzten Sprung etwas schief geht war so klar wie Klossbrühe und für mich kein Schocker oder Überraschung. Wieso besteht dieser Trottel auf diesen letzten Sprung? Wahrscheinlich nur weil es so im Drehbuch stand und wir einen Cliffhanger bis Januar haben müssen. Sorry für mich hat das irgendwie absolut keinen Sinn gemacht.   
Thema Tyler.
Nach dieser Folge bin ich fast 100 prozentig sicher das es der Klingone Voq ist. Wie die das hinbekommen haben den so schnell um zu operieren und konditionieren, ist mir echt schleierhaft.
Schade eigentlich. Ich hatte es eigentlich gehofft das es nur PTSD ist und dieses Thema mal in einer Serie gut aufgearbeitet wird.
Thema Lorca.
Er kam in der Folge lang nicht so badass rüber wie die ganze Zeit. Nur das er tat was getan werden muss. Ein bisschen weichgespült kam er mir rüber.
         

Alexander_Maclean

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Antw:ST-DSC S01E09: Into the Forest I Go
« Antwort #4 am: 15.11.17, 20:05 »
Das war sie also, die Midesason Cliffhängerfolge:

Puh, obwohl ich sie im Grundsatz nicht schlecht gemacht finde, hatte ich ein wenig den Eindruck, dass die Autoren hier Dinge abgehakt haben. Von daher hat sich das ganze eher wie das Ende einer Staffel angefühlt.

- Die Discovery zerstört das Schiff der Toten. Check Damit hatte ich erst in Folge 15 gerechnet. Und hier muss ich ganz einfach bemängeln, wie 'leicht' der Kampf war. Das war ja eher TheFlash gegen Hulk. Flash rennt um Hulk herum bis dieser wieder zu Bruce Banner und hat ihm dann eins auf die Glocke. Und ja, ich weiß, das beide Superhelden von unterschiedlichen Firmen sind.
Sprich für den Endkampf mit dem ich gerechnet habe, habe ich mir mehr Epik gewünscht.

- Burmham erobert sich Georgious Abzeichen Auch wenn ich es eine klasse Idee finde, wie das "Dogtag" neuinterpretiert wurde, einer der früheren Trailer zur Serie hatte Burnham damit gezeigt. Ich hatte das Ding ja schon erwartet, als Michael die Tasche ihres früheren Captains bekam.

- Stammets und der Sporenantrieb. die Entwicklung war so klar, dieses Klicheehafte herumreiten auf den "letzten Sprung", die privaten Momente zwischen Stammets und den Doc. Ich hatte schon halb befürchtet, dass es Stammets vielleicht gar nicht überlebt. Aber okay, da bin ich zu sehr "Game of Thrones" geschädigt.

- Cornwall lebt noch. Auf der einen Seite eine schöne Entwicklung. aber sie wird es schwer haben, gegen Lorca wie sie es angedeutet hat vorzugehen aufgrund dessen "Heldenstatus".

Und dann der Causa Tyler. Hatte ich doch in meiner Kritik zu Folge 7 angemerkt, dass er ähnlich wie Burnham eine Menge aufzuarbeiten hat und stattdessen den Grinsepeer raushängen lässt. Dass es aber so heftig ist wird hatte ich nicht gedacht. Der Typ hat ja eine PTBS wie aus dem Lehrbuch. aber volle kanne. Der gehört auf die Couch eines sehr guten Counselors und nicht an die Front. Und am besten gleich mit Lorca dazu. Aber okay einen solchen Mann wieder in den Einsatz zu nehmen, diesen 'Fehler' habe ich bewusst auch mit meinen FF Captain aus Morning Star gemacht. jedoch sind dessen geplante Ausraster nicht ganz so schlimm.
Und sollte Voq doch darunter stecken, was zwar eine Möglichkeit ist und ich verstehen kann, dass jemand diese Theorie nun bestätigt sieht, so hätte man den schlimmsten Feind im Inneren.

Fazit: Die Folge war zwar gut gemacht, aber sehr dicht gepackt. Vieles war auch vorhersehbar und mit dem Holzhammer verabreicht. 2-.
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N Tasha Dax

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Antw:ST-DSC S01E09: Into the Forest I Go
« Antwort #5 am: 16.11.17, 08:22 »
Für mich eine Folge wie im Lehrbuch des Films - für mich erkennbar dass der/die Regisseurin wohl filmerfahrung mit auf das set gebracht hat. Gerade die Szene am Schluss im Hangar ist dramaturgisch gesehen eine Lehrbuch Szene (vor allem die extreme Schräglage der kamareinstellung in der totalen was immer für einen dramaturgischen und dramatischen Wendepunkt der Handlung steht).

Gestort hat mich ein wenig wie einfach es für das aussenteam war sich auf dem klingonischen Schiff frei zu bewegen. Danach hat mir aber die Zerstörung des klingonischen Schiffes sehr gefallen - Dramaturgie und cineastisch eine Hommage an ST VI treffen der Generationen und wie die enterprise im letzten Moment den Bird of Prey zerstort.

Für mich nun klar erkennbar das tylor in Wirklichkeit Voq ist. Auch das Lorca in Wirklichkeit aus dem Dpeigeluniversum ist und „Lets go home“ bei seiner Überschreibung der Zielkonflikts es wähle dem Sprung lassen für mich nur diese Schlussfolgerung zu. Somit auch das sich die zweite hüfte der Staffel mit der Flucht aus dem Spiegel-Ubiversum beschäftigt.

Wie sehr ihr das denn so :)

Leela

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Antw:ST-DSC S01E09: Into the Forest I Go
« Antwort #6 am: 16.11.17, 21:14 »
Gegenüber den Autoren der Folge wirken die „Voyager“ Autoren auf mich inzwischen wie Genies... die Serie hat mit einer Menge Anlagen und Potential begonnen, und endet dann so. :(

Ich greif mal nur den allerdicksten Brocken raus;
Lorca gibt seiner Crew 3 Stunden Zeit etwas über die klingonischen Tarnvorrichtungen zu finden, was die gesamte Sternenflotte offenbar innerhalb der letzten Monate nicht hat finden können. Nach einer Stunde „hat“ seine Crew etwas gefunden. Der Dialog geht so:

Burnham: „Wir vermuten das die Tarnvorichtung ein Gravitationsfeld erzeugt, dass Licht und andere elektromagnetische Wellen um das Schiff herum beugt.“
Saru: „Dadurch sind unsere Sensoren nicht in der Lage es zu erfassen.“ [Anmerkung, Jaha! Deswegen heisst es  Tarnvorrichtung, Du Genie.]
Burnham: „Aber die Tarnung hat winzige Schwachstellen. Was als EM Hintergrundstrahlung erscheint, sind in Wahrheit kaum wahrnehmbare Verschiebungen die mit dem Gravitationsfeld korrelieren.“
Saru: „Wenn wir das exakte Verhältnis dazwischen bestimmen können, können wir einen Algorythmus entwickeln und die Position jedes getarnten Schiffes ermitteln.“
Lorca: „Aber wie wollen sie sie denn messen, wenn die Schwachstellen so verschwindend gering sind?“



Burnhams Theorie zu Beginn klingt ganz gut – ist sie aber nicht. Wenn die Klingonen ein starkes Anziehungsfeld erzeugen, würde sämtliche Strahlung auf sie gezogen werden... das ist sowas wie ein physikalisches „Hier sind wir!“ Schild. Sie könnten nun ihre Gravitation verstärken bis die Wellen da gar nicht mehr wegkommen – dann würden sie aber auch nicht unsichtbar, sondern als Loch im Raum angezeigt.
Nimmt man die deutschen Begriffe, wird der Fehler noch viel offensichtlicher: Mittels Anziehungskraft, etwas um ein das Objekt das die Anziehungskraft aussendet, herum zu lenken, ist ANZIEHUNGskraft denkbar... ungeeignet.

Aber Ok, die Klingonen können das halt. Jetzt wird es aber noch kruder: Was Burnham eben noch als Theorie verkaufte – ist in ihrem zweiten Satz schon Gewissheit. Sie erklärt das etwas was wie elektromagnetische Hintergrundstrahlung erscheint, Verzerrungen sind, die mit dem Tarn-Gravitationsfeld einhergehen. Woher weiß Burnham das? Offenbar ist es bislang nie aufgefallen das etwas mit der „Hintergrundstrahlung“ nicht ok ist... wie hat sie das plötzlich gemerkt?
Da sie keinen Schimmer hat wie die Tarnung wirklich funktioniert, kann sie das auch nicht aus deren Funktionsweise ableiten.

Noch merkwürdiger aber ist: Dies ist bereits die komplette Auflösung. Klingonische Tarnvorrichtungen lösen Veränderungen der Hintergrundstrahlung aus (hat Burnham eben festgestellt) – ergo muss man nur nach solchen Veränderungen scannen.

Saru möchte nun eine Formel erstellen wie sich die Verzerrung der Hintergrundstrahlung zu dem Tarnfeld verhält. Aber wieso? Verzerrte Hintergrundstrahlung die sich "bewegt" = sehr wahrscheinlich getarntes Schiff. Mehr muss man nicht wissen. Dann schießt man nen Streutorpedo auf die Verzerrung und wird schon sehen was passiert. Eine Formel wie Gravitationsfeld und Verzerrung zueinander stehen (Korellation) ist völlig uninteressant.

Und jetzt kommt Lorca der wissen will wie man diese Schwachstellen (die Verzerrungen) messen kann. Ganz blöde Frage – denn  offenbar hat Burnham das jaschon irgendwie getan. Sonst hätte sie es nicht als Schwachstelle benennen können. Irgendwas muss also irgendwo schon mal was gemessen haben... sonst hätte Burnham diese ganze Erklärung nicht. Die Verzerrungen SIND also bereits messbar.


Und dann beginnt der völlige Aberwitz beginnt mit dem 130 Sprüngen... Wieso erhöht es die Sensor-Erfassung wenn ein Schiff ein anderes aus mehreren Winkeln immer wieder scannt? 3 Dimensionaler Raum hat nur 3 Seiten/Dimensionen... und was verbessert eine 3 Dimensionale Erfrassung der Sensordaten an deren Ergebnis ? Wieso schleust die discover keine Sonden aus? Hätte vielleicht geholfen die Sprungmenge zu verkleinern?

… undmerken die Klingonen eigentlich nicht, das ein anderes Schiff Wild um sie herum springt, aber nie direkt weiter weg? Sie also defacto enttarnt sind?

Wieso erfasst Bunham nicht alle Klingonischen Lebenszeichen an Bord des Schiffes und beamt sie in Arrestzellen oder auf die Aussenhülle?

Wieso brauch ein klingonisches Schiff zwischen Deaktivierung der Tarnung und hochfahren der Schilde länger als Horst Seehofer für seinen Rücktritt? Wenn das so lange dauert das man da problemlos ein Aussenteam reinbeamen kann, wieso beamen Föderationsschiffe nicht schon die ganze Zeit sich enttarnenden Klingonen Torpedos auf die Brücke?

… wieso leuchten die Sensoren die das Aussenteam mitnimmt auch noch so blau? Damit die Klingonen sie besonders schnell sehen?


ABER... Endlich wissen wir warum die Klingonischen Brücken einem Einfamilienhaus gleichen. Damit Menschen sich da gut verstecken können. Es gibt in Discovery momentan keinen logischen Zusammenhang oder Kausalität mehr zwischen Dialogen, Handlungen und Story. Man sagt irgendwas, tut irgendwas und irgendwie irgendwo passt halt dann auch das Ergebnis.

Der Dialog,
Burnham, „Ich habe 3 Hühner an Bord gebracht die jeden Tag ein Ei legen“
Saru: „Hühner legen Eier.“
Lorca: „Hat das was mit der Bordtemperatur zu tun?“
Burnham: „Das können wir bei den Klingonen auf der Brücke feststellen. Aber nur weil es eine alte Eisenbahnbrücke ist.“
Lorca: „Auf geht’s. Tuuuutuuut!“

Macht exakt genauso viel (oder mehr) Sinn wie die meisten Dialoge von Discovery momentan.
~ ein Tausch, ein Reigen, ein Sagenlicht,
ein Rausch aus Schweigen, mehr gibt es nicht.

TrekMan

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Antw:ST-DSC S01E09: Into the Forest I Go
« Antwort #7 am: Heute um 08:12 »
Leela, ich kann dir nur Zustimmen.   :thumb  Diese Doppelfolge ist im schon fast der Tiefpunkt der Sinnhaftigkeit.

Rückblicken betrachtet, wirkt die Außenmission auf Pahvo völlig belanglos. Dieses Volk ist in dieser Episode 09 nicht einmal zu Wort gekommen.  Das diente nur dazu dass, Jemand Kol zu einen bestimmten Punkt ruft.  Und warum Kol, der ja nicht wirklich der Hellste zu sei schien, nicht mit einer ganzen Flotte aufgetaucht ist, sollte wohl im Sinne der Autoren seine Selbstüberschätzung dokumentieren. Denn wirklich strategisch Sinnvoll war das m. E. nicht.

Die Augen von Stamets haben mich im Übrigen etwas an die Strahlemänner von Gary Mitchel aus dem zweiten Pilotfilm von TOS erinnert.


Für mich nun klar erkennbar das tylor in Wirklichkeit Voq ist. Auch das Lorca in Wirklichkeit aus dem Spiegeluniversum ist und „Lets go home“ bei seiner Überschreibung der Zielkonflikts es wähle dem Sprung lassen für mich nur diese Schlussfolgerung zu. Somit auch das sich die zweite hüfte der Staffel mit der Flucht aus dem Spiegel-Ubiversum beschäftigt.

Ich könnte mir das sehr gut vorstellen, allerdings  wäre das wieder so ein Punkt an dem sich DSC mit allen anderen beißen würde, da man das Mirror-Universum erstmalig bei Kirk einführte. Die ENT-Folgen mit dem Mirror-Universum waren ja so angelegt, dass sie ohne die Crew im "Prime-Universum" funktionierte und einfach nur einen Blick in das andere Universum freigaben. Stark fand ich damals, dass man dafür sogar das Opening neu machte und einen cleveren Bezug  auf andere Universum mit der Defiant einband. 
Was ich mir für DSC gut vorstellen kann und was vielleicht so gar noch ein wenig Potential bieten könnte wäre nicht das genaue Spiegeluniversum  zu verwenden, sondern eher ein anderes Parralleluniversum, in dem nicht alles so negiert ist. Damit würde man Irritationen vermeiden und könnten so eine Geschichte erzählen, die noch komplexer und frischer wirkt.  Aber ich befürchte ja, nachdem J. Frakes  den Spoiler im letzten Jahr schon gesetzt hat, dass es tatsächlich das Spiegeluniversum wird. :confused
Da kommt es jetzt darauf an, wie man die DISCO und auch Lorca hier einbindet. 


« Letzte Änderung: Heute um 08:56 by TrekMan »
Das Band der Gesellschaft sind Vernunft und Sprache. Wer nicht an der Geschichte partizipiert, droht die Fehler zu wiederholen. (frei nach Cicero) Dies gilt auch für die Technik, was manche Ingenieure wohl vergessen. (ein Ingenieur)

Tolayon

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Antw:ST-DSC S01E09: Into the Forest I Go
« Antwort #8 am: Heute um 09:37 »
Eigentlich wäre nur eine Richtung sinnvoll:

"Discovery" spielt die ganze Zeit in einem Abrams-nahen Paralleluniversum, und zur Abwechslung kommen sie mal im "richtigen" Original-Universum an, wo die Raumschiffe noch schön TOSig aussehen, so mit runden, zylindrischen Warpgondeln und nicht dem ganzen Design-Schnickschnack aus dem 25. Jahrhundert, den man uns hier mit ein paar behelfsmäßigen Greebles als zum 23. Jahrhundert gehörig verkaufen will  :Ugly

Max

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Antw:ST-DSC S01E09: Into the Forest I Go
« Antwort #9 am: Heute um 10:22 »
Wieso brauch ein klingonisches Schiff zwischen Deaktivierung der Tarnung und hochfahren der Schilde länger als Horst Seehofer für seinen Rücktritt?
:))

Eigentlich wäre nur eine Richtung sinnvoll:

"Discovery" spielt die ganze Zeit in einem Abrams-nahen Paralleluniversum, und zur Abwechslung kommen sie mal im "richtigen" Original-Universum an, wo die Raumschiffe noch schön TOSig aussehen, so mit runden, zylindrischen Warpgondeln und nicht dem ganzen Design-Schnickschnack aus dem 25. Jahrhundert, den man uns hier mit ein paar behelfsmäßigen Greebles als zum 23. Jahrhundert gehörig verkaufen will  :Ugly
Das wäre eine sehr interessante Überraschung und würde der Serie noch mal ganz andere Chancen eröffnen!

 

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