Autor Thema: Star Trek: Picard (die neue Serie)  (Gelesen 17129 mal)

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Max

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #120 am: 05.10.19, 20:49 »
Na ja, die Dynamik zwischen Picard, Troi und Riker ist wunderbar mitanzusehen und Stewart ist und bleibt ein großartiger Schauspieler.
Ansonsten steht da ein Abenteuer bevor, für das ich mich derzeit noch Null begeistern kann; traurig, dass Picard keine interessante Aufgabe bekommen wird.

Das Protagonistenschiff - wenn man es so nennen kann und der Trailer hier keine falschen Zusammenhänge darstellt - ist ein Totalausfall, aber vielleicht bekommt man ja am Rande noch irgendwelche inspirierenden Designs zu sehen.
Apropos Schiffe: das "antik" aussehende romulanische Schiff wirft Fragen auf.

24. Januar... Nach dem letzten Stand, den ich hatte, sollte die Serie noch in diesem Jahr anlaufen. Na ja, die paar Wochen fallen natürlich wirklich nicht ins Gewicht, vor allem bei einer Serie, die von ein paar melancholischen Momenten abgesehen Stand jetzt mMn nichts zu bieten haben wird.
Sie saß aufrecht da und schaute entsetzt ihre blutenden Hände an.
- Kris - stöhnte sie - ich... ich... was ist mir passiert?
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SSJKamui

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #121 am: 06.10.19, 10:14 »
Der Trailer zeigt quasi alles, was Ich schon seit mehr als 8 Jahren vermutete, was Picards "letzte Mission" sein wird. Ich hab irgendwie immer vermutet, dass Picards "Ende" sein wird, dass die Föderation die Ideale verrät, für die insbesondere Picard stand, Picard alles Ansehen verliert und er in einer Außenseiter Position dann die Föderation dadurch rettet, dass er ihnen die Ideale zurück bringt.

Irgendwie war dies für mich immer das logischste Finale für Picard. Das war immer das, was für den am meisten Sinn machte.

Und 24. Januar. Ich glaube, man hat das Datum wegen der 24 gewählt, weil Picard das Gesicht des 24. Jahrhunderts war.

Sg Trooper

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #122 am: 06.10.19, 12:11 »
Ich kann Max nur beipflichten.
Die Chemie zwischen den alten Charakteren stimmt, der Rest des Trailers wirkt für mich eher wie das abhaken einer Checkliste.
Ansonsten setzt der Trailer mehr auf der Gefühls Schiene an, anstatt auf Substanz zu setzen. Eine wild um sich schiessende Seven of Nine und ein Picard der eine Admirälin zur Sau macht inklusive.
Man merkt dem Trailer an das er versucht gewisse Knöpfe zu drücken. Bei mir funktioniert das nicht unbedingt. Liegt wohl daran das ich kurz vorher den Trailer zu Disco Staffel 3 gesehen und beschlossen habe die Serie in meinen geistigen Giftschrank zu schliessen.
Ich werde jedenfalls wegen Picard kein Amazon Prime Abo abschliessen, und die Serie erst mal bei einem Freund schauen.

         

drrobbi

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #123 am: 06.10.19, 14:35 »
Ich muss auch sagen das der Trailer zu Discovery Staffel 3 bei mir, na ja sagen wir mal, ein wenig Bauchschmerzen ausgelöst hat. Eine Zukunft in der die Föderation nicht mehr wirklich existent ist? Sehr fragwürdig, wobei wir doch durch Zeitsprünge in VOY wissen das die Föderation im 29. Jahrhundert noch existiert und sogar Zeitreisen als Mittel einsetz werden um den Frieden zu wahren. Und nun soll sich das komplett geändert haben? Wieder so ein Ding wo ich denke das man zuviel zusammendoktert um an sein Ziel zu kommen. So ähnlich wie das Ende von Staffel 2, einfach nur armseelig. Auch in ENT wird so weit ich mich nicht vertue erwähnt, das die Föderation im 31. jahrhundert groß und Einflussreich ist, das wäre wohl nicht so wenn diese erst wenige Jahre vorher wieder "repariert"´wurde währe. Ich befürchte hier wieder Logik-Löcher ohne Ende.

Was Picard angeht, hat der neue Trailer bei mir genau das Gegenteil ausgelöst. Zugegeben das der Style des Trailers ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, aber ich hoffe das man nicht den selben Fehler macht wie bei Disco, das würde echt alles versauen. Das wir Riker und Troi wiedersehen, find ich klasse. Aber ich denke das werden nur kleine Gastrollen sein, wobei es sich ja im Grund um die Romulaner, Borg und diese Frau handelt, die Picard um Hilfe bittet.

Was einen Admiral zusammenscheißenden Picard angeht, ich finde das ist genau das was Picard ausmacht, er weiß was er will und er weiß was er für die Födertion getan hat und selbst ein Admiral ist für ihn kein Hinderniss. Zumal ich denke das Picard selbst eigentlich den Rang eines Admirals haben müsste, bin mal gespannt was wir dazu noch erfahren werden.
« Letzte Änderung: 06.10.19, 14:48 by drrobbi »
Anruf bei der Hotline. Kunde: „Ich benutze Windows!“ Hotline: „Ja?!“ Kunde: „Und mein Computer funktioniert nicht richtig.“ Hotline: „Ja, Das sagten Sie bereits…“

Sg Trooper

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #124 am: 06.10.19, 16:00 »
Ja es macht den Charackter eines Picard aus jemanden der entgegen seinen Überzeugungen handelt runterzumachen. Wir kennen aber nicht den Grund.
Was das Thema Rang anbelangt, die Admirälin erwähnt das dies nicht mehr sein Haus wäre wo er den lauten macht. Entweder bezieht sie sich allgemein auf die Sternenflotte oder er war tatsächlich irgendwann im Range eines Admirals. Entschied sich aber irgendwann aufzuhören. Da ist der Anfang des Trailers ganz interessant wo man einen Angriif auf einen Planeten sieht. Steht wohl irgendwie im Zusammenhang mit dem ganzen. Na ja es ist kurz nach meinem Geburtstag wenn Picard anläuft. Mal sehen ob es ein verspätetes Geburtstags Geschenk ist was mit CBS bereitet oder nicht.           

SSJKamui

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #125 am: 06.10.19, 20:39 »
Ich muss auch sagen das der Trailer zu Discovery Staffel 3 bei mir, na ja sagen wir mal, ein wenig Bauchschmerzen ausgelöst hat. Eine Zukunft in der die Föderation nicht mehr wirklich existent ist? Sehr fragwürdig, wobei wir doch durch Zeitsprünge in VOY wissen das die Föderation im 29. Jahrhundert noch existiert und sogar Zeitreisen als Mittel einsetz werden um den Frieden zu wahren. Und nun soll sich das komplett geändert haben? Wieder so ein Ding wo ich denke das man zuviel zusammendoktert um an sein Ziel zu kommen. So ähnlich wie das Ende von Staffel 2, einfach nur armseelig. Auch in ENT wird so weit ich mich nicht vertue erwähnt, das die Föderation im 31. jahrhundert groß und Einflussreich ist, das wäre wohl nicht so wenn diese erst wenige Jahre vorher wieder "repariert"´wurde währe. Ich befürchte hier wieder Logik-Löcher ohne Ende.

Discovery Trailer fand ich auch mehr als klischeehaft. Held kommt in Zukunft und da ist aus irgendeinem Grund alles kaputt. Das hat man bei X Men, Star Trek und vielem Anderen schon so oft gesehen.

CptJones

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #126 am: 06.10.19, 20:45 »
Gerade durch Zufall auf youtube über folgendes Video gestolpert.
In diesem taucht ja eine junge Frau auf, die Picard um Hilfe bittet. In diesem Video wird der Umstand behandelt, dass diese junge frau Picards Tochter sein soll.

Mehr dazu im Video selbst.

https://www.youtube.com/watch?v=KfJUeez2DgI
Reporter: Mr Abrams, warum kam in ST 11 nicht Jar Jar Bings vor?

Abrams: Weil wir von George Lucas nicht die Genehmigung erhalten haben!

Sg Trooper

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #127 am: 06.10.19, 21:08 »
Der Trailer zu Disco Staffel 3 sieht so was von nach Andromeda aus. Zumindestens hätten sie dann bei Meister Roddenberry höchstpersönlich geklaut. Was die ganze Sache nicht besser macht.
Mit Staffel 3 von Disco setzen sie der ganzen Burnham Story wohl die Krone auf. sie wird wohl dort wie eine Auserwählte behandelt. Ok das haben sie schon in der ganzen Serie gemacht. Wie schon geschrieben werde ich diesen Mist mir erst mal nicht ansehen. Nö no nein.
@cptJones. Das selbe Video vom Popcast habe ich auch gesehen, und ihre Argumentation ist ziemlich schlüssig. Wäre ja schon als kreativ zu nennen, wenn es so käme.
           

Max

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #128 am: 06.10.19, 21:09 »
Genereller Hinweis: Es wäre gut, wenn über den DSC-Season-3-Trailer im DSC-Forum (weiter)diskutiert werden würde.



Der Trailer zeigt quasi alles, was Ich schon seit mehr als 8 Jahren vermutete, was Picards "letzte Mission" sein wird. Ich hab irgendwie immer vermutet, dass Picards "Ende" sein wird, dass die Föderation die Ideale verrät, für die insbesondere Picard stand, Picard alles Ansehen verliert und er in einer Außenseiter Position dann die Föderation dadurch rettet, dass er ihnen die Ideale zurück bringt.
Hmm, "Star Trek: Insurrection"? ;)



Die Chemie zwischen den alten Charakteren stimmt, der Rest des Trailers wirkt für mich eher wie das abhaken einer Checkliste.
Ansonsten setzt der Trailer mehr auf der Gefühls Schiene an, anstatt auf Substanz zu setzen.
Das finde ich treffend beobachtet. Noch arbeiten die PIC-Trailer viel damit, an die Nostalgie der ST-Fan zu appellieren, aber ich würde schätzen, dass sich das vielleicht schon nach dem Piloten wieder gegeben hat, denn ich würde es Stand jetzt so einschätzen, dass der Data-Traum und das Rike/Troi-Wiedersehen nicht über die Staffel gedehnt werden.
Es ist halt so schade, dass sie sich für den Rest nichts ausgedacht haben, was die nötige Größe besitzt und trotzdem nicht aus dem Baukasten von Superheldenfilmen stammt :(

Ansonsten setzt der Trailer mehr auf der Gefühls Schiene an, anstatt auf Substanz zu setzen. Eine wild um sich schiessende Seven of Nine und ein Picard der eine Admirälin zur Sau macht inklusive.
Oh ja, die schießende Annika Hansen ist absolut lächerlich - übelster Kindergarten. Als ob jemand, der es nicht wirklich kann und nur über Spielzeugausrüstung verfügt, versucht, eine Szene aus einem Action-Film wie "Terminator" nachzuspielen.  :tongue:



Was Picard angeht, hat der neue Trailer bei mir genau das Gegenteil ausgelöst. Zugegeben das der Style des Trailers ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, aber ich hoffe das man nicht den selben Fehler macht wie bei Disco, das würde echt alles versauen.
In die Falle ist man glaube ich aber getappt. Man schaue sich die Trailer an und tue so, als kennte man die Beteiligten gar nicht; der letzte Punkt ist wichtig, weil Figuren natürlich Serien repräsentieren. So und jetzt nehme man den Inhalt wahr. Strahlt das das Lebensgefühl von TNG aus (oder doch vielmehr das von DSC)? Mir geht es nicht darum, dass die Technik oder die Kostüme oder andere Schauwerte dem Stand der 80er und 90er entsprechen sollen. Nein, nein. Aber im Vorfeld hieß es - auch und gerade von Stewart -, man vergesse den Geist der Serie (also TNG) nicht. Doch, doch, der ist schon total vergessen, denn der Geist von TNG war nicht, das Gute aufbauen, etablieren oder wieder suchen zu wollen - das ist das Motiv von DSC! Der Geist von TNG war der einer gesetzten Utopie, die ihre hehren Qualitäten missionierend nach außen trug (was man auch kritisieren darf) und sich von außen und von innen schon immer wieder herausgefordert sah, aber mit erwachsenen Mitteln darauf reagierte. Davon steckt doch nichts im Trailer.

Sie saß aufrecht da und schaute entsetzt ihre blutenden Hände an.
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The Animaniac

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #129 am: 07.10.19, 04:21 »
Ich finde es recht selbstgefällig so hart über etwas zu urteilen was man noch gar nicht gesehen hat.Man sollte froh sein
das Patrick Steward in seinem Alter noch einmal antritt um Jean Luc Picard zu spielen.




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Alexander_Maclean

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #130 am: 07.10.19, 08:13 »
Selbstgefällig ist vielleicht der faksche Ausdruck. Eher eine verklärte Sucht auf TNG.

Man hat von Picard das Bild des weisen unfehlbaren Anführer, der alle Probleme mut Diplomatie löst.

Ich selber mache zurzeit einen langsamen Rerun der Serie azf Netflix undda falken mir Dinge auf wo ich nur denke "Et tu Jean Luc."

So zum Beispiel " Die Zukunft schweigt". Da schießt er mit einen Phaser auf sein zukünftiges Ich. Und die Reaktion von Pulaski kann man dahingehend interpretieren, dass es eine tödliche Stufe war.

××××××××

Letztlich bleiben noch etliche Fragen unbeantwortet. So zum Beispiel wieso Picard der Frau hilft.
Und auch die Szene mit der aus allen Rohren feuernden Seven of Nine ist so sehr aus dem Kontext der Story gerissen, dass man gar nicht beurteilen kann ob das nicht doch einen Sinn ergibt.
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Projekt "One Year a Crew" Status: Konzept 100% Schreiben 28,26% Grafisches 0% Erscheinjahr 2022


Suthriel

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #131 am: 07.10.19, 09:53 »
Ich finde es recht selbstgefällig so hart über etwas zu urteilen was man noch gar nicht gesehen hat.Man sollte froh sein
das Patrick Steward in seinem Alter noch einmal antritt um Jean Luc Picard zu spielen.

Weniger selbstgefällig, mehr enttäuscht von dem, was der Trailer so als Richtung für den Film vorgibt. Picard aus TNG war kein wilder Raufbold oder Actionheld ala Schwarzenegger, er war als Diplomat bekannt und geliebt. Ebenso war TNG eben mehr darauf aus, wie man die Probleme mit möglichst wenig Waffengewalt und FSK18 (Splatter)action lösen kann, mehr Entdeckung.
Ein Trailer gibt nunmal aber einen Grundton wieder, er zeigt, welche Richtung ein Film gehen soll. Vergleiche einfach einen jüngsten Terminator trailer mit dem Trailer vom neuen Joker (btw. der Film soll hammermäßig gut sein), Aus beiden können wir ableiten, auf was für eine Art von Film wir uns einlassen.

Nun ists nur noch eine simple Frage: Kommt irgendein TNG Feeling bei dem neuen Trailer auf?

Nope.

Picard ist zwar da, aber TNG? Fehlanzeige. Sieht bisher eher wie ein weiterer Actionfilm im ST-Universum aus, und der letzte davon, Beyond, war eine ziemliche Enttäuschung für mich, um nicht zu sagen, ein Totalreinfall.


Und warum soll man darüber froh sein, das Patrick Steward nochmal als  Picard die große Leinwand betritt? Darüber bin ich nur in dem Fall froh, wenn es Picard gerecht wird, und er nicht irgendwie umgekrempelt, oder nur als Publikumsmagnet benutzt wird, weil der Film ohne ihn und den Nostalgiefaktor bestenfalls mittelmäßig wäre.
Sorry, aber wenn Picard der einzige Lichtblick im Film wäre, wäre ich nicht darüber froh, das sich Patrick Steward dafür hergegeben hat (siehe dazu, was aus Luke Skywalker gemacht wurde, so als absolutes Negativbeispiel).
« Letzte Änderung: 07.10.19, 10:16 by Suthriel »
Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

Max

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #132 am: 07.10.19, 11:34 »
Ich finde es recht selbstgefällig so hart über etwas zu urteilen was man noch gar nicht gesehen hat.
Ich verstehe, dass meine Meinungsäußerung sehr hart rüberkommt; sollte sie zu harsch klingen, täte es mir leid. Aber ich habe über die Jahre einen Teil meiner Naivität in Bezug auf solche Dinge abgelegt und muss auch gestehen, dass ich über die Richtung, in der die Fersehmacher wirken, schon eher enttäuscht bin.
Es stimmt natürlich, dass ich die Serie noch nicht gesehen habe; es begegnet einem oft das Argument, es sei ja nur der Trailer. Aber die Erfahrungen, die ich gemacht habe, gehen dahin, dass Trailer zwar verdichten und zuspitzen und an einigen Stellen falsche Zusammenhänge erzeugen, aber nicht, hmm, wirklich lügen. Deswegen ist es durchaus berechtigt, einen Trailer als Grundlage für eine erste Beurteilung herzunehmen, finde ich.

Man sollte froh sein das Patrick Steward in seinem Alter noch einmal antritt um Jean Luc Picard zu spielen.
Ich finde es beeindruckend, dass Stewart diesen Schritt gegangen ist. An sich teile ich in diesem Punkt aber die Ansichten Suthriels; er hat das mMn sehr gut und passend beschrieben.
Ich schätze schon, dass davon auszugehen ist, dass Stewart ein wenig ein Auge darauf haben wird, was mit "seinem Picard" passiert. Aber bei der Grundausrichtung der Serie wurde scheinbar eben nichts vom TNG-Geist rübergerettet. Natürlich kann einem auch das egal sein, sofern nur Stewart als ein Picard dort zu sehen ist. Er würde in jedem Umfeld noch irgendwie sehenswerte Szenen produzieren. Aber trotzdem bahnt sich hier nach dem, was bis jetzt zu sehen war, eben ein generischen Serienprodukt unserer Zeit an und das ist eher ernüchternd, finde ich.

Vielleicht ist die Zeit, in der man Geschichten und Figuren beschreibt wie in TNG vorbei, aber dann gibt es schlicht auch keinen Grund, weitere Geschichten mit TNG-Figuren zu erzählen.



Selbstgefällig ist vielleicht der faksche Ausdruck. Eher eine verklärte Sucht auf TNG.
Das ist doch relativ natürlich. Bei Patrick Stewart in Kombination mit Jean-Luc Picard möchte man natürlich TNG und nicht "Game of Thrones" haben.

Man hat von Picard das Bild des weisen unfehlbaren Anführer, der alle Probleme mut Diplomatie löst.

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So zum Beispiel " Die Zukunft schweigt". Da schießt er mit einen Phaser auf sein zukünftiges Ich. Und die Reaktion von Pulaski kann man dahingehend interpretieren, dass es eine tödliche Stufe war.
Ja aber das ist doch interessantes Beispiel. "Die Zukunft schweigt"! Das war noch eine inspirierende Geschichte! Mal sehen, ob sich die neue Picard-Serie für derartige Begegnungen mit dem Unbekannten Zeit nehmen wird, denn eins ist klar: PIC hat mit der jungen Frau, den Romulanern und den Borg-Elementen eine klare Agenda, an der man sich entlanghangeln wird.



Letztlich bleiben noch etliche Fragen unbeantwortet. So zum Beispiel wieso Picard der Frau hilft.
Und auch die Szene mit der aus allen Rohren feuernden Seven of Nine ist so sehr aus dem Kontext der Story gerissen, dass man gar nicht beurteilen kann ob das nicht doch einen Sinn ergibt.
Hmm, das ist das "Lustige"... ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich bin im Moment überhaupt nicht neugierig, wer diese junge Frau ist und warum sie bedroht wird und erst recht nicht, warum sie so wichtig sein soll. Dasselbe gilt für Hansen: Warum sie feuert, interessiert mich einfach nicht. Wie weiter oben erwähnt, stelle ich mir da eher die Frage, warum das romulanische Schiff ein Design hat, wie man es bei TOS erwarten würde. Aber dieses Sich-Wundern ist nichts, was substantiell mit der Serie und ihrer Ausrichtung zu tun hat, sondern liegt lediglich daran, dass ich mich für Raumschiffe begeistern kann.



Picard aus TNG war kein wilder Raufbold oder Actionheld ala Schwarzenegger, er war als Diplomat bekannt und geliebt. Ebenso war TNG eben mehr darauf aus, wie man die Probleme mit möglichst wenig Waffengewalt und FSK18 (Splatter)action lösen kann, mehr Entdeckung.
Das entspricht auch meiner Wahrnehmung.
Schwierig ist auch das gesamte Ensemble. Es ist eine zusammengestellte Superheldentruppe - nicht Superhelden in dem Sinne, dass jeder bestimmte Kräfte hat, die er bzw. sie beitragen kann; gut, auch das wird uns erwarten, aber in einem normalen Sci-Fi-Maßstab und nichts übersinnliches - wobei ich da bei der jungen Frau noch so meine Sorgen habe, denn trüge sie nichts Außerordentliche in sich, gäbe es auch keinen Grund, so ein Aufheben um sie zu machen. Picard mag noch was von der alten Aura haben, aber durch die anderen Elemente, die im Trailer zu sehen sind, wird die Serie wohl kaum etwas von dem besitzen, was TNG faszinierend machte.

Ein Trailer gibt nunmal aber einen Grundton wieder, er zeigt, welche Richtung ein Film gehen soll. Vergleiche einfach einen jüngsten Terminator trailer mit dem Trailer vom neuen Joker (btw. der Film soll hammermäßig gut sein), Aus beiden können wir ableiten, auf was für eine Art von Film wir uns einlassen.

Nun ists nur noch eine simple Frage: Kommt irgendein TNG Feeling bei dem neuen Trailer auf?

Nope.

Picard ist zwar da, aber TNG? Fehlanzeige. Sieht bisher eher wie ein weiterer Actionfilm im ST-Universum aus, und der letzte davon, Beyond, war eine ziemliche Enttäuschung für mich, um nicht zu sagen, ein Totalreinfall.
Das ist finde ich eben genau treffend analysiert und beschrieben.

« Letzte Änderung: 07.10.19, 20:28 by Max »
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« Antwort #133 am: 07.10.19, 19:50 »
Genereller Hinweis: Es wäre gut, wenn über den DSC-Season-3-Trailer im DSC-Forum (weiter)diskutiert werden würde.



Der Trailer zeigt quasi alles, was Ich schon seit mehr als 8 Jahren vermutete, was Picards "letzte Mission" sein wird. Ich hab irgendwie immer vermutet, dass Picards "Ende" sein wird, dass die Föderation die Ideale verrät, für die insbesondere Picard stand, Picard alles Ansehen verliert und er in einer Außenseiter Position dann die Föderation dadurch rettet, dass er ihnen die Ideale zurück bringt.
Hmm, "Star Trek: Insurrection"? ;)




Insurrection war nicht "Final" genug für so etwas. Picard hat einem Planeten geholfen, einen bekloppten Admiral aufgehalten und ist dann weiter gezogen.

Um das wirklich als Endpunkt zu haben, hätte sich die Baku Krise zur Krise der gesamten Föderation ausufern müssen. Picard hätte am Ende vorm Föderationsrat für die Baku streiten müssen, und hätte sich idealerweise in der letzten Szene auf Baku zur Ruhe gesetzt.

Max

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« Antwort #134 am: 07.10.19, 20:31 »
Insurrection war nicht "Final" genug für so etwas. Picard hat einem Planeten geholfen, einen bekloppten Admiral aufgehalten und ist dann weiter gezogen.

Um das wirklich als Endpunkt zu haben, hätte sich die Baku Krise zur Krise der gesamten Föderation ausufern müssen. Picard hätte am Ende vorm Föderationsrat für die Baku streiten müssen, und hätte sich idealerweise in der letzten Szene auf Baku zur Ruhe gesetzt.
Ah, okay, verstehe. Darf ich nachfragen? :) Was aus dem Trailer lässt Dich vermuten, dass wir in dieser Serie diesen größeren Maßstab, der die ganze Föderation betrifft, zu sehen bekommen werden? :)
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