Autor Thema: Star Trek: Picard (die neue Serie)  (Gelesen 9413 mal)

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sven1310

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #165 am: 12.01.20, 17:24 »
Ich würde nicht sagen das es nicht passen kann. Er kann doch Fan sein egal von welchem Francise. Wenn er aber mit dem Francise für das er arbeitet nichts anfangen kann und er das was vorher war nicht mag........ja, dann wird es lustig.

Kontikinx1404

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #166 am: 12.01.20, 17:28 »
Genau das wollte ich damit sagen.

Alexander_Maclean

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #167 am: 12.01.20, 23:20 »
Ein interessanter Gesichtspunkt.

Nur eben weil du Herr der Ringe angeführt hast. Peter jackson hatte soweit ich weiß ein Grundkomzept erstellt und ist damit zu den Studios gegangen, damit sie ihm die Erstellung der Filme finanzieren.

Bei Kurztman und Star Trek wird das eher anders gelaufen sein:

CBS Boss 1: "Wir haben doch noch diese alte Lizenz Sra Trek runliegen. Und Star Wars ist doch so erfolgreich. Können wir das nachmachen. Nur wer soll Produzenjt werden.
CBS Boss 2: "Für uns arbeitet doch dieser Krutzman. ich glaube der kennt sich mit diesen Weltraumkram aus."

Sprich für Kurtzman ist das einfach nur ein Job mehr nicht.
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Sg Trooper

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #168 am: 13.01.20, 08:16 »
Ich frage mal ganz provokativ, was war das heraus stechendste Merkmal von Star Trek?
Und das war seit nicht nur TNG sondern auch bei TOS, die Darstellung einer Gesellschaft die ihre ganzen Vorurteile und Konflikte über Bord geworfen hat um an einer friedlichen Sternen Föderation zu arbeiten.
Für mich hat Star Trek immer auch meine inneren Überzeugungen widergespiegelt.
Jetzt so wie es aussieht wirft man das ganze positive in die Tonne aus dramatischen Gründen.
Die Sternenflotte stellt sich auf die Seite der Bad Guys.
Und der Trailer zur 3. Staffel von Discovery impliziert ja das die Föderation zu einem unbestimmten Zeitpunkt zusammengebrochen ist.
Es ist ein ziemlicher Rippoff von Roddenberrys Andromeda.
Nur das der Auserwählte nicht Dylan Hunt sondern Michael Burnham heißt urks.
Wenn man die moralische Grundeinstellung dieses Franchise wegnimmt, wird Star Trek zu einer austauschbaren Drama Serie.
Das wäre für mich das worst case Szenario.
Aber diese Entwicklung sieht man ja leider schon in Discovery wo man kein Thema hat Bad Ass Giorgiou die eine faschistische Diktatorin war als "Heldin" zu installieren die auch noch den Tag retten darf.
Der moralische Kompass ist unter Kurtzman komplett unter die Räder gekommen.
Edit: Ergänzung und Rechtschreib Korrektur
« Letzte Änderung: 13.01.20, 08:27 by Sg Trooper »

Max

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #169 am: 13.01.20, 11:25 »
Gerade auch das mit der Erlöserfigur. Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass heute viele Menschen von vermeintlichen Erlöserfiguren enttäuscht wurden. Seien sie nun religiös, politisch oder auch aus den Medien.
...und, dass sie trotzdem interessant zu sein scheinen (siehe Greta Thunberg) - vielleicht sogar in zweierlei Hinsicht: Es wirkt so, als wäre es für die Filmemacher attraktiv, den zentralen Handlungsstrang von einer Person abhängig zu machen (bei PIC scheint diese Person den bisherigen Informationen nach eher Dahj als Picard zu sein), sodass sich ihr Schicksal mit dem des ganzen Universums verknüpft. Das hat sicherlich Vorteile; es spitzt zu und ermöglicht schnelle Auflösungen. Aber dieses Comic- und Superhelden-Element passt mMn nicht wirklich zu Star Trek.

Dennoch halte ich TNG für ein Kind der 90er wo nach dem Zusammenbruch des Ostblogs und vor dem Terror des 11. Septembers sowas wie Weltfrieden in Reichweite schien. Die Menschen haben sich sicher gefühlt.

Das ist heute leider nicht mehr der Fall.
Ja und nein, würde ich sagen. Also Auseinandersetzungen wie der Golf-Krieg waren schon auch noch eindrucksvoll. Aber ich möchte Dir damit nicht widersprechen, denn es war sicherlich so, dass das Sicherheitsempfinden in den Achtzigern und Neunziger ein anderes war.
Gleichzeitig ist es ja nicht so, dass TNG darauf verzichtet hätte, Konflikte zu zeigen und Missstände zu thematisieren. Der große Unterschied bestand halt darin, dass man sie so oft progressiv-friedlich und zumeist aus der Warte derer zeigte, die den Kern der Probleme schon hinter sich gelassen haben. Das würde heute auch noch funktionieren.

Dennoch halte ich TNG für ein Kind der 90er wo nach dem Zusammenbruch des Ostblogs und vor dem Terror des 11. Septembers sowas wie Weltfrieden in Reichweite schien. Die Menschen haben sich sicher gefühlt.

Das ist heute leider nicht mehr der Fall.

Klar mag in so einer Welt eine optimitische Zukunfthoffnung das Beste sein, aber die Menschen wollen das schlicht und ergreifend nicht sehen. Sie wollen sehen, dass es Ihnen trotz ihren probleme noch recht gut geht.
Dass die Leute optimistischere Zukunftsvision nicht sehen wollen, steht für mich noch gar nicht mal so fest. Ich glaube zunächst einmal, dass sie derzeit gar nicht groß die Gelegenheit dazu haben. Das Angebot an Serien und Filmen wird von Düsterem dominiert.
Interessant ist auch, wie sich das Sicherheitsgefühl verändert hat. Rein politisch gesehen ist die Bedrohungslage jetzt nicht wirklich eine andere als Mitte der Neunziger. Durch den Terrorismus ist schleichend ein generelles Gefühl von Unsicherheit eingesickert. Und wirtschaftlich gesehen hatten die Achtziger und Neunziger halt andere Vor- und Nachteile, aber ich würde nicht generell sagen, dass es damals richtig besser war.

Aber besonders staune ich noch immer darüber, dass bei den Zuschauern so eine große Lust an Mord- und Totschlag, am Dunklen und am Bösen besteht. Ich hatte mir früher auch überlegt, dass die Leute dann mit dem Gefühl aus einem Film oder einer Serie rausgehen, dass es ihnen eigentlich gar nicht so schlecht geht. Das mag eine Facette sein. Aber ich schätze, es erklärt nicht vollumfänglich, warum Leute willentlich ihre freie Zeit damit füllen, sich Grausligkeiten anzuschauen. Wäre es wenigstens eine Katharsis, aber das ist ja nicht der Fall.

Aber es gibt einen Punkt deines Posts, den ich gerne korrigieren würde. Nämlich der letzte Satz. Da sollte IMO stehen:

Aber das beudetet nicht,dass sie mir gefallen wird, schätze ich.
Das alles war noch im Rahmen meiner Sichtweise; trotzdem war diese Bewertung vielleicht ein wenig zu absolut.
Allerdings: Ist es generell so, dass man nie sagen kann, dass etwas wirklich gut oder wirklich nicht gut ist?



Ich gehe das ganze recht nüchtern an, ich freue mich auf die Serie und werde nicht alles auf die Goldwaage legen. Weil, dann mache ich mir alles kaputt.
Ja, wie angedeutet: Es ist natürlich auch ein Weg, sich einfach zu freuen und das Ergebnis zu mögen, egal was einem vorgesetzt wird. Vielleicht ist das die gesündere Einstellung, weil man sich dann über überhaupt nichts ärgern muss.



Es wird eine sehr andere Serie werden als TNG. Auch wegen der aktuellen weltpolitischen Situation, wie weiter oben schon erläutert. Aber das muss nicht unbedingt schlecht sein.
Das sehe ich auch so.
Ich würde auch gerne neue Facetten bei Picard sehen. Ich glaube wirklich, dass es interessant gewesen wäre, wenn Picard wirklich das irumodische Syndrom bekommen hätte.

Dass sich die weltpolitische Lage geändert hat, kann Auswirkungen auf das ST-Universum nach TNG haben, muss aber eigentlich auch wieder nicht. Klar, hier hat DS9 schon alles fast eingerissen, insofern...



Ich erwarte nicht TNG zu sehen. Es spricht auch nichts dageben moderne Effekte einzusetzen, ich finde es nur schade das man es nicht im Geiste von Star Trek macht oder die Ursprünge etwas mehr ehrt. Teilweise bekommt man das Gefühl die Leute finden das Francise zum Kotzen. Sie haben es nur in die Hand gedrückt bekommen und müssen jetzt damit klar kommen.
Ja. Und vor allem hat man dann auch den Eindruck, dass sie überhaupt nicht wirklich verstehen, was diese positive Sicht auf die Welt überhaupt ist. So oft liest und hört man ja von den Machern (der Filme nach 2009 und von DSC und jetzt auch Picard), man trage diesem Optimismus Rechnung; aber das sieht dann immer nur so aus, dass am Ende des Films oder am Ende der Staffel mehr oder weniger unvermittelt eine Bedrohung mit vor allem militärischen Mitteln abgewendet wurde. Aber dass das vollkommene Desaster am Ende ausbleibt, ist ja nicht gleichbedeutend mit einem hoffnungsvollen Bild einer Zukunft - schon allein deswegen, weil es bei der nächsten Fortsetzung dann wieder von vorne losgeht.



Die Sternenflotte stellt sich auf die Seite der Bad Guys.
...und Picard und eine Handvoll Guter stellen sich dagegen. So was ist zwar nett. Aber es zerstört halt vollkommen dieses Bild, um das sich ST früher immer bemüht hat, nämlich, dass sich die Menschheit als Ganzes weiterentwickeln kann.
TOS hat diese innere Auseinandersetzung oft thematisiert, bei TNG hatte sich diese Veränderung zum Guten schon weitestgehend vollzogen. Natürlich gab es noch Ausreißer nach unten.
Aber das Interessante war doch, dass der Glauben an das Gute im Menschen nicht beschädigt wird. Nun gibt es eben Hinweise, dass PIC (leider wohl auch auf Betreiben von Patrick Stewart) genau darauf abzielt und das ist mehr als bedauerlich.



Hier noch ein kleines Zitat von Alex Kurtzman ;)

Zitat
You have to listen carefully and understand that sometimes when people are complaining about things, they’re actually complaining about something else; there’s a different problem [below the surface] and you have to get to the root of that problem.
(Gefunden .:hier:.)

Alexander_Maclean

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #170 am: 13.01.20, 11:48 »
@sg
Ich bin da anderer Meinung.

Diesen maralsich höheren Standpunkt ist IMO etwas was die fans zum teil in Star trek hinein interpretiert haben. Ja, max hat in seine nachfolgenden Post ein wenig recht damit, dass gerade in TNG die Föderation weiter wirkte, was aber den Nachteil IMO hatte, dass einige TNG Folgen recht oberlehrerhaft rüber kamen. Sprich Picard hat den Hinterweltler Aliens das Universum erklärt.

Aber wenn es diese moralische Überlegenheit gibt, wo war der Aufschrei bei Deep Space nine, besonders bei Folgen wie "Im fahlen Mondlicht" oder "Für die Uniform" wo Sisko moralisch fragwürdig handelt. Damit kommen die meisten Altfans - nicht alle, gell max ;) - klar, komischerweise.

Auf der anderen Seite bin ich jedoch auch kein großer Freund von der Imperatorin und auch Burnham. die haben mir in Staffel 2 von DSC eine längere Watchpause verschafft. Sonequa martin Green halte ich für eine Fehlbesetzung. aber das ist ein anderes Thema.

Letztlich bin ich aber der Meinung, dass das Hauptproblem ist, dass man als Fan nach DSC nicht mehr leugen kann, das Star Trek nur eine Unterhaltungsserie ist, genauso wie Star Wars Stargate oder Game of Thones.

Ich kann damit leben. Weil meine Hauptinteressen waren von jeher die Charaktere und die Technik.

@max
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SSJKamui

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #171 am: 13.01.20, 12:54 »
Ich glaube Ronald D Moore hat sogar mal gesagt, dass vieles von der moralischen Überlegenheit von Fans hinein interpretiert wurde und Roddenberry da auf den Zug mit aufsprang.

Sg Trooper

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #172 am: 13.01.20, 16:01 »
Ihr redet ja alle gerade ob es was schlimmes wäre einen moralischen Kompass oder Kodex in einer Serie zu verankern.
Das was vielen Serien zur Zeit fehlt ist eben dieser.
Heraus kommt diese hässliche Szene in DSC mit einem abgeschnittenen Kinderkopf oder eine faschistische Diktatorin die man als normale Protagonistin schalten und walten lässt. Am besten noch in Zukunft mit eigener Serie.
Ich glaube Ronald D Moore hat sogar mal gesagt, dass vieles von der moralischen Überlegenheit von Fans hinein interpretiert wurde und Roddenberry da auf den Zug mit aufsprang.

Glauben heisst nicht wissen. Bleiben wir bei den Fakten. Fakt ist seit Anfang der Serie in den sechzigern ist die Grund Basis die UFP.
Diese setzen sich aus verschiedenen Planeten zusammen die eine gemischt rassige Raumflotte betreiben.
Es wurde schon in TOS immer wieder betont das Ziel der Sternenflotte wäre die friedliche Erforschung des Weltraums und die UFP als ein kleines Paradies in denen man Probleme eher mit dem Diplomaten löst als mit dem Phaser.
Klar gibt es der Story geschuldet immer wieder Folgen wo einzelne gegen diesen moralischen Kodex handeln.
Aber hier wird ein grundlegender Paradigmen Wechsel eingeleitet.
Was macht das für mich?
Star Trek zur austauschbaren Drama Serie.
Wenn ich mir Dystopien reinziehen möchte, schalte ich nicht Star Trek ein.
Ich will da was positives sehen. Nur die derzeitigen Trailer von Picard verbreiten ausser etwas Retro Charme nur eines. Depressive Untergangs Stimmung.
Da kann ich nur sagen, Gott sei Dank geht dieses Jahr "The Orville" weiter...                     


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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #174 am: 14.01.20, 22:49 »
Diesen maralsich höheren Standpunkt ist IMO etwas was die fans zum teil in Star trek hinein interpretiert haben. Ja, max hat in seine nachfolgenden Post ein wenig recht damit, dass gerade in TNG die Föderation weiter wirkte, was aber den Nachteil IMO hatte, dass einige TNG Folgen recht oberlehrerhaft rüber kamen. Sprich Picard hat den Hinterweltler Aliens das Universum erklärt.
Joah, aber ich bin gerade am Überlegen: Was ist daran eigentlich so schlimm? Picard wurde zu einer der beliebtesten Figuren im Franchise und er ist es noch; für viele besitzt er sowas wie einen Vorbildcharakter. Der Hype um PIC wurde so groß, weil Picard eben Picard ist. Ich halte nicht unbedingt so viel von Aussagen wie "Diese Serie hat mein Leben verändert", aber für einige Leute scheint das ja wirklich so zu sein. Und wurde man nicht auch von TNG unterhalten? So schlimm war die Ausrichtung der Serie nun nicht.

Aber wenn es diese moralische Überlegenheit gibt, wo war der Aufschrei bei Deep Space nine, besonders bei Folgen wie "Im fahlen Mondlicht" oder "Für die Uniform" wo Sisko moralisch fragwürdig handelt. Damit kommen die meisten Altfans - nicht alle, gell max ;) - klar, komischerweise.
Das Ganze war halt irgendwie in ein als ganz und gar bekannt gefühltes Umfeld eingebettet; da spielte die Optik, die nahtlos an TNG anschloss und der von VOY glich, schon eine Rolle, nehme ich an. Und es war ein neuer Impuls, der sicher auf viele auch nicht unspannend wirkte, ohne dass näher darüber nachgedacht wurde. Ohne die Identität einer Serie zu verändern, helfen neue Impulse schon immer wieder weiter; das würde auch für TNG gelten, wenn es nicht sieben, sondern zehn oder vierzehn Staffeln gelaufen wäre. Bei TNG hätten Handlungsverläufe, wie wir sie in DS9 immer wieder hatten, halt schon die "DNS" geändert. Sie hätten nicht wirklich gepasst. Aber DS9 musste sich so ein wenig freischwimmen, schon allein deswegen - meine persönliche Theorie, wenngleich ich sie nicht aus der Luft gegriffen finde -, weil man erkannt hatte, dass das Konzept einer Raumstation auf die Weise, wie man es hier angelegt hatte, eigentlich zu wenig bot,... nicht recht verfing. Darum die "Defiant", um mehr Dynamik zu erhalten. Darum der Krieg, um das Handlungsvakuum zu füllen. Darum das Düstere, um sich in der ST-Welt vom Rest abzuheben.
(Darüber hinaus glaube ich auch ein bisschen, dass DS9 vor allem auch die ansprechen konnte, die - zwar nicht unbedingt SW-Fans ;) ;) - aber eigentlich gar nicht wirklich eine so tiefe "Verbindung" zu Star Trek hatten).

- nicht alle, gell max ;) -
:thumbup ;) :)

Sonequa martin Green halte ich für eine Fehlbesetzung. aber das ist ein anderes Thema.
Was mich aber interessieren würde :) Vielleicht in einem der DSC-Threads? :) Ich hätte nämlich bisher angenommen, dass sie einfach eine undankbare Rolle übernommen hat.

Letztlich bin ich aber der Meinung, dass das Hauptproblem ist, dass man als Fan nach DSC nicht mehr leugen kann, das Star Trek nur eine Unterhaltungsserie ist, genauso wie Star Wars Stargate oder Game of Thones.
ST war schon immer eine Unterhaltung. Das ging schon mit TOS los, das schon wirklich etwas von einer Westernserie hatte. Und auch TNG hatte Action-Momente. Dagegen ist ja auch gar nichts einzuwenden.
Nur ist DSC keine Unterhaltungsserie, die die Züge Star Treks trägt. Das hat nicht nur "moralische" Gründe, das hat schon allein mit der so wirr wirkenden Produktion zu tun, die sich nicht nur darum bemühte, sich fast so weit wie möglich vom bisherigen ST zu entfernen, sondern auch nicht durchdacht daherkam.
Das frühere Star Trek vermittelte schlicht ein anderes Lebensgefühl. DSC will ja aber gar nicht an die anderen ST-Serien anschließen.
Ich würde daher nicht sagen, dass es gerechtfertigt ist, von DSC auf die früheren Serien rückwirkend Schlüsse zu ziehen.

Ich kann damit leben. Weil meine Hauptinteressen waren von jeher die Charaktere und die Technik.
Die Frage ist nur, ob das wirklich zufriedenstellt.
Wenn ich mich nur mal auf die Technik konzentriere: ST hatte wie die Science Fiction generell das Problem, dass sie Technik zeigt, die Dinge möglich macht, die nach gängigem physikalischen Verständnis gar nicht oder kaum funktionieren können. Die Antwort von Leuten wie Jefferies, Probert und Okuda darauf war, sich Gedanken darüber zu machen und ein möglichst glaubwürdiges Funktionsprinzip der zukünftigen Technik und der Designs zu entwickeln. Das schuf ein konsistentes Bild einer zukünftigen Welt, an deren Effekte man Spaß haben konnte, weil man sozusagen nicht nur das Gefühl hatte, sie verstehen zu können, sondern sie dabei auch noch bestaunen konnte.
Was haben wir zuletzt bekommen? Zum Beispiel Gigantomanie. Oder aber: So sehr ich einige Designs von John Eaves bewundere... er ist Designer, die (fiktive) Technik interessiert ihn nur zweitrangig oder gar nicht. Das sieht man daran, dass die Ent-E in "Nemesis" Torpedowerfer an den unmöglichsten Stellen hatte, zum Beispiel direkt über einer Luftschleuse - beladen ohne Hineinbeamen der Torpedos eigentlich unmöglich. Und DSC? Ein Pilzantrieb, den man mit einem riesigen Bärtierchen kontrollieren kann? Pardon, aber das klingt doch auf Anhieb erst einmal nur haarsträubend. Es ist nicht so, dass man bei harter Science Fiction bleiben muss, aber hier hat man sich doch offensichtlich Null Mühe gegeben. Sinnlose Schauwerte, die ich dann, wenn ich mich für den technischen Aspekt interessiere, doch nicht zufriedenstellen können.

@max
Was möchtest du uns mit dem Zitat sagen?
Oh, so vieles! ;)
Zunächst einmal klingt es wie eine kluge Einschätzung von einem Mann, der sich eingehendere Gedanken gemacht hat. Es ist ja auch nicht verkehrt. Gut möglich, dass jemand, der "Die neuen Klingonen sehen furchtbar aus!" ruft, in Wirklichkeit Eheprobleme hat und darin der eigentlich Grund für die Unzufriedenheit liegt ;) Vielleicht hat Krutzman auch gemeint, dass Beschwerden auf viel grundlegendere Probleme der Serie abzielen. (Dann ist die Frage, warum eher halbherzig gehandelt wurde; dann ist der angepasste Look der Klingonen fast zu wenig Veränderung). Schwierig wird es ein wenig, weil sich Kurtzman dann aufs Gedankenlesen verlegen will: Statt die Beschwerden so zu nehmen, wie sie sind, interpretiert er sie - Ergebnis offen. Und die Aussage könnte in die Richtung gedeutet werden, dass sich hier eine blasierte Person über die vermeintlich Unreflektierten erhebt und ihnen eben abspricht, wirklich zu wissen, was ihnen gefällt und was nicht, was sie stört und was nicht; damit läge das Problem, lägen die Fehler nicht aufseiten der Serie und ihrer Macher, sondern bei den Fans.



Ich glaube Ronald D Moore hat sogar mal gesagt, dass vieles von der moralischen Überlegenheit von Fans hinein interpretiert wurde und Roddenberry da auf den Zug mit aufsprang.
Schon möglich, aber ist es ein bloßer Zufall, dass das bei ST geschah? Fans hätten diese moralische Komponente ja zum Beispiel auch "Kampfstern Galactica" oder "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann" oder was weiß ich zuschreiben können. Aber irgendwie scheint speziell ST da einen Nerv getroffen zu haben.



Heraus kommt diese hässliche Szene in DSC mit einem abgeschnittenen Kinderkopf oder eine faschistische Diktatorin die man als normale Protagonistin schalten und walten lässt. Am besten noch in Zukunft mit eigener Serie.
Ja und warum bekommt sie eine eigene Serie? Weil die Macher ihren Charakter als etwas feiern, was es so noch nie im Star Trek-Universum gab - aber sie stellen sich nicht die Frage, ob es nicht einfach auch einen guten Grund hat, dass es so eine Figur noch nicht gab!

Star Trek zur austauschbaren Drama Serie.
Und ernüchternder Weise ist das auch ein Grund, warum DSC durchaus Erfolg hat und man sich wohl auch keine "Sorgen" um eine neue S31-Serie machen muss: Solche Serien werden geschaut, nicht mit Inbrunst, sondern einfach, weil sich die Sehgewohnheiten derart geändert haben, dass man bei Streaming-Diensten einfach alles mal konsumiert: Anschauen und vergessen, denn die nächste Serie steht schon zum Binge-Watching parat.

Wenn ich mir Dystopien reinziehen möchte, schalte ich nicht Star Trek ein.
Ich will da was positives sehen.
Ich bin ganz Deiner Meinung!

Nur die derzeitigen Trailer von Picard verbreiten ausser etwas Retro Charme nur eines. Depressive Untergangs Stimmung.
Das und bei mir kommt noch eine andere Erkenntnis hoch: Sogar Action kann langweilig werden ;)



Staffel 2 ist bestätigt

http://blog.trekcore.com/2020/01/star-trek-picard-officially-renewed-for-season-2/
Und Chabon ist schon wieder von Bord, nicht wahr?
Eigentlich finde ich, dass das eine spannende Entwicklung durch die neuen Produktionszustände im neuen Produktionsumfeld ist: Eine Serie muss sich nicht wie früher behaupten, sondern bekommt einfach mal ein paar Staffeln geschenkt.
Tja, aber nachdem PIC keine "freie" Serie zu sein scheint, deren Grundkonzept jenseits einer "Quest" von sich aus funktionert, wird die spannende Frage werden, was sich die zweite Staffel überhaupt vorgenommen hat.

Alexander_Maclean

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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #175 am: 15.01.20, 20:24 »
Diesen maralsich höheren Standpunkt ist IMO etwas was die fans zum teil in Star trek hinein interpretiert haben. Ja, max hat in seine nachfolgenden Post ein wenig recht damit, dass gerade in TNG die Föderation weiter wirkte, was aber den Nachteil IMO hatte, dass einige TNG Folgen recht oberlehrerhaft rüber kamen. Sprich Picard hat den Hinterweltler Aliens das Universum erklärt.
Joah, aber ich bin gerade am Überlegen: Was ist daran eigentlich so schlimm? Picard wurde zu einer der beliebtesten Figuren im Franchise und er ist es noch; für viele besitzt er sowas wie einen Vorbildcharakter. Der Hype um PIC wurde so groß, weil Picard eben Picard ist. Ich halte nicht unbedingt so viel von Aussagen wie "Diese Serie hat mein Leben verändert", aber für einige Leute scheint das ja wirklich so zu sein. Und wurde man nicht auch von TNG unterhalten? So schlimm war die Ausrichtung der Serie nun nicht.
Naja. das scheint eher subjektiv zu sein.

Für mich war TNG schon immer die Serie, zu der ich am wenigsten Zugang gefunden habe. Ich fand die Figuren alle etwas steif, besonders Picard. Und ihn halt eben auch etwas sehr oberlehrerhaft. Gut ich bin mit TOS durch meinen Vater zu ST gekommen und VOY war meine erste Serie die ich von anfang an geschaut habe.

TNG habe ich erst einmal komplett geschaut und auch bei meinen jetzigen Durchlauf auf Netflix komme ich nur langsam vorna weil ich keine Lust auf die Serie habe. Ich bin erst bei Ende Staffel 2 und ahbe bereits zwei Folgen - "das gesetz der Edo" und "Hotel Royale" - übersprungen.

TNG war für mich immer so "ist halt Star Trek, also gucken wir es mal.", aber eben nicht immer unterhaltend.
Selbstverständlich gibt es auch Folgen die ich schätze, aber je älter ich werde, verändert sich auch mein geschmack und inder Reihenfolge der Serien rutscht sie immer weiter nach hinten. Mittlerweile teilt sie sich Platz vier mit ENT.

Zitat
 
Aber wenn es diese moralische Überlegenheit gibt, wo war der Aufschrei bei Deep Space nine, besonders bei Folgen wie "Im fahlen Mondlicht" oder "Für die Uniform" wo Sisko moralisch fragwürdig handelt. Damit kommen die meisten Altfans - nicht alle, gell max ;) - klar, komischerweise.
Das Ganze war halt irgendwie in ein als ganz und gar bekannt gefühltes Umfeld eingebettet; da spielte die Optik, die nahtlos an TNG anschloss und der von VOY glich, schon eine Rolle, nehme ich an. Und es war ein neuer Impuls, der sicher auf viele auch nicht unspannend wirkte, ohne dass näher darüber nachgedacht wurde. Ohne die Identität einer Serie zu verändern, helfen neue Impulse schon immer wieder weiter; das würde auch für TNG gelten, wenn es nicht sieben, sondern zehn oder vierzehn Staffeln gelaufen wäre. Bei TNG hätten Handlungsverläufe, wie wir sie in DS9 immer wieder hatten, halt schon die "DNS" geändert. Sie hätten nicht wirklich gepasst. Aber DS9 musste sich so ein wenig freischwimmen, schon allein deswegen - meine persönliche Theorie, wenngleich ich sie nicht aus der Luft gegriffen finde -, weil man erkannt hatte, dass das Konzept einer Raumstation auf die Weise, wie man es hier angelegt hatte, eigentlich zu wenig bot,... nicht recht verfing. Darum die "Defiant", um mehr Dynamik zu erhalten. Darum der Krieg, um das Handlungsvakuum zu füllen. Darum das Düstere, um sich in der ST-Welt vom Rest abzuheben.
(Darüber hinaus glaube ich auch ein bisschen, dass DS9 vor allem auch die ansprechen konnte, die - zwar nicht unbedingt SW-Fans ;) ;) - aber eigentlich gar nicht wirklich eine so tiefe "Verbindung" zu Star Trek hatten).
Und genauso versucht man heute wieder, alle anderen Science Fiktion Fans ins Boot zu holen. Genauso wie vor 30 Jahren mit TNG. Das kann nicht allen Altfans gefallen, dass ist logisch. Aber selbst bei TNG hätte es solche ausufernde diskussionen gegeben, wenn es das Internet in der jetzigen Form gegeben hätte.

- Kein Kirk, kein Spock.
- Ein Klingone auf der Brücke

Zitat
- nicht alle, gell max ;) -
:thumbup ;) :)

Sonequa martin Green halte ich für eine Fehlbesetzung. aber das ist ein anderes Thema.
Was mich aber interessieren würde :) Vielleicht in einem der DSC-Threads? :) Ich hätte nämlich bisher angenommen, dass sie einfach eine undankbare Rolle übernommen hat.
Das ist zwar mit ein Grund. Abr es gibt da noch einen anderen.

Können wir gerne woanders diskutieren.

Zitat
Letztlich bin ich aber der Meinung, dass das Hauptproblem ist, dass man als Fan nach DSC nicht mehr leugen kann, das Star Trek nur eine Unterhaltungsserie ist, genauso wie Star Wars Stargate oder Game of Thones.
ST war schon immer eine Unterhaltung. Das ging schon mit TOS los, das schon wirklich etwas von einer Westernserie hatte. Und auch TNG hatte Action-Momente. Dagegen ist ja auch gar nichts einzuwenden.
Nur ist DSC keine Unterhaltungsserie, die die Züge Star Treks trägt. Das hat nicht nur "moralische" Gründe, das hat schon allein mit der so wirr wirkenden Produktion zu tun, die sich nicht nur darum bemühte, sich fast so weit wie möglich vom bisherigen ST zu entfernen, sondern auch nicht durchdacht daherkam.
Das frühere Star Trek vermittelte schlicht ein anderes Lebensgefühl. DSC will ja aber gar nicht an die anderen ST-Serien anschließen.
Ich würde daher nicht sagen, dass es gerechtfertigt ist, von DSC auf die früheren Serien rückwirkend Schlüsse zu ziehen.
Ich sage ja nicht, dass sich DSC nicht von den anderne Serien unterscheidet. Aber das hat sich TNG von TOS genauso. Ja eigentlich jede.

Was mich halt irritiert, ist dieser semireligiöse Eifer, den manche Fans für die alten Serien an den tag legen. Ein Bekannter hat es mal gut auf den Punkt gebracht. "Star Trek fans sind im Grunde sehr konservativ."

Und das beißt sich doch in meinen Augen etwas mit dem selbstgewählten Credo der Serien dorthin zu gehen, wo noch nie ein mensch gewesen ist. Also warum nicht neue facetten des Star Trek Universums entdecken. Wenn es einen nicht gefällt, kann man ja weiterfliegen.

Aber es wird eben, wie so oft schon im Vorfeld viel zerredet.

Zitat
Ich kann damit leben. Weil meine Hauptinteressen waren von jeher die Charaktere und die Technik.
Die Frage ist nur, ob das wirklich zufriedenstellt.
Mich ja.

Zitat
Wenn ich mich nur mal auf die Technik konzentriere: ST hatte wie die Science Fiction generell das Problem, dass sie Technik zeigt, die Dinge möglich macht, die nach gängigem physikalischen Verständnis gar nicht oder kaum funktionieren können. Die Antwort von Leuten wie Jefferies, Probert und Okuda darauf war, sich Gedanken darüber zu machen und ein möglichst glaubwürdiges Funktionsprinzip der zukünftigen Technik und der Designs zu entwickeln. Das schuf ein konsistentes Bild einer zukünftigen Welt, an deren Effekte man Spaß haben konnte, weil man sozusagen nicht nur das Gefühl hatte, sie verstehen zu können, sondern sie dabei auch noch bestaunen konnte.
Das war ja auch einer der Gründe die mich zu einen richtigen fan werden ließen.

Zitat
Was haben wir zuletzt bekommen? Zum Beispiel Gigantomanie. Oder aber: So sehr ich einige Designs von John Eaves bewundere... er ist Designer, die (fiktive) Technik interessiert ihn nur zweitrangig oder gar nicht. Das sieht man daran, dass die Ent-E in "Nemesis" Torpedowerfer an den unmöglichsten Stellen hatte, zum Beispiel direkt über einer Luftschleuse - beladen ohne Hineinbeamen der Torpedos eigentlich unmöglich. Und DSC? Ein Pilzantrieb, den man mit einem riesigen Bärtierchen kontrollieren kann? Pardon, aber das klingt doch auf Anhieb erst einmal nur haarsträubend. Es ist nicht so, dass man bei harter Science Fiction bleiben muss, aber hier hat man sich doch offensichtlich Null Mühe gegeben. Sinnlose Schauwerte, die ich dann, wenn ich mich für den technischen Aspekt interessiere, doch nicht zufriedenstellen können.
Ich sage ja nicht, dass ich mit allen zufrieden bin,was in den letzten 11 Jahren gezeigt wurde. Gerade auch in dem bereich der Technik. Aber ich entscheide, ob mir etwas gefällt, NACHDEM ich es gesehen habe, und nicht vorher. Meistens zumindest.

Zitat
@max
Was möchtest du uns mit dem Zitat sagen?
Oh, so vieles! ;)
Zunächst einmal klingt es wie eine kluge Einschätzung von einem Mann, der sich eingehendere Gedanken gemacht hat. Es ist ja auch nicht verkehrt. Gut möglich, dass jemand, der "Die neuen Klingonen sehen furchtbar aus!" ruft, in Wirklichkeit Eheprobleme hat und darin der eigentlich Grund für die Unzufriedenheit liegt ;) Vielleicht hat Krutzman auch gemeint, dass Beschwerden auf viel grundlegendere Probleme der Serie abzielen. (Dann ist die Frage, warum eher halbherzig gehandelt wurde; dann ist der angepasste Look der Klingonen fast zu wenig Veränderung). Schwierig wird es ein wenig, weil sich Kurtzman dann aufs Gedankenlesen verlegen will: Statt die Beschwerden so zu nehmen, wie sie sind, interpretiert er sie - Ergebnis offen. Und die Aussage könnte in die Richtung gedeutet werden, dass sich hier eine blasierte Person über die vermeintlich Unreflektierten erhebt und ihnen eben abspricht, wirklich zu wissen, was ihnen gefällt und was nicht, was sie stört und was nicht; damit läge das Problem, lägen die Fehler nicht aufseiten der Serie und ihrer Macher, sondern bei den Fans.

Ich denke, das trifft es nicht ganz.

Ich fidne letztlich liegt da ein wenig Verantwortung auf beiden Seiten. Ja die Macher hätten mehr tun müssen um Discovery ins Universum einzubinden. Ich hab in der ersten Staffel mich lang und breit über die Klingonen ausgelassen. oder das sich die Discovery für nen hässlichen Eimer halte. Und aiuh einige Storyelemente kritisiert. Aber eben erst nachdem ich die Serie gesehen habe.

Was ich eben von dan "Fans" unfair finde sind zwei Dinge:

1. Wegen eines größerenn Elements die Ganze serie gleich in den Müll zu treten. Wieviele haben zum Beispiel bei Star Trek 11 gesagt: "Die habwn Vulkan zerstört - Der Film ist kacke".

2. Diese Ablehnung von vornherein. Alles was wir hier diskutieren ist nur anhand von Aussagen der macher und Trailern. das ist nicht das gesamt Bild, wenn die Serie über den Bildschirm flimmert. Zugegeben, davon bin cih auch nicht ganz frei. Der Sektion 31 Spinoff wird es bei mir auch schwer haben, eben weil eines der für mich wichtigten elemente - die Figuren - mit so einer Antagonistin wie der Ex Imperatorin besetzt ist.

Dennoch werde ich mein Credo beibehalten und der serie höchstwahrscheinlich eine Chance geben, mich eines besseren zu belehren.

das mache ich bei jeder Serie, die mich vom Thema oder vom Franchsie her interessiert. je nach Staffellänge gebe ich ihr drei bis sechs Folgen zeit mich wenigsten etwas zu begeistern.Diese Folgen hat DSC zum Beispiel auch gebraucht. Aber dann waren da Stammets, Culber und Tilly und es war um mich geschehen.
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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #176 am: 15.01.20, 22:41 »
Naja. das scheint eher subjektiv zu sein.

Für mich war TNG schon immer die Serie, zu der ich am wenigsten Zugang gefunden habe. Ich fand die Figuren alle etwas steif, besonders Picard. Und ihn halt eben auch etwas sehr oberlehrerhaft. Gut ich bin mit TOS durch meinen Vater zu ST gekommen und VOY war meine erste Serie die ich von anfang an geschaut habe.

TNG habe ich erst einmal komplett geschaut und auch bei meinen jetzigen Durchlauf auf Netflix komme ich nur langsam vorna weil ich keine Lust auf die Serie habe. Ich bin erst bei Ende Staffel 2 und ahbe bereits zwei Folgen - "das gesetz der Edo" und "Hotel Royale" - übersprungen.

TNG war für mich immer so "ist halt Star Trek, also gucken wir es mal.", aber eben nicht immer unterhaltend.
Selbstverständlich gibt es auch Folgen die ich schätze, aber je älter ich werde, verändert sich auch mein geschmack und inder Reihenfolge der Serien rutscht sie immer weiter nach hinten. Mittlerweile teilt sie sich Platz vier mit ENT.
Ah ja, dann heißt das, dass Du TNG nicht (so) magst. Okay.
Das bedeutet aber nicht, dass das Serienkonzept nicht funktioniert hätte: Wären Picard und TNG nicht besonders gut angekommen, bestünde jetzt, 26 Jahre nach Ende der Serie und 18 Jahre nach dem letzten Kinofilm kein Interesse an einer Serie rund um Picard.

Und genauso versucht man heute wieder, alle anderen Science Fiktion Fans ins Boot zu holen. Genauso wie vor 30 Jahren mit TNG. Das kann nicht allen Altfans gefallen, dass ist logisch. Aber selbst bei TNG hätte es solche ausufernde diskussionen gegeben, wenn es das Internet in der jetzigen Form gegeben hätte.

- Kein Kirk, kein Spock.
- Ein Klingone auf der Brücke
Da hast Du Recht, finde ich.
(Okay, mich hätte noch interessiert, wie man damals beurteilt hätte, dass die Klingonen jetzt keine Erzfeinde mehr sind. Auch unter TOS-Maßstäben muss das nämlich keine abträgliche Entwicklung sein).

Veränderungen auch innerhalb von ST sind nicht schlecht, man braucht sie, nicht nur, damit dieses "Universum" spannend bleibt, sondern auch damit es für die Zuschauer Relevanz besitzt.
Ich glaube nach wie vor, dass sich DSC leichter getan hätte, wenn es eine andere Zeitschiene gewählt hätte. Schreitet man voran, sind (vor allem die visuellen) Änderung gleich gar kein so gewaltiger Störfaktor.
Schade ist halt, dass die Macher jetzt ganz andere Vorstellungen davon haben, wie man Geschichten erzählen soll und sich gleichzeitig ja gar nicht mehr richtig mit dem 'Produkt', das sie vertreten, identifizieren.

Ich sage ja nicht, dass sich DSC nicht von den anderne Serien unterscheidet. Aber das hat sich TNG von TOS genauso. Ja eigentlich jede.
Ja, aber es gab doch den ein oder anderen Aspekt, der sie bis jetzt zusammenhielt. Bei TOS und TNG waren das zum Beispiel das grundsätzlich positive Grundgefühl; bei TNG und DS9 schlicht auch optische Elemente. DSC will ja eigentlich keine ST-Serie sein, das belegt eine Figur wie Georgiu durchaus eindrucksvoll.

Was mich halt irritiert, ist dieser semireligiöse Eifer, den manche Fans für die alten Serien an den tag legen. Ein Bekannter hat es mal gut auf den Punkt gebracht. "Star Trek fans sind im Grunde sehr konservativ."
Dieses Phänomen - mal stärker, mal weniger stark ausgeprägt - findet man eigentlich generell bei Hobbys und ähnlichem vor, zum Beispiel auch bei Sportfans. Selbst wenn es nicht sonderlich toll wirkt, sehe ich darin nichts so besonderes und also auch nichts, was ST-Fans exklusive wäre. Im Menschen vereinen sich Kreativtät und Lust, Neues zu entdecken, mit dem Wunsch nach Sicherheit und Vorhersehbarkeit, schätze ich. Wurde man bei beziehungsweise von einer Sache geprägt und verbindet sie mit etwas Positiven, ist es klar, dass der Wunsch nach Veränderung in diesem Fall eher graduelle Punkte betrifft. Eine Veränderung muss dann halt auch wirklich überzeugen können.

Und das beißt sich doch in meinen Augen etwas mit dem selbstgewählten Credo der Serien dorthin zu gehen, wo noch nie ein mensch gewesen ist. Also warum nicht neue facetten des Star Trek Universums entdecken. Wenn es einen nicht gefällt, kann man ja weiterfliegen.
Aber hat jede Serienwelt so viele Facetten, bis alle denkbaren Möglichkeiten durchgespielt sind?

Zitat
Die Frage ist nur, ob das wirklich zufriedenstellt.
Mich ja.
Ich meinte nicht, ob Charaktere und Technik zufriedenstellen können. Beide zusammen oder getrennt können das natürlich. Der von mir zitierte Satz war die Einleitung für den folgenden Vergleich und hier muss man eben sagen, dass ich es so beurteilen würde, dass zum Beispiel DSC (auch mit absichtlich unsympathischen beziehungsweise eher schlichten Figuren und einer eigentümlichen Auffassung von Technologien) in dieser Hinsicht eigentlich nicht so glänzen konnte.

Ich sage ja nicht, dass ich mit allen zufrieden bin,was in den letzten 11 Jahren gezeigt wurde. Gerade auch in dem bereich der Technik. Aber ich entscheide, ob mir etwas gefällt, NACHDEM ich es gesehen habe, und nicht vorher. Meistens zumindest.
Ich glaube, dass ist auch eine gute Einstellung.
Ich jedoch finde, dass Aussagen wie "Nothing is really safe. Nothing is really secure." von Stewart oder die Bilder aus den Trailern schon Teil der Geschichte sind. Die Leute bekunden ja auch Interesse oder gar Begeisterung auf Basis dieser reduzierten Informationslage. Kritischen Stimmen wird dann vorgeworfen, sich zu äußern, bevor man das Ergebnis in Gänze gesehen hat. Aber mit diesem Argument müsste man auch jeden einbremsen, der "Wow, Riker und Seven tauchen in der Serie auf!" sagt.
Trailer etc werden doch produziert, damit die Leute schon im Vorfeld reagieren.

Ich fidne letztlich liegt da ein wenig Verantwortung auf beiden Seiten. Ja die Macher hätten mehr tun müssen um Discovery ins Universum einzubinden. Ich hab in der ersten Staffel mich lang und breit über die Klingonen ausgelassen. oder das sich die Discovery für nen hässlichen Eimer halte. Und aiuh einige Storyelemente kritisiert. Aber eben erst nachdem ich die Serie gesehen habe.
Ja, aber das ist doch auch dieser eben angesprochene Punkt: In diesen Fällen hat das frühe Material (wie der Teaser, bei dem die "Discovery" immerhin kürzere Gondeln hatte, sich aber sonst nicht wirklich unterschied, oder dem geleakten Bild mit den Klingonen) gezeigt, dass es nicht aus der Luft gegriffen war, sich über diese Themen Gedanken zu machen.
Ich werde mich sehr freuen, wenn PIC inspirierend wird und zum Beispiel eine friedliche Erkundung des Weltraums zeigt, weil die bisherigen Infos und Trailer kein umfassendes Bild der Serie gezeichnet haben. Natürlich äußere ich jetzt nur meine Meinung zu dem, was ich bis jetzt über die Serie weiß, und werde mich dann, nachdem ich die ersten Folgen gesehen habe, vielleicht viel mehr freuen.

1. Wegen eines größerenn Elements die Ganze serie gleich in den Müll zu treten. Wieviele haben zum Beispiel bei Star Trek 11 gesagt: "Die habwn Vulkan zerstört - Der Film ist kacke".
Na ja, die Zerstörung von Vulkan ist halt doch auch so eine Art "Exponent", der die Ausrichtung des Filmes an sich beschreibt.
Denken wir mal wohlwollend an das Kurtzman-Zitat zurück: Vielleicht beschweren sich die Leute über die Zerstörung Vulkans, weil sie eigentlich sagen wollen, dass der ganze Film in der Vielzahl des Gezeigten nicht das Gefühl vermittelt, das man eigentlich mit ST verbinden möchte. Die Zerstörung Vulkans ist dann wie ein Symbol, das für das eigentliche Unbehagen steht.

2. Diese Ablehnung von vornherein. Alles was wir hier diskutieren ist nur anhand von Aussagen der macher und Trailern. das ist nicht das gesamt Bild, wenn die Serie über den Bildschirm flimmert. Zugegeben, davon bin cih auch nicht ganz frei. Der Sektion 31 Spinoff wird es bei mir auch schwer haben, eben weil eines der für mich wichtigten elemente - die Figuren - mit so einer Antagonistin wie der Ex Imperatorin besetzt ist.

Dennoch werde ich mein Credo beibehalten und der serie höchstwahrscheinlich eine Chance geben, mich eines besseren zu belehren.
Siehe oben: Ich glaube nicht, dass Aussagen und Trailer das fertige Produkt gar nicht betreffen werden.
Aber auch ich werde PIC eine Chance geben - nicht höchstwahrscheinlich, sondern bestimmt, denn es wäre wunderbar, wieder eine ansprechende ST-Serie zu bekommen :) :)




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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #178 am: 18.01.20, 00:33 »
So, ich bin gerade zurück von der Deutschland Premiere von "Star Trek Picard".
Ich stand zusammen mit meiner Euderion Crew vier Stunden in der Kälte am roten Teppich und es hat sich gelohnt, wir haben noch Karten ergattern können. Das wir in Uniform da waren, mag ein wenig geholfen haben ;-)

Zuerstmal war es mega, mal Sir Patrick Stewart in persona zu sehen. Aber auch der Rest des Cast und Crews war vor Ort. Unter anderen Jeri Ryan oder Jonathan del arco. Die haben fleißig Autogramme gegeben und selfies mit den Fans gemacht. Nur Sir Patrick wurde etwas mehr abgeschirmt.

Drinnen im Kino erzählten die Darsteller noch ein wenig, und dann durften wir uns die ersten drei Folgen der Serie anschauen.

Ich werd jetzt nicht spoilern was die Handlung angeht, aber ich muss sagen es hat mir sehr gefallen. Charaktere (obwohl wir in den ersten 3 Folgen noch nicht alle gesehen haben) und Plot sind nachvollziehbar und spannend und nicht so ein diffuses kuddelmuddel wie dieses Disco Debakel. Ja, das ist für mich wieder eine Serie die sich mit stolz Star Trek nennen darf.



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Antw:Star Trek: Picard (die neue Serie)
« Antwort #179 am: 18.01.20, 17:31 »
Sehr sehr cool!

 

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