Autor Thema: Stardust Chronicles Teil 1: Die Wiedergeburt der Menschheit.  (Gelesen 2491 mal)

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SSJKamui

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Ich versuche mich nach all den Jahren mal wieder an einem neuen Projekt. Hab bisher nur den Anfang fertig. Hoffe, der Gefällt schon mal. Ich will dieses mal was wirklich episches, großes schreiben. Mein Ziel war, eher was in Richtung, Dune, Foundation oder Perry Rhodan zu schreiben, als etwas im Stil der "kleinen Welt" der TV Sci Fi wie Star Trek. (Muss aber zugeben. Die Babylon 5 Episode "In 100 Jahren, In 1000 Jahren" hat mich schon sehr geprägt, bei dieser Idee.)

Auf einer fernen Welt, in einer fernen Zukunft:
Mehrere Kinder spielten auf einer grünen Wiese Ball. Obwohl die Umgebung voller unberührter Natur war, blitzten überall am Boden metallische Platten auf. Genau so standen überall riesige Türme, die an Antennen erinnerten, welche aber komplett überwuchert waren.
Von Weitem konnte man ein Dorf sehen, dessen Architektur ein wenig an eine Kreuzung aus dem alten Rom, dem Frühmittelalter und dem alten China erinnerte. Über der Stadt flogen kleine Gleiter und ab und zu startete ein Frachter von einer Startrampe ins Weltall, was jedes Mal in einem lauten Knall resultierte. Die Gleiter erinnerten entfernt an Vögel und an alte Fluggeräte Leonardo Davincis.
Drei große Straßen führten ins Dorf. Die meisten Fahrzeuge auf den Straßen waren vollautomatische LKWs, aber ab und zu sah man auch noch kleine Karren, die von einzelnen Bauern betrieben wurden, und die von riesigen, Stegosaurier artigen Tieren gezogen wurden.
Die Kinder trugen alle sehr einfache Kleidung. Nur die Mädchen trugen lange, weiße Kleider. Jedes Kind hatte auf seiner Stirn ein Zeichen, was seine Standeszugehörigkeit zeigte. Unter den Kindern waren sehr viele aus Händler- und Krieger Familien. Die Mädchen waren zum großen Teil aus dem Klerus und waren scheinbar mal dazu bestimmt, Tempeldienerinnen der vielen Kulte zu werden. In der Regel waren es rechtshändige Kulte, die sich dem Aufbau und dem Schutz widmeten. 2 der Mädels trugen aber auch Zeichen, die zu den Göttern der Zerstörung und damit zu Kulten des Pfad der linken Hand gehörten.
Arbeiterkinder waren nicht dabei. Dies lag daran, dass Arbeiter nur noch 15 Prozent der Gesellschaft ausmachten. Der Rest wurde durch Maschinen ersetzt. Ebenfalls galt das Militär nicht mehr als Arbeit, sondern als Aufgabe der Kriegerkaste gesehen, die per Definition keine Arbeit verrichtete. Wissenschaft, Medizin, Architektur, Krankenpflege etc. war auch Aufgabe des Klerus und damit meistens von Mönchen und Nonnen. Universitäten und Krankenhäuser waren alle in der Hand der Kirche.
Die Verbliebenen Arbeiter waren mehr Kunsthandwerker, die Dinge herstellten, zu denen Maschinen nicht in der Lage waren. Oder sie waren Ingenieure zur Wartung der Maschinen. Da nur noch so wenig Arbeiter da waren, hatte dies aber dazu geführt, dass die Gehälter extrem angestiegen waren und die Handelsgilden über große politische Macht verfügten.
2 Kinder lagen im hohen Gras und beobachteten die Sterne. Eines sprach: „Hadrian. Wenn Ich groß bin, dann werde ich auch das Weltall erforschen. Ich werde mal der Admiral der mächtigsten Flotte des Universums und werde die unbekannten Bereiche des galaktischen Imperums erforschen. Vielleicht erfahre ich dann auch endlich, warum meine Eltern verstarben.“
Hadrian erwiderte: „Stimmt. Hast Du mir erzählt. Deine Eltern haben ein antikes Schiff gefunden und sind bei dessen Erforschung umgekommen. Das Schiff hat seine Waffe aktiviert und damit die gesamte Station Da’ath pulverisiert. Die Kaiserliche Raumflotte verlor 2000 Leute und die klerikale Forschungsflotte verlor 10 Schiffe. Eine schreckliche Tragödie.“
Oben am Himmel konnte man ab und zu, wenn die Wolken gut standen, eine riesige, ringförmige Raumstation sehen.
Hadrian schaute gespannt auf die Raumstation und fragte seinen Freund:

„Ist das die, von der Ich gehört habe? Mein Vater hat mir erzählt, dass der Kaiser und der klerikale Wächterrat zwar viel Macht besitzen, aber alle nur Stellvertreter sind. Der wahre Herrscher soll der verborgene Priesterkönig sein. Der sogenannte Chakravartin, welcher der Menschheit den Überlicht Antrieb gab und die Menschheit aus dem dunklen Zeitalter des Kali Yuga führte. Er soll auch der Gründer des galaktischen Imperium gewesen sein.
Vor ungefähr 20.000 oder sogar 30.000 Jahren wurde er von einem seiner 12 Jünger verraten und getötet. Seitdem soll er in Kryostasis in dieser Raumstation liegen. Er soll am Tag der Prophezeiung wieder erwachen und die Menschheit vor größter Not retten.

Ob das wohl stimmt?“

In dem Moment näherte sich ein alter Mann den Kindern. Der Mann hatte einen riesigen weißen Bart und einen Gehstock. Von seiner Kleidung her zu urteilen schien er ein Eremit oder ein Pilger zu sein.
Der alte Mann legte seine Hand auf Hadrians linke Schulter und sprach:
„Doch mein Kind.
Es ist alles wahr.
Auf dieser Station ruht wirklich der legendäre Priesterkönig. Ich bin einer der allerwenigsten, die noch die wahre Geschichte kennen.
Alles begann lang vor der Entstehung des galaktischen Imperiums. Und wir sind auch nicht das erste galaktische Imperium. Es gab mehrere große Reiche der Menschheit. Der Chakravartin half immer, sie zu ungeahnten Höhen zu heben. Er sah aber auch jedes Mal, wie alles verfallen war.
Seine Geschichte reicht aber noch viel weiter in die Vergangenheit zurück. Zu der Zeit war die Menschheit noch nicht außerhalb ihres Heimatsonnensystems gewesen. Die Menschheit war damals noch in ihrer Wiege. Einem Planeten, der als die Erde bekannt war. „
Hadrian fragte ungläubig:
„Die Erde? Das kann nicht sein. Sie spinnen, alter Mann.
Die Erde ist kein Planet, sondern ein Asteroidenfeld, bestehend aus radioaktiv verseuchten Trümmern eines Planeten.“
Der alte Mann antwortete: „Etwas mehr Respekt. Natürlich war die Erde bewohnt. Auf deren Oberfläche wurden Teile von Technologie und uralter Zivilisationen gefunden. Wie sollen die wohl sonst da her gekommen sein? Hast Du dafür eine Erklärung?
Aber weiter. Es hat schon einen Grund, warum die Erde zerstört wurde. Damals war die Welt eine vollkommen Andere als heute. Heute ist Religion im Zentrum des Welt. Damals war eine Zeit größter Gottlosigkeit und Sünde. Der Mensch glaubte, es gäbe keinen Gott, weshalb er dieser Gott werden könnte. Der Versuch, zum Gott zu werden, hatte dem Menschen aber alles Menschliche genommen.
Selbst Liebe war Illegal und die Computer wollten sogar eine neue Menschheit züchten, die kein Geschlecht mehr besitzt. Die Menschen wurden in einer Computer Diktatur zusammen gesetzt und im Reagenzglas gezüchtet. Man gab dem Menschen Drogen und Mediale Berieselung, um sie zu gefügigen Sklaven zu machen. Der Mensch lebte nur noch, um die Arbeit zu tun, die kein Computer erledigen wollte.
Es war die perfekte Maschine und die Perfekte Tyrannis. Jedoch gab es ein Problem. Der Mensch erschuf den Rechner nach seinem Ebenbild und gab ihm auch eine Schwäche mit: Seine Gier.
Die Computer schafften es, alle Resourcen der Erde auszuplündern. Man versuchte Missionen zum Mars und zur Venus. Der Bergbau dort verlief aber nur schleppend. Man wollte noch eine Mission zum Jupiter. Bevor diese aber fertig gestellt werden konnte, ging dem Computer aber die Energie aus.
Dies resultierte in einem großen Blackout. Die Computer starben in weniger als einer Sekunde alle ab. Die Menschheit war endlich wieder frei. Sie musste aber alles neu lernen, was es bedeutete, ein Mensch zu sein.
Alle neuen Menschenarten, die der Computer erschaffen hatte, waren nicht Lebensfähig und starben nach kurzer Zeit. Einzig die Menschen, die am meisten Ähnlichkeit mit der früheren Menschheit hatten, waren in der Lage, ohne Computer zu überleben.
Nahrung war knapp und es herrschte extreme Finsternis. Es war eine Zeit der Gewalt und der Barbarei. Jeder war sich selbst der Nächste.
In diesem Trubel gelang es einer Gruppe von Menschen, einige Waffen der untergegangenen Maschinenzivilisation wieder zum Laufen zu bringen und sie stiegen damit zu neuen Warlords auf, welche die unterlegene Bevölkerung in eine neue Sklaverei trieben.
Unser Erlöser war der allerletzte im Brutkasten von Maschinen gezeugte Mensch. Durch den Energieausfall verlor sein Brutkasten an Energie. Er überlebte wie ein Wunder. Ein Tag nach seiner Ausreifung stürzte der Brutkasten in einen Fluss und er wurde von einer Stammesprinzessin eines Barbarenstammes gefunden. Da sie unfruchtbar war, beschloss sie, das Kind an Stelle eines eigenen Kindes auf zu ziehen.
Er wurde jahrelang nur „Der aus dem Wasser gezogene“ genannt. Trotzdem wuchs er zu einem außerordentlich intelligenten Menschen heran. Er war von seiner Intelligenz her den Meisten seiner Zeitgenossen weit überlegen. Er verstand auch die Maschinen besser als jeder andere Mensch.
Während er zu einem Mann heran reifte, wurde die Lage für die überlebende Menschheit zusehends finsterer. Wenn kein Wunder passierte, wäre die Menschheit in 30 Jahren an Rohstoffmangel ausgestorben. Doch dies interessierte die Mächtigen nicht. Diese waren da auch nicht schlauer als die Maschinenherrscher von vorher.
Eine Lösung musste her. Doch Gier, Hass und Verblendung schienen das Finden dieser Lösung zu einem Ding der Unmöglichkeit zu machen.“
« Letzte Änderung: 05.02.20, 19:22 by SSJKamui »

Suthriel

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Mhhhh... ist nicht so meins, weil das Setting eine irgendwie ziemlich widersprüchliche oder arg kontruierte Ausgangslage für die Historie in der Story zeigt, die eigentlich schnell in sich zusammen fällt, wenn man sich die gegebenen Dinge rund um den technischen Stand anschaut.

Ein ziemlicher Bruch für mich ist, das du zuerst die alten Menschen als sich zu Göttern aufschwingende Spezies darstellst, die quasi das Maß der Dinge ist, nur um direkt im nächsten Satz zu sagen, das Computer über alles herrschen und Menschen offenbar nur von diesen geduldet sind (wozu auch imer ein Computer noch Menschen braucht).
Da wäre es gut, das ganze etwas weiter auszubauen, zB das die Menschen immer mehr den Computern anvertrauten, evtl sich selbst auch modifizierten und Implantate einsetzten, um sich mit allen zu vernetzen, und genau deswegen auch immer abhängiger von ihnen wurden, was sie letztlich zu Maschinensklaven machte. Da die Computer aber stets auf Optimierung hinarbeiteten, fingen auch bald Experimente an, die Menschen nicht nur einfach mit Implantaten zu modifizieren, sondern sie grundlegend neu zu gestalten, um alles suboptimale und überflüssige (vom Maschinenstandpunkt aus gesehen) zu entfernen, was zu diversen neuen Menschenarten führte.


Wie auch immer, andere Dinge:
Computer schlecht programmiert und führt zu Problemen, kann ich mit leben; aufsteigende Religion mit Kulten und Kasten, naja, ist nichts neues, und leider auch nicht zu unrealistisch; aber dann Computer sterben wegen Energiemangel und Ressourcenmangel, obwohl die beschriebene Erde schon interplanetare Reisen drauf hatte?
Da krankts auf einen Schlag mit der Untergangsstimmung. Noch unglaubwürdiger ist leider das Szenario des Energiemangels für die Computerherrscher/Maschinenherrscher, die dann auf einen Schlag abschalten.
Sobald Raumfahrt so gut ausgebaut ist, das Reisen zu anderen Planeten im mehr als nur experimentiellen Stil gemacht werden können, hat damit auch Zugriff auf ein paar ganz gewaltige Energiequellen.

Allen voran Solarkraftwerke, welche dann direkt im All gebaut werden können (egal, ob man die Energie dann auf die Erde umleitet -> Laser, Mikrowellenstrahlung, Weltraumlift mit Kabel), oder extrem starke Energiezellen hin und herfliegt, aber schon mit einfacher Raumfahrt hat man Zugriff auf extrem viel Platz im All und entsprechend auch ungefilterte Sonneneinstrahlung.

Dann, alle Gasplaneten, welche geradezu gigantische Mengen an Wasserstoff und Helium haben (Jupiter besteht wohl zu 90% aus Wasserstoff, oder so). Auf menschliche Maßstäbe runtergebrochen heisst allein Jupiters Wasserstoff genug Energie für die nächsten paar Millionen Jahre ;) Und dann gibts ja noch Saturn, bei dem das nicht so viel anders ist ^.^

Ok, mag sein, das das den Menschen nicht hilft, aber Computern... die brauchen ja nur Strom, die können sich da Kolonien hinsetzen, und von dort aus alles im Sonnensystem fernsteuern, wenn sie wollten. Bis dahin sollten die auch rausgefunden haben, das sie keine Menschen brauchen, um zB. Ersatzteile für sich herzustellen, oder gar neue Technologie zu entwickeln :)


In der Gegenwart verstehe ich nicht so ganz, warum die paar verbliebenen Arbeiter, welche letztlich nur Luxusgüter herstellen, so hohe Gehälter bekommen, und Handelsgilden viel macht innehaben. Militär und Kirche arbeitet zwar nicht, wird aber sicher auch Lohn bekommen. Entsprechend können sich dann entweder 85% der Leute nichts von dem Luxus leisten, weil sie zu wenig bekommen und die Künstler so viel einsacken, oder die Künstler und Handelsgilden haben nur auf dem Papier viel Macht, weil Künstler zwar neues gestalten, aber das dann eh von Maschinen repiliziert wird, zu Spottpreisen, was Handelsgilden jegliche Macht raubt, weil es von Maschinen kopiert werden kann, sobald der Bauplan erstmal erstellt wurde.
Handelsgilden oder eben Händler bekommen nur Macht, wenn es wirklich rare Dinge gibt, die nicht überall hergestellt werden können, UND die auch viele Leute wollen. Aber mit 85%er Automatisierung fällt dafür die Grundlage einfach weg, weil letztlich so gut wie alles nach wie vor von Maschinen kommt.
Und Baupläne schützen klappt schon heute nicht... schau einfach Richtung 3D Drucker und Thingiverse, was da alles rumliegt und auf Ausdruck wartet ;)
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SSJKamui

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Vielen Dank für die ausführliche Kritik. Ich überarbeite das nochmal. Die Kritik ist schon richtig Hilfreich.
« Letzte Änderung: 06.02.20, 14:56 by SSJKamui »

Max

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Joah, ich sehe da auch ein paar Ungereimtheiten, hatte es aber auch noch aus einer anderen Perspektive gesehen: Zumindest die Erzählung des alten Mannes handelt ja von einer fernen Vergangenheiten. Gut möglich, dass sich da einige Fehler eingeschlichen haben, zumal, wenn die Überlieferung durch gesellschaftliche Phänomene wie etwa religiösen Doktrinen gefärbt sein dürften.

Meiner Meinung nach spielt der Text dann seine Stärken aus, wenn die Figuren sprechen. Natürlich geht es hier zunächst mal viel um Exposition, aber die Figuren schaffen es in meinen Augen schon, die Informationen mit ihrem eigenen Hintergrund etwas zu emotionalisieren.
An sich ist mir der Stil aber ehrlich gesagt ein bisschen zu nüchtern, weil Du auch in den Beschreibungen ziemlich viel erklärst, statt die Bilder mehr für sich alleine stehen zu lassen. Es wäre zum Beispiel eine Möglichkeit gewesen, die Kinder einfach mal nur zu beschreiben und dem Leser dabei dann auch zum Schluss kommen zu lassen, dass es keine Arbeiterkinder gibt - ohne gleich zu erklären, warum das der Fall. Dieses kleine Rätsel für den Leser kann sich dann ja nach und nach selbst und zwar beim Leser klären.
Gut, das ist jetzt wahrscheinlich zunächst einmal "nur" das Setup, das den Ausgangspunkt für die eigentliche Geschichte darstellt, und ich persönlich könnte mir vorstellen, dass Du da eine große Welt konstruiert hast und gleich loslegen möchtest. Dennoch hätte ich es wahrscheinlich bevorzugt, wenn die Erklärungen nicht so gezielt gekommen wären.

SSJKamui

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Vielen Dank für die Kritik. Werde ich bei meiner Überarbeitung beachten.

Ich stimme zu. War echt was zu nüchtern/hölzern/sachlich

Suthriel

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Eine Sache ist mir eingefallen, in der ich mich getäuscht habe, hinsichtlich des Lohnes der Arbeiter. Also der Lohn kann tatsächlich abnormal hoch sein, so verglichen mit Nicht-Arbeitern, obwohl alles von automatisierten Fabriken und Maschinen kommt, und zwar, wenn sie das Discounter-Prinzip verwenden. Das hatte ich nicht aufm Schirm gehabt ^.^ Anstatt wenige teure Sachen herzustellen (was eben so nicht lange gehen würde, dank Bauplan kopieren), werden massig Teile zu Spottpreisen hergestellt, aber dann auch millionenfach verkauft, so das selbst die kleinste Beteiligung am Verkauf sich sehr schnell zu erquicklichen Beträgen aufsummiert.
Nur was die Handelsgilden da machen könnten, weiss ich immer noch nicht.

Allerdings würde ich dann auch die Arbeiter mehr zu Designer unschreiben, oder Entertainer, oder beides zusammen, wie Steve Jobs (oder heutzutage Youtuber/Influencer). Deren Macht kommt vom Hype, wie sie sich und ihre Produkte (egal wie gut oder schlecht die tatsächlich sind) perfekt vermarkten können, und ihre Fans bzw. Kulte lenken und instrumentalisieren können. Das würde aber auch eine Änderung befürworten, das eigentlich jeder sowas machen könnte, aber eben nur ein Bruchteil wirklich im großen Stil erfolgreich ist, während andere eben klein und fein vor sich hindümpeln (und es deswegen zB wieder schnell sein lassen).
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SSJKamui

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Eine Sache ist mir eingefallen, in der ich mich getäuscht habe, hinsichtlich des Lohnes der Arbeiter. Also der Lohn kann tatsächlich abnormal hoch sein, so verglichen mit Nicht-Arbeitern, obwohl alles von automatisierten Fabriken und Maschinen kommt, und zwar, wenn sie das Discounter-Prinzip verwenden. Das hatte ich nicht aufm Schirm gehabt ^.^ Anstatt wenige teure Sachen herzustellen (was eben so nicht lange gehen würde, dank Bauplan kopieren), werden massig Teile zu Spottpreisen hergestellt, aber dann auch millionenfach verkauft, so das selbst die kleinste Beteiligung am Verkauf sich sehr schnell zu erquicklichen Beträgen aufsummiert.
Nur was die Handelsgilden da machen könnten, weiss ich immer noch nicht.

Allerdings würde ich dann auch die Arbeiter mehr zu Designer unschreiben, oder Entertainer, oder beides zusammen, wie Steve Jobs (oder heutzutage Youtuber/Influencer). Deren Macht kommt vom Hype, wie sie sich und ihre Produkte (egal wie gut oder schlecht die tatsächlich sind) perfekt vermarkten können, und ihre Fans bzw. Kulte lenken und instrumentalisieren können. Das würde aber auch eine Änderung befürworten, das eigentlich jeder sowas machen könnte, aber eben nur ein Bruchteil wirklich im großen Stil erfolgreich ist, während andere eben klein und fein vor sich hindümpeln (und es deswegen zB wieder schnell sein lassen).

Das ist ne Super Idee. Danke. Erinnert mich sogar an einige Sozialphilosophen, die ich vor Kurzem gelesen habe.

SSJKamui

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Tausende Jahre vorher, auf einem damals nicht so fernen Planeten namens Erde:

Es war eine technologische Wüste. Riesige Fabriken und Computersysteme beherrschten die Landschaft. Natur gab es nur noch in Form von Unkraut, was in den Ritzen der riesigen Stahlplatten wucherte. Im ganzen Gelände fauchten Gase aus Rohren, und zuckten Restenergien von kurzgeschlossenen Stromleitungen.

Dies war aber nicht das Schockierendste. Der Anblick im Inneren war deutlich furchtbarer. Er offenbarte, was die Technikverliebtheit anrichtete und was sie aus den Menschen machte.

Im Inneren waren Reihen von Brutkästen, in denen viele künstlich erzeugte Embryonen gerade qualvoll erstickten. An der Gegenüberliegenden Wand sah man Massen von Hirnteilen, die eigentlich zu Menschen gehörten. Man hat diese aber zerlegt und in Reihe geschaltet, um einen gigantischen Supercomputer zu formen.

Genau so an anderen Stellen. Man hat menschliche Organe ihren Trägern entrissen, auseinander genommen und zu Bauteilen eines riesigen Supercomputers gemacht. Der Mensch der Zukunft war kein Individuum, er war ein Dividuum, was von den herrschenden Maschinen zerlegt und als Ersatzteil missbraucht werden konnte.

Die Glücklicheren wurden mit Drogen abgerichtete Sklaven. Die, die richtig Pech hatten, wurden auseinander genommen und Teil der Maschine.

Auf einmal passierte es. Durch ein Kurzschluss wurde ein voll entwickelter Embryo widerbelebt. Er fing langsam an zu atmen und zu schreien. Einen Schrei, den aber niemand hören konnte.

Dann geschah eine weitere Fehlfunktion und der betreffende Brutkasten löste sich aus seiner Verankerung und raste zu boden. Einer der letzten Säuberungsroboter, die noch aktiv waren, sahen den Kasten, hielten ihn für schrott, und warfen ihn in eine Kühlwasserleitung.

Dort trieb der Kasten ins Freie, in einen riesigen, künstlichen Kanal voller Dämpfe. Das Baby bemerkte nichts von der Außenwelt.

Nach etwa einer halben Stunde wurde der Kasten an Land gespült.

Von weitem konnte man eine Gruppe Menschen sehen, die dort ein Dorf errichtete und primitive Landwirtschaft betrieb. Das Dorf war nicht sehr fortschrittlich und erinnerte eher an einen Germanenstamm, als an eine weit entwickelte Gesellschaft. Stellenweise sah es aus und roch es so wie in einem Slum. Viele der Leute trugen Computerchips und andere geplünderte Elektronik als Schmuck auf ihrer Kleidung.

Die Männer waren dabei, irgendwelche großen Insekten auf offenem Feuer zu rösten und bemerkten nicht, dass da ein Brutkasten angeschwemmt wurde.  Aber eine Person sah ihn. Eine Junge Stammesprinzessin von circa 14 Jahre alt. Der angeschwemmte Schrott weckte ihre Neugierde.

Alexander_Maclean

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Du gibst hier viel Informationen, aber sehr ungelenk. Halt alles in beschreibungstext gepackt. das macht es etwas ermpdend zu lesen.
Portfolio
Projekt "One Year a Crew" Status: Konzept 100% Schreiben 28,26% Grafisches 0% Erscheinjahr 2022


SSJKamui

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Du gibst hier viel Informationen, aber sehr ungelenk. Halt alles in beschreibungstext gepackt. das macht es etwas ermpdend zu lesen.

Stimmt. Mist.

Kommt wahrscheinlich davon, dass ich etwas aus der Übung bin.

 

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