Science Fiction, 3D Modelling & Fan Fiction

FanFiction => Star Trek FanFiction - Generell => Da gedachte ein zweiter des Satyrs => Thema gestartet von: Max am 08.01.12, 11:06

Titel: Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Max am 08.01.12, 11:06
Da gedachte ein zweite des Saytr
Schwarz (11/2380)


Hier präsentiere ich Euch die erste Folge der Satyr-Serie - und sie ist gleich etwas untypisch für die Reihe. Andererseits ist die Serie ja thematisch nicht eng begrenzt.
Nun, wie der Folgentitel "Schwarz" ja schon andeutet, wird es ernst.

Inhalt: Eigentlich sollte die "Satyr" aus den tiefen des Alls zurückkehren und einen Heimathafen anfliegen, damit Captain Ligeti abgelöst werden kann. Doch aufgrund eines Notfalls entschließt sich der Kommandant zu einer eigenmächtigen Kursänderung...

(http://www.lunae.eu/satyr/Kompass-Schwarz.png)

Umfang: 13 Seiten

Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: darett am 08.01.12, 15:54
Habe sie mir runtergeladen und werde sie gleich mal durch lesen.
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: SSJKamui am 08.01.12, 16:17
Hmm. Beim Download ladet mein Browser nicht die Datei herunter sondern eine PHP Datei mit dem Namen index. :confused

Ich kann mir zwar vorstellen, was für eine Aufgabe diese Datei hat, allerdings stimmt wenn diese heruntergeladen wird hier was gewaltig nicht.
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: darett am 08.01.12, 17:02
»Kann ich etwas für Sie machen, Jef? Sie waren schon...?«
Hier stellt sich mir die Frage, was soll er für Jef machen und zum anderen würde es vielleicht besser klingen, wenn man das machen durch erledigen ersetzt?

»Mein Sohn...«, wollte Hamun anheben, doch der Außerirdische winkte ab.
»Ja«, entgegnete er. »Ja, jetzt verstehe ich.«
»Werden Sie helfen können?«, fragte Ligeti.
»Ja, das werden wir.«

Diese Stelle verstehe ich nicht ganz. Ich dachte Captain Ligeti hatte sich herunter gebeamt, um zu helfen. Wenn dem so ist, hättest du das Gespräch anders aufbauen müssen.   

»Ja«, entgegnete er. »Ja, jetzt verstehe ich.«
Wer sagt das, und was versteht er?

Ich frage mich die ganze Zeit, was funktioniert nicht???

Mir stellt sich auch die Frage: was wäre nicht das erste Wunder im Weltraum?
Ich weiß ich kann gemein sein. Entschuldige bitte.

Misses Hamun, ich bin in der Lage, in der wir uns befinden, nicht sein Captain.
Dieser Satz passt so ganz und gar nicht zu einander, finde ich. Aber ich fabriziere auch solche Sätze. ^^

Den ersten Offizier verstehe ich auch nicht ganz.
Er ist der erste Offizier eines Raumschiffes, kann sich aber nicht überwinden, seinem Sohn zu sagen, dass er sterben wird? Mir würde es persönlich auch schwer fallen, aber das sind nun mal die Pflichten, die mal als Eltern hat.

Dass der Captain es dem Kind nun doch sagt, finde ich nicht richtig. Sorry. Hier hätte ich den Ersten Offizier so lange zu geredet bis er es nun endlich tut. Kinder können mehr ertragen, als man glaubt.

Ich hätte es dem Kind vielleicht so beigebracht:
„Schon sehr bald, wirst du wieder spielen können. Aber bis dahin, musst du dich erst einmal ausruhen und deine Kräfte schonen.“
Das ist nur eine Idee von mir. Aber das ist auch schwer, da die passenden Worte zu finden. Merke ich gerade.

Mir stellt sich jetzt noch die Frage: Warum will den der Captain sich jetzt zurückziehen. Oder habe ich da wieder etwas überlesen?


Puch. Fertig. *Grinst*

Für eine Kurzgeschichte ist die Idee, überhaupt nicht unübel muss ich sagen. Doch ich fand es etwas schwer zu lesen. Verwirrend trifft es besser. Beschreibst zwar alles, mit Kräftigen Wörtern, aber irgendwie kommt es mir so vor, als ob du immer schon viel weiter bist.
Du beschreibst die Ankunft des Schiffes, auf den Planete, so schnell, dass man keine Zeit hat, eins zu werden mit den Charakteren. Der Commander und seine Frau, z.b. sind mir so etwas von unsympathisch, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, wie haben die es zu einem Posten auf einem Schiff geschafft.

Der Captain ist für mein Empfinden, eine etwas traurige Gestalt. Das einzig Positive was mir an ihm aufgefallen ist, dass es dem jungen erklärt hat, was ihm bevorsteht. Mehr kann ich so dem Charakter nicht sagen.

Auch hätte ich noch gerne etwas mehr, über die Aliens erfahren.
Was ich sehr gut fand, wie du die Landschaft in der Nähe der Hütte beschrieben hast.

Was ich mir noch gewünscht hätte: ein paar mehr abstände und bessere Übergänge, zu den jeweiligen Situationen.


Ich hoffe du fühlst dich jetzt nicht auf den Schlips getreten und kannst mit meiner Kritik etwas anfangen. Ich freue mich schon auf deine Überarbeitete Fassung.   
             
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Max am 08.01.12, 21:27
Hmm. Beim Download ladet mein Browser nicht die Datei herunter sondern eine PHP Datei mit dem Namen index. :confused

Ich kann mir zwar vorstellen, was für eine Aufgabe diese Datei hat, allerdings stimmt wenn diese heruntergeladen wird hier was gewaltig nicht.
Hmm, also bei meinem Test funktioniert es.

Alternativ kannst Du die PDF auch .: hier :. (http://www.lunae.eu/satyr/MM-Satyr-Schwarz--11-2380.pdf) runterladen :)





Ich hoffe du fühlst dich jetzt nicht auf den Schlips getreten und kannst mit meiner Kritik etwas anfangen.           
Vielen Dank fürs Lesen und für das ausführliche Feedback :)


»Kann ich etwas für Sie machen, Jef? Sie waren schon...?«
Hier stellt sich mir die Frage, was soll er für Jef machen und zum anderen würde es vielleicht besser klingen, wenn man das machen durch erledigen ersetzt? 
Nun, in Anbetracht der Lage, könnte man erstmal annehmen, das Angebot von Ligeti sei zunächst floskelhaft, in jedem Fall aber allgemein gehalten, denn darin offenbart sich schon mal ein Teil der Hilflosigkeit. "Erledigen" klänge ein mir persönlich ein wenig zu sehr, als ob es hier um eine konkrete Arbeit ginge. "Machen" und "tun" sind keine besonders schönen Wörter, aber hier wäre das schon relativ treffend und "kompensieren" so ein wenig meinen sonst doch eher umständlichen Prosastil zumindest in der wörtlichen Rede etwas.


»Mein Sohn...«, wollte Hamun anheben, doch der Außerirdische winkte ab.
»Ja«, entgegnete er. »Ja, jetzt verstehe ich.«
»Werden Sie helfen können?«, fragte Ligeti.
»Ja, das werden wir.«

Diese Stelle verstehe ich nicht ganz. Ich dachte Captain Ligeti hatte sich herunter gebeamt, um zu helfen. Wenn dem so ist, hättest du das Gespräch anders aufbauen müssen.
Ligeti und Hamun haben sich runtergebeamt, um von den Außerirdischen zu erfahren, ob die bereit sind, dem Sohn Hamuns zu helfen.


»Mein Sohn...«, wollte Hamun anheben, doch der Außerirdische winkte ab.
»Ja«, entgegnete er. »Ja, jetzt verstehe ich.«
»Werden Sie helfen können?«, fragte Ligeti.
»Ja, das werden wir.«

[...]
Wer sagt das, und was versteht er?
Das "er" bezieht sich auf den Außerirdischen und er versteht, weshalb Hamun hier ist, nämlich weil er hofft, dass hier sein Sohn geheilt wird.
Die Außerirdischen - und das drückt sich auch in ihrer Kommunikationsweise aus - sind etwas (sehr ;)) vage gehalten, dazu noch mehr.


Ich frage mich die ganze Zeit, was funktioniert nicht???
Die Therapieform der Außerirdischen.
Hamun bat Ligeti, dass man dort hinfliegt, weil die Medizin der Sternenflotte / der Föderation dem Kind nicht mehr helfen kann.
Und wie genau die Therapie der Außerirdischen aussieht, lasse ich bewusst weg. Es geht hier darum, dass eine Hoffnung besteht, für die es eigentlich keine Grundlage gibt und damit kann eine Heilung auch nicht erklärt werden, sondern muss wie ein Wunder wirken: Für die Heilungsverfahren, die McCoy, Crusher & Co. benutzten, gab es immer irgendwelche Erklärungen - hier kann es sie nicht geben.


Mir stellt sich auch die Frage: was wäre nicht das erste Wunder im Weltraum?
Ich weiß ich kann gemein sein. Entschuldige bitte.
Kein Grund, sich zu entschuldigen :) Dass der Junge geheilt wird, wäre nicht das erste Wunder im Weltraum.


Misses Hamun, ich bin in der Lage, in der wir uns befinden, nicht sein Captain.
Dieser Satz passt so ganz und gar nicht zu einander, finde ich. Aber ich fabriziere auch solche Sätze. ^^
Hmm, was passt da denn nicht zueinander?
Misses Hamun, ich bin in der Lage, in der wir uns befinden, nicht sein Captain.
Rot...  ist die Anrede. Grün... ist der eigentliche Hauptsatz. Blau... ist der Nebensatz, der die Situation näher bestimmt. Der Hauptsatz beschreibt, dass Ligeti nicht sein Captain ist, wenn es um den möglichen Tod von Hamuns Sohn geht.


Den ersten Offizier verstehe ich auch nicht ganz.
Er ist der erste Offizier eines Raumschiffes, kann sich aber nicht überwinden, seinem Sohn zu sagen, dass er sterben wird? Mir würde es persönlich auch schwer fallen, aber das sind nun mal die Pflichten, die mal als Eltern hat.

Dass der Captain es dem Kind nun doch sagt, finde ich nicht richtig. Sorry. Hier hätte ich den Ersten Offizier so lange zu geredet bis er es nun endlich tut. Kinder können mehr ertragen, als man glaubt.

Ich hätte es dem Kind vielleicht so beigebracht:
„Schon sehr bald, wirst du wieder spielen können. Aber bis dahin, musst du dich erst einmal ausruhen und deine Kräfte schonen.“
Das ist nur eine Idee von mir. Aber das ist auch schwer, da die passenden Worte zu finden. Merke ich gerade.
Also, der Erste Offizier (Heyse) ist nicht der Vater (Jef Hamun) des kranken Kindes, aber was Deinen Vorwurf angeht, er, der Vater des Kindes, müsse mit dem Kind reden, stimme ich Dir voll und ganz zu. Aber das ist sozusagen die "Pointe" der Geschichte: Die Eltern verhalten sich nicht so, wie sie es eigentlich müssten und obwohl es nicht richtig ist, kommt hier eben der Captain ins Spiel und er übernimmt diese Rolle eben. Diesen Punkt kann man leicht noch ausbauen, aber das wäre zu viel für eine Kurzgeschichte gewesen, denn hier hätte ich nocheinmal "psychologisieren" müssen, denn für die Satyr-Reihe wird noch sehr wichtig werden, was Bedrohungen wie etwa der Dominion-Krieg aus einer Gesellschaft gemacht hat: Wird der Tod zu etwas Normalen oder zu einem Tabu, dem sich manche Personen einfach nicht stellen können...
Und in der Geschichte ging es dann schon auch darum, dem Tod als Tod zu begegnen und da wäre es nicht die Wahrheit, sondern das Schüren einer falschen Hoffnung, wenn man dem Kind sagen würde, dass es schon sehr bald wieder spielen könne.


Mir stellt sich jetzt noch die Frage: Warum will den der Captain sich jetzt zurückziehen. Oder habe ich da wieder etwas überlesen?
Das kann man nicht wissen, jedenfalls "jetzt" noch nicht. Diese Folge spielt im November 2380, der Grund, warum Ligeti sein Amt niederliegt, passierte im April 2380. Diese Folge wird noch kommen, denn die Ereignisse weiß ich schon, habe sie nur noch nicht richtig niedergeschrieben.
Das ist für den Leser jetzt sicherlich nicht ideal, als Autor ist es aber schon reizvoll, so "unchronologisch" zu schreiben.


Für eine Kurzgeschichte ist die Idee, überhaupt nicht unübel muss ich sagen. Doch ich fand es etwas schwer zu lesen. Verwirrend trifft es besser. Beschreibst zwar alles, mit Kräftigen Wörtern, aber irgendwie kommt es mir so vor, als ob du immer schon viel weiter bist.
Joah, ich neige zum "raffen" der Ereignisse, weil ich nur das beschreibe und "auf den Tisch bringe", was ich für die Geschichte (für die Botschaft) wichtig finde. Und ich verfahre auch immer nach dem Grundsatz, lieber etwas zu viel wegzulassen, als zu viel zu beschreiben, denn ich halte es für wichtig, dass der Leser selber Raum bekommt, aus den Puzzleteilen das Bild zu machen, was er selbst daraus machen kann.


Du beschreibst die Ankunft des Schiffes, auf den Planete, so schnell, dass man keine Zeit hat, eins zu werden mit den Charakteren. Der Commander und seine Frau, z.b. sind mir so etwas von unsympathisch, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, wie haben die es zu einem Posten auf einem Schiff geschafft.

Der Captain ist für mein Empfinden, eine etwas traurige Gestalt. Das einzig Positive was mir an ihm aufgefallen ist, dass es dem jungen erklärt hat, was ihm bevorsteht. Mehr kann ich so dem Charakter nicht sagen.
Nun, die Charaktere wie Commander Heyse und Captain Ligeti werden noch Zeit bekommen, sich als Figuren stärker hervorzutun: Aus diesem Grund habe ich micht entschieden, einige Themen, die ich für Geschichten mit mir herumtrage, in eine Serie zu packen, weil hier die Figuren durch Einzelaspekte und in der Ganzheit der Folgen erst gebildet werden.
Dass der Physiker Hamun (der Vater) und seine Frau nicht unbedingt sympathisch rüberkommen, höre ich gerne, denn jenseits der menschlichen Schwäche, die sie repräsentieren, mangelt es ihnen an vielen Aspekten der Menschlichkeit, die sie sympathisch machen würden. Deswegen auch der Nachname der Eltern: Hamun - ein Anagramm zu 'human'!
Ligeti steht noch unter dem Eindruck früherer Ereignisse und das, was in dieser Geschichte passierte, trägt auch nicht gerade zu seiner Aufmunterung bei.


Auch hätte ich noch gerne etwas mehr, über die Aliens erfahren.
Was ich sehr gut fand, wie du die Landschaft in der Nähe der Hütte beschrieben hast.
Danke für das Lob.
Was die Aliens betrifft... Da habe ich länger nachgedacht, wie ich das handhaben soll und dann bin ich darauf gekommen, dass eine genauere Beschreibung der Außerirdischen nur von der Funktion ablenken würde, die sie in der Geschichte einnehmen sollen: Das Unbekannte, die unbekannte Hoffnung, die Projektionsfläche für Wünsche, die nur dann funktionieren kann, wenn sie selbst keine Form besitzt.


Was ich mir noch gewünscht hätte: ein paar mehr abstände und bessere Übergänge, zu den jeweiligen Situationen.           
Das mit den Übergängen verstehe ich, da bin ich meist sehr "sprunghaft" ;)
Mit den Abständen meinst Du mehr Absätze / Leerzeilen?


Ich hoffe du fühlst dich jetzt nicht auf den Schlips getreten und kannst mit meiner Kritik etwas anfangen. Ich freue mich schon auf deine Überarbeitete Fassung.
Ich freue mich generell über Kritiken :)
Ich glaube nicht unbedingt, dass ich die Geschichte überarbeiten werde; für in die Art und Weise, wie ich zukünftige Geschichten verfassen werde, hat mir Dein Feedback aber schon weitergeholfen, denn es ist immer sehr interessant, wie das, was man geschrieben hat, ankommt.
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: darett am 08.01.12, 23:58
Freut mich dass ich dir helfen konnte Max. Bei den einen oder anderen Sachen.

Dazu muss ich auch noch mal sagen, dass ich es schwer fand zu lesen. Und umso mehr, würde ich mich über eine Überarbeitet Fassung sehr freuen.   

Jab. Ich meine mehr Absätze.   
 
 
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: SSJKamui am 09.01.12, 07:10
Hmm. Beim Download ladet mein Browser nicht die Datei herunter sondern eine PHP Datei mit dem Namen index. :confused

Ich kann mir zwar vorstellen, was für eine Aufgabe diese Datei hat, allerdings stimmt wenn diese heruntergeladen wird hier was gewaltig nicht.
Hmm, also bei meinem Test funktioniert es.

Alternativ kannst Du die PDF auch .: hier :. (http://www.lunae.eu/satyr/MM-Satyr-Schwarz--11-2380.pdf) runterladen :)

Danke.
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Max am 09.01.12, 20:52
Dazu muss ich auch noch mal sagen, dass ich es schwer fand zu lesen.
Wenn ich fragen darf: Das lag dann aber an den inhaltlichen Sprüngen (sozusagen von Schauplatz A zu Schauplatz B) und an den zwangsläufigen Lücken, die noch nicht zu vermeiden sind (warum Ligeti sein Amt als Captain abgibt), oder auch am eigentlichen Stil?


Alternativ kannst Du die PDF auch .: hier :. (http://www.lunae.eu/satyr/MM-Satyr-Schwarz--11-2380.pdf) runterladen :)

Danke.
Gern geschehen :)
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: darett am 16.01.12, 22:39
Ich denke es waren die Sprünge.

Die alles ein wenig unübersichtlich haben wirken lassen.

Ansonsten ist der Stil vollkommen in Ordnung. Meiner ist schlechter.   
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Max am 19.01.12, 18:46
Ich denke es waren die Sprünge.

Die alles ein wenig unübersichtlich haben wirken lassen.
Okay, ich verstehe. Ich werde zukünftige Texte dahingehend noch einmal unter die Lupe nehmen. Die Sprünge kommen schon mal zustande, weil ich eine relativ tief sitzende Abneigung dagegen habe, Dinge mitzuteilen, die eigentlich keine gesteigerte Relevanz haben und es andererseits auch sehr reizvoll finde, wenn sich Szenen erst nach und nach erklären.

Ansonsten ist der Stil vollkommen in Ordnung.
Danke :)
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: David am 06.08.12, 12:25
So, jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen, Satyr zu lesen.

"Schwarz" gefällt mir gut, die teilweise erdrückende Stimmung unter den Charakteren ist greifbar, auch wenn ich mir eine etwas ausführlichere Vorgeschichte zu den Umständen, die in der Geschichte erzählt werden / herrschen wünschen würde.

Doch als Kurzgeschichte ist sie wirklich klasse erzählt.
Dein Stil ist anspruchsvoll, aber gut zu lesen.

Doch am Anfang musste ich den Kopf ziemlich rauchen lassen, um mir die Zusammenhänge und die Umstände der Handlung deutlich zu machen.

Vielleicht liegt das daran, dass du hier mitten in eine laufende Handlung reingesprungen bist.
Wie gesagt - man kann so etwas machen - aber da es hier um die Schicksale der Crew der Satyr geht/zu gehen scheint, hätte ich es vielleicht anders gemacht.
Nicht, dass dein Weg jetzt falsch wäre.

In jedem Falle finde ich, gelingt es dir hier, Emotionen glaubwürdig darzustellen.
Der Titel "Schwarz" ist dem Inhalt der Handlung angemessen... na ja... ich würde sogar sagen, er passt super.

Ich bin gespannt, wie die Geschichte um die Satyr und ihre Crew weiter geht.
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Max am 06.08.12, 13:13
So, jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen, Satyr zu lesen.
Dafür möchte ich mich gleich schon mal sehr bei Dir bedanken :)

Es freut mich, dass Dir die Geschichte gefallen hat und dass Du findest, dass ich die Emotionen glaubwürdig dargestellt habe, weil das in diesem Fall schon die zentrale Sache war.
Die Grundstimmung der Folge ist recht deprimierend, bei dem Thema unter diesen Bedingungen aber auch nicht wirklich anders denkbar. Nachdem ich mit dem Titelnamen ja allgemein bei der Satyr-Reihe schonmal sowas wie eine symbolische Botschaft oder ein Thema mit auf den Weg geben will, konnte "Schwarz" aber auch wirklich kaum zu einem anderen Ergebnis führen, wenngleich das Thema Tod freilich auf viele Weisen betrachtet werden kann.

Es stimmt schon, dass ich bei "Schwarz" ziemlich in die Ereignisse hineinspringe. Ich glaube, das hat hauptsächlich zwei Gründe. Zum einen, weil es mir storyintern um die eigentliche Aussage mehr als um unwichtige Details ging: Ich hätte mir zwar eine Krankheit genau ausdenken können, an der das Kind leidet, aber "Schwarz" sollte ja keine "Krankengeschichte" bzw. Arztstory sein, sondern sich dem Umgang mit dem Thema Tod selbst widmen. Hintergründe zu den Figuren wären dennoch in dem Sinne nicht vergekehrt, nur hier kommt der zweite Grund ins Spiel. Zum anderen ist es nämlich so, dass das Serienprinzip der Satyr-Reihe dafür sorgt, dass die Charaktere nicht in jeder Folge allein, sondern über mehrere Folgen hinweg vorgestellt werden. Ich habe ein klares Bild von dem, was Ligeti und Heyse vor "Schwarz" zugestoßen sein wird, nur zum digitalen Papier gebracht habe ich es noch nicht.
Das ist Fluch und Segen eines Serienkonzepts, weil sich das große Ganze erst mit der Zeit herausbildet.
Bei den Guttapercha-Geschichten (also zwischen 2383 und 2394) und den Stories rund um Hunter (also ab 2394) konnte sich da sozusagen allein schon aufgrund der Zahl der Episoden hier wohl inzwischen mehr "bilden".
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Max am 10.09.13, 20:47
Sie war die erste Folge der Reihe, die ich veröffentlicht habe - es liegt also nichts näher, als dieser Geschichte auch als erste Episode unter den alten einen "Kompass" zu schenken: :)

(http://img69.imageshack.us/img69/4702/y6ay.png)
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Alexander_Maclean am 10.11.13, 20:51
so wie versprochen meine Kritik zu "Schwarz"

Du beginnst hier gleich mit einer mhm eher ungewöhnlichen Situation

Aber ich finde du gehst als Autor vom Stil her gut mit der Sache um. Lange vom Rthymus eher ruhige Sätze. Und kaum klare Aussagen inder wörtlichen rde. das passt.

genausp wie du die Figuren beschreibst.

Das die Hamuns selber ihren Kind nicht sagen können, dass es sternbben muss und dennoch alles versuchen, es zu retten eben auch mit Alienmedizin finde ich voll nachvollziehbar. Und selbst das Ligeti damit Probleme hat und nicht die volle Wahrheit sagt, zumoindest nicht dem Kind gegenüber, voll okay.

ich habe mich als Autor im RPG selber um ein ähnlich gelagertes Thema gedrückt. Nämlich als mein Charakter seinen Töchtern sagen muss, dass die Mutter Tot ist.

Das man da keine Worte findet, halte ich für normal. Und ich kann nur jeden wünschen, so eine Mitteilung niemals machen müssen.

Dann finde ich gibt es auch ein Bonuspunkt, dass du eben den Tod nicht zeigst um die "Sensationslust" deiner Leser zu befriedigen.
Denn du hältst den leser trotz aller Ernsthaftigkeit des Theams etwas außen vor. Und zwar mit einen einfachen Kniff: Der eigentliche Hauptcharakter - das Kind - wird nicht näher beschrieben. Der Leser kann dadurch keine direkte emotionale Bindung aufbauen. Das geschieht einzig allein über Ligeti, den du ja als Autor direkt "verfolgst" und selbst der ist, trotz des Thema so irgendwo dennoch etwas dstanztiert zu dem Kind. Und diese Distanz hältst du bei.

Fazit

Schwieriges Thema, gleich zum Einstieg, Wobei du auch den Angemessenen Umgang mit dem Thema zeigst.
Aber auch aufgrund der Distanz zum geschehen jetzt nicht abschreckend, als das man als Leser sagt: "Noch ne Folge lese ich nicht."
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Max am 19.12.13, 13:45
Danke für's Lesen, Alex, und erst recht für das nicht eben kleine Feedback :) :)

so wie versprochen meine Kritik zu "Schwarz"

Du beginnst hier gleich mit einer mhm eher ungewöhnlichen Situation

Aber ich finde du gehst als Autor vom Stil her gut mit der Sache um. Lange vom Rthymus eher ruhige Sätze. Und kaum klare Aussagen inder wörtlichen rde. das passt.

genausp wie du die Figuren beschreibst.
Vielen Dank! Da bekomme ich selber mal wieder Lust, die Geschichte zu lesen :)

Das die Hamuns selber ihren Kind nicht sagen können, dass es sternbben muss und dennoch alles versuchen, es zu retten eben auch mit Alienmedizin finde ich voll nachvollziehbar. Und selbst das Ligeti damit Probleme hat und nicht die volle Wahrheit sagt, zumoindest nicht dem Kind gegenüber, voll okay.

ich habe mich als Autor im RPG selber um ein ähnlich gelagertes Thema gedrückt. Nämlich als mein Charakter seinen Töchtern sagen muss, dass die Mutter Tot ist.

Das man da keine Worte findet, halte ich für normal. Und ich kann nur jeden wünschen, so eine Mitteilung niemals machen müssen.
Das ist auch wirklich ein schwieriges, ein heikles Thema, ein Thema, bei dem ich auch so ein wenig die Empfindung habe, dass es keine guten Lösungen gibt, weil der Grund für die Angst und die Trauer ja nicht ungeschehen gemacht werden kann. Sich dem Thema entziehen zu wollen, wird da verständlich und zu einem zentralen Aspekt der Folge, hier noch gesteigert durch die Rolle von Ligeti, der als Captain plötzlich alles übernehmen können soll.

Dann finde ich gibt es auch ein Bonuspunkt, dass du eben den Tod nicht zeigst um die "Sensationslust" deiner Leser zu befriedigen.
Denn du hältst den leser trotz aller Ernsthaftigkeit des Theams etwas außen vor. Und zwar mit einen einfachen Kniff: Der eigentliche Hauptcharakter - das Kind - wird nicht näher beschrieben. Der Leser kann dadurch keine direkte emotionale Bindung aufbauen. Das geschieht einzig allein über Ligeti, den du ja als Autor direkt "verfolgst" und selbst der ist, trotz des Thema so irgendwo dennoch etwas dstanztiert zu dem Kind. Und diese Distanz hältst du bei.
Es stimmt: Voyeurismus wollte ich in jedem Fall vermeiden. Das Kind kommt wirklich nicht häufig vor und der Leser erhält die Möglichkeit, sich etwas zu distanzieren - oder eben doch ein paar "Verknüpfungen" eben über Ligeti aufzubauen. Vielleicht war ich mir auch sicher, dass man als Leser gar nicht so viel gesagt und gezeigt bekommen muss, weil man ja an sich genügend Empathie besitzt, um sich etwas in die Situation hineinzufühlen - immerhin geht es hier ja nicht um einen heldenhaften, "sinnvollen" Tod.

Schwieriges Thema, gleich zum Einstieg, Wobei du auch den Angemessenen Umgang mit dem Thema zeigst.
Aber auch aufgrund der Distanz zum geschehen jetzt nicht abschreckend, als das man als Leser sagt: "Noch ne Folge lese ich nicht."
Danke für die Beurteilung. Das beruhigt mich auch ein Stückweit, weil ich schon so ein wenig Zweifel hatte, ob es eine kluge Entscheidung ist "Schwarz" als erste Geschichte der Reihe zu veröffentlichen.
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Dahkur am 13.02.15, 14:51
Wow! Das war ja richtig harter Tobak! Ich habe selbst zwei kleine Kinder und das Szenario, welches Du hier beschreibst, ist das mit Abstand fürchterlichste, das Eltern widerfahren kann. Die Art, wie Du es beschrieben hast, hat mir ungelogen szenenweise Tränen in die Augen getrieben. Ich  habe innerlich auf die Eltern gewütet, die ihre Verantwortung auf den Captain abschoben, dann wieder gedacht, sie doch ein wenig zu verstehen (aber nicht völlig!), und war dann erstaunt über die Feinfühligkeit, mit welcher Du diese schreckliche Situation beschrieben hast, in welcher sich der Captain befindet. Seine Versuche, das Richtige zu tun, dann wieder seine Selbstvorwürfe, sich hinter seiner Position zu verstecken (was sehr gut zu diesem Charakter passt, Otto-Normalo hätte sich diese Vorwürfe nie gemacht )… Du begleitest diesen Charakter so intensiv in dieser Situation, dass es beim Lesen bereits weh tut.
 
Dein Minimalismus in der ersten Szene mit Erwähnung von Familie, „jetzt ist es soweit“ und Ligetis geschockter Reaktion haben wieder vollkommen ausgereicht, dass klar war, um was es geht. Toll!

Bisher fand ich „Anthrazit“ am genialsten, aber „Schwarz“ hat sicherlich am tiefsten getroffen. – Auf zur nächsten Schüttelfrost-Attacke.

Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Max am 19.02.15, 10:59
Danke fürs Lesen! Es ist ja wirklich ein großes Kompliment für die Geschichte, wenn sie Dich rühren konnte, obwohl es mir natürlich fast auch schon wieder leid tut, weil "Schwarz" ja nicht wirklich etwas anderes als traurige Gefühle hervorrufen kann.
Ich glaube eigentlich, dass ich die Geschichte nicht hätte schreiben können, wenn ich selbst schon Kinder hätte. Oft soll die Literatur ja hilfreich sein, indem sie sich schwierigen Themen stellt; so richtig vorbereiten kann sie nicht, man "wappnet" sich durch die fiktiven Erlebnisse ja nicht im eigentlichen Sinne für mögliche reale. Und dann wäre mir die Auseinandersetzung mit dem Thema Tod des eigenen Kindes vielleicht einfach in dem Sinne zu viel gewesen, dass sie einfach zugunsten der anderen Ideen (an denen es zur Entstehungszeit von "Schwarz" ja auch nicht mangelte) fallen gelassen.
Aber ich konnte mir auch vorstellen, dass der mögliche Tod für die Eltern unvorstellbar scheint und sie sich deswegen auch der Verantwortung nicht stellen wollen. Dass hier der Captain ins Spiel kommen soll, wirkt auf den ersten Blick ein wenig merkwürdig, aber in Star Trek hatte der Captain immer eine seltsame Position, trotz aller menschlichen Aspekte wurde ja ja nicht selten verherrlicht, ja quasi vergöttlicht. Insofern ist das auch eine Geschichte, die dem Status des Captains in ST den Spiegel vorhält, obwohl sich ja Ligeti auch ziemlich viel Mühe gibt.
Das Interessante ist, dass mir gar nicht viele Details zu dieser Geschichte präsent sind. Ich müsste sie auch mal wieder lesen, aber umgekehrt gibt es da ja dann doch auch aufbauendere Lektüre ;)
Danke, dass Du sie gelesen und kommentiert hast. Ich freue mich immer sehr darüber! :)
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Dahkur am 22.02.15, 07:40
Danke fürs Lesen! Es ist ja wirklich ein großes Kompliment für die Geschichte, wenn sie Dich rühren konnte, obwohl es mir natürlich fast auch schon wieder leid tut, weil "Schwarz" ja nicht wirklich etwas anderes als traurige Gefühle hervorrufen kann.

Bloß nicht leid tun! Traurige Gefühle sind unheimlich wichtig. Wie sollen wir denn die Sonne schätzen können, wenn wir nicht im Schatten gelebt haben? Meine Jugend habe ich als manisch-depressiver Gothic-Typ verbracht und die tiefen Einsichten in mein Seelenleben, die mir das gebracht hat, wollte ich bei allen Selbstmordgedanken, die da so herumschwirrten, niemals wieder missen!

Zitat
Ich glaube eigentlich, dass ich die Geschichte nicht hätte schreiben können, wenn ich selbst schon Kinder hätte. Oft soll die Literatur ja hilfreich sein, indem sie sich schwierigen Themen stellt; so richtig vorbereiten kann sie nicht, man "wappnet" sich durch die fiktiven Erlebnisse ja nicht im eigentlichen Sinne für mögliche reale.

Darüber habe ich beim Lesen auch nachgedacht. Ich sehe im Schreiben schwieriger Themen jetzt allerdings weniger eine Art Vorbereitung auf Mögliches, sondern sehr viel mehr die Verarbeitung von eventuell Geschehenem. Das muss nicht etwas Reales sein, sondern kann auch auf unterbewusster Ebene liegen.

Zitat

Dass hier der Captain ins Spiel kommen soll, wirkt auf den ersten Blick ein wenig merkwürdig,

Es kam mir gar nicht merkwürdig vor. Es passt zu der Familienstruktur gerade auf Galaxy-Schiffen. Ich konnte auch völlig nachvollziehen, warum die Mutter wollte, dass er es ihrem Mann sagt. In der Situation bin ich mir auch nicht sicher, ob ich noch vernünftig mit meinem Partner reden könnte.

Zitat
Das Interessante ist, dass mir gar nicht viele Details zu dieser Geschichte präsent sind. Ich müsste sie auch mal wieder lesen, aber umgekehrt gibt es da ja dann doch auch aufbauendere Lektüre ;)

Das kommt immer auf die momentane Stimmung an ;)

Zitat
Danke, dass Du sie gelesen und kommentiert hast. Ich freue mich immer sehr darüber! :)

Solange ich Dir damit nicht auf den Keks gehe ... Ich mache es jetzt so, dass ich im halb- bis Wochenabstand einen neuen Kommentar poste, dann ballt es sich nicht so :D
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Max am 13.03.15, 19:37
Bloß nicht leid tun! Traurige Gefühle sind unheimlich wichtig. Wie sollen wir denn die Sonne schätzen können, wenn wir nicht im Schatten gelebt haben? Meine Jugend habe ich als manisch-depressiver Gothic-Typ verbracht und die tiefen Einsichten in mein Seelenleben, die mir das gebracht hat, wollte ich bei allen Selbstmordgedanken, die da so herumschwirrten, niemals wieder missen!
Och, ich persönlich hätte da jetzt einfach mal die These, dass ich mit meinem Leben schon was anfangen könnte, wären da nur unterschiedlich sonnige Ereignisse, ohne dass da schattige dazwischenfunken ;)
Gut, es gibt da wirklich auch andere Stimmungslagen, die einfach dazu gehen, und sei es nur eine Melancholie.
Andererseits können manche Gefühle, die sozusagen von Außen an einen herangetragen werden - in Form von Geschichten, von Musik, von Filmen, von Erzählungen -, ungemein mächtig sein. Dann hat etwas, was an sich nichts mit einem zu tun hat, so einen Einfluss, dass man beispielsweise mindestens den halben Tag traurig ist, ohne eigentlich einen Anlass dafür zu haben.

Zitat
Ich glaube eigentlich, dass ich die Geschichte nicht hätte schreiben können, wenn ich selbst schon Kinder hätte. Oft soll die Literatur ja hilfreich sein, indem sie sich schwierigen Themen stellt; so richtig vorbereiten kann sie nicht, man "wappnet" sich durch die fiktiven Erlebnisse ja nicht im eigentlichen Sinne für mögliche reale.

Darüber habe ich beim Lesen auch nachgedacht. Ich sehe im Schreiben schwieriger Themen jetzt allerdings weniger eine Art Vorbereitung auf Mögliches, sondern sehr viel mehr die Verarbeitung von eventuell Geschehenem. Das muss nicht etwas Reales sein, sondern kann auch auf unterbewusster Ebene liegen.
Das ist eine spannende, interessante Perspektive.
"Direktes" Verarbeiten findet bei mir glaube ich beim Schreiben nicht statt, obwohl ich natürlich auch Stimmungen mit einfließen lasse. Und was unterbewusst so abläuft... Man sollte wahrscheinlich besser nie einem Psychologe eine eigene Geschichte zu lesen geben  :dpanik ;)

Zitat

Dass hier der Captain ins Spiel kommen soll, wirkt auf den ersten Blick ein wenig merkwürdig,

Es kam mir gar nicht merkwürdig vor. Es passt zu der Familienstruktur gerade auf Galaxy-Schiffen. Ich konnte auch völlig nachvollziehen, warum die Mutter wollte, dass er es ihrem Mann sagt. In der Situation bin ich mir auch nicht sicher, ob ich noch vernünftig mit meinem Partner reden könnte.
Na ja, stimmt schon irgendwie. Aber trotzdem finde ich es eine Art von Überhöhung, wenn der Captain auf alles eine Antwort haben soll.

Solange ich Dir damit nicht auf den Keks gehe ... Ich mache es jetzt so, dass ich im halb- bis Wochenabstand einen neuen Kommentar poste, dann ballt es sich nicht so :D
Das würde mich sehr, sehr freuen  :lieb
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: VGer am 11.08.15, 17:04
Ich fürchte, ich folge Dahkurs Vorbild und schütte Dich jetzt einfach mal mit Kommentaren zu ... :P

... hier draußen im All wäre es nicht das erste Wunder. – und man hört nicht auf zu hoffen.

Die Geschichte war hart, und ich bin mir noch immer ziemlich unschlüssig, was ich davon halten soll. Das Thema ist schwierig und sehr emotional, aber Du behandelst es ohne ins übermäßig Pathetische abzugleiten, das gefällt mir gut. Ein Kind stirbt. Dass eine Situation wie diese schrecklich, unfair, traumatisierend, traurig etc. pp. ist, das ist offensichtlich, ohne dass es ständig betont werden müsste ... und dadurch, dass Du Dich auf das Wesentliche konzentrierst und Ligeti als de facto Unbeteiligten ins Geschehen schickst, durch diese distanzierte Perspektive, wird die Geschichte nur noch kraftvoller.

Die offensichtliche Hilflosigkeit aller Beteiligten macht die Geschichte authentisch. So oft passiert es, dass Captains als die immer souveränen Übermenschen dargestellt werden ... in einer meiner Geschichten sagt Captain Harry Kim (als seine große Liebe aufgrund eines Befehls den er geben musste in Lebensgefahr schwebt), dass es Situationen gibt, auf die auch die beste Ausbildung und die meiste Erfahrung nicht vorbereiten kann – daran musste ich beim Lesen ständig denken. Und bei Eltern ist es wohl nichts anderes.

Eine kleine Inkonsistenz ist mir allerdings aufgefallen: als Ligeti das Kind besucht, ist der allererste Satz Das Kind hatte keine Augen mehr – und anderthalb Seiten später sprechen die Blicke plötzlich Bände ... das ist entweder surreal-metaphorisch oder schlichtweg unlogisch.

So, das war's schon wieder von mir. Bis zum nächsten Mal! :)
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Max am 12.08.15, 22:30
Danke, erst recht bei dieser nicht eben zum nebenher lesen geeigneten Folge :)

Ich fürchte, ich folge Dahkurs Vorbild und schütte Dich jetzt einfach mal mit Kommentaren zu ... :P
Gerne! Ich fühle mich wie Dagobert Duck, der in seinem Geldspeicher Runden dreht!

... hier draußen im All wäre es nicht das erste Wunder. – und man hört nicht auf zu hoffen.

Die Geschichte war hart, und ich bin mir noch immer ziemlich unschlüssig, was ich davon halten soll. Das Thema ist schwierig und sehr emotional, aber Du behandelst es ohne ins übermäßig Pathetische abzugleiten, das gefällt mir gut. Ein Kind stirbt. Dass eine Situation wie diese schrecklich, unfair, traumatisierend, traurig etc. pp. ist, das ist offensichtlich, ohne dass es ständig betont werden müsste ... und dadurch, dass Du Dich auf das Wesentliche konzentrierst und Ligeti als de facto Unbeteiligten ins Geschehen schickst, durch diese distanzierte Perspektive, wird die Geschichte nur noch kraftvoller.

Die offensichtliche Hilflosigkeit aller Beteiligten macht die Geschichte authentisch. So oft passiert es, dass Captains als die immer souveränen Übermenschen dargestellt werden ... in einer meiner Geschichten sagt Captain Harry Kim (als seine große Liebe aufgrund eines Befehls den er geben musste in Lebensgefahr schwebt), dass es Situationen gibt, auf die auch die beste Ausbildung und die meiste Erfahrung nicht vorbereiten kann – daran musste ich beim Lesen ständig denken. Und bei Eltern ist es wohl nichts anderes.
Danke für Deine Kritik. Ich finde das Thema, dass es für manche Probleme einfach keine schöne, keine gute Lösung gibt wichtig, auch wenn sich hier die Katze in den Schwanz beißt, weil so eine Geschichte trotzdem mitschwingend immer die Frage stellt, ob nicht doch noch etwas auszurichten ist.
Ligeti ist - natürlich - für sowas wieder der Mann, den ich ins Rennen schicke, auch wenn es mit jedem Captain interessant wäre: Guttaperche hätte eine eigene Position, ohne bei einem fundamental anderem Ergebnis als Ligeti zu landen. Hunter würde grandios scheitern, aus einem tragischen Unglück zwei oder mehr machen ;) :(
Ich bin froh, dass Du den Text nicht pathetisch findest, das war mir nämlich sehr wichtig.

Eine kleine Inkonsistenz ist mir allerdings aufgefallen: als Ligeti das Kind besucht, ist der allererste Satz Das Kind hatte keine Augen mehr – und anderthalb Seiten später sprechen die Blicke plötzlich Bände ... das ist entweder surreal-metaphorisch oder schlichtweg unlogisch.
Ich musste mir die Stelle noch mal durchlesen - und da sind mir leider ein paar Rechtschreibfehler aufgefallen. Peinlich  :duck
Zu den Augen. Ja beziehungsweise nein. Das ist schon eine Metapher - also der erste Satz: "Das Kind hatte keine Augen mehr" ist kein Abbild der realen Verhältnisse, sondern steht dafür, dass das Kind in diesem Moment einem der Hauptsinne (die optische Wahrnehmung ist in den Satyr-Folge an sich immer wichtig) und quasi dem vielzitierten Spiegel der Persönlichkeit, Spiegel der Seele beraubt ist.

So, das war's schon wieder von mir. Bis zum nächsten Mal! :)
Danke :) :) :)
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: VGer am 13.08.15, 00:11
Danke, erst recht bei dieser nicht eben zum nebenher lesen geeigneten Folge :)

Perfekte Urlaubslektüre, eben deswegen ... für mich sollte Urlaubslektüre eher nicht seicht sein, denn gerade wenn ich die Freiheit im Kopf und im Terminkalender habe, mich mit schwierigen Themen auseinanderzusetzen, lese ich sowas umso lieber.

Ich musste mir die Stelle noch mal durchlesen - und da sind mir leider ein paar Rechtschreibfehler aufgefallen. Peinlich  :duck

Ach was ... mir sind jedenfalls keine aufgefallen, die den Lesefluss gestört hätten, aber was weiß ein Ausländer wie ich schon? :P

Ligeti ist - natürlich - für sowas wieder der Mann, den ich ins Rennen schicke, auch wenn es mit jedem Captain interessant wäre: Guttaperche hätte eine eigene Position, ohne bei einem fundamental anderem Ergebnis als Ligeti zu landen. Hunter würde grandios scheitern, aus einem tragischen Unglück zwei oder mehr machen ;) :(

Die anderen kenne ich noch nicht, also kann ich jetzt leider nichts dazu sagen. Aber bald, hoffentlich, ich bin neugierig und wir können uns gerne zu einem späteren Zeitpunkt nochmal darüber unterhalten ... ;)

Eine kleine Inkonsistenz ist mir allerdings aufgefallen: als Ligeti das Kind besucht, ist der allererste Satz Das Kind hatte keine Augen mehr – und anderthalb Seiten später sprechen die Blicke plötzlich Bände ... das ist entweder surreal-metaphorisch oder schlichtweg unlogisch.
Zu den Augen. Ja beziehungsweise nein. Das ist schon eine Metapher - also der erste Satz: "Das Kind hatte keine Augen mehr" ist kein Abbild der realen Verhältnisse, sondern steht dafür, dass das Kind in diesem Moment einem der Hauptsinne (die optische Wahrnehmung ist in den Satyr-Folge an sich immer wichtig) und quasi dem vielzitierten Spiegel der Persönlichkeit, Spiegel der Seele beraubt ist.

Nun ... vermutlich bin ich da vorbelastet: mein Vater war blind, er hatte tatsächlich keine Augen mehr (uuund nur am Rande angemerkt bin ich deswegen auch nicht überzeugt davon, dass man unbedingt Augäpfel haben muss um die Seele sichtbar zu machen :P ), also habe ich trotz aller Liebe zu Metaphern ein ziemlich konkretes Bild im Kopf, wie das aussieht wenn man keine Augen hat, und das passt mit den Textfragmenten eben nicht zusammen.

Hättest Du das nicht explizit so betont (wäre es nicht gleich der erste Satz gewesen, der natürlich mehr hängenbleibt als der dritte oder fünfte) oder etwas anders formuliert (hätte das Kind einen starren / leeren / glasigen Blick ins Nirgendwo oder einfach nur fest geschlossene Augen gehabt, hätte seine Mimik Bände gesprochen), wäre es mir vermutlich nicht einmal aufgefallen, so jedoch umso mehr. Vor allem, da die (nicht näher definierte ... was auch nicht unbedingt sein muss, aber Fragen aufwirft, vor allem wenn der Leser medizinisch interessiert ist) Krankheit des Kindes ein Hauptmotiv ist, auch deswegen habe ich das mit der optischen Wahrnehmung in diesem Zusammenhang eher anatomisch-pathologisch als metaphorisch gesehen.
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: Max am 19.08.15, 11:15
Ach was ... mir sind jedenfalls keine aufgefallen, die den Lesefluss gestört hätten, aber was weiß ein Ausländer wie ich schon? :P
Das spricht für Deine Intelligenz, weil Dein Verstand einfach die Fehler überliest, indem er sie gleich während des Lesens korrigiert :)

Die anderen kenne ich noch nicht, also kann ich jetzt leider nichts dazu sagen. Aber bald, hoffentlich, ich bin neugierig und wir können uns gerne zu einem späteren Zeitpunkt nochmal darüber unterhalten ... ;)
Ich freue mich schon drauf :)

Nun ... vermutlich bin ich da vorbelastet: mein Vater war blind, er hatte tatsächlich keine Augen mehr (uuund nur am Rande angemerkt bin ich deswegen auch nicht überzeugt davon, dass man unbedingt Augäpfel haben muss um die Seele sichtbar zu machen :P ), also habe ich trotz aller Liebe zu Metaphern ein ziemlich konkretes Bild im Kopf, wie das aussieht wenn man keine Augen hat, und das passt mit den Textfragmenten eben nicht zusammen.

Hättest Du das nicht explizit so betont (wäre es nicht gleich der erste Satz gewesen, der natürlich mehr hängenbleibt als der dritte oder fünfte) oder etwas anders formuliert (hätte das Kind einen starren / leeren / glasigen Blick ins Nirgendwo oder einfach nur fest geschlossene Augen gehabt, hätte seine Mimik Bände gesprochen), wäre es mir vermutlich nicht einmal aufgefallen, so jedoch umso mehr. Vor allem, da die (nicht näher definierte ... was auch nicht unbedingt sein muss, aber Fragen aufwirft, vor allem wenn der Leser medizinisch interessiert ist) Krankheit des Kindes ein Hauptmotiv ist, auch deswegen habe ich das mit der optischen Wahrnehmung in diesem Zusammenhang eher anatomisch-pathologisch als metaphorisch gesehen.
Oha, da hab ich ja was geschrieben :(

Also ich verstehe Deine Lesart der Stelle vollkommen. Ich hätte die Metapher wohl besser "markieren" müssen, sonst hat man da nicht wirklich Anhaltspunkte, sie gut einzuschätzen.

Ich bin inzwischen auch zu der Erkenntnis gelangt, dass ich eigentlich gar kein großer Fan von Metaphern bin, sie so oft gar nicht einsetze. Ich lande dann als Alternative praktisch immer bei waschechten Vergleichen, die dann aber trotzdem nicht oberflächlich bleiben, sondern einen tieferen Sinn transportieren sollen. Ich glaube ich finde diesen Weg irgendwie besser, weil ich auch die Befürchtung hätte, bei anderen Formen zu, hmm, zu schnell ins Blumige zu geraten.
Titel: Antw:Schwarz - 11/2380
Beitrag von: VGer am 19.08.15, 12:51
Ach was ... mir sind jedenfalls keine aufgefallen, die den Lesefluss gestört hätten, aber was weiß ein Ausländer wie ich schon? :P
Das spricht für Deine Intelligenz, weil Dein Verstand einfach die Fehler überliest, indem er sie gleich während des Lesens korrigiert :)

Nö, das spricht für Deine Beherrschung der deutschen Sprache ... denn es gibt durchaus Texte, bei denen mir der Intelligenz zum Trotz der Verstand aussetzt, weil sie aus mehr Fehlern als Text bestehen. ;)

Also ich verstehe Deine Lesart der Stelle vollkommen. Ich hätte die Metapher wohl besser "markieren" müssen, sonst hat man da nicht wirklich Anhaltspunkte, sie gut einzuschätzen.

Ich bin inzwischen auch zu der Erkenntnis gelangt, dass ich eigentlich gar kein großer Fan von Metaphern bin, sie so oft gar nicht einsetze. Ich lande dann als Alternative praktisch immer bei waschechten Vergleichen, die dann aber trotzdem nicht oberflächlich bleiben, sondern einen tieferen Sinn transportieren sollen. Ich glaube ich finde diesen Weg irgendwie besser, weil ich auch die Befürchtung hätte, bei anderen Formen zu, hmm, zu schnell ins Blumige zu geraten.

Ich denke, da ist auch ganz viel Interpretationssache ... hätte ich nicht diesen, nennen wir es einmal, "persönlichen Bezug" zu dem Thema, hätte ich es vielleicht auch anders verstanden?
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