Science Fiction, 3D Modelling & Fan Fiction

FanFiction => Autorentipps => Thema gestartet von: ulimann644 am 30.08.09, 14:31

Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 30.08.09, 14:31
Hier ein paar Gedanken zur Zusammenstellung der Personen, die im Hauptsächlichen die Abenteuer einer FF durchleben sollen.

Ich selbst benutze gerne eine Gruppe von sieben Personen, welche den harten Kern der Hauptfiguren bilden ( die glorreichen Sieben könnte man sagen )
Lustigerweise findet man diese spezielle Anzahl von Protagonisten auch in vielen Filmen oder Büchern wieder.

Um eine interessante Mischung zu erhalten, bei der die Zusammenarbeit, aber auch Konflikte gleichermaßen glaubhaft funktionieren, ist es wichtig auf das Zusammenspiel der Charaktere zu achten.

Was sich nicht empfielt ist eine Gruppe reiner Extremcharaktere. Zugegebenermaßen ist eine solche zusammenstellung verlockend, aber allgemein funktioniert eine solche \"Extremgruppe\" auf Dauer nicht so gut.

Besser ist hier die Wahl zweier verschiedener Extreme - und die restlichen Personen näher am \"Durchschnitt\" anzusiedeln
Beispiel: Ein Choleriker einerseits der einem Phlegmatiker andererseits gegenübersteht - und alle anderen Personen liegen vom Temperament eher dazwischen.

Aber auch zwei Charaktere, die sich in den Extremen gleichen können gut funktionieren - zum Beispiel, wenn beide sehr Temperamentvoll sind.

Idealerweise haben diese Personen die verschiedensten Vorlieben und Fähigkeiten, wobei einige der Interessen sich durchaus überlappen sollten um auch Berührungspunkte zu haben.
Allgemein gilt: je mehr man von den Figuren erfährt desto lebendiger wirken sie - allerdings sollten sich die einzelnen Eigenschaften nicht widersprechen ( Geduldig UND Temperamentvoll - das glaubt man nicht wirklich )

Aus Erfahrung hat es sich als Vorteilhaft erwiesen, wenn man sich ein Notizbuch zulegt, in dass man sich die wichtigsten Eckdaten zu seinen Personen notiert. Schon um ausloten zu können, wer mit wem besser oder schlechter kann, oder ob eine gewisse Szene mit einer bestimmten Person funktioniert.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 12.09.09, 21:46
Weil das Thema gerade so schön im FF - News - Diskussionsthread behandelt wurde:

Die heldengruppe als Ganzes.

Gleich vorneweg. vergesst es gleich alle gleichermaßen behandeln zu wollen. Wenn man wie in den meisten St Serien einen 7 - 9 köpfigen Maincast habt, dann gehen ein paar nach meiner Erfahrung immer unter.

meistens gibt es dann eine gewisse Zahl haupthelden, die fast immer den Tag retten und der rest verkommen ein wenig als Stichwortgeber.

In TOS waren das Dreamteam Kirk - Spock - McCoy
in TNG würde ich sagen: Picard - Riker - Data (Worf - und geordi) hatten auch IMO auch viel zeit. Aber gerade in den Filmen war der Focus eher bei Picard - Data und Worf
in Voy waren es ab staffel vier ganz klar Janeway - Seven - Doctor
ENT: Archer  - T\'Pol - Trip

Einzig DS9 hat es recht gut geschafft alle Charakteren mehr oder weniger gerecht zu werden. (es ist daher auch irgendwo keien Überrschung, dass in BSG auch die zahl der wirklich wichtigen leuten auh etwas größer ist, als man es sonst so kennt.)

Lange rede kurzer Sinn:

Man kann nicht allen Figuren gerecht werden. meisten bleibt die Hälfte oft auf der Strecke.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Will Pears am 12.09.09, 22:09
also ehrlich gesagt, habe ich mir über die heldentruppe keine langen gedanken gemacht. Für meine Serie hatte ich zu Beginn einen relativ ungewöhnlichen Charakter, ein übergewichtiger, relativ unerfolgreichen Bolianer, dann habe ich überlegt, wie ich ihn auf ein Sternenflottenschiff bekomme, da kam die Idee des Barkeepers auf. Mit einem mal war seine Schwester die Captain und die wichtigsten Posten mit ein paar Namen besetzt. Im folgenden habe ich mir dann überlegt, was das für Figuren werden sollen.

Und seitdem baue ich die Charas, wenn mir gute Ideen kommen. Dabei gilt jedoch, dass nur das factum ist, was auch schon veröffentlicht wurde, alles andere bin ich bereit zu ändern, wenn ich ne bessere Idee habe.

Bis heute habe ich z.B. alle Ideen für eine Figur, den Doktor meiner FF-Serie, verwerfen müssen.

Wenn ich diese Charas habe, dann stelle ich sie natürlich in Beziehung, aber ich plane diese Beziehungen nicht zuvor. Das ist die Art, wie ich an die Entwicklung von Charakteren rangehe. So entwickel ich Konflikte und Probleme vollkommen improvisorisch.

mfg,
Will Pears

Ps: Hoffe, dass das hier rein passt ;D
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 13.09.09, 08:47
Zitat
Original von Will Pears
also ehrlich gesagt, habe ich mir über die heldentruppe keine langen gedanken gemacht. Für meine Serie hatte ich zu Beginn einen relativ ungewöhnlichen Charakter, ein übergewichtiger, relativ unerfolgreichen Bolianer, dann habe ich überlegt, wie ich ihn auf ein Sternenflottenschiff bekomme, da kam die Idee des Barkeepers auf. Mit einem mal war seine Schwester die Captain und die wichtigsten Posten mit ein paar Namen besetzt. Im folgenden habe ich mir dann überlegt, was das für Figuren werden sollen.

Und seitdem baue ich die Charas, wenn mir gute Ideen kommen. Dabei gilt jedoch, dass nur das factum ist, was auch schon veröffentlicht wurde, alles andere bin ich bereit zu ändern, wenn ich ne bessere Idee habe.

Bis heute habe ich z.B. alle Ideen für eine Figur, den Doktor meiner FF-Serie, verwerfen müssen.

Wenn ich diese Charas habe, dann stelle ich sie natürlich in Beziehung, aber ich plane diese Beziehungen nicht zuvor. Das ist die Art, wie ich an die Entwicklung von Charakteren rangehe. So entwickel ich Konflikte und Probleme vollkommen improvisorisch.

mfg,
Will Pears

Ps: Hoffe, dass das hier rein passt ;D


Passt hier rein - es geht ja genau darum, wie die Leute beim Entwickeln ihrer Heldenpartie vorgehen.

Deine Vorgehensweise ist natürlich machbar und wirkt sich bei kürzeren Geschichten nicht unbedingt nachteilig aus. Schreibt man aber eine etwas längere Story oder eine Serie dann kommt man meist nicht darum herum die Figuren genauer zu beleuchten und sie auch mit einander interagieren zu lassen.

Und wenn man sich erst dann Gedanken über deren Zusammenspiel macht, dann kann es pasieren, dass die einzelnen Charas nicht so richtig zu einander passen.
Auch wird es einfacher manche, besonders humorvolle, Szenen zu beschreiben, wenn man sich über die jeweiligen Eigenschaften und über die Beziehungen der Charas untereinander \"vorher\" im Klaren ist.
Ansonsten kann es vorkommen diese Szenen nicht folgerichtig zu schreiben, oder aber dass man am Ende Stückwerk erhält - was den Lesern fast immer auffällt.

So, wie du die Entwicklung ganz oben beschreibst, gehe ich selbst in der ersten Phase - der Planungsphase - vor. Hier schaue ich dann aber, ob die Personen, rund um die Hauptfigur, auch das Potential haben mit einander in Konflikte zu geraten, oder aber mit einander zu harmonieren, ohne dass sich der Leser später fragt - \"Wie soll das denn funktionieren?\"

Bei Dheran z.B. brauche ich um \"Feuer\" in die Geschichte zu bringen einen anderen Typ von XO, als wenn der Captain ein Phlegmatiker ersten Ranges wäre - da würde die feurige Spanierin nicht zur Geltung kommen - wohl aber eine sarkastische Frau, die dieser Art mit sonnigem Gemüt begegnet. Und so etwas vorher einzuplanen ist IMO gerade bei größeren Projekten wichtig - später lassen sich grundsätzliche Charakterzüge nur schwer ändern, ohne dass die Figuren dann unglaubwürdig werden.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 13.09.09, 08:51
Zitat
Original von Alexander_Maclean
Lange rede kurzer Sinn:

Man kann nicht allen Figuren gerecht werden. meisten bleibt die Hälfte oft auf der Strecke.

Das sehe ich auch so. Und mir persönlich geht es so, dass ich in meinen Geschichten nur ungerne unnötigen Ballast mit mir rumschleppe. Letztendlich besitzt jede noch so kleine Figur einen \"Charakter\", aber das kann den Schreibenden ja nicht lange bekümmern. Der Ensign \"aus der vierten Reihe\", der in der für die Wartung der Holoemitter der stellaren Kartographie zuständig ist, hat vielleicht einen interessanteren Background als der Captain. Es sei denn, ich plane, eben genau diesen Backgorund zu erzählen, geht es mir nur darum, ob dieser Ensign die Geschichte selbst vorantreibt oder nicht.
Einfach nur eine Maincrew vorzustellen, bringt mMn nach nichts, außer man legt es darauf an, im Rahmen einer Serie auf Abwechslung als Prinzip zu setzen.

Ansonsten würde ich sagen, kann man sich Schriftsteller die Freiheit nehmen, alles so zu gestalten, wie man möchte. Mir ist es lieber, ich habe zwei Hauptfiguren und der Rest der Leute erfüllt einfach ihre Aufgabe. Andere wollen vielleicht ein Dutzend Figuren gleichberechtigt darstellen.
Solange man sich dabei was denkt (und es auch gut umsetzt), ist alles erlaubt.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 13.09.09, 09:21
Zitat
Original von Max
Zitat
Original von Alexander_Maclean
Lange rede kurzer Sinn:

Man kann nicht allen Figuren gerecht werden. meisten bleibt die Hälfte oft auf der Strecke.

Das sehe ich auch so. Und mir persönlich geht es so, dass ich in meinen Geschichten nur ungerne unnötigen Ballast mit mir rumschleppe. Letztendlich besitzt jede noch so kleine Figur einen \"Charakter\", aber das kann den Schreibenden ja nicht lange bekümmern. Der Ensign \"aus der vierten Reihe\", der in der für die Wartung der Holoemitter der stellaren Kartographie zuständig ist, hat vielleicht einen interessanteren Background als der Captain. Es sei denn, ich plane, eben genau diesen Backgorund zu erzählen, geht es mir nur darum, ob dieser Ensign die Geschichte selbst vorantreibt oder nicht.
Einfach nur eine Maincrew vorzustellen, bringt mMn nach nichts, außer man legt es darauf an, im Rahmen einer Serie auf Abwechslung als Prinzip zu setzen.

Ansonsten würde ich sagen, kann man sich Schriftsteller die Freiheit nehmen, alles so zu gestalten, wie man möchte. Mir ist es lieber, ich habe zwei Hauptfiguren und der Rest der Leute erfüllt einfach ihre Aufgabe. Andere wollen vielleicht ein Dutzend Figuren gleichberechtigt darstellen.
Solange man sich dabei was denkt (und es auch gut umsetzt), ist alles erlaubt.


Ich selbst denke schon, im Gegensatz zu dir, dass man ein paar Leute um die eigentlichen Hauptfiguren herum benötigt. Natürlich sollte man ihnen im Laufe der Geschichte(n) dann auch mal einen etwas größeren Part gönnen. Auch finde ich, dass eine Geschichte, bei richtigem Einsatz dieser Charaktere, von deren Handlungen und/oder markanten Eigenschaften zum Teil lebt.

Außerdem vermeidet man den Eindruck, dass die paar Hauptfiguren \"allein auf weiter Flur\" stehen - dass kann IMO recht schnell fad werden.
Auch entsteht bei dieser Vorgehensweise nicht so der Eindruck von \"Crew\", als wenn man merkt, da wuseln noch andere interessante Personen an Bord herum - die eben nicht Gesichtslos sind, sondern wirklich \"leben\".

Etwas anderes ist - wenn genau dieser Effekt erwünscht ist, sprich: Im Verlauf der Geschichte spielt irgend eine Crew gar keine Rolle

Ein weiterer Vorteil, den ich darin sehe sich einen gewissen Personenpool zu schaffen liegt einfach darin, dass ich bei Bedarf nicht erst diese neue Figur langatmig ganz von Vorne aufbauen muss ( wozu man manchmal auch gar keine Zeit in der Szene hat ) sondern man die Person schon in den Grundzügen kennt und man sich gleich darauf konzentrieren kann, bei der Figur in die Tiefe zu gehen.

Dass man bei einem Dutzend Personen zwangsläufig einige mehr, andere weniger in den Vordergrund stellt ist nicht zu vermeiden. Nur selten mag man alle Figuren die man schafft zu gleichen Anteilen, aber das bedeutet nicht, dass man diese Figuren nicht genauso liebevoll und interessant beschreiben kann. Auch wenn sie vielleicht weniger oft erwähnt werden. ( Was wäre das \"Dreamteam\" Jim-Spock-Pille ohne einen Chief Scott, ohne einen Piloten wie Sulu, einen Navigator wie Chekov, oder eine Funkspezialistin wie Uhura gewesen ?? - IMO nur die Hälfte wert...!! )
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Tolayon am 13.09.09, 10:14
Was mir auch aufgefallen ist:
Bei \"Heldengruppen\" jeglicher Art scheint die Sieben eine magische Zahl zu sein und das wahrscheinlich nicht erst seit den \"Glorreichen Sieben\".

Bei TNG gab es sieben Hauptcharaktere (Picard, Riker, Data, Deanna, Geordi, Crusher & Worf), auch bei Voyager kann man den Kern der späteren Staffeln auf Janeway, Chakotay, Tuvok, Tom Paris, Harry Kim, Bellana und Seven reduzieren. Gut, mit Neelix wären es acht, aber der war meiner Meinung nach nicht so aktiv in den Betrieb des Schiffs an sich involviert wie etwa Seven of Nine.

Würde man bei einer klassischen StarTrek-Geschichte, die auf einem Raumschiff spielt alle Führungsoffiziere mit permanenten Charakteren besetzen, käme man auf insgesamt 9 Personen (Captain, Erster Offizier, OPS-Offizier, Wissenschafts-Offizier, Sicherheits-Offizier, Councellor, Navigator, Chefingenieur und leitender Arzt).

Diese Zahl ließe sich aber jederzeit erweitern, indem man etwa noch einen separaten Taktik-Offizier, einen Botschafter und/ oder einen Austausch-/ Verbindungsoffizier mit reinbringt (vorausgesetzt, all diese Leute sind wirklich über einen längeren Zeitraum an Bord und absolvieren nicht nur einen kurzen Gastauftritt).

Andererseits kann es unter gewissen Umständen auch zur Verschmelzung von Posten in einer einzigen Person kommen (siehe Spock/ T\'Pol: Beide waren auf ihren Enterprises jeweils leitende Wissenschaftler UND Erste Offiziere; bei TNG war Data OPS- und in gewisser Hinsicht auch wissenschaftlicher Offizier).
Auch würde ein eigener taktischer Offizier wohl nur im Kriegsfall eine Rolle spielen und dafür dürfte dann der leitende Wissenschafts-Offizier das Schiff verlassen.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 13.09.09, 11:39
Zitat
Original von ulimann644
Ich selbst denke schon, im Gegensatz zu dir, dass man ein paar Leute um die eigentlichen Hauptfiguren herum benötigt. Natürlich sollte man ihnen im Laufe der Geschichte(n) dann auch mal einen etwas größeren Part gönnen. Auch finde ich, dass eine Geschichte, bei richtigem Einsatz dieser Charaktere, von deren Handlungen und/oder markanten Eigenschaften zum Teil lebt.

Außerdem vermeidet man den Eindruck, dass die paar Hauptfiguren \"allein auf weiter Flur\" stehen - dass kann IMO recht schnell fad werden.
Auch entsteht bei dieser Vorgehensweise nicht so der Eindruck von \"Crew\", als wenn man merkt, da wuseln noch andere interessante Personen an Bord herum - die eben nicht Gesichtslos sind, sondern wirklich \"leben\".

Etwas anderes ist - wenn genau dieser Effekt erwünscht ist, sprich: Im Verlauf der Geschichte spielt irgend eine Crew gar keine Rolle

Ein weiterer Vorteil, den ich darin sehe sich einen gewissen Personenpool zu schaffen liegt einfach darin, dass ich bei Bedarf nicht erst diese neue Figur langatmig ganz von Vorne aufbauen muss ( wozu man manchmal auch gar keine Zeit in der Szene hat ) sondern man die Person schon in den Grundzügen kennt und man sich gleich darauf konzentrieren kann, bei der Figur in die Tiefe zu gehen.

Dass man bei einem Dutzend Personen zwangsläufig einige mehr, andere weniger in den Vordergrund stellt ist nicht zu vermeiden. Nur selten mag man alle Figuren die man schafft zu gleichen Anteilen, aber das bedeutet nicht, dass man diese Figuren nicht genauso liebevoll und interessant beschreiben kann. Auch wenn sie vielleicht weniger oft erwähnt werden. ( Was wäre das \"Dreamteam\" Jim-Spock-Pille ohne einen Chief Scott, ohne einen Piloten wie Sulu, einen Navigator wie Chekov, oder eine Funkspezialistin wie Uhura gewesen ?? - IMO nur die Hälfte wert...!! )


Sehe ich ähnlich gerade wenn man eine bestimmte Anzahl vorgegeben bekommen hat,was die Anzahl der Crewmitglieder angeht.

ich nutze dafür eine Tabelle um den Überblick über die Crew zu behalten.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 13.09.09, 12:19
@Uli:
Naja, natürlich kann man sagen, dass die eigentlichen Hauptfiguren nur dann wirklich wirken können, wenn Nebenfiguren als Statisten zeigen, was man an den Hauptfiguren hat oder den Hauptfiguren quasi die Bälle zuwerfen.

Zitat
Original von ulimann644
Außerdem vermeidet man den Eindruck, dass die paar Hauptfiguren \"allein auf weiter Flur\" stehen - dass kann IMO recht schnell fad werden.

Wieso? Ich finde es viel langweiliger, mich durch eine Reihe von knappen Charakterisierungen von Personen durchlesen zu müssen, wobei die Figur keine andere Funktion erfüllt, als ein paar Kurskorrekturen durchzuführen oder einen Phaser abzuschießen. Um es überspitzt zu sagen: Bei solchen \"Beihilfen\" interessiert mich der Hintergrund einfach schlicht und ergreifend nicht. Ich muss nicht wissen, ob der betazoidische Waffenoffizier auf der Akademie in eine Bajoranerin verliebt war oder nicht. Der soll den Phaser abfeuern - und Ruhe :D

Zitat
Original von ulimann644
Ein weiterer Vorteil, den ich darin sehe sich einen gewissen Personenpool zu schaffen liegt einfach darin, dass ich bei Bedarf nicht erst diese neue Figur langatmig ganz von Vorne aufbauen muss ( wozu man manchmal auch gar keine Zeit in der Szene hat ) sondern man die Person schon in den Grundzügen kennt und man sich gleich darauf konzentrieren kann, bei der Figur in die Tiefe zu gehen.

Auch hier wieder: Warum muss ich etwas über die Figur erfahren? Anders ist es freilich, wenn eine Hauptfigur erst dann zur Hauptfigur wird, weil sie eine andere Figur ersetzt; wenn zum Beispiel ein Commander den vorherigen ersten Offizier ersetzt, weil der ein eigenes Kommando bekommen hat. Wenn man mit der Figur etwas vorhat, ist das begreifbar.

Natürlich ist das alles eine Frage der Zielsetzung: Will man eine Serie schreiben? Da kann man ganz natürlich nicht in vielen vielen Folgen ständig nur von drei Personen erzählen. Das sehe ich auch ein.
Aber in anderen Fällen, in abgeschlossenen Geschichten, will ich nur das Nötigste wissen, denn alles andere lenkt nur ab. Man muss immer die Entscheidung treffen, bei welcher Figur es noch sinnvoll ist, bei wem aber nicht mehr.
Darüber hinaus entscheiden die Vorlieben: Manche Leute schreiben und lesen Erzählungen, in denen sich alles um die Charaktere dreht oder in denen über viele Seiten hinweg die Einrichtung eines Zimmers en detail beschrieben wird. Wie ich später noch ausführen werde: Erlaubt ist ja alles.

Zitat
Original von ulimann644( Was wäre das \"Dreamteam\" Jim-Spock-Pille ohne einen Chief Scott, ohne einen Piloten wie Sulu, einen Navigator wie Chekov, oder eine Funkspezialistin wie Uhura gewesen ?? - IMO nur die Hälfte wert...!! )

Hmm, das ist schwer zu beurteilen für mich, aber ich würde jetzt einfach mal sagen, die meisten Interaktionen wie die Schlussgespräche der Drei auf der Brücke klappen auch vollständig ohne dass Sulu vorne am Steuer sitzt.
Klar: Oft waren die anderen Crewmitglieder (außerhalb ihrer \"technischen\" Funktion) nur Stichwortgeber; Klar: manchmal haben sie ihre eigenen Episoden bekommen. Und (bzw. aber) es handelt sich hier halt um eine Fernsehserie, und ich bin immernoch der Meinung, dass der visuelle Eindruck mit der stärkste ist, den man gewinnen kann. Damit fällt es auch leichter, eine Verbindung zwischen der Figur und ihren Eigenheiten herzustellen, weil sich dieser Eindruck ganz automatisch ergibt (man kann zum Beispiel Uhura attraktiv finden oder nicht, noch bevor man den ersten Satz von ihr gehört hat), während soetwas mit jedem Wort in der Literatur \"erkauft\" werden muss.
Dementsprechend habe ich es halt gerne, in der Literatur nur das nötigste zu erfahren, das dafür dann aber nicht mit der Holzhammermethode, sondern langsam, subtil.


Zitat
Original von ulimann644
Dass man bei einem Dutzend Personen zwangsläufig einige mehr, andere weniger in den Vordergrund stellt ist nicht zu vermeiden.

Es gibt da einen Punkt, den ich eigentlich ganz gerne beachtet sehen will: Als Autor darf man experimentieren.
Vielleicht ist es nicht üblich, zwölf Figuren ganz und gar gleichwertig zu zeigen, vielleicht ist es dann auch nicht möglich, diese Figuren gut kennenzulernen, aber dieses Experiment wäre auch eine Botschaft. Deswegen denke ich, dass sich jeder alles erlauben darf, eine Hauptfigur, zwei Hauptfiguren, zehn Hauptfiguren mit keiner Nebenfigur, mit zwei Nebenfiguren mit zehn Nebenfiguren... Wichtig ist nur, dass man sich dabei was denkt (und nebensächlich auch nicht schlecht: dass der Leser den Text ganz gerne liest).
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 13.09.09, 12:45
@max
Ist auch IMO eine Frage der Sichtweise.

Du legst den focus beim schreiben mehr auf die Story an sich. Bei dir ist diese oft sehr komplex und undurchsichtig. Den Plottwist ziehst du oft durch diese Undurchsichtigkeit raus.

Ich bin eher jemand der sich von den Figuren treiben lässt, ihnen in gewissen Rahmen auf Freiheiten lässt. bei mir entsteht ein Plottwist durch Überraschungen von Figuren, dass in bestimmten Situationen diese anders als erwartet, aber dennoch irgendwo nachvollziehbar handeln.

Für mich sind daher gut ausgebaute Charaktere immens wichtig. Und da ich nicht alles nur über die Mainchars machen kann, brauche ich oft eine Ganze Horde von Nebenchars habe, die in einer bestimmten Situationen als Überraschungsjoker gespielt werden können.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 13.09.09, 12:47
Sag\' ich ja:
Zitat
Original von Max
Erlaubt ist ja alles.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 13.09.09, 13:54
Zitat
Original von Max
Zitat
Original von ulimann644
Außerdem vermeidet man den Eindruck, dass die paar Hauptfiguren \"allein auf weiter Flur\" stehen - dass kann IMO recht schnell fad werden.

Wieso? Ich finde es viel langweiliger, mich durch eine Reihe von knappen Charakterisierungen von Personen durchlesen zu müssen, wobei die Figur keine andere Funktion erfüllt, als ein paar Kurskorrekturen durchzuführen oder einen Phaser abzuschießen. Um es überspitzt zu sagen: Bei solchen \"Beihilfen\" interessiert mich der Hintergrund einfach schlicht und ergreifend nicht. Ich muss nicht wissen, ob der betazoidische Waffenoffizier auf der Akademie in eine Bajoranerin verliebt war oder nicht. Der soll den Phaser abfeuern - und Ruhe :D


Diese Charaktere bleiben - in einer Serie - nicht knapp, das ist ja der Punkt. Früher oder später bekommen sie die Tiefe, die man ihnen zugedacht hat...

Was ich - in einer Serie oder einem Roman von \"Frank Herbert-Umfang\" - langweilig finden würde, wäre die Tatsache von nicht mehr als 2-3 Personen Genaueres zu erfahren. Da möchte ich mich schon auch über den Rest vom Fest einige Hintergründe erfahren ( Wie übrigens auch in \"Herr der Ringe\" - ein klassisches Beispiel für gute Unterhaltung mit vielen Hauptfiguren, die alle einen interessanten Hintergrund haben IMO - Hätte auch alles nicht sein MÜSSEN, ich sage nur Tom Bombadil und Goldbeere, aber es gibt der Geschichte genau DIE Tiefe, die das Buch letztlich doch ausmacht...)

Wo ich dir zustimme ist - bei Nebencharakteren muss ich nicht alles erfahren, der soll ruhig seinenPhaser abfeuern und gut ist - aber von der Stamm-Clique möchte ich mehr Infos haben, was nicht zuletzt für eine größere Tiefe sorgen kann ( Ich werde schon grantig wenn man mir von einer Hauptfigur die Augenfarbe vorenthält !! ) Ist letztlich wohl Geschmacksache.

Zitat
Original von Max
Zitat
Original von ulimann644
Ein weiterer Vorteil, den ich darin sehe sich einen gewissen Personenpool zu schaffen liegt einfach darin, dass ich bei Bedarf nicht erst diese neue Figur langatmig ganz von Vorne aufbauen muss ( wozu man manchmal auch gar keine Zeit in der Szene hat ) sondern man die Person schon in den Grundzügen kennt und man sich gleich darauf konzentrieren kann, bei der Figur in die Tiefe zu gehen.

Auch hier wieder: Warum muss ich etwas über die Figur erfahren? Anders ist es freilich, wenn eine Hauptfigur erst dann zur Hauptfigur wird, weil sie eine andere Figur ersetzt; wenn zum Beispiel ein Commander den vorherigen ersten Offizier ersetzt, weil der ein eigenes Kommando bekommen hat. Wenn man mit der Figur etwas vorhat, ist das begreifbar.


Diesen Punkt sehe ich grundsätzlich anders als du.
Ich denke wesentlich ist die Frage: Was soll der Focus meiner Story sein?
ICICLE z.B. soll eine Geschichte sein, die sich weniger mit den Geschehnissen und mehr mit den Personen innerhalb dieser Geschehnisse beschäftigen soll. Wenn ich mich dann aber nur mit den Geschichten befasse und die Personen eindimensional lasse, dann habe ich doch eindeutig das gesteckte Ziel verfehlt !!
( Wenn ich Wert auf die Geschichte lege und dann nur die Personen beschreibe übrigens auch... )

Zitat
Original von Max
Natürlich ist das alles eine Frage der Zielsetzung: Will man eine Serie schreiben? Da kann man ganz natürlich nicht in vielen vielen Folgen ständig nur von drei Personen erzählen. Das sehe ich auch ein.


Gut - Schon etwas wert... ;)

Zitat
Original von Max
Aber in anderen Fällen, in abgeschlossenen Geschichten, will ich nur das Nötigste wissen, denn alles andere lenkt nur ab. Man muss immer die Entscheidung treffen, bei welcher Figur es noch sinnvoll ist, bei wem aber nicht mehr.
Darüber hinaus entscheiden die Vorlieben: Manche Leute schreiben und lesen Erzählungen, in denen sich alles um die Charaktere dreht oder in denen über viele Seiten hinweg die Einrichtung eines Zimmers en detail beschrieben wird. Wie ich später noch ausführen werde: Erlaubt ist ja alles.


Da kommt es IMO sehr auf den Umfang der abgeschlossenen Geschichte an...
Der \"Herr der Ringe\" ist im weitesten Sinne auch eine abgeschlossene Geschichte ( auch wenn es mit \"Der kleine Hobbit\" und dem Silmarillion noch einige Geschichten drum herum gibt )
Und wo währen wir da, OHNE die schönen und detailierten Beschreibungen der einzelnen Charaktere...??
Sicher hätte Tolkien hier nur das Nötigste schreiben können, aber würde das Werk dann noch heute einen solchen Anklang finden...??

Ich selbst lese übrigens beides gern: Geschichten mit Beschreibungen der Umgebung und Geschichten mit ausführlichen Charakterbeschreibungen.
Lieb ist mir beides - wie in \"Herr der Ringe\" oder \"Moby Dick\" oder \"Dune\" oder \"Die Söldner von Dorsai\" oder \"Elric von Melniboné\" oder \"Der Runenstab\" oder \"Der Ewige Held\" oder \"Das Buch Corum\", oder, oder, oder...

Zitat
Original von Max
Zitat
Original von ulimann644( Was wäre das \"Dreamteam\" Jim-Spock-Pille ohne einen Chief Scott, ohne einen Piloten wie Sulu, einen Navigator wie Chekov, oder eine Funkspezialistin wie Uhura gewesen ?? - IMO nur die Hälfte wert...!! )

Hmm, das ist schwer zu beurteilen für mich, aber ich würde jetzt einfach mal sagen, die meisten Interaktionen wie die Schlussgespräche der Drei auf der Brücke klappen auch vollständig ohne dass Sulu vorne am Steuer sitzt.
Klar: Oft waren die anderen Crewmitglieder (außerhalb ihrer \"technischen\" Funktion) nur Stichwortgeber; Klar: manchmal haben sie ihre eigenen Episoden bekommen. Und (bzw. aber) es handelt sich hier halt um eine Fernsehserie, und ich bin immernoch der Meinung, dass der visuelle Eindruck mit der stärkste ist, den man gewinnen kann. Damit fällt es auch leichter, eine Verbindung zwischen der Figur und ihren Eigenheiten herzustellen, weil sich dieser Eindruck ganz automatisch ergibt (man kann zum Beispiel Uhura attraktiv finden oder nicht, noch bevor man den ersten Satz von ihr gehört hat), während soetwas mit jedem Wort in der Literatur \"erkauft\" werden muss.
Dementsprechend habe ich es halt gerne, in der Literatur nur das nötigste zu erfahren, das dafür dann aber nicht mit der Holzhammermethode, sondern langsam, subtil.


Genau in diesem \"Erkaufen\" liegt für mich, beim Schreiben doch der Reiz - wenn ich es hinkriege, dann erschaffe ich eine schillernde Figur mit Tiefgang - und das ist doch genau das Herausfordernste beim Schreiben IMO...
Gut wem die Figuren wurscht sind und wer ausschließlich durch die Geschichte zu begeistern ist, der wird´s anders sehen...

Mit dem Holzhammer gehen wohl die wenigsten Autoren an dieses Thema heran...
Vielleicht kann ich dich ja mit ICICLE überzeugen, dass das Einbringen mehrerer Hauptfiguren, als nur 2-3 durchaus funktionieren kann...

Zitat
Original von Max
Zitat
Original von ulimann644
Dass man bei einem Dutzend Personen zwangsläufig einige mehr, andere weniger in den Vordergrund stellt ist nicht zu vermeiden.

Es gibt da einen Punkt, den ich eigentlich ganz gerne beachtet sehen will: Als Autor darf man experimentieren.
Vielleicht ist es nicht üblich, zwölf Figuren ganz und gar gleichwertig zu zeigen, vielleicht ist es dann auch nicht möglich, diese Figuren gut kennenzulernen, aber dieses Experiment wäre auch eine Botschaft. Deswegen denke ich, dass sich jeder alles erlauben darf, eine Hauptfigur, zwei Hauptfiguren, zehn Hauptfiguren mit keiner Nebenfigur, mit zwei Nebenfiguren mit zehn Nebenfiguren... Wichtig ist nur, dass man sich dabei was denkt (und nebensächlich auch nicht schlecht: dass der Leser den Text ganz gerne liest).


Ich sehe das so: Wenn ich mir die Mühe mache ein gutes Dutzend Figuren liebevoll und zeitaufwendig zu designen - und mir dann noch überlege, welche Charaktere passen wie zu einander und tüftele und grübele, bis ich das Team einigermaßen stehen habe - dann wäre die Annahme ich hätte mir während der gesamten Zeit nix dabei gedacht doch ziemlich blühender Unsinn - oder siehst du das anders...??

@Tolayon:
Irgendwo habe ich mich früher schonmal über diese oft benutzten \"Glorreichen Sieben\" ausgelassen, weswegen ich auch zuvor mal diesen Ausdruck verwendet habe. ( Fast ein Sakrileg, dass es in ICICLE mehr sind als Sieben... )
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 13.09.09, 15:10
Zuerst noch ein Nachtrag, @ Alex:

Zitat
Original von Alexander_Maclean
Du legst den focus beim schreiben mehr auf die Story an sich. Bei dir ist diese oft sehr komplex und undurchsichtig. Den Plottwist ziehst du oft durch diese Undurchsichtigkeit raus.


Es ist ja nicht so, dass ich meine Figuren völlig stiefmütterlich behandeln würde. Bei \"Der Trick\" ist es ja so, dass die Situation, die der Geschichte ihren Namen gibt einzig und allein durch den Charakter der weiblichen Hauptfigur geklärt wird. Die Grundidee des Tricks - ja: des Mogelns - ist ja das eine, die Lösung des \'Spiels\' begründet sich einzig und allein in der Natur von Evas Charakter.



Zitat
Original von ulimann644
Diese Charaktere bleiben - in einer Serie - nicht knapp, das ist ja der Punkt. Früher oder später bekommen sie die Tiefe, die man ihnen zugedacht hat...
[...]
Wo ich dir zustimme ist - bei Nebencharakteren muss ich nicht alles erfahren, der soll ruhig seinenPhaser abfeuern und gut ist - aber von der Stamm-Clique möchte ich mehr Infos haben, was nicht zuletzt für eine größere Tiefe sorgen kann ( Ich werde schon grantig wenn man mir von einer Hauptfigur die Augenfarbe vorenthält !! ) Ist letztlich wohl Geschmacksache.

Selbstverständlich ist das alles nichts anderes als Geschmackssache.
Wenn wir über Serien sprechen, ist es wirklich so, dass auch für kleine Figuren Charakterbilder entstehen, einfach weil sie durch die Handlungen Aufgaben bekommen und dabei nicht wie Roboter bloß funktieren, sondern leben.
Das mit der Augenfarbe habe ich von Dir noch in Erinnerung; deswegen freute ich mich auch, Dir diesen Wunsch beim \"Trick\" erfüllen zu können :)


Zitat
Original von ulimann644
Diesen Punkt sehe ich grundsätzlich anders als du.
Ich denke wesentlich ist die Frage: Was soll der Focus meiner Story sein?
ICICLE z.B. soll eine Geschichte sein, die sich weniger mit den Geschehnissen und mehr mit den Personen innerhalb dieser Geschehnisse beschäftigen soll. Wenn ich mich dann aber nur mit den Geschichten befasse und die Personen eindimensional lasse, dann habe ich doch eindeutig das gesteckte Ziel verfehlt !!
( Wenn ich Wert auf die Geschichte lege und dann nur die Personen beschreibe übrigens auch... )

Zu diesem Punkt möchte man einfach meinen, eine ausgewogene Balance wäre schlicht das Beste.
Grundsätzlich glaube ich, dass ich es reizvoll finde, wenn sich beide Elemente, Plot und Charaktere, gegenseitig befruchten. Wenn sich der Hintergrund der Figur (wer ist sie, wie hat sie gelebt, wann fühlt sie was warum?) in der Interaktion mit anderen, im Agieren aufgrund einer bestimmten Situation auswirkt, ist das doch super spannend. Aber wenn ich in der Geschichte einfach einen Abriss einer Biographie habe, und als Leser schlicht und einfach daran glauben (!) muss, dass das eine Relevanz besitzt, läßt mich der Charakter relativ kalt. Klar soll und muss nicht jede Information nur deswegen eingestreut werden, weil sie später noch eine Rolle spielen kann. Aber von Beliebigkeit - einmal mehr: Geschmackssache - habe ich beim Lesen nichts.

Zitat
Original von ulimann644
Der \"Herr der Ringe\" ist im weitesten Sinne auch eine abgeschlossene Geschichte ( auch wenn es mit \"Der kleine Hobbit\" und dem Silmarillion noch einige Geschichten drum herum gibt )
Und wo währen wir da, OHNE die schönen und detailierten Beschreibungen der einzelnen Charaktere...??

\'...Bei einer richtig guten Geschichte!\' Das ist übrigens nicht meine Meinung, sondern die eines Bekannten. Als ich mich mit ihm über das Buch unterhalten habe (noch bevor ich mich näher mit Tolkien beschäftigte) und in diese Richtung ging einer seiner Kommentare.
Bei Fantasy ist Phantasie - welch Überraschung ;) - natürlich Trumpf. Für Science Fiction gilt letztendlich ähnliches. Insofern ist es klar, dass man als Leser Beschreibungen wünscht, denn es geht ja gerade darum, das nicht Gewöhnliche zu zelebrieren. Der Umfang ist Geschmackssache.

Zitat
Original von ulimann644
Genau in diesem \"Erkaufen\" liegt für mich, beim Schreiben doch der Reiz - wenn ich es hinkriege, dann erschaffe ich eine schillernde Figur mit Tiefgang - und das ist doch genau das Herausfordernste beim Schreiben IMO...
Gut wem die Figuren wurscht sind und wer ausschließlich durch die Geschichte zu begeistern ist, der wird´s anders sehen...

Ich glaube, niemand will flache Charaktere. Eine Einschränkung: Außer es geschieht als Stilmittel; siehe letzter Punkt.

Zitat
Original von ulimann644
Vielleicht kann ich dich ja mit ICICLE überzeugen, dass das Einbringen mehrerer Hauptfiguren, als nur 2-3 durchaus funktionieren kann...

Du, dann werde ich das genau unter die Lupe nehmen ;) :D
Jeder soll bei seinem Ansatz bleiben und ich habe nichts gegen gut charakterisierte Figuren; das vorweg.


Zitat
Original von ulimann644
Ich sehe das so: Wenn ich mir die Mühe mache ein gutes Dutzend Figuren liebevoll und zeitaufwendig zu designen - und mir dann noch überlege, welche Charaktere passen wie zu einander und tüftele und grübele, bis ich das Team einigermaßen stehen habe - dann wäre die Annahme ich hätte mir während der gesamten Zeit nix dabei gedacht doch ziemlich blühender Unsinn - oder siehst du das anders...??

Ich schätze, da missverstehst Du mich. Es ging mir darum, ob man den Text zum Experimentieren nutzt.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 13.09.09, 16:38
Zitat
Original von Max
Das mit der Augenfarbe habe ich von Dir noch in Erinnerung; deswegen freute ich mich auch, Dir diesen Wunsch beim \"Trick\" erfüllen zu können :)


Das Ding habe ich ja schon gelesen und dazu auch gepostet.
Wobei mich die fehlende Augenfarbe eigentlich nur bei langen Geschichten stört und nicht wirklich in Kurzgeschichten.

Zitat
Original von Max
Zu diesem Punkt möchte man einfach meinen, eine ausgewogene Balance wäre schlicht das Beste.
Grundsätzlich glaube ich, dass ich es reizvoll finde, wenn sich beide Elemente, Plot und Charaktere, gegenseitig befruchten. Wenn sich der Hintergrund der Figur (wer ist sie, wie hat sie gelebt, wann fühlt sie was warum?) in der Interaktion mit anderen, im Agieren aufgrund einer bestimmten Situation auswirkt, ist das doch super spannend.


Wobei das Eine ja das Andere nicht ausschließen muss - und wenn ich dies so lese, dann bin ich anscheinend auf einem guten Weg...
Trotzdem kann der Focus immer mal zur einen oder anderen Seite tendieren...

Zitat
Original von Max
Aber wenn ich in der Geschichte einfach einen Abriss einer Biographie habe, und als Leser schlicht und einfach daran glauben (!) muss, dass das eine Relevanz besitzt, läßt mich der Charakter relativ kalt. Klar soll und muss nicht jede Information nur deswegen eingestreut werden, weil sie später noch eine Rolle spielen kann. Aber von Beliebigkeit - einmal mehr: Geschmackssache - habe ich beim Lesen nichts.


Na, dann mache ich es nicht vollkommen falsch. Die Infos zu Andorianern im Allgemeinen und Dheran im Besonderen sind in der Handlung und den Interaktionen mit seinem XO aufgelöst ( An einer Stelle in einer längeren Erzählung Dherans - in der Ich-Form geschrieben, was eine Premiere für mich war... )

Zitat
Original von Max
\'...Bei einer richtig guten Geschichte!\' Das ist übrigens nicht meine Meinung, sondern die eines Bekannten. Als ich mich mit ihm über das Buch unterhalten habe (noch bevor ich mich näher mit Tolkien beschäftigte) und in diese Richtung ging einer seiner Kommentare.
Bei Fantasy ist Phantasie - welch Überraschung ;) - natürlich Trumpf. Für Science Fiction gilt letztendlich ähnliches. Insofern ist es klar, dass man als Leser Beschreibungen wünscht, denn es geht ja gerade darum, das nicht Gewöhnliche zu zelebrieren. Der Umfang ist Geschmackssache.


Natürlich soll der \"Sense of wonder\" nie zu kurz kommen in einer SF-Geschichte, davon lebt die SF ( neben guten Figuren ) schließlich hauptsächlich...

Zitat
Original von Max
Ich glaube, niemand will flache Charaktere. Eine Einschränkung: Außer es geschieht als Stilmittel; siehe letzter Punkt.


Genau so sehe ich das auch...

Zitat
Original von Max
Du, dann werde ich das genau unter die Lupe nehmen ;) :D
Jeder soll bei seinem Ansatz bleiben und ich habe nichts gegen gut charakterisierte Figuren; das vorweg.


Ist das nun ein Versprechen, oder eine Drohung... ;)

Zitat
Original von Max
Ich schätze, da missverstehst Du mich. Es ging mir darum, ob man den Text zum Experimentieren nutzt.


Wobei man IMO auch nicht jede Geschichte - auf Teufel komm raus - zum Experimentieren missbrauchen muss.
( Zunächst mal reichte es mir für dieses Mal mit der Ich-Form zu experimentieren... )
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 13.09.09, 19:30
Zitat
Original von ulimann644
Das Ding habe ich ja schon gelesen und dazu auch gepostet.
Wobei mich die fehlende Augenfarbe eigentlich nur bei langen Geschichten stört und nicht wirklich in Kurzgeschichten.

Ding??? ;) :D
Ich weiß schon, dass Du die Geschichte gelesen hast und habe mich über das Feedback sehr gefreut.

Zitat
Original von ulimann644
Wobei das Eine ja das Andere nicht ausschließen muss - und wenn ich dies so lese, dann bin ich anscheinend auf einem guten Weg...
Trotzdem kann der Focus immer mal zur einen oder anderen Seite tendieren...

Es muss sich ganz und gar ausschließen; daran glaube ich fest.
Eine kleine (wechselnde) Verschiebung kann ja auch spannend sein.

Zitat
Original von ulimann644
Na, dann mache ich es nicht vollkommen falsch. Die Infos zu Andorianern im Allgemeinen und Dheran im Besonderen sind in der Handlung und den Interaktionen mit seinem XO aufgelöst ( An einer Stelle in einer längeren Erzählung Dherans - in der Ich-Form geschrieben, was eine Premiere für mich war... )

Ob Du es richtig oder falsch machst, weiß ich ja (noch) nicht, aber ich finde, man muss sich ohnehin davor hüten, von \"richtig\" oder \"falsch\" zu sprechen. Jeder hat da seinen eigenen Weg, jeder möchte etwas ganz eigenen ausdrücken. Die Motivation des Autoren ansich würde so schnell nicht infrage stelle.

Zitat
Original von ulimann644
Zitat
Original von Max
Du, dann werde ich das genau unter die Lupe nehmen ;) :D
Jeder soll bei seinem Ansatz bleiben und ich habe nichts gegen gut charakterisierte Figuren; das vorweg.


Ist das nun ein Versprechen, oder eine Drohung... ;)

Je nachdem ;)
Nein, im Ernst, wenn Du willst kann ich das schon dann genauer ausführen; Sachlich möchte ich eh immer bleiben und wenn ich meinen Eindruck kundtue, dann ist das eben nur mein Eindruck, den ich aufgrund meiner Vorlieben und für mich vailder Argumente vertrete, ohne deswegen den Respekt vor anderen Meinungen zu kurz kommen zu lassen.

Zitat
Original von ulimann644
Wobei man IMO auch nicht jede Geschichte - auf Teufel komm raus - zum Experimentieren missbrauchen muss.
( Zunächst mal reichte es mir für dieses Mal mit der Ich-Form zu experimentieren... )

Nein, nein, für jede Geschichte muss man das Experimentieren ganz und gar nicht ins Spiel bringen. Aber bestimmte Stilmittel, bestimmte \"Tricks\" bieten sich eben zur Vermittlung hin und wieder an oder drängen sich gar auf.
Du wirst auch sicher nicht ohne Grund diese Passage in der Ich-Form geschrieben haben. Das meine ich.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Tolayon am 14.09.09, 10:40
Was mir auch noch eingefallen ist:

Die Zusammen- und Darstellung der Hauptpersonen hängt auch stark davon ab, ob man wirklich eine komplette durchgehende Serie oder nur eine einmalige Geschichte (sei es als kurze Erzählung oder kompletter Roman) schreiben will.
In letzterem Fall kann man durchaus auch ein kleines Kammerspiel konstruieren, bei dem nur zwei, maximal drei Personen vorkommen (natürlich wäre das Gleiche auch als einzelne Folge einer Serie möglich, aber da müsste man die handelnden Personen sinnvollerweise aus den bereits bekannten Hauptcharakteren rekrutieren).
Bei einer einzelnen Geschichte wiederum sind die Charaktere dem Leser von Anfang an fremd und offenbaren sich ihm lediglich durch ihre Taten und Äußerungen.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 14.09.09, 11:10
Zitat
Original von Max
Ding??? ;) :D


Ja - Ich las die Geschichte und dachte anschließend: \"Also, das ist ja ein DING...\" ;) :D

Zitat
Original von Max
Es muss sich ganz und gar ausschließen; daran glaube ich fest.
Eine kleine (wechselnde) Verschiebung kann ja auch spannend sein.


Ich glaube da habe ich mich undeutlich ausgedrückt.
Gemeint war: Den Focus auf die Figuren und nicht primär auf die Geschichte zu legen, muss eine spannende Geschichte drum herum nicht ausschließen...

Zitat
Original von Max
Ob Du es richtig oder falsch machst, weiß ich ja (noch) nicht, aber ich finde, man muss sich ohnehin davor hüten, von \"richtig\" oder \"falsch\" zu sprechen. Jeder hat da seinen eigenen Weg, jeder möchte etwas ganz eigenen ausdrücken. Die Motivation des Autoren ansich würde so schnell nicht infrage stelle.


Dass du aber auch immer die Worte auf die Goldwaage legst...
Bei den vielfältigen Möglichkeiten zu schreiben, kann man natürlich nicht so derart polarisieren - das war ( wieder einmal ) nur im übertragenen Sinne gemeint.
Diese Art zu posten werde ich wohl etwas einschränken müssen... ;)

Zitat
Original von Max
Je nachdem ;)
Nein, im Ernst, wenn Du willst kann ich das schon dann genauer ausführen; Sachlich möchte ich eh immer bleiben und wenn ich meinen Eindruck kundtue, dann ist das eben nur mein Eindruck, den ich aufgrund meiner Vorlieben und für mich vailder Argumente vertrete, ohne deswegen den Respekt vor anderen Meinungen zu kurz kommen zu lassen.


Alles Andere würde mich auch erstaunen. Denn so bin ich es gewohnt von dir.

Zitat
Original von Max
Nein, nein, für jede Geschichte muss man das Experimentieren ganz und gar nicht ins Spiel bringen. Aber bestimmte Stilmittel, bestimmte \"Tricks\" bieten sich eben zur Vermittlung hin und wieder an oder drängen sich gar auf.
Du wirst auch sicher nicht ohne Grund diese Passage in der Ich-Form geschrieben haben. Das meine ich.


Da meinst du richtig.
Ich selbst sehe diese Art zu erzählen als Chance den Leser näher an das jeweilige Geschehen ( und auch an die Person ) heran zu führen. Das Teilnehmen an den Ereignissen durch die Augen und Ohren der erzählenden Person und seine überlegungen zu teilen, kann ein viel intensiveres Gefühl für die Szene vermitteln.

Andererseits gibt es die Einschränkung, dass man in diesem Fall zumeist keine Szenenwechsel durchführen kann - man muss dann mit der erzählenden Figur \"da durch, komme was da wolle\" Deshalb eignet sich diese Erzählform besser für zusammenhängende Ereignisse und Szenen, denn für monumentale mit vielen Handlungssträngen... ( Oder eben für kleine Rückblenden, in denen Jemand aus dem Nähkästchen \"plaudert\"... )

Eine lustige Begebenheit am Rande war, dass ich mehrmals in die \"Dritte Person\" abgedriftet bin und dann einige Passagen nachträglich in die Ich-Form bringen musste. Macht der Gewohnheit...
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 14.09.09, 21:08
Zitat
Original von Tolayon
Was mir auch noch eingefallen ist:

Die Zusammen- und Darstellung der Hauptpersonen hängt auch stark davon ab, ob man wirklich eine komplette durchgehende Serie oder nur eine einmalige Geschichte (sei es als kurze Erzählung oder kompletter Roman) schreiben will.

Meine Rede. Das stimmt schon: mit dem gewählten Formate kann man ganz andere Regeln nutzen (oder, um es böser auszudrücken: bekommte man ganz andere Regeln aufgedrängt).

Zitat
Original von Tolayon
Bei einer einzelnen Geschichte wiederum sind die Charaktere dem Leser von Anfang an fremd und offenbaren sich ihm lediglich durch ihre Taten und Äußerungen.

Wobei man dazu sagen muss: das ist auch die Ausgangslage für den Leser (und Schreiber) bei der Folge eines Serienkonzepts, denn da \"gibt\" es die Figur ja eigentlich auch noch nicht. Umgekehrt sehe ich es aber auch als Chance, in einer vielleicht noch allzu langen aber in sich abgeschlossenen Geschichte, eine Figur so vorzustellen, dass der Leser zufrieden sein kann.


Zitat
Original von ulimann644
Zitat
Original von Max
Ding??? ;) :D


Ja - Ich las die Geschichte und dachte anschließend: \"Also, das ist ja ein DING...\" ;) :D

Was man so alles erfährt, nachträglich ;) :D
Aber so wie das schreibst empfinde ich das als Lob :D

Zitat
Original von ulimann644
Den Focus auf die Figuren und nicht primär auf die Geschichte zu legen, muss eine spannende Geschichte drum herum nicht ausschließen...

Das glaube ich ja auch.

Zitat
Original von ulimann644
Dass du aber auch immer die Worte auf die Goldwaage legst...
[...]
Diese Art zu posten werde ich wohl etwas einschränken müssen... ;)

Tja, ja ;) .... und :
Bloß nicht :D

Zitat
Original von ulimann644
Ich selbst sehe diese Art zu erzählen als Chance den Leser näher an das jeweilige Geschehen ( und auch an die Person ) heran zu führen. Das Teilnehmen an den Ereignissen durch die Augen und Ohren der erzählenden Person und seine überlegungen zu teilen, kann ein viel intensiveres Gefühl für die Szene vermitteln.

Und ohne die Szene zu kennen, kann ich mir gut vorstellen, dass diese Idee aufgehen wird, denn es ist eine geschickte Möglichkeit, aus einer Haupt- gut eine Identifikationsfigur zu machen. Okay, man könnte es auch als eine ein wenig anbiedernde Methode empfinden...... man könnte ;) :D

Zitat
Original von ulimann644
Andererseits gibt es die Einschränkung, dass man in diesem Fall zumeist keine Szenenwechsel durchführen kann - man muss dann mit der erzählenden Figur \"da durch, komme was da wolle\" Deshalb eignet sich diese Erzählform besser für zusammenhängende Ereignisse und Szenen, denn für monumentale mit vielen Handlungssträngen... ( Oder eben für kleine Rückblenden, in denen Jemand aus dem Nähkästchen \"plaudert\"... )

Stimmt, rasche Wechsel sind damit wirklich schwer zu realisieren, aber bevor man banale Schritte geht, einfach, weil die Figur zwischen A und C noch B erleben muss, empfielt sich doch eher ein Schnitt, vielleicht einfach in Form eines neuen Kapitels (mit dann eben anderem Setting).
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 14.09.09, 21:34
Zitat
Original von Max
Und ohne die Szene zu kennen, kann ich mir gut vorstellen, dass diese Idee aufgehen wird, denn es ist eine geschickte Möglichkeit, aus einer Haupt- gut eine Identifikationsfigur zu machen. Okay, man könnte es auch als eine ein wenig anbiedernde Methode empfinden...... man könnte ;) :D


Da ein Teil der Action in dieser Szenerie auf persönlichen Erfahrungen beruht, bin ich guten Mutes, dass dieses Erlebnis so intensiv wird, wie ich es erhoffe...

Zitat
Original von Max
Stimmt, rasche Wechsel sind damit wirklich schwer zu realisieren, aber bevor man banale Schritte geht, einfach, weil die Figur zwischen A und C noch B erleben muss, empfielt sich doch eher ein Schnitt, vielleicht einfach in Form eines neuen Kapitels (mit dann eben anderem Setting).


Wahr - Was auch geht ist die Variante, die Story von verschiedenen Personen erzählen zu lassen - habe da mal einen Perry Rhodan Roman in der Hand gehabt, wo diese Methode fantastisch umgesetzt wurde...
Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, welcher genau das war...
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Tolayon am 14.09.09, 22:21
Ich habe zwar nur sehr wenige Perry-Rhodan-Romane gelesen, aber einer an den ich mich vom Grundkonzept her noch relativ gut erinnern kann und auf den das hier Gepostete mit den verschiedenen Erzählern zutrifft, war \"Ich, der Ganjo\" oder so ähnlich.

Darin wurde die Geschichte abwechselnd sowohl aus der Perspektive des originalen Ganjos als auch aus der seines Doppelgängers (Klons?) erzählt.
Beide haben die Ich-Form benutzt, nur der Doppelgänger hat stets die Gegenwartsform benutzt und das Original die Vergangenheit soweit ich mich noch erinnere.
Der Grund dafür war, dass der Doppelgänger am Schluss starb, nachdem er den echten Ganjo getroffen hat.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 14.09.09, 22:29
Was man vielleicht auch damit umsetzen könnte, wäre eine spezielle Geschichte, in der alles quasi im Nachgang erzählt wird. Und jeder mainchar seien eigene sichtweise darstellt.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 15.09.09, 11:25
Zitat
Original von Alexander_Maclean
Was man vielleicht auch damit umsetzen könnte, wäre eine spezielle Geschichte, in der alles quasi im Nachgang erzählt wird. Und jeder mainchar seien eigene sichtweise darstellt.


Jopp - auch eine Möglichkeit.
Gab es mal in Comic-Form ( Die vier Gesichter des BATMAN )
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 21.03.10, 16:48
Das, was ich auch häufig gemacht habe bei manchen Geschichten ist das Zusammenstellen der Heldengruppe nach dem Hauptthema der Geschichte. Zum Beispiel habe ich bei meiner Fanfiction Dimensional Prophecy of Zohar das Thema gehabt \"der Mensch aus philosophischer Betrachtung\", um es mal so zu nennen. In dem Philosophiebuch, was ich hatte und im Unterricht war dieses Thema in bestimmte Unterthemen gegliedert, zum Beispiel die Bedeutung der Sprache für das menschliche Leben.

Dann habe ich die meisten Charaktere so entworfen, dass sie auf einen Themenkomplex passten und diesen quasi in irgendeiner Weise verkörperten. (Bei dem Charakter Madoka Michael war das zum Beispiel so, dass sie quasi das Thema der Sprache für das Menschliche Leben \"zum Thema hatte\".)

Später als ich ein Remake der Geschichte in Comicform anfing kamen dann noch einige Charaktere hinzu, deren Ausrichtung eher auf das Thema Mathematik war und die alten Charaktere erhielten auch noch fast alle Charakteraspekte, die mit Mathematik in Verbindung standen.

(Dieses Aufteilen in Aspekte hat man ja teilweise auch bei den Star Trek Serien gemacht, zum Beispiel standen die Charaktere Data,Odo und Seven of Nine meistens für das Thema der Bedeutung der Menschlichkeit. Leider hat man bei den Star Trek Serien später das \"Aufteilungsschema\" fast immer ähnlich gemacht und nicht wirklich viel daran geändert.)

Manchmal habe ich auch einige Charaktere danach entworfen, dass sie verschiedene Positionen zum Thema der Geschichte hatten und sich so im Verlauf der Geschichte eine Diskussion zu dem Thema entwickelte. (So ähnlich, wie zum Beispiel in den Schriften des griechischen Philosophen Platon, bei dem meistens auch verschiedene Charaktere über ein bestimmtes Thema diskutiert haben.) Manchmal habe ich das auch gemacht bei der Beziehung zwischen dem Protagonisten und dem Haupt Antagonisten.

Ähnliche Zusammenstellungen der Gruppierungen der Antagonisten und Protagonisten sind auch ein gutes Mittel um bestimmte Dinge auszudrücken. Dafür müssen sich die Gruppen aber in nur wenigen Aspekten klar unterscheiden, damit dem Publikum das auch auffallen kann.

(Natürlich reicht sowas bei weitem nicht aus, um gelungene Charaktere zu erstellen. Solche Elemente sind eher eine gewisse intellektuelle \"Würze\", um die eigene Geschichte intellektuell anspruchsvoller zu machen.)
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ToVa am 21.03.10, 17:25
Zitat
Original von ulimann644
Was auch geht ist die Variante, die Story von verschiedenen Personen erzählen zu lassen - habe da mal einen Perry Rhodan Roman in der Hand gehabt, wo diese Methode fantastisch umgesetzt wurde...


Ich glaube die kaum zu erreichende Referenz auf diesem Gebiet ist Rashomon.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rashomon_%E2%80%93_Das_Lustw%C3%A4ldchen

Interessanter- wie überflüssigerweise gibt es davon ein US-amerikanisches Remake, mit einem für Science Fiction Fans nicht gänzlich Unbekanntem.

(http://www.filmdisc.ch/images/moovee/film/099999/fd_90302-1964.jpg)
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 22.03.10, 11:27
Zitat
Original von ToVa
Zitat
Original von ulimann644
Was auch geht ist die Variante, die Story von verschiedenen Personen erzählen zu lassen - habe da mal einen Perry Rhodan Roman in der Hand gehabt, wo diese Methode fantastisch umgesetzt wurde...


Ich glaube die kaum zu erreichende Referenz auf diesem Gebiet ist Rashomon.


Das Werk ist genial - trifft aber nur zum Teil auf das zu, was ich meinte.
Ich wollte bei meinem Comment darauf hinaus, dass die Geschichte fortschreitend von verschiedenen Personen erzählt wird, nicht dieselbe Geschichte - oder Teile der Geschichte - mehrmals aus verschiedenen Perspektiven...

Wobei diese Form der Erzählung sicher auch interessant für eine ST-Episode wäre...
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 22.03.10, 14:37
Hallo,

es gibt da gewisse Star Wars-Kurzgeschichten-Bände, die auch nur eine kurze Zeitspanne zum Thema haben, die von verschiedenen \"Helden\" durchlebt werden. Das war eigentlich mein erster Kontakt mit dieser Erzählmethode und ich bin davon recht begeistert.

Man hat die Möglichkeit, diese Geschichten sowohl aus Erzählersicht zu schreiben, als auch wirklich als Erlebnis einer der Charaktere.

Ich denke diese Methode ist die Beste für mein Projekt, deswegen habe ich sie ja auch adaptiert.


Mfg

Visitor5
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ToVa am 22.03.10, 15:13
Zitat
Original von ulimann644
Das Werk ist genial - trifft aber nur zum Teil auf das zu, was ich meinte.
Ich wollte bei meinem Comment darauf hinaus, dass die Geschichte fortschreitend von verschiedenen Personen erzählt wird, nicht dieselbe Geschichte - oder Teile der Geschichte - mehrmals aus verschiedenen Perspektiven...

Wobei diese Form der Erzählung sicher auch interessant für eine ST-Episode wäre...


Oh, dann habe ich das missverstanden. Auf jeden Fall sind beides interessante erzählerische Ansätze. Mir fällt dabei ein, dass es zumindest eine Star Trek Episode gibt, die zumindest starke Tendenzen in die Richtung hat: \"Riker unter Verdacht\"
Wo in der nachträglichen Verhandlung auf dem Holodeck alle Zeugen ihre ganz eigene Version der Vorfälle schildern.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 22.03.10, 20:24
Zitat
Original von SSJKamui
Das, was ich auch häufig gemacht habe bei manchen Geschichten ist das Zusammenstellen der Heldengruppe nach dem Hauptthema der Geschichte. Zum Beispiel habe ich bei meiner Fanfiction Dimensional Prophecy of Zohar das Thema gehabt \"der Mensch aus philosophischer Betrachtung\", um es mal so zu nennen. In dem Philosophiebuch, was ich hatte und im Unterricht war dieses Thema in bestimmte Unterthemen gegliedert, zum Beispiel die Bedeutung der Sprache für das menschliche Leben.

Dann habe ich die meisten Charaktere so entworfen, dass sie auf einen Themenkomplex passten und diesen quasi in irgendeiner Weise verkörperten. (Bei dem Charakter Madoka Michael war das zum Beispiel so, dass sie quasi das Thema der Sprache für das Menschliche Leben \"zum Thema hatte\".)


Ich finde Deine Herangehensweise einfach nur super!

Die Themen, die man per Geschichten (oder Romanen oder anderen literarischen oder gestalterischen Formen) behandeln kann, stehen zu selten im Vordergrund und oft unnötiger Weise wird aus der stärkeren Beleuchtung von bestimmten Themen ein Widerspruch oder ein Konflikt zur klugen und emotional packenden Charakterdarstellung konstruiert.
Philosophie und Science Fiction, Technik(bewusstsein) und Science Fiction sind auch einfach zu gute Partner, um ihre Verbindung nicht immer wieder zu fördern!
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 23.03.10, 09:10
Zitat
Original von Max
Zitat
Original von SSJKamui
Das, was ich auch häufig gemacht habe bei manchen Geschichten ist das Zusammenstellen der Heldengruppe nach dem Hauptthema der Geschichte. Zum Beispiel habe ich bei meiner Fanfiction Dimensional Prophecy of Zohar das Thema gehabt \"der Mensch aus philosophischer Betrachtung\", um es mal so zu nennen. In dem Philosophiebuch, was ich hatte und im Unterricht war dieses Thema in bestimmte Unterthemen gegliedert, zum Beispiel die Bedeutung der Sprache für das menschliche Leben.

Dann habe ich die meisten Charaktere so entworfen, dass sie auf einen Themenkomplex passten und diesen quasi in irgendeiner Weise verkörperten. (Bei dem Charakter Madoka Michael war das zum Beispiel so, dass sie quasi das Thema der Sprache für das Menschliche Leben \"zum Thema hatte\".)


Ich finde Deine Herangehensweise einfach nur super!

Die Themen, die man per Geschichten (oder Romanen oder anderen literarischen oder gestalterischen Formen) behandeln kann, stehen zu selten im Vordergrund und oft unnötiger Weise wird aus der stärkeren Beleuchtung von bestimmten Themen ein Widerspruch oder ein Konflikt zur klugen und emotional packenden Charakterdarstellung konstruiert.
Philosophie und Science Fiction, Technik(bewusstsein) und Science Fiction sind auch einfach zu gute Partner, um ihre Verbindung nicht immer wieder zu fördern!


Danke für das Lob. (Das ganze habe ich mir überlegt als ich eine Zeit lang meine lieblings sci Fi Serien, Games und Bücher \"analysiert\" habe um mich im Bereich \"Philosophische Themen in der eigenen Geschichte\" zu verbessern. Unter anderem deshalb fand ich später aber Themen der Existenzphilosophie, die bei Star Trek häufig eher eine sekundäre Stellung hatten viel interessanter als die eher Star Trek typischen Ethik Themen. Deshalb wurden die dann von mir etwas stärker in den Vordergrund gerückt. Außerdem dachte ich mir, Ethik themen müssen in meinen Star Trek Fanfictions nicht unbedingt stark thematisiert werden, denn da gibt es ja genug andere Autoren, die das machen (und nicht zu Vergessen, die meisten Star Trek TV Serien und Filme selber), weshalb ich mich in meinen eigenen Projekten auf andere Bereiche der Philosophie konzentrieren kann.)
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 23.03.10, 15:43
Hallo zusammen.

Für einen Autoren sind Charaktere ein Mittel zum Zweck, um seine Geschichte erzählen zu können.

Ich möchte hier keine Regeln aufstellen oder Beispiele von besonders gelungenen Helden-Konstellationen nennen, denn es gibt gewiss ebenso viele Beispiele dafür, als auch dagegen. Ich möchte lieber Tipps geben, wie man sich das Leben - und kreiern von Charakteren einfacher machen kann wenn man anfängt zu schreiben und wer weiß, vielleicht lernt auch noch der ein oder andere Alte Hase etwas.



Zuerst einmal: Was macht einen Charakter aus?

Gute Frage. Die Antwort? Beginnen wie bei Maslow. Ihr wisst schon, Maslow war derjenige, der die Bedürfnisse der Menschen analysierte und sie in einer Pyramide der Wichtigkeit anordnet. Das Fundament besteht aus Nahrung und Trinken, Luft, Schlaf und solche Dinge.
Dann folgt der Wunsch nach Sicherheit, etc. pp.

Dies mag in unseren Augen banal klingen und etwas Neues erzähle ich euch damit gewiss nicht - allerdings:

Wenn wir nun einen Charakter kreiern, einen Sklaven: Was wird wohl seine Motivation sein? Wie sieht die Welt aus seinem Blickwinkel aus? Und schon können wir anhand dieser Banalitäten diesen Sklaven recht gut charakterisieren, seine Not, aber auch seine Hoffnungen und Wünsche, seine Motivation und sein Verhalten. Seine Handlungen werden nachvollziehbar, er scheint auf den Leser \"gut durchdacht\" - und wir haben weder Hobbies, noch Spezies, Ausbildung und Familie ins Spiel gebracht um ihn von anderen Charakteren zu unterscheiden.


Die nächste Stufe, die man sich überlegen könnte wäre wie man die grundlegende Einstellung des Charakters definiert: Handelt er aufgrund von Fakten oder instinktiv? Zwei ansonsten identische Raumschiffcaptains würden sich nur allein aufgrund dieses Umstandes komplett unterscheiden: Der eine vertraut seinem Gefühl, der andere recherchiert. Und das trifft nicht nur auf Captains zu, sondern auf alle Sparten: Polizisten, Wissenschaftler, Psychologen, Köche, ...


Auch ein interessanter Aspekt, der nur selten so namentlich benannt wird ist die Erziehung:

Was, wenn ein Ferengi von einem Klingonen aufgezogen wird? Oder ein Klingone von einem Ferengi? Oder ein Tellarite von einem Bolianer? Ich bin sicher ihr versteht, worauf ich hinaus will: Ein bolianischer Sternenflottenoffizier ist... naja, gewöhnlich. Aber wenn er von einem Tellariten großgezogen wurde ergeben sich... \"interessante Gespräche\" zwischen ihm und diversen Vorgesetzten und das schon zu Akademie-Zeiten! :D

Ich muss sagen ich mag diese Art von Charakteren und ich greife sehr oft auf solche Konstellationen zurück, einfach um der Tristigkeit zu entfliehen. Ein Klingone wird geboren, geht zur Raumflotte und stirbt in einer glorreichen Schlacht. Habe ich euch nun etwas Neues erzählt, das euch vom Sessel reißt? Ich glaube nicht... ;)


Auch wichtig ist sich die Rasse des Charakters gut zu überlegen. Schreibt euch die Eigenschaften auf, die ihr der Rasse als Alleinstellungsmerkmal zuschreibt, zum Beispiel: \"Ehre\" bei den Klingonen. Die Sternenflottenoffiziere handeln auch ehrvoll, allerdings würde ich das schon grundlegend anders bennenen! Sie handeln nicht auf Basis eines Ehrenkodexes, sondern aufgrund ihrer ethischen und moralischen Überlegungen. Sicher, dieser Unterschied mag banal klingen, weil es ja de Fakto nicht wirklich große Unterschiede sind, allerdings macht der Ton die Musik und Assoziationen sind die halbe Miete, um sich wirklich in einen Charakter hineinzuversetzen!


Wozu ich auch raten kann ist sich einen zeitlichen Ablauf zu notieren, nicht nur der Sternenflotten-Werdegang, sondern auch die Kindheit! Es ist ein Unterschied ob ein Charakter seine Kindheit auf der Erde verbrachte oder auf einer Kolonie in der DMZ! Die Zeiteinteilung hilft euch später, um eure Geschichte besser in das Star Trek-Universum einbetten zu können.

Es ist auch ein Unterschied ob ein Charakter sich in Kriegszeiten der Sternenflotte anschließt, oder in Friedenszeiten!

Eure Geschichte spiel 2368? Schön - ein Vermerk auf den klingonischen Bürgerkrieg und die Gefahr von klingonischen Renegaten entlang der Klingonischen Grenze und jeder Leser kann sie einordnen. 2369 wurde das Wurmloch entdeckt, ich denke kein Forscher oder Händler, der in der Lage ist an diese Information zu gelangen, wird diesen Umstand ignorieren können! Auch kein Stratege, denn schließlich weiss man nicht, welche bedrohlichen, aggressiven Spezies sich dort anbahnen - kurzum: Es nicht nicht egal ob man 2368 in der Nähe von Bajor einen Planeten besiedelt oder 2369 nach dem Auffinden des Wurmlochs! Diesen Umstand werden auch eure Charaktere spüren und es verquickt eure Geschichte einmal mehr mit dem bestehenden Star Trek-Universum.


Ein Charakter, der 2350 den Bajoranern Waffen verkauft kann als Spieler dargestellt werden, der riskante Geschäfte tätigt und er wird gewiss anders dargestellt werden als jemand, der im Auftrag der Föderation Handphaser für diese produziert... Hier gilt: Zeig\' mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist!
Auch diese Möglichkeit könnt ihr nutzen, um euren Charakter zu definieren! Ein Sternenflottenoffizier wirkt doch gleich ganz anders, wenn er nicht mit Offizierskollegen unter Freunden pokert, sondern auch mal einen Landurlaub in etwas fragwürdigerem Terrain zu einem Spielchen nutzt. Es ist ein Unterschied, ob er im \"Zehn Vorne\" seinen Whiskey trinkt oder in einer schäbigen Kneipe in einer eben nicht so feinen Gegend, in der auch leichtbekleidete Damen über die Tische huschen und ihre Dienste anbieten...


Denkt euch Schwächen für euren Charakter aus, die auch zum Tragen kommen! Man akzeptiert keinen Charakter, dessen Schwäche einfach nicht ausgespielt werden kann: \"Er hat vor nichts und niemandem Angst, nur vor den Borg.\" Ja... schön... Ich denke wir sind uns einig, dass so eine \"Schwäche\" nicht wirklich zur Geltung kommen wird. Und sooo oft greifen die Borg ja auch nicht an... \"Er ist ein Trinker\" bringt auch nicht viel, wenn der Charakter niemals in die Nähe einer Kneipe kommt und in Versuchung geführt wird.


Die Motivation. Kennt ihr das? Alle Kadetten wollen zur Sternenflotte, wollen tapfer ihren Beitrag leisten für die Sicherheit aller! Sicher? Wo sind die, die ihren langjährigen Jugendfreunden nachziehen, die einfach nicht riskieren wollen, dass sich ihre Clique auflöst? Wo sind die, die sich vielleicht in die Nachbarstochter verliebt haben und sie beeindrucken wollen? Wo sind die, die nur als Mittel zum Zweck zur Flotte gehen, um dann als Ensign und Pilot lieber auf einem zivilen Schiff anheuern oder sich gar selbständig machen, oder \"umschulen\"? Wo sind die, die auf der Vulkanischen Wissenschaftsakademie (oder einer anderen rennomierten Wissenschaftsakademie) nicht aufgenommen wurden und versuchen, in die Sternenflotte zu kommen, um auf wissenschaftlichem Terrain Erfahrungen sammeln zu können, um dann doch für den ein oder anderen vonihnen begehrten Job in Frage zu kommen? Wo sind die Ärzte, die nur temporär der Flotte dienen, um Erfahrungen zu sammeln, vier Jahre ihren Beitrag für die Gemeinschaft leisten, um dann doch eine eigene Praxis zu eröffnen? Auch diese Liste ist noch lange nicht vollständig, aber auch sie könnte eure Charaktere definieren und sie einzigartig machen! Auch mancher Admiral könnte sich wünschen, seinen Sohn bei der Flotte zu sehen. Doch was ist, wenn er nicht im Delta-Quadrant festsitzt, sondern auch noch als Ensign von seinem Vater angefordert wird!?



Die Differenzierung anhand von Hobbies und Interessen kennt ihr ja schon zur Genüge, dazu möchte ich an dieser Stelle gar nichts sagen.

Ich hoffe es gab doch den ein oder anderen Aspekt, der euch bei euren Werken voranbringt.


Mfg

Visitor5
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 23.03.10, 17:01
Der Aspekt mit den Freunden war mir nicht so bewusst und auch das eine oder andere hab ich nicht immer 100% genau genommen.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 23.03.10, 17:56
Hallo,

man muss ja nicht immer alles so machen... Aber ein bisschen Varianz macht es doch fröhlich bunt!

Ein neuer Offizierskollege könnte sich z.B.: bei den Offizierskollegen bei einer kleinen privaten Runde in der Offiziersmesse mit seiner Geschichte vorstellen...

Tatsache ist, dass meine Crews teilweise recht merkwürdige Wege zurückgelegt haben, um nun an Ort und Stelle aufeinander zu treffen und ich wollte euch diese Ideen einfach nicht vorenthalten. Außerdem inspiriert eine neue Sichtweise ja meist auch zu eigenen, neuen Erkenntnissen.


Mfg

Visitor5
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 30.04.10, 11:14
Ein wichtiger Aspekt für die Charakterentwicklung ist natürlich auch, die charaktere möglichst \"prägnant\" zu erstellen, also so, dass sie möglichst leicht für das Pubikum erkennbar sind.

Der häufigste Weg, wie das in den meisten Massenmedien gemacht wird ist über Zitate der Charaktere, die entweder in besonders \"spektakulären\" Situationen genannt werden (zum Beispiel der berühmte Satz \"Wahnsinn? DAS IST SPARTA!\" aus 300. Selbst viele Leute, die den Film bisher noch nicht gesehen haben werden dieses Zitat kennen) oder Phrasen, die häufig wiederholt werden. (Zum Beispiel \"Faszinierend\" von Spock, oder Picards \"Energie.\") Die berühmtesten Charaktere in Filmen, TV Serien  und Comics haben meistens bestimmte, kurze Phrasen, an denen man die Charaktere leicht erkennen kann. Richtig eingesetzt können solche Zitate eine ähnliche Wirkung haben wie Werbejingles. (Bei solchen Phrasen muss man aber aufpassen, denn das kann leicht ins Lächerliche abdriften.)

Eine ungewöhnliche Waffe wird auch häufig der \"Erinnerungswürdigkeit\" des Charakters zum Vorteil sein, wenn die Waffe mächtig genug ist.

Bei Visuellen Medien wie Fancomics kann man auch andere Elemente zur Diversifikation verwenden, zum Beispiel besondere Kleidung oder Frisuren. (Das mit den Frisuren ist gerade in den Bereichen nützlich, wo es eine Art \"Corporate Identity\" gibt, zum Beispiel durch Militäruniformen, um trotz der eingeschränkten Möglichkeiten  bei der Kleidung eine gewisse Einmaligkeit des Charakters zu erreichen. (Das sieht man häufig in Animes und Mangas, wo viele Charaktere eine Kombination aus Uniform, zum Beispiel Schuluniform oder Militäruniform und zusätzlich noch eine \"Punkfrisur\" tragen. Solche Frisuren widersprechen zwar fast jeder solcher Kleiderordnungen, aber so kann man, falls man auf Realismus pfeift zumindest teilweise eine Unverwechselbarkeit des Charakters erzeugen.))
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 02.05.10, 11:30
Am besten ist eine Wiedererkennung aber dann, wenn man die Figur \"fühlen\" kann, auch wenn sie in einer neuen Situation ist oder wenn sie sich nicht nach einem Schema verhält. Das ist sicher schwierig; ich will auch gar nicht sagen, dass diese Aufgabe keine Herausforderung darstellt.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 31.10.10, 18:16
Ich habe momentan das Gefühl, meine \"Heldengruppe\" entwickelt sich immer mehr in folgende Richtung: http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/FiveTokenBand

Laut der Seite ist dies aber auch ein eher typisches Star Trek Element.

Deshalb frage ich, ist so eine Entwicklung eher gut oder Schlecht und wie könnte man dieser Konstellation entgegensteuern ohne das bisher entworfene zu verwerfen?
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 31.10.10, 18:27
Zitat
Original von SSJKamui
Ich habe momentan das Gefühl, meine \"Heldengruppe\" entwickelt sich immer mehr in folgende Richtung: http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/FiveTokenBand

Laut der Seite ist dies aber auch ein eher typisches Star Trek Element.

Deshalb frage ich, ist so eine Entwicklung eher gut oder Schlecht und wie könnte man dieser Konstellation entgegensteuern ohne das bisher entworfene zu verwerfen?

Hmm,...
Die Frage ist für mich in erster Linie, wie sich die Sache für Dich anfühlt: Empfindest Du Deine Crew-Zusammenstellung als Klischee bzw. hattest Du bereits ein ungutes Gefühl, bevor Du die Seite entdeckt hattest?
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 31.10.10, 18:49
Zitat
Original von Max
Zitat
Original von SSJKamui
Ich habe momentan das Gefühl, meine \"Heldengruppe\" entwickelt sich immer mehr in folgende Richtung: http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/FiveTokenBand

Laut der Seite ist dies aber auch ein eher typisches Star Trek Element.

Deshalb frage ich, ist so eine Entwicklung eher gut oder Schlecht und wie könnte man dieser Konstellation entgegensteuern ohne das bisher entworfene zu verwerfen?

Hmm,...
Die Frage ist für mich in erster Linie, wie sich die Sache für Dich anfühlt: Empfindest Du Deine Crew-Zusammenstellung als Klischee bzw. hattest Du bereits ein ungutes Gefühl, bevor Du die Seite entdeckt hattest?


Also, ich fand das Vorher eigentlich nicht als Ungut. Ich hatte da vorher auch nicht groß darüber nachgedacht. Einige Elemente davon hatte ich zuerst aber schon etwas skeptisch gesehen, mich dann aber dort für sie entschieden, da ich dachte, das würde gut zu Star Trek passen.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 31.10.10, 19:05
Der Fiver Tolken CLub kann auch durchaus funktionieren. wie es - wenn man den Begriff reicht weit fasst - an dem beispiel von Tolkien sieht.

Was man aber für sich wirklich selber als antwort herausfinden muss, ist die beantwortung folgender Fragen.

Wie auffällig ist dieses Merkmal.
Kann ich selber damit umgehen dass meine Charas diese gruppe bilden?
kann dieses Basisklichee nutzen um mit den Erwartungen der leser zu spielen?
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 01.11.10, 12:59
Zitat
Original von Alexander_Maclean
Der Fiver Tolken CLub kann auch durchaus funktionieren. wie es - wenn man den Begriff reicht weit fasst - an dem beispiel von Tolkien sieht.

Was man aber für sich wirklich selber als antwort herausfinden muss, ist die beantwortung folgender Fragen.

Wie auffällig ist dieses Merkmal.
Kann ich selber damit umgehen dass meine Charas diese gruppe bilden?
kann dieses Basisklichee nutzen um mit den Erwartungen der leser zu spielen?


Danke für die Hinweise. Bei vielen Charakteren kommt das Merkmal eher wenig zu Tragen, aber bei einem Charakter dafür sehr.  Ich werde die Hinweise beherzigen um Versuchen, das in eine andere Richtung zu lenken.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 01.11.10, 13:23
Na ja, aber das klingt doch schon mal ganz gut; eine Figur darf sich ja in jedem Fall \"besonders ausleben\". Wenn Du es bei den anderen Figuren nicht darauf anlegst, die Hintergründe stets präsent sein zu lassen, würde ich mir nicht zu große Sorgen machen.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 01.11.10, 13:42
Zitat
Original von Max
Na ja, aber das klingt doch schon mal ganz gut; eine Figur darf sich ja in jedem Fall \"besonders ausleben\". Wenn Du es bei den anderen Figuren nicht darauf anlegst, die Hintergründe stets präsent sein zu lassen, würde ich mir nicht zu große Sorgen machen.


Ah, Gut. Die Hintergründe der meisten Figuren sind nicht ständig Präsent.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 01.11.10, 13:53
Wobei es bei einen Comic IMO schwer wird, solche Hintergründe \"rauszuhalten\".

Star Trek hatte ja auch eine -wenn auch etwas anders aufgebaute - Five Token Band

- Der charismatische schlagkräftige anführer (Kirk, riker, Sisko)
- der alien wissenschaftler (Spock, Data, T\'pol, Jadzia)
- die hübsche mit den Figurbetonenden Klamotten(Uhura, Deanna, Seven, T\'Pol)
- der geniale Oberschrauber(scotty, geordi, Tucker)
- der arzt der besonders mit dem alienwssenscftler ein duo abgibt(Pille, Pulaski, bashir, Holodoc)
- der quotenschwarze/ außenseiter(geordi,worf, Sisko, Odo, Tuvok, travis) --> hier wundere ich mich überhaupt dass chekov in ST XI nicht plötzlich aus afrika kam.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 01.11.10, 14:07
Zitat
Original von Alexander_Maclean
Wobei es bei einen Comic IMO schwer wird, solche Hintergründe \"rauszuhalten\".


Ja, das stimmt auch wieder. Und manche meiner Charaktere eignen sich gerade deshalb sehr für Gruselszenen. (Was ich auch eingesetzt habe in manchen Sequenzen. )

Zitat
Original von Alexander_Maclean
Star Trek hatte ja auch eine -wenn auch etwas anders aufgebaute - Five Token Band

- Der charismatische schlagkräftige anführer (Kirk, riker, Sisko)
- der alien wissenschaftler (Spock, Data, T\'pol, Jadzia)
- die hübsche mit den Figurbetonenden Klamotten(Uhura, Deanna, Seven, T\'Pol)
- der geniale Oberschrauber(scotty, geordi, Tucker)
- der arzt der besonders mit dem alienwssenscftler ein duo abgibt(Pille, Pulaski, bashir, Holodoc)
- der quotenschwarze/ außenseiter(geordi,worf, Sisko, Odo, Tuvok, travis) --> hier wundere ich mich überhaupt dass chekov in ST XI nicht plötzlich aus afrika kam.


Hmm. Stimmt auch wieder. Dann habe ich dieses Konzept auch nicht hundertprozentig befolgt. (Ich habe ja über 3 Alien Wissenschaftler und die Captainsfigur ist aufgeteilt auf einen Wissenschaftler und eine Figur, die eigentlich aus einer anderen Sternenflottenabteilung kommt. )
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 01.11.10, 16:56
Zitat
Original von Alexander_Maclean
- der quotenschwarze/ außenseiter(geordi,worf, Sisko, Odo, Tuvok, travis) --> hier wundere ich mich überhaupt dass chekov in ST XI nicht plötzlich aus afrika kam.

Die Rolle / Funktion hatte ja dann schon Uhura inne.
Im 21. Jahrhundert müssten sie die Außenseiter eigentlich wo anders suchen, aber besser keinen Außenseiter ins Team hohlen, als einer, der diese Rolle nicht verlassen kann, weil er zur Witzfigur degradiert wird.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 01.11.10, 17:37
Zumindest bei Star Trek ist es ja praktisch die Grundprämisse, dass möglichst verschiedene Leute friedlich zusammenarbeiten, um zu zeigen, dass es auch anders geht. Und dass man sich als Autor gerne austobt und Charaktere beschreiben will, die sich möglichst voneinander unterscheiden ist doch auch völlig verständlich. Klischees wie den überkorrekten deutschen und den cowboyhaften Ami (oder eben dem hinterhältigen Romulaner und der aggressiven Andorianerin) sollte man halt vermeiden, oder zumindest nicht überstrapazieren - auch wenn es oft nicht vermeidbar ist. Kann ja manchmal sogar ganz interessant sein.

Es wird erst dann lächerlich, wenn man einen Charakter mit einem bestimmten Hintergrund NUR einfügt, um irgendeine Quote zu erfüllen, oder Zuschauer/Leser zu gefallen/zu erreichen, und wenn die dann über diese eine besondere Eigenschaft auch sonst nichts vorzuweisen haben, wie man es beispielsweise bei Mayweather unschön gesehen hat. Solange DU dich für die Charaktere und deren Hintergründe interessierst, wirklich interessierst, solltest du dir keine Sorgen darüber machen, wie die jetzt irgendwelche Literaturwissenschaftler kategorisieren würden. Solange sie interessant sind (wie der Autor emotional zu seinen Figuren steht schimmert meiner Meinung nach immer durch) und die Chemie untereinander richtig gut ist, womit es Spaß macht den Charakteren zuzulesen, ist alles okay.

In irgendwelche \"war schon mal vorher da\"-Kategorien werden die Charaktere eh immer zu stopfen sein, wenn man nur stark genug danach sucht. Ich für meinen Teil habe beispielsweise festgestellt, dass mein Legend-Crew so ziemlich genau den typischen Charakterklassen von Rollenspielen wie Diablo passen. Da haben wir:

Die Amazone - Shannyn Bartez
Den Paladin - Adrian Drake (auch wenn er eher ein lasterhafter, denn ein tugendhafter Ritter ist)
Den Barbar - Gorn Ortilon
Die Magierin - Raven (Aufgrund ihrer Feuerkräfte)
Die Technomagierin - Scotty (Aufgrund des Cy-Gen)
Das Orakel - Starling
Die Necromancerin - Karen Kurdzweil (wenn auch nur im weitestgehenden Sinne)
Der Dieb - Gnom Carl
Der Attentäter - Dorak
Der Druide - Tobias LaConte

Deswegen mache ich mich jetzt aber auch nicht wegen angeblicher Unkreativität verrückt. Eigentlich finde ich es sogar ganz witzig und schöpfe daraus (http://img227.imageshack.us/img227/9784/deliver.gif)
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 01.11.10, 17:50
Zitat
Original von Star
Zumindest bei Star Trek ist es ja praktisch die Grundprämisse, dass möglichst verschiedene Leute friedlich zusammenarbeiten, um zu zeigen, dass es auch anders geht. Und dass man sich als Autor gerne austobt und Charaktere beschreiben will, die sich möglichst voneinander unterscheiden ist doch auch völlig verständlich.

Ja und das Prinzip ist auch an sich wirklich okay.

Ich finde in diesem Punkt halt aber einfach (auch), dass nicht die Zusammenstellung entscheidet, sondern der Umgang. Die Leute können noch so wild durcheinandergewürfelt sein, sofern ihre Interaktion so frei von Konflikten, Reibereien, Überzeichnungen und Hervorhebungen ist, dass man merkt, dass das Motiv der Toleranz umgesetzt ist.
Die Leute sollen natürlich nicht zu einer assimilierten Massen verkommen sondern schon Individuen mit eigenständigem Background sein, aber halt nicht auf ihre \"Funktion\" reduziert werden.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 01.11.10, 18:22
Zitat
Original von Star
Zumindest bei Star Trek ist es ja praktisch die Grundprämisse, dass möglichst verschiedene Leute friedlich zusammenarbeiten, um zu zeigen, dass es auch anders geht. Und dass man sich als Autor gerne austobt und Charaktere beschreiben will, die sich möglichst voneinander unterscheiden ist doch auch völlig verständlich. Klischees wie den überkorrekten deutschen und den cowboyhaften Ami (oder eben dem hinterhältigen Romulaner und der aggressiven Andorianerin) sollte man halt vermeiden, oder zumindest nicht überstrapazieren - auch wenn es oft nicht vermeidbar ist. Kann ja manchmal sogar ganz interessant sein.

Es wird erst dann lächerlich, wenn man einen Charakter mit einem bestimmten Hintergrund NUR einfügt, um irgendeine Quote zu erfüllen, oder Zuschauer/Leser zu gefallen/zu erreichen, und wenn die dann über diese eine besondere Eigenschaft auch sonst nichts vorzuweisen haben, wie man es beispielsweise bei Mayweather unschön gesehen hat. Solange DU dich für die Charaktere und deren Hintergründe interessierst, wirklich interessierst, solltest du dir keine Sorgen darüber machen, wie die jetzt irgendwelche Literaturwissenschaftler kategorisieren würden. Solange sie interessant sind (wie der Autor emotional zu seinen Figuren steht schimmert meiner Meinung nach immer durch) und die Chemie untereinander richtig gut ist, womit es Spaß macht den Charakteren zuzulesen, ist alles okay.


Ja, das ist auch irgendwie wahr. Ich habe meine Charaktere ja auch einfach deshalb gewählt, weil ich sie interessant fand und nicht für \"Quoten\".
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 17.12.10, 09:24
Was mir aufgefallen ist in vielen FF serien dominiert dieses Mann - Frau Kommandoteam. Sprich der Mann ist der Captain und die Frau der XO. Seltenener trifft man die Kombination Frau Mann an udn noch seltener zwei Männer an der Spitze. aber ich keinen keien serie wo zwei Frauen das Kommando haben.

seltsam oder.

Wobei ich sagen muss, bei habe ich meist nur die Mann Frau Kombi (einzige ausnahme ist Wiking)

aber schlüsseln wir es mal auf,

Mann Frau

Morning Star
Midway
Elite Force (A\'Thana)
Unity One (Escort)
Icicle
Cadets (Ulysses ?)
Melbourne

Frau Mann

Defender
Legend(Starfury - A)
Wiking

Mann Mann

Pamir?


Frage: warum traut sich keiner an den \"Zickenkrieg\" auf der Brücke?
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: David am 17.12.10, 09:33
Interessante Gleichungen, Alex.

Aber du hast recht - bei Star Trek - Cadets kann man diese nur unter Vorbehalt einsetzen, da ich mich ja auch selbst von vornherein dagegen entschieden habe, eine \"Heldengruppe\" in meiner FF-Reihe zu nutzen.

IMO machen das alle und ich bin der Meinung, es geht auch ohne - auch wenn die Mehrheit in \"der FF-Gesellschaft\" gegenteiliger Ansicht ist.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 17.12.10, 09:36
Hmm. Bei mir in meinem Comic ist der oberste Boss auch ein Mann, aber der ist eher eine graue Eminenz, die man kaum bemerkt. Sonst haben eher ziemlich stark die Frauen das sagen.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: TrekMan am 17.12.10, 09:44
Zitat
Original von Alexander_Maclean
Was mir aufgefallen ist in vielen FF serien dominiert dieses Mann - Frau Kommandoteam. Sprich der Mann ist der Captain und die Frau der XO. Seltenener trifft man die Kombination Frau Mann an udn noch seltener zwei Männer an der Spitze. aber ich keinen keien serie wo zwei Frauen das Kommando haben.

seltsam oder.

Wobei ich sagen muss, bei habe ich meist nur die Mann Frau Kombi (einzige ausnahme ist Wiking)

aber schlüsseln wir es mal auf,

Mann Frau

Morning Star
Midway
Elite Force (A\'Thana)
Unity One (Escort)
Icicle
Cadets (Ulysses ?)
Melbourne

Frau Mann

Defender
Legend(Starfury - A)
Wiking

Mann Mann

Pamir?


Frage: warum traut sich keiner an den \"Zickenkrieg\" auf der Brücke?



Nun bei der Pamir kommt es darauf an. Pamir handelt nicht nur vom Schiff. Die Komamndostruktur de Schiffes selbst fällt unter die erste Kathegorie.

Kommandant (Mann) Erster Offizier (Frau)  

Aber der Kommandant ist nicht immer der Kommandant. Im zweiten Band der jetzt vor der Vollendung steht kommt das Schiff und diese Protagonisten gar nicht darin vor.

Es gibt bei mir viele Gruppierungen, die auch

Kommandant (Mann) Erster Offizier (Mann)
Kommandant (Frau) Erster Offizier (Mann)
oder
Kommandant (Frau) Erster Offizier (Frau)

je nach Konstellation.  

Zur Frage:

Wenn man über etwas schreibt, dann sollte man es zumindest kennen. Ich habe selbst zwei Frauen zu Hause (eine Gro0ße und eine Kleine nicht dass hier Missverständnisse entstehen :Ugly). Aber ich bin weit davon entfernt die Frauen zu verstehen. Deshalb fällt es mir schwer mich in eine weibliche Figur hineinzuversetzen. Bis zu einem gewiseen Punkt geht es, das reicht auch für die Charaktäre. Aber richtig tief bis nach ganz unten? Da muss ich passen.

Das ist auch der Grund warum ich, obwohl ich verschiedene Konstellationen habe, mehr männliche Hauptprotagonisten habe.

Ich habe das Gefühl, dass die weibliche Gefühlswelt wie ein Fraktal ist. Es gibt immer wieder die selben Fragen, die immer und immer wieder auftreten und dabei von Großen bis ins Kleinste reichen bis zur Unendlichkeit und darüberhinaus. Die Komplexität ruht daher das sich diese Fragen nicht immer auf die gleiche Weise beantworten lassen.  ;)
Ich schreibe lieber ein Handbuch über die fikktive Technik des Warpantriebes, dass verstehe ich eher. :)

Alle Frauen denen ich jetzt zu nahegetreten bin, mögen es mir auf Grund meiner mangelnden Gefühlswelt nachsehen. Es war nicht meine Absicht. Ich nur ein Mann. ;)
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 17.12.10, 09:44
@david und SSJ
es ging mir aber nicht direkt darum wer die ANFÜHRER sind SONDERN um das Koammandoduo auf raumschiffen.

wäre ersterer der fall würde Elite Force auch eher in Richtung Frau - Mann gehen, weil Alexandria einen männlichen Stellvertreter bekommt.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Drake am 17.12.10, 11:55
Ich würde mal sagen, dass das so eine Sache ist, die einem als Autor selbst nicht auffällt. Ich würde zumindest das Vorhandensein eines männlichen Kommandanten (da meistens auch Protagonist) dem zurechnen, dass viele Autoren in der einen oder anderen Form sich selbst in Teilen oder ganz in ihren Stories abbilden. Da fällt so ein \"Alter Ego\" als Mann natürlich leichter zu schreiben.

Ansonsten, wenn man interpretieren will, könnte man argumentieren, dass die Mann-Frau/Frau-Mann Kombo genutzt wird, weil sich so die Charaktere naturgemäß ergänzen - Frauen denken und handeln anders als Männer. Das macht Angehörige des anderen Geschlechts schonmal pauschal gut geeignet für den Job des XO, der die Entscheidungen des Captains ja durchaus hinterfragen und überdenken soll.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: TrekMan am 17.12.10, 12:26
Zitat
Ansonsten, wenn man interpretieren will, könnte man argumentieren, dass die Mann-Frau/Frau-Mann Kombo genutzt wird, weil sich so die Charaktere naturgemäß ergänzen - Frauen denken und handeln anders als Männer. Das macht Angehörige des anderen Geschlechts schonmal pauschal gut geeignet für den Job des XO, der die Entscheidungen des Captains ja durchaus hinterfragen und überdenken soll.


Ich finde ob Mann ob Frau ein Leiter sollte sich immer den Stellv. aussuchen von dem er der Meinug ist, dass er kei Ja-Sager sei. Seine eigenen entscheidungen zu hinterfragen ist wichtigt. Aber manchmal benötigt man auch jemanden, der einem den Sieggel vorhält (auch wenn es schwer ist).

Bei mir ist die Motivation ein M/W  Gespann zu verwenden vielschichtig. Zm einen war da der alte Kampf der Geschlechter, der älter ist als die dokumentierte Geschichte. Zum anderen sehen Frauen vieles anders als Männer auch daher rührt ein Potiential, dass die Figuren bei gleichen Voraussetzungen von vornherein andere Wege einschlagen könnnten.
Zugegeben das gäbe es auch bei einem M/M Gespann, aber wenn zwei Männer an einem Strang ziehen tun sie es. Sie fragen nicht immer nach.
Eine Frau tut das, so zumindest meine Erfahrung. Ich habe noch kein F/F Gespann erlebt, das in der Realität einen Gleichschritt hinlegen, so wie es Männer tun (ob jetzt in die richtige oder falsche Richtung sei dahin gestellt).
Und drittens, finde ich bringen Frauen würze ins Leben, was wären wir Männer ohne sie.  ;)


Edit:

Aber ich hätte gerne mal die Antwort einer unserer Damen zu diesem Thema gehört.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 17.12.10, 15:09
Zitat
Original von Drake
Ich würde mal sagen, dass das so eine Sache ist, die einem als Autor selbst nicht auffällt. Ich würde zumindest das Vorhandensein eines männlichen Kommandanten (da meistens auch Protagonist) dem zurechnen, dass viele Autoren in der einen oder anderen Form sich selbst in Teilen oder ganz in ihren Stories abbilden. Da fällt so ein \"Alter Ego\" als Mann natürlich leichter zu schreiben

100% agree

mir ist es ja auch erst diese woche richtig bewusst geworden, weil ich für einen nebenchar den XO entwerfe. da gibt es übrigens die M/M variante.

Und da habe ich mal die werke die ich selber schreibe und das was ich lese mal analysiert.

Zitat

Ansonsten, wenn man interpretieren will, könnte man argumentieren, dass die Mann-Frau/Frau-Mann Kombo genutzt wird, weil sich so die Charaktere naturgemäß ergänzen - Frauen denken und handeln anders als Männer. Das macht Angehörige des anderen Geschlechts schonmal pauschal gut geeignet für den Job des XO, der die Entscheidungen des Captains ja durchaus hinterfragen und überdenken soll.


auch hier 100% Zustimmung.

wobei es dann auch die unterscheidlichsten ausprägungen gibt.

Und interessanterweise ist bei zwei meiner Projekte die frau für den Actionpart zuständig.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 17.12.10, 21:20
Zitat
Original von Alexander_Maclean
Was mir aufgefallen ist in vielen FF serien dominiert dieses Mann - Frau Kommandoteam. Sprich der Mann ist der Captain und die Frau der XO.

Hmm, ist man realistisch, kann das auch viel mir dem geschlechterspezifischen Rollenbild zusammenhängen.
Klar, das Argument von TrekMan und auch das von Dranke klingen einleuchtend: Viele der FF-Autoren sind Männer und sehen entweder nicht die Veranlassung dazu oder trauen sich nicht daran heran aus aus der Sicht einer Frau zu schreiben und machen sie deswegen nicht zur eigentlichen Protagonistin. Auf der anderen Seite: Frauen ind Führungspositionen kommen ja dennoch vor und müssen demnach auch zur Entfaltung kommen.
Vielleicht hat es dann also doch mit einem \'klassischen\' Rollenverständnis zu tun: Der Mann als Oberhaupt der Familie  8o
Provokant gesagt, bedeutet das, dass in Wahrheit nicht die Ausgewogenheit der männlichen und der weiblichen Fähigkeiten und Temperamente den Ausschlag gibt.

Für \"Cherem\" habe ich glaube ich das erste Mal eine wirklich vollkommen fokusierte Protagonistin gehabt. Das hat meiner Meinung nach relativ gut gelungen, jedenfalls gab es da keine Klagen, auch nicht von der weiblichen Leserschaft - dann bin ich also wirklich ein Frauen-Versteher ;) :D  Acht)

Mein Konzept für die \"Solaris\"-Geschichte, das als Ergänzung zu den Führungs-Crew-Konzepten, sähe eine sehr radikale Lösung vor: Die \"Solaris\" besitzt nämlich zwei gleichberechtigte Kommandanten, ihr Schwester-Schiff zwei Kommandantinnen :D
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 17.12.10, 22:02
Die bewusste oder unbewusste Entscheidung zur Mann/Frau-, Frau/Mann-Kombo, hat auch sicher etwas mit der schönen Never ending love-Story zu tun, die mit einem solchen Gespann fast immer Hand in Hand geht. Die Karte wird früher oder später fast immer gespielt. Die große romantische Geschichte ist schließlich genau das, was wir alle in unserem Leben suchen. Die passende Herzensdame... der passende Herzensmann... Wenn wir das nicht finden können, oder gefunden haben und trotzdem nicht genug davon kriegen, übertragen wir diese Sehnsüchte eben auf die fiktive Ebene in Form unserer Hauptcharaktere - und die sind ja fast immer gleichzeitig die beiden ranghöchsten Leute. Ich nehme an, deswegen gibt es so wenige Mann/Mann-Kombinationen. Wir sind ja tatsächlich fast alles Männer. Wir werden Männerfreundschaften haben. Ist also uninteressant. Und selbst wenn nicht, wenn da kein bester Freund ist, und man komplett einsam ist, wird die Sehnsucht nach einer Frau wohl größer sein, als nach einem guten Kumpel. Alles Biochemie.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 17.12.10, 22:07
Kann ich für mich nicht so unterschreiben.

Morning Star: Captain verheiratet
Midway: Da wird es den beiden angedichtet, aber es nix in der Richtung geplant.
Elite force: Altersunterschied zu groß.

Ich stimme da eher trekmen zu. Und ich denke es kann auch diese kabbeleleien geben ohne das da die sexuelle Komponente im Hintergrund ist.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: TrekMan am 17.12.10, 23:17
Zitat

Die bewusste oder unbewusste Entscheidung zur Mann/Frau-, Frau/Mann-Kombo, hat auch sicher etwas mit der schönen Never ending love-Story zu tun, die mit einem solchen Gespann fast immer Hand in Hand geht. Die Karte wird früher oder später fast immer gespielt. Die große romantische Geschichte ist schließlich genau das, was wir alle in unserem Leben suchen. Die passende Herzensdame... der passende Herzensmann... Wenn wir das nicht finden können, oder gefunden haben und trotzdem nicht genug davon kriegen, übertragen wir diese Sehnsüchte eben auf die fiktive Ebene in Form unserer Hauptcharaktere - und die sind ja fast immer gleichzeitig die beiden ranghöchsten Leute. Ich nehme an, deswegen gibt es so wenige Mann/Mann-Kombinationen. Wir sind ja tatsächlich fast alles Männer. Wir werden Männerfreundschaften haben. Ist also uninteressant. Und selbst wenn nicht, wenn da kein bester Freund ist, und man komplett einsam ist, wird die Sehnsucht nach einer Frau wohl größer sein, als nach einem guten Kumpel. Alles Biochemie.


Diese Karte als dramatugisches Mittel zu ziehen ist sicher immer Möglich, selbst bei F/F oder M/M Gruppierungen. Es stellt sich nur die Frage inwieweit der Autor bereit ist zu gehen.


Bei der PAMIR ist es so, dass George Stewart Witwer ist. Obwohl sein Erster Offizier eine Frau ist, war eigentlich nie eingeplant, diese Karte zu ziehen, dann da ist eigentlich schoin eine andere. Diese Option wird zwar oft angedeutet, aber nie gezogen ;)

Bei ROOSEVELT ist es was anders. Captain Holister ist als ex Geheimdienster keinem Flirt abgeneigt. Er hat so gar gleich zwei Frauen, die an Bord um ihn bulen. Vielleicht greift er mal zu :)

Bei DESPERADOS gibt es eine M/M Kombination, die fällt da leider aus. Was jedoch nicht unbedingt bedeutet, das Sedric von Oestrow die schöne aber spröde Doktorin nicht gefallen könnte.

 

Für mich erfüllt, die oben genannte dramaturgische Obtion zwischen dem Komandanten und seinem XO einfach ein Klischee, dem ich einfach nicht entsprechen möchte. Mann und Frau können schon auf einer sachlichen Ebene zusammen arbeiten ohne das sich gleich etwas entwickeln muss.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 27.02.11, 20:38
weil es in Max designthread einj wenig angetippt wurde.

man hat ja zu bestimmten figurentypen gewisse Klischees im Kopf:

Daer wollte ich mal fragen.

Was für Klischees habt ihr,w as Alienfiguren angeht.
bei welchen eurer Figuren habt ihr auf diese Klischees gesetzt oder diese auch gezielt durchbrochen?
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Fleetadmiral J.J. Belar am 27.02.11, 21:10
Also bei Tailany habe ich ganz klar darauf gesetzt, dass sie Andorianerin ist, von einem kriegerischen Volk stammt und somit Sicherheitsoffizierin ist. Bei Belar habe ich das ganze durchbrochen. Er ist zwar ein Trill, wirkt aber nicht kühl und distanziert und er ist auch kein Wissenschaftler oder Diplomat. Ich gehe gerne mal auch andere Wege. Neige aber unbewusst dazu, mich auch oft in Klischees zu verfangen.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 27.02.11, 21:13
@Alex
Gute Frage. Tal\'Inuray Filiz, die andorianische MACO, erfüllt zu 100% das Klischee der Kriegerin, denke ich. Zumindest auf den ersten Blick.
Dherans Schwester hingegen bricht, als Ärztin, ganz bewusst aus diesem Klischee aus.
Mit Dheran und Vilarai Ter\'Kharyn versuche ich eine Gratwanderung zwischen dem üblichen Andorianer-Klischee und einem davon abweichenden Verhalten.
Auch mit einem geplanten Tellariten-Commodore für DIVIDED werde ich aus dem üblichen Ingenieur-Klischee ausbrechen, und Vilarais XO, bevor sie die MIDWINTER übernimmt, ist nun auch nicht der obligatorische Techniker-Tellarit.
BTW: Auch in DIVIDED gibt es die Kombi Frau/Mann, was interessant zu schreiben ist.
Bei der Bolianerin Charall habe ich bewusst das Klischee der Geschwätzigkeit Außen vor gelassen.
Ab und zu ist das Klischee schwer zu umgehen, einen RED-SQUAD als Durchschnitts-Offizier zu beschreiben, das macht eben keinen Sinn. Trotzdem werde ich vermeiden daraus den Über-Drüber-Hero zu machen.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 28.02.11, 10:22
Zitat
Original von Alexander_Maclean
Was für Klischees habt ihr,w as Alienfiguren angeht.


Außerirdische zeichnen sich natürlich durch besondere Fähikeiten (und Schwächen), also durch eine Reihe von \"Alleinstellungsmerkmalen\" aus. Das ist klar, das ist auch nicht verwerflich, will man eine Fremdheit darstellen.
Und damit man sich mit den Außerirdischen identifizieren kann, müssen sie auch Vertrautes besitzen. Indem man eine von der Menschheit bekannte Verhaltensweise überpitzt, mindert man das Gefühl der Fremdheit - und schon landet ein Außerirdischer beim Klischee ;) :D

Aber ich muss wirklich gestehen, dass ich mich da oft auch über die Macher geärgert habe!
Dass Vulkanier ihre emotionale Seite einschließen, okay; dass die Klingonen recht kriegerisch unterwegs sind, okay.
Aber wirklich ohne Not ein neutrales (aber dabei optisch schon eigenständiges) Volk ins Klischee zu reißen, finde ich so unnötig wie empörend.
Als Beispiel dafür sehe ich die Bolianer - warum musste man sie zu geschwätzigen, hmm, Hampelmännern machen?
Captain Rixx wirkte da deutlich interessanter.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 28.02.11, 10:24
Zitat
Original von Max

Aber ich muss wirklich gestehen, dass ich mich da oft auch über die Macher geärgert habe!
[...]
Als Beispiel dafür sehe ich die Bolianer - warum musste man sie zu geschwätzigen, hmm, Hampelmännern machen?
Captain Rixx wirkte da deutlich interessanter.


Genau DAS war meine Frage, als ich die Figur Charall entwickelte... :Andorian
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 28.02.11, 11:01
Zitat
Original von Alexander_Maclean
weil es in Max designthread einj wenig angetippt wurde.

man hat ja zu bestimmten figurentypen gewisse Klischees im Kopf:

Daer wollte ich mal fragen.

Was für Klischees habt ihr,w as Alienfiguren angeht.
bei welchen eurer Figuren habt ihr auf diese Klischees gesetzt oder diese auch gezielt durchbrochen?


Ich muss leider zugeben, ich hab meine Crew teilweise sehr stark nach dem Thema Wissenschaft/Computer/Geheimdienst rausgesucht. Die Spezies sind Bynare, Vulkanier, Romulaner, Cardassisaner, Augments etc.

Manchmal habe ich gewisse Speziesklischees auch als Witz verwendet. (Der Aufreger, den ich mit dem Hip Hopper Ferengi Produziert habe ist zum Beispiel ein eher missglückter Versuch gewesen, die Ferengi Klischees ein wenig ironischer zu handhaben und mit Klischees einer realen Bewegung in Verbindung zu bringen, um so durch den Vergleich einen kleinen Karikatureffekt zu erzielen.)

Das mit dem Römer/Romulaner Klischee habe ich auch manchmal für Witze benutzt, zum Beispiel durch meinen Witz mit der \"Spätromulanischen Dekadenz\".

Bei einigen Spezies bin ich aber auch sehr stark vom Klischee abgewichen. (Beispielsweise hatte ich einen Vulkanier, der schon mit der halben weiblichen Crew des Schiffs Affären hatte. 8o)

Einigen Spezies ging ich früher schonmal auch teilweise bewusst aus dem Weg, weil ich diese Art der Darstellung in Star Trek vermeiden wollte. Zum Beispiel dieses schwülstige Gelaber von Kampf und Krieg bei den Klingonen.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Drake am 28.02.11, 12:16
Zitat
Original von SSJKamui
Einigen Spezies ging ich früher schonmal auch teilweise bewusst aus dem Weg, weil ich diese Art der Darstellung in Star Trek vermeiden wollte. Zum Beispiel dieses schwülstige Gelaber von Kampf und Krieg bei den Klingonen.


Ja, das liebe Klingonen-Klischee...

Ich finde auch dass das teilweise etwas überzogen und suboptimal dargestellt wurde und das ist auch genau der Grund, warum ich die Klingonen nicht wirklich leiden (oder nur in Maßen ertragen) kann. Mit der Klarstellung in ENT, dass sich die \"Ehre\" ursprünglich nicht ausschließlich auf das Schlachtfeld beschränkte (ich glaube der Wortlaut war, dass auch z.B. ein Posten als Mediziner einmal als ehrenhaft angesehen war, bevor die Krieger die Gesellschaft korrumpierten, um ihren Vorstellungen gerecht zu werden).

Deswegen mag ich gerade da Durchbrechungen oder intelligenteren Umgang mit dem Klischee. Paradebeispiel ist für mich DS9s \"House Of Quark\", an dessen Höhepunkt deutlich eine Linie zwischen Ehre und sinnlosem Blutvergießen gezogen wird.

Oder die Erwiderung eines klingonischen Generals aus \"Hidden Frontier\" auf eine Spitze eines Captains, die auf die mangelnde Subtilität der Klingonen anspielte: \"Jeder Klingone, der [gerade] nicht kämpft, ist ein Diplomat.\"

Gerade bei den Klingonen wurde sich mit der Zeit zu sehr am \"ehrenhafte Barbaren\"-Klischee orientiert, wo IMO die fernöstliche Samurai-Mentalität mit ihrer stärkeren Zivilisiertheit der bessere Ansatz gewesen wäre.

Ganz allgemein zu den \"Völker-Klischees\" hab ich irgendwo mal die Erklärung gelesen, dass die meisten Völker relativ einseitig sind, weil die Menschen die einzigen sind, die den Schritt in den Weltraum mit einer wirklich vielseitigen Kulturpalette geschafft haben. Bei so gut wie allen anderen Rassen soll vorher eine vorherrschende Kultur alle anderen ausgelöscht/absorbiert/verdrängt haben.
Titel: Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 28.02.11, 12:30
Zitat
Original von Drake
Zitat
Original von SSJKamui
Einigen Spezies ging ich früher schonmal auch teilweise bewusst aus dem Weg, weil ich diese Art der Darstellung in Star Trek vermeiden wollte. Zum Beispiel dieses schwülstige Gelaber von Kampf und Krieg bei den Klingonen.


Ja, das liebe Klingonen-Klischee...

Ich finde auch dass das teilweise etwas überzogen und suboptimal dargestellt wurde und das ist auch genau der Grund, warum ich die Klingonen nicht wirklich leiden (oder nur in Maßen ertragen) kann. Mit der Klarstellung in ENT, dass sich die \"Ehre\" ursprünglich nicht ausschließlich auf das Schlachtfeld beschränkte (ich glaube der Wortlaut war, dass auch z.B. ein Posten als Mediziner einmal als ehrenhaft angesehen war, bevor die Krieger die Gesellschaft korrumpierten, um ihren Vorstellungen gerecht zu werden).


Das würde eigentlich meine Vermutung bestätigen, dass die Klingonen Elemente aus dem militärischen Bereich auch im zivilen Bereich anwenden, ähnlich wie die Japaner das Bushido oder das Buch \"Die Kunst des Krieges\" des Philosophen Sun Tzu, was auch zur BWL ausbildung mittlerweile gehört.


Zitat
Original von Drake
Gerade bei den Klingonen wurde sich mit der Zeit zu sehr am \"ehrenhafte Barbaren\"-Klischee orientiert, wo IMO die fernöstliche Samurai-Mentalität mit ihrer stärkeren Zivilisiertheit der bessere Ansatz gewesen wäre.


Ja, das stimmt auch wieder. Dies war ein Grund, warum ich dieses Element, was im Klingonen Thread diskutiert wurde, das \"die Klingonen wegen der rauen Umgebung übermenschlich stark wurden und ehrenhafte Krieger\" problematisch fand. Das erinnerte dann schon an gewisse Theorien des 19. Jahrhunderts.

Die Klingonen scheinen aber durchaus von den Samurai inspiriert gewesen zu sein. Unter Anderem deren Beziehung zu ihren Schwertern und teile der Rüstungen.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: The Lurkaholic am 16.03.11, 06:22
Was haltet ihr von der Konstellation Vulkanier (Captain) - Cardassianer (Erster Offizier) - Andorianer (Taktischer Offizier) - Bajoraner (Doktor)? Zu viel Konflikt?
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 16.03.11, 06:35
Was haltet ihr von der Konstellation Vulkanier (Captain) - Cardassianer (Erster Offizier) - Andorianer (Taktischer Offizier) - Bajoraner (Doktor)? Zu viel Konflikt?


Welches Jahr ??
Vulkanier halte ich für zu ruhig und Andorianer zu diszipliniert für Stress. ( Obwohl ein etwas weniger beherrschter Andorianer Zündstoff rein bringen könnte )
Was Cardie und Bajoraner angeht: Da käme es auf deren Grundcharakter an IMO


Diese Konstellation KANN also funktionieren - bietet andererseits aber auch Konfliktpotenzial, wenn man möchte.
Wobei ich nicht ganz verstehe, warum es ausgerechnet immer ein Cardie sein muss - da die nicht zur Föderation gehören, und darüber hinaus eine eigene Flotte besitzen...


Ich denke, dass es genug andere Völker gibt, die interessante Alternativen bieten ( z.B. Tellariten - die werden viel zu selten eingebunden IMO )
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: The Lurkaholic am 16.03.11, 17:22
Was haltet ihr von der Konstellation Vulkanier (Captain) - Cardassianer (Erster Offizier) - Andorianer (Taktischer Offizier) - Bajoraner (Doktor)? Zu viel Konflikt?


Welches Jahr ??
Vulkanier halte ich für zu ruhig und Andorianer zu diszipliniert für Stress. ( Obwohl ein etwas weniger beherrschter Andorianer Zündstoff rein bringen könnte )
Was Cardie und Bajoraner angeht: Da käme es auf deren Grundcharakter an IMO


Diese Konstellation KANN also funktionieren - bietet andererseits aber auch Konfliktpotenzial, wenn man möchte.
Wobei ich nicht ganz verstehe, warum es ausgerechnet immer ein Cardie sein muss - da die nicht zur Föderation gehören, und darüber hinaus eine eigene Flotte besitzen...


Ich denke, dass es genug andere Völker gibt, die interessante Alternativen bieten ( z.B. Tellariten - die werden viel zu selten eingebunden IMO )

Das folgt von meiner Geschichte in den Threads. Der Cardassianer wächst in der Föderation auf, die Cardie-Version von Worf sozusagen.

Spielt in den 2380ern.

Und bzgl der Tellariten, die sind einfach nicht so interessant, und einen schlichtweg arroganten und unhöflichen Charakter möchten viele (ich inklusive) einfach nicht haben.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 16.03.11, 17:51
@lurk
Dann ist wohl das bisher gepostete "nur" die Vorgeschichte?
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: The Lurkaholic am 16.03.11, 18:52
So hatte ich es mir gedacht, ja.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 09.08.12, 11:16
Dank Star Wars ist in der Science Fiction auch folgende Gruppenkonstellation populär: (Die es allerdings schon früher gab.)

Der Held in Ausbildung - Brauche ich nicht viel zu sagen. Figuren wie Kirk (bei Star Trek 11), Luke Skywalker, Son Goku, die meisten X Men etc. Der Held muss erst noch in seine Rolle rein wachsen und braucht Hilfe, um seine Bestimmung erfüllen zu können.




Der Weise
Klassischerweise ein alter Mann (Merlin, Shaolinmeister etc. ) oder ein älterer Offizier (wie Pike bei Star Trek 11 oder Roy Fokker bei Macross/Robotech), welcher den Helden ausbildet. Sehr häufig selbst ein verhinderter früherer Held, der sein Ziel nicht erreichen konnte und deshalb den Helden ausbildet, damit er den "Job" zuende bringt. (Bekanntestes Beispiel ist hier wohl Obi Wan, der Darth Vader nicht besiegen konnte und deshalb Luke ausbildet. Indirekt taucht das Motiv auch bei der Figur des Muten Roshi in Dragon Ball auf.) Manchmal hat dieses Ziel auch nicht zwingend etwas mit der Heldenaufgabe zu tun, sondern ist eine Zwischenprüfung. (In einigen Versionen des Nibelungenlieds hat der Schmied Mime Siegfried extra ausgebildet in der Hoffnung, dass er irgendwann den Drachen Fafner erledigt, was eigentlich nur der Beginn der Reise von Siegfried in der Geschichte ist.)

Bei größeren Gruppen ist der Weise auch häufig der Anführer der Gruppe. (Bekannt ist da vor Allem Charles Xavier bei den X Men.)

Sehr häufig bekommen die Helden nach ihrer Ausbildung vom Meister noch einen besonderen Gegenstand überreicht. (Beispielsweise das Lichtschwert, das Luke von Obi Wan überreicht bekommt, oder das berühmte Zitat aus Zelda 1 "It's dangerous to go alone, take this.".)

Ein Weiser muss nicht zwangsläufig ein Mensch sein. Bei tierischen Wesen oder tierähnlichen Wesen sind auch Eulen sehr beliebt (das liegt wahrscheinlich an der griechischen Göttin der Weisheit Athene, die mit einer Eule assoziiert wird). (Ein klassisches Genre, was auf tierische Mentoren zurück greift ist das Genre der Magical Girl Serien, wo die jeweilige Heldin meistens ein sprechendes Tier oder ein nicht humanoides Alien als Mentor bekommt. )

Im asiatischen Raum sind auch Plots beliebt, wo zumindest ein Gegner ein ehemaliger Schüler des Meisters ist, welcher die Seite gewechselt hat und den Meister verriet. Eine alte Legende in dem Zusammenhang ist die Legende des gallanten Yiraiya, wo ein alter Ninjameister einen Schüler hat, der von einer Schlange zum Bösen verführt wird, weshalb der Meister ihn aufhalten muss. Der Plot taucht auch auf in Filmen wie Demon City Shinjuku und ist eines der bekanntesten Klischees aus Kung Fu Filmen und Kampfspielen wie Street Fighter. (Wo die Figur Akuma der Verräter ist.)

Falls es nicht "Der Weise" ist, sondern "Die weise Frau", ist diese Frau meistens körperlich oder geistig "behindert", verfügt aber gleichzeitig (auch häufig auf Grund ihrer Behinderung) über Orakelfähigkeiten. (z.B. Prinzessin Hinoto bei X-1999, welche die stärkste Telephatin ist, aber deshalb gleichzeitig an einem Locked In Status leidet.) Bei Männern kommt dieser Typ auch häufig vor in Form des "Blinden Sehers". (z.B. bei der Marvel Reihe Erde X/Universum X.)

Ebenfalls haben männliche Herrscherfiguren häufig diesen Typus des Weisen. Das Klassische ist der "gute König". Auch der efrosianische Föderationspräsident in den Classic Star Trek Filmen hat so eine gewisse Ähnlichkeit mit diesem Typus.

Häufig darf der Weise auch nicht alles preis geben, was er weis. (Beispiele dafür sind unter Anderem Kosh bei Babylon 5, Gandalf oder Prinzessin Hinoto)

Es muss auch nicht zwingend einen Mentor geben. Der Held kann auch mehrere Mentoren hintereinander haben.



Der Trickser
Eine Figur, die es auszeichnet, dass sie meistens weiter kam, indem sie nicht ganz bei der Warheit blieb. Diese Figur existiert in 2 Varianten. Einmal als "Netter Ganove", der zwar eine kriminelle Vergangenheit hat, sich dann aber dem Guten anschließt und eher ein draufgängerischer, cooler Typ ist. (Han Solo oder auch sehr häufige Figuren von "ehemaligen Dieben", die meistens zuerst versuchen, den Protagonisten zu bestehlen, sich ihm aber danach anschließen, nachdem sie durch ihn die "verdiente Tracht Prügel" bekamen.). Die andere Variante ist die des Streichespielers, der die ganze Zeit Mist baut und leute rein legt. (Mythologisch sind da solche Figuren wie der große Coyote der Indianermythologie bekannt oder Charaktere wie die Kappa aus der japanischen Mythologie oder der Begriff des Troll, der wohl jedem Internetnutzer mittlerweile bekannt sein dürfte, allerdings in etwas anderem Zusammenhang.)

Meistens stellen Werke für jüngere Zuschauer diese Figur sehr stark in den Mittelpunkt.

Ein berühmter Trickser aus Star Trek ist natürlich Q. Dieser hat ähnlich wie der Coyote den Aspekt, dass er Leuten durch seine Streiche häufig eine Lektion erteilen will.

Böse Trickser sind auch einige Clownsfiguren wie Kefka aus Final Fantasy 6, Alfred Pennywise aus Stephen Kings "Es" und der Joker aus Batman.




Die Anima
Das "göttliche Weibliche", häufig verkörpert durch eine weibliche Herrscherfigur. Dies geht zurück auf eine Theorie, dass die Steinzeitkulturen zuerst an weibliche Muttergottheiten glaubten, während eines friedlichen, goldenen Zeitalters. Diese Muttergottheiten sind mit der Erde, die häufig selbst als weibliches Wesen angesehen wird ("Mutter Erde") verbunden und sorgten laut des damaligen Glaubens für Fruchtbarkeit und Leben. (Im Wort "Materie" steckt zum Beispiel immer noch das Wort "Mater" drin, was Mutter heißt.) Unter Anderem zählt man die Legende der Vanen in der germanischen Mythologie als Überbleibsel der alten Fruchtbarkeitsgöttinnen. (Genau so wie die japanische Sonnengöttin Amaterasu.) Dieses Zeitalter sei irgendwann bei den meisten Kulturen zuende gegangen und ersetzt wurden durch die Vorstellung des "Vaters im Himmel", die prominent in den abrahamitischen Religionen vor kommt, aber auch gleichzeitig Teil von Figuren wie Zeus und Odin/Wotan ist. Das göttliche Weibliche sei gleichzeitig mit dieser Vorstellung fast verloren gegangen. In einigen Geschichten, zum Beispiel des gnostischen Okkultismus geht es darum, diesen Aspekt des göttlichen wiederzufinden. (Die bekannteste Story einer solchen Suche ist "Da Vinci Code" von Dan Brown, wo sich der Name der Figur "Sophia" und ihre Rolle im Plot davon ableitet.)

(Anmerkung: Bei dem Thema der "großen Mutter" als Herrscherin fällt natürlich auf, dass Kanzlerin Merkel ja bekanntlich den Spitznamen "Mutti" trägt. ;) )

Die Figuren, die diesen Archetyp darstellen sind häufig Priesterinnen. Aber auch Prinzessin Leia aus Star Wars basiert auf diesem Typus. (Und sollte ursprünglich eine Priesterin sein im ersten Drehbuch.) Andere Figuren, die darauf basieren sind die Bene Gesserit aus Dune und die Figur der Mondprinzessin aus Sailor Moon. (Welche das genaueste Beispiel ist, weil diese Figur als Hintergrundgeschichte genau diese Theorie des Zeitalters der Fruchtbarkeitsgöttinnen hat.)

Die "böse Variante" dieses Typus ist im Allgemeinen die Hexe. (In einigen Märchen tauchen Hexen zum Beispiel in der Rolle der "bösen Stiefmutter" auf.) Auch werden die Kunstwerke des surrealistischen Künstlers H.R.Gigers häufig als die dunkle Seite dieses Typus gesehen. (Genau so wie die bösen Computer MUTHUR aus Alien und Mother Brain aus Metroid.)

In manchen Science Fiction Serien sind solche Figuren ebenfalls eine potentielle "neue EVA", die eine neue Weiterevolution der Menschheit begründen können.

Dieser Typus hat in manchen Varianten auch die Aufgabe, die natürliche Ordnung zu wahren. (Entweder wörtlich, zum Beispiel bei Prinzessin Zelda, die meistens das Siegel des Oberdämons kontrolliert und deshalb meistens von den Bösen entführt wird. Dies kann aber auch nur metaphorisch sein, wenn nach dem Mord an der Freundin des Helden alles außer Kontrolle gerät und der Endkampf unausweichlich ist. Beispielsweise bei Devilman die letzte Eskalation des Konflikts, die passiert nachdem menschliche Hexenjäger die Freundin des Helden, Miki Makimura auf grausamste Weise umbringen. ) Diese Wächterrolle ist ein Grund für das typische "Entführte Prinzessinnen" Szenario aus Fantasy Geschichten.

(Anmerkung: Obwohl auch Personen wie Maria und Isis im Sinn deses Typs gesehen werden gilt es als schlechter Stil, solche Figuren allein auf die Mutterrolle zu reduzieren.)




Der Schatten
Falls dieser nicht zum ganz Bösen gehört. (Siehe den entsprechenden Thread) kann dies auch ein Teammitglied mit einer dunkleren Seite sein, dem man nicht ganz trauen kann. Oder auch jemand, der in Kontakt mit dem Bösen steht, aber von ihm ausgenutzt wird. (Wie Londo Mollari in Babylon 5.) Alternativ dazu kann es auch eine Person sein, die im Gegensatz zum Protagonisten eher gerne im Dunkeln arbeitet und sprichwörtlich im Schatten bleibt, aber deshalb nicht böse ist. (Batman wird als so eine Figur angesehen, wenn er mit Superman kooperiert. )

Häufig ist diese Figur auch teilweise das Gegenteil des Protagonisten, mit dem der Protagonist zuerst im Streit ist und danach aber zusammenarbeitet. (Häufig auch in Form eines Art "Waldmenschen".) Beispiele dafür sind unter Anderem das Gilgamesh Epos und die Legende der "Reise nach Westen" aus dem Chinesischen, wo ein Mönch eine Freundschaft aufbaut zum wilden Affenmenschen Sun Wu Kong (Auf Japanisch übrigens Son Goku.). Spock hatte in Star Trek 11 eine ähnliche, aber weniger drastische Rolle.




Man muss diese Figuren jetzt nicht so wörtlich mythologisch benutzen, wie Campbell es getan hat und ich es in dieser Erklärung gemacht habe. Ein Weiser kann zum Beispiel wie Christopher Pike auch ein älterer Vorgesetzter sein und muss nicht zwangsläufig einen Eremiten mit übertireben langem Bart darstellen. (Auch einige Fantasy Geschichten haben ältere Ritter als Ausbilder.)

Der Hauptsinn dieses Schemas ist die Projektion einer innerpsychischen Welt auf eine äußere Form und Darstellung von inneren Konflikten als große, äußere Konflikte in einer "Sagenwelt". (Laut einem Buch, was ich mal las, war Dungeons and Dragons sogar ursprünglich auf Basis dieser Theorien entwickelt wurden mit dem Ziel, Patienten von Psychologen in einem fiktionalen Kontext Auskunft über das zu geben, was sie empfindet ohne zu sehr auf die realen Ereignisse eingehen zu müssen, um so unverfänglicher und offener reden zu können.)

(Vielleicht kann dieses Schema der Gruppeneinteilung hier einigen auch nützlich sein bei ihren Storys.)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: ulimann644 am 09.08.12, 18:32
Ich selbst nutze diese klassische Heldentruppe eher für Fantasy denn SF.

Was ich hingegen gerne nutze ist der Gegensatz zwischen ruhigen und temperamentvollen Charakteren. Wobei es durchaus auch einmal vorkommen kann, dass ich zwei temperamentvolle Charaktere zusammenspanne (ICICLE)
Letztlich kommt es darauf an, was für eine Story/Serie ich schreibe - und nicht zu jeder Geschichte kann man einfach eine Standardtruppe zusammenstellen.

Am Anfang, als ich zu schreiben begann, habe ich gerne "die Glorreichen Sieben" zusammengestellt - eben sieben Hauptcharaktere. Gerade in LOCKRUF DER STERNE und in DAS PARANETZ kann man dies gut beobachten. Diese Vorgehensweise kann man auch in diversen Produktionen beobachten:

STAR WARS:
- Obi-Wan Kenobi (Lando Calrissian)
- Luke Skywalker
- Han Solo
- Leia Organa
- Chewbacca
- C3PO
- R2D2

TOS:
- James T. Kirk
- Spock
- Pille
- Scotty
- Uhura
- Hikaru Sulu
- Pavel Chekov

TNG:
- J-L Picard
- William Riker
- Dr. Crusher
- Deanna Troi
- Data
- Geordi La Forge
- Worf (Tasha Yar)

Auch in ALIEN finden wir dieses Prinzip der "Glorreichen Sieben" wieder.

Mit sieben Figuren hat man offensichtlich einen guten Grundstock an Figuren (es können später welche dazu kommen - oder es werden wenigen, wie in ALIEN) mit dem man eine Geschichte beginnen kann.
Natürlich muss dies nicht immer so sein - aber ist unverhältnismäßig oft zu beobachten.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 12.08.12, 09:10
Was ich hingegen gerne nutze ist der Gegensatz zwischen ruhigen und temperamentvollen Charakteren. Wobei es durchaus auch einmal vorkommen kann, dass ich zwei temperamentvolle Charaktere zusammenspanne (ICICLE)

Da gibt es ja auch noch häufig die 3 er Konstellation Emotionaler, Rationaler (und/oder Moralist) und vermittler. Beispielsweise Spock, Kirk und McCoy.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 12.08.12, 09:14
Meisten ist diese dreier Konstellation ja auch in den siebener eingebettet udn ragt telweise aus dieser gruppe heraus

gerade TOS und SW - alte Triologie sind da gute bespiele

weil das dreierteam

Luke - der Moralist
Leia - die vermittlerin
Han - der emotionale Bauchentscheider

ragen IMO aus der Heldengruppen auch etwas raus.

Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 07.01.13, 14:34
Im Mittelalter hat man zwischen 4 Grundpersönlichkeiten unterschieden, nach denen man auch teilweise eine Heldengruppe (oder Antagonistengruppe, je nachdem, wie man es sieht) aufbauen könnte (Ich empfehle aber hier eher eine Mischung mit anderen diskutierten "Gruppenzusammenstellungen", weil dieses Modell durchaus seine Nachteile hat):

Sanguiniker - Der Lebenslustige, kann nichts ernst nehmen, ist leichtsinnig und generell immer gut drauf (ihn kann kein Wässerchen trüben.)

Choleriker - Jemand mit einem aufbrausenden Temperament, dem schnell die Hutschnur platzt

Phlegmatiker - Friedliebend, aber etwas langsam im Denken und Handeln, etwas Faul und geht Konflikten eher aus dem Weg

Melancholiker - Jemand, der ständig das Schlechte sieht, selbst häufig schlecht gelaunt und/oder extrem misstrauisch/kritisch allem gegenüber.



Ein etwas moderneres "Charaktermodell" ist der Myers Biggs Typ Indikator, der auf den Werken desjenigen basiert, der auch die Archetypenlehre entwickelte, die ich eine Seite zuvor vorgestellt habe.

Da werden Persönlichkeiten/Charaktere durch folgende Hauptfragestellungen unterschieden
Introvertiert oder Extrovertiert?
Sinne/Fakten oder Intuitionsbetont?
Denkend oder Emotional?
Betrachtend oder Bewertend?

Alle Möglichkeiten sind frei kombinierbar (und nach dem Schema kann man gut überlegen, wie jemand mit Eigenschaft A wohl reagiert, wenn er mit jemandem arbeitet, der Eigenschaft B hat.) und mit einer guten Mischung bekommt man schon eine interessante Gruppendynamik hin.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Tolayon am 24.07.13, 13:38
Die Zahl "Vier" spielt auch eine große Rolle bei folgender Konstellation, wie man sie in STAR TREK zwar soweit ich sagen kann weniger bis gar nicht findet, in anderen Genres aber umso mehr:

Das "Action-Quartett" (ein besserer Ausdruck fällt mir gerade nicht ein, und der Name sagt auch schon das Wichtigste).

Ein vierköpfiges, (para-)militärisches Sonderkommando bzw. eine Söldner-Einheit, deren Mitglieder jeweils charakteristische Eigenschaften haben und Funktionen erfüllen, wodurch überhaupt erst eine effiziente Zusammenarbeit zustandekommt - aber auch einiges an Konfliktpotential mit eingewoben werden kann.

Die vielleicht typischste Zusammensetzung sieht wie folgt aus:

- Der Anführer
Ein charismatischer "Alpha"-Mensch, oft selbst sehr schlagkräftig, aber auch mit Führungsqualitäten ausgestattet. Kann unter Umständen aufgrund traumatischer Vergangenheit auch etwas Gebrochenes an sich haben, was seine soeben genannten Qualitäten zumindest zeitweise wieder infrage stellen könnte (bzw. der Anführer stellt diese selbst infrage).

- Der Techniker/ Wissenschaftler
Er - oder auch sie - kümmert sich um die Ausrüstung des Teams, ist fast immer auch ein Meister der Improvisation, im Grunde genommen ein typischer Nerd-Charakter, aber im Großen und Ganzen durchaus teamfähig.

- Der Soldat/ Die "Kampfmaschine"
Der Mann oder die Frau fürs Grobe. Kann je nach Hintergrund und Charakterisierung als edler Krieger oder fast schon psychopatischer Killer dargestellt werden.

- Der Vermittler/ Diplomat/ Das moralische Gewissen
Der Ausgleich zu den drei vorangegangenen Figuren, kann insbesondere einen Gegenpol gegenüber einem allzu brutal agierenden Soldaten-Typen bilden. Ein typischer Beruf bzw. Posten wären Arzt, Theologe oder sonstiger Geisteswissenschaftler. Er ist oft ein Außenseiter (wie auch zuweilen die "Kampfmaschine"), kann aber gerade dadurch eine andere Perspektive einbringen.
Dieser Figurentypus verabscheut überflüssige Gewalt und sucht fast immer nach diplomatischen Lösungen.


Das Paradebeispiel für die Umsetzung dieses Konzzepts dürfte wohl "Stargate: SG-1" sein; die Hauptpersonen den jeweiligen Typ-Beschreibungen zuzuordnen, dürfte wirklich nicht schwer fallen.
Ich kenne aber gerade aus dem Bereich der animierten Serien noch zwei weitere Konstellationen, bei denen die Charaktere nach obigem Schema aufgeteilt sind:
"Die Pinguine aus Madagaskar" (parodistisch) und "Black Lagoon" (Anime um Söldner-/ Piratengruppe).


Wenn man sich mit der Thematik der Vierer-Gruppe beschäftigt, fällt einem natürlich auch noch das "A-Team" ein. Hier haben wir eine interessante Variation der obigen Figuren-Konstellation:

- B.A. Barracus vereint Techniker und "Kampfmaschine" in einer Person;

- "Faceman" ist ein gerissener Diplomat/ Schauspieler, aber ohne groß erkennbares moralisches Gewissen;

- "Howling Mad" Murdock liefert hin und wieder das oben fehlende Gewissen, darüber hinaus fungiert er hauptsächlich als komische Haupt-Nebenfigur.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Kirk am 24.07.13, 14:36
Bei deiner a-Team Aufzählung fehlt noch derjenige der mir im Kopf rumgespesstert ist als ich meinen ff captain (siehe avata) entworfen habe.

Welcje Eigenschaft derjenige hat sollte jedem klar sein.

Bei mordock würde ich noch seine Funktion als Pilot erwähnen. Welche ja auch zu Spannungen zwischen ih und der kampfmaschine sorgt.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 24.07.13, 15:41
Wo dieses Viererteam auch häufig vorkommt sind Krimiseren mit einen größeren Ermittlerteam. Ansonsten herrscht ja her das dynamsiche Duo in dem Genre vor.

Nur gibt es dort statt der "Kampfmaschine" den "Sunnyboy/ -girl"

Wo es klar verteilt war war IMO NCIS 2. Staffel

Anführer: Gibbs
Techniker: McGee
Sunnyboy: DiNozzo
Vermittler: Kate Todd

aber es ist schon irgendwie interessant, das man die Figurengruppen meistens auf eine gewisse Grundkonzepten runterbrechen kann:

 wir haben:
- den Lonely Wulf
- Das dynamische Duo
- Das TRiumvirat
- die fantastischen Vier (häufig mit dem Lonely Wulf als anführer)
- die glorreichen sieben
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 24.07.13, 16:00
Hmhm...
Ich bin gerade am Überlegen, wie ich die "Heldengruppe" um Darsha charakterisieren würde - und vor allem, wen ich dazurechnen würde. Die bisher aufgetauchten Figuren sind der "Heldengruppe" nicht wirklich zuzurechnen. Sie sind wichtig, um das Geflecht an Verbindungen aufzuzeigen - und um Darsha gewisse Dinge beizubringen, dennoch sind sie eher Wegbereiter, als Gefährten. Eine konkret geplante Heldengruppe habe ich für TOSG (noch) nicht, dazu hat Darsha erstens einfach zu unterschiedliche Aufträge und zweitens muss sie sich ja auch entwickeln können.
Dennoch gibt es viele "Stammgäste", die die meiste Zeit dabei sein werden (zB T'Seleya).


Zwei Personen aus der eigentlichen "Heldengruppe" habe ich dennoch schon:

Darsha:
Sehr schnelle Auffassungsgabe,
gutes Gedächtnis,
wahnsinnig clever und einfallsreich
(wird erst im Laufe der Jahre zu einer Anführerin heranreifen: +10 Jahre?)


Khaiel (Romulaner):
Repräsentiert das Gewissen. Fühlt sich Darsha verpflichtet und ist bereit für sie zu sterben.


Assoziierte, bzw. teilweise dabei:
noch namenloser Ferengi (Ingenieur) und...

... Beeron'ala:
Aus dem gleichen Volk wie Nileena; Wurde aus der Kolonie "abgeschoben", da er unter einem "pubertären Hormonproblem" leidet; Wird wohl Verwaltungsaufgaben übernehmen (Dies ist eine wichtige Aufgabe, da Darsha ja gewissermaßen ein eigenes "Syndikat" aufbauen soll).


Zu Khaiel, Beeron und dem Ferengi: Die drei sind etwa so alt wie Darsha und stehen ebenfalls erst am Anfang ihrer Ausbildung, schon alleine deshalb agieren sie nicht alleine, sondern immer als Teil einer Gruppe erfahrener "Helden". Klar - sie alle bekommen ihre Aufträge und verdienen ihren Sold, oder wie immer man das nennen mag, aber alles im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten.

Soweit die Planung.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 24.07.13, 16:09
Ich habe mal festgestellt, dass meine Legend-Crew den Charakterklassen von Fantasy-Spielen entspricht.

Die Amazone (Shannyn)
Der Attentäter (Dorak)
Der Barbar (Ortilon)
Der Paladin (Drake)
Der Dieb (Carl)
Der Druide (Tobias)
Die Necromancerin (Karen)
Die Zauberin/Magierin (Raven)
Die Technomagierin (Scotty)
Das Orakel (Starling)

Drauf angelegt habe ich es nicht, aber es passt dennoch :)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 24.07.13, 17:22
Technomagier? Was verstehst du denn da drunter, bitte?

Ich habe auch ein paar (Ferengi-)Technologien adaptiert, um "pseudo-magische Effekte" zu erzeugen: Projizierte Hologramme, zum Beispiel. Und dann noch eine Gruppe, die mystische Kreaturen, wie Drachen, nachbaut... *hüstel*
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 24.07.13, 17:58
Scotty verfügt über ein höchst seltenes und weitläufig für einen Mythos gehaltenes Gen, welches es ihr erlaubt, sich symbiotisch mit jedem beliebigen Computer zu verbinden. Das heißt, sie kann ihr Bewusstsein in den Cyberspace schicken. Theoretisch ist keine Information vor ihr Sicher, kein Schloss, keine Funktion, keine Datenbank. Sie weiß selbst nicht viel darüber, und ist auch bemüht, ihre Fähigkeiten nicht einzusetzen, und andere erst recht nicht davon wissen zu lassen, dass sie sie hat, denn Leute mit diesem Gen neigen dazu, einfach zu verschwinden. Aber rein theoretisch ist sie sehr mächtig. Ich denke das kann man unter den Begriff "Technomagie" setzen ;) :D
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 24.07.13, 18:12
Scotty verfügt über ein höchst seltenes und weitläufig für einen Mythos gehaltenes Gen, welches es ihr erlaubt, sich symbiotisch mit jedem beliebigen Computer zu verbinden. Das heißt, sie kann ihr Bewusstsein in den Cyberspace schicken. Theoretisch ist keine Information vor ihr Sicher, kein Schloss, keine Funktion, keine Datenbank. Sie weiß selbst nicht viel darüber, und ist auch bemüht, ihre Fähigkeiten nicht einzusetzen, und andere erst recht nicht davon wissen zu lassen, dass sie sie hat, denn Leute mit diesem Gen neigen dazu, einfach zu verschwinden. Aber rein theoretisch ist sie sehr mächtig. Ich denke das kann man unter den Begriff "Technomagie" setzen ;) :D

Erinnert mich an Shadowrun un dem, was aus dem Otaku Typus dort wurde.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 24.07.13, 18:19
Das erinnert mich an "DS9 - Der Datenkristall" - wobei hier die Verbindung zum Cyberspace/ Computer per Technologie (Dataport) hergestellt wird.
http://de.memory-alpha.org/wiki/Der_Datenkristall (http://de.memory-alpha.org/wiki/Der_Datenkristall)

Ist aber ein interessantes Konzept - sie macht das mittels... Telepathie?
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Tolayon am 25.07.13, 14:41
Hannibal Smith habe ich in meine A-Team-Aufzählung bewusst außen vorgelassen, da ich nur die Unterschiede zu der zuerst vorgestellten Figuren-Konstellation herausstreichen wollte.

Die "Fantastischen Vier" ist durchaus ein guter Name für ein solches "Helden"-Quartett, wobei ich mir bei den originalen Namensgebern gerade nicht ganz klar bin, wer hier welchen Charakter verkörpert - das dürfte wohl wieder etwas anders sein als die bisher vorgestellten Arten von Vierer-Gruppierungen.

Wobei der "Sunnyboy" als Charakter-Typ auch hervorragend zu "Face" aus dem A-Team passt.


Alles in allem scheint eine Heldengruppe umso besser zu funktionieren, je weniger Personen in ihr vertreten sind (getreu dem Motto "Viele Köche verderben den Brei"). Gleich zehn Stück wie bei der Auflistung der Fantasy-Charaktertypen stelle ich mir sehr schwierig vor zu "managen", in einem einzelnen Film/ Roman kann man kaum ausreichend auf alle und ihr Beziehungsgeflecht zueinander eingehen. Es sei denn, der Roman hat mindestens 700 Seiten, was auf einzelne Happen heruntergebrochen auch wieder eine kleine Serie ergibt.

Besonders problematisch erscheint mir eine im wahrsten Sinne des Wortes "Helden"-Gruppe, die sich fast ausschließlich aus normalerweise einzelkämpfenden Superhelden zusammensetzt (siehe Marvels "Avengers"). Bis da alle Egoismen überwunden sind und die Truppe sich zusammengerauft hat - immerhin scheint die Etablierung eines klar herausstechenden Anführers hier kaum möglich -, das kann dauern und bietet eigentlich mehr Stoff als für einen einzelnen Kinofilm.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Fleetadmiral J.J. Belar am 25.07.13, 16:35
@ Toly

Zitat
Die "Fantastischen Vier" ist durchaus ein guter Name für ein solches "Helden"-Quartett, wobei ich mir bei den originalen Namensgebern gerade nicht ganz klar bin, wer hier welchen Charakter verkörpert - das dürfte wohl wieder etwas anders sein als die bisher vorgestellten Arten von Vierer-Gruppierungen.

Das sehe ich ein wenig anders. Man könnte die Fantastic Four so charakterisieren:

1. Reed Richards = The Brain, the Leader
2. Sue Richards = The Heart and Soul
3. Thing = Der Prügler, die Kampfmaschine
4. Human Torch = Der Draufgänger, Sunnyboy

eigentlich ist auch hier für jeden was dabei.

Gruß
J.J.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 31.05.14, 10:18
Eine weitere typische Zusammenstellung ist die Zusammenstellung von "Fantast, der an übernatürliche Erklärungen und Verschwörungen glaubt", und Skeptiker. Dies ist typisch für mystery Serien und das berühmteste Paar dabei ist natürlich Fox Mulder und Dana Scully. Ein Autor hat mal die Vermutung angestellt, dass dies einen der großen Streitfälle in Philosophie und Wissenschaftstheorie symbolisieren sollte, der mit Platon und Aristoteles begann. (Nur zur Info, falls das jetzt seltsam klingt. Akte X strotzt nur so vor Anspielungen auf Philosophie. z.B. der Episodentitel "Sein und Zeit". Eine Folge basiert auch auf die Parabel "Der Inquisitor" von Dostojewski und es gibt in Folgentiteln auch Anspielungen auf Nietzsche, Sartre etc. LOST setzte das fort und so gut wie jede Figur dort ist nach einem berühmten Philosophen benannt. z.B. John Locke, der sich den Alias "Jeremy Bentham" zulegt, oder Danielle Rousseau. Das, was Max bei meiner Geschichte sehr lobend erwähnte, habe ich nicht nur bei Animes gelernt, sondern auch tatsächlich bei solchen Mystery Serien.) Platon sagte, die Wahrheit der Welt müsste man in abstrakten, höheren Sphären suchen, während Aristoteles meinte, die Wahrheit über die Welt kann man quasi nur in der Welt selbst finden. (Also war quasi Platon der Mulder und Aristoteles der Vorfahr von Dana Scully.) Dies ist auch im berühmten Bild "Die Schule der Philosophen" dargestellt, wo Platon auf den Himmel zeigt und Aristoteles auf die Erde. (Bei Science Fiction Autoren war Phillip K. Dick beispielsweise stark in Richtung Platon und Robert Heinlein eher Aristoteles zugeneigt. ) Diese Gruppenzusammenstellung kann man auch bei anderen wissenschaftsorientierten Geschichten verwenden. In Star Trek Fanfics ist zum Beispiel der Skeptiker meistens ein Vulkanier. Man kann aber natürlich die Dynamik auch so umdrehen, dass der Skeptiker skeptisch gegenüber den Möglichkeiten der Wissenschaft ist, und der Fantast quasi alle Probleme mit Wissenschaft lösen will. (Nach dem Prinzip, es wird immer etwas geben, was wir nicht erklären/berechnen können. Der aktuelle Vorfall könnte etwas sein, was wir mit Wissenschaft nicht unter Kontrolle bekommen. etc.)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: David am 07.07.14, 00:49
Zitat
Post hierher verschoben - Ursprungsthread (http://www.sf3dff.de/index.php/topic,3696.msg179262.html#msg179262 (http://www.sf3dff.de/index.php/topic,3696.msg179262.html#msg179262)) bitte löschen. Danke und nochmals "Sorry"  :whistle

Hi Leute,
mich würde mal interessieren, wie ihr eure Hauptcharaktere so entwickelt habt.

EIne Sache, die am Anfang meist recht schwierig sein kann?

Habt ihr als Vorlage Freunde von euch verwendet?
Euch selbst?
oder habt ihr euch an einer Figur aus Literatur, Film oder TV orientiert?

Hauptcharaktere sind insofern besonders, dass man ja immer wieder mit ihnen arbeiten kann/will/muss.
Daher sollte man sich von Anfang an darüber klar sein, wie der Charakter aufgebaut ist (im Nachhinein sind Korrekturen und Erweiterungen zwar möglich, aber nur in einem leicht eingeschränkten Rahmen).

=A=

Star Trek Cadets

Für David Albers stand für mich von vorn herein fest, dass er äußerlich mir beinahe gleichen soll.
Immerhin war "Cadets" als eine "fiktionale Aufarbeitung" meiner Ausbildung gedacht, wovon ich mittlerweile aber wieder ein Stück abgerückt bin.
Ich wollte eine Figur mit Ecken, Kanten,... (... Holsten!,... Spaß beiseite ;)) haben, die einige mir eigene Charakterzüge hat (meine Neugierde, Toleranz und Begeisterungsfähigkeit, aber auch Unsicherheit und einige kleinere Schwächen).
Da ich damals mir das Haar mit Wasserstoffperoxid hatte bleichen lassen (für die Fotosession), stand fest - okay - David hat auch blondes Haar.
Sein vielleicht wichtigstes Attribut ist sein Lokalpatriotismus, der Stolz auf seine Herkunft.
Schwächen hat David natürlich auch: schlechter Gleichgewichtssinn, leichte Aquaphobie (speziell Tauchen) und einige andere Dinge.
Beispielsweise gefällt mir die Idee, dass David - immerhin auf der Erde aufgewachsen - durch die Eindrücke des Krieges mit dem Dominion - eher pazifistisch eingestellt sein soll.
Daher tut er sich im Pilotroman schwer mit der Entscheidung, zur Flotte zu gehen.
Aber er ist kein "Kirk", der gegen Autoritäten rebelliert und dann durch eine Offizier, der "auf nem weißen Ross" dahergeritten kommt, überzeugt wird, sich der Sternenflotte anzuschließen.
Prinzipiell hat David nix gegen die Sternenflotte, aber seine pazifistische Grundhaltung lässt Zweifel in ihm aufkommen, ob der Dienst das Richtige für ihn ist.
Sein Entschluss, doch zur Akademie zu gehen, wird schließlich durch eine faszinierende Begegnung, gefestigt, die ich mir schon sehr genau vorstellen kann. Aber natürlich verrate ich es euch noch nicht. ;)
Alles in Allem bin ich mit der Figur zufrieden, aber ich will natürlich auch David in weiteren Romanen noch mehr Tiefe geben.

Im Fokus stehen natürlich auch seine Arbeitsbeziehung zu seinem Dozenten, Professor Hartdegen, seine Freundschaft mit Shras (den er Blaubär nennt) und natürlich sein Kater "Sagittarius" und Mila Kell.

Stärken
- Neugierde
- Toleranz
- Wissenschaften
- Diplomatie

Schwächen
- Unerfahrenheit
- Aquaphobie
- sucht noch seinen Platz im Leben

Mila Kell, ja was soll ich über die Trill mit den strahlend blauen Augen erzählen...
Für mich stand fest, dass David eine Partnerin zur Seite gestellt bekommen soll, auch wenn es recht "klischeehaft" sein könnte.
Aber wenn ich selbst schon Single bin, soll David es nicht sein. ;)
Mila ist eine aufgeweckte, recht furchtlose junge Trill, die allerdings keinen Symbionten in sich trägt.
Ihr Aussehen sollte recht typisch sein: schlank, lange Beine, ein hübsches Gesicht und strahlend blaue Augen (darauf steh' ich einfach ;) )
Dass sie - zusammen mit Naomi - so etwas wie die Leaderin der Truppe wird, hatte ich ursprünglich nicht geplant, das entstand aus der Diskussion hier im Forum über den - noch immer geplanten - Pilotroman von "Cadets".

Ich stellte mir Mila als sehr sebstständig vor, daher gefiel mir von vornherein der Gedanke, dass die junge Dame von einer kleinen Kolonie kommt, die sehr autark und recht abgelegen von den Zentralwelten der Föderation liegt.
Da muss man zweifellos schnell eigenständig, verantwortungsbewusst und flexibel sein.
Genau das - fand ich - passte zu Mila.
Dazu kam ihr sehr offenes, unverkrampftes Wesen, die sie zwar auf der einen Seite durchaus liebenswürdig und ein wenig verrückt wirken lässt, ihr aber auch die Schwäche mitgiebt, dass sie schnell mal unvorsichtig - bedingt durch ihre fast unbändige Neugierde - wird.
Darauf bin ich in "Ferne Welten" und werde ich in "Kleine Graue Freunde" und noch weiteren Romanen genauer eingehen.

Ihr eine - fast panische Angst - vor kleinen grauen Männchen zu geben, fiel mir spontan ein, was ich dann mit der Idee verband, dass ihre Urgroßmutter Mila als kleines Mädchen Geschichten erzählte, dass diese Aliens gern allzuneugierige Kinder entführen.

Sie soll in diesem Roman eine gewisse Reife durchmachen und bestehende Vorurteile gegenüber den Grey haben und nach und nach - vor Allem durch die kleine Napi - ablegen.
Dieses Konzept gefiel mir von Anfang an.

Stärken
- Neugierde
- Lebenslust
- Wissenschaften
- Kondition
- Unabhängigkeit

Schwächen
- Unerfahrenheit
- Vorlaut
- Teamwork (sie packt Dinge am liebsten selbst an)

Thy'lek Shras
Tja, der Andorianer ist bislang in den bestenden Romanen noch nicht in Erscheinung getreten, aber das wird sich bald ändern.
Shras habe ich mir so in etwa als den "coolen, lockeren Typen" der Gruppe vorgestellt.
Eine Figur, die man hoffentlich mögen wird.
Er ist furchtlos, manchmal ein wenig aufbrausend und immer gern nach Ende des Studientages zu einem Glas andorianischem Ale zu überreden.
Es fiel mir jedoch bislang schwer, "Blaubär" (wie er von David gern genannt wird), charakterliche Tiefe zu geben, was für einen Auftritt in einem Roman unerlässlich ist.

Einzig fest eingeplant ist eine Szene in einer Bar, in der David und der Andorianer sich kennenlernen und Freundschaft schließen (ganz klischeehaft - im Verlauf einer Schlägerei ;))

Er wird auch derjenige sein, der nie um einen lockeren Spruch verlegen sein und David Albers "den Rücken frei halten soll".
Das Verhältnis zu David ist sehr locker und kumpelhaft, beide Männer verbindet das Gefühl für Ehre und Anstand.

Stärken
- physische Kraft
- ausgeglichenes Wesen
- Taktik
- trinkfest

Schwächen
- harte Schale, weicher Kern
- manchmal ein wenig zu "cool" (i.S.v. "überheblich")
- eigener Zwang, der Familientradition (Imperiale Garde, Sternenflotte) zu folgen)


Naomi Wildman
Ich wollte unbedingt eine bekannte Figur aus dem Star Trek Universum als Hauptfigur haben, da es eine große Herausforderung ist.
Naomi ist ja allseits bekannt und mich reitzt die Herausforderung, ihr - drei Jahre nach der Rückkehr der Voyager - ein paar neue Facetten zu verpassen.
Sie ist natürlich sehr erfahren - zumindest kein "Redshirt" ;) und soll dieses Wissen an der Akademie nutzen.
Dass sie - anders als in Voyager - Ingenieurin werden will und nicht mehr Captain, hielt ich für eine interessante Idee, da Naomi erkennt, dass die Kommandostruktur der Sternenflotte tatsächlich nicht so "locker" ist, wie an Bord der Voyager.

Als einziges Kind - noch dazu ein "SpaceBoomer" - wird es ihr zweifelsohne schwer fallen, sich auf dem Campus zurecht zufinden.
Immerhin weis sie schon einiges mehr, als die ganzen "Anfänger" und wird sich dadurch sicher das ein oder andere mal unterfordert fühlen.
Zweifellos auch ein wenig fehl am Platz, was sie fast zu etwas wie einer Außenseiterin werden lässt.

Ansonsten habe ich Naomi bislang noch keine neuen Charakterzüge verpasst, da ich bisher noch nicht mit ihr gearbeitet habe, was sich aber bald ändert.

Stärken
- Neugierde
- praktische Erfahrung (7 Jahre Delta Quadrant)
- Ingenieurswesen
- Unabhängigkeit

Schwächen
- fühlt sich auf dem Campus oft vielen voraus und das Studium daher manchmal langweilig (unterfordert)
- ist den Studienalltag nicht gewohnt
- ihre Erfahrung bringt ihr hier und da den Ruf einer "Streberin" ein

=A=

So, das ist mein kurzes Tableau meiner 4 Kadetten.
Einige Ideen kamen ja - in Bezug auf den Pilotroman - auch von euch, wofür ich mich hier noch mal herzlich bedanke.
Aber die Charaktere (besonders Naomi und Blaubär) könnten noch immer ein wenig mehr Tiefe vertragen.

Daher spart nicht mit Vorschlägen und/oder Anregungen zu meinen Vier.

=A==A=

Aber jetzt seit ihr dran - erzählt uns übrigen doch mal was über die Entstehungsgeschichte eurer Hauptfiguren.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: sven1310 am 07.07.14, 00:54
 Mod-Modus

Thread gelöscht.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 07.07.14, 08:28
Bei Morning Star ist das etwas zu lange her, als dass ich darüber referieren könnte. Und es gibt Entscheidungen, di ich damals cool fand, aber für die ich mich heute in den Hintern beißen möchte.

Sowie bei Sovok. Mit einen Vulkanier als Flug offizier kann ich doch nichts so anfangen.

Generell kann man aber sagen dass ich hier gerne mit "Pairings" arbeite. Entweder zwei gute freunde doer auch zwei Figuren die in manchen Punkten unterschielicher Meinung sind.

Dabei kannes sogar vorkommen, dass manche Figuren mehrere pairings haben.

Beispieslweise der Captain oder aich Niccolettie.

************************************

Elite Force war da anders. Da konnte ich auf bereits vorhandene Figuren setzen und da habe ich nur das Team erweitert und zwar so, dass ich für jedes fachgebeit eine eigene Figur habe.

also

- Anführer
- Waffenspezialist
- sprengstoffexperte
- techniker
- Computerspezialist
- Pilot
- Sanitäter
- Scharfchütze

**************************

Bei MIDWAY hat alles mit dem Cpatai Francis Kendall angefangen. Den habe ich schon mit Mark Harmon als schauspileer im Kopf entwickelt. und damit auch Gibbs von NCIs als Vorbild genommen. Kendall ist genauso dieser unerschrockene Anführer mit leichten Problemem was Chefs angeht. Ich ahbe nur ein paar sachen egstrichen die a) nicht zu ST passen, wieKopfnüsse verteilen - auch wenn es der eine oder andere aus der MIDWAY Crew verdient hätte - oder dem "rotjaarigen" Tick.

Da Kendall auch etwas ruhiger ist, brauchte ich jemanden für den Actionpart, daraus wurde dann Jenny. Und ich hatte die Idee für ein Triumvirat ala TOS und in Hinblick auf die eher militärische Ausrichtung der Serie wurde dann daraus der MACO Chef Chief Nyuy.

Generell ist Midway sowieo die tosigste meiner Serien vonder Figurenkonstellation her, denn ich habe auch den Arzt als Gewissen - Bergmann - die brillianten Ingenieurin - Menlor und die zwei Freunde von der vorderen reihe - Ferguson und Morax. Auch der Redshirt "Verbrauch" dürfte aufgrund des Basisthemas etwas höher sein.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 07.07.14, 10:26
Hi Leute,
mich würde mal interessieren, wie ihr eure Hauptcharaktere so entwickelt habt.
Bei mir sind die Figuren eigentlich in der Regel Vehikel für die Geschichte und ihre Aussage, die ich bezwecken möchte. Die Geschichten bekommen also quasi immer die Figuren, die sie brauchen...
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 07.07.14, 10:36
@max
Du schreibst ja storydrivn.

David und ich eher Charakterdriven.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 07.07.14, 10:42
Das stimmt und das ist natürlich auch ein gewaltiger Unterschied schon in der Anfangsphase.
Wenn ich aber so darüber nachdenke, sehe ich da auch "Verschränkungen". Wenn man beispielsweise eine Geschichte über große Veränderungen im Leben schreiben möchte, ist das im Grunde beides: Eine Geschichte, die darauf abzielt, eine Figur zu beleuchten, sich aber gleichzeitig an einem eigentlichen Plot orientieren muss, um das zu erreichen.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 07.07.14, 15:43
Ich stehe hier zwischen Max und Alex. Ich habe damit angefangen, Philosophiebücher zu lesen und Material zu Ordnen. Dann hatte ich mich für bestimmte geschichtliche Themen entschieden und diese dann bestimmten Figuren zugeordnet. Aber nicht so, dass eine Figur ein Thema hatte, sondern eine Figur mit mehreren Themen bestückt war.

z.B. waren die Themen, die ich Madoka Michael zuordnete, die Bedeutung der Sprache für die menschliche Existenz und das Thema Individuum und Sozialisation/Isolation, in Zusammenhang mit dem Gefühl der Angst. (Frei nach Martin Heidegger.)

Da hatte ich die Themen, die ich besprechen wollte. Daraus hatte ich dann eine Grundidee der Figur entwickelt. Meine Grundideen bei Madoka waren, sie konnte ohne medizinische Operation nicht sprechen lernen und gerät in der Story in ein unangenehmes Menschengedränge. Dann habe ich nach weiteren wissenschaftlichen Sachen gesucht, die ich den Charakteren hinzufügen konnte. z.B. bei Madoka passte zu den Grundideen eigentlich das Phänomen einer autistischen Störung. Dadurch hatte ich dann gleich einen Grund, warum sie in der Organisation sein konnte.

Danach ist mir aber aufgefallen. Hier passte jetzt was nicht. Das war die falsche Hauptgeschichte für den Charakter. Also wurde die Hauptgeschichte mehr auf Forschung ausgerichtet.

Daneben habe ich geguckt, welche ungewöhnlichen Verhaltensweisen von mir selbst kann ich dem Charakter hinzufügen. Und da natürlich auf einen realistischen Blick betrachtet. Mir war aufgefallen, dass ich immer seltsame Handbewegungen durchführen muss. Das passte sehr gut und wurde hinzugefügt.

Danach kam dann gedanklich der Schluss vom Charakter auf die Gesellschaft, mit der Frage, wo ähnelt sich die Herangehensweise der Figur mit ihren Problemen gesamtgesellschaftlichen Prozessen? Die Ideen wurden notiert und hinzugefügt. Es musste auch Parallelen zwischen der persönlichen Geschichte der Hauptfiguren und der Gesamtgeschichte geben und das müssten ähnliche Probleme sein. Solche Elemente wurden dann auch hinzugefügt.

Daneben habe ich "Charakterarchetypen" von Serien studiert und mich daran teilweise orientiert. (Diese aber ausser Kontext verwendet.) Madoka und Karala basieren auf dem Typus des Dark Magical Girl (Faith bei Buffy, Hotaru Tomoe, Akemi Homura, Seira Kisaragi, Vampire Princess Miyu etc.) Dieser Charaktertypus ist meistens (mit Ausnahmen) eher intelligent, nachdenklich, introvertiert, egoistisch, mysteriös etc. Und diese Figurenart hat meistens Probleme im Elternhaus etc. Ich habe mich entschieden gehabt, da ich solche Charaktere immer cool fand, meine beiden Hauptfiguren in diese Richtung zu entwickeln. Bei Madoka habe ich daneben an den Archetyp des alten, weisen Eremiten von C.G.Jung gedacht und fragte mich "Kann ein weiblicher Teenager auch ein weiser alter Mann sein, obwohl diese Figur weder Alt noch Männlich ist?"

Bei Hilal stand einmal der Typus von Heldinnen wie Ellen Ripley, Sarah Connor, Samus Aran etc. als Vorbild und auch der Typus der "Cyborg Polizistin", z.B. Motoko Kusanagi.

Daneben habe ich auch Anspielungen auf aktuelle Tagesereignisse integriert.

So ähnlich bin ich bei den meisten Charakteren vorgegangen. Bei vielen bin ich auch nach Funktion vorgegangen. z.B. wer könnte die Welt gut erklären? (Sowohl dem Charakter als auch dem Leser) Also musste ein Philosophielehrer her.

Die Figuren sind eigentlich in der Reihenfolge ihres Auftretens entstanden.

Bei Shiyo Tsukiwa war das etwas anders. Hier haben einige Leute wie Max und David sehr stark dafür geworben, dass man utopische Themen in die Geschichte integrieren sollte. Also musste man dies irgendwie auch durch Figuren hinbekommen. Da ich aber keine Seite bevorzugen wollte, habe ich mich für die Herangehensweise des sokratischen Dialogs entschieden. Ich brauchte also eine staatsfreundliche und eine staatsfeindliche Figur. Diese müssten ein- oder mehrfach heftig aneinander geraten, um ihre Argumente vorbringen zu können.  Die Rolle des Staatsfreundes konnte dann der Philosophielehrer spielen, weil das logisch ist. Deshalb brauchte es jetzt nur noch einen Staatsfeind. Mir fiel ein, dass ich einen Entwurf einer Mitschülerin von Karala und Madoka hatte, dieser Charakter aber eigentlich nur kurz auftrat und dann wieder verschwand. Ich dachte, das kann man ja ausbauen.  Ich brauchte nur einen Grund für ihre ablehnende Haltung. Da habe ich mich dann auch wieder auf aktuelles Geschehen bezogen. (Was sonst ist wohl damit gemeint, dass ihr Bruder Geheiminformationen veröffentlichte und danach im Ausland Asyl suchte? Das ist wohl mehr als offensichtlich.)

Daneben habe ich dann auch überlegt, welche meiner Eigenschaften und welche meiner Erlebnisse passen zu der Figur? Da war das so, dass ich auf der einen Seite sehr viel über Politik rede, aber das ganze an vielen Tagen auch verabscheue. Also habe ich einen Konflikt zwischen der unpolitischen Karala und Madoka, und der überpolitischen Shiyo Tsukiwa mir ausgedacht. Also habe ich einen inneren Konflikt nach Aussen übertragen. Daneben gab es zu meiner Schulzeit häufige Diskussionen zwischen mir und meinen Klassenkameraden, weil ich dem Thema Menschenrechte gerne aus dem Weg ging und meine Klassenkameraden das für immens wichtig hielten. (Als wir das Thema Menschenrechte in der Schule hatten, hat die Lehrerin mir ständig meine Meinung verboten. Deshalb hatte ich zuerst einen immens schlechten Eindruck von der Idee der Menschenrechte davon getragen.)  Das wurde auch in den fiktionalen Konflikt integriert.

Das Netz an figuren wurde dann immer enger gewebt. Mit zahlreichen Überarbeitungen.

(Zum Thema Self Insert, was Star ansprach. Nicht nur Karala bin ich. Ich bin auch Madoka, Hilal, Reika, Szabo, Shiyo, Jacques usw. Jede Figur hat Aspekte von mir drin. Abgesehen von Figuren, die nur einen Satz sagen und dann verschwinden. Selbst diese neokonservative Karikatur von Bush und Schäuble als Präsident ist irgendwie auch ich.)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 07.07.14, 18:07
Zum Thema Self Insert, was Star ansprach. Nicht nur Karala bin ich. Ich bin auch Madoka, Hilal, Reika, Szabo, Shiyo, Jacques usw. Jede Figur hat Aspekte von mir drin. Abgesehen von Figuren, die nur einen Satz sagen und dann verschwinden.
Ich glaube, es gäbe nicht wenige Psychologen, die behaupten würden, dass (praktisch alle) Figuren zumindest einen Teilaspekt von einem selbst abbilden, schlicht weil sie ja "aus einem selbst heraus" entstanden sind.
Aber diese Definition geht mir eigentlich etwas zu weit.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 07.07.14, 18:38
Ja und nein.

ich bin der Meinung man hat vier Basis"töpfe" für die entwicklung von Figuren.

1. Klichees sowohl real als auch "serienintern"

2. Gute geschriebene Figuren aus anderen Werken die man kennt. Bzw Promis.

3. Die eigene Persönlichkeit

4. Eigene Beobachungen bei personen die man gut kennt.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 07.07.14, 19:15
Ja und nein.

ich bin der Meinung man hat vier Basis"töpfe" für die entwicklung von Figuren.

1. Klichees sowohl real als auch "serienintern"

2. Gute geschriebene Figuren aus anderen Werken die man kennt. Bzw Promis.

3. Die eigene Persönlichkeit

4. Eigene Beobachungen bei personen die man gut kennt.

Bei mir findet man so gut wie immer alle 4 Elemente bei jeder Figur. Zu Teil 2 kann man auch historische Persönlichkeiten zählen. Bei Professor Szabo waren das u.A. Alan Turing und Pythargoras.

Manchmal kommt auch eine Person später ins eigene Leben, die einer eigenen Figur ähnelt. Ungefähr vor 2 Jahren ist mir jemand begegnet, der für mich das ist, was Hilal für Karala ist. Lairis wird sich wahrscheinlich denken können, wer.

Hilal und Reika haben auch etwas Ähnlichkeiten mit Haruka und Michiru von Sailor Moon. Hilal ähnelt auch Misato Katsuragi und Utena Tenjou etwas.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Kirk am 10.07.14, 00:22
Ich denke die vier Punkte die Alex angesprochen hat sind immer in Charaktere die man selber schreibt, da man durch sein eignendes Leben und den Leuten denen man begegnet  beeinflusst wird.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 10.07.14, 07:31
Ich denke die vier Punkte die Alex angesprochen hat sind immer in Charaktere die man selber schreibt, da man durch sein eignendes Leben und den Leuten denen man begegnet  beeinflusst wird.

John Locke hat gesagt, Kreativität ist immer ein Verarbeitungsprozess. Und dass, was kreativ aus einem Menschen rauskommt, muss irgendwie in ihn rein gekommen sein. Das Neue ist nicht die einzelne Idee selbst, sondern der Kontext, in den verschiedene Ideen gesetzt sind.


(Bei Charakteren können das auch bloße Eindrücke sind. z.B. habe ich, als ich zum ersten Mal die Lebensgeschichte von Nicole Schuster gedacht, obwohl sie ohne Hilfe nicht sprechen lernte, gleichen wir uns ungemein und sie könnte meine größere Schwester sein. Nur sie wurde zu einem relativ starken, vernünftigen Menschen, während ich meine Zeit meistens mit Rumjammern verplempern würde. Alex wird jetzt schon wissen, welche Szene daraus enstanden ist.)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: David am 10.10.14, 07:24
Da ich keinen neuen Thread dafür aufmachen möchte, halte ich diesen Thread für am geeignetsten für das neue Thema.

Viele von uns geben ihren Charakteren gerne Gesichter, da man die Figuren dadurch sowohl für sich selbst, aber auch für den Leser "greifbarer" machen kann.

Wie geht ihr dabei eigentlich vor?

Habt ihr bei der Erfindung des Charakters schon sehr früh ein Gesicht vor Augen, entwickelt sich dies im Verlauf der Charakterentwicklung oder erst beim Schreiben der Geschichte?

Ich habe mehrfach die Erfahrung gemacht, dass sich sehr schnell im Kopf ein "Grundaussehen" einer Figur entwickelt, sobald man sich über diese Gedanken macht.

Dies gilt sow0hl für Protagonisten, als auch für Antagonisten und ist abhängig von Rolle, bereits am Anfang vorgegebenen Charakterzügen und Handlungen der Figur.

Ein Gesicht für eine Figur zu haben, macht IMO vieles einfacher, da man mit der Auswahl der/des Darsteller/in ja auch bestimmte Verhaltensweisen/Charakterzüge assoziiert.

Ein paar Beispiele:

Ähnlich verhält es sich bei Figuren wie "Dr. Amelié Cassiopeia Madison" (Natalie Portman) und  "Dr. Gary Fox" (John C. McGinley), die Beide als Figuren mit hohem persönlichen Sympathiegehalt erstellt wurden.
Ich hatte bei Fox sehr schnell McGinley im Kopf, da von vorn herein feststehen sollte, dass Fox kein typischer Sternenflottenarzt sein sollte.
Da Sternenflottenärzte i.d.R. immer Sympathieträger einer Serie waren, lag es für mich auf der Hand, eine Figur zu wählen, die entweder eine TV-/Filmrolle als Arzt (McGiney) hatte oder IMO für so eine Rolle in Frage kommen könnten (Portman).

Für zukünftige medizinische Charaktere habe ich zumindest noch TV-Legende Alan Alda aus MASH im Kopf, da seine Figur "Hawkeye Pierce" zu meinen absoluten Lieblingsfiguren zählt. Eine Hommage liegt hier auf der Hand.
Des weiteren ist Jewel Staite (Dr. Keller aus SG-Atlantis) eine Anwärterin auf diese "Ehre", eben aufgrund ihrer Rolle in "SGA".

=A=

Sowohl schwieriger, als auch leichter (je nach Handlung der Geschichte) ist die Wahl eines Gesichtes für Antagonisten.

Den typischen Bösewicht auszuwählen, ist IMO ein wenig,... einfallslos, daher entscheide ich mich hier idR nicht für bekannte TV Bösewichte.

Ich sehe mich in der Tradition von Star Trek, auch Missstände anzuprangern und wie jeder Schriftsteller fließen hier auch persönliche Ansichten ein.
Daher werden Antagonisten von mir entsprechend ausgewählt und fallen nicht nur auf TV-/Filmfiguren sondern auch auf Personen, die im realen Leben IMO Ansichten unterstützen, die meine Zustimmung aufgrund moralischer Ansichten nicht haben.

Das dabei ein politisches Statement herauskommen kann, halte ich nicht für fragwürdig, sondern für absolut legitim, da es als Meinungsäußerung zu verstehen ist, ein Recht, dass jeder Mensch, der in Freiheit und Demokratie lebt besitzt und ausüben sollte.

Daher habe ich bereits für zukünftigte Romane eine Liste für Antagonisten im Kopf, auf der sich eine Reihe von Personen befindet, die IMO für Handlungen und Äußerungen definitiv in die Rolle passen.
Auf dieser Liste stehen auch Personen aus Deutschland, die IMO mit Äußerungen Überzeugungen zu Tage trugen, die IMO grundweg abzulehnen sind. Bösewichte ihnen nachzuempfinden sind Teil der politischen/satirischen Kritik, wobei ich jedoch darauf verzichte, zu stark zu polarisieren (d.h., sie würden wohl nicht auf dem Cover erscheinen)

Aber um ein (bereits genutztes) Beispiel auch hier anzuführen (Sarah Palin - US-Republikanerin), ich habe die Darstellerin der Figur aus "Iron Sky" (Stephanie Paul) ganz bewusst ausgewählt (tut mir leid, Palin ist eine Person, die man hassen kann!!), da ich die Ansichten dieser Politikerin entschieden abgelehnt habe und sie es mit ihren Auftritten, Ansichten und Äußerungen im US-Wahlkampf 2012 in Rekordzeit geschafft hat, bei mir Antipathie zu erzeugen.

Auf der anderen Seite jedoch, sind auch Personen hiervon ausgenommen, weil ihre Wahl oder ihre Platzierung auf dem Cover schlicht falsch verstanden werden könnte. Personen aus z.B. dem "3. Reich" würden daher niemals in Frage kommen, auch wenn sie als Antagonist durchaus geeignet wären.

Anders verhält es sich bei sog. "sympathischen Bösewichten", also Figuren, die im Roman den Gegner der Hauptfiguren darstellen, aber nicht zwangsweise ein Schurke sein müssen.
Passende Beispiele aus Star Trek sind hier IMO Harry Mudd und Quark.

Auch hier ist die Auswahl IMO alles Andere als leicht und ad hog fällt mir nur ein "Darsteller" ein, den ich casten würde, nämlich "Dr. Evil" aus "Austin Powers".
Wo ich diesen Punkt gerade anschneide,... ich muss mir unbedingt mal eine Geschichte ausdenken, in der so ein "böser, aber symathisch böser Schurke" mal vorkommt.
Also ein Schurke, der jedoch irgendwie liebenswürdig ist und auch bei den "Helden" eine Form von Sympathie erzeugt.

IMO könnte ich mir auch eine Geschichte vorstellen, in der der "Schurke" am Ende sogar mal "Sieger" bleibt.

Das wird eine Herausforderung ;)

=A=

So - in etwa - treffe ich die Auswahl für Charaktere in meinen Romanen, wenn ich ihnen ein Gesicht geben will.
Wie gesagt, ich finde, es kann sehr bis sogar ungeheuer hilfreich sein, Figuren bereits vor der Arbeit an einem Roman ein Gesicht zu geben, wobei sich dieses "Gesicht" manchmal auch erst im Verlauf der Arbeit mit der Figur bei mir herausbildet.

Ich hoffe, ich konnte dem Einen oder Anderen von euch mit diesem Einblick in "meinen Castingprozess" vielleicht einen kleinen Tipp geben, wenn er/sie seinen Charakteren ein Gesicht geben will, aber Schwierigkeiten hat, einen "geeigneten Darsteller" zu finden.

Wie macht Ihr das, wenn es darum geht, Charakteren ein Gesicht zu geben?
Googlet ihr SChauspieler und trefft eure Wahl, dann "auf den ersten Blick" oder ist es bei euch ähnlich, wie bei mir, dass ihr bei einer Figur schnell ein "Gesicht im Kopf" habt?

Ich freue mich auf Fragen, Kommentare, Vertiefungswünsche und natürlich auch eure eigenen Erfahrungen und Sichtweisen zu diesem Thema, mit dem wir alle uns bereits zweifellos schon mehr als einmal beschäftit haben.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Kontikinx1404 am 10.10.14, 19:50
@David

Ich habe Deinen Post gerade gelesen, und finde das Thema interessant.
Auch ich habe ein Verfahren wie ich mir meine Charaktere ( Helden ) erschaffe.
Ich habe zwar bisher nur drei Charaktere hier gepostet. Zu denen kann ich aber gerne etwas
über die Entstehung erzählen.

Zu dem Charakter „Robin Karsten“ Chefingenieurin der U.S.S. Recovery:

Dieser Charakter existiert in meiner Fantasy schon sehr lange ( ca. 15 -16 Jahre ).
Robin habe ich als optimistischen, technisch sehr versierten Charakter angelegt.
Sie neigt dazu spontan etwas zu unternehmen und begeistert sich schnell für technische Dinge.
Sie ist schon ein klein wenig als technikfreak angelegt, soll aber trotzdem noch sympathisch rüber kommen. In ihrem Lebenslauf hat sie bereits vor der Sternenflottenakademie viel technisches
Wissen erworben. Da sie jedoch auf einem Frachtschiff aufwuchs, hatte Sie wenig Kontakt mit
gleichaltrigen. Daher hat sie trotz ihrer Aufgeschlossenheit manchmal Probleme mit andern Leuten
( gleichaltrigen ) Freundschaften zu schließen.


Zu dem Charakter „Jeri Parker“ Sicherheitschefin der U.S.S. Recovery:

Diesen Charakter existiert in meiner Fantasie schon sehr lange ( ca. 11 – 12 Jahre )
Den Charakter habe ich erfunden als ich festgestellt habe das ich mit „Robin Karsten“ alleine
manche Dinge nicht glaubwürdig schreiben kann. Denn jeder Mensch hat schwächen und Stärken und keiner kann alles.

Oft habe ich mir Jeri als Gegenpol zu Robin vorgestellt, ein wenig ruhiger und besonnen. Der Position entsprechend, anfangs wenig misstrauisch gegenüber neuem, sportlich. Manchmal fehlt
ihr jedoch die Schlagfertigkeit, sie hat nicht immer in jeder Situation die passende Antwort parat.
Beide sollten jedoch mit einander befreundet sein und zusammen Abenteuer erleben.
Das hat bisher nicht so funktioniert, bzw. ich habe noch nichts in diese Richtung geschrieben.

Zu dem Charakter „Jacqueline Jones“ Captain der U.S.S. Alphaone:

Dieser Charakter ist der Jüngste, den habe ich erst dieses Jahr erstellt. Momentan beschäftige ich
mich damit gedanklich öfters.
Auch hier habe ich mal wieder festgestellt das man für gewisse Dinge einen Captain benötigt und
mir einen gebastelt.
Jacqueline hat das technische Verständnis von Robin, tritt neuem  aufgeschlossen gegenüber, ist meist gut gelaunt und kann gut auf andere Menschen Zugehen. Jacqueline ist ehrgeizig und
Zielstrebig und kann übermäßige Bürokratie nicht Leiden. Dies ist eine ihrer Stärken und gleichzeitig auch ihre Schwäche. Wenn sie sich etwas vorgenommen hat setzt sie alles fast daran ihr Ziel zu erreichen und ist dann nur schwer davon abzuhalten. Gleichzeitig ist die U.S.S. Alphaone ihr erstes Kommando und sie muss noch einiges Lernen. Gleichzeitig ist dieser Charakter für mich noch eine Art Spielwiese zum experimentieren.


Es ist immer schwierig einem Charakter der nur in meiner Fantasie existiert ein Bild zuzuordnen,
denn oft ist der Charakter, zumindest bei mir, in der Fantasie ein wenig Idealisiert. Ich suche selten
gezielt nach passenden Bildern von Schauspielern. Meistens entdecke ich in irgendeinem Film
eine Person, deren Äußeres ich mir für einen meiner Charaktere vorstellen kann. Ich versuche dann
über Screenshots so ein Bild zu bekommen. Die Person muss dann meine persönlichen Vorstellungen entsprechen.
Eines meiner größten Probleme ist, das ich mir Namen und Gesichter von weniger bekannten
Schauspielern sehr schlecht merken, bzw. Zuordnen kann. Ich weiß also nicht wer der Darsteller ist
der mir in einem Film so gut gefallen hat, das ich ihn/sie für einen für meiner Charaktere
verwenden möchte. Selbst wenn ich mir den Abspann ansehe,sagt mir der Name meist nichts.
Ich kenne im Prinzip nur Schauspieler mit ihren Namen die ich in einer Serie oder einem Film oft
gesehen habe. Daher muss ich mich oft mit relativ schlechten Screenshots begnügen. Bilder von meinen Charakteren in einer Starfleet Uniform kann ich leider eh nicht herstellen. Macht aber
nichts ich  habe mich daran gewöhnt. Nicht jeder kann alles.

Gezielte Bösewichte habe ich bisher noch nicht erschaffen.
Genau wie David würde auch ich nie Personen aus z.b. dem Dritten Reich verwenden. Das wäre
wohl ein wenig geschmacklos.
Es mag hilfreich sein ein Bild von einem Charakter zu haben bevor man ihn in einem Roman
beschreibt. Aber so ist das bei mir nicht gelaufen. Robin und Jeri bekamen erst nach ihrer 
ersten Story ein Gesicht. Lediglich bei Jacqueline habe ich erst das Bild gehabt.

Interessant finde ich jedoch das ich das wir beide Jewel Staite  für eine Rolle in betracht ziehen.
Ich war damals auch lange am überlegen ob ich ihr Bild für Jacqueline verwenden soll. Habe mich
dann aber anders entschieden.
Ich finde Jewel Staite ist eine hübsche Frau, jetzt nicht unbedingt meine Traumfrau, aber sie hat
das gewisses etwas.

Ich hoffe ich habe Dich jetzt mit meinem langen Post nicht erschlagen. Normalerweise fasse ich mich kürzer, aber diesmal ging es nicht anders. Falls Du fragen hast, frag ruhig.

BTW. Momentan spiele ich mit dem Gedanken mir Photoshop Elemts zu zulegen und sehe mir
als Tutorials auf youtube an.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: David am 10.10.14, 23:12
@David

Ich habe Deinen Post gerade gelesen, und finde das Thema interessant.
Auch ich habe ein Verfahren wie ich mir meine Charaktere ( Helden ) erschaffe.
Ich habe zwar bisher nur drei Charaktere hier gepostet. Zu denen kann ich aber gerne etwas
über die Entstehung erzählen.

Danke, danke. Genau das war meine Absicht, eine angeregte Diskussion zu erzeugen.

Zu dem Charakter „Robin Karsten“ Chefingenieurin der U.S.S. Recovery:

Dieser Charakter existiert in meiner Fantasy schon sehr lange ( ca. 15 -16 Jahre ).
Robin habe ich als optimistischen, technisch sehr versierten Charakter angelegt.
Sie neigt dazu spontan etwas zu unternehmen und begeistert sich schnell für technische Dinge.
Sie ist schon ein klein wenig als technikfreak angelegt, soll aber trotzdem noch sympathisch rüber kommen. In ihrem Lebenslauf hat sie bereits vor der Sternenflottenakademie viel technisches
Wissen erworben. Da sie jedoch auf einem Frachtschiff aufwuchs, hatte Sie wenig Kontakt mit
gleichaltrigen. Daher hat sie trotz ihrer Aufgeschlossenheit manchmal Probleme mit andern Leuten
( gleichaltrigen ) Freundschaften zu schließen.

Eine Figur, auch eine die man lieb gewonnen hat, sollte immer Ecken und Kanten haben.
Mary Sue/Larry Stu werden schnell kritisiert weil sie als "zu perfekt" daher kommen.

IMO spricht aber auch nix dagegen, sein eigenes Bild für eine Figur oder einen Protagonisten zu verwenden.
Das mache ich z.B. so und ich finde, David Albers ist alles andere, als ein "Marty Stu"

Zu dem Charakter „Jeri Parker“ Sicherheitschefin der U.S.S. Recovery:

Diesen Charakter existiert in meiner Fantasie schon sehr lange ( ca. 11 – 12 Jahre )
Den Charakter habe ich erfunden als ich festgestellt habe das ich mit „Robin Karsten“ alleine
manche Dinge nicht glaubwürdig schreiben kann. Denn jeder Mensch hat schwächen und Stärken und keiner kann alles.

Genau das ist es. Du hast es wunderbar in einem Absatz zusammengefasst.


Gezielte Bösewichte habe ich bisher noch nicht erschaffen.
Genau wie David würde auch ich nie Personen aus z.b. dem Dritten Reich verwenden. Das wäre
wohl ein wenig geschmacklos.
Es mag hilfreich sein ein Bild von einem Charakter zu haben bevor man ihn in einem Roman
beschreibt. Aber so ist das bei mir nicht gelaufen. Robin und Jeri bekamen erst nach ihrer 
ersten Story ein Gesicht. Lediglich bei Jacqueline habe ich erst das Bild gehabt.

Stimmt, es gibt Grenzen, die man sich diesbezüglich setzen sollte.
Aber diese kann fließend sein.

Interessant finde ich jedoch das ich das wir beide Jewel Staite  für eine Rolle in betracht ziehen.
Ich war damals auch lange am überlegen ob ich ihr Bild für Jacqueline verwenden soll. Habe mich
dann aber anders entschieden.
Ich finde Jewel Staite ist eine hübsche Frau, jetzt nicht unbedingt meine Traumfrau, aber sie hat
das gewisses etwas.

Das sehe ich natürlich ein wenig anders.
Jewel ist eine tolle Frau und ich würde sie garantiert nicht von der Bettkante stoßen ;)

Ich hoffe ich habe Dich jetzt mit meinem langen Post nicht erschlagen. Normalerweise fasse ich mich kürzer, aber diesmal ging es nicht anders. Falls Du fragen hast, frag ruhig.

BTW. Momentan spiele ich mit dem Gedanken mir Photoshop Elemts zu zulegen und sehe mir
als Tutorials auf youtube an.

Quatsch.
Nix ist schlimmer als Einzeiler nach dem Motto "Zustimmung" "Ja genau" oder wie auch immer.

PSE ist ein gutes Programm und IMO auch für Newbies geeignet.
Ich habe zuvor mit PS 6 und Gimp gearbeitet.
Letzteres ist ein kostenloser Photoshop-Klon, den Du problemlos im Netz findest.

Wenn Du dir unsicher bist, lad dir Gimp doch mal runter und probiere Dich dran.
Es ist etwas abgespeckt im Gegensatz zu PSE, aber von der Funktionsweise (bis auf einige Dinge) fast identisch.

Wer mit GIMP klarkommt, kann auch PSE

=A=

Ich bin gerade dabei, mir eine Liste zu erstellen, in der ich Personen sammele, die als Darsteller von zukünftigen Protagonisten und Antagonisten in Frage kommen - ist gar nicht so einfach. ;)

=A=

Wie schon gesagt, mich würde auch ein "sympathischer Antagonist" mal reizen.
Also ein Typ/eine Type, der/die eigentlich ein Bösewicht ist, aber auf eine liebenswerte Art und höchstens kleine Gaunereien anstellt - wie Harry Mudd aus TOS.

Hier wären IMO folgende Figuren als "Anleihe" geeignet:

- Dr. Evil ("Austin Powers")
- Oberst Wilhelm Klink ("Ein Käfig voller Helden")
- Spike ("Buffy" / "Angel")

Ihr seht, es muss nicht immer nur "schwarz" und "weiß" geben.
Das gilt in beide Richtungen.

Als Gegensatz wäre eine im Grunde nette Person, die ständig in alle Fettnäpfchen tritt oder versagt, aber auf eine liebenswerte Art (wie z.B. Charlie Chaplin)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 11.10.14, 06:42
Bei mir ist das unterschiedlich.

Es gibt zwei, drei Figuren, da habe ich sie wirklich mit einen Schauspieler im Hinterkopf geschreiben.

Bestes Beispiel ist Francis Kendall von der MIDWAY. Ich mag Mark Harmon in NCIS und daher wollte ich einen Captain der von der Autorität her Gibbs sehr ähnlich ist. Damit ist Francis entstanden. Ich habe zwar ein paar Modifikationen gemacht, keine tragische Family story und keine Kopfnüsse, aber die beiden sind sich dennoch sehr ähnlich.

********************************

Dann gibt es die nächste Gruppe, und das sind die wo ich beim Schreiben merke: Es kann nur einen / eine geben, die diese Figur verkörpert.. Das Amanda Tapping perfekt für Jenny perkins ist, habe ich sehr schnell gemerkt.

********************************

Standardmäßig aber erstelle ich eien Charakter und gucke dann wer passen könnte. Marcus Crayton solllte ein leicht verpeilter aner sympathtischer wiuschelkopf sein. Und dann wurde es dann Zack Braff.

**********************************

Schlimmist es nur, wenn ich mich nicht entscheiden kann. Un dauernd wechsel bis ich mal zufreiden bin. Passiert aber eher selten.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Kontikinx1404 am 11.10.14, 09:01
Ich hoffe das meine erstellten Charaktere glaubhaft und ausgewogen sind. Da hatte ich vor längerer Zeit eine schöne Diskussion.
http://www.sf3dff.de/index.php/topic,3410.0.html (http://www.sf3dff.de/index.php/topic,3410.0.html)

Eine Liste mit Schauspielern die für eventuell geplante Charaktere in Frage kommen, sollte ich mir eigentlich auch erstellen.

@Alex
Bei mir ist das unterschiedlich.

Es gibt zwei, drei Figuren, da habe ich sie wirklich mit einen Schauspieler im Hinterkopf geschreiben.

Dann gibt es die nächste Gruppe, und das sind die wo ich beim Schreiben merke: Es kann nur einen / eine geben, die diese Figur verkörpert.. Das Amanda Tapping perfekt für Jenny perkins ist, habe ich sehr schnell gemerkt.


Ich habe bisher noch keinen Charakter erstellt und einen bestimmten Schauspieler im Hinterkopf gehabt.

Das Profil von Jenny Perkins habe ich vor längerer Zeit mal im Forum entdeckt, hat mir gut gefallen. Die hatte es in ihrem bisherigen
Leben nicht einfach. Ich habe es gerade gesucht, aber auf die schnelle nicht gefunden.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: David am 11.10.14, 11:11
@Alex:
Also, zwischendurch zwischen Darstellern zu wechseln würde ich persönlich nicht.
Bislang ist mir das auch noch nicht passiert, da die Auswahl des Darstellers bei mir stets Teil der Planungsphase für einen Roman ist.

Wenn, dann wurde eine Rolle höchstens komplet neu besetzt (so geschehen bei der Überarbeitung von "Büchse der Pandora" zu "Guardian Angel; dort wurde die Figur Phoebe Loreley Hanigan [Alyssa Milano] zugunsten von Professor Hartdegen [Guy Pearce] komplett gestrichen, was also nicht wirklich einem Wechsel gleich kommt.

Die Gründe dafür sind ja mittlerweile hinlänglich bekannt. ;)

Auch bei den Arbeiten zu "Kleine Graue Freunde" musste ich ein Casting durchführen, da ich ja die Crewmitglieder der USS Amelie brauchte.

Am Ende habe ich mich auf folgende Rollenverteilung festgelegt:

Cpt. Ghrex - James Belushi
Cdr. Gard - Stone Cold Steve Austin
Cdr. Madison - Natalie Portman
Lt.-Cdr. Angström - Alexander Skarsgaard
Lt.-Cdr. Peshtal Adza - Verne Troyer
Csl. Talia Lisea - ein Internetmodel mit Namen Talia


Für den Denobulaner Ghrex habe ich lange überlegt, da die Figur im Roman auch nicht wirklich sehr stark skizziert werden wird.
Commander Gard sollte ein Typ von recht beeindruckender Struktur sein, den man optisch für einen knallharten Typen hält. "Stone Cold" war hier schnell eine gute Wahl.
Madison habe ich ja für unser RPG entworfen und wollte ihr unbedingt einen Auftritt verschaffen.
Sie ist - bis auf wenige Dinge - eine 1:1-Kopie von der Estrella (ich erwähne auch, dass sie auf dem Schiff gearbeitet hatte, auch wenn die Jahreszahlen nicht mehr identisch sind ;) )
Ängström war eine der am schwierigsten zu besetzenden Figuren, da es eine "nordische" Person sein sollte.
Skarsgard ist eine Person aus einer skandinavischen TV-Krimireihe und das Gesicht war mir sympathisch.
Troyer war für mich bei der Besetzung des Itheniten-Ingenieurs erste Wahl, da dieses Volk von Natur aus kleinwüchsig ist.
Troyer spielte u.a. Minime in der Bond-Persiflage "Austin Powers".

Für Csl. Lisea habe ich lange gesucht, da ich optisch recht klare Vorstellungen von ihr hatte.
Am Ende habe ich mich - wie bei Mila Kell - für ein Internetmodel entschieden und den Vornamen einfach übernommen.

Eine grafische Darstellung eines Charakters erstelle ich idR immer erst, wenn ich einen Darsteller gefunden habe, da es sonst ein Aufwand ist, der sich nicht lohnt.

=A=

Charaktere, die eine wichtige Rolle im Roman spielen, werden von mir idR mit Schauspielern besetzt, die aus meinen Lieblingsserien/Filmen stammen.
Die Liste mit kommenden "Anwärtern" auf neue Rollen ist dementsprechend lang.

Bei Sternenflottenärzten wähle ich beispielsweise immer Darsteller, die selbst mal eine/n Mediziner/in verkörpert haben und ich sie dadurch kannte (Portman ist hier eine Ausnahme). Entsprechend habe ich eine kleine Auswahl von Darstellern, die Ärzte verkörpern können (Alda, Stiers, Farrell, [MASH] Chalke, Braff, McGinley [Scrubs], um nur mal Einige zu nennen).

Stiers (Maj. Winchester aus MASH) ist allerdings bereits als Darsteller von Orram Yeran in "Ferne Welten" verwendet worden, da er als tragische Figur wunderbar passte.

Besonders Alan Alda wird für mich eine große Herausforderung, da ich seinen Charaktere wiederrum als Hommage anlegen möchte und zwar an seine berühmte TV Rolle als "Hawkeye" aus MASH.
Ob ich das wirklich durchziehe oder es lasse (die Figur hat bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen und dürfte schwer nachzuahmen sein), wird sich zeigen, weil wenn ich Alda verwende, möchte ich die Figur wirklich auch gut nutzen.
Andernfalls lasse ich es.

Was mir jedoch auffällt, ich habe bislang keine deutschen Schauspieler gecasted oder verwendet.
Keine Ahnung warum aber um ehrlich zu sein von den wirklich bekannten Schauspielern habe ich niemanden, den ich für ernsthaft geeignet halte.

=A=

Die Kadetten waren zweifellos am schnellsten besetzt.

Ich habe lange überlegt, welche Figuren die beiden anderen Charaktere verkörpern sollen und letztlich entschied ich mich für einen Andorianer und Naomi, da ich unbedingt mich mal an einer Canon-Figur versuchen wollte.

Für Naomi habe ich am Ende Vanessa Branch "gecasted", die in einer Voyager Folge Naomi gespielt hatte.
Falls nötig (wenn mir die Bilder ausgehen), habe ich in Kirsten Dunst eine IMO passende Alternative.

Shras wurde zuerst von Jeffrey Combs dargestellt, da ich nicht wusste, wie man einen Andorianer aus einem Foto manipuliert.
Schließlich fiel dann - nach einem erfolgreichen Versuch - die Wahl auf Donald Faison (Turk aus Scrubs).
Nicht zuletzt auch wegen der Anleihe des Spitznamens (Schokobär -> Blaubär)

Für Shras hatte ich ernsthaft nur eine andere Person im Kopf und zwar einen guten Freund von der Arbeit, der - kurios - ebenfalls aus Afrika (genauer Ghana) kommt.
Leider war, mein... Gagenangebot für ihn zu niedrig ;)

Ich denke, zu David und Mila muss ich nichts weiter erklären ;)

=A=

Bösewichte sind IMO oft schwer zu besetzen, da sie auch optisch in die Rolle passen müssen.
Da ist meine Liste nicht allzugroß und sie wachsen zu lassen, wird schwer.
Aber da kommt es auch darauf an, ob der Antagonist ein "Bösewicht" oder ein "sympathischer Schurke" sein soll.

Für den "Parisses Squares" Roman schreit einfach alles danach, Robert Maschio zu casten, der mit seiner Rolle als "Todd Quinlan" aus Scrubs einfach die perfekten, "fiesen Charakterzüge" aufweist, aber dennoch jemand ist, den man nicht für "einen Bösewicht hält", sondern eben ein Schurke, der jedoch auf eine gewisse Art sogar liebenswert ist (*Zustimmungsflosse*).

Allerdings möchte ich bei Maschio keine Hommage zeichnen. Seine Figur "Kevin Roberto Gonzales" wird also anders angelegt müssen. Lediglich seine "Selbstverliebtheit" wird einfließen.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 11.10.14, 13:37
@david
wegen wechsel, das kam bei mir erst dreimal vor.

zweimal davon vor deme rsten schreiben, der dritte wo ich sowieso umgeschrieben habe.

Und du hast auch schon gewechselt. Mila Kell

@konti
Ja, Jenny hatte ein hartes Leben. Wobei ich generell eher mit Figuren arbeite deren Leben nicht ideal verlaufen ist, wenn es die lebenszeit erlaubt.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: David am 11.10.14, 13:44
Stimmt.
Aber ich denke, so ein weiterer Wechsel wird wohl nicht noch mal vorkommen.

Dafür sind meine Charaktere inzwischen zu weit entwickelt.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 04.02.15, 16:58
Hilfe!
Hallo Leute, ich habe ein kleines Problem. Die USS Kookaburra, http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%A4gerliest_%28Art%29 (http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%A4gerliest_%28Art%29) NCC-<<Noch_Keine_Ahnung>>,
Renaissance-Klasse http://www.trekships.org/renaissance.htm (http://www.trekships.org/renaissance.htm), sucht noch eine Crew!

Da ich in letzter Zeit wieder sehr viele Charaktere kreiert habe, kommen mir viele Charakterideen als „Wiederholung“ vor, und das bremst natürlich die Kreativität ein bisschen. Meine Crew begeistert mich nicht mehr, deswegen bitte ich an dieser Stelle hier um Hilfe und Vorschläge.

Ich stelle jeden Posten, bis auf den des Captains, zur Disposition.

Hier ein paar Hintergründe zu diesem Schiff:
Die USS Kookaburra wird ab 2351 von einer Menschenfrau geleitet, die als still/ leise, hartnäckig und knallhart gilt (was ihre eigene Person betrifft, zu ihren Untergebenen ist sie ganz normal.)
Sie kommt ursprünglich aus der Sicherheitsabteilung mit Spezialausbildung zum Personenschutz, ist eine äußerst fähige Wintersportlerin – was auch ihre Härte zu sich selbst erklärt.

In dieser Zeit erhält sie auch ihren „grünen“ Ersten Offizier, einen Andorianer, im Range eines LCDRs. Sie bildet ihn aus. Unter ihr wird er zum CDR und dann zum CAPT befördert, er erbt das Schiff, während man sie zum Commodore erhebt und sie somit das Schiff verlassen muss.

In diese Phase (Mittlerweile haben wir das Jahr ~2367) fällt nun auch mein Problem: Das Schiff liegt im Erdorbit, wird neu ausgerüstet und Richtung spätere DMZ abkommandiert – und erhält zudem auch neue Crew und Offiziere.

Wie gesagt, Captain Lethesh th’Rilin ist der einzige Eckpunkt, den ich benötige.

Zu seiner Person: Er ist Familienvater, hat mehrere Kinder: Zwillinge, der Junge (Sternenflotten LT, zur Zeit der Neuausrüstung des Schiffes lehrt er an der SF-Akademie in San Francisco; Hat dort aber ein bisschen Ärger bekommen (zu dessen Verteidigung: Er konnte nicht wirklich was dafür)), das Mädchen dient bei der Andorianischen Garde; Dann versuche ich noch „Zhari“ als seine Tochter etablieren zu können, ebenfalls ein Mädchen. Sie ist das „Problemkind“ der Familie, da sie Probleme gerne selbständig und nicht immer nach Lehrbuch löst. (Sie ist sehr kreativ und überdurchschnittlich intelligent, aber ihre Unfähigkeit, nach Lehrbuch zu arbeiten, macht es anderen sehr schwer mit ihr in einem Team zu arbeiten.)

Bei seinem ersten „echten“ Auftrag als Erster Offizier, wäre Lethesh um Haaresbreite umgelegt worden. Dieser Fehlschlag nagt an ihm. (Er ist deswegen aber nicht dienstuntauglich! Ihr kennt das vielleicht selbst: In einem wichtigen Spiel gelang es euch nicht, den entscheidenden Punkt zu erziehen/ man hat den Elfmeter vergeben und kommt sich dabei irre blöd vor). Er hat die Jahre immer wieder diesen Traum mit einem starken Schamgefühl und ist deswegen auch beim Schiffspsychologen in "Behandlung".
Lethesh ist ein Familienmensch und Teamspieler, freundlich, ein typischer Gentleman. Bei der Garde wegen „mangelnder Aggressivität“ abgelehnt, hat er bei der Sternenflotte das Team gefunden, nach dem er gesucht hat. Er denkt für einen Andorianer sehr rationell, ist sehr beherrscht. (Dieser Punkt ist wichtig, sonst vergeige ich mir zwei wichtige Punkte beim Showdown).

So weit so gut… Zu viel verraten möchte ich auch nicht, wenn allerdings konkrete Fragen bestehen werde ich natürlich versuchen, diese zu beantworten.

Folgende „Versuche“ habe ich bis lange als „unglücklich“ ausgeschlossen:
Einen Vulkanier als ersten Offizier: Da beide dann überwiegend rationelle Denker wären, fühlt es sich für mich so an, als würde dadurch zu viel Konfliktpotential verschenkt werden.

Seinen Sohn anzufordern: Ja, sein Sohn bekam einen Verweis in seine Akte, aber: Würde sein Vater ihn mitnehmen sähe das, Jahre später und aus fremden Augen betrachtet, nicht wirklich gut aus, für beide nicht: Den Sohn würde man als Versager abtun, dessen Karriere nur von seinem Vater gerettet wurde, für den Vater sieht es so aus, als würde er die Karriere seines Sohnes manipulieren.

Einen Bajoraner mitzunehmen: Einen hochrangingen Bajoraner dabei zu haben wäre in meinen Augen eine Art „Abkürzung“: Dieser jemand kennt dort draußen einfach zu viel, hatte vielleicht schon selbst mit den Cardassianern zu tun und das will ich vermeiden. Eine gewisse Unvoreingenommenheit der Crew ist schon wichtig, wenn die USS Kookaburra ihre Rolle spielen soll. Ein Überlebender des Setlik-Massakers dabeizuhaben fällt dann natürlich auch aus.

Wenn ihr euch noch Informationen wünscht/ braucht, um mir zu helfen, dann bekommt ihr sie natürlich. Ich danke euch allen vielmals im Voraus für eure Hilfe.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 05.02.15, 12:01
Na ja, Du könntest Dich natprlich bei den Spezies bedienen, die in Serien und Filmen zu kurz kamen. Ich lasse ja hin und wieder ganz gerne Deltaner auftauchen, wohlwissend, dass man nicht in die Falle tappen darf, sie in ein Klischee zu stecken und Storys mit ihnen zu Soaps verkommen zu lassen. Das ist jetzt ein Beispiel, es gibt wahrscheinlich noch weitere Völker, die jetzt vielleicht so "unbekannt" sind, dass einem die Namen gar nicht präsent sind (wenn es sie denn überhaupt gibt ;)). Dabei wäre es auch eine Möglichkeit, besonders bei TOS zu "räubern", denn ich habe den Eindruck, dass speziell hier vieles angerissen wurde, ohne es (für die Zukunft) zu vertiefen.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 05.02.15, 15:04
Welche Geschichte willst du denn erzählen? Was soll dem Schiff in der DMZ passieren? Das ist ja nicht unwichtig. Im Bestfall schneidet man die Charaktere auf die Geschichte zurecht - oder eben umgekehrt. Und je nachdem in welche Richtung du willst, je nachdem, welches "Feeling" die Geschichte haben soll, grenzt sich die Frage nach der Crew ja schon mal stark ein.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 05.02.15, 17:42
Ich lasse ja hin und wieder ganz gerne Deltaner auftauchen, wohlwissend, dass man nicht in die Falle tappen darf, sie in ein Klischee zu stecken und Storys mit ihnen zu Soaps verkommen zu lassen. Das ist jetzt ein Beispiel, es gibt wahrscheinlich noch weitere Völker, die jetzt vielleicht so "unbekannt" sind, dass einem die Namen gar nicht präsent sind (wenn es sie denn überhaupt gibt ;)). Dabei wäre es auch eine Möglichkeit, besonders bei TOS zu "räubern", denn ich habe den Eindruck, dass speziell hier vieles angerissen wurde, ohne es (für die Zukunft) zu vertiefen.

Was mir an TOS immer "mißfiel" ist die Menschenähnlichkeit der dortigen Spezies. Nunja... Deltaner... Wäre eine Möglichkeit, aber was meinst du bitte mit dem "Abrutschen zur Soap"?

Es gibt einen Deltaner, der der Gegenspielerin von Lethesh im Showdown, den Weg zur Akademie ebnet. (~2352). Gegen einen weiteren Deltaner/ Deltanerin als Crewmitglied der USS Kookaburra habe ich prinzipiell nichts einzuwenden.


Welche Geschichte willst du denn erzählen? Was soll dem Schiff in der DMZ passieren? Das ist ja nicht unwichtig. Im Bestfall schneidet man die Charaktere auf die Geschichte zurecht - oder eben umgekehrt. Und je nachdem in welche Richtung du willst, je nachdem, welches "Feeling" die Geschichte haben soll, grenzt sich die Frage nach der Crew ja schon mal stark ein.

Die USS Kookaburra ist ein kleines, fleissiges Schiff. Es erhält keine Aufträge mit Toppriorität, dazu ist es ~2367 schon zu alt (rund 50 Jahre, etwa).

Die Einsatzorder von Starfleet Command sieht vor, dass nur leichte Schiffe die Grenze patrouillieren sollen und die größeren Schiffe erst dahinter zu agieren haben, um die Cardassianer nicht zu einer voreiligen, panischen Aktion zu verleiten.
Ich habe mir aber schon überlegt, dass der Geschwaderführer (evtl. eine Bajoranerin), dem ich das Schiff zuweise, die Position der Kookaburra selbst übernehmen wird, weil, Zitat: "Starfleet Command mit diesem Befehl gewiss nicht vor hatte, eine uneingespielte Crew einer erhöhten Gefahr auszusetzen, die sich zudem leicht vermeiden lässt." Damit verstößt sie zwar genaugenommen gegen den Befehl, aber da die Sternenflotte ja eine zivilisierte Organisation ist, ist dieser "Ungehorsam" in meinen Augen durchaus zu vertreten.

Die USS Kookaburra fliegt Patrouille, kontrolliert Frachtschiffe... solche Aufgaben. Sie wird definitiv nicht an vorderster Front kämpfen.

Zudem ist der Captain des Schiffes der kühle, ruhige Gegenpart zur heißblütigen andorianischen Admiralin, die ihm beim Showdown gegenüberstehen wird. Die Crew ist in der Szene dabei eigentlich fein raus...  ;D Sie soll ihrem ruhigen, überlegt handelnden Captain zuarbeiten.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 12.02.15, 11:02
Entschuldige bitte, dass ich nicht früher geantwortet habe. Ich wollte mehr als nur ein paar Worte schreiben, es aber nicht zeitnah machen können und darüber leider wirklich vergessen :(

Was mir an TOS immer "mißfiel" ist die Menschenähnlichkeit der dortigen Spezies. Nunja... Deltaner... Wäre eine Möglichkeit, aber was meinst du bitte mit dem "Abrutschen zur Soap"?
Stimmt, die TOS-Aliens sahen schon extrem wie Menschen aus, wobei ich das inzwischen fast schon als angenehmer empfinde, als dass was uns die späteren Serien an Gesichtsmake-up vorsetzten. Sehen Außerirdische direkt wie Menschen aus, werden sie glaube ich für mich mittlerweile zu "stellvertretende Hülle" für eine Idee, ein bisschen so wie ganz früher, als beim Theater auch die Frauenfiguren von Männern übernommen wurden. Die einfachen Masken sind für mich damit vergleichen dann eher die Erinnerung daran, dass da etwas nicht besser umgesetzt werden konnte.

Äh, wie dem auch sei... ;) Zu den Deltanern. Wir wissen ja nicht viel über sie. Den einzigen echten Auftritt, den ich im Bewusstsein habe, ist der von Ilia in TMP. Ein Merkmal scheint ja eine ausgeprägte Libido bei dieser Spezies zu sein und damit in Geschichten umzugehen, kann schwierig sein.
Ein ehemaliges Mitglied des Forums ergriff ja bei jeder sich bietenden Spezies die Gelegenheit, das Thema Beziehung in den Fokus zu rücken. Jeder, wie er mag; auch Soaps haben ihr Publikum und sind sicherlich unterhaltsam (wobei auch die auf mehr als nur billiges Liebeswirren setzen).
Hat man nun bei den Deltanern das vielleicht herausragende Merkmal, dass sie eher "frei und direkt" sind, ;), halte ich es für wichtig, nicht in gewisse Genre-Klischees abzurutschen, indem man diesen Teil des Lebens glaubwürdig - mit der Betonung auf 'Würde' - integriert. Und Sinnlichkeit ist ja auch mehr als das, was man nicht selten plakativ vorgesetzt bekommt.
Ich mache mir bei Dir da aber eigentlich auch überhaupt keine Sorgen, ich denke, Du würdest einen Deltaner in nicht zu einem Klischee werden lassen.


Die USS Kookaburra ist ein kleines, fleissiges Schiff. Es erhält keine Aufträge mit Toppriorität, dazu ist es ~2367 schon zu alt (rund 50 Jahre, etwa).
Das klingt sehr interessant und ich wollte auch noch mal sagen, dass ich den Namen des Schiffes (inklusive Herkunft) sehr gelungen finde :)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 12.02.15, 14:21
Äh, wie dem auch sei... ;) Zu den Deltanern. Wir wissen ja nicht viel über sie. Den einzigen echten Auftritt, den ich im Bewusstsein habe, ist der von Ilia in TMP. Ein Merkmal scheint ja eine ausgeprägte Libido bei dieser Spezies zu sein und damit in Geschichten umzugehen, kann schwierig sein.

Ein Blick auf die Sekundärliteratur lohnt sich. Die Deltaner wurden in manchen Romanen tiefer beleuchtet - vor allem vom großartigen Christopher L. Bennett -, und ich mag das Bild, das von ihnen gezeichnet wurde sehr gerne. Tatsächlich werden die Deltaner als eine fast schon spirituelle, und (im Vergleich zu uns) in jedem Falle sehr erwachsene Spezies dargestellt, die neue Erfahrungen begrüßt. Für die Deltaner ist jeder Tag ein Versprchen, jedes Mahl ein Fest, jede soziale Interaktion etwas bereicherndes. Diese Offenheit bezieht sich eben auch auf den Sex. Während Menschen Sex oft mythologisieren, oder tabuisieren, und dadurch schon auch ein bisschen unreif wirken, ist es für die Deltaner etwas simples, erfreuliches. Es ist lediglich eine weitere Komponente sozialer Interaktion. Mir gefällt dieser Gedankenansatz sehr gut. Meine Tala hat eine ganz ähnlich Einstellung, und ich glaube, wenn man erwachsen an diese Themen herangeht, dann läuft man auch nicht Gefahr, in Soap-Gefilde abzurutschen. :)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 12.02.15, 17:37
Entschuldige bitte, dass ich nicht früher geantwortet habe. Ich wollte mehr als nur ein paar Worte schreiben, es aber nicht zeitnah machen können und darüber leider wirklich vergessen :(
Das macht nichts, das passiert uns doch allen mal.

Die USS Kookaburra ist ein kleines, fleissiges Schiff. Es erhält keine Aufträge mit Toppriorität, dazu ist es ~2367 schon zu alt (rund 50 Jahre, etwa).
Das klingt sehr interessant und ich wollte auch noch mal sagen, dass ich den Namen des Schiffes (inklusive Herkunft) sehr gelungen finde :)
Ich wollte für einen hartnäckigen Captain, der dann auftaucht, wenn es weder Freund noch Feind erwartet hat, einen besonderen Schiffsnamen haben. Ich denke der Kookaburra wird gerne unterschätzt! Er ist ein Raubvogel - sogar einer mit ziemlich brutalen Jagdmethoden. Der Name "Kookaburra" passt viel besser zu Captain Hakonsen als die "Shikoku". Diese eben angedeuteten Dinge geschehen aber 2352, weit vor dem Maquis-Part. Captain th'Rilin wird zwar auch überraschen... aber ein bisschen anders, eben. ;)


Was mir an TOS immer "mißfiel" ist die Menschenähnlichkeit der dortigen Spezies. Nunja... Deltaner... Wäre eine Möglichkeit, aber was meinst du bitte mit dem "Abrutschen zur Soap"?
Stimmt, die TOS-Aliens sahen schon extrem wie Menschen aus, wobei ich das inzwischen fast schon als angenehmer empfinde, als dass was uns die späteren Serien an Gesichtsmake-up vorsetzten. Sehen Außerirdische direkt wie Menschen aus, werden sie glaube ich für mich mittlerweile zu "stellvertretende Hülle" für eine Idee, ein bisschen so wie ganz früher, als beim Theater auch die Frauenfiguren von Männern übernommen wurden. Die einfachen Masken sind für mich damit vergleichen dann eher die Erinnerung daran, dass da etwas nicht besser umgesetzt werden konnte.
Wenn jemand diese - wie soll ich sagen? - "Back to the Root!"-Nostalgie entdecken kann und zu schätzen weiß, dann du.  :D

Ich gönne mir da lieber eine Art "Running Gag", dass es einer "deutlich andersartiger Alien" (zB. einer Andorianerin) immer noch sehr schwer fällt, die Menschen nicht mit den Argelianern, oder den Ardanaanern zu verwechseln!  :andorian


Äh, wie dem auch sei... ;) Zu den Deltanern. Wir wissen ja nicht viel über sie. Den einzigen echten Auftritt, den ich im Bewusstsein habe, ist der von Ilia in TMP. Ein Merkmal scheint ja eine ausgeprägte Libido bei dieser Spezies zu sein und damit in Geschichten umzugehen, kann schwierig sein.
Ein ehemaliges Mitglied des Forums ergriff ja bei jeder sich bietenden Spezies die Gelegenheit, das Thema Beziehung in den Fokus zu rücken. Jeder, wie er mag; auch Soaps haben ihr Publikum und sind sicherlich unterhaltsam (wobei auch die auf mehr als nur billiges Liebeswirren setzen).
Hat man nun bei den Deltanern das vielleicht herausragende Merkmal, dass sie eher "frei und direkt" sind, ;), halte ich es für wichtig, nicht in gewisse Genre-Klischees abzurutschen, indem man diesen Teil des Lebens glaubwürdig - mit der Betonung auf 'Würde' - integriert. Und Sinnlichkeit ist ja auch mehr als das, was man nicht selten plakativ vorgesetzt bekommt.
Ich mache mir bei Dir da aber eigentlich auch überhaupt keine Sorgen, ich denke, Du würdest einen Deltaner in nicht zu einem Klischee werden lassen.

Ein Blick auf die Sekundärliteratur lohnt sich. Die Deltaner wurden in manchen Romanen tiefer beleuchtet - vor allem vom großartigen Christopher L. Bennett -, und ich mag das Bild, das von ihnen gezeichnet wurde sehr gerne. Tatsächlich werden die Deltaner als eine fast schon spirituelle, und (im Vergleich zu uns) in jedem Falle sehr erwachsene Spezies dargestellt, die neue Erfahrungen begrüßt. Für die Deltaner ist jeder Tag ein Versprchen, jedes Mahl ein Fest, jede soziale Interaktion etwas bereicherndes. Diese Offenheit bezieht sich eben auch auf den Sex. Während Menschen Sex oft mythologisieren, oder tabuisieren, und dadurch schon auch ein bisschen unreif wirken, ist es für die Deltaner etwas simples, erfreuliches. Es ist lediglich eine weitere Komponente sozialer Interaktion. Mir gefällt dieser Gedankenansatz sehr gut. Meine Tala hat eine ganz ähnlich Einstellung, und ich glaube, wenn man erwachsen an diese Themen herangeht, dann läuft man auch nicht Gefahr, in Soap-Gefilde abzurutschen. :)

Talas Einstellung dazu, zumindest soweit ich sie kenne, passt wirklich äußerst präzise auf diese Beschreibung! Vielleicht ist das auch mit ein Grund, warum Alexander_Maclean und ich immer noch nicht darüber hinweg sind, dass du uns seinerzeit den Pin Up Kalender von Tala vorenthalten hast! 
:Viking

Nun, das sind doch ganz brauchbare Ansätze! "Frei und direkt", "[...] jede soziale Interaktion [ist] etwas bereicherndes. Diese Offenheit bezieht sich eben auch auf den Sex." - damit lässt sich doch gewiss etwas machen. Die eigentliche Herausforderung dürfte dann sein, diese Einstellung gegen die Risianer und Orioner abgrenzen. Den Risianern könnte man unterstellen, dass das Wohl ihrer Gäste Vorrang hat und bei den Orionerinnen ist der Antrieb wohl eher die Gier und eigenen Gelüste. Das ist eine... ziemlich interessante Herausforderung, diese Charaktere interagieren zu lassen. Dabei fällt mir ein: Einen risianischen Charakter habe ich bislange auch noch nicht. Für die Brücke der USS Kookaburra dürfte das aber zu viel werden.

An dieser Stelle: Hat jemand schon ein paar dieser, eher "freidenkenden Spezies", miteinander agieren lassen? Eine Story dazu würde ich sehr gerne mal lesen!


Deltaner: Ich denke, ich könnte mich mit einem weiblichen Piloten im Rang eines Ensigns abfinden, frisch von der Akademie kommend, ein immerwährender goldener Sonnenschein. Die würde ihrem stillen, verschwiegenen Captain gewiss "die Brücke (Hölle) heiß machen". Hm... Andorianer sind sehr familiär - aber auf Privatsphäre bedacht; Er ist Familienvater, sie Single - ich denke das bietet genug Konfliktpotential! Würde sie wirklich mit ihrem Captain, wenn er sie ließe? Fragen über Fragen...  ;D



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Der Erste Offizier wird eine weibliche Caitianerin werden (uiii, sogar ein TAS-Charakter!  :P ). Ich habe dazu eine Katzenkennerin um ein kurzes Statement gebeten. (Ich selbst sehe mich eher als der "Hunde-Typ" an und eine zweite (fachlich kompetente) Meinung kann nie schaden).

Eine Idee für eine "zwiegespaltene" Chefingenieurspersönlichkeit habe ich auch schon, werde aber bei ihr aus Höflichkeit und Zeichen des Respekts nochmals Rücksprache halten müssen.

Dann habe ich noch zwei weitere Crewmembers...

Ich denke, damit hat sich meine Bitte erledigt. Ich danke euch vielmals für die Anregungen und Ideen! Weitere dürfen natürlich gerne gemacht werden, schließlich kann man von Ideen niemals genug haben, aber es eilt damit nicht mehr. Nochmals herzlichen Dank an die Community.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 12.02.15, 18:01
Nun, das sind doch ganz brauchbare Ansätze! "Frei und direkt", "[...] jede soziale Interaktion [ist] etwas bereicherndes. Diese Offenheit bezieht sich eben auch auf den Sex." - damit lässt sich doch gewiss etwas machen. Die eigentliche Herausforderung dürfte dann sein, diese Einstellung gegen die Risianer und Orioner abgrenzen.

Deltaner und Orioner haben tatsächlich die Sache mit den starken Pheromonen gemeinsam. Bei den Deltanern herrscht allerdings Gleichheit - auch männliche Deltaner produzieren das Pheromon. Und keines der beiden Geschlechter nutzt es aus, um persönliche Vorteile zu erlangen. Es ist ein Miteinander. Bei den Orionern sind es hingegen nur die Frauen, die das Pheromon erzeugen, und somit ihre Männer kontrollieren und sie für sich in Ränkespielen um die Vorherrschaft kämpfen lassen. Es ist also ein Matriarchat. Im Grunde sogar eine Versklavung des anderen Geschlechts. Ein ganz anderes Gesellschaftskonstrukt also.

Ein Gedanke der mir jetzt erst kommt, ist ja, dass die Orioner die Deltaner eigentlich als Gefahr ansehen müssten, also Konkurrenz, die man vielleicht ausschalten müsste. Da könnte man sicher spannende Konfliktherde draus machen.

Zitat
Deltaner: Ich denke, ich könnte mich mit einem weiblichen Piloten im Rang eines Ensigns abfinden, frisch von der Akademie kommend, ein immerwährender goldener Sonnenschein. Die würde ihrem stillen, verschwiegenen Captain gewiss "die Brücke (Hölle) heiß machen". Hm... Andorianer sind sehr familiär - aber auf Privatsphäre bedacht; Er ist Familienvater, sie Single - ich denke das bietet genug Konfliktpotential! Würde sie wirklich mit ihrem Captain, wenn er sie ließe? Fragen über Fragen...

Die Frage ist eher, ob es ihr erlaubt wäre. Ilia musste ja einen Zölibats-Eid ablegen, bei ihrem Dienst in der Flotte. Ich gehe auch davon aus, dass Deltaner (und Orioner) Pheromonblockende Medikamente zu sich nehmen müssen, weil sie die Mitglieder anderer Spezies sonst eher um den Verstand bringen würden. Hier wäre eine Risanerin also vielleicht doch angebrachter. Passt auch besser zu dem Sonnenschein.

Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 12.02.15, 18:41
Nun, das sind doch ganz brauchbare Ansätze! "Frei und direkt", "[...] jede soziale Interaktion [ist] etwas bereicherndes. Diese Offenheit bezieht sich eben auch auf den Sex." - damit lässt sich doch gewiss etwas machen. Die eigentliche Herausforderung dürfte dann sein, diese Einstellung gegen die Risianer und Orioner abgrenzen.

Deltaner und Orioner haben tatsächlich die Sache mit den starken Pheromonen gemeinsam. Bei den Deltanern herrscht allerdings Gleichheit - auch männliche Deltaner produzieren das Pheromon. Und keines der beiden Geschlechter nutzt es aus, um persönliche Vorteile zu erlangen. Es ist ein Miteinander. Bei den Orionern sind es hingegen nur die Frauen, die das Pheromon erzeugen, und somit ihre Männer kontrollieren und sie für sich in Ränkespielen um die Vorherrschaft kämpfen lassen. Es ist also ein Matriarchat. Im Grunde sogar eine Versklavung des anderen Geschlechts. Ein ganz anderes Gesellschaftskonstrukt also.

Dass Deltaner auch Pheromone haben, ist mir neu, das höre ich heute zum ersten Mal. Mit welchen Fakten über diese Deltaner-Pheromone kannst du denn noch aufwarten, bitte?


Zitat
Ein Gedanke der mir jetzt erst kommt, ist ja, dass die Orioner die Deltaner eigentlich als Gefahr ansehen müssten, also Konkurrenz, die man vielleicht ausschalten müsste. Da könnte man sicher spannende Konfliktherde draus machen.
Ein interessanter Gedanke, im Moment kann ich damit aber nichts anfangen. Ich habe überlegt, ob dies auch im kleineren Maßstab funktionieren könnte: Zwei Mädchen, eine Orionerin und eine Deltanerin, die um Jungs wetteifern. Aber ob eine Deltanerin sich darauf einlassen würde? Hmm...

Zitat
Zitat
Deltaner: Ich denke, ich könnte mich mit einem weiblichen Piloten im Rang eines Ensigns abfinden, frisch von der Akademie kommend, ein immerwährender goldener Sonnenschein. Die würde ihrem stillen, verschwiegenen Captain gewiss "die Brücke (Hölle) heiß machen". Hm... Andorianer sind sehr familiär - aber auf Privatsphäre bedacht; Er ist Familienvater, sie Single - ich denke das bietet genug Konfliktpotential! Würde sie wirklich mit ihrem Captain, wenn er sie ließe? Fragen über Fragen...

Die Frage ist eher, ob es ihr erlaubt wäre. Ilia musste ja einen Zölibats-Eid ablegen, bei ihrem Dienst in der Flotte. Ich gehe auch davon aus, dass Deltaner (und Orioner) Pheromonblockende Medikamente zu sich nehmen müssen, weil sie die Mitglieder anderer Spezies sonst eher um den Verstand bringen würden. Hier wäre eine Risanerin also vielleicht doch angebrachter. Passt auch besser zu dem Sonnenschein.

Zum Zölibats-Eid: Es ist ein amerikanischer Film zu einer ziemlich prüden Zeit. Um es kurz zu machen: Davon halte ich nichts! Betazoiden dürfen lustig die (intimsten) Gedanken lassen - und Deltaner dürfen noch nicht mal Sex mit einem Partner haben? In meinen Augen ist das eine ziemliche Zwangssituation und viel zu sehr den Erwarungen des Publikums geschuldet.

Medikamente gegen die Pheromone, sofern die Ausschüttung nicht kontrolliert werden kann, kann ich verstehen - schließlich wirken die Pheromone enthemmend und drogenähnlich.


Für meine Orionerinnen an Bord von Mr. Tanas'  Schiff habe ich da eine Lösung gefunden, die aber nicht sehr sternenflottig ist: Es gibt einen Sektor an Bord von des Schiffes, den "grünen Sektor". Dies ist eine Art Quarantänezone/ Sperrgebiet mit separatem Umweltkontrollsystem, mit hocheffizienten Luftreinigern und Schleusen an den Zugängen. Die Orionerinnen dürfen sich dort drinnen nach Herzenslust ausleben. Jeder, der dort hineingeht, weiß, was passieren kann und akzeptiert dies. Natürlich ist im Falle eines Falles auch das beiderseitige Einverständnis eine unabdingbare Voraussetzung! (Aber wenigstens tauchen keine Sicherheitswachen in Schutzanzügen auf, die erst schießen, um die "feindliche Übernahme" zu verhinden, anstatt groß Fragen zu stellen ;) )
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 12.02.15, 19:27
Zitat
Dass Deltaner auch Pheromone haben, ist mir neu, das höre ich heute zum ersten Mal. Mit welchen Fakten über diese Deltaner-Pheromone kannst du denn noch aufwarten, bitte?

Das wurde erstmals im Roman zu "Star Trek: Der Film" (immerhin geschrieben von Gene Roddenberry) erwähnt. Ich finde das ist auch eine besseres Erklärung, als zu sagen, die Deltaner seien einfach so awesome im Bett :) :D

Zitat
Zum Zölibats-Eid: Es ist ein amerikanischer Film zu einer ziemlich prüden Zeit. Um es kurz zu machen: Davon halte ich nichts! Betazoiden dürfen lustig die (intimsten) Gedanken lassen - und Deltaner dürfen noch nicht mal Sex mit einem Partner haben? In meinen Augen ist das eine ziemliche Zwangssituation und viel zu sehr den Erwarungen des Publikums geschuldet.

Okay, da hast du recht. Dennoch, bei den Pheromonen ist es wohl notwendig, sie zu unterdrücken. Von daher korrigiere ich meine Frage auf: Wäre ein sexuelles Verhältnis mit, sagen wir, einem Menschen für einen Deltaner/eine Deltanerin, der/die seine/ihre Pheromone unterdrückt, überhaupt befriedigend? Immerhin... fehlt dann ja etwas nicht gerade unwichtiges. Das ist für die sicher, wie ein Andorianer, dem man die Fühler betäubt hat. Von daher ging ich in meinem Kopfcanon bisher davon aus, dass Deltaner in der Regel eher nur untereinander verkehren, oder eben mit anderen Spezies, die die mentale Disziplin besitzen, mit den Pheromonen umzugehen. Vulkanier zum Beispiel. Aber vielleicht können die Andorianer es auch. :)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: deciever am 12.02.15, 19:36
Ja hm. Die Pheromone, ich hab ja auch ne Orionierin auf der Explorer herum laufen und habe mir, bisher, noch garkeine Gedanken darüber gemacht.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 12.02.15, 19:48
Ich habe bisher zwei orionische (Haupt-)Charaktere entworfen. Das eine ist Ramina aus Cast Away, ein "Halb-Blut". Orionische Mutter, Menschlicher Vater. Aufgrund des gemischten Genoms fehlt ihr die Fähigkeit Pheromone zu erzeugen, und deshalb ist sie für die orionische Kultur nicht nur nutzlos, sondern auch gefährlich. Halbblüter werden entweder zur Verrichtung niederer "Arbeiten" versklavt, oder gleich mit den Eltern umgebracht, weil eine Vermischung des orionischen Genoms eine zu große Veränderung des Status Quo bedeuten würde (mein Kopfcanon)

Die zweite ist die Chefingenieurin der Enterprise-G, Leata D'Nesh. D'Nesh ist ein Findelkind, in der Föderation aufgewachsen, und daher angepasst. Sie nimmt von kleinauf entsprechende Medikamente, ist es nicht anders gewohnt, und hat auch kein Interesse an der orionischen Kultur. Sie hat nur einmal die Medikamente kurzzeitig abgesetzt, um sich selbst zu erforschen.

Eine Deltanerin habe ich auch auf der Enterprise-G. Die nimmt ebenfalls Medikamente und ist aus oben genannten Gründen wenig interessiert an Menschen.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 12.02.15, 20:13
Zitat
Dass Deltaner auch Pheromone haben, ist mir neu, das höre ich heute zum ersten Mal. Mit welchen Fakten über diese Deltaner-Pheromone kannst du denn noch aufwarten, bitte?

Das wurde erstmals im Roman zu "Star Trek: Der Film" (immerhin geschrieben von Gene Roddenberry) erwähnt. Ich finde das ist auch eine besseres Erklärung, als zu sagen, die Deltaner seien einfach so awesome im Bett :) :D
Der erste Film zählt nicht gerade zu meinen Favoriten...
:duck
Ich werde den mal wieder anschauen müssen... Und zwar zeitnah! Vielen Dank für den Hinweis!
Zitat

Zitat
Zum Zölibats-Eid: Es ist ein amerikanischer Film zu einer ziemlich prüden Zeit. Um es kurz zu machen: Davon halte ich nichts! Betazoiden dürfen lustig die (intimsten) Gedanken lassen - und Deltaner dürfen noch nicht mal Sex mit einem Partner haben? In meinen Augen ist das eine ziemliche Zwangssituation und viel zu sehr den Erwarungen des Publikums geschuldet.

Okay, da hast du recht. Dennoch, bei den Pheromonen ist es wohl notwendig, sie zu unterdrücken. Von daher korrigiere ich meine Frage auf: Wäre ein sexuelles Verhältnis mit, sagen wir, einem Menschen für einen Deltaner/eine Deltanerin, der/die seine/ihre Pheromone unterdrückt, überhaupt befriedigend? Immerhin... fehlt dann ja etwas nicht gerade unwichtiges. Das ist für die sicher, wie ein Andorianer, dem man die Fühler betäubt hat. Von daher ging ich in meinem Kopfcanon bisher davon aus, dass Deltaner in der Regel eher nur untereinander verkehren, oder eben mit anderen Spezies, die die mentale Disziplin besitzen, mit den Pheromonen umzugehen. Vulkanier zum Beispiel. Aber vielleicht können die Andorianer es auch. :)

Hm... Gute Frage. Dazu müsste man sich überlegen, wie die Pheromone wirken und was sie bewirken.

Ja hm. Die Pheromone, ich hab ja auch ne Orionierin auf der Explorer herum laufen und habe mir, bisher, noch garkeine Gedanken darüber gemacht.

Du hast viele Möglichkeiten und keiner zwingt dich, eine Variante zu wählen, die du nicht möchtest/ die nicht in dein Universum passt! Am Besten überlegst du dir selbst ein plausibles System und hältst dich dann daran.

Star's Variante
Zitat
Die zweite ist die Chefingenieurin der Enterprise-G, Leata D'Nesh. D'Nesh ist ein Findelkind, in der Föderation aufgewachsen, und daher angepasst. Sie nimmt von kleinauf entsprechende Medikamente, ist es nicht anders gewohnt, und hat auch kein Interesse an der orionischen Kultur. Sie hat nur einmal die Medikamente kurzzeitig abgesetzt, um sich selbst zu erforschen.
ist unauffällig, unproblematisch und passt auf äußerst viele Situationen.



Ich habe u. A. eine Erzieherin namens Naresh. Sie betreut eine Gruppe Kinder im Namen ihres Herrn. Eigene Machtambitionen hat sie nicht; Sie ist die Initiatorin des "Grünen Sektors", trifft sich dort regelmäßig und häufig in ihrer Freizeit mit Männern, darunter ist auch einer, zu dem sie eine partnerschaftsähnliche Beziehung unterhält.

Dann ist da noch der Hauptcharakter Darsha, aus deren Sicht ich weite Teile der Geschichte erzähle: Sie ist etwa 14, steht kurz davor durch die Pubertät nun endlich Pheromone produzieren zu können. Ausschütten darf sie sie allerdings nur im "Grünen Sektor", bzw. dort, wo sie "keinen Schaden" anrichten kann. Die Lokalitäten parallel zum "Grünen Sektor" halte ich absichtlich schwammig, denn ohne Probleme wäre das Leben einfach viel zu leicht! Darsha ist ein ziemlich gerissenes Mädchen, hochgradig anpassbar, geistig flexibel und innovativ.
Dennoch findet sie lange Zeit keine Partner für irgendwelche Abenteuer: Vielen ist es einfach zu riskant, sich mit einer Orionerin einzulassen, zudem ist sie "die Kleine vom Boss" und dummerweise vielen auch noch vorgesetzt, was noch viel weitreichendere Konsequenzen hat! Durch ihre Vergangenheit ist sie dennoch von erotischen Kontakten quasi abhängig und ihr "kalter Entzug" sorgt fast dafür, dass sie ein jähes Ende findet.


An dieser Stelle auch noch eine Frage an dich, Star:
Das Blocken der Pheromone und das Runterfahren des sexuellen Engagements wird den Körper einer Orionerin/ Deltanerin gewiss nicht kalt lassen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies auch Auswirkungen auf ihr Befinden haben wird: Dem Körper fehlt etwas, ganz klar, er wird unnatürlich reglementiert, und zwar rigoros. Wenn das Herzrasen und die erhöhte Kreislaufaktivität fehlt, sind das gravierende Einschnitte.

Von Entzugserscheinungen (Rast- und Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, unterschwellige Gereiztheit, etc pp.) bis hin zu Ersatzhandlungen (übermäßiger Sport/ Adrenalin-Kicks, Fressorgien (alles, was "glücklich" macht, wie zB. Schokolade! ;) ) ist vermutlich alles möglich.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 12.02.15, 20:37
Der erste Film zählt nicht gerade zu meinen Favoriten...
Ich werde den mal wieder anschauen müssen... Und zwar zeitnah! Vielen Dank für den Hinweis!

Viel erfährt man in dem Film über die Deltaner ja nicht. Wenn du gerne liest, dann empfehle ich dir stattdessen das Buch "Departmend of temporal Investigations: Watching the Clock" von Christopher L. Bennett. Der Roman dreht sich, wie der Titel vermuten lässt, um das DTI und seine Agenten und einer dieser Agenten - Ranjea - ist Deltaner. Auf seinen Hintergrund wird stark eingegangen und man besucht an einem Punkt auch die Heimatwelt. Bennett hat sogar einen schönen Weg gefunden, den Namen der Deltaner zu erklären. So kommen sie eigentlich vom Planeten Dhei des Lta-Sterns. Die Besatzung der ECS Horizon, die den Erstkontakt mit ihnen machte, hat es in ihren Sternenkarten einfach mit einem saloppen "Delta" markiert, und das hat sich durchgesetzt. Der Roman ist wirklich klasse und ich glaube, es gibt ihn inzwischen auch auf Deutsch. Bin mir aber nicht sicher.

Zitat
Hm... Gute Frage. Dazu müsste man sich überlegen, wie die Pheromone wirken und was sie bewirken.

Na ja, sie wirken eben wie ein sehr starkes, natürliches aphrodisiakum.

Zitat
Star's Variante ist unauffällig, unproblematisch und passt auf äußerst viele Situationen.

Nicht wenige Frauen werden ja heute eher auf Äußerlichkeiten beschränkt und sexistisch behandelt, und ich glaube, eine in der Föderation aufgewachsene Orionerin ist ein gutes Mittel, entsprechende Themen in die Zukunft zu verlagern. D'Nesh zeichnet sich vor allem durch einen angenehmen Charakter und einen brillianten Geist aus, aber das sind eben nicht die Dinge, die man zuerst sieht. Man sieht immer zuerst die Grüne Haut, und da ich glaube, da es nicht allzu viele Orioner in der Föderation gibt, und ihnen ihr spezieller... "Ruf" vorauseilt, wird sie auch immer mit den Klischees und falschen Annahmen konfrontiert werden. Ich glaube es ist interessant und auch wichtig zu zeigen, wie frustrierend das für jemanden sein kann. Sie ist auch deshalb in der Sternenflotte - da ist man etwas... weniger vorschnell in seinem Urteil. Wenn auch nicht immer.

Zitat
Ich habe u. A. eine Erzieherin namens Naresh. Sie betreut eine Gruppe Kinder im Namen ihres Herrn. Eigene Machtambitionen hat sie nicht; Sie ist die Initiatorin des "Grünen Sektors", trifft sich dort regelmäßig und häufig in ihrer Freizeit mit Männern, darunter ist auch einer, zu dem sie eine partnerschaftsähnliche Beziehung unterhält.

Ihr Herr ist kein Orioner, oder?

Zitat
Dann ist da noch der Hauptcharakter Darsha, aus deren Sicht ich weite Teile der Geschichte erzähle: Sie ist etwa 14, steht kurz davor durch die Pubertät nun endlich Pheromone produzieren zu können. Ausschütten darf sie sie allerdings nur im "Grünen Sektor", bzw. dort, wo sie "keinen Schaden" anrichten kann. Die Lokalitäten parallel zum "Grünen Sektor" halte ich absichtlich schwammig, denn ohne Probleme wäre das Leben einfach viel zu leicht! Darsha ist ein ziemlich gerissenes Mädchen, hochgradig anpassbar, geistig flexibel und innovativ.
Dennoch findet sie lange Zeit keine Partner für irgendwelche Abenteuer: Vielen ist es einfach zu riskant, sich mit einer Orionerin einzulassen, zudem ist sie "die Kleine vom Boss" und dummerweise vielen auch noch vorgesetzt, was noch viel weitreichendere Konsequenzen hat! Durch ihre Vergangenheit ist sie dennoch von erotischen Kontakten quasi abhängig und ihr "kalter Entzug" sorgt fast dafür, dass sie ein jähes Ende findet.

Das klingt in jedem Falle sehr spannend und bietet etliche Möglichkeiten! :)


Zitat
An dieser Stelle auch noch eine Frage an dich, Star:
Das Blocken der Pheromone und das Runterfahren des sexuellen Engagements wird den Körper einer Orionerin/ Deltanerin gewiss nicht kalt lassen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies auch Auswirkungen auf ihr Befinden haben wird: Dem Körper fehlt etwas, ganz klar, er wird unnatürlich reglementiert, und zwar rigoros. Wenn das Herzrasen und die erhöhte Kreislaufaktivität fehlt, sind das gravierende Einschnitte.

Von Entzugserscheinungen (Rast- und Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, unterschwellige Gereiztheit, etc pp.) bis hin zu Ersatzhandlungen (übermäßiger Sport/ Adrenalin-Kicks, Fressorgien (alles, was "glücklich" macht, wie zB. Schokolade! ;) ) ist vermutlich alles möglich.

Zweifellos. Aber da kann die moderne Medizin (bei mir immerhin die des 25. Jahrhunderts) sicher ein paar Mitteln gegenwirken. Aber das bedeutet natürlich ständige Besuche in medizinischen Einrichtungen, und regelmäßige Untersuchungen. Das ist sicher nervig. D'Nesh wird es nicht anders kennen. Für sie wäre wohl eher ihr Normalzutsand ungewohnt und beängstigend. Meine Deltanerin - Tarn heißt sie - ist hingegen sowieso diszipliniert und "reif" genug, als dass es für sie ein großes Problem darstellt.

Natürlich sollten die beiden aufpassen, dass sie im Rahmen von Außeneinsätzen nicht für längere Zeit verloren gehen und von ihren Medikamenten abgeschnitten werden.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: SSJKamui am 12.02.15, 20:49
Heute werden ADHS Kinder mit Psychopharmaka vollgepumpt und in Zukunft dauergeile Aliens. Es lebe der Fortschritt. LOL ;)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 13.02.15, 05:56
Der erste Film zählt nicht gerade zu meinen Favoriten...
Ich werde den mal wieder anschauen müssen... Und zwar zeitnah! Vielen Dank für den Hinweis!

Viel erfährt man in dem Film über die Deltaner ja nicht. Wenn du gerne liest, dann empfehle ich dir stattdessen das Buch "Departmend of temporal Investigations: Watching the Clock" von Christopher L. Bennett. Der Roman dreht sich, wie der Titel vermuten lässt, um das DTI und seine Agenten und einer dieser Agenten - Ranjea - ist Deltaner. Auf seinen Hintergrund wird stark eingegangen und man besucht an einem Punkt auch die Heimatwelt. Bennett hat sogar einen schönen Weg gefunden, den Namen der Deltaner zu erklären. So kommen sie eigentlich vom Planeten Dhei des Lta-Sterns. Die Besatzung der ECS Horizon, die den Erstkontakt mit ihnen machte, hat es in ihren Sternenkarten einfach mit einem saloppen "Delta" markiert, und das hat sich durchgesetzt. Der Roman ist wirklich klasse und ich glaube, es gibt ihn inzwischen auch auf Deutsch. Bin mir aber nicht sicher.

Zitat
Hm... Gute Frage. Dazu müsste man sich überlegen, wie die Pheromone wirken und was sie bewirken.

Na ja, sie wirken eben wie ein sehr starkes, natürliches aphrodisiakum.
Darüber haben wir uns im Völkerforum vor einiger Zeit mal die Köpfe zerbrochen und einen bemerkenswerten Konsens erzielt. Dies soll nicht heißen, dass wir damit die einzig richtige allgemeingültige Erklären gefunden zu haben glauben, es bedeutet vielmehr, dass es uns gelungen ist, viele Canonhandlungen schlüssig zu erklären und dass der von uns aufgestellten Logik viele folgen konnten.

Zitat
Zitat
Star's Variante ist unauffällig, unproblematisch und passt auf äußerst viele Situationen.

Nicht wenige Frauen werden ja heute eher auf Äußerlichkeiten beschränkt und sexistisch behandelt, und ich glaube, eine in der Föderation aufgewachsene Orionerin ist ein gutes Mittel, entsprechende Themen in die Zukunft zu verlagern. D'Nesh zeichnet sich vor allem durch einen angenehmen Charakter und einen brillianten Geist aus, aber das sind eben nicht die Dinge, die man zuerst sieht. Man sieht immer zuerst die Grüne Haut, und da ich glaube, da es nicht allzu viele Orioner in der Föderation gibt, und ihnen ihr spezieller... "Ruf" vorauseilt, wird sie auch immer mit den Klischees und falschen Annahmen konfrontiert werden. Ich glaube es ist interessant und auch wichtig zu zeigen, wie frustrierend das für jemanden sein kann. Sie ist auch deshalb in der Sternenflotte - da ist man etwas... weniger vorschnell in seinem Urteil. Wenn auch nicht immer.
Dass alle Klingonen ausnahmslos ehrenhafte Krieger sind ist ja auch so ein Vorurteil... ;)

Zitat
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Ich habe u. A. eine Erzieherin namens Naresh. Sie betreut eine Gruppe Kinder im Namen ihres Herrn. Eigene Machtambitionen hat sie nicht; Sie ist die Initiatorin des "Grünen Sektors", trifft sich dort regelmäßig und häufig in ihrer Freizeit mit Männern, darunter ist auch einer, zu dem sie eine partnerschaftsähnliche Beziehung unterhält.

Ihr Herr ist kein Orioner, oder?
Nein, beileibe nicht.
Welcher Spezies er angehört und wie diese aussieht bleibt lange Zeit im Dunkeln. Sein äußeres Erscheinungsbild wechselt er quasi wie seine Wäsche, dazu hat er ein Team von plastischen Chirurgen.
Darsha sieht ihn das erste Mal mit blauer Haut, schwarzem, kurzen Haar, braunen Augen und spitzen Ohren. Er ist von eher schmächtiger Gestalt und hat feingliedrige Finger. Für eine Orionerin hat er gewiss mehr von einer Frau als von einem Mann. (Orionische Männer scheinen ja recht groß, breitschultrig und massig zu sein, dazu ihr kahler Schädel...) Sie folgt ihm nur, weil er gepflegt aussieht und nicht stinkt, bezweifelt aber schon in diesem Augenblick, dass er in der Lage ist, eine große mächtige Organisation zu führen.
Das Rätsel um seine blauhäutige, spitzohrige Spezies wird durch zwei weitere "Subtypen", wesen mit blauer Haut, auf die Darsha trifft, noch weiter verkompliziert.

Zitat
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Dann ist da noch der Hauptcharakter Darsha, aus deren Sicht ich weite Teile der Geschichte erzähle: Sie ist etwa 14, steht kurz davor durch die Pubertät nun endlich Pheromone produzieren zu können. Ausschütten darf sie sie allerdings nur im "Grünen Sektor", bzw. dort, wo sie "keinen Schaden" anrichten kann. Die Lokalitäten parallel zum "Grünen Sektor" halte ich absichtlich schwammig, denn ohne Probleme wäre das Leben einfach viel zu leicht! Darsha ist ein ziemlich gerissenes Mädchen, hochgradig anpassbar, geistig flexibel und innovativ.
Dennoch findet sie lange Zeit keine Partner für irgendwelche Abenteuer: Vielen ist es einfach zu riskant, sich mit einer Orionerin einzulassen, zudem ist sie "die Kleine vom Boss" und dummerweise vielen auch noch vorgesetzt, was noch viel weitreichendere Konsequenzen hat! Durch ihre Vergangenheit ist sie dennoch von erotischen Kontakten quasi abhängig und ihr "kalter Entzug" sorgt fast dafür, dass sie ein jähes Ende findet.

Das klingt in jedem Falle sehr spannend und bietet etliche Möglichkeiten! :)

Eine weitere interessante Charaktermöglichkeit ist Nishra. Sie ist von Geburt an behindert. Sie hat ein Knochenleiden und ein Kreislaufleiden, das verhindert, dass sie sich sportlich betätigen, bzw. Sex haben kann. Aus Gründen des Selbstschutzes entwickelt ihr Körper daher keinen Appetit auf sexuelle Aktivitäten und auch die Pheromone werden nicht produziert.
Als dann aber ihr Kreislaufproblem durch eine Operation behoben wird, holt ihr Körper in rasantem Tempo das nach, was ihm bisher verwehrt wurde und stellt Nishras Leben auf den Kopf.

Ich habe mir überlegt, ob ich vielleicht auch sie einer Sternenflottencrew zuschlagen kann, aber dazu konnte ich mich nicht durchringen. 2365 beginnt Cyrsha Bixx mit ihrer Ausbildung an der Sternenflottenakademie, 2366 hat Darsha ein kurzes Intermezzo dort... Auf keinen Fall sehe ich Nishra als ergänzung für die USS Kookaburra.

Zitat
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An dieser Stelle auch noch eine Frage an dich, Star:
Das Blocken der Pheromone und das Runterfahren des sexuellen Engagements wird den Körper einer Orionerin/ Deltanerin gewiss nicht kalt lassen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies auch Auswirkungen auf ihr Befinden haben wird: Dem Körper fehlt etwas, ganz klar, er wird unnatürlich reglementiert, und zwar rigoros. Wenn das Herzrasen und die erhöhte Kreislaufaktivität fehlt, sind das gravierende Einschnitte.

Von Entzugserscheinungen (Rast- und Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, unterschwellige Gereiztheit, etc pp.) bis hin zu Ersatzhandlungen (übermäßiger Sport/ Adrenalin-Kicks, Fressorgien (alles, was "glücklich" macht, wie zB. Schokolade! ;) ) ist vermutlich alles möglich.

Zweifellos. Aber da kann die moderne Medizin (bei mir immerhin die des 25. Jahrhunderts) sicher ein paar Mitteln gegenwirken. Aber das bedeutet natürlich ständige Besuche in medizinischen Einrichtungen, und regelmäßige Untersuchungen. Das ist sicher nervig. D'Nesh wird es nicht anders kennen. Für sie wäre wohl eher ihr Normalzutsand ungewohnt und beängstigend. Meine Deltanerin - Tarn heißt sie - ist hingegen sowieso diszipliniert und "reif" genug, als dass es für sie ein großes Problem darstellt.

Natürlich sollten die beiden aufpassen, dass sie im Rahmen von Außeneinsätzen nicht für längere Zeit verloren gehen und von ihren Medikamenten abgeschnitten werden.

Eine weitere Möglichkeit zur Pheromon-Sache an dieser Stelle: Gewiss kan man sich dagegen auch durch Medikamente schützen...
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 13.02.15, 19:53
Waaaaah! Ich komm' ja gar nicht mehr nach, was schade ist, denn hier scheint sich ja wieder eine sehr interessante Diskussion entwickelt zu haben.

Die von Star beschriebene 'erwachsene Haltung' der Deltaner finde ich sehr cool und angemessen.

Ich möchte noch etwas zum Ilia-Zitat aus TMP anmerken. Ilia war jetzt natürlich nicht besonders bzw. extrem extrovertiert - trotz allem. Dennoch wäre es auch einfach denkbar, dass sie sich einen kleinen Scherz erlaubt hat ;)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 04.04.15, 09:13
Ein etwas seltsames Thema

Wie amcht ihr dass, wenn ihr plötzlich papallelel zum Schreiben im Kopf eine Idee für einen neuen CHarakter entsteht. Nicht so ein einfacher Nebenchar sondern eine schnell gut ausgebaute Figur mit Lebenslauf, Familie und sogar eine Idee wer den Spielen könnte.

Nur leider habe ich keine Idee in welche Serie ich diesen Chralter unterbringen kann. :(
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: David am 04.04.15, 09:30
Ich würde sagen, notier Dir erst mal Alles, was Dir zu der neuen Figur einfällt und sobald Du mit dem Schreiben fäddich bist oder mal eine kleine Pause machst, setz Dich ran.

Und dann solltest Du prüfen, ob die Figur erst mal zu Deiner Serie passt.
Alternativ schreibst Du halt ne "Standalone"-Geschichte.

So hältst Du Dir möglichst viele Wege offen, bis die Idee zu einer Story mit der neuen Figur im Kopf hast.

Wen ich Fragen darf: Was hast Du denn konkret im Kopp?
Biete auch gern per PN Hilfe an
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 04.04.15, 10:19
Ein etwas seltsames Thema

Wie amcht ihr dass, wenn ihr plötzlich papallelel zum Schreiben im Kopf eine Idee für einen neuen CHarakter entsteht. Nicht so ein einfacher Nebenchar sondern eine schnell gut ausgebaute Figur mit Lebenslauf, Familie und sogar eine Idee wer den Spielen könnte.

Nur leider habe ich keine Idee in welche Serie ich diesen Chralter unterbringen kann. :(
(Ich gehe davon aus, dass wir hier von einer Serie sprechen, denn wenn es sich um für sich allein stehende Geschichten handelt, ist so eine plötzlich "auftauchende" Figur ja kein Problem).
Nun ja, also ich finde, ein paar "Tricks" sind da durchaus legitim. Ich denke da beispielsweise daran, dass eine der etablierten Figuren ja auch einfach mal im Urlaub sein kann. Da spricht doch nichts dagegen. Und dann muss natürlich jemand anderes die Position ausfüllen (und sei es auch nur, um zu sehen, ob das eine Karriereoption für die Zukunft sein könnte). Eine andere Möglichkeit wäre auch, dass der eigentliche Charakter krank ist.

Ansonsten sehe ich das wie David: Wenn sich eine neue Figur so plötzlich aufdrängt, könnte es auch gut sein, ihr den kompletten Freiraum für eine eigene, unabhängige Geschichte zu geben.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 04.04.15, 10:39
Die Idee mit der Urlaubsvertretung finde ich nicht schlecht. Nur ist keine meienr serien an der stelle wo ich sagen, da passt er rein.

Es geht mir um die spezielle Familenkonstellation der Hauptfigur und wie Schwierig es bei ihm ist, Familie und Dienst unter einen Hut zu bringen.

Er ist Familienvater, aber geschieden und hat zwei Töchter. Die ältere ist seit etwa einen Jahr mit der Akademie fertig, beide sind aber zufälligerweise auf dem selben Schiff. Die jüngere ist gerade im richtig tollen Teenageralter und lebbt eigentlich bei ihrer Mutter, soll aber jetzt zu ihren vater kommen.

In meinen Serien kann ich ihn damit nicht unterbringen.

Elite Force: Special Operations Schiff
Morning Star: Zeit des Domnionkrieges
Midway: taskforceschiff --> keine Kinder an Bord

Und für ne Standalone stor ist der Plott eigentlich zu klein, da das eher ne B Plot story ist.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Kontikinx1404 am 04.04.15, 10:43

Und für ne Standalone stor ist der Plott eigentlich zu klein, da das eher ne B Plot story ist.

Dann mach doch eine Kurzgeschichte daraus.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 04.04.15, 10:48

Und für ne Standalone stor ist der Plott eigentlich zu klein, da das eher ne B Plot story ist.

Dann mach doch eine Kurzgeschichte daraus.
So sehe ich das eigentlich auch. Wenn sich die Figur so aufdrängte und wenn man bedenkt, dass das doch ein Thema ist, dass zu beleuchten sich lohnen würde, wäre es doch ziemlich ideal für eine Kurzgeschichte. Wenn Du nicht möchtest, dass es mehr als ein B-Plot ist, dann denkst Du noch einen A-Plot aus, vielleicht mit einer wissenschaftlichen Mission, denn das würde ein Schiff ermöglichen, bei dem Zivilisten an Bord sind.

Kleine Bemerkung am Rand: Ist es wahrscheinlich, dass Vater und Tochter auf dasselbe Raumschiff kommen, um dort den Dienst zu verrichten? Hat natürlich Vor- und Nachteile.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: VGer am 04.04.15, 10:50
Ich denke auch, dass sich mit genug Überlegung immer eine plausible Möglichkeit findet, einen Charakter in eine Serie hineinzuschreiben.

Ist der Beruf bzw. die Spezialisierung der neuen Figur schon festgesetzt, oder hast Du da noch etwas Flexibilität? Kommt diese Figur quasi "aus dem Blauen heraus" oder hat sie irgendeine Verbingung zu der bestehenden "Heldentruppe"? Ich hatte lange das Problem, dass ich einen Nebencharakter stärker in die Geschichte einbringen wollte und nicht genau wusste wie das funktionieren sollte, zumal sie nicht bei der Sternenflotte ist ... und dann hatte ich die Idee, sie Journalistin werden zu lassen, und plötzlich hatte sie einen Grund mitten im Geschehen zu stehen. Ich kenne Deine Serie nicht, aber wenn es irgendeine Möglichkeit gibt, die Handlung (auch nur kurz) so zu adaptieren, dass man einen Spezialisten für irgendwas das vorher nicht da war an Bord holen muss, dann hast Du eigentlich schon gewonnen.

Oder eben das, was Max gesagt hat – hob die neue Figur als Urlaubs-/Krankenstandvertretung oder so an Bord, oder denke das noch einen Schritt weiter: es ist absurd zu glauben, dass es auf einem Raumschiff nur eine einzige Person mit Aufgabe X gibt! Okay, vom Captain einmal abgesehen ;) , aber ansonsten funktioniert ein Raumschiff nur mit einem Rotationsprinzip, und der ist personalaufwändig, auch wenn natürlich in erster Linie die "Heldentruppe" im Vordergrund steht. Dienstpläne sind ja nicht für immer und ewig gleich, sie können sich aus den verschiedensten Gründen ändern, und dann hat Offizier Y halt die Alpha-Schicht statt der Beta-Schicht und muss mit einem neuen Team aka der "Heldentruppe" zusammenarbeiten. So habe ich das bei meiner Enterprise-Sicherheitschefin gemacht, die anfangs auch nicht als Hauptcharakter konzeptioniert war, aber im Laufe der Zeit fand ich sie immer interessanter und einfacher zu schreiben als den eigentlichen Inhaber dieses Postens, also habe ich ihn irgendwann eine Versetzung beantragen lassen.

Ansonsten sehe ich das wie David: Wenn sich eine neue Figur so plötzlich aufdrängt, könnte es auch gut sein, ihr den kompletten Freiraum für eine eigene, unabhängige Geschichte zu geben.

Das ist natürlich auch eine Möglichkeit! :)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 04.04.15, 10:59
Inzwischen halte ich nicht mehr so viel davon, Ideen für später, Extra-Geschichten, oder gar "den perfekten Moment" aufzuheben. Der wird nämlich eh nie kommen. Aber neue Ideen, die werden einem immer zufliegen, weshalb es eher so ist, dass viele der Dinge, die man nicht sofort verwendet, in der Mottenkiste verschwinden. Von daher... bau den Charakter ein. Jetzt. Irgendeine Möglichkeit wird sich schon finden. Und dann guck, wohin die Reise geht.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: David am 04.04.15, 11:10
Ich sehe das zwar etwas anders, als Star, aber Ansichten sind eben verschieden.

Und falls alle Stränge reißen, mach ein Redshirt draus ;)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 04.04.15, 12:00
Für eine standalone ist es eben auf der einen Seite zu wenig machterial (keine Hauptplot story) aber auch wieder zuviel, in einer Serie würde sich das Ganze über mehrere Episoden ziehen.

Und wie gesagt: Geprüft ob ich es in bestehende Konstellationen einbinden kann, habe ich und bei keinen meiner laufenden Projekte passt es rein.

Was neues will ich nicht machen, hab schon so viel, und für einen redshirt ist mir die Figur offen gestanden zu schade.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 04.04.15, 12:53
Hier (http://www.sf3dff.de/index.php/topic,1824.msg90205.html#msg90205) habe ich dazu Hilfe bekommen; relevant sind nur drei oder vier kurze Statements seitens unserer tollen Community!

Du könntest so eine Art "Spin-Off"-Kurzgeschichte dazu schreiben.
Als Beispiel könnte dein Charakter ja auf einer Raumstation arbeiten, an der auch die Morning Star/ Midway angedockt liegt, um gewartet zu werden. Es genügt ein kleines, verknüpfendes Element (wenn die Geschichte nicht zu lange wird): Dein Char sieht beispielsweise durch ein Fenster dieses Schiff und macht sich kurz darüber Gedanken, dass er auch gerne wieder mal "dort draußen" sein würde, um Abenteuer zu bestehen, dass dies aber aufgrund seiner familiären Situation undenkbar ist...

Im Juni 2010 hatte ich die Idee eines Raumschiffes, der USS Calypso, und einer unabhängigen andorianischen Sensortechnikerin. Mittlerweile ist diese Geschichte voll in mein Kontinuum integriert.

Dieses Mädchen wurde zu einer Tochter eines Sternenflottencaptains, der als LCDR im Jahre 2352 auf Darsha trifft und die ihm auch noch sein Leben rettet... 2366 trifft sie als Kadettin der Sternenflotten auf einen seiner Söhne, der dort die Taktikvorlesung für die Anfänger halten wird. (Dieser Sohn ist also ihr großer Bruder).

Ihr Vater wurde von der Garde abgelehnt und auch sie wollte man aufgrund ihrer geistigen Unabhängigkeit und damit einhergehenden "Teamunfähigkeit" nach ihrer Schwangerschaft nicht mehr haben und sie wurde herauskomplimentiert;

Den ein oder anderen Charakter verwende ich auch für meine Maquis-Geschichte (auch wenn der Contest schon vorrüber ist, werde ich die Fertigstellung weiterhin vorantreiben!);

Der Captain der USS Calypso trifft ebenfalls in der Jahren 2352 auf Darsha - Kurzum: Dieser "Gedankenblitz", diese Geschichte ist mittlerweile zu 100% voll integriert in meinem Universum. Natürlich müssen noch ein paar Kleinigkeiten angepasst werden: Ihr Name, das Alter wird sich eventuell noch etwas verändern (+- 2 Jahre, grob geschätzt), das Datum der Geschichte wird sich vielleicht leicht ändern - aber die Idee wird so bestehen bleiben, wie sie ist!

Ich habe also die besten Erfahrungen damit gemacht, gute Ideen (gleich ob Charaktere, Raumschiffe, Vorgänge) in eine Kurzgeschichte zu packen und sie so zu konservieren. Und auch wenn man mir riet, das ein oder andere Detail nochmals zu überdenken oder ein bisschen anders zu verpacken, so waren die Rückmeldungen doch sehr positiv! Daher empfehle ich dir ebenso zu verfahren. Es ist ein bisschen Arbeit, mag sein - aber dennoch ist eine Geschichte, basierend auf einer guten Idee, immer lesenswert!
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 04.04.15, 13:13
Für eine standalone ist es eben auf der einen Seite zu wenig machterial (keine Hauptplot story) aber auch wieder zuviel, in einer Serie würde sich das Ganze über mehrere Episoden ziehen.

Woher willst du das wissen? Ideen sind Startpunkte für Handlungen, und diese Handlungen müssen nicht durchgeplant sein. Lass dich doch einfach überraschen und den Charakter selbst das Zepter übernehmen. Selbst wenn der Charakter nicht in die bestehende Charakterkonstellation passt, ist das doch kein Hindernis. Dann lass einen deiner Charaktere auf ein Logbuch von diesem Familienvater stoßen, in dem er von seinen Probleme erzählt, Aufzeichnungen, Retrospektive, Parallele Welt/Handlung/sonstwas. Mach ne Rückschau, mach ne Vorschau. Da gibt es wirklich keine Grenzen.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 04.04.15, 17:08
Ich denke auch, dass sich mit genug Überlegung immer eine plausible Möglichkeit findet, einen Charakter in eine Serie hineinzuschreiben.

Ist der Beruf bzw. die Spezialisierung der neuen Figur schon festgesetzt, oder hast Du da noch etwas Flexibilität? Kommt diese Figur quasi "aus dem Blauen heraus" oder hat sie irgendeine Verbingung zu der bestehenden "Heldentruppe"?
Diesen Gedanken finde ich besonders gut!
Lass den Familienvater doch einfach eine Verbindung zu einem Deiner etablierten Charaktere haben, Alex. Dann ist es ein Freund von früher, der bei einer gemeinsamen Mission halt mal mehr Aufmerksamkeit erfährt als der eigentliche "Serienheld". Das ist bei echten (Fernseh)Serien doch auch nicht selten so. Man ist quasi zu Gast bei dieser unbekannten Figur oder die Figur besucht den alten Freund. Das ist doch eine super Grundlage!

Inzwischen halte ich nicht mehr so viel davon, Ideen für später, Extra-Geschichten, oder gar "den perfekten Moment" aufzuheben. Der wird nämlich eh nie kommen. Aber neue Ideen, die werden einem immer zufliegen, weshalb es eher so ist, dass viele der Dinge, die man nicht sofort verwendet, in der Mottenkiste verschwinden. Von daher... bau den Charakter ein. Jetzt. Irgendeine Möglichkeit wird sich schon finden. Und dann guck, wohin die Reise geht.
Ich glaube, da sind die Ansätze, die jeder beim Schreiben wählt, schon sehr individuell. Ich würde nicht sagen, dass es sinnlos wäre, auf den perfekten Moment zu warten. Manchmal, so finde ich, muss eine Idee erst mal reifen. Geht die Reise ins Nichts, "zerfasert" die gute Idee also, wäre das auch schlimm. Es ist natürlich schwierig, wenn man das Gefühl hat, diese Inspiration, "die Muse" zu einem anfangs mitreißenden Konzept sei am verfliegen, wenn man sich nicht sofort darum kümmert. Aber siehe oben: Ich würde mich nachträglich ärgern, wenn ich eine Figur in ein Korsett gepresst hätte, nur um ihren "eigentlichen Kern" möglichst schnell niederzuschreiben. Auch ich kenne das frustrierende Gefühl, wenn sich irgendwann erweist, dass man eine Idee zurückgestellt hat und dann nicht mehr adäquat aufgreifen konnte und sie dann letztlich verloren ist. Aber ich kenne auch die Unzufriedenheit, wenn ich in Bezug auf eine Idee oder eine Figur etwas erzwungen habe und besser angefühlt hat sich das dann auch nicht, denn eine schlecht umgesetzte Idee finde ich für mich persönlich im Grunde noch schlimmer als eine noch nicht umgesetzte Idee.
Aber, ähh, lange Rede, kurzer Sinn... Da hat jeder sicherlich andere Vorlieben.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Star am 04.04.15, 17:26
Manchmal, so finde ich, muss eine Idee erst mal reifen. Geht die Reise ins Nichts, "zerfasert" die gute Idee also, wäre das auch schlimm.

Wieso? Selbst wenn eine Idee nicht so recht zündet - Was hält einen davon ab, diesen ersten nicht so gelungenen Versuch dann einfach als Probelauf anzusehen, seine Lehren draus zu ziehen, und es dann - wenn man es in der Nachbearbeitung wirklich nicht mehr gefixt bekommt -, bei einer späteren Geschichte noch mal und besser zu versuchen? Es ist nicht selten, dass Autoren sich auch mal wiederholen, und Varianten früherer Ideen präsentieren, die dann eben viel ausgereifter sind. Da ist auch nichts verwerfliches dran. Charaktere und Ideen können auch während der Arbeit reifen, nicht nur beim drüber Nachdenken.

Alex kennt ja New Frontier und somit Captain Calhoun. Der ist ein gutes Beispiel, denn an so einem Charakter hat sich Peter David vorher schon mal probiert; ein gewisser Quentin Stone aus "A Rock and a Hard place". Der hat da noch nicht so recht funktioniert. David hat sich die Figur aber gemerkt und später noch mal eine ähnliche Variante mit anderem Namen vorgelegt. Nur, dass er diesmal wesentlich feingeschliffener war. Tadaa, super Charakter. Learning by Doing. So geht's auch.

Prima für so etwas sind ja immer RPGs. Da kann man sich in der Hinsicht schön ausprobieren. Aber wir haben ja keines mehr.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 04.04.15, 22:45
@star
Die Idee mit dem RPG klingt mit am besten.

Mal sehen ob ich ein passendes finde.

@max
Alter und Fachrichtung sind nicht in Stein gemeiselt. Das alter ist aber eher als Minimum anzusehen, weil ich ja das element der erwachsenen Tochter haben möchte. Aber zu alt kann ich ihn IMo auch nicht machen.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Max am 07.04.15, 20:33
Manchmal, so finde ich, muss eine Idee erst mal reifen. Geht die Reise ins Nichts, "zerfasert" die gute Idee also, wäre das auch schlimm.

Wieso? Selbst wenn eine Idee nicht so recht zündet - Was hält einen davon ab, diesen ersten nicht so gelungenen Versuch dann einfach als Probelauf anzusehen, seine Lehren draus zu ziehen, und es dann - wenn man es in der Nachbearbeitung wirklich nicht mehr gefixt bekommt -, bei einer späteren Geschichte noch mal und besser zu versuchen? Es ist nicht selten, dass Autoren sich auch mal wiederholen, und Varianten früherer Ideen präsentieren, die dann eben viel ausgereifter sind. Da ist auch nichts verwerfliches dran. Charaktere und Ideen können auch während der Arbeit reifen, nicht nur beim drüber Nachdenken.
Ich denke halt, dass es da unterschiedliche Ansätze gibt. Für mich wäre das nichts. Ich muss auch sagen, dass ich nicht die Erfahrung gemacht habe, dass sich viele meiner Figuren während des Schreibens noch in eine andere Richtung entwickelt hätten, als vorab in den Planungen vorgesehen.
Ansonsten geht es mir mit Ideen, die schon umgesetzt sind, vielleicht so ein bisschen wie Dir mit Zeichnungen, die man zur Vervollkommnung noch kolorieren könnte: Die Idee ist "durch"  und bevor ich sie noch einmal aufgreife, investiere ich lieber die Freude und Leidenschaft (und Energie) in etwas Neues. Und deshalb bin ich bestrebt, dass die erste Umsetzung schon das erfüllt, was ich mir für die Idee vorgestellt habe, auch wenn es dazu nötig ist, sie lange in der Planung zu halten.

@max
Alter und Fachrichtung sind nicht in Stein gemeiselt. Das alter ist aber eher als Minimum anzusehen, weil ich ja das element der erwachsenen Tochter haben möchte. Aber zu alt kann ich ihn IMo auch nicht machen.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich verstehe, auf welchen Kommentar von mir Du Dich beziehst... Mir ging es eher um die Frage, ob die Sternenflottenadministration generell Eltern und Kinder zusammen auf ein Schiff bringt. Ein "Geh auf Dein Zimmer, Ensign!" ist da noch das geringste Problem, vor allem aber könnten hier Schwierigkeiten auftauchen, die denen ähneln, die im "Beziehungen unter Offizieren"-Thread zur Sprache kamen.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 07.04.15, 22:23
Wegen

"Vater und Tochter auf demselben schiff"

Die Geschihte ist einfach:

sie ist zuerst an Bord, erfährt dass der erste Offizier befördert wird, informiert ihren Vater und der benatragt eine versetzung.

************************

Das das gnaze nicht einfach ist, ist klar.

Nicht nur die Frage der "Gefahrensituation" sondern auch wie man eine "scheinbare Bevorzugung" vermeidet.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Visitor5 am 10.04.15, 17:12
Das das gnaze nicht einfach ist, ist klar.
Es ist dennoch ein sehr interessanter Punkt! Ich habe da auch ein Experiment am Laufen:

Im Jahre 2352 auf der USS Calypso ist die Chefingenieurin (Master Chief; Mutter) mit einer Wissenschaftsoffizierin (Ensign; Tochter) verwandt. Beide kommen von Caldos III, sind menschlich.

Allgemein ist die Atmosphäre auf der USS Calypso in diesen Jahren sehr familiär, noch familiärer wie auf der USS Equinox.

Der Unterschied ist allerdings, dass dein Vater der Personalverantwortliche seiner Tochter ist. Ich bin wirklich neugierig, ob das so funktionieren kann und unter welchen Umständen! :D
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: VGer am 10.04.15, 17:31
Bei dem Experiment mach' ich doch glatt mit ... kann aber noch ein Zeitl dauern, bis ich das endlich schreibe ;)

Als die Wayfarer in den Deltaquadranten aufbricht, hat sie ein Mutter-Sohn-Gespann an Bord: Captain Maggie Janeway und Lieutenant Teddy Janeway als Ops-Offizier. Und die beiden haben wirklich kein gutes Verhältnis zueinander, keiner versteht wie die beiden sieben Jahre auf demselben Schiff miteinander auskommen können und warum das irgendjemand für eine gute Idee gehalten hat ... :D
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 10.04.15, 19:43
@v'ger
das klingt autsch. Vor allen wenn beide mit dem Janeway'schen Sturkopf gesegnet sind. ;)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: VGer am 10.04.15, 21:25
Vor allen wenn beide mit dem Janeway'schen Sturkopf gesegnet sind. ;)

Das sind sie, und nicht zu knapp. Die vernünftigen 50% dieser Familie bleiben nämlich im Alphaquadranten ...
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: VGer am 22.02.16, 17:29
Kennt Ihr das, wenn ein Charakter, der eigentlich als klitzekleine Nebenfigur konzipiert war, sich ganz plötzlich verselbstständigt?

Mir ist das gerade so richtig bewusst geworden. Marek Stermann sollte ursprünglich als Quotencardassianer einen Kurzauftritt bekommen und dann sterben. Inzwischen bin ich dabei seine Familiengeschichte aufzurollen ... Ich habe nicht die geringste Ahnung, was da passiert ist damit das passieren konnte, aber ich find's gut. ;)

Erzählt doch mal von Euren liebsten "Hoppala-Charakteren", falls Ihr welche habt :)
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Dahkur am 23.02.16, 16:28
Ja, so einen Charakter habe ich auch. Angefangen hat er als betazoidischer Ensign frisch von der Akademie, den ich einfach nur brauchte, um eine Anfangsszene mit Passagierkontrolle auf DS9 aus der Sicht der kontrollierenden Offiziere zu beschreiben.  Als ich die Geschichte weiterschrieb merkte ich, dass ich ihn wegen seiner betazoidischen Fähigkeiten für eine weitere wichtige Szene gebrauchen könnte, und im Endeffekt wurde er zu einer der Hauptfiguren, und der Roman, wie er dann schließlich geschrieben war, wäre ohne ihn gar nicht möglich gewesen.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 23.02.16, 17:06
Das ist kein direkte Hoppala Charakter, sondern eher ein - böse formuliert - kakerlaken Charakter. Sprich, egal wie oft man ihn oder sie aus der serie streicht, er oder sie kommt immer wieder zurück.

Und zwar ist das Alexia Milton von der Morning Star. Ich muss dazusagen im Laufe der entwicklung habe ich das Konzept immer wieder umgetellt Und zweimal flog Alexia raus. Und kam dann bei der nächsten Überarbeitung schnell wieder rein. Meistens dann auch mit neuen Fähigkeiten.

Und wie oft ih bei ihr die optische Vorlage gewechselt habe.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: VGer am 24.02.16, 01:01
Alex, "Kakerlaken Charakter" ist gut, das muss ich mir merken ;)

Dahkur, den Charakter kenne ich glaube ich gar nicht? Ist nicht aus Asche/Sturm, oder?

Meinen Hoppala-Charakter Marek fand ich beim Schreiben ziemlich cool – ich habe ihm sogar eine ziemlich kontextfreie Extra-Szene gegeben (in der er etwas unbeholfen mit Laya flirtet). Gleichzeitig wollte es mit Jack Janeways love interest einfach nicht wirklich funken und als ich dann irgendwann die erste Szene geschrieben habe in der Jack und Marek interagiert haben, hatte ich so einen "whoa!" Moment. Offenbar wollte Jack keine blonde Trill sondern einen feschen Halbcardassianer – soll mir recht sein (und Mareks Flirt mit Laya vergessen wir gaaanz schnell wieder! Ugh!). Damit konnte ich ihn jedoch auch nicht mehr sterben lassen ...

Abgesehen von ihm laufen noch zwei, drei heißgeliebte Hoppalas durch unseren Kopfcanon.
Titel: Antw:Die Zusammenstellung der "Heldengruppe"
Beitrag von: Alexander_Maclean am 24.02.16, 06:03
@v'ger
Noch schlimmer sind die, wenn sich solche auf der Antagonisten Seite sind. Man will sie im Text umbringen, aber das klappt nicht.
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