Autor Thema: U.S.S. ESTRELLA DEL ALBA: EPISODE I  (Gelesen 4287 mal)

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TrekMan

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U.S.S. ESTRELLA DEL ALBA: EPISODE I
« am: 22.03.11, 13:02 »
[Anm. Ich hätte das jetzt ja gerne als einen Ordner mit entsprechendem Thread gemacht. Außedem reicht der Platz nicht was mich zwingt den nächsten Teil er ist 3 Stunden zu posten ... Außerdem könnte die Maximalegröße des Post höher eingestellt sein.]
Die hier abgebildeten Text sind noch in der Rohfassung. Die Texte also mit allen erdenklichen Fehlern und fehlenden Übergängen, die man von ener fertigen Geschichte erwarten würde. Sie sind 1:1 das was es in den unterschiedlichen Threads auch geschrieben wurde, nur wurde der Text zusammengeführt und chroniologisch geordnet. Später sollten dann Editoren die texte überarbeiten und verfeinern. Der geneigte Leser möge das bitte berücksichtigen.


Gruß

TrekMan

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Episode 1 : "Es war einmal ..."


Deck 1 - Brücke - Kurz nach 14 Uhr

Ein dumpfes Donnern ging durch den Kopf. Der harte Boden federte ihren Flug in die Horizontale nicht wirklich ab, zudem das Brückengeländer im weg gewesen war.

Die Uss bla war vor wenigen Minuten in ein Asteroidenfeld geflogen um ein paar Proben zu nehmen. Irgend ein Wissenschaftler wollte gerne die herumfliegenden Steine Untersuchen, nicht das dies schon duzende Wissenschaftler vor ihm getan hätte. Doch die Flotte genehmigte den Auftrag und nun waren sie hier.
Doch statt der Steine und Proben an Bord zu holen, trieb das Schiff nun manövrierunfähig im Feld. Niemand wusste warum. Eine plötzliche Entladung die durch das ganze Schiff ging, sorgte für das frühe Ende der Mission.

Die Entladung war sogar so stark, das viele der Primärsysteme ausgefallen waren. Etliche Computerkonsolen hatten sich entladen, Leitungen explodierten, überall gab es nun verletzte.

Commander Lejla Katic schob sich langsam in eine Aufrechte Position und fasste sich dabei an die Schläfe. Ihren Posten als Ersten Offizier hatte sie durch einen Unfall bekommen, vor 2 Jahren starb der XO und sie rückte nach. Nach Meinungen vieler, viel zu früh. Sogar in der Crew gab es den ein oder anderen der dagegen war.

Ein Blick auf die Rechte Hand signalisierte der Frau das sie blutete, wo genau konnte lies sich nicht feststellen, auf jedenfall am Kopf. Dieser dröhnte ziemlich stark.
Ihr blick ging nun zum Hauptschirm, dieser war komplett ausgefallen und zeigte nur ein Rauschen.
Sie sah sich weiter um, erblickte die anderen Crewmitglieder die sich wieder aufrafften.

Nur der Captain schien sich nicht zu rühren. Die Wissenschaftskonsole hatte sich in tausend Teile zerlegt, sowohl der Kommandant als auch der Wissenschaftsoffizier wurden davon in Mitleidenschaft gezogen. Also stieß sich die Frau von der Brüstung weg und stolperte auf den Kommandanten zu. Er lag noch immer auf dem Boden und rührte sich kein Stück.

„Captain?“

Lejla kniete sich neben ihn und fühlte den Puls, fand ihn aber nicht. Verletzungen wies er auch nicht auf. Was sie nicht wusste, der Captain fiel unglücklich und brach sich direkt das Genick, war sofort tot. Ebenso erging es dem Wissenschaftsoffizier, nur das er nicht durch den Sturz starb, sondern durch die Displaytrümmer die sich in seinem Gesicht vergruben. Ein weniger ansehnlicher Anblick.

„Ohnein, tun Sie mir das nicht an.“ murmelte Lejla und legte den Captain auf die Seite. In der Hoffnung das er vielleicht nur seine Zunge verschluckt hatte und Erste Hilfe ihn zurück bringen wurde, sah sie in den Mund.
Anschließend drehte sie ihn, schon fast hektisch, auf den Rücken und hockte sich neben ihn, begann mit der Herzmassage und der Mund zu Nase Beatmung.

„Bitte nicht...“ gab sie mit zittriger Stimme von sich und versuchte den Captain wieder zu beleben.

Ihr Blut schmierte seine Uniform voll...

„Verdammt, was war denn das gewesen?“ murmelte der junge Mann, der an die Wand geschleudert wurde. Lebe ich noch? Er versuchte seine Augen zu öffnen und sah jemanden, der sich um eine Person beugte.

Mein erster Einsatz an Bord, dieses Schiffes und nun so etwas. Er versuchte sich auf zu raffen und stand. Mit dem rücken zur Wand, aber immerhin stand er aufrecht. Er keuchte, und schmeckte Blut. Er hatte sich in die Zunge gebissen.     

Lieutenant Senior-Grade Cer´Zydar Taren gab ein undefinierbares Brummen von sich und öffnete seine Augen. Für den Augenblick hatte der andorianische, Taktische Offizier der USS BLAH-BLAH das Gefühl, von einem Raumschiff der GALAXY-KLASSE gestreift worden zu sein.
Um ihn herum regneten Funken elektrischer Entladungen auf den Boden, und Qualm behinderte seine Sicht. Nur allmählich erinnerte er sich wieder daran, dass er sich auf der Brücke des Schiffes aufhielt.

Mühsam rappelte er sich vom Boden auf und versuchte, sich einen Überblick zu verschaffen. Auf dem Hauptschirm erkannte der sechsundzwanzigjährige Andorianer, dessen Antennen sich unruhig in alle Richtungen bewegten, nur Statikrauschen. Sein Blick wanderte weiter, während er sich endgültig wieder aufrichtete.
Er bemerkte Commander Katic, die am Boden kniete und sich über eine Person beugte, die, vor dem Sitz des Captains, auf dem Rücken lag. Erst bei näherem Hinsehen erkannte Lieutenant Taren, dass es sich um den Captain selbst handelte, und er beeilte sich, zu der Frau zu gelangen.
Die junge Frau schien ihn überhaupt nicht wahrzunehmen; auch dann nicht, als er seine Hand auf ihre Schulter legte. Immer wieder sprach sie auf den leblos da liegenden Captain ein, dabei ständig ihre Wiederbelebungsversuche wiederholend. Möglicherweise stand sie unter Schock. Erst als der Andorianer sie unnachgiebig zu sich herum zog, blickte Commander Katic zu ihm auf. Er zog sie ein Stück zur Seite, beugte sich selbst zum Captain hinab und legte seine Finger an die Halsschlagader des Captains. Nach einem kurzen Augenblick blickte er in die dunklen Augen der Menschenfrau.
"Er ist tot, Commander. Sie selbst sollten sich auf die Krankenstation begeben."
Der Andorianer erkannte den auflodernden Widerspruch im Blick des Commanders. "Zunächst haben wir hier Wichtigeres zu tun, Lieutenant. Kümmern wir uns um die anderen Verwundeten auf der Brücke."
Der Andorianer wollte zunächst widersprechen, nickte dann jedoch nur, weil er wusste, dass die Frau Recht hatte. "Aye Commander."

***

Deck 6 Korridor - Vor dem Büro des Sicherheitschefs zur gleichen Zeit


Der Sicherheitschef Lt. Cmdr. Richard T. Harris trat aus einen Büro hinaus auf den Korridor. Unterwegs traf er auf Lieutenant JG Voran Laren, eine seiner teamleiterin.
"Und, haben sie Corin und Jacen 'verarztet'.", fragte die Bajornaerin, welche die direkte Vorgesetzte der beiden genannten Ensigns war.
Richard nickte: "Habe ich. Es war aber auch nicht sehr intelligent von den beiden, sich auf Unity One mit dem Ferengihändler anzulegen."
Seine Begleiterin lächelte: "Ah, verstoß gegen Harris Regel 3: Ein Sicherheitsoffizier sorgt immer für Sicherheit. auch wenn er nicht im Dienst ist.'"

Da wurde plötzlich das Schiff erschüttert und die beiden flogen gegen die Korridorwand.
"Was war das denn.", fauchte der Sicherheitschef und rieb sich das lädierte Kinn.

dann aktivierte er seinen Kommunikator: "Harris an Brücke. Lagebericht."
Doch niemand antwortete.

"Ich gehe zur Brücke. Voran, Trommele sie die Truppe zusammen."

Dann lief der Mann los.


Innerhalb von Sekunden stand Richard vor dem nächsten Turbolift. Doch auch der war außer Funktion.
"Das hättest du dir ja denken können.", wies er sich selbst zurecht.
Dann sah er sich um und entdeckt in der Nähe einen Zugang zum Jeffrriesröhrensystem der Brücke.
"Na prima.", dachte der Sicherheitschef für sich eingedenk der Kletterei, die jetzt vor ihm lag.

dann öffnete er den Zugangsschacht und machte sich auf den Weg zur Brücke.


***

Deck 1 - Brücke

Langsam wurde alles wieder klar und er konnte einige Umrisse sehen.
Sein rechtes Auge, war immer noch zu geklebt von irgendetwas,
was sich nicht identifizieren lies. In seiner rechten Hand, hielt er ein PADD,
was zu Bruch gegangen war und nur noch aufflackerte.

„Commander, sind sie das!“ keuchte er und viel zu Boden, als er sich von der Wand langsam abdrückte.
Es schepperte laut, als er zu Boden viel “Verdammt.“ Fluchte Dennis. Wieso eigentlich immer ich?
 Er versuchte sich wieder aufraffen, schaffte es aber ohne Hilfe nicht.       

Lejla blickte dem Andorianer hinterher, als dieser sich nach weiteren Verletzten umsah.
Innerlich war sie aufgewühlt, der Captain war tot, das Schiff in einem Asteoridenfeld, anscheinend auch noch bewegungslos und ohne laufenden Hauptsysteme.

Ihr blick ging erneut zur Leiche des Captain, anschließend wanderte dieser weiter zum toten Wissenschaftsoffizier.

„Wer noch?“ ging es ihr durch den Kopf und sah sich um. Alle anderen auf der Brücke bewegten sich irgendwie, stöhnte vor schmerzen.

Geistesgegenwärtig tippte sie auf ihren Kommunikator, doch dieser reagierte nicht. Die Schiffsweite Kommunikation war ausgefallen.
Erneut ging ihr Blick zu dem Andorianer, im Augenwinkel sah sie Master Chief Petty Officer Ahim der versuchte sich auf zu raffen.
Sie suchte nach seinem Namen, fand ihn erstmal nicht.

„Chief!“ rief sie in seine Richtung, „Laufen sie die Abteilungen an Bord ab, ich will einen Status des Schiffes!“

Ohne eine Antwort ab zu warten, stolperte sie auf die CONN Konsole und prüfte die Anzeigen. Diese waren ausgefallen, es lag nun am Maschinenraum die Technik wieder an laufen zu bringen.

Cer´Zydar hatte mitbekommen, was Commander Katic dem Chief zugerufen hatte. Bei einem Blick zur Seite stellte er fest, das der junge Mann Schwierigkeiten dabei hatte, sich vom Boden zu erheben. Zu dem Schluß kommend, das der Auftrag, den Katic dem Chief gegeben hatte, vorrangig war, schritt er zu Ahim hinüber und reichte ihm seine Hand.
"Schaffen Sie es, Chief?"

„Danke für die Hilfe.“ Mit Hilfe von Cer´Zydar, stand er im nu wieder auf den Beinen.
„Was, ist eigentlich passiert?“ sein Gesicht war voller Kratzer. Er sah Cer´Zydar  fragend an.   

"Ich weiß auch nicht mehr als Sie, Chief", knurrte der Andorianer ob dieser Frage. "Oder sind Sie vielleicht der Meinung ich könnte hellsehen?"
Er fixierte den Chief mit seinen tiefblauen Augen und fügte hinzu: "Wenn Sie dazu in der Lage sind, dann machen Sie sich gefälligst auf den Weg. Hier gibt es noch andere Verletzte, die meine Hilfe brauchen."
Damit wandte sich Taren brüsk ab und ließ den Chief stehen.

Lejla hatte sich ihren 32 Geburtstag anders vorgestellt.

Sie blickte auf ihre Blutverschmierten Hände, noch immer waren diese leicht am zittern. In der zwischen zeit hatte sich eine leichte Kruste an ihrer Schläfe gebildet, das Blut drang nicht mehr nach draußen. Ansonsten konnte die Frau keine weiteren Verletzungen feststellen.

Nun lag es erstmal an ihr, die Crew und das Schiff sicher nach Hause zu bringen.

Ihr Blick ging wieder auf die Konsole vor ihr. Irgendwann müssten die Notaggregate anspringen, normalerweise direkt nachdem die Hauptversorgung ausgefallen war. Doch bisher war nichts passiert.

Schon fast des orientiert hockte die Frau an der CONN Station.

Ahim raffte sich auf,
sah sich kurz um und machte sich auf, nach Deck 10. 

***

Währenddessen hatte Lieutenant Taren zwei Offizieren der Brückenbesatzung geholfen, sich einigermaßen bequem auf ihre Stühle zu setzen und begann damit sie provisorisch zu untersuchen. Zwar war er kein Arzt, aber zumindest nach offensichtlichen Verwundungen konnte er Ausschau halten.
Die beiden Offiziere hatten, so hatte es zumindest den Anschein, nur leichte Verletzungen davongetragen.
Nachdem er sich davon überzeugt hatte, dass es den Beiden, den Umständen entsprechend, gut ging, begab er sich zu einer Frau, die vor ihrer Station lag, und ein unterdrücktes Stöhnen von sich gab.
Er blickte kurz zu Commander Katic hinüber, deren seelische Verfassung ihm etwas Sorgen bereitete, während er sich zu der Verletzten Frau vor ihm abkniete. Sich wieder auf das Naheliegende konzentrierend, stellte der Andorianer erleichtert fest, dass die Frau vor ihm langsam wieder zu Bewusstsein kam. Jedoch schaffte sie es nicht, sich ohne Hilfe zu erheben, und als sie sich auf dem linken Arm abstützen wollte, um sich zu erheben, gab sie einen schmerzhaften Laut von sich, und knickte ein. Vermutlich hatte sie sich den Arm gebrochen, doch dessen war sich Taren nicht sicher. Der Andorianer befand sich momentan in einem seelischen Konflikt. Einerseits war er versucht, die Frau zur Krankenstation zu bringen. Andererseits wollte er Commander Katic nicht gerade jetzt, in ihrem momentanen Zustand, allein lassen.

„Warnung, Hauptsysteme offline.“ gab die freundliche Computerstimme auf einmal von sich. Commander Katic erschrak und blickte auf, der Hauptschirm zeigte nun das Asteroidenfeld. Anscheinend waren ein paar der Automatisierten Systeme an gegangen. Auch sprangen einige Computer wieder an.
Sofort tippte die Frau auf ihre Konsole und versuchte die Bewegung des Schiffes heraus zu finden. Schnell konnte man gegen einen der herumtreibenden Steine prallen. Leider konnte der Computer nichts Brauchbares ausspucken.
Die entsprechenden Systeme waren noch immer nicht in betrieb.

„Katic an Maschinenraum.“ versuchte die Frau noch mal mit dem Interkom, doch immer noch nichts.

Das Blut auf ihrer Hand war fast trocken, durch die Bewegungen der Finger, bröckelte immer wieder etwas ab. Die Kopfschmerzen wurden langsam zur Routine.
Ihr blick ging kurz zur Zerstörten Wissenschaftskonsole, niemand kümmerte sich derzeit um irgendwelche Sensoren.

Der Andorianer fiel ihr wieder ein und fand ihm auf der andern Seite der Brücke. Sie richtete sich auf, „Taren... Lt. Versuchen Sie die Sensoren ans laufen zu bringen, ich will wissen wie wir uns bewegen und ob jemand in der Nähe ist der dafür verantwortlich sein könnte!“

***

Nach 15 minütiger Klettererei konnte der Lt. Cmdr. die Zugangsluke direkt zwischen Conn und Hauptschirm öffnen.
Mit einen Blick erkannte er, wie schlimm es stand. Zwei der Offizier waren verletzt und saßen auf Stühlen, eine weitere Frau lag am Boden. 

Ein Blick zur Wissenschaftskonsole verriet, dass der Captains das Ereignis, was immer es war, nicht überlebt hatte.
Und das, war kein gutes Zeichen.
Alles in allen waren noch Commander Katic und der taktische Offizier einsatzfähig. Richard holte tief Luft.
"Wie sieht es aus, Commander? Was machen wir jetzt?", fragte er die Frau leise.

Die Frau ging auf und ab, runzelte die Stirn. Eine halbe Stunde blieb ihr und der Crew das Schiff zu retten. Der Antrieb hatte nun Oberste Priorität, die Deflektorschilde würden gegen Brocken nichts ausrichten können. Zudem diese gar nicht mehr im Betrieb waren.

Also jemand die Tür einer der beiden Turbolifts auf schob, wandte sich Lejla dieser zu und beobachtete die Richard heraus kletterte.
Noch immer hatte sie diesen leicht orientierunglosen Blick drauf, Rick kannte Lejla in der zwischen zeit recht gut um beurteilen zu können das diese Sache sie ziemlich mitnahm...

„Rick.“ atmete sie aus, zum Glück lebte er noch.

In einer halben Stunde würde es heißen, leben oder Sterben.

„Eine halbe Stunde, richtig?“ fragte Lejla den Andorianer, dieser nickte ihr zu.

Das getrocknete Blut in ihrem Gesicht juckte bei jeder Bewegung ein wenig, daher kratze sie sich am Hals und Kinn um es weg zu bekommen, sprach dabei mit Rick, „Wir müssen irgendein Primärsystem ans laufen bekommen um uns hier raus zu schaffen oder mehr Zeit zu holen. Die Kommunikation im Schiff ist ausgefallen, die der Shuttles sicherlich nicht. Ist irgendeine Station oder ein Schiff in der nähe von dem wir wissen?“

"Die nächste Station wäre UNITY-ONE unter dem Kommando von Fleetadmiral Belar", warf Cer´Zydar Taren von der Taktik ein. "Wenn wir Glück haben, dann erreichen wir, mit den Systemen von einem der Shuttles, vielleicht eins der Schiffe, der 5.Task-Force."

Er warf einen giftigen Blick auf seine Konsole und fügte hinzu: "Wenn ich nur einen einzigen, miserablen Photonentorpedo abfeuern könnte, dann würde ich uns die nötige Zeit verschaffen, Commander."

Richard war nicht entgangen, wie erleichtert Commander Katic über seine Ankunft war. Er verstand sie. Leyla war ein sehr guter Offizier, aber selbst Rick fand, das sie noch tewa szu jung für den Posten des XOs war. Doch er hatte sie immer unterstützt. Und jetzt hatte sie das Kommando. Der Sicherheitschef wusste, dass er nicht mir ihr tauschen wollte.

Er sah nochmal kurz zur Leiche des Captains hinüber und dachte kurz an seine Frau und seine bediien Töchter. Er hoffte, dass es ihnen gut ging, aber so wie er Claire kannte, würde sie sich voll in die Arbeit stürzen.

Doch es gab vordringliche Probleme.
Deshalb sah er zu Lieutenant Taren und überlegte: "Eine halbe Stunde müsste reichen, um zum Torpedowerfer zu klettern und einen Torpedo manuell abzufeuern. Was meinen sie, Lieutenant?"

Alleine bei den Gedanken kribbelten seien Hände. Aber in Richards Augen, schien das die einzige Möglichkeit zu sein.

Die Antennen des Andorianers spreizten sich leicht zur Seite. Sein Gesicht drückte Zustimmung aus. "Das sollte genügen, wenn mir jemand zur Hand geht. Allerdings sind unsere Zielscanner offline, deshalb müssen wir mit dem gesamten Schiff zielen, notfalls über den Daumen. Das bedeutet gleichzeitig, dass wir ziemlich nah heran müssen, damit der Schuss nicht daneben geht."
Taren warf Richard einen schnellen, bezeichnenden Blick zu, und wandte sich, mit fragender Miene, zu Katic. "Wir müssten aber sofort beginnen, um rechtzeitig fertig zu werden, Commander."

Commander Katic lauschte dem Gespräch der beiden Männder. So würde man mehr Zeit bekommen, doch wie würde dich die Explosion des Asteroiden auf die anderen herum fliegenden auswirken?

Trotzdem gab es nun zwei Aufgaben, Unity One verständigen und Zeit schaffen.
Lejla nickte knapp, „Gehen Sie.“

Bevor beide sich auf den Weg machte, warf die Frau noch etwas ein, „Schicken Sie jemanden zur Hangarbucht, mit Hilfe eines Shuttles soll ein Notsignal entsendet werden.“

Sie selber konnte hier jetzt nicht weg, sonst wäre Lejla selbst los gelaufen.

Als Taren Belar nannte, rief sie kurz Informationen über ihn ab. Ihr viel schnell ein, das der Admiral einer von vielen Personen war, die Lejla nicht kannte.

„Beeilen Sie sich bitte.“


Richard nickte: "Keine Sorge, wir schaffen das."

dann trat er an Commander Katic heran und legte ihr freundschaftlich eine Hand auf die Schulter: "Wir kommen hier heil heraus. Ganz sicher."

Er wandte sich der Jeffriesröhre zu: "Lieutenant, kommen sie."

Der Andorianer verließ seinen Platz an der Taktik und folgte dem Lieutenant-Commander in die spärlich beleuchtete Jeffries Röhre; nicht ohne dem Commander einen beinahe beschwörenden Blick zu zuwerfen, der ihr sagen sollte: Bleiben Sie standhaft

Nachdem die beiden Offiziere verschwunden waren, strich sich Lejla mit beiden Händen über das Gesicht und seufze tief. Nun lag es erstmal an den beiden.

In der zwischen zeit hatte man den Captain ein wenig an die Seite geschoben, da er mitten im Weg lag. Anschließend hatte man ihn und den Wissenschaftsoffizier abgedeckt.
Lejla mied den Stuhl des Captain und ging wieder zur CONN Konsole um den Status zu prüfen, vielleicht hatte der Maschinenraum ja schon etwas hinbekommen.

Sie fragte sich wie es nun weiter gehen würde, wie stark war das Schiff beschädigt, was würde mit der Crew passieren, was hätte das Oberkommando nun mit ihr vor...
Schnell schob sie alle Gedanken bei Seite und konzentriere sich wieder auf die aktuelle Situation. Lange gelang es ihr aber nicht, mit starrem Blick hockte sie auf dem Stuhl und wartete...


***
« Letzte Änderung: 22.03.11, 19:28 by TrekMan »

ulimann644

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Antw:RPG - ZUSAMMENFASSUNGEN
« Antwort #1 am: 22.03.11, 13:30 »
Deck 10 Sicherheitszentrale, kurz nach 14:00 Uhr

Lieutenant Ynarea Tohan saß an ihrem Schreibtisch und verfasste für ihren leitenden Offizier, den Sicherheitschef des Schiffes, ihren täglichen Bericht über die Schiffssicherheit. Sie hatte gerade damit begonnen und kam nur schleppend voran, als das Schiff von einer gewaltigen Erschütterung getroffen wurde und sie plötzlich aus ihrem Stuhl auf den harten Boden geschleudert wurde. Ihre Konsole sprühte Funken und stieß Rauch in die Luft. Die Beleuchtung fiel aus und überall waren die Sirene der Alarmstufe Rot zu vernehmen. Benommen richtete sich die junge Trill auf und befühlte ihren Kopf, der anscheinend etwas abbekommen hatte, da ihr Blut zwischen ihren Fingern hindurchrann. Immer noch schwindelig betätigte sie ihren Kommunikator, in der Hoffnung die Brücke zu erreichen.

"Tohan an Brücke. Ich bitte um einen Bericht. Was ist geschehen? Bitte antworten sie."

Ihr fiel ein, dass sie davon ausgehen musste, dass der Sicherheitschef womöglich nicht überlebt hatte und gab nach ihrer Anfrage an die Brücke Befehle an die Sicherheitsmannschaft aus, das Schiff zu sichern, verletzte zu bergen und wenn möglich bei Reparaturen zur hand zu gehen. Anschließend versuchte sie Kontakt zum Sicherheitschef des Schiffes aufzunehmen und wartete auf seine Antwort und die der Brücke, um Befehle zu erhalten.

Bis dahin nahm sie sich vor auf die Krankenstation zu gehen, allen zu helfen, denen sie auf ihrem Weg dorthin begegnete und nach ihrer medizinischen Versorgung weiterzumachen.

Ens. Redshirt traf geradewegs auf Lt. Tohan, er lief ihr fast in die Arme.
Völlig aufgewühlt blickte er sie an, „Alles ist aufgefallen! Was sollen wir tun?“

In gewisser Weise hatte der junge Mann recht, man musste die Systeme nur wieder einschalten. Das Automatische Kontrollsystem was ausgefallen, dabei hieß es immer, es wäre Unfallsicher.

Tohan, die gerade auf dem Weg zur Krankenstation auf Deck 3 war, rannte den Ensign beinahe um und konnte gerade noch so die Bremse reinhauen. Als sie bemerkte, dass der Mann den Kopf zu verlieren drohte, kämpfte sie ihre eigene Aufregung und Verwirrung nieder, da es ihre Pflicht war die ihr unterstehenden Mannschaften zu motivieren und wenn nötig zu beruhigen und sie wieder auf Kurs zu bringen. Sie fasste den jungen Mann bei den Schultern und blickte ihm direkt in die Augen.

"Beruhigen sie sich Ensign. Atmen sie durch. Ich habe versucht, Kontakt zur restlichen Sicherheitsmannschaft und zur Brücke aufzunehmen. Aber die Kommunikation scheint ausgefallen zu sein. Ich schlage vor, dass wir jetzt primär Kontakt zur Brücke aufnehmen sollten. Das ist das wichtigste. Wir müssen erstmal herausfinden, was passiert ist, das Schiff sichern und die Schäden versuchen zu beheben. Helfen sie den anderen, so gut sie können und sichern sie das Schiff, versuchen sie außerdem Kontakt zum Maschinenraum aufzunehmen und sich um das automatische Kontrollsystem zu kümmern und berichten sie mir danach über den Zustand des Schiffes. Ich werde auf die Krankenstation gehen und meine Wunde verarzten lassen. Gegenwärtig scheinen wir ja außer Gefahr zu sein, jedenfalls gab es keine weiteren Explosionen und Erschütterungen. Danach werde ich versuchen, die Brücke zu erreichen und dort nach dem rechten sehen. Einverstanden?"

"Ja, natürlich, selbstverständlich! Bin schon unterwegs.."

Mit diesen Worten verschwand der Offizier wieder und lief weiter Richtung Maschinenraum.

Ynarea schaute ihm noch einen Moment nach und setzte dann ihren Weg zur Luke der Jeffriesröhre fort, um auf die Krankenstation zu gelangen. Als sie die Luke erreicht hatte, musste sie feststellen, dass die Luke verborgen und nicht mehr zu öffnen war. Kurzentschlossen zug sie ihren Paser und stellte ihn auf eine desintegrierende Stufe, um die Luke aufzulösen, damit sie passieren konnte. Lieutenant Tohan trat einige Schritte zurück und schaute sich nach Rechts und Links um, da sie nicht jemanden gefährden wollte. Danach feuerte sie auf die Metalltür, die sich glühend auflöste, als der rote Strahl sie traf. Als dies erledigt war, deaktivierte und sicherte Tohan ihren Phaser, verstaute ihn im Holster an ihrem Gürtel und kletterte in die Röhre um ihren 7 Decks umfassenden Aufstieg zur Krankenstation zu beginnen.

"Ein gutes Training." dachte sie zynisch.

***

Deck 3 Krankenstation

Der Tag hatte eigentlich so ruhig begonnen, wie es sich Amelie Madison gewünscht hatte.
Wenig zu tun, ihre Assistenten übernahmen zum größten Teil auf der Krankenstation eintreffende Patienten; alles eher kleinere Unfälle oder Beschwerden.

So hatte die dunkelblonde Halbrigelianerin die Gelegenheit gehabt, unerledigten Papierkram zu bearbeiten, den neuen Dienstplan aufzustellen und andere weitere Dinge zu regeln.
Doch nach der Erschütterung und dem einsetzenden Alarm war ihre Tagesplanung bereits Makulatur.

Ohne lange zu überlegen, betätigte sie eine Taste an ihrem Schreibtisch, um auf das interne Kommunikationssystem zuzugreifen:
"An das gesamte medizinische Personal, bitte halten Sie sich für eine Notsituation an Bord einsatzbereit."

Vorbei war die Ruhe, als Amelie ihren Platz am Schreibtisch ihres Büros verließ, in den Empfangsbereich der Krankenstation ging und zusammen mit Ensign P'Lor damit begann, die Krankenstation für das Eintreffen von Verletzten vorzubereiten.

Gleichzeitig hörte sie bereits Schritte hinter sich, wobei es sich zweifelsohne um die ersten Verwundeten handeln dürfte.
So schnell konnte eigentlich keiner von ihrem Personal hier eintreffen.

Amelie drehte sich um und hätte um ein Haar das Tablett mit medizinischer Ausrüstung, welches sie gerade in der Hand hielt, fallen lassen, als sie in das - für sie noch immer ungewohnte Gesicht von Lieutenant Mosr'anangq'uaig'ht schaute.
Die Xindi erinnerte Amelie immer noch mehr an eine übergroße Ameise, als an ein Mitglied ihres Stabs.

"Tut mir leid, Doc.", entschuldigte sich ihre Kollegin, deren Stimme erst nach einiger Verzögerung einsetzte, während ihre Kieferzangen bereits das typische Klicken und Schnarren von sich gaben, bevor der Universalübersetzer es in verständlichen Tönen wiedergab. "Ich wollte sie nicht erschrecken."

Nun endlich hatte es Tohan geschafft, die sieben Decks hinter sich zu lassen und stand vor der Tür der Krankenstation. Noch ein Schritt trennte sie von der Linderung ihrer rasenden Kopfschmerzen. Sie tat diesen Schritt und die beiden Schotthälften zur medizinischen Abteilung des Schiffes glitten auseinander. In der modern eingerichteten Krankenstation bot sich ihr ein wahres Chaos. Sie sah sich nach Doktor Madison um, konnte die Ärztin aber nirgendwo entdecken. Auf den Untersuchungstischen lagen bereits einige Crewmitglieder und wurden versorgt. Immer noch nach der Ärztin ausschau haltend rief sie:

"Doc. Doktor? Wo sind sie? Ich brauche ihre Hilfe."

Während sie weiter suchte, sah sie nach, welche Crewmitglieder aus ihrem Verantwortungsbereich verletzt waren, um einen kleinen Überblick zu bekommen. Jenen die ansprechbar waren, sprach sie Mut zu und bat sie, sobald sie wieder Diensttauglich waren, bei den Reparaturen etc. zu helfen.

Sie hoffte, sie würde bald die Ärztin finden, damit diese sich um ihre Platzwunde an der Schläfe kümmern konnte und sie somit endlich auf die Brücke gelangen konnte. Sie gedachte außerdem die Ärztin um ihren Status und eventuelle Informationen zu fragen.

Amelie und ihre Kollegin wandten sich zur Eingangstür um, als Tohan die Krankenstation betreten hatte.
Ein kurzer Augenkontakt zwischen den beiden genügte, um gemeinsame Maßnahmen zu koordinieren.

Während Mosr'anangq'uaig'ht sich darum kümmerte, die Intensive vorzubereiten, ging Amelie auf Tohan zu:
"Was genau ist passiert?", fragte sie, während sie bereits ihren Tricorder vom Tisch nahm.

Schließlich entdeckte Ynarea die Chefärztin des Schiffes und lächelte.

"Das wollte ich sie auch gerade fragen. Als ich meinen Sicherheitsbericht verfassen wollte, traf eine schwere Erschütterung das Schiff. Ich wurde aus meinem Stuhl auf den Boden geschleudert und küsste diesen leidenschaftlich. Das Ergebnis sehen sie an meiner Schläfe. Bitte verarzten sie mich, damit ich auf die Brücke kann. Ich muss wissen, was geschehen ist. Soweit ich das beurteilen kann ist die interne Kommunikation ausgefallen und wir treiben im All. Ich muss ihnen ja nicht sagen, dass wir antriebslos in einem Asteroidenfeld früher oder später auf einen Brocken knallen. Wenn das schlimmste eintritt und alle auf der Brücke tot sind, muss ich einen Weg finden, das zu verhindern. Bitte beeilen sie sich und versorgen sie meine Wunde, denn ich habe es eilig." sagte sie.

Sie wirkte vor Sorge aufgekratzt und wollte nun endlich Klarheit haben.

"Wie ist ihr Status? Können sie mich auf den laufenden bringen? Wissen sie was vorgefallen ist?

"Offenbar ist der Bordfunk ausgefallen.", meinte Amelie, während sie mit dem Trikorder eine erste Diagnose vornahm.
"Es handelt sich nur um eine oberflächliche Verletzung.", sagte sie schließlich. "Das dürfte nicht lange dauern. Haben sie Symptome wie Schwindel oder Ähnliches?"

Ynarea sah die Ärztin etwas verwundert an.
"Das habe ich doch gesagt, dass der Bordfunk ausgefallen ist." sagte sie etwas säuerlich. "Ich wollte von ihnen eigentlich wissen, wie der Status ihrer Abteilung ist und ob sie Hilfe brauchen oder etwas wissen, was mir weiterhelfen kann." ergänzte sie. "Mal abgesehen davon, dass ich zu beginn Schwindel hatte, geht es mir jetzt wieder gut. Ich denke, das lag nur kurzzeitig an meinem Sturz."

***

TrekMan

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Antw:RPG - ZUSAMMENFASSUNGEN
« Antwort #2 am: 22.03.11, 13:37 »
Deck 3 - Krankenstation

Das Einzige was Petty Officer First Class Martinelli sah waren grüne und rote Punkte. Er hatte sich vom Wissenschaftslabor in Sektion 32 zur Krankenstation geschleppt, die nun genau vor ihm liegen musste. Seine Lunge brannte, seine Haut brannte und seine Beine fühlten sich wie Pudding an.
Er hatte kein Zeitgefühl mehr. Er wusste nicht, wie lange es gedauert hatte, das Labor zu durchqueren und die Krankenstation zu finden.
Das Schiff hatte geschlingert. Irgendwo hatte es gerumpelt, dass tat es einen Schlag und eine grelle Explosion löschte sein Augenlicht und sein Gehör. Er wusste nicht wielange er ohnmächtig war. Das, was er nur als Schemen ausmachen konnte, zeigte ihm das irgendein schweres Unglück das Schiff getroffen hatte. Das Plasmalabor, in dem er mit einigen Wissenschaftlern arbeitete, schien sich in Luft aufgelöst zu haben. Auf den Knien war er gekrochen und hatte das zerfetzte Gesicht von Lieutenant T'Val dem Chefanalytiker gefunden. Um den leblosen Körper hatte sich eine blutige Lache gebildet. Den Vulkanier, der nur knappe drei Meter hinter ihm gearbeitet hatte, musste wohl die volle Wucht der Explosion getroffen haben. Martinelli tastete sich weiter in die Richtung, in der er die Tür vermutete. Er fand sie, er fand aber auch Lieutenant McDougal. Der Archäologe, der mit einigen Plasmaspezialisten an einem alten Artefakt gearbeitete hatte, lag reglos in der Nähe des Ausganges. Enrico tastete nach dem Puls des jungen Kanadiers. Er lebte offenbar noch.
"Lieutenant, McDougal!"
Blinzelnd versuchte Martinelli zu erfassen, was mit dem jungen Lieutenant war. Er war eingeklemmt. Eine der Konsolen war aus der Wand herausgerissen worden und begrub McDougal ab den Rippen. Der junge Mann war bewusstlos und Martinelli, der beim letzten Ersthelferlehrgang erfahren hatte, wie wichtig nun eine schnelle Hilfe war, stemmte sich im Türrahmen auf und versuchte das Labor zu verlassen. Die Türen öffneten sich nur bis zu Hälfte. Mühsam und schnaufen stemmte er sich gegen die Hälften und zwängte sich hindurch. 
Die Kommunikation war tot. Die Luft war Rauch geschwängert. Er spürte eine Hitze von der gegenüberliegenden Korridorwand. Aus den Schiffsplänen wusste er, dass dort Plasmaleitungen verliefen. Sie musste geborsten sein. Ein Brand, der sich langsam über die Labore ausbreitete, schwelte im Geheimen. Entfernt hörte der Hilferufe in verschiedenen Sprachen, die er nur wenig verstand. So schleppte er sich durch den Rauch. Eine Jeffriesröhre hatte ihm geholfen, das nächste Deck zu erreichen.
Zischend öffneten sich die Türen der Krankenstation. Offenbar war das Schiff hier nicht so in Mittleidenschaft gezogen worden. Er hörte Stimme. Die eine gehörte der Ärztin, die andere konnte er nicht identifizieren. Er tat zwei Schritte in den Raum.
Blind und verwirrt, wie er war, rief er einfach hinein: "Ist hier jemand? Wer kann uns helfen? … Deck 2 Plasmalabor … Explosion, Plasmabrand … Lieutenant McDougal verletzt, andere tot…"
Martinelli konnte den gestammelten Satz nicht vollenden. Bewusstlos und in der Hoffnung wieder zu erwachen viel er nach vorne über und spürte nicht mehr, wie er aufschlug.

Tohan reagierte sofort und drehete sich um, um den stürzenden Martinelli aufzufangen. Er fiel ihr direkt in die Arme. Sie war zwar eine zierliche, junge Frau hatte aber einiges an Körperkraft in sich, welche sie sich durch jahrelanges, hartes Kampfsport- und Ausdauertraining angeeignet hatte. Behutsam legte sie ihn auf eine der wenigen freien Pritschen und pfiff einen der jungen Assistenzärzte herbei, um dem Sergeant zu helfen.

"Doktor, haben sie hier Ärzte, die etwas von Plasmabranbekämpung verstehen? Dann schicken sie welche umgehend in das Plasmalabor. Ich kann nicht länger warten, schließen sie jetzt meine Wunde und setzten sie mich ins Bild und das alles möglichst Pronto. Ich MUSS auf die Brücke.

"Ich kümmere mich schon darum, Commander.", meinte Doktor Klax, der das Gespräch mitgehört hatte.
Der Denobulaner griff nach einem Notfallmedikit und einem weiteren Koffer mit spezieller Ausrüstung, ehe er sich auf den Weg machte.

"Ich denke nicht, dass ihre Verletzungen allzuschwer sind.", antwortete Amelie zu Tohan.
Sie griff nach einem Hypospray, lud es mit einer kleinen Ampulle und verabreichte sie dem Techniker. "Das sollte ihre Kopfschmerzen kurieren."
Mit einem schnellen Griff hinter sich, hatte sie auch einen Dermalregenerator parat. "In einer knappen Minute sind Sie wieder wie neu."

Im selben Moment, wie Martinelli zu Boden ging, kam aus dem Labor auch Tawny Sullivan in den Hauptbereich.
Ohne zu zögern schnappte sie sich einen Tricorder und wandte sich weiteren Verletzten zu.

Auch Mosr'anangq'uaig'ht war bereits beschäftigt, nachdem sie sich einem weiteren Verletzten zugewandt hatte.

Im Moment schien die Hölle los zu sein an Bord, doch glücklicherweise hielt sich das Chaos in der Krankenstation noch in Grenzen.

Martinelli, der die weichen Arme der Frau spürte und das Parfün unter dem ganze gerüchen aus Rausch und Schweiß. Er schlug für Sekunden die Augen auf bekam plötzlich ein Lächeln auf die Lippen und hauchte:

"Belinda endlich bist Du wieder hier!"

Dann glitt er erneut in die Dunkelheit.

Tawny blinzelte kurz irritiert über die Worte des Mannes, ehe sie sich wieder auf ihren Job konzentrierte.
"Plasmaverbrennungen zweiten Grades, mittelschwere Kohlenstoffmonoxydvergiftung.", diagnostizierte die Biologin knapp.
Sie war zwar keine Ärztin, doch ihre Grundausbildung in Medizin reichte in diesem Falle aus, medizinische Hilfe zu leisten.

Sie wandte sich an den medizinischen Replikator und programmierte ein entsprechendes Medikament, welches dem Techniker in Kürze helfen sollte, die Lungen wieder frei zu bekommen.
Anschließend legte sie ihren Tricorder beiseite und nahm sich vom Ausrüstungswagen einen Dermalregenerator.

Die Verbrennungen des Mannes waren zwar relativ schwer, glücklicherweise jedoch nicht lebensbedrohend, da sie sich vorwiegend an seinen Armen befanden.


Zur selben Zeit versuchte sich Amelie einen Überblick über die Gesamtsituation zu verschaffen:
Ein halbes Dutzend Verletzte, davon allerdings keiner in kritischem Zustand.
Doch das könnte sich leicht schnell ändern.

"P'Lor, verschaffen sie sich Zugang zu den internen Sensoren des Schiffes. Falls sie funktionieren, bekommen wir so zumindest einen Überblick über die Situation."
"Aye, Commander."

Auch wenn Dr. Madison ihre Wunden kurierte und sie sich langsam besser fühlte, wurde Ynarea Tohan immer wütender. Entweder hatte die Ärztin selbst etwas auf den Schädel bekommen, oder sie war mit der Frage der Sicherheitsoffizierin so dermaßen intellektuell überfordert, dass ihr Hirn die Frage einfach überging, als wäre sie nie gestellt worden. Tohan packte die halbrigelianische Ärztin bei den Schultern und schüttelte sie kräftig durch, damit diese zur Besinnung kam.

"Doc, jetzt hören sie mir zu. Es geht wahrscheinlich um Leben und Tot. Wie, verdammt nochmal ist ihr Status? Geben sie mir bitte einen Bericht und sagen sie mir endlich, ob sie etwas über die Ereignisse hier wissen. Vielleicht haben sie etwas gehört. Aber um Himmels Willen, sagen sie was. Und das schnell, bevor ich auf die Brücke gehe und sie wissen, ich würde so etwas, wie sie es gerade tun auf jeden Fall melden. Also antworten sie, verdammt." schimpfte die Trill aufgebracht.

In diesem Moment wurde das Schiff, wie als wolle es Ynareas Befehl unterstreichen von einer weiteren Erschütterung die von Achtern herzurühren schien, erfasst. Einige Patienten fielen aus ihren Betten und kugelten über das Deck. Das Personal, welches sich nicht rechtzeitig irgendwo festhalten konnte, kippte ebenfalls um. Die Sicherheitsoffizierin konnte schnell genug reagieren und hielt sich am Rand ihrer Diagnoseliege fest, während Dr. Madison ebenfalls umfiel.

"Wie sie schwer übersehen können, haben wir hier gut ein Dutzend Verletzte.", erwiderte Amelie in einem Tonfall, der etwas harscher war, als gewollt. "Schäden auf der Krankenstation wurden mir bisher nicht gemeldet, aber da die Computersysteme teilweise ausgefallen sind und offenbar auch die Kommunikation defekt ist, weis ich absolut nicht, wie es im Rest des Schiffes aussieht, oder was überhaupt genau passiert ist."

Während sie weitersprach, wies sie zwei weitere eintreffende Assistenten kurz an, OP 1 und 2 in Bereitschaft zu versetzen.

"Daher weis ich nicht mal, ob außerhalb der Krankenstation das Schiff überhaupt noch in einem Stück ist oder nicht. Wir haben zwei Patienten in kritischem Zustand, der Rest ist nicht besorgniserregend. Aber es wäre schön, wenn sich überhaupt mal einer vom Kommandostab hier unten meldet, um mir zu sagen, was passiert ist; denn bislang konnten die Patienten mir darüber auch keine zufriedenstellende Antwort geben."

Im selben Moment öffnete sich die Tür erneut, doch zu Amelies Erleichterung trafen keine weiteren Patienten ein, sondern es handelte sich um weitere Mitglieder ihres Stabs.
"Doktor, die interne Kommunikation ist offenbar defekt.", berichtete Ensign Winchester. "Aber auf dem Weg hierher wurde mir berichtet, dass es eventuell auf der Brücke schwere Schäden gibt.

"Gut, ich kümmere mich darum, Ensign." erwiderte Amelie.
Endlich wurde das Chaos etwas übersichtlicher.
"Computer, wie ist der Status des MHN Programms?"

"MHN ist Einsatzbereit.", erwiderte der Bordcomputer.
"Aktivieren."

Die Luft keine zwei Meter neben ihr lud sich statisch auf und keine Sekunde später erschien das Hologramm - ein männlicher Mensch, groß mit kurzen, lockigem Haar - im Raum:
"Guten Tag. Was für eine Notsituation liegt vor?"

"Wie sie sehen Doc, haben wir einige Verletzte aufgrund eines noch bislang nicht näher geklärten Unfalls und ich werde wo anders gebraucht. Daher müssten sie hier die Stellung halten."
"Ich verstehe."
"Gut."

Tohan beruhigte sich schnell wieder, als ihr bewusst wurde, dass die Ärztin in starkem Stress steckte und alles koordinieren musste. Was in solch einem Chaos durchaus verständlich war. Dennoch war es Aufgabe des leitenden Personals, einen kühlen Kopf zu bewahren. Was aber auch nicht immer gelang, wie die Sicherheitsoffizierin aus eigener Erfahrung wusste. Geduldig hörte sie sich den Bericht der Ärztin an und nickte.

"Eins weiß ich, das Schiff ist noch vorhanden. Mir sind auf dem Weg hierher einige Leute begegnet. Soweit ich das beurteilen kann, ist der Antrieb offline, ebenso die Waffen und Sensoren, die Schilde und die COM. Deshalb muss ich auf die Brücke, um nachzusehen was los ist. Es wäre gut, wenn sie mir einen Sani mitgeben könnten, um dort die Verletzten zu versorgen. Ebenso hat das Plasmalab Priorität, ich habe sie ja bereits gebeten, ein Rettungsteam hinzuschicken. Dort scheint aber ein Plasmafeuer ausgebrochen zu sein, weshalb sie sehr vorsichtig sein müssen. Ich gehe jetzt auf die Brücke. Wenn sie einen Sani entbehren könnten, wäre das prima." sagte sie und wandte sich nach dem versorgen ihrer Wunde zum Ausgang.

"In Ordnung.", Amelie wandte sich an P'Lor. "Begleiten sie die Dame zur Brücke. Ich schicke jemanden zum Plasmalabor."

Ein kurzer Blick durch den Raum verriet ihr, dass sie eigentlich gerade niemanden entbehren konnte.
"Doc, kleine Planänderung. Übernehmen sie hier zusammen mit Klax die Koordination. Ich mache mich auf den Weg zum Labor."

Amelie nahm sich ein eigenes Notfallset von der Wand und machte sich auf den Weg.
"Tohan, können Sie mir sagen, wie ich am schnellsten dorthin gelange, falls die Turbolifte ausser Funktion sind?"

Tohan nickte.
"Aber sicher Doc, sie nehmen Jeffries Röhre AA23 und halten sich immer links. Das Labor ist genau ein Deck über der Krankenstation. Sie können es gar nicht verfehlen." sagte Tohan freundlich. "Viel Glück, Doc." sagte sie und schnappte sich P'Lor, verließ die Krankenstation und ging mit ihm eilig in Richtung der Ausstiegsluke aus der sie gekrochen war, um auf die Krankenstation zu gelangen. Jetzt würde sie nur noch zwei Decks nach oben klettern müssen und ihr Ziel wäre erreicht. P'Lor hielt sich hinter ihr und gemeinsam begannen sie den Aufstieg zur Kommandozentrale des Schiffes.

***
« Letzte Änderung: 22.03.11, 13:39 by TrekMan »

ulimann644

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Antw:RPG - ZUSAMMENFASSUNGEN
« Antwort #3 am: 22.03.11, 14:00 »
Deck 20-23 Hauptmaschinenraum

Cully schmierte sich den Dreck und Schweiß aus dem Gesicht und rappelte sich an einem Hocker auf. Er sah sich um. Wehleidig seufzte er, "Mein schöner Maschinenraum!"

Er versuchte sich an den Kommunikator zu tippen, um die Krankenstation zu rufen. Auf diesem untersten Maschinenraumdeck waren zwei reglose Körper am Boden. Kurzerhand trat er gegen eine Wandverkleidung, die sogleich abfiel, und nahm sich zwei Medkits.

Er hockte sich hin, und klebte an beide unbeholfen zwei Kortikalstimulatoren. Dann stülpte ihnen eine Beatmungsmaske übers Gesicht. Beide ihre Herzen schlugen noch. Zuletzt verabreichte er ihnen noch eine Dosis Inuprovalin und stand auf.

Nachdem er festgestellt hatte dass weder der Ingenieurslift noch der Turbolift funktionierten, nahm er die Leiter und kletterte ein Deck hoch.

Sie wusste nicht mehr weswegen sie eigentlich in die Jeffriesröhre kroch, nur dass dieser Schlag sie ausser Gefecht gesetzt hatte.
Ihr Blick war noch benommen, wurde aber wieder klarer. Explosionen hallten durch ihre Ohren, Geräuche von berstenden Leitungen
und zerrenden Metall liess ihr ein Schauer über den Rücken laufen als Astrid zurück richtung Maschienenraum kroch.

Als das Schott sich öffnete und sie eilligst hinaus sprang kam ihr ein heisser Nebel entgegen, der Warpkern war ausgefallen.
Das sah sie mit blossen Augen, zwei Konsolen brannten lichterloh. Crewmitglieder rannten umher.

'Sieht aus als hätt' ich ne' Party verpasst', dachte sie und sprintete zur nächsten Wandkonsole.
"Maschienenraum an Brücke, Brücke was ist los bei euch?"

Wie überall anders auch, so auch hier, kam nur rauschen aus dem Intercom.

Der LCdr ging auf die Offizierin an der Wandkonsole zu und keuchte: "Lieutenant, was machen Sie denn da? Die Kommunikation ist aufgefallen. Gutes Sprichwort übrigens, helfen Sie mir das System wiederherzustellen."

Er wartete weniger auf eine Antwort als darauf, dass sie ihm folgte.

"Was ich mache dürfe ja offensichtlich sein", die scharfe Stimme machte Cully schnell klar wer das war bevor sie aus dem Schatten
des Wassernebels trat. Den geichen gedanken wie ihn folgend rannte sie zur sekundären Hauptkonsole.
Erstere stand in Flammen wärend ein Fänrich versuchte das Feuer mit einem handlöscher zu kontrollieren.

Sie tippte ihren Code ein, Displays flackerten auf, zeigten ihr den Status der wichtigsten Systeme.
"Com-System ausgefallen, Warpkern aus, Impuls Reaktoren aus, wir sind heir auf Batterie am laufen..."
Die plattierung knirschte unter ihren Finegrnägeln als sie ihre Hände dagenenstützend zusammenballte.
"...verdammt warum springen die Reservefusionsreaktoren nicht an??"

Es gab viele Dinge die solch einen Totalausfall hätte verursachen können, das meisste davon gefiel ihr ganz und garnicht.
Sie beachtete kaum das umliegende Personal, um die schwerstverletzten war Sorge getragen. Es gab wichtigere Probleme.
Der stärker werdene beissende Rauch brannte in ihren Augen, brachte sie zum Tränen.
"Wo ist die verdammte Notentlüftung...", sie fluchte.

Geistesgegenwärtig - scheinbar mehr als seine Kollegin, riss er ein weiteres Stück Verkleidung von der Wand und entnahm zwei Masken, von der er eine ihr hinunterreichte. "Versuchen Sie's doch mal damit." schmunzelte er.

Nach einer kurzen Denkpause fiel es ihm ein. Kurzerhand nahm er seiner Kollegin den Kommunikator ab und stellte diesen mithilfe seines Tricorders um, sodass sie direkt mit ihm kommunizieren konnte. Dann gab er ihr den Kommunikator zurück.

"Lieutenant, verriegeln Sie jegliche Türen und Luken bis auf diejenigen zu den Jefferiesröhren, die zum Frachtraum 2 leiten. Versiegeln Sie auch den Zugang von diesem Maschinendeck auf das obere und die beiden unteren. Ich begebe mich in der Zeit dorthin. Wenn Sie fertig sind stellen Sie sicher dass jeder in diesem Raum sich festhält, dann geben Sie mir Bescheid und ich öffne die Ladetore. Das sollte die Notfall-Kompresskapseln platzen lassen und die normale Atmosphäre wiederherstellen, aber das Gas und Plasma sind wir los. Verstanden?"

Astrid grinste unter ihrer Maske, es war gut zu wissen dass sie nicht die einzige war die auf... ungewöhnliches setzte.
Sie konnte Cully jetzt kaum noch durch den schwarzen Rauch sehen.
"Ich weiß ja nicht was der Captain gerade macht aber ich denke dass sie wissen dass ein nach außen geöffnetes Lagertor
temporär wie ein Triebwerk wirkt...",  ihre Lippen zuckten verschmitzt.

"Das ist mir durchaus bewusst", gab Cully kurz zurück und wand sich um.

"Erachten sie alles nötige als versiegelt und die besagten Tuben als offen, die neuen Masken die wir bekommen haben sind auch
gegen Vakuum, sie können also ruhig ordentlich was raus lassen, ich sorg' dafür dass hier niemand ohne Maske herumrennt".
Kaum gesagt ging sie auch gleich ans Werk.


***

Deck 19 Torpedokatapulte, Bugsektion 14:29 Uhr


Als der andorianische Lieutenant, hinter Richard, aus der Jeffreysröhre kletterte, blickte er den Lt.Com. grimmig an und meinte verstimmt: "Jetzt weiß ich auch, wie sich das Plasma in den verdammten Warpspulen fühlen muß."
Damit wandte er sich nach links und begab sich zur Wandkonsole, die offenbar heil geblieben war.

Richard konnte sich trotz der Lage einen kleinen Schmunzler nicht verkneifen.

Dann wurde er wieder ernst: "Wann haben sie das letzte Mal so etwas gemacht, Lieutenant?"

Die Augenbrauen des Andorianers hoben sich langsam während sich seine Antennen leicht nach Innen bogen, als er sich zum Lt.Com. umwandte.
"Ich habe so etwas nur einmal gemacht - und das war während des Dominionkriegs."
Dann wandte er sich wieder der Konsole zu und meinte kurz darauf: "Tot - also auf die harte Tour." Er wandte sich zu Richard: "Bitte helfen Sie mir mal mit dem mechanischen Öffnungsmechanismus für das Schott des Torpedoschachts."

"Dann hat das wenigstens einer von uns beiden unter Gefechtsbedingungnen gemacht.", brummte Richard, als er zu der Abdeckplatte griff. "Mein letztes Mal war die eine Simulation an der Akademie."

Der Blick des Andorianers sprach Bände. Während sich seine Antennen unaufhaltsam nach Innen bogen meinte er, mit triefender Ironie in der Stimme: "Das zu hören ist ungeheuer beruhigend, Lieutenant-Commander. Dann kann uns ja überhaupt nichts mehr passieren."
Damit deutete er auf die rechte Bodenklappe, während er selbst die Bodenklappe links des Zuführungsschachtes, der von Deck 20 heraufführte, öffnete und sich daran machte, die Kontrollen der Verschlussklappe, des Abschussschachtes freizulegen.
Aus den Augenwinkeln bekam er mit, dass sich der Lieutenant-Commander endlich daran machte, die Bodenklappe, mit Hilfe einer Hebelmechanik, Stück für Stück immer weiter zu öffnen.
Noch während Richard danach einen der Torpedos nach oben beorderte, öffnete sich bereits die schwere Verschlusspforte der Abschussrampe.
Für Tarens Verhältnisse dauerte es viel zu lange, bis der Torpedotubus auf der Zuführungsschiene lag und sich zur Abschussvorrichtung bewegte.
Kaum war der Torpedo ganz auf der Abschussrampe, da schloss der Andorianer die Verschlusspforte, löste die Verriegelung für die Außenpforte und ließ sie zurückgleiten. "So, das wäre..."
Der Andorianer wurde unterbrochen, als ein Ruck durch das Schiff ging, und ihn, zusammen mit Richard gegen die Rückwand schleuderte. Überrascht blickte er zum Lt.Com. und fragte fassungslos: "Wer, bei der schwarzen Kreatur der Verdammnis, hat jetzt das Schiff beschleunigt?"

"Keine Ahnung. Ich kann nämlich nicht hellsehen. Wer immer das war, denn werde ich Kielholen lassen. Ohne Raumanzug.", grummelte Richard, denn er war das zweite Mal an einen Tag unangenehm mit einer Wand zusammengestoßen.
"Und den Idioten der ein Raumschiff der Excelsiorklasse in ein Asteroidenfeld schickt, gleich mit dazu.", ergänzte er in Gedanken.

Der Sicherheitschef räusperte sich: "Okay, die Torpedos sind geladen. jetzt müssen wir noch das Schiff ausrichten und feuern."

"Nur noch...", bemerkte Taren sarkastisch, und wandte sich dem Einstieg der Jeffriesröhre zu. "Ich fürchte, der unerwartete Schub verkürzt die Zeit, die uns bis zum Abschuss verbleibt, Sir. Wir sollten uns also beeilen. Da die Kontrollen hier unten tot sind, müssen wir wieder nach oben, und von der Brücke aus feuern. Lassen Sie mich diesmal vorangehen."

Versteh einer mal die Andorianer. Als der Sarkasmus verteilt wurde, haben die sich wohl zweimal angestellt.
Richard hatte hin und wieder Probleme mit der Art des taktischen Offiziers

"Auf der Brücke funktionieren die Schubkontrollen aber nicht.", wandte er ein. "Und ich glaube nicht dass sich daran etwas geändert hat. Unsere bessere Option ist der Maschinenraum. Außerdem ist er von hier aus schneller zu erreichen."

Der Sicherheitschef überlegte kurz: "Praktischerweise ist die Shuttlerampe auf dem selben Deck. Wir müssen noch das Notsignal absetzen. Also los."

"Moment mal, Sir", wandte sich der Andorianer an Harris. "Vom Maschinenraum aus pflegt man, im Allgemeinen, keine Torpedos abzufeuern. Ich schlage vor, dass Sie sich zum Maschinenraum begeben, während ich zur Brücke zurückkehre. Sobald ich auf dem Hauptschirm erkennen kann, dass die ESTRELLA ausgerichtet ist, werde ich den Asteroiden in kosmisches Streugut verwandeln."

"In Notsituationen kann der Maschinenraum als Hilfsbrücke fungieren.", dozierte Richard.

Doch dann dachte er nach. Der Andorianer hatte nicht unrecht. Da nicht bekannt war, wo die Steuersysteme der Estrella gestört waren, war es möglich, dass er von Maschinenraum aus die Waffen nicht abfeuern konnte.

"Okay, kehren sie auf die Brücke zurück, Lieutenant.", entschied der Sicherheitschef daher. "Stellen sie aber ihren Kommunikator auf die Notfallfrequenz. Vielleicht gelingt es mir, das Komsystem eines Shuttles zu überbrücken, sodass wir kommunizieren können."

Richard verließ das Torpedokatapult in Richtung Frachtraum.

Die Antennen des Andorianers spreizten sich, zum Zeichen dafür, dass er mit der Entscheidung des Lt.Com. hochzufrieden war. Der Mann hat glasklar erkannt, dass uns die Zeit davonrennt, falls die Systeme im Maschinenraum nicht zufriedenstellend arbeiten sollten, dachte er, während er Harris, mit zufriedener Miene zu nickte.
Er wartete, bis Harris verschwunden war, bevor er sich an den langen, kräftezehrenden Aufstieg zur Brücke machte.


Verschwindet in der Jeffriesröhre, in Richtung Brücke

***

TrekMan

  • Gast
Antw:RPG - ZUSAMMENFASSUNGEN
« Antwort #4 am: 22.03.11, 14:16 »
Deck 19 - Frachtraum, Achtersektion  14:29 Uhr

Kadett Gral fluchte und tobte, während er sich unter einem Berg aus leeren Transportcontainern heraus grub. Es war ein Schlag gewesen und ein halbes Dutzend Koffer, die ihn ins Reich der Träume geschickt hatten. Der Tellarite, durch die Bewusstlosigkeit emotional aufgewühlt warf wütend einige Koffer in eine entfernte Ecke. Eigentlich hätte er für den leitenden Wissenschaftsoffizier einige Probenkoffer aus dem Frachtraum holen. Aber irgendetwas hatte das Schiff getroffen und ihn ins Reich der Träume geschickt. Frustriert aktivierte er seinen Kommunikator und musste feststellen, dass die Kommunikation ausgefallen war.
Schnaufend erreichte er schließlich den Zugang des Frachtraumes und zwängte sich durch den halb geöffneten Ausgang. Im Korridor brannte nur noch die Notbeleuchtung.
Die Energieversorgung muss ausgefallen sein.
Der Kadett im 3. Jahr, der schon viele Dummheiten in seinem Leben gemacht hatte, lief zum nächsten Turbolift und stellte fest, dass auch dieser nicht funktionierte.
Wütend hämmerte er auf die Kontrollen des Lifts. Verzweifelt, was er als nächsten tun sollte blickte er durch ein nahegelegenes Bullauge. Der Anblick der Sterne hatte schon in seiner Kindheit einen beruhigenden Einfluss auf ihn gehabt. Die Dunkelheit war überwältigend, Die Sterne schienen allerdings zu kreisen. Offenbar taumelte das Schiff. Es war eine unangenehme Erfahrung, wie das Zero-G-Training im letzten Jahr.
Gral wollte schon seinen Blick abwenden, als er einen großen dunklen Schatten bemerkte, der sich rasch und bedrohlich dem Schiff näherte. Das Taumeln verhinderte, dass er es genau erkennen konnte, so sehr er sich aus bemühte. Erst nach mehreren Umläufen erkannte einen Umriss, der ihm die Angst in das Gesicht trieb. Ein Asteroid, nicht groß, aber groß genug, dass er das Schiff in seinem jetzigen Zustand erheblich beschädigen konnte, trieb auf das Heck des Schiffes zu und Nichts würde sich einem Zusammenstoß entgegenstellen.
Auf diese Situation hatten ihn seine Ausbilder nicht vorbereiten können. Er schlitzte in wenigen Minuten würde eine riesige Masse das Duraniumträger der Hülle zusammenstauchen, das Tragwerk zerbrechen und die Panzerung sprengen. Es würde wohl schnell gehen. Gral wurde wütend. Er erinnerte sich an seine Einweisung. Etwa siebzig Meter entfernt war eines der großen Brandtschotts. Sollte es zu einem Druckabfall kommen, würde es sich automatisch schließen.
Würde es ihn retten?
Er begann den Korridor entlang zu rennen. Er sah schon die markanten Schienen im Boden und in der Decke des Korridors, als das Schiff wie von einer gigantischen Hand getroffen und angeschoben wurde.

"Schneller zu Fettsack!" rief Kadett Hohl so lau er konnte, als er Gral im Korridor laufen sah. Er selber stand schon auf der anderen Seite.
Beide waren nicht gerade Freunde, was man an seiner Ausdrucksweise erkannte. Gral und er waren sogar auf Kriegsfuß.
Doch für einen kleinen Moment würde Hohl es vergessen und versuchen das Schott, sollt es sich schließen, offen zu halten.

Tosend, krachend, splitternd, brennend fraß sich der zwanzig Meter breite Asteroid durch Hecksektion der U.S.S. Estrella del Alba, oder Estrella wie einige sie nannten. Das Schiff benahm sich wie ein Wildpferd beim Zuritt. Gral hörte ein tosen, ein deutliches Zeichen dafür dass der Asteroid die Hülle durchschlagen hatte. Man konnte nur hoffen, dass der Zusammenstoß ausreichte um ihn in eine anderen bahn zu lenken, sonst konnte wohlmöglich noch eine der Warpgondeln treffen.
Gral machte sich über das wenige Sorgen. Er sah wie sein Kommilitone das Schott daran hinderte ihm den sicheren Tod auszusetzen. Er stemmte sich gegen den Luftsog und versichte die Erschütterungen auszugleichen, während er einem Betrunkenen gleich den Korridor entlang taumelte.
Schließlich zwängte er sich durch das Schott, das Hohl mit letzter Kraft aufhielt. Er packte ihn beim Arm und beide warfen sich in Deckung, als das Schott nun ungehindert in seine Verriegelung krachte.

Gral dem es immer schwer fiel sich zu bedanken sagte: "Danke, aber den Fettsack, zahl ich Dir noch heim!"

***

Deck 1 – Brücke


Ein Donner ging durch das Schiff, gefolgt von einem ziemlichen rütteln. Instinktiv hielt sich Lejla an der Steuerkonsole fest. Wie es aussah, war ein kleinerer Brocken an das Schiff geprallt. Dank der deaktivierten Deflektorschilde, konnte dies nicht verhindert oder abgeschwächt werden. Sicherlich würde die Hülle schon ziemliche Dellen ausweisen.

Sie stieß sich von der Konsole ab und erblickte den bolianischen Kommunikationsoffizier, er hatte gerade Crewman Chambers geholfen, die wiedermal umgefallen war.

„Tiab!“ rief sie und ging auf ihn zu. Obwohl er nur kurz an Bord war, kannte sie ihn Dienst technisch recht gut, da der Kommunikationsoffizier ein geforderter Posten war. Immer wieder haten die beiden zu tun.

Chambers blickte auf, „Die Ewigkeit hat mich umarmt...“

Lejla warf ihr einen Irritieren Blick zu, ehe Tiab ihre Aufmerksamkeit bekam.

„Lt., übernehmen Sie die Taktik, ich will wissen was da noch so alles auf uns zu kommt, außer der Große Brocken. Allen anschein sind die kleineren deutlich schneller unterwegs.“

Da die Nahbereichsscanner nur mit geringer Leistung liefen, war der kleine Brocken nicht auf Tarens Scann zu sehen gewesen. Der Posten musste aber dauerhaft besetzt sein.

Mit gesenktem Blick wandte sich der Bolianer Tiab von der taktischen Konsole ab. Viel hatte er eh nicht damit bewirken können. Insgesamt war sein Wirkungsspielraum begrenzt. Er war Wissenschaftler im weitesten Sinne, Linguister um genau zu sein. Aber er hatte aufgeschnappt, das ein Notsignal abgesetzt werden sollte.

Erst hatte er diejenigen, die die Brücke verließen, um das Notsignal zu initiieren, begleiten wollen, doch ihm war gerade noch rechtzeitig eine bessere Beschäftigung eingefallen, mit der er sich die Zeit vertreiben könnte. Seine Uniform war während des Unfalls - sofern es sich um eben einen solchen handelte - stark beschädigt worden und abgesehen von den Ärmeln und Stücken des Schulterteils war die Uniform zerstört. Sein in typisch bolianischer Manier eher mollige Oberkörper war nun gut sichtbar und er nahm auch die störenden Reste von Arm- und Schulterteil der Uniform ab. Was sollte er noch damit.

Während er sich hinter die Kommunikationskonsole stellte und sich Zugang verschaffte, überlegte er, ob er den Bauch einziehen sollte. Er entschied jedoch, dass so oder so sichtbar würde, dass er kein männliches Äquivalent zu Lieutenant Uhura sein würde und von daher wäre jeglicher Verschleierungsversuch wohl nicht mehr als lachhaft. Seine beiden Hände bewegten sich rasch über die Tastatur. Seine Gedanken über sein Aussehen verliefen separat von seiner Arbeit.

Ein Bajoraner würde wohl sagen, dass hier Pah-Geister gewütet habe. Verdammt, sämtliche Systeme sind umgekrempelt worden. Mit jedem Zug, den er gegen den Computer antrat, wurde er immer verzweifelter. Jede Funktion, die er wiederherstellen konnte, offenbarte drei neue, die fehlerhaft waren. Doch auch wenn er innerlich regelrecht kochte und sich einem Zustand, der menschlicher Wut nicht unähnlich war, näherte, zeigte er wenig nach außen. Bolianer verleugneten ihre Gefühle zwar nicht wie es Vulkanier taten, aber insbesondere er wollte zumindest Kontrolle.

Gerade als er glaubte, seine Paorane (jener der Wut nahe Zustand) nicht länger kontrollieren zu können, spürte er eine Hand auf seiner Schulter. "Sie machen das gut, Lieutenant." Es war Commander Katics beruhigende Stimme. Man konnte sagen, was man wollte, über junge Offiziere und Kommandoaufgaben, doch wenn sie um eins gut wussten, dann um den Gemütszustand von Offizieren. Viele Kommandanten neigten dazu, nach Jahren des Abhärtens im Posten des Ersten Offiziers, keine Empathie gegenüber Abteilungsleitern oder Brückenoffizieren zu zeigen, obwohl diese Aufmunterung und Trost teils bitter nötig hätten.

"Vielen Dank, Commander." Die junge erste Offizierin hatte sich über seine Schulter gebeugt und blickte auf die Konsole. "Ich versuche die zentralen Stellen des LCARS wiederherzustellen und zumindest die Kommunikationsknoten an Bord wieder ans Laufen zu bekommen. Dabei stellen sich die Schäden als sehr schwierig zu umgehen heraus. Die Leitungen zum Zentralcomputer sind teils abgeschaltet worden, um Zerstörung zu vermeiden. Ich habe sie größten Teils wieder hochgefahren und ich denke, wenn ich einen speziellen Notfall-Code, den ich bis gerade entwickelt habe, anwenden kann, sollten wir in der Lage sein, die Kommunikation wiederherzustellen."

Erwartungsvoll blickte Lejla Katic ihn an. Ihr Blick war gespannt und zeugte davon, wie wichtig sein Vorhaben war. Er fürchtete bloß, dass ein Fehler womöglich ein Ausfallen der gesamten Computersysteme zur Folge haben könnte. Gerade LCARS war sehr anfällig für Störungen, was sehr dramatische Auswirkungen auf die Hardware haben konnte. "Ich bin nicht sicher, ob das System der Belastung standhält. Sämtliche Datenbänke und Konsolen könnten nutzlos werden. Dann hätten wir nur noch manuelle Steuerungen und die Zentralkonsolen. Soll ich es wagen, Ma'am? Die Chancen stehen gut, dass alles richtig läuft. 85 zu 15, dass nichts passiert und die Kommunikatoren wieder funktionieren."

Die langen Erklärungen hatten seinen Hals austrocknen lassen und Tiab musste schlucken, was der Commander endlich Zeit gab, zu antworten.

Man konnte dem Andorianer ansehen, dass er sich mit dem Aufstieg beeilt hatte, als er auf die Brücke taumelte und in Richtung der Taktischen Konsole blickte. "Der Torpedo ist abschussbereit!", meldete er atemlos in Richting der XO. "Harris ist auf dem Weg zum Maschinenraum und versucht, das Schiff korrekt auszurichten!"
Noch während Katic ihm zunickte, marschierte er zu Tiab und verscheuchte ihn mit den Worten: "Unterstützen Sie den Commander dabei, die Steuersysteme in Gang zu bringen, ich übernehme die Taktik."
Erst jetzt warf er einen Blick auf den Hauptschirm und fluchte auf andorianisch: "Ker´na shazbot!" Statt der berechneten acht Minuten, die er noch hätte Zeit haben müssen, blieb ihm noch bestenfalls zwei Minuten für den Schuss, bevor es dafür zu spät sein würde, wenn er die Entfernung zum Asteroiden, der gerade wieder ins Bild wanderte, richtig einschätzte.
Auch Katic blickte auf den Bildschirm und erkannte augenblicklich, was den Andorianer zu seiner heftigen Reaktion veranlasst hatte. Mit steinerner Miene wandte sie sich zu Taren um, der tonlos meinte: "Wenn Harris nicht ganz schnell etwas unternimmt, dann werden wir uns schon sehr bald als "Marmeladenrohprodukt" betätigen - wenn Sie verstehen, was ich meine, Commander."

Das Lüftungsgitter der Klimaanlage flog plötzlich von der Wand und verfehlte den Andorianer nur um knappe zehn Zentimeter. Noch während auf der Brücke sich alle nach der ursache umschauten baumelten plötzlich zwei Beine aus dem Lüftungsschacht. Eine junge Frau, deren linker Arm starke verbrennungen Aufwiest schälte sich aus dem Schacht und fiel unsanft auf dem Boden der Brücke. Die Frau trug eine gerade noch erkennbare blaue Uniform. Ohre Jacke fehlte, offenbar war ein Teil davon als verband genitzt worden. der Insdignienkommunikator hin schief auf ihrer Brust und an ihrem Kragen hingen etwas desolat die Rankpins eines Lieutenan Jun. Grade. Erschöpft viel die Vulkanierin vorne über. Lieutenant, T'Plas, die Partnerin von T'Val richtete sich erschöpft auf und sagte zu Katic.

"Vergeben Sie mir, Commander. Aber ich komme aus dem Wissenschaftslabor 3. Ein Plasmafeuer breitet sich aus und droht aud die Energieleitungen über zugreifen. Wenn nicht gehandelt wird, so wird in fünf komma sieben zwei Minuten das ganze Energienetz ausfallen ..."

Weiter kam T'Plas nicht. Die june Vulkanierin wurde bleich und viel bewußtlos um.

"Falls Harris nicht innerhalb von "eins-komma-zwei" Minuten die Lage im Maschinenraum in den Griff bekommt, dann macht das auch nichts mehr", knurrte Taren in Richtung der bewusstlosen Vulkanierin. Dann konzentrierte er sich wieder auf seine eingeschränkt arbeitenden Instrumente, bereit zu handeln, falls Harris doch noch Erfolg haben sollte.

Als Lieutenant Ynarea Tohan die Bodenluke zur Brücke aufstieß, hörte sie bereits die aufgeregten Stimmen ihrer Kollegen. Sie konnte die Stimme des andorianischen TAC indentifizieren und atmete vor Erleichterung tief durch. Der Andorianer gehörte zu ihren engsten Freunden an Bord der Estrella del Alba und sie hätte es nicht ertragen ihn zu verlieren. Anscheinend war etwas im Gange. Sie hörte die Worte, Maschinenraum, Torpedo, Asteroid und konnte sich keinen Reim darauf machen. Sie rechnete schon mit einem Angriff einer unbekannten Macht. Sie fasste sich ein Herz und stieg auf das Deck und kam direkt hinter der taktischen Station, zusammen mit P'Lor zum stehen. Dieser erfasste sofort die Lage und kümmerte sich um etwaige Verletzte, während sie im Kommandobereich die eine verhüllte Leiche erspähte und schluckte. Das musste der Skipper sein.

Tohan räusperte, fasste sich und machte somit auf sich aufmerksam. Sie ging streng nach Protokoll vor.
"Lieutenant Tohan, meldet sich zur Stelle und erwartet Befehle." rief sie über die Brücke.

Tarens Kopf ruckte herum.
Zwar kam er mit Lieutenant Tohan bestens zurecht, aber manchmal reizte ihn ihre Art zu einer spitzen Bemerkung - wie in genau diesem Moment. "Yni, wie eine Bombe einzuschlagen hast du wirklich drauf, das muss dir der Neid lassen!" Seine Antennen bewegten sich schnell zur Seite und wieder nach oben. Etwas leiser raunte er dann: "Schön, dass Dir nichts passiert ist."
Dann konzentrierte er sich auch schon wieder auf seine Instrumente. Noch etwa eine Minute...

Yni lächelte schelmisch.
"Hab ich dich erschreckt, Blaumann? Und ich dachte, du hättest Nerven, wie Drahtseile." sagte sie flaxend und schaute dem taktischen Offizier über die Schulter, während er versuchte, einen Torpedo auf einen Asteroidenbrocken zu feuern.
"Wo ist der Captain? Was ist eigentlich passiert und wie kann ich helfen? Ich könnte dir helfen, die manuelle Zielerfassung zu kalibrieren. Zwei Paar Augen sehen mehr als nur eines."

"Danke, Yni, du könntest..."
Weiter kam der Andorianer nicht, denn schon im nächsten Moment lief eine erneute Erschütterung durch das Schiff, und ließ es nach Rechts driften.
Ynarea Tohan verlor kurz den Halt und wurde gegen den Andorianer gedrückt. Taren schaffte es, trotz seiner Anspannung, zu lächeln und schob die Frau mit sanftem Griff, von sich, bevor er wieder zum Hauptschirm blickte.
Der Asteroid, wanderte nun schneller über den Bildschirm, und Cer´Zydar Taren erkannte im selben Augenblick, dass das Schicksal dem Schiff einen Brocken vor den Bug geschmissen haben musste.
Offensichtlich hat sich das Universum doch nicht gegen mich verschworen, dachte Taren und handelte, ohne zu zögern.
Noch bevor Ynarea etwas sagen konnte, hatte der Andorianer seinen Finger auf die Sensortaste zum Abfeuern des Torpedos bewegt. Im nächsten Augenblick erschien der grellrote Torpedo auf dem Hauptschirm, und Taren verfolgte gebannt, wie der Torpedo auf den riesigen Felsbrocken zu jagte. Gleich darauf traf er den Asteroiden, beinahe genau im Zentrum, und der Felsbrocken zerriss in einer grellen Explosion.
Einige dumpfe Schläge zeigten an, dass mehrere Trümmerstücke die Schiffshülle getroffen hatten. Allerdings waren diese zu klein, um ernsthafte Beschädigungen zu verursachen. Mit einem triumphierenden Leuchten in den Augen blickte er zu Ynarea, und war für einen kurzen Moment versucht, sie an sich zu drücken. Aber der Moment verging, ohne dass er etwas derartiges tat.
Sie verstanden sich. Sie waren möglicherweise sogar so etwas, wie Freunde - mehr jedoch nicht.
Ein Zirpen von seiner Konsole lenkte ihn von diesen Gedankengängen ab. Hastig rekallibrierte er die Nahbereichscanner und seine Euphorie schwand.

***

Alexander_Maclean

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« Antwort #5 am: 22.03.11, 14:39 »
Deck 19 - Korridor

Richard hatte sich in Richtung Frachtraum begeben, weil es von dort einen direkten senkrechten Schacht zum Maschinenraum gab. Doch es versperrte ihn ein brandschott den weiteren Weg. Und davor die beiden Kadetten aus der wissenschaftlichen Abteilung, die Tellariten Hohl und Gral.

"Die beiden haben mir gerade noch gefehlt.", dachte der Sicherheitschef. Er wusste aus diversen Berichten seiner Leute dass die beiden nicht gut miteinander auskamen, es war zwar noch nie zu Handgreiflichkeiten, aber das war wohl nur eine Frage derzeit. Zumindest nach der Meinung von Claude Decartes. Der aus Poitiers stammende Kadett, absolvierte wie zwei weitere Offiziersanwärter sein Praktikum beim Sicherheitsdienst und kannte die beiden Streithähne.

Aber Richard konnte jede Hilfe gebrauchen die er bekommen konnte. und wenn die beiden es wagen sollten, sich in seiner Gegenwart zu zoffen, würde er ihnen den Kopf waschen.

"Kadetten.", rief er die beiden in seinen Kasernenton an. Sofort standen die beiden stramm.
"Sie kommen mit mir mit zum Maschinenraum."

Dann drehte er sich auf den Absatz herum und suchte die nächste Einstiegsluke.

Gral folgte zusammen mit Hohl dem Offizier, obwol dieser nicht einmal danach gefragt hatte was so eben geschehen war, gehorte der übewiegende Gehorsam zu seien etwas positiveren Eigenschaften. Dennoch konnte er nicht umhin Meldung zu machen.

"Sir, ich muss ihnen mitteilen, das unser Heck soeben von einem Asteroiden getroffen wurde. Die Notfallschotts haben sich überall auf den Decks über und unter uns gesengt. Es war auch ein Druckverlust auszumachen!"

Richard drehte sich um: "Danke Kadett." Er hatte nicht geahnt, dass der zweite Treffer so schlimm gewesen war.

Der Sicherheitschef überlegte was sich auf Deck 19 im Heckbereich. Der Mann wurde schlagartig blasser als ihm kalr wurde, dass auch die Antimaterietanks dort lagen, der Arbeitsbereich seiner Frau. Als Antimaterietechniker war sie die direkte Leiterin der technischen Gruppe, die sich um diese wichtige, wenn auch hochgefährliche Komponente der Energieversorgung kümmerte.

Beinahe reflexartig ging seine linke Hand zum Kommunikator doch nur 5 Zentimeter davor stoppte er das sinnlose Unterfangen.
Sie wird dort nichts zu tun gehabt haben, bei dem ganzen Chaos auf den Schiff.", redete er sich ein.

Laut bemerkte er: "Dann werden wir einen kleinen Umweg machen müssen. Hoffentlich wurde der Maschinenraum nicht getroffen."

Mittlerweile war die Gruppe bei einem Jeffriesröhrenzugang angekommen. Der Sicherheitschef öffnet das Schott und erklärte: "Sie folgen mir. Achten sie aber darauf, wo sie hintreten oder greifen. Und jetzt Beeilung."

Sie hasteten dem Offizier hinter her, der zu Grals Verdruß ein sehr hohes Tempo angeschlagen hatte. Der mann flog geradezu die Leiter der Jeffriesröhre hinab. Das Sicherheitsschott zum nächsten Deck war schon in Sichtweite, als über ihnen eine Explosion erfolgte. Irgend etwas hatte hatte das innerer einer Kühlmittelleitung nach Außengedreht und nun sickerte die giftig grüne Substanz, die jegliches organische Material zersetzen konnte in die enge Jeffriesröhre ein. Ein Albtraum hatte für Gral begonnen.

Richard unterdrückte nur knapp einen Fluch. "Q will mich strafen. Dabei habe ich ihm gar nix getan."

Kühlplasma war wirklich das allerletzte was er in der Situation gebrauchen könnte. es waren zwar nur ein paar Tropfen, aber das Zeug war sehr ätzender. Wenn Gral dem weiter ausgesetzt war, würde er er bald ein paar hässliche Wunden haben.

Er stellte seine Füße auf den Rand des Querschotts, dass die Leiter abdeckte und drückte den Öffnungsknopf. da die Luken immer mit Notenergie versorgt wurden, glitten die beiden Metallplatten beiseite.

Richaerd sprang durch die enge öffnunt eine ebene tiefer, verletzte sich dabei etwas am Ohr.
"Kommen sie alleine herunter oder brauchen sie Hilfe?"

"Nun mach schon Fettsack!", donnerte Hohl in die Röhre.
Gral, der im Schweiße seines Angesichts die grüne Brühe immer näher kommen sah, mach die Augen zu und ließ sich fallen.
Mit dem enormen Gewicht eines durchschnittlichen Tellariten plumste er dem Offizier vor die Füße.

"Sir, ich muß ihnen Mitteilen, dass wir auf Deck 19 ein Kühlmittelleck haben!", sagte Gral stoisch während er aufstand.

Richard schloss das Schott über der Gruppe, damit das Kühlplasma ihnen vorerst nicht folgen konnten.

Dann trat er ganz nahe an Hohl heran: und flüsterte: "Noch so ein Kommentar, Kadett und sie dürfen, sobald wir wieder aus dieser Misere heraus sind, das nächste Schiffe nach Hause nehmen. Und ihrer Familie erklären, warum sie von der Akademie geflogen sind. Ich bin mir durchaus bewusst, das dieses Beleidigen zu ihrer Kultur gehören. Aber dafür ist jetzt keine Zeit."
Er machte eine kurze Pause und fügte dann hinzu: "Habe ich mich da klar und deutlich ausgedrückt, Kadett?"

Hohl nickte.

Der Sicherheitschef nickte Gral zu: "Das ist mir auch aufgefallen, Mr. Gral."
Dann quetschte er sich an den beiden Tellariten vorbei und öffnete das Schott eines Querganges. "So den Gang noch, dann sind wir auf Deck 21. Also meine Herren."

***

Deck 20-23 Hauptmaschinenraum

Lieutenant Phillip von Oestrow, der an einer der Überwachungsstationen stand fluchte innerlich und lief zu der Stelle an der Commander Astrid arbeitete.

"Sir, die wenigen internen Sensoren die noch funktionieren zeigen, an dass wir auf Deck 2, 18, 19 und 20 ein Plasmafeuer haben. Das Heck wurde offenbar durch einen Einschlag teilweise abgerissen. Wir haben die hinteren Torpedos verloren, der hintere Frachtraum und die Antimaterielagerstätte. Das Schiff taumelt wie ein tiberianischer Brontosaurier in der Paarungszeit. Wenn wir die Druckbeschleunigung ausnutzen wollen, dann würde ich respektvoll vorschlagen, dass wir zunächst das Taumeln beenden, damit wir nicht unkontrolliert driften!", erklärte Oestrow der das Gespräch seiner Vorgesetzten verfolgt hatte.

Astrid schaute hektisch zwischen den ganzen Displays vor ihrer Nase, das Feuer das neben ihr immer noch Kommando Station 1
verzehrte machte die Sache auch nicht einfacher. Ihre jungen schlanken Hände zuckten über den Konsolen, sie hatte sich anscheinend
die linke Hand leicht verbrannt. Schien es aber entweder gut zu ignorieren oder hat es noch nicht mitbekommen.

"Alles ist bereit Cully!", sie nahm sich immer mal wieder die Freiheit ihren Vorgesetzten so zu nennen, ob es ihn nun passte oder
nicht. "Alle tragen Masken und sind gewarnt, ich habe mir die Freiheit genommen einige Gitterroste vor die offenen Jeffreys Tuben zu stellen.
So kann die Luft raus ohne dass wir aus versehen einen Crewmen verlieren".

Sie pausierte kurz, ihr schlanker Körper schien gegen die Hitze zu rebbelieren, zumindet glaubte sie das. Sie ahtte ihre
fast bodenlangen blauen haare welche in einen Zopf zusammen waren schon mehrfar um sichs elbst gewickelt damit diese nicht
in Flammen aufgehen.

"...Ich beuge mich ihren Urteil Cully, solange ioch nicht die Verantwortung tragen muss", sagte sie schonf ast scherzen,
"allerdings muss ich Lieutnant Oestrow zustimmen dass diese Sahce ein Tanz mit den Teufel wird.
Ich werde versuchen von hier aus die Notsteuerung zu aktivieren und mit den RCS Maneuverdüsen die Lady zu stabilisieren,
ich weill ja nciht was die Brücke gerade macht, aber wir müssen wohl damit rechten dass alle oberhalb Deck 2 tot sind".

Ihre trotz ihrer 74 Jahre Lebendszeit jugendliche scharfe Augen streiften Oestrows Blick für einige Sekunden.
Spätestens jetztw ar offensichtlich dass sie die Sache sehr ernst nahm. Auch wenn ihre Sprache manchmal zweideutig zu sein schien.

Oestrow hatte ein flaues Gefühl im Magen. Was geschah, wenn man von der Brücke aus etwas gleichzeitig unternahm.

"Ma'am, was ist wenn die Brücke in diesem Moment etwas unternimmt. Sollten wir nicht wenigstens versuchen mit dem Captain Kontakt aufzunehmen?"

"Ich halte sie nicht auf wenn sie zur Brücke sprinten wollen", gab Astrid kühl aber doch freundlicher zurück.
"Alle Kommunikationsleitungen zwischen Sekundärhülle und Untertasse sind gekappt, ich weiß nicht was da oben vor sich geht
und kann da nicht mal hinauf morsen. Seit der Maschinenraum und alle primären Systeme ebenfalls offline sind vermute
ich dass der Hals des Schiffes wohl gewaltig in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Anders kann ich mir diesen Totalausfall nicht erklären".

Sie zuckte mit den Schultern, während sie fieberhaft versuchte die manuellen Kontrollsysteme zumindest schon mal in Bereitschaft
zu bringen.

"Ich kenne den Excelsior II Typ nur ein gezielter durchgehender Schlag durch den Hals könnte das hier anrichten".
Sie hob beide Arme und deutete damit auf die Umgebung.

***
Portfolio
Projekt "One Year a Crew" Status: Konzept 100% Schreiben 28,26% Grafisches 0% Erscheinjahr 2022


TrekMan

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« Antwort #6 am: 22.03.11, 14:42 »
Deck 1- Brücke

Die Frau nickte dem Andorianer zu. Marmeladenrohprodukt, ein seltsamen Humor hatte dieser Typ. Schmunzeln, oder gar Lachen konnte sie nicht darüber. Vielleicht später.
„Er wird es schon rechtzeitig schaffen.“ nickte sie ihm zu.

Leicht nervös ging sie im Hinteren Teil der Brücke auf und ab. Als ihr Tiab wieder ins Blickfeld kam, lies sich diesmal aber kein schmunzeln verkneifen. Sie steuerte ihn an. So wie er aussah, benötigte er ein wenig Aufmunterung. Als Lejla ihn erreichte, legte sie ihre Hand auf seine Schulter. Zum Glück war das Blut in der zwischen zeit getrocknet, wobei das bei seiner Uniform auch keinen Unterschied mehr machte.

"Sie machen das gut, Lieutenant." sagte sie ihm.

„Vielen Dank, Commander."

Lejla beugte sich etwas vor um genauer zu sehen was er da machte. Sofort fing Tiab an zu erklären, "Ich versuche die zentralen Stellen des LCARS wiederherzustellen und zumindest die Kommunikationsknoten an Bord wieder ans Laufen zu bekommen. Dabei stellen sich die Schäden als sehr schwierig zu umgehen heraus. Die Leitungen zum Zentralcomputer sind teils abgeschaltet worden, um Zerstörung zu vermeiden. Ich habe sie größten Teils wieder hochgefahren und ich denke, wenn ich einen speziellen Notfall-Code, den ich bis gerade entwickelt habe, anwenden kann, sollten wir in der Lage sein, die Kommunikation wiederherzustellen."

Klang alles logisch. Besonders die Bord interne Kommunikation war wichtig. Sie musste wissen wie es auf dem Rest des Schiffes aussah.

Commander Katic nickte ihm zu, „Machen Sie es so.“

Fast Zeitgleich holperte eine Junge Vulkanierin auf die Brücke. Ihr zustand sah kritisch aus, auch für eine Vulkanierin, die deutlich mehr aushielten als Menschen. Ihre Ausführung klang nicht gerade gut. Aber Taren hatte recht, wenn die Notenergie für diesen Zeit anspringen sollte, würde das Plamsafeuer gelöscht werden. Jetzt könne man sowieso nichts unternehmen.

Sie wollte gerade etwas sagen, als ein weiterer ruck durch das Schiff ging. Alle hielten sich irgendwo fest. Fast wäre Lejla hingefallen, da sie von der nächst besten Möglichkeit sich fest zu halten, entfernt war.
Das ganze fühlte sich nicht wie ein Treffer an, irgendwo wurde entlüftet.
'Hoffentlich kontrolliert und kein Hüllenbruch.' schoss es ihr sofort durch den Kopf.

Doch all das hinderte nicht den Andorianer seinen Torpedo abzufeuern.

Tausende kleiner Steinchen regneten auf die Hülle, das leichte Klopfen war auf dem ganzen Schiff zu hören.

Doch trotz allem war das Schiff immernoch im Asteroidenfeld. Sie musste hier raus, oder schnell Hilfe holen.
Lejla stolperte auf die Taktische Konsole zu und blickte auf die Anzeigen. Man hatte nun etwas Zeit gewonnen, zum überleben reichte es aber nicht. Es musste schon ein Wunder her oder die Notenergie.

„Gut gemacht.“ sagte Lejla und klopfte dem Andorianer leicht auf die Schulter. Wie auch bei Tiab so auch bei ihm war das ein sehr seltenes vorkommen. Meist lobte die Frau mit Wörtern, „Körperkontakt“ gab es selten. Einige empfanden dies sogar als negativ, stattdessen ist es ein Tick bei ihr, so wenig die Person berühren wie möglich. Bekannte oder Freunde bekamen auch keine Freundschaftliche Umarmung. Kam ihr jemand näher, machte sie einen Schritt zurück.

„Wissen Sie wie weit Commander Harris mit der Shuttlekommunikation ist? Wenn überhaupt?“ fragte sie Taren.

***

Deck 20-23 Vor der Tür zum Hauptmaschinenraum

Es war eine wahre Wohltat aus der engen Jeffriesröhre zu klettern und den Rest auf einen Korridor zu gehen. doch da stellte Richard und seinen Begleitern ein neues Problem. Direkt vor dem Maschinenraum hatte sich ein schwereres Sicherheitsschott geschlossen.
"Ich habe es geahnt Sir.", bemerkte Gral keuchend.

Der Sicherheitschef sah sich um und entdeckte an ein Wandpanel das Aufflackern der LCARS Oberfläche. "Offenbar scheinen in dem Bereich die Computer zu laufen.", überlegte er laut. "Vermutlich nur das Sekundärsystem aber wenigstens etwas. "

Er trat an die Konsole heran: "Computer."
"In Bereitschaft.", lautete die etwas verzögerte Antwort.
"öffne das Sicherheitsschott 21 - Beta - 17.", ordnete Rick an.
"Befehl nicht ausführbar."

Richard unterdrückte einen Fluch. "Ich hätte heute echt im Bett liegen bleiben sollen."
dann wandte er sich dem Computer zu. "Begründung."
"Notfallverschluss aktiviert durch Lt. Cmdr. Rory Culloden McPherson."
"Computer, überbrücke Notfallverschluss. Autorisation Harris Delta-6-2-7-7-Theta-1-rot"
"Befehl nicht ausführbar. Autorisation nicht gültig. Stufe 9 zum überbrücken erforderlich."

Richard schlug mit der Faust gegen die Wand: "Kann mal bitte heute was nach Plan laufen."
Er schaltete das Panel ab.
"Eine Frage, warum müssen wir in den Maschinenraum, Sir.", fragte Gral.
"Weil das der einzige Ort, wo es noch möglich sein könnte, dass wir das Schiff stabilisieren, bevor wir mit dem Asteroiden sonst kollidieren. Wenn es uns aber gelingt, den Bug auf den Asteroiden auszurichten kann Lt. Taran die zwei Torpedos abfeuern, die er und ich manuell geladen haben und den Felsen damit zerstören."

"Wir kollidieren mit einen Asteroiden. UND DAS SAGEN SIE UNS ERST JETZT?"
Richard sah in Hohls Augen Panik aufflackern. "Was haben sie gedacht, warum ich mit Warp neun durch die Jeffriesröhren hetze. Und jetzt reißen sie sich zusammen."

"Wie viel Zeit bleibt uns noch?", fragte Gral.
"Ein paar Minuten.", erklärte Richard. "Vielleicht acht oder neun. Der Umweg wegen der Schotts hat uns zeit gekostet."

"Haben sie die Schäden am Heck mit eingerechnet, Sir.", fragte Gral.
"Worauf wollen sie hinaus, Kadett."
"Nun, es gab da einen großen Hüllenbruch..." mehr musste der tellaritische Kadett nicht sagen.

Denn Richard verstand. "Die Dekompression hat wie ein primitiver Rücktoßantrieb gewirkt."

Der aus der Welt Alpha Centauri stammende Mann fluchte nicht häufig. Zumindest nicht laut. Aber nun entfuhr ihn ein Wort, dass er mal vor Jahren von einen Nausikaner gehört hatte, der beim Domjot verloren hatte.
"Das ändert alles."
"WIR SIND TOT.", heulte Hohl auf.
"Noch sind wir es nicht, Kadett.", fuhr Richard ihn im Kasernenton an. "Und wir werden uns jetzt anstrengen und uns was einfallen lassen. Das ist ein Befehl."

***

Deck 1 – Brücke

"Wenn Sie wollen, können Sie ihn das selbst fragen," sprang der Kommunikationsoffizier bolianischen Ursprungs ein. "Die Kommunikatoren sollten wieder laufen, allerdings," sein Ton wurde nahezu warnend, "sind nur die nötigsten Kommunikationsknoten wieder errichtet. Jegliche Überlastung kann fatale Folgen haben. Es ist ähnlich wie mit Handy-Netzen im 21. Jahrhundert der Erde oder Kamida-Kommunikatoren auf Aduak III im 23. Jahrhundert, wenn ich mich nicht irre." In solchen Situationen zahlt es sich eben aus, Historie der Kommunikation belegt zu haben. Er wiederholte noch mal kurz: "Nur das nötigste per Kommunikator!"

Als er in den Blicken der anderen Anwesenhenden Verständnis reifen sah, arbeitete Tiab an der Konsole weiter. Noch immer ohne Oberteil, begann er zu frösteln. Offenbar nahm ein Unteroffizier im Range eines Crewman das wahr und holte aus dem zertrümmerten Bereischaftsraum einige Westen und Uniformteile des Captain. Eine der Westen reichte er Tiab, welche dieser dankend annahm. Der Crewman verteilte Kleidung an alle, deren Uniformen keine Wärme mehr herzugeben vermochten und nahm sich selbst eine Hose als Ersatz der Fetzen, die er selbst noch trug.

"So. LCARS Menu System ist wieder hergestellt." Dann erhob sich der übergewichtige Bolianer von der Sitzmöglichkeit hinter der Kommunikationskonsole und entfernte sich einige Schritte von ihr. Er stolperte über herumliegenden Schutt und landete im verwaisten Kommandostuhl. Da sein Knöchel verstaucht schien, machte er auch keine Anstalten sich zu erheben, sondern besah erst einmal den Fuß. Besorgt kamen einige der anderen Offiziere an, um zu sehen, was er in besagtem Stuhl mache. Die Commander und der Andorianer wussten jedoch, dass es wesentlichere Probleme gab. Dazu zählte es, das gerade wiedergewonnene Kommunikationsnetz mitsamt zugehöriger Knoten nicht zu überlasten. Größte Sorge der temporären Kommandantin war, dass alle, die selbst herausfinden würden, dass die Kommunikator wieder betriebsfähig sind, sofort diese benutzen würden.

"Können wir den Gebrauch der Kommunikatoren irgendwie einschränken?" Tiab antwortete: "Wir können sie abschalten, für bestimmte Personen, Rangstufen, Posten, Abteilungen. Wie sie es wünschen. Soll ich etwas derartiges veranlassen? Wenn ja, sollten sie dies jetzt beorden. Es wird eine Weile dauern, dies zu veranlassen."

Der Andorianer blickte kurz von Yni zu Katic, die ihn nun beide flankierten. "Der Kurswechsel treibt das Schiff auf einen Bereich mit mindestens sieben großen Brocken zu. Außerdem hat uns die Entlüftung beschleunigt, so dass ein Zusammenstoß fatal für die ESTRELLA wäre. Und diesmal würde ein Torpedo nicht ausreichen."
Der Blick des Andorianers nahm einen besorgten Zug an, als er Katic direkt anblickte.
"Offen gestanden: Lieutenant-Commander Harris hätte sich längst über die Notfrequenz eines der Shuttles melden müssen. Offenbar hat es auf dem Weg zum Hangar Schwierigkeiten gegeben."

Schon öfters hatte Tiab bewiesen das er einen flinken Vertand besaß. Das die Interne Kommunkation wieder funktionierte war ein Segen. Das es aber nur eingeschränkt war, störte nicht.
Die Frau blickte sich nach dem Bolioner um und fand ihm im Stuhl des Captain. Der anblick zauberte ein dezentes Schmunzeln in ihr Gesicht.

"Können wir den Gebrauch der Kommunikatoren irgendwie einschränken?" Tiab antwortete: "Wir können sie abschalten, für bestimmte Personen, Rangstufen, Posten, Abteilungen. Wie sie es wünschen. Soll ich etwas derartiges veranlassen? Wenn ja, sollten sie dies jetzt beorden. Es wird eine Weile dauern, dies zu veranlassen."
„Vorerst nur für das Führungspersonal, am wichtigsten erstmal Lieutenant Commander Harris, danach Lieutenant Commander McPherson.“

Die Kommunikation zum Maschinenraum war schon fast das wichtigste.
Der Bolianer erhob sich wieder und stolperte auf seine Konsole zu, fing sofort an die Einstellungen zu übernehmen.
Derweil wand sich Lejla Taren wieder zu, sein besorgter Blick sprach Bände.
„Ich sollte wohl ab heute mit dem Beten anfangen, was?“

Vielleicht half ja wirklich nurnoch beten.

Doch dann meldete sich Tiab wieder, „Kommunikation umgestellt, Sie können.“

Lejla richtete sich wieder und nickte lächelnd dem Bolianer zu, tippte anschließend ihren Kommunikator an und legte los, „Rick, Katic hier. Ich brauche einen Statusbericht wie weit du mit der Kommunikation nach draußen sind. Kannst du mich hören?“
und wartete nun auf Antwort....

***

Deck 20-23 Hauptmaschinenraum

"Wenn Sie es als Notwendig erachten, melde ich mich freiwillig, um auf die Brücke zu gehen, Ma'am. Aber Sie müssten dann die Verriegelung des Hauptzuganges aufheben", erklärte Oestrow.

"Okay, ich öffne jetzt die Luftschleusen",  dröhnte es aus ihrem Kommunikator, und fünf Sekunden später entstand ein unglaublicher Sog im Maschinenraum. Der Triebwerkeffekt war auch deutlich spürbar.
Ein Ruck ging durchs ganze Schiff und die Crew wurde überall an die Wände gedrückt.

Astrid wollte Oestrow gerade erklären warum dies keine gute Idee sei als der Tanz begann, durch die geöffneten Frachttore
jagte die Atmosphäre aus dem Frachtraum, zusammen mit Materialien, Kisten und Geräten. Der offene Jeffrejsröhrenzugang
zum Maschienenraum liess auch hier die Atmosphäre entweichen udn das Feuer erlichen. All das spielte sich in wenigen Sekunden ab als dann schlussendlich Vakuum im Raum vorherrschte.

"So, jetzt müssen wir nur noch warten bis Cully die Tore wieder zu hat und dannach alle Sicherheitstüren wieder öffnen um wieder
Luft in die Bude zu lassen", sagte Astrid ruhig durch ihre Maske welche eine Kom-Verbindung mit ihre Kommunikator und den
des Personals in ihrer Nähe hatte, da ohne Atmosphäre Geräusche und Stimmen sich nicht Ausbreiten konnten.
Sie merkte bereits wie ihr kalt wurde und hoffte das Cully die Tore schnell wieder schloss.
Denn im Vakuum zu schwimmen war nun wirklich nicht angenehm ohne Raumanzug. Wenn auch überlebbar wenn es nicht länger als einige Minuten war.

Lieutenant Oestrow wurde von den Schuhen gerissen. Unsanft landete er am Fuß einer Konsole, auf der anderen Seite des Raumes. Er krallte sich an dem Pult fest. Das Display in seinem Blickfeld zeigte die Rotation des Schiffes an.

"Commander Astrid, das Schiff rotiert nun schneller. Wir müssen das unbedingt ausgleichen, sonst wird sich das innere Rahmenwerk verziehen. Ich glaube kaum, das Ihnen der Chief des S.C.E. (Starfleet Coprs of Engineers) verzeiht, wenn Sie aus einem Schiff einen Brummkreisel machen. Außerdem sprechen die Massedetektoren nun auf eine große Masse an. Zeit bis zum Zusammenstoß noch keine Minute!"

***

Deck 20-23 Vor der Tür zum Hauptmaschinenraum

"JETZT LANGT ES ABER.", brüllte Rick, als er zum dritten Mal gegen eine Wand donnerte.
"Ich bin doch Flummyball."

"ICH WILL NOCH NICHT STERBEN.", jaulte Hohl.

"Wir werden nichts sterben. es hat gerade geklungen, als wären Torpedos abgefeuert wurden.", erwiderte Gral.

"Sie haben ein gutes Gehör, Kadett", lobte der Sicherheitschef. Er stand auf und putzte sich die Uniform ab.
"Hoffentlich geht bald das Schott auf."

***

Deck 20-23 Hauptmaschinenraum

Astrid rannte zu Oestrow als sie schließlich vernahm was er sagte, als sie ankam war die große Masse auf den Detektoren
allerdings auch schon wieder weg. "Sieht so aus als ob das Problem sich soeben aufgelöst hat..."

Sie half ihm auf die Beine, "...Der Raumrahmen hält das bisschen Bewegung schon aus, auch ohne SIF Energie"

Die junge Tolkien wand sich um, sprintete zu der Jeffreis Luke zum Frachtraum und schloss diese manuell, als dies geschehen war sprintete sie
auch schon zum Haupttor des Decks zum Maschinenraum.
"Zeit die Luft wieder rein zu lassen bevor ich hier erfriere, sonst kriegen wir die Reserve Reaktoren nie ans laufen.

Ihre zarten Finger flogen geschwind über die Konsole neben der Türe, und nur eine Minute später sprang die Türe einen spalt auf.
Worauf für weitere Sekunden wieder ein enormer Windzug aufkam als sich der Hauptmaschinenraum wieder begann mit
Atmosphäre zu füllen.

Oestrow schaute auf das Display.
"In der Tat, Ma'am. Aber die Lateralen Sensorenanordnung scheint etwas abbekommen zu haben und die Plasmafeuer können sonst was gefährden. Soll ich mich darum kümmern?"

Das Interkom knackte kurz und die besorgte Stimme der Stellvertretenden Kommandantin erreichte Rick, „Rick, Katic hier. Ich brauche einen Statusbericht wie weit du mit der Kommunikation nach draußen bist. Kannst du mich hören?“

Die Deckenbeleuchtung begann zu flackern und Oestrow schaute auf eine Anzeige.

"Commander Astrid, wir haben Schwankungen im Plasmanetzwerk. Die Brände könnte es destabilisieren, Ma'am!"

***

Deck 1 – Brücke


"Commander, ich denke nicht das, dies unsere oberste Priorität sein sollte", sagte plötzklich eine Stimme.
Lieutenant T'Plas war wieder aufgewacht und saß an eine rauchende Konsole angelecht, während nsie sich mit der linken Hand ein Stück ihrer Uniform an die Schläfe presse, aus der Blut sickerte.

"Im Plasmalabor war bis vorwenigen Minuten eien Inbetriebnahme im Gange. Man wollte die neue Steuerung der Plasmasimmulationskabine an das Netz ansschließen. Das hat wohl zu einem Unfall geführt und zu dem Schiffsweiten Systemversagen. Auf Grund der Schäden und der Bedrohung durch das Plasmafeuer auf Deck zwei, wäre es nur logisch, wenn wir jetzt die vorhandenen Kräfte darauf fokussieren würden, unsere Energieversorung aufrecht zu erhalten."

Wie zur Bestätigung begann plötzlich die Deckenbeleuchtung zu flackern und an einigen Stationen fielen Bildschirme aus.

„Hies es nicht, das die Systeme im Labor Tausendfach gesichert wären?“ fragte Lejla erstaunt.
Allerdings vielen die Systeme aus und dann konnte sich das Plasma ungehindert verbreiten. Für den Unfall und der damit zusammenhängenden Situation des Schiffes hatte das Plasmalabor keine Schuld. An der Zerstörung des Schiffes aber sehr wohl.
„Wir können kein Plasmafeuer löschen, wenn die Notsysteme nicht funktionieren. Mann müsste das Notentlüftungssystem manuell auslösen.“
Sie sah zu Yni und Taren, „Gehen Sie runter und versuchen sie die Notentlüftung. Wenn die Notsysteme vor ihnen wieder anspringen, melde ich mich sofort.“

"Es ist nur logisch anzunehmen, dass jemand einen Fehler gemacht hat, da in der Tat die Sicherheitssystem dies verhindern sollten. Das ist sicher eine Aufgabe für unseren Sicherheitsoffizier, im Nachgang heraus zu finden was geschehen ist", erwiderte T'Plas. "Aber ich stimme dem Versuch zu, eine Basis zu kontaktieren. Es ist nur logisch, wenn wir Hilfe von Außerhalb anfordern!"

"ich arbeite noch dran.", drang die verzerrt klingende Stimme des Sicherheitschefs durchs Interkom. "Aber hier unten sieht es übel aus. Mir liegen Berichte vor, dass wir die hinteren Sektionen auf Deck 19 verloren haben. Und es ist auch wenig hilfreich, dass ich alle paar Minuten gegen irgendeine Wand geschleudert werde."
Er machte eine kurze pause: "Ich melde mich, wenn ich im Shuttlehangar bin."

"Na, wenigstens geht da unten was weiter",knurrte der Andorianer und wandte sich zu Yni. "Komm mit, bevor das Schiff unter deinem hübschen Hintern abbrennt."
Im gehen wandte er sich nochmal zu Katic um, wobei sich seine Antennen schnell zur Seite bewegten und wieder aufrichteten.
"Wenn Sie schon beten, dann beten Sie zur weißen Kreatur der Transzendenz - die hört wenigstens hin und wieder zu..." Sich einen Augenblick lang über Katic´s verblüfften Gesichtsausdruck amüsierend, verließ er zusammen mit Yni die Brücke.

***

ulimann644

  • Gast
Antw:RPG - ZUSAMMENFASSUNGEN
« Antwort #7 am: 22.03.11, 16:25 »
    Deck 20-23 - Hauptmaschinenraum

    Als sich das Schott einen Spalt öffnete, reagierte Richard sofort. Erstellte sich neben die eine Seite und griff in den Spalt hinein. „Gral, nehmen sie die andere Seite, wir schieben das Schott auf.“
    Der Tellarit reagierte prompt und gemeinsam schoben die beiden Männer das Schott auf, dass sie durchkonnten.
    Kaum das sie fertig waren, drang auch schon der Ruf von Commander Katic durch das Interkom. Er hatte nicht die übliche Qualität.  Aber er war verständlich.
    "Ich arbeite noch dran.", erklärte Rick ihr und hoffte dass seine Nachricht auch ankam. "Aber hier unten sieht es übel aus. Mir liegen Berichte vor, dass wir die hinteren Sektionen auf Deck 19 verloren haben. Und es ist auch wenig hilfreich, dass ich alle paar Minuten gegen irgendeine Wand geschleudert werde."
    Er machte eine kurze Pause: "Ich melde mich, wenn ich im Shuttlehangar bin."
    Richard trat dann zu Hohl, der eine fötale Stellung eingenommen hatte und leise vor sich hin jammernd, am Boden lag. „Stehen sie auf Kadett, es gibt noch eine Menge zu tun.“
    „Ich kann nicht.“, jammerte der junge Tellarit.
    Da platzte Richard der Geduldsfaden.  Er griff an Hohls Uniformkragen und zerrte den Tellariten in die Senkrechte und fauchte: „Sie bewegen jetzt ihren Arsch wann ich es sagen und wohin ich es Ihnen sage. Wir stecken hier ziemlich im Targmist und ich habe keine Zeit einen verwöhnten Balg das Näschen zu pudern. Also reißen sie sich zusammen und verhalten sie sich so, wie es sich für einen Kadetten der Sternenflottenakademie gebührt.“
    Er ließ den jungen Mann los. „Und jetzt will ich von Ihnen nur noch ein ‚ja,Sir.‘ oder konstruktive Vorschläge hören.“
    Eingeschüchtert nickte Hohl: „Ja, Sir.“

    Richard entspannte sich ein wenig. „Gut sie beide gehen jetzt zum Shuttlehangar und sehen nach, ob noch eines der Shuttles lauffähig ist. Setzen sie dann einen allgemeinen Notruf ab und beten sie, dass uns hier jemand hört. Zumindest jemand der uns nicht wegbomben will.“
    „Was machen sie, Sir.“, fragte Gral.
    „Ich gehe in den Maschinenraum und frage, wie es dort aussieht. Dann komme ich nach. Und jetzt los.“

    "Ja, Sir", erwiderte Gral und machte sich zur Shuttlerampe auf.

    Richard sah Hohl durchdringend an und knurrte: "Los, sie sollten mitgehen."

    Hohl schaute den Offizier wie vom Blitz getroffen an: "Äh .... Ja ... Sir" und rannte Gral hinter her.

    Richard sah den beiden Kadetten hinterher. Hohl machte ihm wirklich sorgen.

    Natürlich war die aktuelle Situation etwas, was während des Praxishalbjahres nicht alltäglich war, dennoch sollten Kadetten auch mit so etwas zurecht kommen.
    Und Gral zeigte ja auch, dass es halbwegs ging, auch wenn der Sicherheitschef vermutete, dass er sich nur mit Disziplin aufrecht hielt.

    Doch die beiden mussten warten.

    Er trat in den Maschinenraum und rief: "Lagebericht!"

    ***

    Astrid blickte hinüber zu Oestrow, mehr verstört als recht. "Tun sie mir einen Gefallen und versuchen sie die Plasmaleitungen die
    zu dem Feuer gehen zu isolieren. Ich versuche in der Zwischenzeit die Plasmaventile der Flushevents an den Warpnacellen Pylonen
    in Betrieb zu bekommen, wenn alles schief läuft dann müssen wir eben durch diesen Weg alles an Plasma in den Weltraum blasen"

    Innerlich begann sie sich schon Sorgen zu machen warum Cully sich so lange nicht meldete, allerdings war dies für ihn nicht
    wirklich ungewöhnlich, er wusste schon immer sich zu helfen, gepasst hatte es ihr trozdem nicht, sie wäre schon lange nach ihm
    schauen gegangen hätte sie hier nciht alle Hände voll. Wenne s eins gab was eine Tolkien absolut nicht vertragen konnte dann
    war es Stress.

    Tolkiens waren weitas weniger aggresiv als Menschen sogar, waren emotional aber auch weitals empfindlicher. Die Sache nagte
    an ihr, aber sie liess sich ncihts anmerken, das Schiff war wichtiger. Solange niemand sie anschreit würde sie schon nicht zusammenklappen.

    Oestrow nickte der Frau freundlich zu, die trotz der sich anbahnenden Katastrophe ihre Gelassenheit nicht verlor.
    "Ich werde es Versuchen. Ma'am. Aber die Plasmavetile auf Deck 2 scheinen blockiert zu sein. Sie stehen offen und rühren sich nicht. Offenbar hat es im Verteilernetz eine Überlastung gegeben. Das ganze Deck könnte explodieren, wen wir das einströhmende Plasma aus den Hauptleitungen nicht abführen. Vielleicht hat es ja, mit dem Schaden unterhalb von Deck sieben zu tun, den sie ansprachen. Im Übergang zwischen Promärrumpf und Sekundärrumpf scheint nichts mehr auf die Kontrolleingaben zu funktunieren. Wenn alle Stricke reißen, müssen wir die Luftschleusen auf Deck 2 öffnen und das Schiff in dem Bereich entlüften, das könnte eine Menge Opfer geben!"

    Astrid schloss ihre Augen bei diesen Gedanken, es würde entweder viele Opfer geben oder wenige, je nach dem wie sie sich entscheidet. Plasmafeuer waren Kriminell, Zeit war also wahrscheinlich knapp.

    "Versuchen sie Deck 2 als ganzes vom EPS Netzwerk zu kappen, dann werden die dort zwar keinen Strom mehr haben das Feuer aber auch keine Nahrung mehr"

    "Was ist wenn sich dort ein Hüllenbruck befindet? Kraftfelder funktionieren nicht ohne Strom"

    Astrid seufzte, "Besser als die halbe Untertassensektion zu verlieren...", ihre Stimme war lau, schwach.
    Sie wollte keiene Cremen in den Tod schicken, allerdings gab es von irher Seite aus keine Alternativen.
    Laut Computerdaten war alles im Labor im roten Bereich, das Ganze Areal könnte jederzeit explodieren und die Decks
    1 2 und 3 komplett zerstören.

    Genau in dem Moment kam Cully aus der Jefferies-Röhre gekrochen. Er war völlig aus der Facon - die Uniform halb zerfetzt.

    "Na hören Sie mal, was ist denn das für eine Begrüßung?" scherzte er. "Wenigstens haben Sie mir ein Gastgeschenk mitgebracht. Wenn die zwei -" er winkte mit seinem Kopf in Richtung Kadetten "- etwas zu tun suchen, können sie sich im Fusionsreaktorraum nützlich machen."

    Astrid michte sich prompt ein, ohne ihren Blick von der Konsole ab zu wenden, ihre stimme war formell aber trotzdem
    Tolkien typisch beruhigend, auch wenn sie selbst weit entfernt davon war.

    "Warpkern Offline, Impulse und Reservereaktoren offline, wir sind auf Batterien, das Feuer auf Deck2 ist ausser Kontrolle.
    Das gesamte Areal ist im roten Bereich, Teile des Rahmenwerkes beginnen bereits zu schmelzen.
    Da die lokalen Ventile nicht arbeiten habe ich Oestrow den Auftrag gegeben Deck 2 komplett vom EPS Netz zu nehmen.
    Solte das scheitern kann cih ommer noch durch die Warppylonen alles an Plasma in den Weltraum blasen.

    Ihre Hände bewegten sich nicht mehr mit der gewohnten Ruhe über die Konsolen.

    Richard wollte etwas zu McPherson sagen, wurde aber von Astrid unterbrochen.

    Was er hörte fand er sehr beunruhigend. Ein Plasmafeuer auf Deck 2? Auf den deck hatte er sein quartier. dort befanden sich vermutlich auch seine Töchter, beaufsichtigt von Crewmen Eliza Crown.

    Richard war alarmiert. Er tippte auf seinen Kommunikator: "Harris an Katic. Commander, was wissen sie über ein Plasmafeuer auf Deck 2. Lieutenant Kreutzer meint, sie müsste eine Notentlüftung des Decks durchführen."

    "Ja, eines der Labore steht in Flammen. EIn Team ist unterwegs die Situation zu lösen." antwortete Lejla über das Intercom.


    "Wer ist denn unterwegs?", fragte Richard nach. "Kann ich eventuell mit den betreffenden reden."

    ***

    Deck 2 – Plasmalabor


    Lieutenant McDougal lag unter den Überresten der neuen Steuerungsanlage für die Plasma-Simulationskammer, die sie erst vor wenigen Stunden in Betrieb genommen hatten. Das Gehäuse lastete schwer auf seinem Brustkasten. Das Atmen fiel ihm schwer, aber er spürte seine Beine noch, was ihn zumindest beruhigte. Alles war gut verlaufen, bis es zu einem hellen Lichtblitz kam. Nichts hatte auf den Unfall hingedeutet, kein Alarm keine Anzeige alles lief Normal bis auf den Blitz.
    Er hatte vergeblich versucht sich zu befreien. Selbst das zerfetzte Rohr einer Kühlleitung konnte, dass er aus den Trümmern fischen konnte, hatte ihm nicht als Hebel dienen können. Er hatte ihn auch schon als Signalgerät missbraucht, was zwar nichts an seiner Situation änderte, ihm aber half seine Frustration abzubauen. Angst hatte ihn erfasst und das war ein Gefühl, das McDougal nicht kannte. Zum ersten Mal in seinem Leben war er wirklich hilflos.
    Der Raum war stickig und durch den Qualm konnte man kaum noch was sehen. Wenn das so weiter ginge wurde sich eine Kohlenmonoxidansammlung am Boden bilden und ihn schnell aus seinen Leiden befreien. Er hatte sich nach dem Team ungesehen. Andeutungsweise hatte er die Überreste ihres Technikers Johnson gesehen. Offenbar hatte ihn die Detonation voll getroffen. Sein Freund T'Val lag regungslos nur wenige Meter links von ihm. Auch von hier konnte er die dunkelgrüne Blutlache erkennen, die sich um den Kopf des Vulkaniers gebildet hatte. Eigentlich hätte irgendwo hinter ihm Yeoman Martinelli liegen müssen. Er hatte an einem Arbeitsplatz gesessen und die Inbetriebnahme protokolliert. Entweder Martinelli, lag in einem toten Winkel oder dem jungen Mann war es gelungen das Labor zu verlassen und Hilfe zu holen.
    Um seine eigene Panik im Angesicht der Brände die in diesem Raum herrschten zu besänftigen, stellte sich McDougal vor, das Martinelli jetzt in diesem  Augenblick in der Krankenstation war, mit der hübschen Ärztin flirtete und inzwischen ein Rettungsteam unterwegs war, um ihm zu helfen.
    Der Verzweiflung nah, hämmerte er erneut auf den Boden und rief: "Hilfe, Kann mich jemand hören? Ich bin im Plasmalabor eingeklemmt!"

    Als Talen und "Yni" Deck 2 erreichten empfing sie ein Chaos aus Rauch und Trümmern. Beide begannen zu husten, und Ynis Augen tränten schon nach kurzer Zeit. Sie blickte den Andorianer fragend an, als dieser plötzlich verharrte, ihren Unterarm ergriff und fragte: "Hast du das eben auch gehört?"

    McDougal kämpfte mit der wachsenden Panik. Noch nie in seinem Leben war er in einer solchen schier aussichtslosen Situation gewesen. Frustriert stemmte er erneut das Rohr unter die Konsole, die seinen Bauch und Hüfte blockierte. Er zog so fest er konnte an dem Rohr, aber er bekam keine Hebelkraft übersetzt.

    Wieder rief er erneut: "Hilfe. Kann mich den Niemand hören? Ich bin im Plasmalabor!"

    Es zischte plötzlich über ihm in der Decke. Er blickte nach oben und sah wir sich das Plasmafeuer genau über ihm durch die die Verblendung fraß.  Ein Teil eines Lüftungsgitters, das durch die Hitze geschmolzen war, löste sich und landete unsanft auf einem linken Unterarm.

    Er brüllte vor Schmerz, als sich die Haut durch die Hitze zusammenzog und Blasen. Es war als hätte man ihm ein Messer hineingesteckt und ein Peiniger würde nun darin herumrühren wie in einem Brotteig.


    "Helft mir doch!", rief er verzweifelt. "Ich bin eingeklemmt!"

    Dann brach über ihm der Rest der Decke zusammen.


    "Arghhhh…"

    ***

TrekMan

  • Gast
Antw:RPG - ZUSAMMENFASSUNGEN
« Antwort #8 am: 22.03.11, 16:38 »
Deck 2 – Jeffriesröhre zum Plasmalabor

Die engen Wartungtunnel der Jeffries-Röhe AA23 waren mit dem Medikit nicht gerade leicht zu durchqueren.
Amelie hatte trotz ihrer schlanken Statur und ihres nicht besonders großen Körpers sichtlich Mühe, voranzukommen.
Sie stieß die Tasche ein bis zwei Meter nach vorn und robbte anschließend hinterher.
Sobald sie die erste Verbindungskreuzung erreichte, würde es sicherlich einfacher werden. Von dort aus ging es nach links und dann über eine Leiter ein Deck höher.

Glücklichweise war der Weg also nicht allzuweit.
Als sie die Leiter erreicht hatte, schulterte sie das Medikit und machte sich daran, die Leiter nach oben zu klettern.
Hoffentlich war die Zugangsluke zum Labor nicht blockiert.


"Hilfe! Hört mich jemand? Ich bin eingeklemmt! Hier brennt es! Ahhhrg .... " Konnte es McDougal, im Sciencelab 2 sein?

Plötzlich krachte es unterhalb des teams in der Jeffriesröhre. Brennend heiße Splitter flogen wie Schrapnelle durch den Tunnel. In der Nähe des Einstiegs hatte sich ein Plasmafeuer durch die Wand gefressen und begann nach Oben zu steigen.

Der Weg zurück war versperrt.


Amelie ging hinter ihrer Tasche in Deckung als die Metallsplitter durch den Tunnel rasten.
Eines der Schrapnelle riss ihr die Uniform am Arm auf, ein weiteres am Knie, doch glücklicherweise fing die Tasche die meisten Geschosse auf, so dass sie nicht ernsthaft verletzt wurde.

"Hilfe ist unterwegs. Wo genau sind sie?"
Amelie hatte Schwierigkeiten, einzuordnen, aus welcher Richtung die Rufe kamen.
Die heiße Luft erschwerte auch ihr das Atmen, aber glücklicherweise hielt der Tunnel die Hitze - noch - von ihr fern.

Dennoch musste sie schnell den engen Schacht verlassen, ansonsten saß auch sie in der Falle.
Sie versuchte an ihren Tricorder zu gelangen. Möglicherweise konnte sie so das Lebenszeichen der Person orten, die Hilfe benötigte.

Wieder war ein dumpfen Klopfen war zu hören.

"Hilfe! Ich bin im Wissenschaftslabor 2. Ich bin eingeklemmt! Es ..... Ahhhrg .... "

Das Physiklabor.
Wenn es da brannte, konnte bei einer Explosion die halbe Sektion hochgehen.
Amelie kroch um die nächste Ecke, dort müsste sich eine Zugangslucke befinden.

Da sie jeodoch die genaue Lage des Brandherdes nicht kannte, konnte es beim Öffnen der Luke zu einem Flashover kommen und solange die Notfallkraftfelder nicht arbeiteten, bestand damit auch für sie selbst höchste Gefahr.
Als sie die Luke erreicht hatte, war diese auch bereits so heiß, dass die Ärztin das Metall kaum berühren konnte.

"Begeben sie sich soweit wie möglich vom Feuer weg und bleiben sie in Bodennähe!" rief sie durch die Decke.

Im schlimmsten Falle könnte die Struktur des Bodens der Röhre durch die Hitze instabil werden.

Irgendwo in den Metallgedärmen des leidenden Schiffes platze ein wietere Leitung. Die Jeffriesröhre tat ihr weiteres das Geräusch in ein markerschütterndes wimmern zu übersetzen. Der Brand am Zugang des Schotts wurde größer, ein großer Brockjen der Wand flog quer duirch die Röhre uind schlug ein Lochj in die gegenüberliegende Wand. Die Beleuichtung flackerte, Flunken flogen deckten die Gruppe ein, dann gab es ein elektrischen jammern, das den Tot der beleuchtung flankierte und schließlich war die Röhre so Dunkel, wie der Südpol eines saurianischen Mastrodons. Hinzu kam wieder der markerschütternde fast gurgelnde Hilferuf.

"Hilfe! Es brennt! Arhhhgrg !"

Doch nach wenigen Sekunden blinzelte in der Nähe der Gruppe eine einzige Notleuchte in der Dunkelheit.

Es blieben Amelie jetzt nur zwei Möglichkeiten:
Entweder es gelang ihr, das verletzte Besatzungsmitglied in die Jeffries-Röhre zu holen, was aber in Anbetracht ihrer eigenen Statur fast unmöglich war; oder sie betrat das Labor selbst, um dort einen Ausgang zu suchen.
Wenn dem jedoch nicht so war, saßen sie beide in der Falle.

***

Deck 2 – Plasmalabor

Amelie wusste nicht, ob es außerhalb des Labors ebenfalls brannte.
Aber der einzige Weg, dem Mann zu helfen, war, ebenfalls den Raum zu betreten, auch wenn dann der Rückweg durch die Jeffries-Röhren unmöglich war.

Hoffentlich war die Tür zum Labor nicht blockiert oder der manuelle Auslöser zerstört.
Sie warf das Medikit nach unten und hangelte sich anschließend selbst hinunter, darauf achtend, nicht zu nahe an das Plasmafeuer zu geraten.

Noch hatte sie gar nicht darüber nachgedacht, wie sie dem Mann helfen wollte, aber im Moment spielte das keine Rolle.
Im selben Moment krachte die Decke über dem Raum zusammen.
Ein zur Seite gekipptes Regal fing glücklicherweise die Deckenplatte auf, sonst wäre auch sie selbst eingeklemmt worden.

"Crewman, keine Panik!"
Amelie stieß das heruntergefallene Lüftungsgitter mit einem Tritt nach unten.
Auch wenn das heiße Material dem Mann dadurch weitere Verletzungen zufügte, so war es besser, als würde es dort liegen bleiben und ihm weiter die Haut versengen.

"Danke Doc!", erwiderter Lieutenant McDougal, erleichtert das hübsche Gesicht der exotischen Bordärztin zu sehen. "Sie müssen mir helfen. Die Konsole hat mich eingeklemmt. Sie müssen versuchen sie anzuheben, damit ich heraus kann. Wenn Sie es nicht schaffen, dann holen Sie Hilfe."

Yni nickte nur, weil ihr der beißende Rauch den Atem nahm.
"Das kam von dort drüben!", krächzte der Andorianer heiser. "Verdammt, wir werden sicherlich leicht gegrillt, wenn wir versuchen hin zu gelangen."
Er wandte sich wieder zu der jungen Frau. Bist du bereit?
Sie nickte und hustete gleich darauf.
Taren nahm Yni bei der Hand und rannte mit ihr, so schnell er konnte, an den Flammen vorbei zum Schott, hinter dem er den Verletzten vermutete. Von drinnen drangen Stimmen, durch einen kleinen Spalt im Schott zu ihm. Offensichtlich war der Verletzte nicht mehr allein. Schnell öffnete er das Wandpanel, hinter dem zwei Notgriffe vorhanden waren, um das Schott, nach dem Entriegeln, manuell öffnen zu können. Er drückte einen der Griffe Yni in die Hand.
Nachdem beide ihren Griff an der jeweiligen Schotthälfte befestigt hatten, nickte der Andorianer der Trill zu, und sie stemmten das leicht verzogene Schott zum Labor auf, bis der Spalt groß genug war, sie hindurch zu lassen.
"Wie gut, dass du nicht eins dieser dürren Klappergestelle bist", meinte Taren trocken, und Yni fragte sich, nicht zum ersten Mal, wie der Andorianer, gerade in solchen Situationen, auf derartige Bemerkungen kam. Sie folgte dem Andorianer in das Labor und sah sich um.
Beinahe sofort erblickten beide die Bordärztin, die sich sichtlich erfolglos damit abmühte, eine Konsole vom Bein eines verletzten Offiziers zu wuchten.
"Wir helfen Ihnen Doc!", rief Taren der Ärztin krächzend zu und begab sich, zusammen mit Yni zu der Konsole.
Yni, die einen kurzen Blick mit Cer´Zydar wechselte verstand ihn blind und begab sich auf die andere Seite der Konsole. Dieses gegenseitige Verständnis, auch in anderen Situationen war von Anfang an vorhanden gewesen, weshalb sie sich auch so gut verstanden. Ohne zu zögern, verschaffte sie sich, wie Taren auf der anderen Seite, einen Halt am Rand der Konsole. Zusammen mit dem Andorianer hob sie die Konsole soweit an, dass die Ärztin den Verletzten von der Konsole weg ziehen konnte.

Yni und Taren wuchteten das Trümmerstück in die Höhe und warfen es in eine der Ecken, wo es krachend liegen blieb. Außer Atem schaute die junge Trill den Andorianer an.
"Wir sollten versuchen das Feuer mit einem Plasmalöscher zu löschen. Vielleicht schaffen wir es, es einzudämmen, ohne dass wir entlüften müssen. Wenn der Maschinenraum jetzt auf die Idee kommt, das Lab zu entlüften, sitzen wir hier innerhalb von Sekunden im Vakuum und bei allem Respekt, aber was das angeht, vertraue ich den beiden Klempnern nicht, dass sie da ein Timing hinbekommen." sagte sie besorgt, während sie Ausschau nach einem Löschgerät hielt.
"Wo ist eigentlich das Rettungsteam, das ich von der Krankenstation hierher geschickt habe?"

"Das würde mich auch interessieren", antwortete Taren säuerlich, blickte sich um, und deutete auf ein Wandpanel. "Dort haben wir das Löschgerät. Wenn unsere beiden Zusammenschrauber die Entlüftung betätigen, während wir noch hier sind, dann können die was erleben."

Ynarea nickte.
"Aber durch uns werden sie dann nichts mehr erleben. Wir sind nämlich dann Geschichte." sagte sie und löste den Schutzmechanismus, um das Löschgerät von der Wand zu holen. Sie entsicherte es und richtete die Düse auf das grüne Plasmafeuer. Dann betätigte sie den Auslöser. Nichts geschah.

"Das wollen wir erst mal sehen", grollte der Andorianer, obwohl er natürlich wusste, das Ynarea Recht hatte. Aufgeben war jedoch nicht seine Sache.
Während er seinen Handlöscher entsicherte, beobachtete er die Trill dabei, wie sie die Düse auf das Feuer richtete.
Nichts geschah.
"Was, bei der farblosen Kreatur des Mysteriums, ist mit dem verdammten Ding los?", erkundigte er sich bei Yni, als er ihren vergeblichen Löschversuch bemerkte.

Auch Yni, dachte nicht daran aufzugeben. Das gehörte definitiv nicht zu ihrem Naturell. Sie untersuchte die Düse des Löschers und warf ihn dann frustriert in die Ecke, in der auch der Träger zum Liegen gekommen war. Die Hitze des Plasmafeuers hatte ihr Gerät und unbrauchbar gemacht, indem sich die Düse verzogen hatte.
"Verdammt. So ein Mist. Die Dinger kommen anscheinend von Pakled. Die Düse ist verstopft und verzogen." antwortete sie.

Probehalber aktivierte Taren seinen Löscher. Dieser funktionierte einwandfrei.
"Frauen und Technik", brummelte er dabei, und fing sich dafür einen vernichtenden Blick der Trill ein.

Sie zog ihn in den Korridor, dort hin, wo das Feuer nicht mehr wütete.
McDougal blickte zur Ärztin, die sich über ihn gebeugt hatte und seine tiefe Schnittwunde, die ihm die Konsole in der Bauchdecke zugefügt hatte, versorgte.

"Danke, Doktor und danken Sie auch den Jungs", sagte der junge Mann und bekam einen Hustenkrampf.

Im gleichen Augenblick flog am anderen Ende des Ganges eine weitere Plasmaleitung in die Luft und lies die Decke des Korridors einstürzen. Trümmerteile versperrten Taren und Yni den Rückweg.

Yni stemmte die Fäuste in die Hüften und blickte Taren, der ungerührt den Strahl auf das Feuer richtete, giftig an.
"Hey, dir zeige ich, was Frauen drauf haben." sagte sie, stapfte zum Träger und kramte dahinter ihren Feuerlöscher hervor. Sie nahm einen kurzen Anlauf und warf das Gerät vor einen der ultraheissen Brandherde. Taren schaute sie verwirrt an, während sie ihren Phaser zückte, ihn entsicherte und Einstellungen vornahm.
"Alle Mann in Deckung." sagte sie zwinkernd und richtete die Mündung auf den Löscher. Ein Tastendruck sorgte für einen rotglühenden Strahl, der auf die rote Flasche am Boden zuschoss und diese augeblicklich verdampfte. Das darin enthaltene Löschgas entwich, hüllte das grün lodernde Feuer ein und brachte es zum ersticken. Taren der noch immer mit dem dünnen Strahl aus seiner Düse löschte, fielen vor Staunen fast die Fühler ab, während Yni lässig ihren Phaser hochwarf, ihn am Griff wieder auffing, so tat, als würde sie den Qualm wie bei einem alten Revolver wegpusten und ihn geschickt, wie ein Revolverheld wieder im Holster verstaute.
"Da kannste mal sehen. Ich schieße schneller als mein Schatten, mein Bester. Und du? Biste bald fertig?" neckte sie den Andorianer, der noch immer am löschen war. "Ich meinte, sind sie fertig, Sir?" verbesserte sie sich. Solcherlei Neckereien waren bei den beiden an der Tagesordnung und obwohl Taren den höheren Rang inne hatte, hielt dies Yni nicht von vermeidlichen Respektlosigkeiten ab, die aber nie welche waren. Nur für Außenstehende mochte, dieses Verhalten der beiden etwas befremdlich wirken.

Ein wenig ratlos blickte der Andorianer auf seinen Löscher und drückte ihn schließlich Yni in die Hand.
"Noch so ein paar Bemerkungen, und Sie werden das Schiff allein aufräumen, Lieutenant", spielte der Andorianer ihren Jux mit. "Und zwar das GESAMTE Schiff." Seine Antennen bewegten sich schnell zur Seite und wieder nach oben.
Yni, die diese Bewegung zu deuten wusste, grinste unbekümmert.
In diesem Moment krachte es draußen vor dem Schott, und ein Teil des Rahmens flog in den Raum. Der Andorianer konnte Yni gerade noch an den Schultern zur Seite zerren, so dass das faustgroße Trümmerstück ihre rechte Schläfe nur um zwei Fingerbreit verfehlte.
Während die Trill den Andorianer noch erschrocken anblickte, meinte dieser mit schiefem grinsen: "Ich wollte vermeiden, dass deine Frisur in Unordnung gerät."
Yni überspielte ihren Schrecken, indem sie Taren einen kumpelhaften Schlag vor die Brust versetzte. "Lass mich gefälligst los, du Grobian."
Fast augenblicklich nahm Cer´Zydar seine Hände fort.
Ynarea Tohan wusste auch nicht recht, warum, aber irgendwie hätte, sie ihm dafür am liebsten noch einen Schlag versetzt.
Seine Worte lenkten ihre Gedanken wieder auf naheliegende Probleme "Durch das Schott kommen wir nicht zurück." Er blickte hinauf zur Öffnung in der Decke und fragte dann süffisant: "Wie gut kannst du klettern?"

"Kann mir mal jemand erklären, weshalb hier das halbe Schiff in Flammen steht?", fragte Amelie, während sie sich einen ersten Eindruck der anwesenden Verletzten verschaffte.
"Ich habe bislang keinerlei Meldungen bekommen, weil anscheinend die Kommunikation ausgefallen ist."

Sie strich sich mit der Hand ein paar Strähnen aus dem Gesicht und suchte in dem Chaos aus Trümmern nach ihrem Medikit.
"Ich würde vorschlagen, wir bringen die verletzten Personen schnellstmöglich zur Krankenstation oder zumindest an einen sicheren Ort."

"Warum kann ich Ihnen nicht sagen, Doktor", erklärte McDougal. "Aber es gab plötzlich eine Explosion, als einer der Techniker die Steuerung der neuen Plasma-Experimentierkabiene anschloss. Danach ist alles schwarz, bis ich unter der Konsole erwachte. Haben es noch mehr geschafft, außer mir?"

"Bislang wurden mir keine Verluste berichtet. Und sie waren der einzige, der noch in diesem Raum war.", erklärte Amelie mit sanfter Stimme, auch wenn sie selbst bislang nicht wusste, ob das stimmte. "Ich hoffe, es bleibt auch dabei. Jetzt wäre es ratsam, wenn mir jemand hilft, alle Verletzten aus dieser Sektion zur Krankenstation zu bringen."

Lebt "T'Val noch?", fragte McDougal, der sich an das Bild des zertrümmerten Schädels erinnerte. "Was ist mit Martinelli? Oder T'Plas in Labor 3?"

"Martinelli...", Amelie murmelte den Namen kurz, um sich zu erinnern.
Ja, der gehörte zu der ersten Gruppe von Verletzten, die vorhin die Krankenstation betreten hatten.
"Ja, der müsste noch auf der Krankenstation sein und versorgt werden."

Im selben Moment, kam ihr wieder das Bild von dem Vulkanier ins Gedächtnis, dessen blutüberströmtes Gesicht sie ebenfalls gesehen hatte:
"Was T'Val angeht, so muss ich Ihnen leider mitteilen, dass seine Verletzungen zu schwer waren. Tut mir leid."

Wie war noch der dritte Name?.
Amelie verfluchte sich leise dafür, dass sie es mit Namen nicht so hatte.

"T'Plas, sie ist die Frau von T'Val und arbeitete in Labor 3, als alles verrückt spielte", erklärte McDougal.

"Verdammt!", Amelie war es gewont, in ihrem Beruf auch mitunter mit Verlusten klarzukommen.
Aber sie empfand es immer als äußerst tragisch, wenn diese Verlust auch Hinterbliebende betraf.

"Ich hoffe, die Suchteams finden Sie, aber mir ist sie nicht hier unten begegnet."

***

Deck 20-23 - Hauptmaschinenraum

"Tohan und Taren sind da unten." antwortete Lejla kurz und knapp.

Erleichtert schloss Rick den Komkanal.

Es war sowieso ein Risiko das System so exzessiv zu benutzen. diese Verbindung konnte schnelle zusammenbrechen als sie aufgebaut war.

Aber er war froh dass der taktische Offizier und seine Stellvertreterin an der Sache dran waren. Wenn das jemand in den Griff bekommen konnte, dann die beiden. Und vielleicht dachte auch Yri selber daran, mal in seine Quartier nach den Zwillingen zu sehen. Wobei sich Richard aber sicher war, dass sie im Schutzraum waren, tief im inneren der Diskussektion auf Deck 5.

Er drehte sich nun zu McPherson um und erklärte: "Sorgen sie dafür, dass das Hauptkomsystem läuft. Wir müssen und besser koordinieren. Und das Notfallsystem kann nur von sehr wenigen genutzt werden."
Rick machte eine Pause: "Und wenn sie ohne Befehl von Commander Katic Deck zwei entlüften, entlüfte ich sie persönlich in einer Luftschleuse."

"Wenn sie mich suchen, ich bin in der Shuttlerampe und versuche einen Notruf abzusetzen."

Inmitten der Hektik hatte sich Cully endlich wieder zurechtgefunden. "Lieutenant Kreutzer, kommen Sie bitte mit in den Fusionsreaktorraum. Das sollte jetzt erstmal unsere Hauptpriorität sein, damit wir wenigstens Impuls haben."

„Katic an McPherson.“ kam es durch Cullys Intercom, es war die freundliche aber doch besorgte Stimme von Commander Katic, dem Ersten Offizier. Nicht vom Captain...

Gar nicht erfreut über die plötzliche Unterbrechung antwortete Cully: "Ja, Commander, was gibt es?"

Er wunderte sich, was der erste Offizier von ihm wollte, das nicht auch den Captain interessieren würde.

Erleichtert das er noch am leben war, sprach Lejla weiter, „Wie ist ihr Status, wann können wir im Energie in den Impulstriebwerken rechnen?“

Sicher wusste der Techniker, dass dies Vorrang hatte, das er aber schon dabei war, wusste sie natürlich nicht...

"Ich war gerade mit Lieutenant Kreutzer auf dem Weg dorthin. Noch habe ich mir die Lage noch nicht anschauen können, aber nach der Analyse die hier auf dem Monitor zu sehen ist, würde ich frühestens in einer bis anderthalb Stunden damit rechnen - und damit meine ich eine bis anderthalb, keine Minute weniger." gab Cully teils entmutigt, teils strapaziert zurück.

"Ach ja, und was ist mit dem Captain?"

Das klang weniger gut.
„Wir haben keine Stunde. Das Schiff ist in einem Asteroidenfeld, wir drehen uns um die eigene Achse und bewegen uns dabei auch noch, es dauert nicht lange bis wir irgendwo anecken. Zur Not nehme ich auch die Manöverdüsen, Hauptsache wir können uns irgendwie bewegen.“

Notalls würde man sich mit den Manöverdüsen raus bewegen. Das Schiff bewegte sich, man müsse nur ausweichen...

„Der Captain ist tot.“ fügte die Frau nach einer kurzen Pause hinzu.

All das trug zu Cullys Kopfschmerzen bei, und der Abschluss dazu stach dann ein wie ein Eiszapfen. Er hatte den Captain gerade mal seit einer Woche gekannt, doch er kam ihm wie ein sehr guter Captain und ein noch besserer Mensch vor.

"Verstanden. Die Manövriertriebwerke können wir auch verwenden sobald ich einen der vier Fusionsreaktoren auf halber Kraft laufen habe, das heißt in spätestens zehn Minuten können Sie damit rechnen. Impulsantrieb, Sensoren und Subraumkommunikation kann ich allerdings erst frühestens in der vollen Stunde ans Laufen kriegen."

„Das reicht, danke.“

Damit beendete Lejla die Kommunikation wieder.

***
« Letzte Änderung: 23.03.11, 08:03 by TrekMan »

TrekMan

  • Gast
Antw:U.S.S. ESTRELLA DEL ALBA: EPISODE I
« Antwort #9 am: 22.03.11, 22:48 »
[Nun ich hoffe das wird jetzt nicht als Doppelpost angesehen, denn der letzte Post ist voll und Stunden her. ;)]

Deck 1- Brücke
Die Frau blickte den beiden hinterher ...

Die vulkanische Offizierin hatte sich auf einen der Stühle gesetzt und wurde von Crewman Chambers notdürftig behandelt.

'Schlimmer kann es ja nicht mehr werden.' ging es Lejla durch den Kopf. Wenn erstmal das Plasmafeuer beseitigt war und die Notenergie wieder lief, könnte man hier raus fliegen.

Rick meldete sich.
"Ich arbeite noch dran", erklärte Rick ihr und hoffte dass seine Nachricht auch ankam. "Aber hier unten sieht es übel aus. Mir liegen Berichte vor, dass wir die hinteren Sektionen auf Deck 19 verloren haben. Und es ist auch wenig hilfreich, dass ich alle paar Minuten gegen irgendeine Wand geschleudert werde."
Er machte eine kurze Pause: "Ich melde mich, wenn ich im Shuttlehangar bin."

Zeit den Maschinenraum zu rufen...

"Harris an Katic. Commander, was wissen sie über ein Plasmafeuer auf Deck 2. Lieutenant Kreutzer meint, sie müsste eine Notentlüftung des Decks durchführen."

"Ja, eines der Labore steht in Flammen. Ein Team ist unterwegs die Situation zu lösen." antwortete Lejla.

"Wer ist denn unterwegs?", fragte Richard nach. "Kann ich eventuell mit den betreffenden reden."

"Tohan und Taren sind da unten." antwortete Lejla kurz und knapp.

Sie hatte aufgelegt. Harris würde sich sicherlich Sorgen um seine Familie machen. Aber es war nicht die Zeit, sich darum auch noch zu kümmern.

"Commander, kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?", fragte T'Plas die inzwischen von der Sanitäterin behandelt worden war. Die Vulkanierin war zwar noch immer wackelig auf den Beinen, aber im Sitzen würde es sicher gehen."

„Tiab, Commander McPherson.“ befahl die Stellvertretende Kommandantin dem Kommunikationsoffizier. Dieser nickte und stellte um.

„Katic an McPherson.“ und wartete.

In der zwischen zeit richtete sich die Vulkanierin wieder auf, "Commander, kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?"

Lejla blickte nach rechts über die Schulter und musterte die Vulkanische Frau kurz. Obwohl Vulkanier fast alle gleich wirkten, war trotzdem jeder anders. Vulkanier faszinierten Lejla schon immer unter einem Vulkanischen Kommandant dienen, würde sie aber dann nicht wollen.

Sie richtete ihre gesamte Aufmerksamkeit der Frau, „Die Taktische Konsole ist unbesetzt, halten Sie die Nahbereichsscanner im Auge.“

"Ja, Ma'am", erwiderte T'Plas und setzte sich an die taktische Konsole.

Lejla nickte der Vulkanischen Frau zu und lächelte leicht bezüglich der Moral, um diese oben zu halten. Auch wenn das bei der Emotionslosen Person nichts bringen würde.

"Ja, Commander, was gibt es?" fragte Cully übers Intercom.

Erleichtert das er noch am leben war, sprach Lejla weiter, „Wie ist ihr Status, wann können wir im Energie in den Impulstriebwerken rechnen?“

Sicher wusste der Techniker, dass dies Vorrang hatte, das er aber schon dabei war, wusste sie natürlich nicht...

Die Antwort kam kurz darauf ...

"Ich war gerade mit Lieutenant Kreutzer auf dem Weg dorthin. Noch habe ich mir die Lage noch nicht anschauen können, aber nach der Analyse die hier auf dem Monitor zu sehen ist, würde ich frühestens in einer bis anderthalb Stunden damit rechnen - und damit meine ich eine bis anderthalb, keine Minute weniger." gab Cully teils entmutigt, teils strapaziert zurück, "Ach ja, und was ist mit dem Captain?"

„Wir haben keine Stunde. Das Schiff ist in einem Asteroidenfeld, wir drehen uns um die eigene Achse und bewegen uns dabei auch noch, es dauert nicht lange, bis wir irgendwo anecken. Zur Not nehme ich auch die Manöverdüsen, Hauptsache wir können uns irgendwie bewegen.“

Notalls würde man sich mit den Manöverdüsen raus bewegen. Das Schiff bewegte sich, man müsse nur ausweichen ...

„Der Captain ist tot.“ fügte die Frau nach einer kurzen Pause hinzu.

"Verstanden. Die Manövriertriebwerke können wir auch verwenden sobald ich einen der vier Fusionsreaktoren auf halber Kraft laufen habe, das heißt,  in spätestens zehn Minuten können Sie damit rechnen. Impulsantrieb, Sensoren und Subraumkommunikation kann ich allerdings erst frühestens in der vollen Stunde ans Laufen kriegen."

„Das reicht, danke.“

Damit beendete Lejla die Kommunikation wieder.

Erschöpft blickte sich die Frau um. Jede verfügbare Person hatte wieder einen Platz an dem gearbeitet wurde. Auch wenn kaum etwas funktionierte.

Sie fuhr sich durch Gesicht und Haare, bemerkte das die Frisur immer noch feste saß. 'Captain Janeway konnte sich da was angucken.' bemerkte sie.
Wirklich mitgenommen sah sie auch nicht aus, außer der Wunde an der Schläfe und dem verkrusteten Blut an Händen und teil der Gesichtshälfte. Über eine Dusche würde sie sich jetzt aber trotzdem nicht beschweren.
Sie sah auf die Uhr, nun hieß es warten. Zurzeit war das Schiff auch außerhalb einer Gefahr, irgendwo anzuecken ...

***


Casino - Deck 11

Es hatte gerummst, gekracht gesplittert und die Welt stand Kopf. Jack stand gerade in der Küche und bereitete ein recht ungewöhnliches Mahl mit lebendigen Zutaten, als er plötzlich auf den Boden geschleudert wurde. Töpfe, Pfannen, Messer und Teller landeten klirrend neben ihm. Jack spürte ein heißes Brennen an seinem Kopf und merkte nur, das seine Sicht leicht verschwamm. Er fasste sich an den Kopf und spürte nur etwas warmes. Als er auf seine Hand blickte sah er auf sein eigenes Blut. Benommen rappelte er sich auf und blickte durch die Durchreiche ins Casino. Die Gäste, die eben noch in Gespräche verwickelt waren befanden sich nun fast alle liegend auf dem Boden und rappelten sich ebenso wie er hoch. Der Bartresen und die dahinter befindlichen Flaschen hatten einiges abbekommen. Leise fluchend torkelte Jack zum Computerterminal.

"Kincaid an Brücke! Was um alles in der Welt ist da eben passiert?"

Aber aus dem Kommunikator kam nur die Symphonie Weißen Rauschen in A Mol. "OHMEINGOTT, DIE KOMMUNIKATION FUNKTIONIERT NICHT!!!" rief ein junger Fähnrich panisch. Anscheinend sein erster "Unfall"

Panisch lief er zu Jack und rüttelte an seinen Schultern, "WAS SOLLEN WIR NUN TUN???"

Jack schaute leicht erschrocken zum Fähnrich. Kurz verschwamm sein Blick, doch Sekunden später sah er wieder alles deutlich. Jack legte seine Hand auf die Schulter des Fähnrichs.

"Mein Junge, jetzt beruhigen sie sich erstmal wieder. Ich sehe sie sind von der Medizinischen Abteilung? Was halten sie davon, wenn sie mir jetzt erstmal helfen, das gröbste Chaos hier zu beseitigen?"

Der Fähnrich blinzelte, Jack hatte natürlich recht. Natürlich hatte er das, schließlich konnte der Barkeeper auf mehr Erfahrung zurückgreifen als die meisten anderen in diesem Raum.
„Ja... ja Sie haben recht.“ gab der junge Mann von sich und wendete sich ab.
Wo war Madison wenn man sie brauchte?
Schnell wendete er sich wieder zu Jack, „Was soll ich den tun?“ fragte er, „Achja...“

Sofort lief er zu irgend jemanden und half ihm auf. Mehr schlecht als recht...

Es rummste wieder. Panisch sprang der Fähnrich wieder auf, „OHMEIN GOTT, WIR WERDEN ALLE STERBEN!!!“
Eine Hilfe war er weniger, mit solchen Kommentaren. Beunruhigt schauten ihn die anderen Offiziere an.

Nur ein junger, drahtiger Lieutenant Junior-Grade namens Hirohito Akimoto, der seine japanischen Wurzeln nicht verleugnen konnte, blickte etwas gelassener drein, und erklärte süffisant: "Oh ja - zweifellos werden wir das. Vergessen wurde noch keiner. Aber ich für meinen Teil habe nicht die Absicht, heute schon abzutreten."
Die Worte des Japaners zeigten Wirkung, bei seinen Kameraden.

Jack blickte stirnrunzelnd zu dem Fähnrich und rollte mit den Augen. Wer hatte den bitte freigelassen? Jack ging zu dem Verletzten, über den sich der Fähnrich grade gebeugt hatte, und der jetzt ziemlich ängstlich dreinschaute, blickte zu dem Fähnrich und stieß ihn ein wenig unsanft weg.
 "Am besten gehst du zurück in dein Quartier und bleibst da.....und wenn das hier vorbei ist, wäre es vielleicht am besten für dich, den Dienst in der Flotte zu quitieren, und zurück zu deiner Mami zu rennen! Entweder du nimmst deinen Dienst hier an Bord Ernst oder du stehst mir nicht weiter im Weg rum und verschwindest gefälligst!"

Danach blickte Jack zu dem unbekannten Japaner.

"Sie hören sich so an als hätten sie mehr Mumm in den Knochen! Vielleicht würden sie mir bei der Beseitigung des Chaos hier helfen?"

Akimoto nickte wortlos und kam umgehend näher. Dicht neben Jack stehen bleibend raunte er ihm leise zu: "Vielleicht sollten sie nicht ganz so hart mit dem Ensign ins Gericht gehen. Ein japanisches Sprichwort sagt: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat."
Dabei ließ Akimoto es bewenden und begann mit anzupacken.

Eine Weile später, das beben im Schiff hatte aufgehört, erschien eine Technikerin im Eingang zum Casion. Sie truk einen Werkzeugkasten über der Schulter und sah aus, als hjätte sie in eine Zitrone gebissen.

Crewman Cora Tempelton betrat mit etwas Frust im Bauch das Casino. Ausgerechnet ihr hatte man die Aufgabe gegeben die Plasmaverteiler im Casino zu überprüfen. Überall im Schiff schien der Belzebub Hofstaat zu halte und ausgerechnet ihr hatte man die ruhigste Ecke des ganzen Schiffes gegeben.

Zumindest die Tatsache, dass durch die Erschütterung auch hier einges zu Bruch gegangen war, brachter ihr etwas Linderung.

"Wo ist der Verantwortliche für dieses Bereich?", fragte die junge Frau einen der Leute, die gerade zerbrochene Gläser und Flaschen beiseite räumten.


"Schauen sie sich meine Beine an." antwortete Jack daraufhin zu dem Japaner, zog sein Hosenbein ein wenig hoch und entblöste glänzende Eisenbeine.

"Sehen sie mich etwa weinen oder schreien? Nein.....ich bleibe ruhig und kümmre mich um meinen Job. Solche Kinder sollten nicht in der Flotte dienen....."

Jack stellte einige Tische und Stühle wieder an ihren Platz, half einigen auf dem boden liegenden Leuten auf und half ihnen auf die Stühle als er eine weibliche Stimme hörte, die nach einem Verantwortlichen hier fragte. Er klopfte der Frau, der er gerade geholfen hatte leicht auf die Schulter, und drehte sich zu dem Neuzugang um.

"Na endlich taucht hier mal jemand von der Technik aus. Können sie mir verraten was hier passiert ist? Sie suchen einen Verantwortlichen? Darf ich mich vorstellen...mein Name ist Kincaid..ich bin der Barkeeper und Koch an Bord....und ja ich bin hier verantwortlich...und sie sind?"

"Crewman Tempelton, Chief", erwiderte die junge Frau, der das raubein von Koch auf dem ersten Blick sympatisch war. "An einigen Stellen sind Plasmafeuer ausgebrochen und wir haten eine Havarie mit einem Asteroiden, so wie es scheint. Der Chefingenieur ist volldabei alles notwendige zutun, um das Schiff im einem Stück zu halten, deshalb hat er mich hierher geschickt."

Die Frau stellte ihren Werkzeugkasten auf die Bar und schmunzelte: "Wo soll ich anfangen Chief. Ihre Beine scheinen es nicht notwendig zu haben."

***


Richard erreichte den Hauptzugang zur Shuttlerampe - und entdeckte die beiden Kadetten davor.
"Sollten sie beide nicht drinnen sein und fleißig an Shuttlekontrollen sitzen?"
"Würden wir ja, aber wir kommen nicht rein.", erklärte Gral.

Lt. Cmdr. Harris kontrollierte die Kontrollen und kam zu den selben Ergebnis.
"Das nächste Mal, wenn wir ein Asteroidenfeld untersuchen, nehme ich Claire und die Kinder und wir machen Urlaub auf Bajor.", dachte er, genervt von den ganzen Problemen.

"Wir gehen durch die Jeffriesröhren zur Kontrollstation der Rampe.", entschied Richard.
"Na toll, noch mehr Röhren.", murmelte Gral.
"Das habe ich gehört. Aber ich werde langsamer machen."

"Ich denke ich kann Ihnen helfen, Commander!", erklärte Philip von Oestrow. Als designierter Werkmeister des Schiffes waren die Shuttles schließlich seine Babies.

Richard drehte sich zu den Lieutenant um, der ihm gefolgt war.
"Erstmal stellen wir fest, warum wir nicht in den Hangar kommen. Aber ihre Hilfe ist sehr willkommen, Mr. von Oestrow."

"Ich dachte mir schon, dass Sie Probleme bekommen. Der Hüllenbruch hat die Notversiegelung des Hangars ausgelöst. Wenn Sie mich vorbei lassen, es gibt eine Möglichkeit das System zu überbrücken. Ich habe bereits geprüft, ob es Probleme mit der Atmosphäre gibt. Shuttlekapsel 2 sollte startbereit sein!"
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"ich glaube nicht das wir so lange die Luft anhalten können um zur Shuttlekapsel zu kommen.", erklärte Lieutenant Commander Harris. Seine Vermutungen waren in eine ähnliche Richtung gegangen, weswegen er ja sehen wollte, wie schlimm der Schaden war.
"Nicht jeder von uns trägt so eine Atemschutzmaske wie sie, Lieutenant.

Außerdem...", der Sicherheitschef deutete mit den Kopf auf die beiden Kadetten. "passen wir nicht alle in die Kapsel. Und erschwerend kommt hinzu, dass die Subraumsender der Kapsel nicht die nötige Leistung haben um den Notruf abzusetzen."
Er dachte nach: "Haben wir etwas größeres im Reparaturhangar stehen? Es muss nicht fliegen können. Aber das Komsystem sollte funktionieren."

Oestrow zog die Atemmaske über den Kopf und antwortete: "Die Werft ist abgeschottet und steht unter Druck. Wir können durch den Zugang auf Deck 26 gehen. Meine Jungs räumen dort gerade auf. Wir haben ein Transportshuttles in der Wartung, da werden allerdings die Energiesysteme ausgetauscht. Aber Bei Shuttle 2, dessen Impulstriebwerk überprüft werden sollen, sollte die Kommunikationsanlage funktionieren. Aber um Senden zu können, müssen Sie zumindest die Werft verlassen. Da die externen Sender des Schiffes nicht funktionieren, wirkt gerade die Werft, wie ein faradayscher Käfig, auf die Subraumsignale. Das ist ein passives Sicherheitssystem, das bei einer Störung an einem Shuttle verhindern soll, dass Signale aus dem Schiff nach Außen dringen. Ich denke es genügt, wenn wir das Shuittle mit dem Lift auf das Landedeck verfrachten."

"ich hoffe doch, dass die Werft noch unter Druck steht. Ihr Vorschlag klingt gut. Shuttle 2 ist eins unserer neuen Beiboote vom Typ 12. Die haben einen leistungsfähigen Subraumsender."

Dann sah er die beiden Kadetten an: "Okay, sie beide gehen zum Kontrollraum. Von dort aus müssten sie sehen, wenn Mr. Oestrow und ich im Shuttle sind. Sie fahren dann die Landeplattform hoch." Er musterte Gral und Hohl ernst: "Bekommen sie beide das hin?"

Gral wurde puder Rot im Gesicht und musste seinen Zorn untersrücken. Wäre er auf seiner heimatwelt gewesen und sein Vorgesetzter wäre ein Tellarit, so hätt es nun eine saftige Tirade an Beschimpfungen gegeben, die entsprechend erwiderte worde wäre. Menschen vermochte das aber nicht zu verstehen und deshalb war jeder Tellarit, der mit Nict-Tellariten zu tun hatte angehalten sich den interkulturellen Gepflogenheiten zu unterwerfen. Gral verstand das, die Ausbildung an der Akademie hatte dabei beigetragen, dennoch vermisse er häufig einen genüsslichen Streit.

"Wir werden das bestimmt, schaffen Commander", erwiderte Gral gepresst und machte sich mit Hohl davon.

Richard sah den beiden überrascht hinterher. Er hatte so eine Ahnung was Gral beschäftigte. Auf der Honshu hatte er als Ensign mit einen Tellariten das Zwei - Mann - Quartier geteilt. Damals waren eigentlich täglich die Fetzen geflogen.

Als Richard dann aber befördert wurde hatte Norg bedauert, dass sein Zimmergenosse auszog. "mit ihnen kann man so schön streiten, Rick. Ist fast wie zu Hause."
Norg starb später, als die Honshu von den Jem'Hadar zerstört wurde. Aber Richard war immer sehr dankbar gewesen, für diesen Einblick in die Kultur der Tellariten. Dieses Wissen hatte ihn mehr als einmal aus der patsche geholfen.

Dennoch war der Sicherheitschef froh, dass Gral soviel Einsicht besaß, dass ein Streit jetzt zu viel Zeit kosten würden. Es war zwar nicht ganz so kritisch wie auf den Weg zum Maschinenraum, aber dennoch war für eien zünftigen Streit nicht der passende Moment.

Er wandte sich an seinen Begleiter: "Gehen wir, Lieutenant."

"Aye, Sir!", erwiderte Oestrow und als Erster die Leiter in der Jeffriesröhre, die sie nach Deck 26 bringen sollte.

***

Deck 26 - Shuttlewerft

Mit einem leichten ächtzten schoben sich die Türhälten des "Hintereinganges"  der Shuttlewerft auseinander. In der Weft sah es aus als wäre eine Bombe ein geschlagen. In einer Ecke stand eine Shuttlekapsel, die von einem Träger zertrümmert woren war. Gegenüber dem Eingang lagen zwei Wartungsbuchten in denen man mit dem Werkzeug anscheinend Boole gespielt hatte, so verstreut lag alles herum. Im Zentrum des Raumes befand sich ein Lift auf dem Shuttleschuiffe aus der Werft nach oben zum Landedeck gebracht werden konnten und wieder zurück. Mitten darauf stand Shuttleshiff 2, auf dessen Außenhülle zwei Crewman herumliefen und kleinere Trümmer beseitigten. Ein Blick zur Dekce bestätigte, dass der Einschlag auch hier Wirklung geseigt hatte. Das Tragwerk hatte einen solchheftigen Stoß abbekommen das sich einge Träger bogen hatten und sich dadurch der gesamten Deckenverkleidung entledigten. Eine zwischenverspannung war gebrochen uind auf die bemitleidenswerte Shuttlekapsel gestürzt.

Oestrow der nur Kopfschüttelnd dem jämmerlichen Anblick kommentieren konnte sagte zu Richards: "Verzeihen Sie die Unordnung, aber wir waren leider Austragungsort einer interstellaren Fußballmeisterschaft. Wie man sieht haben wir Eins zu Null verloren und die Gäste das Interieure vernichtet."


...

Fortsetzung folgt ...

« Letzte Änderung: 23.03.11, 08:45 by TrekMan »

Fleetadmiral J.J. Belar

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Antw:U.S.S. ESTRELLA DEL ALBA: EPISODE I
« Antwort #10 am: 23.03.11, 01:51 »
In so einem Fall kann man das durchaus genehmigen. Da liegen deutlich mehr als 3 Stunden dazwischen und wenn der Post voll ist, gibts ja keinen anderen Weg.
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- Si vis pacem para bellum -

RPG Charakter: - Lieutenant Ynarea Tohan / Stellvertr. Sicherheitschef -

 

 

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