Autor Thema: Oddys Fantasy Projekt  (Gelesen 3048 mal)

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Oddys

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Oddys Fantasy Projekt
« am: 29.05.11, 09:56 »
Wie ich im Dawn of Destiny Thread bereits gesagt habe, hat sich meine Priorität auf etwas anderes verlagert. Diese Projekt möchte ich hier vorstellen.

Worum geht es???
Die Geschichte spielt auf dem Kontinent Parvan auf einer Welt mit drei Monden. Auf diesem Kontinent leben fünf Völker die Elfen, die Zwerge, das Meervolk (keine Meerjungfrauen; eher eine humanoide Spezies die an das Leben im und am Meer angepasst ist), die Geschuppten (ein Volk von Echsen das in Stämmen lebt) und die Menschen (wobei die bei mir einen anderen Namen bekommen). Im Gegensatz zum häufigen Gut gegen Böse Schema wird es bei dieser Geschichte um die Völker derren Antrieb, Kriege und Leben gehen. Die Geschuppten zum Beispiel stammen aus den Wüsten im Norden und dringen in das reich der Menschen auf der Suche nach Nahrung ein. Die Zwerge hingegen drangen in die Wälder der Elfen im Süden auf der Suche nach Erzen ein die sie auch fanden seit dem herrscht ein Konflikt da die Elfen die sich in ihrem Reich bedroht fühlten die Expedition angriffen. Als eine Expedition erneut in das Reich der Elfen eindringt wird in der folge Thronfolger der Zwerge getötet, dies führt zu einem Krieg zwischen Elfen und Zwergen. Zwischen den Menschen und dem Meervolk herrscht ebenfalls seit langen ein Konflikt, dieser eskaliert als ein neuer Menschenkönig den Thron besteigt und versucht das Meervolk auszulöschen. Als diese sich jedoch aus die Inseln zurückziehen befiehlt der König den Bau einer Flotte. Die einzigen Wälder, die die dafür notwendigen Bäume besitzen sind jedoch die Wälder der Elfen als die Menschen beginnen die Bäume zu fällen entbrennt ebenfalls ein Konflikt. Daraus resultierend gibt es in jedem Volk eine Person bzw. mehrer Personen die direkt an der Handlung beteilligt sind.

Die Hauptpersonen:
Marganus
Sohn eines loyalen Fürsten der nach dem Sturz des alten Königs versucht diesen zurück auf den Thron zu helfen, dies Misslingt jedoch und er stirbtin der Schlacht. Seine Mutter flieht zusammen mit einem getreuen in die Wälder der Elfen zu dennen sie Kontakt pflegen da ihr Fürstentum direkt an die Wälder grenzt.

Lyrielle
Tochter der Elfenkönigin und Freundin von Marganus.

Gendagon
Ein Zwergenweiser und Querdenker, der mit seinen Ansichten bei den anderen Zwergen aneckt.

Hydolynn (kurz Lynn)
Eine Meerfrau die bei einem Angriff auf ihr Dorf ihre Familie verliert.

Zagasssen
Ein Geschuppter der den Häuptling seines Stammes wird nachdem er im Kampf alle anderen Anwärter besiegt.

Lena
Tochter des alten Königs die von einer Dienerin gerettet wurde. Sie arbeitet in einem Freudenhaus und wird zur persönlichen Mätresse des Königs.

Es gibt noch einige mehr, aber das sind die wichtigsten.

Besonderheiten:
In dieser Welt gehört jedes Volk bis auf die Menschen einem Element an. Können aber ein Zweitelement haben.

Die Elfen sind mit der Luft verbunden, können aber ebfalls über Erde oder Wasser verfügen. Das Feuer ist ihnen eigentlich verschlossen, aber...

Die Zwerge sind die Hüter der Erde können aber auch über Feuer oder Wasser verfügen.

Die Geschuppten sind die Bewahrer des Feuers bei ihnen treten Mischelemente nur extrem Selten auf können aber über alle Elemente verfügen.

Das Meervolk sind die Kinder des Wasser, aber auch die Erde und der Wind sind ihnen nicht fremd.

Jedes der Völker ist ebenfalls mit einem magischen Lebewesen verbunden die jeweils zwei Elementen angehören.
Die Elfen sind mit den Einhörnern verbunden. (Luft und Erde)
Die Zwerge mit den Drachen. (Erde und Feuer)
Die Geschuppten mit der Hydra. (Feuer und Wasser)
Das Meervolk ist mit den Leviathanen verbunden, einer walartigen Spezies. (Wasser und Erde)

Des weiteren gibt es noch den Phönix (Luft und Feuer) und die Chimera (Erde und Wasser).

Derzeit existieren bereits der Prolog den ich momentan nocheinmal überarbeite und dann posten werde und das erste Kapitel welches ich aber Teilen werde.

Generell wird jedes Kapitel aus der Sicht einer der Figuren ähnlich wie bei "Das Lied von Eis und Feuer" oder "Die Saga der sieben Sonnen" geschrieben sein. Einigen werde da vielleicht Ähnlichkeiten auffallen, die Grundidee hatte ich aber bevor ich "Das Lied von Eis und Feuer" überhaupt angefangen habe zu lesen. Die Bücher haben mich nur bestärkt dieses Projekt fortzusetzen.

Wer Fragen, Anregungen oder Kritik hat kann sie gern posten. Werde es falls es nicht zuviele Spoiler enthalten wird beantworten, einbauen falls es in das Konzept passt oder beherzigen.
« Letzte Änderung: 11.06.11, 06:55 by Oddys »

Fleetadmiral J.J. Belar

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #1 am: 29.05.11, 11:45 »
Das klingt aber interessant.
Ich erkenne auch ein paar Paralellen zu Age of Wonders - Shadow Magic (einem ziemlich alten Spiel)
Die Story an und für sich klingt ebenfalls gut, vorallem weil es mal nicht, wie in vielen Fantasy Romanen um Gut und Böse geht, sondern jedes Volk versucht, zu überleben und sich daraus eben Konflikte an verschiedenen Fronten entwickeln. Ich werde das Projekt auf jeden Fall weiter verfolgen.

Gruß
J.J.
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ulimann644

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #2 am: 29.05.11, 11:54 »
Ein wenig schade finde ich, dass hier die eingefahrenen Strukturen verwendet werden, was die Fremdvölker angeht. Ein Fantasy-Projekt bietet die Möglichkeit einmal von Zwergen und Elben/Elfen abzurücken und neue Völker zu entwickeln.

Auch gewinne ich den Eindruck, dass hier zu viel Bekanntes aus Shadow Magic und dem Film: Die Legende von Aan einfließen soll.

Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen und eines Besseren belehren.

SSJKamui

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #3 am: 29.05.11, 12:33 »
Die Story hört sich interessant an. Das könnte auch eine Story für ein ziemlich cooles Taktik RPG im Stil von Fire Emblem oder Final Fantasy Tactics 1/The War of the Lions oder ein Fantasy Strategiespiel a la Warcraft werden.

Teilweise hört sich das für mich so an, als ob du keine einfache Mythosgeschichte im Sinne der Sword and Sorcery Fantasy planst, wo es nur um einen einfachen Helden geht der irgendeine Prinzessin retten muss sondern ein Megaepos in Richtung des Herrn der Ringe mit zich Charakteren, wo es auch um das Schicksal ganzer Völker geht. Da würde ich dir empfehlen, dich in möglichst viele alte Sagen und Mythen einzulesen. Das ist nämlich eine besonderheit von Tolkiens Werk. Tolkien hat sich nämlich an tausenden alter Sagen orientiert um sein Epos aufzubauen. (Beispielsweise basiert die Figur des Aragon auf der Sagenfigur Beowulf, Gandalf auf Merlin aus der Artus Sage, das finnische Nationalepos der Kalevala wird auch sehr stark verwendet. Es gibt auch einen großen Verdacht, das ein Großteil der Geschichte auf dem Nibelungenlied und Richard Wagners Oper "Der Ring des Nibelungen" basiert. Insbesonders vermutet man, das Gollum, der den einen Ring im See findet auf der Figur des Alberich basiert, welcher das Rheingold von einer Spezies von Flussnymphen an einem Fluss klaut und sich daraus einen Ring schmiedet, nachdem dann später die ganze Welt sucht.  Eine Seite, die diese mythischen Einflüsse gut zusammenfasst: http://www.moongadget.com/origins/lotr.html )


Oddys

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #4 am: 29.05.11, 13:31 »
@ Belar Das freut mich zu hören. Ich finde das ewige gut gegen Böse wo am Ende eigentlich immer klar ist wer gewinnt auch langweillig.

@ Uli Zwei Völker sin bei mir neu das reicht und ist auch so mehr als genug Arbeit.

Shadow of Magic kenne ich nicht den Film die Legende von Aang habe ich nicht gesehen. Insofern sind diese Ähnlic´hkeiten rein zufällig.

@ Kamui da ich so wieso viele dieser Sagen kenne. Bin ich da gut im Bilde der Zwerg Gendagon wird sich auch an Merlin orientieren.

Bevor der Eindruck entsteht das es keine Magie gibt so ist es nicht die gibt es schon soll aber nicht allein ragendes Element sein.

Es stimmt sogar das mich ein Spiel für die Geschicht in ihrer Basis inspiriert hat, es kennt nur leider kaum einer in Deutschland. In Japan wo es herkommt ist es genauso beliebt wie FinalFantasy. Es heißt Suikoden gibt auch eine Deutsche Seite die leider momentan im Neuaufbau nach Umzug befindet: http://suikoden.yuedream.de/index.html Im dazugehörigen Forum bin ich ebenfalls Mitglied.
« Letzte Änderung: 29.05.11, 14:09 by Oddys »

SSJKamui

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #5 am: 29.05.11, 14:21 »
Es stimmt sogar das mich ein Spiel für die Geschicht in ihrer Basis inspiriert hat, es kennt nur leider kaum einer in Deutschland. In Japan wo es herkommt ist es genauso beliebt wie FinalFantasy. Es heißt Suikoden gibt auch eine Deutsche Seite die leider momentan im Neuaufbau nach Umzug befindet: http://suikoden.yuedream.de/index.html Im dazugehörigen Forum bin ich ebenfalls Mitglied.


Suikoden kenne ich, hab ich aber bisher noch nicht gespielt.

Oddys

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #6 am: 29.05.11, 16:41 »
Du bist der erste außerhalb diese Forums der mit dem Namen was anfangen kann. ^^ Da bin ich baff...

Werde jetzt mal das bereits geschriebene formatieren und dann online stellen.

SSJKamui

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #7 am: 29.05.11, 16:57 »
Du bist der erste außerhalb diese Forums der mit dem Namen was anfangen kann. ^^ Da bin ich baff...

Natürlich kenne ich das. (Ich kenne auch sonst einige RPGs, von denen die meisten Leute nichts gehört haben oder die sie komplett vergessen haben.) Ich habe eine ziemlich große Sammlung Konsolen RPGs. (Teilweise gut Verfollständigt durch den Virtual Console Download Service der Wii.)  Mein ältestes RPG ist entweder Ys Books 1 (hab ich auf Virtual Console) oder Phantasy Star 1. (Ich weiß leider nicht, welches der beiden älter ist.) Mein allererstes RPG war, wenn man die Zelda Reihe als RPGs mitzählt (was einige machen, da gibt es aber gewisse Unstimmigkeiten) Zelda: A Link to the past, falls man die Zelda Reihe nicht mitzählt war es Secret of Evermore.

Teilweise sind meine Projekte ebenfalls von diesen Uralt RPGs inspiriert. (Zum Beispiel meine Bilder Anigazerata 12 und Skorteniopolis.)

Oddys

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #8 am: 29.05.11, 17:35 »
Bin für diese Spiele zu Jung da hätte ich seh, sehr früh mit spielen anfangen müssen.

Wie versprochen gibt es jetzt erstmal den Prolog. Die ersten teile der eigentlichen Geschichte folgen dann wahrscheinlich morgen.

The Lurkaholic

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #9 am: 30.05.11, 17:22 »
Von der Beschreibung her hört es sich schonmal interessant an. Ich hab momentan so viel auf meiner Leseliste, dass es wahrscheinlich noch was dauert bis ich es lese, aber lesen werde ich es auf jeden Fall :)
Ich weiß, was ich weiß, doch nur das, was ich nicht weiß, macht mich heiß, weil ich's gerne besser wüsste.

Oddys

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« Antwort #10 am: 30.05.11, 17:24 »
Das freut den Schreiberling ungemein. ^^

Oddys

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #11 am: 11.06.11, 06:46 »
So dann mal ein kleines Update. Nachdem Prolog geht es jetzt friedlicher und unblutiger weiter. 16 Jahre sind seit dem Prolog vergangen und die Sonnenwende steht wieder an.

ulimann644

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #12 am: 18.06.11, 17:34 »
Ich habe diesen Thread hierher verschoben - da er im Literatur-Thread falsch ist, wo nur kommerzielle Werke hinein gehören.

Oddys

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #13 am: 20.06.11, 09:43 »
Als ich den Thread erstellt habe gab es diesesUnterforum ja leider noch nicht, deshalb war der alte ort das passenste. Aber jetzt hast du natürlich recht.

Inzwischen hat das ganze schon gute Fortschritte gemacht und alle Hauptcharaktere haben ihre Startszene bekommen.

Gendagon

Gendagon raufte sich die Haare und seufzte. Warum musste ausgerechnet immer er die Geburtenregister schreiben, die eigentlich jeder hätte schreiben können. Er war der jüngste unter den Zwergenweisen aber mit seinen 113 Jahren alt genug um auch wichtigere Aufgaben zu übernehmen. Das Problem war vor allem das es keinen neuen Zwergenweisen seit seiner Geburt gab. Früher war jeder hundertste geborene Zwerge ein Weiser gewesen, so dass man immer nur kurz für das führen des Geburtenregisters zuständig war. Gendagon durfte diese Aufgabe nun schon seit 33 Jahren nachdem er zu seinem achtzigsten Geburtstag in die Reihen der Zwergenweisen aufgenommen worden war. Die meisten anderen Zwerge merkten das nicht einmal erst wenn Zwergenweisen fehlten. Erst wenn sie ihre Dienste als Heiler oder Gelehrte benötigten und kein Weiser verfügbar war bemerkten sie es. Das Element Wasser starb aus. Ein Zwergenweiser war immer mit dem Elementen Erde und Wasser verbunden. Was ihnen ihre einzigartigen Heilfähigkeiten verliehen. Gendagon hätte früher schon lange unter den Heiler arbeiten müssen aber da die Weisen an ihren Traditionen festhielten war der jüngste unter ihnen für das führen der Geburtenregister zuständig. Als Gendagon sich wieder auf seine Arbeit konzentrierte merkte er das er die komplette Seite neu schreiben durfte weil er Einträge verschmiert hatte. Der Zwerg seufzte diese Arbeit war zum verzweifeln, aber es half nichts sich darüber zu ärgern er musste es machen. Sonst durfte er sich nicht seinen eigentlichen Interessen zuwenden. Dieses mal konzentrierte er sich auf das was er schrieb. Bei einem Eintrag stutze er. Es war ein Mädchen geboren worden welches mit Erde und Wasser verbunden war. Er blätterte im Register zurück und ihm fielen immer wieder Einträge von Mädchen auf die Erde und Wasser dienten. Gendagon hatte nie darüber nachgedacht, aber es schien so als ob nicht die Zwergenweisen an sich ausstarben, sondern die männlichen. Wenn dem so war mussten die Zwerge endlich akzeptieren das wenn die Weisen nicht aussterben sollten sie auch Frauen aufnehmen mussten. Als die Weisen gegründet worden waren hatte das Volk der Zwerge um ihr überleben gekämpft und Frauen hatten andere Pflichten gehabt um die sie sich kümmern mussten. Aber diese Zeiten waren lange vorbei. Aber Zwerge behaarten stur auf ihren Traditionen und bei den Weisen war es besonders schlimm. Gendagon galt unter seinen Brüdern schon immer als Querdenker aber mit dieser Entdeckung würde er vielleicht endlich akzeptiert werden. Hastig beendete er die letzten Einträge im Geburtenregister und fertigten Notizen über seine Entdeckung an. Schnell erkannte er das die Zwergenweisen nicht etwa weniger wurden sondern mehr. Etwa jede zwanzigste Zwergenfrau schien den Elementen Erde und Wasser anzugehören. Mit raschen Bewegungen sammelte er seine Notizen ein und verstaute das Geburtenregister in dem dafür vorgesehen Regal. Mit gehobener Stimmung machten sich Gendagon auf den Weg zum Ratssaal.

Zagasssen

Mit einem rasselnden Zischen erwachte der Geschuppte aus einem tiefen traumlosen Schlaf. Mit einer fließenden Bewegung erhob sich das gut zwei Meter große echsenartige Lebewesen aus seiner zusammengerollten Schlafposition. Im Gegensatz zu Eidechsen konnten die Geschuppten auf ihren zwei Hinterbeinen aufrecht laufen. Eigentlich waren die Geschuppten wechselwarm doch durch ihre Verbindung mit dem Feuer war es ihnen möglich auch ohne lange Sonnenbäder ihre Körpertemperatur zu regulieren, so dass sie immer aktiv sein konnten. Mit schnellen Bewegung befestigte er seinen Gürtel quer über seinen Oberkörper und die Schulter. Zagasssen war nicht so groß wie die meisten seiner Artgenossen, gleichte das jedoch durch seine Schnelligkeit mehr als aus, so dass er in seinem Stamm geachtet wurde auch wenn manch der sehr großen Exemplare sich gern über ihn lustig machten. Aber seine Schnelligkeit war nicht sein einziger Vorteil. Im Gegensatz zu den meisten geschuppten besaß er ein zweit Element. Dies trat bei Geschuppten so selten auf, dass die Geschuppten von ihren Geburt an etwas besonderes waren. Das Wasser hatte seinen Verstand gestärkt, außerdem besaß er Säuredrüsen die es ihm ermöglichten auch über größere Entfernung zu kämpfen. Zusammen mit seiner überlegenen Schnelligkeit und schnellen Verstand hatte er sich immer gegen die größeren und stärkeren Geschuppten seines Stammes durchsetzen können. Auch wenn er deswegen meist als feige galt. Er kontrollierte noch einmal, dass er nichts vergessen hatte und verließ dann die Hütte, in der er lebte. Es würde zum Delta des Himmelsrands gehen, dem Fluss der die Grenze zum Reich der Menschen und Memadasaner bildete. Dort lebten die Unakas in großen Herden und grasten die reichen Seegrasfelder ab. Ein einziges Unaka würde den Stamm eine Woche vielleicht sogar noch länger mit Nahrung versorgen. Im Zentrum ihres Dorfes sammelten sich bereits die Jäger und warteten auf die Ankunft des Häuptlings. Dieser erschien nur wenige Minuten später. Obwohl schon sehr alt, überragte er die anderen Geschuppten um fast eine Schwanzlänge. Mit einem lauten Zischen rief er zur Ruhe.

Hydolynn

Mit einem entspannten Seufzer ließ sich Hydolynn ins Wasser gleiten. Obwohl  Memadasaner recht gut auf dem Land zurecht kam, fühlten sie sich doch im Wasser am wohlsten. Geschickt wich sie den größeren Steinen die den Grund bedeckten aus und schaute sich um. Ein zweites durchsichtiges Lied schützte ihre Augen, so dass sie auch Unterwasser problemlos sehen konnte. Langsam drehte sie sich um die eigene Achse und ließ sich zurück an die Oberfläche treiben. Wenn sie wollte konnte sie ewig Unterwasser bleiben, denn obwohl sie keine Kiemen hatten konnten sie doch dank ihrer Verbindung zum Wasser auch dort Atmen als wären sie an Land. Mit geschickten Schlägen ihre Füße trieb sie sich in Richtung ihres Dorfes vorwärts. Im Gegensatz zu Menschen hatten Memadasaner Schwimmhäute zwischen Fingern und Zehen wodurch sie viel schneller im Wasser voran kamen als Menschen. Nach einigen Sekunden tauchte sie wieder ab und suchte den Grund nach etwas essbarem ab. Seegras machte zwar satt und war ohne Ende verfügbar doch gut schmecken tat es nicht. Zwischen einigen Felsen direkt vor ihr erspähte sie Muscheln. Sie waren im Schatten des Felses versteckt weshalb man sie wahrscheinlich noch nicht gefunden hatte. Mit ihrem Korallenmesser löste sie die Muscheln vom Boden und packte sie in ein Netz das sie mit sich führte. Als sie wieder die Oberfläche der Flusses durchstieß und zur Sonne blickte merkte sie erst wie spät es schon war. Erschrocken wandte sie sich ab und machte sich mit hastigen Schwimmbewegungen auf den Weg zu ihrem Dorf.

Elena

Mit schnellen Bewegungen führte Elena den Kamm durch ihr dichtes braunes Haar. Auch wenn es Dienerinnen gab die das für sie tun würde machte sie sich doch lieber selbst zurecht und genoss die unbeobachtete Zeit. Seit sich sich erinnern konnte lebte sie nun schon in diesem Freudenhaus, doch im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen die hier lebten und arbeiteten war sie nicht für die fleischlichen gelüste der Kunden da. Sie diente als Gesellschafterin, bot Massagen und anregende Gespräche oder begleitet die reichen Kunden zu Festen. Sie konnte selbst entscheiden wie weit ihre Kunden gehen durften und hatte damit Freiheiten von denen die meisten Mädchen die in ihrem Gewerbe tätig waren nur träumen konnten. Alles in allem kein schlechtes Leben. Bot es doch Bildung und einige andere Vorzüge und mit etwas Glück verliebte sich einer ihrer Kunden in sie und heiratet trotz ihrer Herkunft. Ein leises Klopfen an der Tür riss sie aus ihrem Tagtraum und zurück in die Wirklichkeit. Mit geübten Bewegungen steckte sie ihre Haare mit Nadeln hoch.
   „Komm herein“, rief sie mit ihrer melodiösen Stimme zur Tür. Ariane ihre persönliche Dienerin erschien und durchquerte den Raum um ihr beim anlegen der Kleidung zu helfen. Wie lange sie ihr schon wusste Elena nicht aber zumindest solange sie sich erinnern konnte. Ariane hatte ihr erklärt sie habe sie auf der Straße gefunden und mit sich in dieses Haus geholt. Früher hatte sie selbst hier gearbeitet doch irgendwann wurde das Alter unbarmherzig und sie verlegte sich stattdessen auf die Ausbildung der neuen Mädchen. Heute würde sie ein gelbes Kleid tragen, mit gewagterem Schnitt als die Frauen vom Stand je tragen würden. Aber hier war es die normale Arbeitskleidung. Als sie fertig war blickte sie Ariane mit fragend an.
   „Du siehst wunderschön aus. Mach dir darum keine Sorgen“, antwortete die ältere Frau. Auch wenn sie schon für die Begriffe eines Freudenhauses alt war. besaß sie doch immer noch die Eleganz und Schönheit einer ehemaligen Kunoa. Mit einem dankbaren Lächeln machte sie sich auf den Weg in die unteren Stockwerke und bereitet sie auf ihren heutigen Arbeitstag vor.

Lyrielle

Nachdem was sie heute erfahren hatte war ihr die Lust an einem Fest vergangen. Teilnahmslos stand sie einer der Halle und schaute den Feiernden zu. Marganus hatte ihr am Anfang Gesellschaft geleistet, war jedoch irgendwann mit einem der Jungen Elfen ins Gespräch über Militärtaktiken gekommen und hatte ihn dann zu seinen Freunden begleitet. Mit denen er nun über die Vorteile und Nachteile der Truppen der verschieden Völker fachsimpelte.
   „Dir ist wohl heute nicht nach feiern zu mute scheint mir.“ Wurde sie plötzlich von der Seite angesprochen. Erschrocken wandte sie den Kopf nach links und lächelte dann als sie Arynis erkannte. Arynis war Druidenlehrling und bildete zusammen mit einer Elfe ein Heilergespann. Da für das Heilen sowohl Erdmagie als auch Wassermagie vonnöten war bedurfte es immer zweier Druiden das die Kombination Erde Wasser bei Elfen niemals auftreten konnte.
   „Wo hast du denn Sylene versteckt“, fragte sie mit einem breiten Grinsen obwohl sie ziemlich genau wusste wo sie wahrscheinlich steckte. Mit einer Geschwindigkeit die nur trainierten Kampfdruiden möglich war drehte sie sich um und fasste zu. Lachend erschien Sylene vor ihr.
   „Dich kann man auch nicht Überraschen, oder“, fragte sie mit einem breiten Lächeln.
   „Kommt drauf an. Wenn Arynis irgendwo steckt kannst du nicht weit sein also lag die Vermutung nahe das du dich hinter einem Schleier aus Luftmagie verbirgst.“ Wie genau sie diese Tarnung erzeugen ließ wusste Lyrielle nicht, dies war ein Geheimnis der Heildruiden und für deren überleben und das ihrer Patienten essenziell. Da sie so auch mitten in der Schlacht ihre Arbeit relativ ungestört verrichten konnten.
   „Da ist wohl etwas wahres dran.“ Achselzuckend wandte sie sich Arynis um und warf ihm einen bösen Blick zu, weil er ihren Streich vereitelt hatte indem er Lyrielle vorgewarnt hatte. Nach einer Sekunde die ewig erschien fing Sylene an zu lachen und umarmte Arynis stürmisch. Die beiden würde Lyrielle wohl nie wirklich verstehen.
   „Lass uns lieber auf einen der Balkone gehen, wir werden schon angestarrt“, flüsterte Sylene und fing an zu kichern. Tatsächlich hatten sich einige der Gäste zu ihnen umgedreht. Lachend verschwanden die beiden Elfen, so plötzlich wie sie gekommen waren wieder in der Menge die immer noch in ihre Richtung starrte und erst langsam ihre Aufmerksamkeit wieder auf die zuvor geführten Gespräche richteten. Es galt als unschicklich körperlich Gefühle in Gesellschaft anderer zu zeigen und während einer solchen Feier glich es einem Skandal der wahrscheinlich die nächsten tage über ein wichtiges Gesprächsthema sein würde.

Marganus

   „Marganus, was denkst du wo liegen die Stärken der Zwergenstreitkräfte“, fragte einer der Elfen ihn.
   „Wirklich sicher sein kann ich mir da nicht da ich sie noch nicht während einer Schlacht beobachten konnte und so nur aus den Berichten während des Kriegs der Sterne schließen kann. Als erste würde ich sagen das Zwerge lieber in der Defensive sind und statt zu agieren auf die Aktionen des Feindes reagieren. Wichtig ist auch das Zwerge niemals ihre Position verlassen würden, dafür sind sie einerseits zu stur und andererseits zu stolz. Sie kämpfen also sehr Diszipliniert und sind dank ihre schweren Rüstungen und überragenden körperlichen Kraft und Ausdauer nur schwer zu töten.“ Die Elfen die ihn um standen hingen ihm förmlich an den Lippen. Seit bekannt geworden war, dass er Toryn im Kasteryn geschlagen hatte. Nur einer der Elfen schien nicht so Beeindruckt und dachte offensichtlich über das von ihm gesagte nach. Einen seinen Namen konnte sich Marganus sogar erinnern. Er war ein Elfenkrieger aus der königlichen Garde und hieß Deryn.
   „Und wie kann man die Zwerge dann in einer Schlacht schlagen“, fragte dieser und bestätigte damit Marganus Gefühl, dass dieser genauer zuhörte und auch darüber nachdachte.
   „Der Vorteil der Elfen liegt ja bekanntlich in der Geschwindigkeit. Die berittenen Bogenschützen sollten den Feind umgehen und somit einem Rückzug unmöglich machen und von hinten mit durch Luft beschleunigten Pfeilen angreifen. Diese sind in der Lage die Rüstung zu durchschlagen. Die unberittenen Bogenschützen greifen derweil auf die selbe Art von vorne an. Die restlich Kavallerie ist ohne Bedeutung da sie kaum bis keine Wirkung hat. Außer den Kampfdruiden sollte man sich einem Zwerge niemals im Nahkampf stellen, man kann gegen deren geschlossene Formation nichts ausrichten. Deren eigentliche Aufgabe sollte es aber sein die Zwerge darin zu hindern einen Schildwall zu bilden wodurch sie komplett gegen Angriffe geschützt wären. Sobald sie sich in ihren Festungen verschanzt haben ist es beinahe unmöglich sie zu besiegen. Da eine Belagerung aufgrund der unterirdischen Tunnel unmöglich und sie dank ihrer Baukunst und Disziplin unempfindlich gegen Sturmangriffe sind. Es gilt also immer zu versuchen Zwerge aus ihren Festungen zu locken und dann auf offenem Feld zu schlagen. Durch Verrat ist es theoretisch ebenfalls möglich sie zu schlagen aber durch ihre Sturheit ist es ziemlich schwierig sie zum Verrat zu bewegen. Die einzige Möglichkeit wäre sie mit einer hohen Summe zu bestechen, denn wenn etwas bei Zwergen neben der Sturheit stark ausgeprägt ist dann die Gier.“ Mit diesen Worten schloss Marganus seine Erklärung und blickte in die Runde. Auf den meisten Gesichtern zeigte sich erstaunen und auch ein wenig Langeweile, nur Deryn schien an weiteren Ausführungen interessiert zu sein. Bald wandte sich der Rest der Gruppe anderen Gesprächsthemen zu, welche Marganus jedoch nicht wirklich interessierten weshalb er beschloss zu Lyrielle zurück zu gehen. Zu seinem erstaunen folgte ihm Deryn nach kurzem zögern.
   „Gibt es wirklich keinen anderen Weg die Zwerge innerhalb ihrer Festungen zu besiegen“, fragte dieser Marganus nachdenklich.
   „Wenn dann steht er zumindest nicht in den Büchern die ich gelesen habe“, antwortete er nun ebenfalls nachdenklich.
   „Wir könnten versuchen einen Weg zu finden. Ich muss Toryn fragen ob es möglich ist im Kasteryn eine Zwergenfestung zu erstellen.“ Ohne es zu merken hatten sie Lyrielle erreicht, die ins Leere schaute. Scheinbar dachte sie angestrengt über irgendetwas nach. Da er sie nicht in ihren Gedanken stören wollten setzt er sich zusammen mit Deryn an einen der Tische in der Nähe und begann mit ihm bezüglich dem Zwergenfestungsproblems Lösungen zu erarbeiten.
« Letzte Änderung: 20.06.11, 09:47 by Oddys »

ulimann644

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Antw:Oddys Fantasy Projekt
« Antwort #14 am: 20.06.11, 11:42 »
Hmmm...
Mir fehlt bei den einzelnen Episoden das nötige Bindeglied - etwas woran man erkennen kann, dass alles in derselben Welt spielt ( Ich weiß, das ist nun wieder die Stelle, an der normalerweise die Entgegnung folgt: Das kommt noch... )

Ich bin der Ansicht, dass die Vorstellung der Welt an den Anfang gehört - eben damit man die Verbindung herstellen kann. Ein Beispiel wäre: "Die Sturmwelt" - wo ja auch die Kapitel mit den Namen der jeweiligen Hauptakteure beginnen. Ein genaueres Ausarbeiten in den jeweiligen Kapiteln wäre IMO nicht verkehrt.

Dann gleich mit 6 verschiedenen Handlungssträngen zu beginnen halte ich für keine gute Idee - das verwirrt und mindert den Lesefluss. Selbst die 4 Handlungsstränge in "Die Sturmwelt" waren mir einer zu viel.
Klassische Werke, wie "Der Herr der Ringe" benutzen maximal 3 verschiedene Handlungsstränge gleichzeitig - und das ist gut so.

Man könnte drei Personen später vorstellen - oder jeweils zwei oder mehrere zusammenfinden lassen, so dass sich insgesamt nur drei verschiedene Handlungsstränge zur selben Zeit herauskristallisieren. Mehr verwirrt den Leser.

Dabei lesen sich die einzelnen Episoden durchaus gefällig ( abgesehen von einigen Schreib- und Ausdrucksfehlern - die bei nicht Korrektur gelesenen Werken aber vorkommen können ) - einzig es fehlt der verbindende Plot - den man auch in diesem frühen Stadium nicht außen vor lassen sollte. Sprich: Mit etwas mehr Ausführungen in den einzelnen Handlungsebenen würde ich mich durchaus verleiten lassen mehr davon zu lesen.

Meine  :cent für´s Erste :andorian

 

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