Autor Thema: Marvel & The Avengers  (Gelesen 4621 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Suthriel

  • Master Chief of the Fleet
  • *
  • Beiträge: 822
Antw:Marvel & The Avengers
« Antwort #30 am: 30.04.18, 17:18 »
Cap: "Ist das der erste Soldat, den sie unter ihren Kommando verlieren?"
Stark: "Wir sind keine Soldaten."

Und in diesen Dialogzeilen liegt auch IMO der Umgang mit Kollateralschäden, wie eben Sokovia oder auch beim Einsatz Im Anfang von Civil war. Ich will nicht behaupten das Captain America diese gleichgültig sind, aber er nimmt sie IMO als notwendiges übel hin. Was Iron Man eben nicht kann. Aufgrund seiner Erfahrungen.

Und deshalb sind beide Haltungen zum Sokovia Vertrag verständlich. Ja, der Einsatz der Avengers muss auf eine rechtliche Grundlage gestellt werden. Mit regeln an die sich alle halten müssen, weil sonst Willkür Tür und Tor geöffnet werden.


Ich persönlich bin für Captain Americas Haltung, denn es gibt noch eine weitere Szene rund um Sokovia, die deutlich macht, das Iron Man etwas entscheidendes fehlt, bzw er und die meisten der Avengers eben nicht beherzigen oder können/wollen. Das wird auch in der Diskussion rund um das Abkommen deutlich:

Zitat
    Steve Rogers: Tony, someone dies on your watch, you don't give up.
    Tony: Who said we're giving up?
    Steve: We are, if we're not taking responsibility for our actions. This document just shifts the blame.


Das hier allein beschreibt es sehr deutlich, Iron Man wirkt tatsächlich so, als wolle er nie wirklich Verantwortung übernehmen, wenn was wirklich schief geht. Das Abkommen ist tatsächlich für ihn die perfekte Ausrede, sich keiner Verantwortung mehr stellen zu müssen, denn dann kann er sich immer darauf berufen, das es ein Befehl von weiter oben war.
Und Iron Man ist damit nicht alleine in der Truppe, leider.

Der Unterschied zwischen dem Captain und Iron Man wird noch deutlicher danach, als sich Captain America sich mit Wanda unterhält. Ich bekomms nur sinngemäß zusammen, aber Wanda war fertig wegen Sokovia und dem Verlust ihres Bruders, und wies weiter gehen soll. Captain erklärte ihr dann, das sie lernen, damit umzugehen und weiter machen.

Dem Captain sind Opfer, besonders Kollateralschäden eben nicht egal, er nimmt sie nicht als notwendiges Übel einfach so hin, aber er erkennt auch, und weiss, das er nicht alle beschützen kann, und irgendwer leider immer sterben wird. Er gibt dennoch nicht auf, er macht trotzdem weiter und versucht so viele zu retten, wie es geht.
Das jemand Unschuldiges sterben kann, genau damit kann Iron Man eben nicht umgehen. Hat man auch daran gemerkt, als er das Bild des toten Jungen in der Diskussion um das Sokovia Abkommen auf den Tisch gelegt hat, als eine Art Totschlagargument.
Ebenso finde ich Visions Ansicht seltsam, das er dem Abkommen zustimmen will, weil er denkt, das starke Helden eben starke Schurken hervorbringen und dadurch mehr Opfer entstehen. Gerade er sollte erkennen, das ohne Helden die Schurken schalten und walten, wie sie wollen, und die Opferzahl um ein Vielfaches größer ist. Ultron hätte dann nicht nur Sokovia geplättet und Hydra hätte schon sehr viel eher die Hölle losbrechen lassen.

Tony Stark behauptet, das keiner von ihnen Sodat ist, und das stimmt auch, aber dann soll er verdammt noch mal nicht Held spielen und in Krisensituationen rumwuseln. Er hätte zwischen all den Filmen auch genug Zeit gehabt, sich mal einem militärischen Training zu unterziehen, das ihn auch auf Verluste vorbereitet. Würde ihm und noch ein paar mehr von den Avengers wirklich gut tun.


Das hier sollte Tony sich zu Herzen nehmen:



"It is my job to keep you alive. I will not succeed. Not with all of you."
« Letzte Änderung: 30.04.18, 17:29 by Suthriel »
Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

 

TinyPortal 1.0 RC1 | © 2005-2010 BlocWeb