Autor Thema: Wiederkehrende Themen in euren Geschichten  (Gelesen 1146 mal)

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SSJKamui

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Wiederkehrende Themen in euren Geschichten
« am: 19.11.13, 15:30 »
Gibt es irgendwas, was ihr komischerweise immer wieder in euren Geschichten aufgreift, ohne es bewusst zu merken?

Komischerweise habe ich es immer, dass die Protagonisten quasi im Reifungsprozess/Erwachsenwerden mit einer Macht konfrontiert werden, die nicht direkt kämpft, sondern in etwa den Lebensraum der Leute verseucht und während man früher ein unbeschwertes Leben genießen konnte, muss man danach Angst haben, am nächsten Tag noch einen Ort zum Leben zu haben, und die Verseuchung zersetzt zusehends die Lebensgrundlagen der Menschheit.

(Quasi Kindheit = geschützter Raum ohne Probleme, Erwachsensein = Kampf gegen Verseuchung und Vernichtung der eigenen Lebensgrundlagen)

Komischerweise, seitdem dieses Thema in meinen Geschichten anfing, hatte ich auch ständig Alpträume, in denen ich selbst in gewisser Weise verseucht oder verschmutzt sei. (Wie auch den Traum, von dem ich erzählt hatte, wo ein berühmter Psychiarter mir dabei hilft, mir die Wohnung zu reinigen.)

Max

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Antw:Wiederkehrende Themen in euren Geschichten
« Antwort #1 am: 21.11.13, 13:57 »
Ein interessantes Thema!
Zunächst erfordert das vielleicht ein ziemliches Reflexionsvermögen, die eigenen Geschichten so analysieren zu können, dass man wiederkehrende Motive, die man eben nicht bewusst einbringt, entlarvt.
Die Ursache für so eine Art Wiederholung könnte auch einfach darin motiviert liegen, dass es ein Thema oder eine Botschaft gibt, die man so zentral findet, dass sie nicht nur aus einer Warte betrachtet werden kann. Man ist dementsprechend motiviert, diesen einen Gedanken (oder diese eine vielleicht auch vage Empfindung) immer wieder durchzudeklinieren.
Was ich in meinen Geschichten vielleicht immer wieder auftauchen lassen: Das Scheitern, aber nicht das offensichtliche Scheitern. Gerade Science Fiction-Geschichten sind von Helden, von Ausnahmepersönlichkeiten durchsetzt; ich lasse die Liga darunter antreten. Sie sind immer noch intelligent, nicht willensschwach und auch zum Handeln in der Lage - und dennoch nicht Teil eines Superlativs. Aber sie haben Grenzen, die nur indirekt zutage treten. Das könnte ein wiederkehrendes Motiv sein - könnte ;) :D

Komischerweise, seitdem dieses Thema in meinen Geschichten anfing, hatte ich auch ständig Alpträume, in denen ich selbst in gewisser Weise verseucht oder verschmutzt sei. (Wie auch den Traum, von dem ich erzählt hatte, wo ein berühmter Psychiarter mir dabei hilft, mir die Wohnung zu reinigen.)
Fast merkwürdig, finde ich: Normalerweise würde man ja davon ausgehen, dass die Belastung durch ein gewisses Thema gerade durch das Niederschreiben abnimmt. Es heißt ja immer "Sich etwas von der Seele schreiben".

David

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Antw:Wiederkehrende Themen in euren Geschichten
« Antwort #2 am: 22.11.13, 01:17 »
Ich versuche eigentlich - wiederkehrende Themen weitestgehend zu vermeiden.

Okay... Liebe... ist da außen vor, immerhin will ich auch über die Beziehung meiner beiden Alpha-Charaktere schreiben ;)

Aber außer der Obersten Direktive, die immer wieder mal auftauchen wird - logi, als oberste Verhaltensregel - versuche ich, möglichst verschiedene Themen in meinen Geschichten aufzugreifen.

Geschichte, Forscherdrang und erste Erfahrungen in "Guardian Angel"
Allein auf sich gestellte Redshirts, Liebe, primitive Völker und religiöser Fanatismus in "Opferung"
Krieg, Erinnerung, Gewalt, Fanatismus in "Ferne Welten"
Vorurteile, Freundschaft, Kontakt mit dem Fremden und Kindheit in "Kleine Graue Freunde"
[...]

Man sieht - und auch ich stelle gerade fest - so sehr gleichen sich meine Romane vom thematischen Schwerpunkt her eigentlich gar nicht.
Ich bin der Meinung, einen bestimmten thematischen Schwerpunkt sollen alle meine Geschichten haben - immerhin sind es "Star Trek"-Geschichten und die faszinieren gerade durch diese interessanten und manchmal auch ernsten Themen.

SSJKamui

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Antw:Wiederkehrende Themen in euren Geschichten
« Antwort #3 am: 21.02.15, 20:10 »
Was auch ein wiederkehrendes Element bei mir ist, sind Pilze als böse Kreaturen. Ich hatte als ich ein kleines Kind war, extreme Angst vor Pilzen und ich hielt Pilze für die bösesten Kreaturen im Universum, weil die immer bei Verfall, Verseuchung und Tod auftauchen und weil sie sich in Lebensformen einsetzen, deren Körper übernehmen und diese dann von Innen auffressen. Als Kind war das für mich der Inbegriff des Bösen an Sich. (Mit Ausnahme von Pfifferlingen, Steinpilzen, Shii Take und Champignongs. Die schmeckten nur gut. ;) ) Deshalb tauchen als Feinde in meinen Geschichten ständig böse ausserirdische Pilze auf. Bei Star Trek Ragnarok war das am Stärksten weil dort ein Pilz eine Massenvernichtungswaffe war.

Kirk

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Antw:Wiederkehrende Themen in euren Geschichten
« Antwort #4 am: 21.02.15, 20:12 »
Lol ich hatte als Kind auch einen Rissen Schiss vor Baumpilzen, fragt mich nicht wieso.
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Kapitel 5 von 13 fertig
Star Trek: Starfleet: USS Dingo Status:
Vorproduktion 50 %

 

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