Autor Thema: Hellgrün - 11/2386  (Gelesen 2476 mal)

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Max

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Hellgrün - 11/2386
« am: 31.01.14, 17:40 »
Da gedachte ein zweiter des Satyrs
Hellgrün (11/2386)


Inhalt: Die "Satyr" erhält den Auftrag, einen romulanischen Verband bei der Jagd nach Separatisten zu unterstützen. Als Zeichen des guten Willens vonseiten der Sternenflotte geplant, entwickelt sich die Mission schnell anders als gedacht und Captain Guttapercha muss sich die Frage stellen, woran man die Guten und woran man die Bösen denn überhaupt erkennen soll.

Leseprobe:
Captain Guttapercha hatte sich mit dem romulanischen Verbandskommandanten Vecu abgesprochen, doch als die Kampfsektion der Satyr bei den vorab von den Delegationen beider Seiten festgelegten Koordinaten eintraf, gab es von einem anderen Schiff keine Spur. Nach vier Stunden ließ Guttapercha Funkrufe ins romulanische Gebiet abschicken; er wählte neutrale Botschaften, aus denen nur zu schließen war, dass sich das Schiff an Ort und Stelle aufhielt. Als auch auf diese Signale keine Reaktion erfolgte, rief man die Untertassensektion, um sich zu erkundigen, ob bei ihr inzwischen Neuigkeiten eingetroffen waren. Die Verbindung besaß nicht die gewohnte Ton- und Bild-Qualität, dennoch verstanden sich beide Seiten gut genug, um einander den Mangel an neuen Informationen mitzuteilen. Die Olymp-Phalanx wurde, wie vom Admiral vorgeschlagen, durch eine Sensorsonde überwacht. Kurz stand zur Diskussion, die Untertassensektion beim Teleskop zu stationieren, um es im Fall der Fälle abzusichern. Sich dagegen zu entscheiden, schien nur vernünftig, war die Abtrennung doch als Schutzmaßnahme angedacht und umgesetzt worden.
Dann nahmen die Sensoren der Satyr in großer Entfernung Energiesignaturen wahr. Über einen Zeitraum von zwölf Minuten währten unterschiedlich starke Entladungen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit stammten sie von Disruptoren.
Es verging eine weitere Stunde, bis schließlich eine Audionachricht eintraf.
»Sie stammt von Vecu«, meldete der taktische Offizier, schwieg dann aber einen Moment. Er prüfte die Daten einmal, dann ein zweites Mal. »Die Transpondersignatur stimmt beinahe mit der überein, die uns das Sternenflottenkommando vorab übermittelt hat…«
»Beinahe?«, meinte Frö. Es war unnötig, nachzuhaken, weil der taktische Offizier nach einer dritten Untersuchung seine Aussage unaufgefordert präzisieren hatte wollen.
»Ja, Commander. Die Abweichung beträgt Null Komma Vier Prozent. Vielleicht hervorgerufen durch einen Sendefehler?«
»Ein Sendefehler bei einem schlichten Code? Ist die Nachricht verständlich?«
»Ja, Commander.«
»Gut«, meinte Guttapercha. Er nickte seinem stellvertretenden Ersten Offizier zu.
»Dann endlich auf die Lautsprecher«, meinte Frö.
Sie lauschten konzentriert, als gelte es den Wortlaut der Nachricht des Romulaners nach einer zweiten Botschaft zu entschlüsseln. Die eigentliche Meldung indes schien eindeutig zu sein: Beide Verbände waren aufeinander getroffen, es war zu einem heftigen Kampf gekommen; die Lage sei unübersichtlich, weil sich die Schiffe der Separatisten nach diesem ersten Zusammenstoß aufgeteilt hatten und es schwere Schäden bei den imperialen Warbirds gab. Der Funkspruch endete mit der Bitte, die Satyr solle bis auf Weiteres die Grenze absichern.
Der Captain ließ sich die Nachricht noch einmal vorspielen, warf dann einen Blick zu Frö. Der Ingenieur antwortete lediglich mit einem Schulterzucken.
»Gelber Alarm«, befahl Guttapercha langsam.
Die Satyr blieb an ihrer Position und wartete weiter. Weder die Untertassensektion noch die Olymp-Phalanx meldeten besondere Vorkommnisse, allein die Funkverbindung wurde ohne ersichtlichen Grund immer schwächer.


Umfang: 15 Seiten

Nach "Dunkelgrün" kommt also "Hellgrün". Es war mal wieder Zeit für eine Satyr-Geschichte, obwohl ich im Moment eher von alten Ideen lebe: Diese Folge entstand in weiten Zügen Ende 2013 und ich hoffe, meine durch durch viel Arbeit und nicht besonders viel Schlaf gekennzeichnete Gemütsverfassung sorgte nicht dafür, dass die Geschichte noch zu viele Fehler enthält. Ich habe sie nicht eben selten korrekturgelesen, aber... na ja, ich weiß nicht ;)

"Hellgrün" geht von einer ganz einfach Prämisse aus. sie wirft gewisse Fragen auf, lässt die Raumfahrt des 24. Jahrhunderts aber vielleicht auch nicht besonders ausgereift erscheinen ;) :D

Wie immer im Anhang: eine zweite Version mit größerer Schrift für eBook-Reader.


Star

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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #1 am: 31.01.14, 18:01 »
Es war mal wieder Zeit für eine Satyr-Geschichte

Das will ich aber auch meinen! Ich freue mich sehr auf die neue Geschichte. Habe sie gleich geladen und werde sie bei nächster Gelegenheit lesen (spätestens Montag) :)

Dass du momentan nicht viel schlaf findest, tut mir leid. Ich kann's nachfühlen, seit mein Hund seine ungute Diagnose bekommen hat, schlafe ich auch nicht viel. Dafür habe ich wenigstens auf der Arbeit momentan keine Hektik. Ich drücke dir die Daumen, dass es sich bei dir wieder einpendelt, damit du wenigstens wieder gut schlafen kannst :)
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Visitor5

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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #2 am: 31.01.14, 18:15 »
Ich habe mir die Folge auch heruntergeladen. Mit etwas Glück schaffe ich es noch an diesem Wochenende zu einem Urteil zu kommen.

Leela

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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #3 am: 01.02.14, 03:49 »
... Es war mal wieder Zeit für eine Satyr-Geschichte

Ich habe auch schon darauf gewartet. Insofern schon einen Dank vorab.


obwohl ich im Moment eher von alten Ideen lebe: Diese Folge entstand in weiten Zügen Ende 2013

Was bei Dir so alles alt ist... :)



und ich hoffe, meine durch durch viel Arbeit und nicht besonders viel Schlaf gekennzeichnete Gemütsverfassung sorgte...

Ich kann versprechen sie... in ähnlichem Zustand zu lesen. ;) Ich wünsch Dir dann gute Besserung, und dass sich eines von beiden Problemen (Arbeit oder Schlaf) löst.


Max

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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #4 am: 01.02.14, 11:34 »
Ich danke Euch fürs Runterladen :)
Erwartet aber nicht zu viel: Das Genre neu erfunden habe ich mit "Hellgrün" nicht gerade ;) :D


Es war mal wieder Zeit für eine Satyr-Geschichte

Das will ich aber auch meinen! Ich freue mich sehr auf die neue Geschichte. Habe sie gleich geladen und werde sie bei nächster Gelegenheit lesen (spätestens Montag) :)
Ja im Moment schaffe ich kreativ keine großen Sprünge, aber so ganz wollte ich die Reihe nicht abreißen lassen und die letzte Satyr-Geschichte lag ja schon ein paar Wochen (Monate!) zurück.
Das sorgte aber auch dafür, dass es jetzt eine Folge "on Air" geschafft hat, die bei mir gar nicht mal sooooo hoch im Kurs stand. Aber als ich sie mir erneut vornahm, fand ich sie eigentlich ganz interessant, interessant genug, um ihr eine Chance zu geben. Die Satyr-reihe lebt ja auch ein wenig von einer gewissen Bandbreite.

Dass du momentan nicht viel schlaf findest, tut mir leid. Ich kann's nachfühlen, seit mein Hund seine ungute Diagnose bekommen hat, schlafe ich auch nicht viel. Dafür habe ich wenigstens auf der Arbeit momentan keine Hektik. Ich drücke dir die Daumen, dass es sich bei dir wieder einpendelt, damit du wenigstens wieder gut schlafen kannst :)
Danke, Star :)
Ich möchte mich nicht zu sehr beschweren. So stressige Phasen gibt es immer mal wieder, im Winter schwächelt dann auch noch gerne mal die Gesundheit, aber ich habe trotz der ein oder anderen Sorge das Glück, dass ich mich anders als es leider bei Dir mit Deinem Hund der Fall ist, nicht wirklich in einer sehr belastenden Situation befinde.

Ich habe mir die Folge auch heruntergeladen. Mit etwas Glück schaffe ich es noch an diesem Wochenende zu einem Urteil zu kommen.
Das freut mich, Visitor. Ich glaube, Du dürftest feststellen, dass Satyr-Folgen wie "Hellgrün" nicht so, hmm, "verschroben" - ;) - und kompliziert sind, wie andere Geschichten :D
Obwohl das schon mal dazu führt, dass ich finde, dass der Reiz fehlt, muss das aber nicht immer was schlechtes bedeuten, denn zum Glück der Menschheit teilen ja nicht alle meinen Geschmack ;) :D :D

Ich habe auch schon darauf gewartet. Insofern schon einen Dank vorab.
Bedankt Dich nicht zu früh ;) :D
Aber es ehrt und freut mich natürlich, wenn schon auf eine neue Folge gewartet wird :)

Was bei Dir so alles alt ist... :)
Ja, so richtig alt ist Ende 2013 natürlich nicht. Mit alt meinte ich eher so etwas wie, hmm, "noch auf Lager", während ich sonst - von Korrektur- und "Relativierungs"pausen - ja immer relativ schnell eine Idee umsetze und dann vorzeige. Aber es gibt auch zwei Jahre alte Satyr-Konzepte, die noch nicht in Form gegossen sind oder einfach auch noch nicht veröffentlicht. ...eine Ligeti-Geschichte zum Beispiel.
Ansonsten habe ich die Reihe ja zugunsten eines größeren Projekts zurückgestellt, das ich wenn alles gut läuft im Februar abschließe.

Ich kann versprechen sie... in ähnlichem Zustand zu lesen. ;) Ich wünsch Dir dann gute Besserung, und dass sich eines von beiden Problemen (Arbeit oder Schlaf) löst.

Danke. Mit dem einen wird sich wahrscheinlich auch das andere lösen :D
Wenn Du die Geschichte in einem ähnlichen Zustand lesen wirst, könnte sie sogar ein Highlight werden ;) Mir geht es manchmal so, dass ich eine Idee am späten Abend einfach so was von genial finde - und sie sich am nächsten Morgen ungefähr so zerknittert ausmacht wie mein Gesicht im Spiegel  :wow
Wer weiß: Aus kreativer Sicht ist es vielleicht sogar mal das Experiment wert, so weit zu gehen, Traum und Realität verschwimmen zu lassen ;) Immerhin bin schon so weit, dass manche Träume den Alltag quasi nahtlos fortsetzen :wow ;)

Star

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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #5 am: 03.02.14, 17:00 »
Wenn Du die Geschichte in einem ähnlichen Zustand lesen wirst, könnte sie sogar ein Highlight werden ;) Mir geht es manchmal so, dass ich eine Idee am späten Abend einfach so was von genial finde - und sie sich am nächsten Morgen ungefähr so zerknittert ausmacht wie mein Gesicht im Spiegel  :wow

Dieses Gefühl kenne ich leider auch - wobei es sogar mit deutlicher Verzögerung auftreten kann. Meine Schreibprojekte sind ja meist etwas länger, und mir passiert es häufig, dass ich anfangs noch ganz begeistert bin - sowohl von der Idee, als auch vom Text. Und dann, kurz vor Schluss, nach monate- oder gar jahrelanger Arbeit, den Text, den ich mindestens schon hundertmal gelesen und für gut befunden hatte, auf einmal richtig Mies finde, als hätte ihn jemand ausgetauscht. Ist vielleicht normal.

Zitat
Wer weiß: Aus kreativer Sicht ist es vielleicht sogar mal das Experiment wert, so weit zu gehen, Traum und Realität verschwimmen zu lassen ;) Immerhin bin schon so weit, dass manche Träume den Alltag quasi nahtlos fortsetzen :wow ;)

Live is but a dream? ;)


"Hellgrün" habe ich nun auch gelesen. Die Idee hinter der Geschichte ist tatsächlich nicht uninteressant - die Handlung selbst aber vielleicht ein bisschen zu sehr in die Länge gestreckt. Die Besprechung im Konferenzraum beispielsweise erinnerte zwar an gute alte TNG-Zeiten, wo man Probleme noch von allen Seiten beleuchtete - viel neues kam dabei aber auch nicht herum. Im Grunde wird dem Leser hier sogar das eigenständige Rätselraten abgenommen, weil die Charaktere das schon recht ausführlich übernehmen. Dadurch bleibt mir als Leser gar nicht mehr viel zu tun. Man hat immer den gleichen Wissensstand wie die Satyr-Crew. Dass die darüber hinaus eigentlich nur reagiert anstatt zu agieren, fesselt auch nicht unbedingt - obwohl es natürlich innerhalb der Story schon sinnig war, wie vorsichtig Guttapercha vorgegangen ist. Sooo spannend ist das Mysterium aber leider nicht, was auch daran liegt, dass erwähnt wird, wie haushoch die Satyr - trotz fehlender Untertassensektion - dem angeschlagenen romulanischen Freund/Feind noch immer ist. Dadurch kommt kein Gefühl für Gefahr oder Bedrohung auf - man wartet einfach auf die Auflösung, die wohl auch nicht jeder verstehen wird.

Dass die Raumfahrt-Technik etwas beschnitten wurde (durch Störsender oder einfach zu knackende Codes) fand ich nicht einmal schlimm. Das gehört halt auch mal zu einer guten Mantel und Degen-Geschichte. Leider kann die Satyr dadurch kein einziges Mal wirklich punkten, was für einen etwas faden Beigeschmack sorgt.

Den positivsten Eindruck hat überraschenderweise Frö hinterlassen. Der scheint als erster Offizier ja ein richtiges Naturtalent zu sein. Steht da etwa schon die Ablösung von Commander Lute bereit? Er ist mit seiner fast äh... frö-hlichen Art jedenfalls ein schöner neuer Ansatz und eine nette Ergänzung zum eher ruhigen, etwas knotterigen Guttapercha. Der hat dieses Mal übrigens erstaunlich oft aufgestöhnt. Kam da etwa der übermüdete Max in ihm hervor? :D

Also unterm Strich war "Hellgrün" zwar nicht unbedingt ein Highlight, aber auch kein Ausreißer nach unten, sondern "nur" eine durchschnittliche Satyr-Geschichte. Und auch über die freue ich mich immer :)
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Leela

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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #6 am: 03.02.14, 18:44 »
Hm, schwierig. Ich bin auch durch und gehe mit Star insoweit konform dass sich die Geschichte qualitativ nahtlos in den hohen Standard der Satyr Reihe einreiht. Aber ich stimme auch soweit zu... dass sie.. komplizierter ist.

Was mir den Einstieg in die Story und auch das Mitfiebern sehr erschwert hat, ist die Tatsache das über die romulanischen Separatisten eher weniger bekannt ist. Sie sind ein bisschen eine Black Box, können von Gut bis Böse alles sein und jegliche Motiviation und damit auch jegliche Handlung wäre für sie daher im Kontext der Geschichte möglich.... das macht es für mich sehr schwer in die Situation zu finden, was ich mit dem Captain offenbar gemiensam habe. Daher bleibt auch die Besprechung eher substanzlos - man erörtert viele Szenarien, weiß am Ende aber nur, dass man nichts weiß.  Eigene Spekulationen scheitern für mich nicht mal unbedingt daran, dass die Figurne selbst schon einige Szenarien erörtern - sondern wieder an meiner mangelnden Kenntnis über die Gegenseite. Deswegen kann ich auch der Besprechung nur distanziert folgen.

Warum die Phalanx am Ende Dreh- und Angelpunkt ist/wird, wird nicht aufgelöst, oder? Obwohl die Erwähnung es bereits zu Beginn vermuten lässt.

Wo ich ein echtes Problem habe ist diesmal das Personal der Satyr;

# Guttapercha
wäre ich Flottenchef würde ich ihn nach dieser Mission des Amtes entheben. Er macht ennorm viele Fehler, in meinen Augen... ich bin... jetzt noch platt
- er fliegt zur Phalanx, statt an der Grenze zu bleiben
- er hätte dem beschädigten Warbird auch 4-5 Shuttles da lassen können... keine "Streitmacht" aber immerhin besser als nichts...
- zudem reagiert er zu schnell. Man hätte auch die tarnfähigkeit des Warbirds wieder herstellen können und ihn irgendwo parken, das hätte Zeit gegeben sich DIESE Romulaner mal anzusehen
- noch besser wäre gewesen die Satyr bleibt selber da und schickt 2-3 Shuttles zur Phalanx... das wäre das geringste Risiko für alle
- als er bei der Phalanx ist hätte er sofort nach dem Störsender suchen sollen
- spätestens als das Gefecht der Warbrids beginnt hätte er Stellung beziehen müssen, vielleicht hätte er den falschen gewählt... aber alles wäre besser gewesen als BEIDE Schiffe zu verlieren. Aller-aller-Spätestens als beide so schwer beschädigt sind hätte er ihnen die Angriffskapazitäten wegschiessen sollen und.... die Antriebe... und er hätte gewonnen (zeit und die Schlacht). Er hätte beide Schiffe retten können!
- der Versuch den Störsender auszuschalten während beide Warbrids schon aufeinander feuern, ist aberwitzig. Selbst wenn die Kommunikation wiede rhergestellt wäre, hätte er nach den gesamten bisherigen Fakten nicht damit rechnen können brauchbare Infos zu bekommen aufgrund derer er sinnvoll in die Schlacht eingreifen kann... die Aufmerksamkeit also dem Störsender zuzuwenden ist eine fatale Fehlentscheidung.


Wie geschrieben, das Guttapercha tritt hier im negativsten (militärischen) Sinne eines "Cunctators" auf... Wie Star schon schreibt, als Kommandant so passiv zu bleiben hätte er sich hier nicht leisten können... es kostet (wieviele sind da an Bord?) mehrere tausend Romulaner das Leben und die Föderation eine Phalanx. -.-

# Frö
- er stolpert wirklich sehr energisch und aufdringlich ins Bild... als Capatin hätte ich ihm da mehr gesagt und ihn deutlicher zurecht gewiesen... aber gut... das schlimme ist eigentlich, das obwohl Frö so aggressiv und aktiv vorgeht er
- bei dem Unsinn seines COs am Ende assistiert. Statt forsch darauf zu drängen in die Raumschlacht einzugreifen... erkennt er auch nicht das es keinen Sinn macht den Störsender auszuschalten, weil bis dahin die Raumschlacht schon entschieden ist/sein könnte. Dadurch wird sein gesamtes vorheriges Vorgehen und Druck machen... in Frage gestellt. Als es drauf ankommt versagt er völlig.


Wie Du siehst, eine interessante Geschichte mit viel Zündstoff... ;)
« Letzte Änderung: 03.02.14, 18:46 by Leela »

Star

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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #7 am: 03.02.14, 18:59 »
- bei dem Unsinn seines COs am Ende assistiert. Statt forsch darauf zu drängen in die Raumschlacht einzugreifen... erkennt er auch nicht das es keinen Sinn macht den Störsender auszuschalten, weil bis dahin die Raumschlacht schon entschieden ist/sein könnte. Dadurch wird sein gesamtes vorheriges Vorgehen und Druck machen... in Frage gestellt. Als es drauf ankommt versagt er völlig.

Aber was hätte die Satyr-Crew auch sonst großartig machen sollen? Sie wussten ja nicht, wer Freund oder Feind war, in dem Sinne hätte jeder Schuss fatal sein können (wobei das Nichtstun auch fatal war - als Romulaner wäre ich jedenfalls nicht sehr begeistert von dieser Sternenflotten-"Hilfe"). Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, wäre die gewesen, beide Schiffe kampfunfähig zu schießen. Guttapercha gibt seinen Leuten ja sogar den Befehl, nach einer Möglichkeit zu suchen, das angeschlagene Schiff möglichst sachte auszuschalten. Wobei sie sich damit auch gut den Zorn beider Schiffe hätte zuziehen können, womit sie sich vielleicht wieder übernommen hätten.

Letztendlich war die ganze Mission nicht gut geplant. Schon die Admiralität ist viel zu lasch damit umgegangen.

Dass man die Motivation der romulanischen Seperatisten nicht kennt, ist überdies ein guter Punkt. Ich habe ein wenig den Gedankensprung zu den offiziellen Romanen gemacht, daher war das für mich kein Problem. Dort hat sich das Sternenreich nach Shinzons Fall auch entzweit und man hat gegen Seperatisten interne Machtkämpfe durchgeführt.
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Leela

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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #8 am: 03.02.14, 19:21 »
Zitat
Aber was hätte die Satyr-Crew auch sonst großartig machen sollen? Sie wussten ja nicht, wer Freund oder Feind war, in dem Sinne hätte jeder Schuss fatal sein können

Naja, aber das Ergebnis war... 100% absehbar. Sobald der Raumkampf beginnt ist klar, dass eines von beiden Schiffen sehr wahrscheinlich zerstört wird. Und das die Satyr am Ende immer noch nicht weiß welches Schiff (Freund oder Feind) hier den kürzeren gezogen hat...  Was bringt es da die Phalanx samt Störsender zu verschrotten, während hinter ihnen zwei Schiffe in Glut und Asche versinken?

Guttapercha hat nichts zu verlieren,
Option a) Greift er zugunsten der "Falschen" ein, werden die "Guten" vernichtet.
Option b) Greift er zugunsten der "Richtigen" ein ... alles Gut.

Option a) ist nach einem Gewissen Zeitpunkt erkennbar.... es sieht so aus als vernichten sich beide Schfif, bzw. beide sind so schwer angeschlagen das ihnen die Vernichtung droht. An der Stellung muss er allerspätestens handeln und die Vernichtung beider Schiffe unterbinden... Und selbst wenn er nur eines rettet ist diese Option besser als Nichtstun und darauf warten, dass der Zufall entscheidet oder (wie eingetreten) beide untergehen. Option a) droht also eh.

Guttapercha hat in der Geschichte eine Wahl... die er Aufgrund vorlieg nder Daten treffen könnte. Eine sehr riskante Wahl. Aber immerhin ist das deutlich besser als den Ausgang der Raumschlacht faktisch dem Zufall zu überlassen mit dem Risiko ALLES zu verlieren.

Alexander_Maclean

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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #9 am: 03.02.14, 19:55 »
Ohne die Geschichte gelesen zu haben, wage ich aber mal zu behaupten, dass Guttapercha aber niemals so eine riskante Wahl getroffen hätte.

Hunter auf alle Fälle, Aber nicht Ligeti oder Guttapercha.
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Projekt "One Year a Crew" Status: Konzept 100% Schreiben 28,26% Grafisches 0% Erscheinjahr 2020


Max

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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #10 am: 10.02.14, 21:16 »
Dieses Gefühl kenne ich leider auch - wobei es sogar mit deutlicher Verzögerung auftreten kann. Meine Schreibprojekte sind ja meist etwas länger, und mir passiert es häufig, dass ich anfangs noch ganz begeistert bin - sowohl von der Idee, als auch vom Text. Und dann, kurz vor Schluss, nach monate- oder gar jahrelanger Arbeit, den Text, den ich mindestens schon hundertmal gelesen und für gut befunden hatte, auf einmal richtig Mies finde, als hätte ihn jemand ausgetauscht. Ist vielleicht normal.
Wahrscheinlich. Vielleicht ist zu viel Zufriedenheit auch nicht gut, weil man da einen gewissen Impuls, Neues und Besseres zu schaffen sonst vielleicht nicht hätte. Und umgekehrt muss man natürlich hin und wieder auch Glücksgefühle haben, sonst wäre das Schreiben nur Frustration ;)

Live is but a dream? ;)
;) :D

"Hellgrün" habe ich nun auch gelesen. Die Idee hinter der Geschichte ist tatsächlich nicht uninteressant - die Handlung selbst aber vielleicht ein bisschen zu sehr in die Länge gestreckt. Die Besprechung im Konferenzraum beispielsweise erinnerte zwar an gute alte TNG-Zeiten, wo man Probleme noch von allen Seiten beleuchtete - viel neues kam dabei aber auch nicht herum. Im Grunde wird dem Leser hier sogar das eigenständige Rätselraten abgenommen, weil die Charaktere das schon recht ausführlich übernehmen. Dadurch bleibt mir als Leser gar nicht mehr viel zu tun. Man hat immer den gleichen Wissensstand wie die Satyr-Crew. Dass die darüber hinaus eigentlich nur reagiert anstatt zu agieren, fesselt auch nicht unbedingt - obwohl es natürlich innerhalb der Story schon sinnig war, wie vorsichtig Guttapercha vorgegangen ist. Sooo spannend ist das Mysterium aber leider nicht, was auch daran liegt, dass erwähnt wird, wie haushoch die Satyr - trotz fehlender Untertassensektion - dem angeschlagenen romulanischen Freund/Feind noch immer ist. Dadurch kommt kein Gefühl für Gefahr oder Bedrohung auf - man wartet einfach auf die Auflösung, die wohl auch nicht jeder verstehen wird.
Danke für's Lesen, Star :) Du hast damit schon mal eine Tapferkeitsmedaille verdient ;) :D
Ein paar "strukturelle Aspekte" haben eine nicht wirklich zu verkennende Ähnlichkeit mit einem Prinzip, das sich bei Lem immer wieder findet. Dass "Eden" bei mir hoch im Kurs steht, kann man ja auch an einigen meiner letzten Signaturen erkennen. Da wird auch (für manche vielleicht unangenehm oft oder lange) diskurtiert, ohne das am Ende ein großes Ergebnis rauskäme - der Unterschied ist dann freilich, dass das Rätsel nicht militärisch-politisch ist und deswegen schon mal einen größeren Reiz besitzt, und dass der Leser durch die Schilderung des Rästels ein wenig mehr Möglichkeiten hat, sich eigene Gedanken (darüber oder auch über die Diskussion selbst) zu machen.
Dass wir denselben Wissenstand wie die "Satyr"-Crew haben, finde ich gar nicht mal soooooo schlimm, vielleicht aus zwei Gründen. Jede Folge konzentriert sich auch die Crew oder einen Offizier; sofern mir kein Fehler passiert ist, dürfte es im Grunde keine Folge geben, in der mal eine Szene aus fremder Sicht erzählt wird. Damit nehme ich mir viele Möglichkeiten, aber es war schon eine bewusste Entscheidung (auch, um Nähe zu erzeugen). Und dann war es mir eigentlich auch wichtig, dass man praktisch nichts über die Separatisten weiß (dazu bei der Antwort auf den Kommentar von Leela noch mehr).
Ich denke, ein echtes Gefühl der Bedrohung wollte ich für die Folge eigentlich nie haben. gut, es gibt da die Szene am Ende der Leseprobe - da darf man gerne ein ungutes Gefühl haben. Zwar wird auf das Wohl der (zivilen) Besatzung geachtet, aber ich glaube, auch die Crew macht sich kaum Sorgen (mit Frö als Ausnahme, der sich nicht wohl dabei fühlt, dass die "Satyr" der Schlacht den Rücken zuwendet).
Dann bleibt am Ende doch nur das Mysterium, um die Frage, wer die "normalen" Romulaner und wer die Separatisten waren. Immerhin ist das dann eine "Aufgabe", die der Leser hat und die ihm in dem Sinne nicht von der Crew abgenommen wird ;)

Dass die Raumfahrt-Technik etwas beschnitten wurde (durch Störsender oder einfach zu knackende Codes) fand ich nicht einmal schlimm. Das gehört halt auch mal zu einer guten Mantel und Degen-Geschichte. Leider kann die Satyr dadurch kein einziges Mal wirklich punkten, was für einen etwas faden Beigeschmack sorgt.
ST definiert sich oft über die Technik. Oft werde ich damit wahrscheinlich nicht brechen, hier war das schon der Fall, weil es ja zur Kernaussage der Folge gehörte, dass man sehr schnell einer normalen Handlungsgrundlage entzogen wird. Das darf und soll dann auch die "Satyr" betreffen: Unsere Helden sind also ratlos. Alles wäre dramatischer gewesen, hätte für die "Satyr" dadurch noch eine Gefahr bestanden. Einerseits hatte ich nichts dagegen, dass das Protagonistenraumschiff mal in dem Sinne gut wegkommt, dass keine Gefährdung konstruiert wird. Oft haben wir in den Serien erlebt, dass die Schiffe, die als die Besten der Flotten bezeichnet worden waren, dann doch schnell massive Probleme bekommt. Hier wollte ich nichts konstruieren, um die "Satyr" plötzlich schwächer zu machen, als sie eigentlich ist. Andererseits distanziert uns das vom eigentlichen Problem der Folge, was ich im Spannunggefälle - allgemein, denn so gut ist "Hellgrün" nun wahrlich nicht - von Dilemma und blasierter Utopie ganz interessant sein könnte. So idela geht das hier natürlich nicht auf.

Den positivsten Eindruck hat überraschenderweise Frö hinterlassen. Der scheint als erster Offizier ja ein richtiges Naturtalent zu sein. Steht da etwa schon die Ablösung von Commander Lute bereit? Er ist mit seiner fast äh... frö-hlichen Art jedenfalls ein schöner neuer Ansatz und eine nette Ergänzung zum eher ruhigen, etwas knotterigen Guttapercha. Der hat dieses Mal übrigens erstaunlich oft aufgestöhnt. Kam da etwa der übermüdete Max in ihm hervor? :D
Wahrscheinlich ;) :D
Ja, Frö sollte wirklich so ein Gegensatz zu Guttapercha sein. Intuitiv hatte ich den Eindruck, Lute wäre in dieser Folge nicht gut aufhoben. Ich weiß wirklich nicht genau warum. Deswegen hat sie einfach Urlaub bekommen - warum auch nicht? Wahrscheinlich setzen sie und ihr Mann private Planungen aus "Dunkelgrün" in die Tat um ;) Bei Frö mochte ich, dass er so ein wenig "stört" (gar nicht mal nur negativ gemeint), aber immer bräuchte ich ihn nicht, zumindest nicht in der Position des XOs. Aber als Chefingenieur kann er ja auch immer mal wieder prominent auftauchen. Im Moment möchte ich die Abfolge Heyse - Lute - Mbambe - Pµ eigentlich bestehen lassen (zumal Lute zwei Jahre später ja noch "fanon" ist).

Also unterm Strich war "Hellgrün" zwar nicht unbedingt ein Highlight, aber auch kein Ausreißer nach unten, sondern "nur" eine durchschnittliche Satyr-Geschichte. Und auch über die freue ich mich immer :)
Danke, das ist sehr nachsichtig von Dir :)
Ja, wenn ich ein paar Wochen, Monaten oder Jahren auf die Serie zurückblicken werde, wird mir "Hellgrün" auch nicht unbedingt als Highlight in den Sinn kommen. Die grundsätzliche Idee, soviele Schwächen sie auch im Verlauf in der Umsetzung offenbaren kann und auch offenbart hat, gefällt mir aber an sich schon noch, sodass ich es nicht wirlich bereue, dass es diesen "Eintrag" in die Reihe auch gibt.

Hm, schwierig. Ich bin auch durch und gehe mit Star insoweit konform dass sich die Geschichte qualitativ nahtlos in den hohen Standard der Satyr Reihe einreiht. Aber ich stimme auch soweit zu... dass sie.. komplizierter ist.
Auch für Dich gibt es einen Orden für's Durchhalten ;) :D "komplizierter"? Also das ist schmeichelhaft für "Hellgrün" :D
Es freut mich aber, dass Du die Folge der Reihe an sich nicht übelnimmst.

Was mir den Einstieg in die Story und auch das Mitfiebern sehr erschwert hat, ist die Tatsache das über die romulanischen Separatisten eher weniger bekannt ist. Sie sind ein bisschen eine Black Box, können von Gut bis Böse alles sein und jegliche Motiviation und damit auch jegliche Handlung wäre für sie daher im Kontext der Geschichte möglich.... das macht es für mich sehr schwer in die Situation zu finden, was ich mit dem Captain offenbar gemiensam habe. Daher bleibt auch die Besprechung eher substanzlos - man erörtert viele Szenarien, weiß am Ende aber nur, dass man nichts weiß.  Eigene Spekulationen scheitern für mich nicht mal unbedingt daran, dass die Figurne selbst schon einige Szenarien erörtern - sondern wieder an meiner mangelnden Kenntnis über die Gegenseite. Deswegen kann ich auch der Besprechung nur distanziert folgen.
Das war für die Dramaturgie nicht so günstig, aber für das Konzept an sich halte ich das gar nicht mal für sooo unpassend. Klar, es gibt diplomatische Kanäle, Gerüchte und auch die Geheimdienstarbeit, grundsätzlich halte ich es aber für das Setting geeignet. Das sind einfach romulanische interne Abläufe, über die man naturgemäß nicht viel sagen kann. Ähnliches kann ja schon auch für unsere Gegenwart mit Konflikten in so manchem realen Land gelten. Sind die "normalen" Romulaner wirklich "gut", nur weil sie nach Shinzon intensivere Kontakte zur Föderation aufgenommen haben? Muss man annehmen, dass die Abspaltungspläne der Separatisten auf echter Unterdrückung fußen und damit vielleicht berechtigt sind? "Gut" und "schlecht" ist hier a priori nicht einschätzbar und wahrscheinlich sowieso Kategorien, die nicht wirklich "erfüllbar" sind.
Das Problem für die Crew ist, dass sie mit ihrem mangelnden Wissen lediglich so etwas wie Erfüllungsgehilfen einer Politik sind, die sie im Grunde auch noch hinterfragen müssen. Die daraus resultierende Distanz liegt in der Natur der Sache und ich finde es an und für sich auch als sinnvoll, das so zu thematisieren (wobei "Hellgrün" hier auch nicht genug pointiert damit umgeht).

Warum die Phalanx am Ende Dreh- und Angelpunkt ist/wird, wird nicht aufgelöst, oder? Obwohl die Erwähnung es bereits zu Beginn vermuten lässt.
Na ja, man brauchte jede Menge Energie, damit der Störsender (autonom) so wirklich zur Hochform auflaufen konnte. Eigentlich hätte das den Beteiligten natürlich auch (früher) einfallen können ;)
(Im Konzept war die Phalanx natürlich in erster Linie ein leider doch sehr erzwungenes Vehikel, um zu zeigen, dass Guttapercha durchaus nicht vor drastischen Mitteln zurückschreckt, indem er bereit ist, etwas "eigenes" zu zerstören).

# Guttapercha
wäre ich Flottenchef würde ich ihn nach dieser Mission des Amtes entheben. Er macht ennorm viele Fehler, in meinen Augen... ich bin... jetzt noch platt
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- er hätte dem beschädigten Warbird auch 4-5 Shuttles da lassen können... keine "Streitmacht" aber immerhin besser als nichts...
- zudem reagiert er zu schnell. Man hätte auch die tarnfähigkeit des Warbirds wieder herstellen können und ihn irgendwo parken, das hätte Zeit gegeben sich DIESE Romulaner mal anzusehen
- noch besser wäre gewesen die Satyr bleibt selber da und schickt 2-3 Shuttles zur Phalanx... das wäre das geringste Risiko für alle
- als er bei der Phalanx ist hätte er sofort nach dem Störsender suchen sollen
- spätestens als das Gefecht der Warbrids beginnt hätte er Stellung beziehen müssen, vielleicht hätte er den falschen gewählt... aber alles wäre besser gewesen als BEIDE Schiffe zu verlieren. Aller-aller-Spätestens als beide so schwer beschädigt sind hätte er ihnen die Angriffskapazitäten wegschiessen sollen und.... die Antriebe... und er hätte gewonnen (zeit und die Schlacht). Er hätte beide Schiffe retten können!
- der Versuch den Störsender auszuschalten während beide Warbrids schon aufeinander feuern, ist aberwitzig. Selbst wenn die Kommunikation wiede rhergestellt wäre, hätte er nach den gesamten bisherigen Fakten nicht damit rechnen können brauchbare Infos zu bekommen aufgrund derer er sinnvoll in die Schlacht eingreifen kann... die Aufmerksamkeit also dem Störsender zuzuwenden ist eine fatale Fehlentscheidung.
Die Wirkung der "Satyr" kann grundsätzlich nicht so hoch sein, weil ein Schiff allein eine Grenzregion nie optimal wird absichern können. Zur Phalanx musste man eigentlich fliegen, weil es kaum zu ignorieren war, dass es plötzlich keinen Kontakt mehr zu ihr gab. Wenn man einen "Übergriff" der Separatisten erwartete, dann war es nicht so verkehrt, anzunehmen, er fände an jenem Ort statt und nicht dort, wo die "Satyr" (mit dem romulanischen Schiff) wartete.
Shuttles hätte man mMn nicht bei dem romulanischen Schiff lassen können. Es war zwar angeschlagen, aber Shuttles sind nun man nur Shuttles; ohne die "Satyr" hätte man weder groß hilfreich beistehen, noch angreifen können. Vergleichbares gilt auch für einen Einsatz der Shuttles bei der Phalanx. Eine Option wäre doch gewesen, die Untertassensektion einzusetzen, aber ich wollte das klassische Bild - die Untertasse als Ort, wo die Zivilisten bleiben können, die Kampfsektion für militärische Einsätze - beibehalten.
Mit dem Warbird ist das so eine Sache... Die Romulaner waren ja immernoch dazu in der Lage, eigenständig zu handeln. Wie hätte man den Warbird "parken" können? Wenn man sich nicht sicher ist, ob Sunaj ein Separatist ist, kann man sich auch nicht wohl beim Gedanken fühlen, wenn sich dessen Warbird tarnt und damit "vom Radar" zu verschwinden droht. Klar, das ist grundsätzlich das Problem (beim Absichern der Grenze), aber wenn man nun mal da ist, um Präsenz zu zeigen, kann man dann, wenn man auf einen Warbird trifft, das doch eigentlich nicht auch nicht ignorieren. Das Problem ist eigentlich auch, dass man ja gar nicht wirklich mit den Romulanern interagieren kann, eben weil man nicht weiß, ob es Separatisten sind oder nicht.
Hmm, bei der Phalanx hat man doch eigentlich recht schnell nach dem Störsender suchen wollen, zunächst ja auch mit der Hilfe der Romulaner.
Dass man dann - als die Schlacht losging - so nach dem Störsender gesucht hat, wirkt ein wenig erzwungen und ist alles in allem Blödsinn - zumal wir ja auch erkennen, wie wenig es nützt, ihn auszuschalten; schließlich war man danach auch nicht klüger als vorher. Man könnte höchstens spekulieren, dass man nicht beamen kann, solange das Störfeld aktiv ist, was ja plausibel wäre, wenn selbst Kommunikationssignale nicht mehr durchkommen. Natürlich wäre die Entgegnung darauf, dass man ja zuerst die beiden Schiffe kampfunfähig schießen kann, um sich dann um den Rest zu kümmern. Hier ist meine Geschichte an sich schwach, das aber, weil sie einfach den Fokus nicht vom Apsekt nehmen möchte, woher denn nun endlich das Wissen kommen kann.

Das Eingreifen ist so eine Sache...
Dass die Sache nicht wirklich gut ausgehen konnte, war sehr früh, viel früher als erst bei der Schlacht, klar; Guttapercha äußert das ja eigentlich auch.
Ansonsten habe ich eine ähnliche Perspektive wie Star.
Wie will man da eingreifen?

Es kommt ein Aspekt hinzu, der mMn beachtenswert ist, obwohl ich ihn nicht explizit am Ende der Geschichte genannt habe; vielleicht kann man sich als Leser aber auch gerade auf diesen Aspekt "stürzen", wenn kaum andere Rätsel übrig bleiben:
Guttapercha hält die Auseinandersetzung - das wird ja im Gespräch mit dem Admiral deutlich - für eine intern-romulanische Angelegenheit. Nicht immer ist Guttapercha passiv und 'tut' unbeteiligt, aber hier? Die Vermutung, er sähe in der konkreten Situation eine vertretbare Möglichkeit, sich rauszuhalten, ist nicht gewagt. Der Auftrag lautete, den Romulanern zu helfen; das war vage genug und ergänzt wurde diese Instruktion dann auch nicht auf eine hilfreiche Art und Weise, als die Romulaner um eine "Absicherung der Grenze" baten (weil das auch einfach heißen kann, dass man nach Möglichkeit nicht zulassen sollte, dass sich die Separatisten in die Föderation flüchten). So könnte sich Guttapercha ja leicht darauf zurückziehen, zu sagen, dass er überhaupt keinen "Kampfauftrag" hatte und ihn auch nicht bekommen konnte, solange keine Kommunikation mit den echten Verbündeten möglich war. Und insgeheim konnte er regelrecht in dem Sinne zufrieden sein, dass sich die Sache (wie von ihm eigentlich gewünscht) romulanisch-intern "löst" (auch wenn ihm natürlich nicht daran gelegen ist, dass es bei den Romulanern Tote gibt).

# Frö
- er stolpert wirklich sehr energisch und aufdringlich ins Bild... als Capatin hätte ich ihm da mehr gesagt und ihn deutlicher zurecht gewiesen... aber gut... das schlimme ist eigentlich, das obwohl Frö so aggressiv und aktiv vorgeht er
- bei dem Unsinn seines COs am Ende assistiert. Statt forsch darauf zu drängen in die Raumschlacht einzugreifen... erkennt er auch nicht das es keinen Sinn macht den Störsender auszuschalten, weil bis dahin die Raumschlacht schon entschieden ist/sein könnte. Dadurch wird sein gesamtes vorheriges Vorgehen und Druck machen... in Frage gestellt. Als es drauf ankommt versagt er völlig.
Frö ist ein Experiment, Guttapercha lässt ihn an sich an der langen Leine. Frö konfrontiert Guttapercha mit dem "Hunter"-Element. So kann es auch passieren, dass ich die Figur des Handelns Willen handeln ließ: Frö hat nichts dagegen, dass gehandelt wird (à la: ob gegen die Phalanx oder die Romulaner ist einigermaßen einerlei). Dessen ungeachtet hätte er natürlich darauf drängen können, in die Raumschlacht einzugreifen - und dann wäre er wohl dafür gewesen, Sunajs Schiff zuerst zu beschießen.
Man könnte auf den Gedanken kommen, in der größten Drucksitutation, die er auf der Brücke erlebt, sei der "Peak" seines wohligen Gefühls, nun den Ersten Offizier spielen zu dürfen, schon vorüber. Ich habe nicht das Gefühl, Frö sei so wirklich für die Aufgabe bereit, sich um die Crew als Erster Offizier zu kümmern, obwohl er interessante Ansätze hat.

Ohne die Geschichte gelesen zu haben, wage ich aber mal zu behaupten, dass Guttapercha aber niemals so eine riskante Wahl getroffen hätte.

Hunter auf alle Fälle, Aber nicht Ligeti oder Guttapercha.
Ich glaube, ich würde Deiner Einschätzung wirklich zustimmen.
Er ist zu einer riskanten Herangehensweise zwar in der Lage - in diesem Zusammenhang ist das eine Gespräch zwischen ihm und Mbambe auf der Krankenstation in "Neochrom" meine Lieblingsszene. Aber das hier war nicht wirklich der Kontext, in dem er zu so einer Wahl bereit war, schätze ich.
« Letzte Änderung: 10.02.14, 21:27 by Max »

Dahkur

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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #11 am: 19.03.15, 11:18 »
Also da hast Du dem armen Guttapercha ja einen fröhlichen Welpen an die Seite gestellt. Den Eifer Frös zu lesen hat bei mir bereits Grinsen ausgelöst. Besonders der Satz, dass Guttapercha ihn anblicke als würde er ihn zum ersten Mal sehen, war göttlich!

An dieser Episode hat mir gut gefallen, dass man als Leser genau die Unsicherheit fühlen kann, welche diese Situation auslöst. Es sind nicht genug Fakten vorhanden, der Auftrag an sich ist schon mehr oder weniger schwammig. Beim Auftauchen des Warbirds sind genügend Zweifel gegeben, dass man keine Ahnung hat, zu welcher Seite er gehört. (einmal ganz davon abgesehen, dass man ohnehin keine Ahnung hat, was die Seiten überhaupt sind). Natürlich kann man den Warbird dann auch nicht alleine zurück lassen, gleichzeitig muss aber nach der Phalanx gesehen werden … Mit genauso vielen Fragezeichen wie der Leser steht auch die Crew da und weiß einfach nicht, was genau sie machen soll.
Alleine schon der Auftrag, einen bestimmten Punkt an der Neutralen Zone mit einem einzigen Schiff zu bewachen … das klingt nicht wirklich durchdacht.
Diese völlige Unsicherheit kommt in Deiner Beschreibung und der Handlung der Charaktere ganz prima rüber.
Am Ende weiß dann zumindest die Crew, zu welcher Seite das eine Schiff gehörte. Aber gewonnen ist damit nichts. Ich als Leser stehe mit der Erkenntnis da, was passieren kann, wenn eine Mission vom Oberkommando nicht genug geplant ist.
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Antw:Hellgrün - 11/2386
« Antwort #12 am: 21.03.15, 10:25 »
Also da hast Du dem armen Guttapercha ja einen fröhlichen Welpen an die Seite gestellt. Den Eifer Frös zu lesen hat bei mir bereits Grinsen ausgelöst. Besonders der Satz, dass Guttapercha ihn anblicke als würde er ihn zum ersten Mal sehen, war göttlich!
Danke :) Ich habe ja normalerweise immer eher "harmonische" Figuren, aber ich wollte man einen Charakter einsetzen, der die allgemeine Ruhe in meinen Geschichten ein wenig stört ;) ;)

An dieser Episode hat mir gut gefallen, dass man als Leser genau die Unsicherheit fühlen kann, welche diese Situation auslöst. Es sind nicht genug Fakten vorhanden, der Auftrag an sich ist schon mehr oder weniger schwammig. Beim Auftauchen des Warbirds sind genügend Zweifel gegeben, dass man keine Ahnung hat, zu welcher Seite er gehört. (einmal ganz davon abgesehen, dass man ohnehin keine Ahnung hat, was die Seiten überhaupt sind). Natürlich kann man den Warbird dann auch nicht alleine zurück lassen, gleichzeitig muss aber nach der Phalanx gesehen werden … Mit genauso vielen Fragezeichen wie der Leser steht auch die Crew da und weiß einfach nicht, was genau sie machen soll.
Alleine schon der Auftrag, einen bestimmten Punkt an der Neutralen Zone mit einem einzigen Schiff zu bewachen … das klingt nicht wirklich durchdacht.
Diese völlige Unsicherheit kommt in Deiner Beschreibung und der Handlung der Charaktere ganz prima rüber.
Am Ende weiß dann zumindest die Crew, zu welcher Seite das eine Schiff gehörte. Aber gewonnen ist damit nichts. Ich als Leser stehe mit der Erkenntnis da, was passieren kann, wenn eine Mission vom Oberkommando nicht genug geplant ist.
Wahrscheinlich reiht sich "Hellgrün" damit in die lange Reihe der Star Trek-Geschichte, die schon in TOS begann, bei denen die scheinbar irgendwie weltfernen Vorgesetzten den Helden mit bestimmten Aufträgen Schwierigkeiten bereiteten ;) :D
Ich wollte in der Geschichte eine kleines Verwirrspiel, das aber nicht nur theoretisch ist, sondern harte Konsquenzen haben könnte. Nachträglich finde ich dann aber sogar, dass die Geschichte das Grundkonzept vielleicht noch ein bisschen mehr hätte zuspitzen können...

 

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