Autor Thema: Und es ward ihnen gesagt...  (Gelesen 737 mal)

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David

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Und es ward ihnen gesagt...
« am: 13.02.15, 07:32 »
Ich konnte hier keinen dazu passenden Thread finden, außer "Das Wichtigste an einer Geschichte - Die Struktur", aber da ging es ja eher um stilistische Dinge einer Geschichte.

Also.

Ebenso wichtig, wie der Hintergrund einer FanFiction oder einer einzelnen Story, ist auch, dass man - besonders bei zusammenhängenden Geschichten, ob nun als "Serie" oder "Reihe" (ich unterscheide da wie folgt: Serie = Aufeinander aufbauende Geschichten // Reihe = lose zusammenhängende Einzelgeschichten) - sich Gedanken über wichtige Entwicklungen und Fakten macht.

Natürlich sollte auch immer eine gewisse Flexibilität herrschen, da man seine Werke sonst schnell in ein zu enges Korsett schnüren kann, was hinterher sich dann zu korrigieren als schwierig, bis unmöglich erweisen kann.

Ja, liebe Kollegen ich spreche hier von nix Anderem, als einem "Reihencanon".
Das ist das Thema.

Nur wenige FF's, die ich kenne, sprechen so einen Canon aus, aber tatsächlich haben fast Alle einen.

Ich persönlich finde so einen Canon recht sinnvoll, da man gut eine Route abstecken kann, auf der sich die Serie, Reihe, was auch immer bewegen soll.
Wie eng man Diesen dann letztlich fasst, ist Jedem selbst überlassen und "eine goldene Mitte" zu finden ist nie leicht.

Ich selbst habe einen "Reihencanon" für STC entworfen, was ein ziemliches Stück Arbeit gewesen ist.

Besonders sinnvoll ist so ein "Leitwerk", wenn zwei oder mehrere Leute an einer Serie/Reihe arbeiten, damit man möglichst frei von Widersprüchen in den Geschichten bleibt.

Jedoch sollte man nicht den Fehler machen, jede kleinste Kleinigkeit bis ins letzte Detail durchzuplanen und zu reglementieren.
Es gestaltet sich jedoch als Sinnvoll, damit die "Route abzustecken", besonders, wenn man selbst als Autor schon eine recht gute Vorstellung von seiner FF hat.

Das vermindert hinterher auch zu ausufernde und sich wiederholende Diskussionen mit, evtl. später einsteigenden Mitarbeiten (hauptsächlich bei Gemeinschaftsprojekten, bei FF's ja eher noch eine Seltenheit)

Mit einem Canon kann man also recht sinnvoll die "Eckpunkte" einer FanFiction abstecken und sich an ihnen orientieren.
Ich zähle hier mal einige Stichpunkte auf, die in so einem "Canon" sehr sinnvoll sein können (aber nicht müssen ;) )
  • Charakternamen (nicht dass bei einem Multiprojekt ein neuer Autor kommt und plötzlich meint, aus Lt. Schmidt oder Müller plötzlich eine Lt.-Cdr. Smith oder Miller zu machen ;) ), ebenso wie das Aussehen (insbesondere, wenn man mit grafischen Dingen arbeitet.
  • zeitliche Einordnung der Geschichten (sinnvoll für technische Entwicklungen, historische Ereignisse, etc.)
  • alte / neue Zeitlinie, Crossover, Multiverse, etc. (was lasst ihr zu, was ist ein No-GO für eure FF)
  • politische Langzeitentwicklung (in was für einem Zeitgeist soll eure FF spielen?)
Das sind nur mal so einige Punkte, die man sich vielleicht durch den Kopf gehen lassen können sollte, wenn man an Langzeitprojekten arbeitet (meine bescheidene Erfahrung).

 

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