Autor Thema: Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne  (Gelesen 6187 mal)

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Alexander_Maclean

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Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« am: 16.06.15, 23:20 »
Anlässlich des 9. Forengeburtages möchte ich mein neustes Projekt enthüllen.
Borderland

Auch wenn ich dabei dem Science Fiction Genre treu bleibe und mich dabei in den bekannten Unterkategorien Space Opera, Military SciFi und Space Western herumtreibe, ist alles was ich hier entwickle komplett auf meinen Mist gewachsen.
Natürlich werde ich den einfluss von mir gesehener Science Fction serien nicht ganz leugnen können, aber ich hoffe ich kann auch etliches Neues ergänzen.

Zur Entstehungssgeschichte kann ich sagen, dass alles mit meinen Werken mit dem LDD während der letzten 18 Monate zusammenhing. Nachdem ich zwei drei Modelle zusammengebastelt habe, merkte ich, wie sehr mir dieses World Building gefiel. Und da erinnerte ich mich an meinen alten Traum mal eine eigenständige SciFi Story zu schreiben. Also setzte ich mich hin und entwickelte den ersten Band. Und vielen vom dem ganzen drumherum.

Dann war es nur noch die sache, dem "Kind" einen Namen zu geben und fertig war es. Warum dieses Werk "Borderland" betitelt wurde, werdet ihr in der Einleitung lesen können.

Noch einen Satz zur Veröffentlichung. Ich werde über die nächsten wochen und Monate die Kapitel einzeln als Text posten und dann am ende das komplett werk als PDF. Ich hoffe natürlich auf eure Kritiken und auch kreativen Inputs.

Aber genug der Vorrede.

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Einleitung


„Borderland“, so nennen Raumpiloten, Frachterkapitäne, Glücksritter und unter der Hand auch Offiziere und Mannschaften der Terranian Protection Fleet (TPF) (Terranische Schutzflotte) jenen Raumbereich der mindestens zwei Standardsprünge hinter den etablierten Raumbereichen der Terranian Alliance (TA) (Terranische Allianz) und anderer Völker liegt.

Ein Raumbereich wo man nur auf gut Glück auf eine Nachschubstation oder eine kleine neugegründete Kolonie treffen kann. Obwohl dort auch die Schiffe der TPF Patrouillen fliegen, fällt es immer noch schwer, die Ordnung in diesen Raumbereich aufrecht zu erhalten.
Piratenangriffe sind keine Seltenheit und oft findet man auch gar keine Spuren, wenn ein Schiff dort verloren geht.

Ein Tummelplatz für Abenteurer und Prospektoren, aber auch Schmuggler und andere Individuen die „unter dem Radar“ fliegen wollen.

***

1. Kapitel - Feindkontakt

TSF 1406 ‚Taipeh‘
Sektor 837
Mission: Eskorte des Konvois K2216
Ziel: ‚Toi Chi‘ Versorgungsstation
17.8.2204


Lt. Cmdr. Tamar Gershon betrat die Messe ihres kleinen Schiffs und entschied sich für einen Sitzplatz an dem Tisch an Backbord, wo sie aus dem Fenster ins All sehen konnte. Doch derzeit erblickte sie nur ein grünliches Wabbern, den Effekt der beim Flug durch den Hyperraum entsteht. Doch nur so konnte man der einst als unüberwindbar geltenden Lichtgeschwindigkeit des Normalraums entkommen.

Doch kaum dass sie sich gesetzt hatte, stellte der Schiffskoch ihr eine Schüssel und eine Tasse Kaffee hin. Tamar blickte hinein und sah dann dem älteren Mann hinterher, der gerade durch die Verbindungstür zur Küche verschwinden wollte.
„Chief, wo ist mein Rührei?“, fragte sie.
Chief Stefan Krüger drehte sich zu ihr um: „Tut mir leid, Skipper, aber das Eipulver ist alle. Das meiste habe ich letzte Woche verbraucht, als ich die Geburtstagstorte für Petty Officer Mendez gebacken habe. Wir können auf Toi Chi Neues aufnehmen.“
Er strich sich durch sein graues Haar: „Außerdem war beim letzten Bluttest ihr Cholesterinwert zu hoch gewesen. Essen sie ihr Müsli, Commander, dass ist gut für sie.“

Mit einen Zischen öffnet sich die Tür vor ihm und Lt. Barney Howard trat ein. Der Chefingenieur war ein sogenannter 'Spacer', wie sie im Slang hießen, ein Nachfahre der Leute die mit den ersten Hyperraumschiffen ins All flogen. Damals wusste man noch nichts von der Pi Strahlung und ihrer mutagenen Wirkung. Diejenigen, die überlebten und ihre Gene weitergaben, sorgten bei ihren Nachkommen für ungewöhnliche Auswirkungen. Bei Barney hielt es sich relativ in Grenzen. Mit seinen 29 Jahren sah er aus wie ein gewöhnlicher Mensch, sah man von seinen gelben Augen und den schlohweisen Haaren ab.

Doch statt sich sein Frühstück bringen zu lassen wandte er sich direkt an seine Vorgesetzte und wollte wissen, wann das Schiff die Toi Chi Station erreichen würde.
„Wir haben noch einen Sprungpunkt vor uns.“, erklärte diese und sah reflexartig auf ihre Uhr.
Und erschrak: „Und den erreichen wir bald.“
Sie trank ihren Kaffeebecher mit mehreren großen Schlucken aus und verließ die Messe durch die Bordküche weiter zur Leiter, die sowohl zum unteren Deck als auch zur Brücke führte.
Dann den kurzen Korridor entlang vorbei, an ihren Quartier und das der beiden Offiziere.

Als die Frau die Kommandozentrale der 'Taipeh' betrat machte Chief Moxen, der zweite Wachoffizier sofort Platz und setzt sich an die Sensorkonsole.
Tamar nahm auf ihren Sessel Platz. „Status!“
„Fünf Minuten 23 bis Sprungpunkt 3170 Bravo.“, erklärte der Petty Offizier am Steuer.
Tamar zählte die Sekunden lautlos runter und ordnete dann an: „Geben sie den Fünf Minuten Vor Sprung Alarm.“
„Aye, aye Commander.“

Ein tiefer kurzer Summton ertönte und sofort wurde auf dem kleinen Schiff eine penibel eingedrillte Standardprozedur der Terranian Protection Fleet eingeleitet. Die Mannschaftsmitglieder die Freiwache hatten, wurden geweckt. Zwei weitere Personen, Lt. Al Richards, der erste Wachoffizier und ein weiblicher Petty Officer betraten die Brücke. Erster um den Crewmen an der Waffenkontrolle abzulösen und letztere um die noch unbesetzte Kommstation zu besetzen. Unter Deck wurde zudem die zweite Maschinenstation bemannt.

Lt. Richards gab dann immer den Countdown durch, sowohl für die Mannschaft auf der Brücke, als auch über Schiffskom für den Rest der Crew.
„Zwei Minuten.“
„Eine Minute.“
„Dreißig Sekunden.“
„Zwanzig.“
„Zehn – neun – acht – sieben – sechs – fünf – vier – drei – zwei – eins – null.“
„Wir springen.“

Ein grellgrünes Licht überflutete kurz alle Räume mit Außenfenstern, während der Steuerungscomputer die 'Taipeh' wieder zurück in den Normalraum beförderte. Lt. Cmdr. Gershon brauchte nur einen Moment um sich davon zu erholen.
„Navigation, Positionsbestimmung.“
„Wir sind 47235 Kilometer von der Navigationsbarke des Sprungpunktes 3170 Bravo entfernt.“, berichtete der Mann.
„Nicht übel Juri.“, erwiderte die Kommandantin.
Bei der TPF galt eine Entfernung von bis zu fünf Lichtsekunden zur Navigationsboje eines Sprungpunktes als akzeptabel. Tamar hatte diese Grenze auf zwei herabgesetzt, weil sie es auch hasste, gerade beim Konvoidienst immer noch Minuten damit zu verschwenden, alle Schiffe wieder in Flugformation zu bringen.

„Sensor, Kontaktmeldung.“, war das nächste Crewmitglied an der Reihe.
„Sensorkontakt zu 'Mathilda', 'Caroline', 'Josefine' und 'Lucy'.“, erwiderte der Chief und verwendete dabei die Spitznamen, welche die Mannschaften der Begleitschiffen den vier Erzfrachtern gegeben hatten.
„Mehrere Kontakte mit TPF Transpondern. FF Code ist freigegeben. Klarmeldungen für die 'Damaskus', die 'Seoul', Hawkeye 675 und 1427.“

Tamar stutze: „Was ist mit der 'Vanatu'?“
„Kein weiterer Kontakt innerhalb von 10 ls, Skipper.“
„Die werden sich versprungen haben.“, bemerkte Juri Markow.
„Wer hat dann das Kommando über den Konvoi.“, wollte Lt. Richards wissen und fuhr sich durch sein kupferrotes Haar.
„Ich, Al.“, erwiderte Tamar. „Die Damaskus ist nur eine Versorgungsfregatte und wird von einen Lt. geführt. Und die Seoul ist zwar wie die Taipeh ein Schiff der Kyotoklasse, aber ich mache den Job ein halbes Jahr länger als deren Commander.“
Sie seufzte kurz: „Kommunikation. Botschaft an alle Schiffe des Konvois.“
Auf ein Nicken ihrer Kommunikationsexpertin begann sie: „Konvoi K 2216. Hier ist Lt. Cmdr. Gershon von der Taipeh. In Abwesenheit der Vanatu übernehme ich das Kommando. Alle Statusmeldungen gehen an unser Schiff. Weitermachen wie geplant und vorbereiten zum Sprung nach Toi Chi.“
Die Botschaft wurde abgesetzt und so konnte sich Tamar anderen Sachen widmen: „Markow. Berechnen sie die Sprungkoordinaten zur Toi Chi Station.“
„Aye, Commander.“

Jetzt hieß es warten, bis die Schiffe für einen weiteren Sprung bereit waren. Doch dann meldete die Petty Officer von der Kommunikation. „Transmission von Hawkeye 1427.“
„Auf die Lautsprecher.“
„Taipeh, hier Hawk Eye 1427. Wir haben einen Kontakt gemessen, etwa zehn LM von unserer Position entfernt.“
Tamar runzelte die Stirn: „Konnten sie den Kontakt identifizieren. Ist es die Vanatu?“
„Negativ, Commander. Selbst wenn sie so weit vom Kurs abgekommen wären, hätten sie etwa zeitgleich mit uns aus dem Hyperraum kommen müssen und dann wären sie noch nicht auf unseren Schirmen.“, erklärte der Mann über Kom. „Wir habe auch von den Objekt noch kein Freund Feind Signal oder ähnliche IDs. Und aufgrund der Entfernung können wir keine klare Energiebestimmung durchführen.“
Die Kommandantin der Taipeh dachte nach: „Behalten sie es im Auge. Taipeh Ende.“

Al Richards drehte sich um: „Vielleicht ist es ein Frachter der sich versprungen hat. Die werden jetzt nach dem Bakensignal suchen. Uns haben sie erst in ein paar Minuten auf den Sensoren. Wenn sie überhaupt eine Erfassung auf die Distanz schaffen.“
Lt. Cmdr. Gershon schnitt eine Grimasse: „Eben das ist ja das Problem. Die meisten zivilen Schiffe hätten das Objekt auf diese Entfernung nicht erfassen können. Dasselbe gilt auch für etliche Militärschiffe, die Standardmäßig für Eskortmissionen eingeteilt werden. Selbst für Scout Korvetten ist das am oberen Ende ihrer Reichweite. Auf der 1427 muss es gute Sensor Operator geben. Nur große Schiffe, wie Zerstörer oder Kreuzer mit entsprechenden Sensorlanlagen gelingt eine klare Erfassung. Wer soweit ab vom Sprungpunkt liegt, hat sich nicht einfach verflogen. Ich halte es für einen Hinterhalt.“

Die Frau aktivierte eine Taste an ihren Sessel: „Taipeh an Konvoi K2216. Alarnstatus zwei für alle Schiffe. Das ist keine Übung. Bis zur Sprungbereitschaft auf Kurs 112.78 gehen und maximales Sublicht der Frachter. Sprungbereitschaft herstellen. Damaskus geht auf Frontposition Hawkeye 675 und Seoul beziehen Flankenposition an Backbord. Hawkeye 1427 kommt mit uns an Steuerbord.“

An seiner Konsole gab Petty Officer Markov die neuen Flugdaten ein. „Konvoi in Formation, Commander. Kurs und Geschwindigkeit angepasst. Wir sind auf zwei Drittel unserer Sublichtgeschwindigkeit.“
„Danke Petty Officer.“

Nur Sekunden später meldete sich der Chefingenieur über Kom: „Maschinenraum an Brücke.“
Tamar holte kurz Luft. Das war kein gutes Zeichen, wenn sich ihr Chefingenieur meldete: „Hier Brücke. Was gibt es, LT?“
„Commander, wir können erst in dreißig Minuten springen.“, berichtete Lt. Howard.
„Warum denn das.“. Fragte die Kommandantin überrascht. „Das hat an keinen der bisherigen Sprungpunkte so lange gedauert.“
„Ja, aber der 'Josefine' ist der Sprungantrieb abgeschmiert. Die starten zwar bereits das System neu, aber das dauert eben.“, berichtete der Ingenieur.

Tamar knirschte mit den Zähnen. „Das hat uns gerade noch gefehlt. Barney wir haben einen Kontakt auf den Scannern.“
„Verstanden Commander. Aber bei der Josefine dauert das nun mal. Sie ist ein 38 Jahre alter Erzfrachter.“, veruschte de Ingenieur zu erklären. „Es spricht für die Wartung ihrer Crew, dass es nicht öfters passiert ist.“

Die Frau schnaubte: „Die Taipeh hat 47 Jahre auf dem Buckel. Und uns ist sowas in den 13 Monaten, die ich hier bin noch nie passiert.“
Barney lachte: „Die Taipeh ist ja auch ein Kriegsschiff. Als wir das letzte Majorupdate vor vier Jahren bekommen haben, wurden nicht nur die Sensorsysteme ersetzt und die 5cm Geschütze gegen die neueren 7,5er getauscht, wir bekamen auch einen neuen Sprungantrieb, einen AMI XR9, Militärstandard eben. Josefine hingegen fährt noch mit dem Originalantrieb.“

Tamar dachte nach. Und dann ging ihr ein Licht auf: „Sag jetzt nicht, die haben noch einen Luna Corp der 300er Serie.“
„Doch. Und zwar einen LC Titanium 325 FT.“
„Na super. Mein Vater hat sich immer über die Dinger beschwert. Er hat mich zu meiner Entscheidung beglückwünscht, dass ich wie mein Onkel zum Militär gegangen bin und nicht wie er zur Handelsmarine.
Tamar machte: „Halt mich auf den Laufenden, wenn sich etwas ändert.“
„Geht klar, Skipper.“

Nur Sekunden, nachdem die Kommandantin den Kanal geschlossen hatte, stellte sich ihr taktischer Offizier neben sie. „Das klingt ja gar nicht gut. Ich will ja nicht unken, aber was machen wir, wenn der Kontakt da draußen wirklich feindliche Absichten hat?“
Für Tamar war die Sache klar: „Sobald die Sprungantriebe der Frachter geladen sind, sollen die anderen Schiffe nach Toi Chi springen.“
„Sie wollen die 'Josefine' zurücklassen?“ Al Richards machte sich gar nicht erst die Mühe, die Empörung über die Entscheidung seinr Vorgesetzten zu verbergen.
Doch die blieb ruhig: „Besser wir verlieren nur ein Schiff, anstatt den gesamten Konvoi.“
Dem Argument musste der taktische Offizier beipflichten, wenn auch wiederwillig.

Aber er war überrascht als Tamar ergänzte: „Außerdem habe ich nicht vom zurücklassen gesprochen. Die Taipeh wird hierbleiben und den frachter beschützen. So wie unser Auftrag lautet.“
Albert wusste nicht, ob er die Entscheidung seiner Kommandantin so einfach akzeptieren konnte, erhöhte das natürlich das Risko der Crew an Bord. Aber er war Offizier genug um nichts zu sagen.

Die Sekunden verrannen doch dann meldete der Sensorspezialist. „Wir sind jetzt auf den Schirm des Kontaktes. Wenn ihre Sensorenreichweite groß genug ist.“
Tamar merkte, wie sich eine dezente Gänsehaut auf ihren Unterarmen bildete. Abgesehen von Manövern hatte sie ihr Schiff noch nie im Kampfeinsatz befehligt. Sie rieb mit der linkenen Hand über den dunkelblauen Stoff ihrer Uniform und schob den rechten Ärmel etwas zurück.

Es dauerte keine Minute als der Sensoroffizier meldete: „Neuer Kontakt. 11 Ls entfernt. Nähert sich mit AK.“
Tamar sprang aus ihren Stuhl: „Identifikation.“
„Energiesignatur ist Lissenkeni. Abgleich mit Datenbank läuft.“. Der Chief an der Sensorstation machte eine Pause: „Zielobjekt als Aufklärungsfregatte der Shanai Klasse identifiziert.“
„Lissenkeni? Hier? Wir sind nicht mal in der Nähe ihrer Gebiete. Wollen die schon wieder einen Krieg mit der Allianz?“, verwunderte sich Lt. Richards.

Doch Tamar hatte ihre Aufregung etwas unter Kontrolle und gestattete sich zwei Sekunden des Nachdenkens. „Nein. Ich glaube nicht, dass das die Lissenkeni sind. Wie du bereits sagtest sind wir zu weit von ihren Raumgebiet weg. Außerderm haben die Lissenkeni die Shanais während des 2. Grenzkrieges eingesetzt. Der ist achtzehn Jahre her. Ich denke her das sind Söldner, oder Piraten.“

Die Kommandantin setzte sich wieder: „Schiff zu Schiff Kanal öffnen. Senden sie in Unicode.“ Sie machte eine Pause und erklärte dann auf Nicken ihrer Kommunikationsexpertin: „Unidentifiziertes Schiff. Hier ist die Taipeh von der Terranian Protection Fleet. Identifizieren sie sich und erklären sie ihre Absichten. Sollten sie sich ohne Erklärung weiter dem Konvoi nähern muss ich ihre Vorgehensweise als feindlich einstufen und entsprechend reagieren.“

Die Botschaft wurde abgeschickt, doch nach einigen Sekunden meldete die Frau an der Komstation: „Keine Reaktion, Commander.“
„Objekt bleibt weiter auf seinen Annährungskurs.“, berichtete der Cheif von der Sensorstation. „Die Sensoren erfassen zwei Ausleger mittschiffs, die nicht zur normalen Ausstattung der Shanai Klasse gehören.“
„Egal was die dort haben, die können doch nicht erwarten mit so einer alten Fregatte gegen fünf TPF Schiffe bestehen zu können.“, merkte Juri Markow an.
„Anscheinend müssen wir denen das klar machen.“, erklärte seine Vorgesetzte. „Alarmstatus eins für den Konvoi.“

Sofort ertönte eine Kaskade von hohen Tönen, die den Alarmstatus akustisch signalisierten. „Waffensysteme sind klar. Taktische Hilfskontrolle bemannt.“, meldete Lt. Richards.
„Frachter melden, dass sie sprungbereit sind.“, meldete die Frau von der Kommunikation.
„Dann sollen sie verschwinden. Alle anderen Schiffe sollen nach Toi Chi springen. Signalisieren sie der Seoul, ihr Kommandant hat die Leitung über den Konvoi.“

Noch bevor die anderen Schiffe springen konnten, kam die nächste Alarmmeldung: „Raketenwarnung. 12 schnelle Objekte im Anflug. Aufschlag in 27 Sekunden.“
„Al, mit den Distanzwaffen Objekte gezielt unter Feuer nehmen.“, befahl Lt. Cmdr. Gershon. „Juri bringen sie uns seitlich zu Flugbahn. Mit den vorderen Railguns Sperrfeuer in die Flugbahn. Alle vorderen Kanonen auf kombiniertes Rotationsfeuer.“

Mit einen Schlag erwachte die Taipeh zum Leben und zeigte ihre Zähne. Mit den zwei Vierlingsgsrailsguns auf der Oberseite des Schiffes versuchte der taktische Offizier ie schnellen Fluggkörper zu treffen und vor ihren Zielen zur Detonation zu bringen. Die im Bug eingebauten starr nach vorne gerichten Railkanonen feuerten abewechslend in die Flugbahn, um durch einen Zufallstreffer weitere abzufangen. Für solche Strategien waren die Schiffe Kyotoklasse gebaut wurden. Eine Menge an Munition ins All zu schicken und zu hoffen, damit Flugkörper und auch Jäger empfindlich zu beschädigen.

Nach 20s war der Spuk schon wieder vorbei. „5 sind durchgekommen. Nur ein leichter Treffer auf der Josefine. Keine schlimmen Schäden. Die anderen vier Raketen waren auf die anderen Schiffe gerichtet die zum Glück kurz zuvor springen.“
Tamar nickte. „Dafür waren also die externen Pods. Entfernung zum Feindschiff.“
„Fünf Ls und fallend.“
Die Kammdantin blickte zu ihren taktischen Offizier der zustimmend nickte. „Okay holen wir uns diesen Mistkerl.“

Tamar räusperte sich: „Markow, Abfangkurs auf das Ziel und auf Angriffsgeschwindigkeit gehen. Al, Feuer auf die externen Pods und die Sensorsysteme mit unseren Geschützen.“
Mit nun mehr dreiviertel der maximal empfohlenen Unterlichtgeschwindigkit von 25% von c, schoss die kleine Fregatte los und brachte sich in Angriffsposition.

Mit den beiden 7,5cm Doppelgeschütze eröffnete Lt. Richards sofort das Feuer. Obwohl kein Abschussgeräusch zu hören war, vibrierte die Schiff leicht unterjeden abgegebenen Schuss.
Doch dann wurde die Taipeh stärker erschüttert. „Direkter Treffer am Bug. Steuerbord railguns ausgefallen und wir haben einen blinden Fleck im Sensorbereich.“, berichete der Sensoroffizier.

„Angriffsvektor nach Backbord verlagern.“, befahl Commander Gershon, um die beschädigte Seite besser zu schützen. „Schaden am Feindschiff.“
„Nur minimal. Sie haben ihren Backbordwerfer verloren.“, erwiderte der taktische Offizier. „Offenbar sind sie gut gepanzert. Zumindest für unsere Waffen.“
 

„Sie ändern ihren Kurs und machen einen Fly By.“, berichtete Jri Markow. „Sie versuchen achtern von uns zu kommen.
„Das ist nicht gut.“, merkte Al Richards, nahm jedoch nicht den Blick von seiner Konsolen  und versuchte mit den Geschützen Schaden bei dem feindlichen Schiff anzurichten. „Wir können zwar schneller austeilen, aber die haben 10cm Geschütze und machen damit schweren Schaden bei uns. Wir werden nur noch wenige Treffer einstecken.“
Tamar nickte: „Okay, Juri Fly over in ihren Achtersegment mit 180 Gradkurve und dann Parallelkurs. Wir nutzen die besseren Manövrierfähigkeit der Taipeh und bleiben auf Nahkampfdistanz. Konzentriertes Punktfeuer aus den Geschützen. Die müssen doch zu knacken sein, verdammt noch mal.“

„Neuer Sprungkontakt.“, meldete Chief Moxen plötzlich. Und drehte sich mit einen Lächeln zu seiner Vorgesetzten um: „Freund Feind Erkennung ist positiv. Es ist die Vanatu.“
Bevor Tamar etwas dazu sagen konnte, ergänzte die Kommunikationsspezialistin: „Eingehende Textbotschaft von der Vanatu.“
„Lesen sie vor.“
„Überlassen sie das Schiff uns. Vanatu Ende.“

Angesichts der bereits erlittenden Treffer, ließ sich die Kommandantin der Taipeh das nicht zweimal sagen. „Juri, drehen sie vom Zielobjekt ab und gehen sie auf volles Sublicht.“
„Aye, Commander.“
„Chief, legen sie die Sensorerfassung auf den Monitor.“

Dank dieser Anweisung konnte die Brückencrew der Taipeh mit eigenen Augen sehen, wie der Kampf ausging. Die Shanai Fregatte hatte sich zwar als wehrhafter Gegner für die Taipeh erweisen, aber gegen den größeren Geleitzerstörer hatte sie keine Chance. Das moderne Kampfschiff der Hawaii Klasse verfügte  12,5cm Schnellfeuer Geschütze und brauchte nur eine Salve mit zwei der acht Bugggeschütze, um das feindlich Schiff in handliche kleine Stücke zu schießen. Es gab ein kurzes Aufleuchten, als die Explosivgeschosse die Treibstofftanks entzündeten und es ein Explosion gab, dessen feuer die Sauerstoffvorräte des Schiffes vollends verzehrten.

Nur Sekundenbruchteile Später war nur noch ein Trümmerfeld zu sehen. Es war vorbei.
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Roger van Dyke

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #1 am: 17.06.15, 10:56 »
Hallo Alex,

das ist eine sehr ambitionierte Storyline, die viel Potential verspricht. Die Anlehnung an BSG ist natürlich deutlich zu erkennen, aber es könnte auch Babylon 5 sein, denn auch dort wurden Sprungantriebe verwendet.

Bislang ist ja in dieser ersten Sequenz noch ein wenig offen geblieben, wer die Hauptcharaktere in dieser geschichte sein werden aber ich fand es jetzt schon mal sehr schön gelöst, dass es nicht immer das Größte und schnellste Schlachtschiff war, sondern ein kleine Fregatte, die sich plötzlich in der alleinigen Verantwortung für einen Konvoi wiederfindet.

Das wirkt sehr sympathisch und gibt natürlich weiteren Zündstoff nach oben und unten, denn man steht weder am oberen Ende der Kommandokette (Des Einsatzes) noch kann man eigenmächtige Entscheidungen treffen, ohne selbst mit drin zu hängen.

Sehr schön geschrieben, gerne mehr. :)
All meine Geschichten und meine sonstigen Werke findet ihr in meinem Portfolio
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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #2 am: 17.06.15, 11:27 »
Glückwunsch. mir gefiel jetzt der Anfang deiner Geschichte sehr gut. bei mir lief direkt ein Film im Kopf ab. Wobei ich das ganze jetzt nicht unbedingt bei BSG einordne sondern eher bei Space Opera/Firefly....

Alexander_Maclean

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #3 am: 17.06.15, 12:53 »
Danke euch zweien.

Hallo Alex,

das ist eine sehr ambitionierte Storyline, die viel Potential verspricht.
Danke.

Zitat
Die Anlehnung an BSG ist natürlich deutlich zu erkennen, aber es könnte auch Babylon 5 sein, denn auch dort wurden Sprungantriebe verwendet.
Die FTL Technologie die ich mirüberlegt habe ist eine Mischung aus NBSG, Bab5 und Stargate. Es erinnert sehr stark an Babylon5 aber wie bei NBSG sind selbst kleinere Schiffe außer Shuttles und Jäger hypersprungtauglich. Wobei der Standardjagdbomber der TPF (Terranian Protection Fleet), der Rapier ebenfalls hypsprungtauglich ist. Daher brauche ich keine Hyperraumtore wie in Bab5. Von Stargate habe ich mir den Hyperraumeffekt genommen nur eben ie Farbe auf grün geändert.

Die im text erwähnten Sprungpunkte sind nur Navigationspunkte und die Postionsbestimmung zu erleichtern. weil nicht jedes schiff hat die rechnerkapazität jedes Mal seine Position eigenstädig zu berechnen.

Zitat
Bislang ist ja in dieser ersten Sequenz noch ein wenig offen geblieben, wer die Hauptcharaktere in dieser geschichte sein werden aber ich fand es jetzt schon mal sehr schön gelöst, dass es nicht immer das Größte und schnellste Schlachtschiff war, sondern ein kleine Fregatte, die sich plötzlich in der alleinigen Verantwortung für einen Konvoi wiederfindet.
Es wird schon weiter um die Crew der 'Taipeh' gehen. Ich habe meine übliche Eröffnungstrategie gebracht, und den Leser voll ins kalte wasser geschmissen. ;) Im Laufe der nächsten Kapitel werde ich auch exemplarisch weiter auf die einzelnen Mitgleider der Crew eingehen.

so ein kleines Schiff mit einer 12 köpfigen Besatzung hat auch den vorteil, dass man jeden ein Profil geben kann. Und das witzg ist, man muss sich echt mal einfallen lassen, wenn man seine Hobbels in die Kacke reitet um sie da wieder rauszubekommen.

Zitat
Das wirkt sehr sympathisch und gibt natürlich weiteren Zündstoff nach oben und unten, denn man steht weder am oberen Ende der Kommandokette (Des Einsatzes) noch kann man eigenmächtige Entscheidungen treffen, ohne selbst mit drin zu hängen.

Sehr schön geschrieben, gerne mehr. :)

Mehr wird folgen.

Glückwunsch. mir gefiel jetzt der Anfang deiner Geschichte sehr gut. bei mir lief direkt ein Film im Kopf ab.
Cool das mir das gelungen ist.

Zitat
Wobei ich das ganze jetzt nicht unbedingt bei BSG einordne sondern eher bei Space Opera/Firefly....

Firefly hat auch großen Einfluss. Dieses Borderland /New Frontier Thema ist ja eigentlich klassischer Western. Aber in die richtung wird der zweite geplante Band eher gehen. aber erst will ich diesen fertig machen.
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Kontikinx1404

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #4 am: 17.06.15, 18:58 »
Dein  Anfang sieht schon mal viel versprechend aus. Mein erster Geadnke war das du dich am Honor Harrington Universum orientiert hast.
NBSG kenne ich nicht so gut um da vergleiche zu ziehen. Deine Geschichte wird also mehr den Millitärischen Teil des Weltraums beleuchten.
Du schreibst quasi "Millitary Science Ficktion" ?

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht. Ich finde es auch Mutig ein eigenes " Universum " zu erschaffen. Das kann sehr komplex
werden.
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Alexander_Maclean

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #5 am: 17.06.15, 20:23 »
@konti
Dafür kenne ich Honor Harrington nicht. ;)

Anonsten ist schon ein großer Schuss Military SciFi dabei. Aber eher eine gute Mischung mit anderen Richtungen.
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Kontikinx1404

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #6 am: 17.06.15, 20:33 »
Honor Harrington ist eine SF Millitary Buchreihe. Der Stil, wie du schreibst, und wie du die Mannöver der Schiffe beschreibst, hat mich sehr
daran erinnert. Die Technik im Universum ist ähnlich, es gibt aber auch deutliche Unterschiede zu Dir.
Schreib ruhig so weiter.
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Alexander_Maclean

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #7 am: 14.09.15, 20:42 »
Mal so ganz nebenbei gefragt, wie ist euer Interesse an Hintergrundmaterial.

neben dem schreiben, betreibe ich auch eine Menge World Building.
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Roger van Dyke

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #8 am: 15.09.15, 06:59 »

Hintergrundmaterial oder Hintergrundinformationen sind wichtig, wenn man eine Story erstellen will, um so mehr, wenn man sein eigenes "Universum" zusammenstellt. Autoren wie Tolkien und Martin zum Beispiel haben ja auch genaue Vorstellungen wie ihre Welten funktionieren. Wichtig ist dabei auch, dass relativ feststeht was in diesem imaginären universum passiert, damit es logisch ist und bleibt, auch bei forrtführung der Geschichte.
Natürlich kann sich das entwickeln und zu Plottwists führen. aber das Ganze will erst einmal aufgebaut werden. Ich bin der Ansicht man erkennt beim Lesen, wieviel Hintergrundmaterial vorhanden ist, allein schon aus der Beschreibung der Szenen und Charaktere.

Es ist also auf keinen Fall falsch solche Informationen zusammenzu stellen. Ob und wie viel man davon in die Story einfließen läßt ist eine andere Sache.
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Alexander_Maclean

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #9 am: 15.09.15, 19:30 »
Deswegen wurde ich ja gerne diese Infos von euch auf Logik prüfen lassen.
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Alexander_Maclean

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #10 am: 09.02.16, 21:40 »
Nach langen hin und her möchte ich euch nun einige Hintergrundinformationen zu meinen "Borderland" Universum geben.

Beginnen möchte ich mit der dreiteiligen Geschichtstafel der Terranischen Allianz

Erster Teil - der steinige Weg ins All (2033 -2084)

2033
Erste bemannte Marsmission

2036
Inbetriebnahme des ersten Fusionsreaktors der sicher und konstant Energie liefert

2037
1. Vertrag von Neu Delhi zwischen den G10 Staaten + China und Indien zur Besiedelung des Mondes

2339
Indienststellung der USS John F. Kennedy, dem ersten Raumschiff mit einen Fusionsantrieb. Der Antrieb verkürzt die Reisezeit zum Mars um 60%. In Folge führt die NASA eine Reihe von Marsmissionen durch

2040
Baubeginn von Luna Dome 1 durch Russland und die EU

2041
Baubeginn von Luna Dome 2 durch China
sechs Monate später erfolgt der Baubeginn von Luna Dome 3 durch die USA

2044
Nachdem das zweite und dritte Schiff der John F Kennedy Klasse in Dienst gestellt wird, gründen die USA und Japan gemeinsam die New San Fransisco Kolonie auf dem Mars

2048
Gründung von Neu Peking auf dem Mars durch China. Die USA und Japan protestieren.

2050
Luna Dome 2 Aufstand

Nachdem es bereits in Peking und anderen großen Städten zu Demonstrationen gegen die Regierungspolitik gekommen war, erklären die Bewohner von Luna Dome 2 ihre Unabhängigkeit von China. Die Regierung entsendet daraufhin ein Batallion der Armee auf den Mond, um die Kontrolle zurückzugewinnen.
Die Lage eskaliert, als bekannt wird, dass die USA von Luna Dome 3 drei Kompanien der Marines zur Unterstützung der Aufständischen schickt.
Als China daraufhin seine Atomwaffen einsatzbereit macht, ziehen die USA und Russland nach.
Erst die Vermittlungsversuche von europäischen, afrikanischen und südmaerikanischen Staaten unter der gemeinsamen leitung des UN Präsidenten, des deutschen Außenministers und der venezolanischen Außenministerin können für eine Entspannung sorgen. Luna Dome 2 bleibt jedoch unter der Kontrolle Chinas.

2051
2. Vertrag von Neu Delhi über die Besiedelung des Mondes. Gegen den Protest von China und den USA wird ein Verbot der Stationierung von Armeeeinheiten der Mutterländer durchgesetzt. Die USA gründen daraufhin die Colonial Miliz und China die Lunare Schutztruppe. EU Staaten wie Deutschland und Frankreich protestieren

2053
Nach einer stärkeren Annäherung von Großbritannien an die USA verlässt der Inselstaat die EU. Zusammen mit den Commonwealthländern wie Kanada und Australien gründen sie die Transatlantische Union (TAU) Südafrika, Indien, Ruanda und Nigeria treten aus dem Commonwealth aus

2055
Mit der Aufnahme von Venezuela und Südafrika wird die EU in die Transatlantische Allianz (TAA) umgewandelt. Zahlungsmittel bleibt weiterhin der Euro. Französisch Guyana wird als Repulik Guyana von Frankreich unabhängig und ebenfalls Mitglied der TAA

2058
Professor Kalam von der Universität Nairobi schreibt eine Abhandlung über die mögliche Existenz eines Hyperraum

2057
Walther Messioni wird Präsident der USA. Unter seinen Führung kommt es zu einen starken Ausbau des Militärs unter Einschränkung der Bürgerrechte In den folgenden sechs Jahren verwandelt sich die USA zu einen Militärstaat, der starke Kontrolle über die TAU ausübt. Messioni bleibt bis zu dem erfolgreichen Attentat auf ihn elf Jahre später im Amt

2062
Gründungen von Kolonien auf Monden Titan und Europa durch die TAA Im Orbit von Jupiter wird eine Tankstation mit einer Wasserstoff Raffinerie installiert

2063
Invasion der TAU in den Golfstaaten führen zum 4. Golfkrieg
Spezialeinheiten der TAU verhindern nur um Haaresbreite einen Atomschlag des Irans

2069
Nach dem Beitritt Mexikos zur TAA stehen sich an der mexikanisch - amerikanischen Grenze Truppen der TAA und TAU Kampfbereit gegenüber nachdem die USA als erste eine Division postiert

2070
3. Neu Delhi Verträge regeln die Besiedelung des Sonnensystems zwischen TAU, TAA, Russland, China Indien und Japan. In Folge dessen wendet sich Japan von den USA ab und arbeitet danach enger mit der TAA zusammen

2071
Aufgrund velfältiger militätischer Interventionen der TAU im Nahen Osten und im Pazifikraum kommt es zu einer großen Anzahl an Friedensdemonstrationen in den TAU Staaten

2072
Big Breakaway
Nachdem TAU Einheiten eine Demonstration in Windhuk gewaltsam aufgelöst haben, eskaliert die die Lage in den afrikanischen Ländern. Bei nachfolgenden Wahlen gewinne TAU Gegner an Einfluss und in den folgenden drei Jahren verlassen alle afrikanischen Länder die TAU und das Commonwealth. Bis auf Kenia und Namibia schließen sich alle der TAA an.
Nachdem sich der Sicherheitsrat der UNO nicht über ein gemeinsames Vorgehen gegen die TAU einigen konnten, verlassen die Vertreter von Russland und China demonstrativ den Sicherheitsrat. Die UNO bleibt zwar bestehen, wird aber nur noch Staffage.
Historiker sprechen vom Beginn des 2. Kalten Krieges der bis 2106 andauern soll

2077
Wissenschaftler der Universität Neu Peking öffnen ein erstes Hyperraumfenster welches aber instabil ist

2078
Titanunglück
Beim Versuch der Generierung eines Hyperraumfensters kommt es zu einer folgenschweren Explosion auf dem Mond Titan, welche den Mond komplett zerstört. Alle 18000 Einwohner sterben.
Viele Trümmerteile schlagen auf dem Jupiter und seinen Monden ein

2082
In einen Experiment nahe des Asteroidengürtels gelingt es Wissenschaftlern der Universitäten Nairobi, Madrid und Moskau ein erstes stabiles Hyperraumfenster zu etablieren. Es wird eine Sonde die Prometheus One hingeschickt, die bis zum Schließen des Fenster erste Forschungsdaten sendet
In den folgenden Monaten werden bei 23 weiteren Versuchen 17 Sonden geschickt
Dabei lernen die Wissenschaftler viel über Hyperraumnavigation

2084
Erster Bemannter Hyperraumflug als Großprojekt der TAU Staaten mit einen vierköpfigen Team
- Mission Commander Lieutenant Colonal Nabil Choukri aus Marokko
- Pilot Major Pedro Sanchez aus Costa Rica
- Navigatorin Lieutenant Mia Bragadin aus Italien
- Ingenieur Hauptmann / Captain Jochen Steinberg aus Deutschland
werden zu den bekanntesten Menschen ihrer Zeit
« Letzte Änderung: 10.02.16, 12:30 by Alexander_Maclean »
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Max

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #11 am: 10.02.16, 12:13 »
Wow, cool, das ist ein sehr gut-durchdachter chronologischer Abriss :) Man sieht wirklich, wie tief Du in dieses Universum einsteigst, das finde ich toll!
Viele Einzelheiten wirken einfach sehr, sehr glaubwürdig, wie zum Beispiel die Verträge von Neu Delhi. Und die politischen Entwicklungen sind selbst in so einer Liste spannend zu verfolgen. Man bekommt ein gutes Gespür für die Größe des Konzepts :thumbup
Natürlich lädt so eine Übersicht auch zum Nitpicking ein ;)
Wie erhöht beispielsweise der Fusionsreaktor die Fluggeschwindigkeit? Er bietet sicherlich mehr Energie, aber die muss erstmal umgesetzt werden.
Der erste Satz beim Eintrag zum Jahr 2082 bricht plötzlich ab.
Jenes anfängliche Stadium zeichnerischer Tätigkeit, in dem Kleinkinder Kopffüßler oder dicke Männchen mit L-Beinen und in Gabelzinken endenden Armen zeichnen, machte er niemals durch; vielmehr mied er die menschliche Gestalt völlig, und als der Papa (Dr. Erich Wind) ihn drängte, doch mal die Mama (Dr. Lisa Wind) zu malen, reagierte er mit einem lieblichen Wellenmuster, das ihm zufolge ihr Schatten auf dem neuen Kühlschrank war.

Alexander_Maclean

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #12 am: 10.02.16, 12:29 »
@max
ich danke dir.

Diese ganze worldbuilding macht am meisten Spaß. Ich komme ja auf mittlerweile vier außerirdische Rassen. alle mit unterschuedlchen Philosophien und aussehen wie beispielsweise die spinnenartigen Sikari.

Nun zu deinen anmerkungen

Wie erhöht beispielsweise der Fusionsreaktor die Fluggeschwindigkeit? Er bietet sicherlich mehr Energie, aber die muss erstmal umgesetzt werden.

Eben dieses "Viel mehr an Energie" ist der entscheidenen Faktor.

Man kann längere Beschleunigungsphasen und auch umfangreichere Bremsmanöver in Kauf nehmen. Eben weil man die Energie dazu hat. Es macht im All durchaus einen Unterschied, ob ich 5 Minuten lang beschleunige oder 30 Minuten.

Anders ist es natürlich bei den Modernen Fusionsantrieben in der Zeit wo der Roman spielt. Die haben natürlich mehr Beschleunigungkräfte, aber selbst da gibt es eine Grenze, weil ich keine Trägheitsdämpfer habe wie in Star Trek. Das heißt, da ist bei den TPF Schiffen bei 10g Beschleunigung schluss. 5g bei Zivilschiffen.

Zitat
Der erste Satz beim Eintrag zum Jahr 2082 bricht plötzlich ab.
Äh nein. Da hat sich nur ein Tab eingemogelt.
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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #13 am: 10.02.16, 13:24 »
Diese ganze worldbuilding macht am meisten Spaß.
Das kann ich mir vorstellen :)
Und wie gesagt, ich finde, das merkt man dem Konzept auch an :)

Ich komme ja auf mittlerweile vier außerirdische Rassen. alle mit unterschuedlchen Philosophien und aussehen wie beispielsweise die spinnenartigen Sikari.
Das Lustige ist, dass ich finde, dass "Borderland", so wie Du das 21. Jahrhundert entwickelst, sogar auch gut ohne Außerirdische funktionieren könnte.
Trotzdem bin ich auf die Aliens gespannt und hoffe, dass sie wirklich glaubwürdig-fremdartig sind :)

Eben dieses "Viel mehr an Energie" ist der entscheidenen Faktor.

Man kann längere Beschleunigungsphasen und auch umfangreichere Bremsmanöver in Kauf nehmen. Eben weil man die Energie dazu hat. Es macht im All durchaus einen Unterschied, ob ich 5 Minuten lang beschleunige oder 30 Minuten.
Das schon, nur wie wird die Energie umgesetzt? Bislang setzt man ja auf ein Rückstoßprinzip mit einem Treibstoff, der nicht in endlosen Mengen mitgeführt werden kann und man deswegen sparsam muss. Wie genau erhalten Deine Schiffe denn den Vortrieb?

Äh nein. Da hat sich nur ein Tab eingemogelt.
...und ein "gelingt" war glaube ich auch doppelt. Wahrscheinlich fehlte mir persönlich auch ein Komma, ich bin ein Fan von Kommas bei Infinitvgruppen, die erleichtern das Lesen enorm ;) :D 8)
Jenes anfängliche Stadium zeichnerischer Tätigkeit, in dem Kleinkinder Kopffüßler oder dicke Männchen mit L-Beinen und in Gabelzinken endenden Armen zeichnen, machte er niemals durch; vielmehr mied er die menschliche Gestalt völlig, und als der Papa (Dr. Erich Wind) ihn drängte, doch mal die Mama (Dr. Lisa Wind) zu malen, reagierte er mit einem lieblichen Wellenmuster, das ihm zufolge ihr Schatten auf dem neuen Kühlschrank war.

Kontikinx1404

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Antw:Borderland - Band 1 - Schwarze Sonne
« Antwort #14 am: 10.02.16, 20:42 »
@Alex
Dein Universum hört sich bis jetzt ganz interessant an. Bin mal gespannt was da noch kommt.
Das Worlbuilding viel Spaß mach glaube ich gerne. Da könnte ich mich auch drinn verlieren.
Der Zeitliche Ablauf den du vorgesehen hast, ist bisher glaubwürdig, auch wenn mir der Funktionierende Fusionsreaktor etwas zu früh
kommt. Das macht aber nichts, in Deiner Welt kann es ja füher geklappte haben.

Ich wünsche Dir noch viel Spaß und Erfolg beim Worldbuilding.
Alle meine Geschichten sind auch in meinem Portfolio verfügbar.
Mein Portfolio: http://www.sf3dff.de/index.php/topic,3793.msg186274.html#msg186274

 

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