Autor Thema: ST-DSC: Staffel 1 - Full Season-Rückblick  (Gelesen 445 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Max

  • Mod
  • Rear Admiral
  • *
  • Beiträge: 15.823
  • Adagio non molto
    • http://home.arcor.de/epgmm_trip/ST-BSB-09.html
ST-DSC: Staffel 1 - Full Season-Rückblick
« am: 14.02.18, 21:30 »
... der Name ist Programm:

Nachdem nun die erste Staffel von Star Trek: Discovery beendet ist, lohnt sich ein umfassender Blick zurück:
Wie beurteilt Ihr die Staffel?
Hat sie die Erwartungen einer neuen ST-Serie erfüllt?
Wo waren bei Figuren und Geschichten Stärken und Schwächen?
Welche Folgen stachen heraus und wo waren übergreifende Geschichten überzeugend?
Und natürlich...
Was wünscht Ihr Euch für die zweite Staffel?

:)
Träumereien siegen immer über das Wirkliche, wenn sie dazu die Gelegenheit erhalten.

Roger van Dyke

  • Lieutenant Junior Grade
  • *
  • Beiträge: 1.564
Antw:ST-DSC: Staffel 1 - Full Season-Rückblick
« Antwort #1 am: 16.02.18, 10:42 »

Wie beurteilt Ihr die Staffel?
Im großen und Ganzen hat sie wenig mit den bisherigen klassischen Serien zu tun, sie geht meiner Meinung nach einen neuen Weg, der mir persönlich nicht gefallen will. Denn die Aspekte einer erstrebenswerten positiv gezeichneten Zukunft kommen hierbei zu kurz. Ich kann nachvollziehen, dass es neben all dem positiven was die Menschheit/Föderation erreicht auch dunkle Stellen gibt, Kriege und Intrigen, die man überwinden musste. Aber die Serie ist mir doch zu düster und wartet mit neuen Konzepten auf, die sich nur unter Zwang ins Canon einfügen lassen (Das Eckige passt auch ins Runde, zur Not auch mit Gewalt)

Hat sie die Erwartungen einer neuen ST-Serie erfüllt?
Mit Sicherheit hat sie die Erwartung an eine neue Generation von SF begeisterten erfüllt. Leider nicht meine. Die Machart folgt den aktuellen neuen Serien, die sich in den letzten Jahren neu formiert haben und die es lieben, viele Dinge zunächst im dunkeln zu lassen.

Wo waren bei Figuren und Geschichten Stärken und Schwächen?
Aus meiner unbedeutenden Sicht hat man einfach viel zu verkrampft versucht diese Geschichten in das Canon zu pressen. Plötzlich auftretende Personen und Bezüge, die vorher nie zur Sprache kamen, Techniken, die später keiner mehr kennt, wofür man sicherlich noch eine haarsträubende Erklärung liefern wird. Logiklöcher, die sich mal mehr mal weniger aneinanderreihten sind für mich immer wieder Anlass gewesen die Hände über dem Kopf zusammen zu schlagen.
Aber, mein Sohn, der auch alle Folgen kennt findet das richtig gut. Was mir sagt (und wahrscheinlich auch dem Studio) scheiß auf die alten Fans, die Streben aus, wir müssen uns an dem orientieren, was uns die nächsten 40 Jahre eine sichere Einnahmequelle garantiert. Hauptsache STAR TREK steht drauf, dann werden das schon alle gut finden.
 
Welche Folgen stachen heraus und wo waren übergreifende Geschichten überzeugend?
Die einzige Folge die mich überzeugen konnte, war diejenige, in der klar wurde, dass Lorca aus dem Spiegeluniversum stammt. Ein solcher Captain hätte in der Sternenflotte sicherlich kein Kommando erhalten, da er die Ideale der Sternenflotte nicht wirklich unterstützt.
Das hat dazu geführt, dass ich die Discovery ebenso wie die neuen Kinofilme als ein Alternatives Universum sehen kann, was aber nichts mit dem Star Trek zu tun hat, was ich liebe und in dem ich gerne leben würde.

Was wünscht Ihr Euch für die zweite Staffel?
Das wird wohl sicherlich nicht passieren, ich wünsche mir für eine weitere Staffel einfach nur mehr Star Trek im ursprünglichen Sinne!
=/\=
Rogers Portfolio


Kürzlich war ich in Frankfurt auf der Zeil und habe den Menschen zugehört, die an mir vorübereilten. Da hab ich wieder richtig Sehnsucht nach Deutschland bekommen, wo alle meine Sprache sprechen.

Tolayon

  • Lieutenant Commander
  • *
  • Beiträge: 4.166
Antw:ST-DSC: Staffel 1 - Full Season-Rückblick
« Antwort #2 am: 23.02.18, 08:26 »
Man kann auf jeden Fall sagen, es war objektiv die atemberaubendste erste Staffel, die eine StarTrek-Serie je zu bieten hatte. Statt "langweiliger" Exposition geht man gleich in die Vollen, die letzten drei Staffeln DS-9 praktisch in nur 15 Episoden durchgenudelt.

Diese Rasanz und Fülle hat natürlich auch ihren Preis: Die Serie wirkt auf mich so, als würde man fast jede Woche eine Supernova zu sehen bekommen. Alles ist für kurze Zeit hell, packt einen wie sonst was, doch am Ende ist das Universum sogar um einen kleinen Flecken dunkler.
Erleben wir gerade einen fulimanten "Big Bang 2.0", die Wiedergeburt von STAR TREK im geilsten Reboot aller Zeiten - oder doch nur den ultimativen Ausverkauf, Merchandising inklusive?

Für die zweite Staffel kommt es zunächst einmal darauf an, wie "originalgetreu" die Enterprise von Innen aussieht, ob man mit halb zugekniffenen Augen noch sagen kann: "Ja, sieht fast genauso aus wie in 'The Cage'", oder ob man sich als TOS-Fan nur enttäuscht abwendet.
Als zweites natürlich müssen sie langsam den Sporen-Antrieb einmotten, wenn sie noch halbwegs die Kurve zum alten Canon kriegen wollen. Oder aber sie machen den Reboot offiziell, indem am Ende auch die Enterprise einen Sporenantrieb kriegt (was aufgrund der reinen Konstruktion aber sehr unwahrscheinlich wäre).

 

TinyPortal 1.0 RC1 | © 2005-2010 BlocWeb