Autor Thema: Familien an Bord  (Gelesen 8547 mal)

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Max

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Familien an Bord
« am: 25.04.18, 12:41 »
Wie der Titel schon sagt, soll es in diesem Thema um das Konzept von Familien an Bord von Raumschiffen gehen.

Das ist keine ganz neue Diskussion, klar. Seit TNG gehört sie irgendwie zu ST dazu und allgemein - so meine ich das bisher beobachtet zu haben - stehen die meisten diesem Konzept klar ablehnend gegenüber.
Ich frage dennoch: Was denkt Ihr darüber?
Und ich will versuchen, mal ein paar Überlegungen auch für die Pro-Seite anzustellen.

Für den Standpunkt, dagegen zu sein, dass es Familien auf Raumschiffen geben sollte, bestehen ja gute Gründe, vor allem denkbare Gefahren, denen Frauen und Männer und Kinder und Senioren (Familie kann ja auch mehr als "nur" Kinder bedeuten), die eigentlich nichts mit der Sternenflotte zu tun haben, ausgesetzt sein könnten.
Dieser Vorstellung liegt jedoch zugrunde, dass zum einen die Weiten des Alls per se gefährlich und zum anderen Planeten oder Raumbasen (schließlich müssen die Leute irgendwo wohnen) vermeintlich sicher wären. Nach allem, was wir in ST gesehen haben, ist beides ja irgendwie nicht der Fall: Nicht bei allen Abenteuern der Protagonistenschiffe und ihrer Crews ging es um Leben und Tod. Hinzu kommt, dass wir ja auch meistens Ausnahmesitutationen (die Original-Ent oder die Ent-D als die Top-Entdecker ihrer Zeit oder die "Voyager", die aus ihrem eigentlichen Missionrahmen geschleudert wurde) gezeigt bekommen (die dann trotzdem meistens gut ausgehen ;)). Das Gros der Sternenflottenschiffe leistet wohl ganz normalen Dienst in ruhigen Regionen. Umgekehrt: Die Erde als Ganzes war schon sehr sehr oft bedroht! Betazed wurde vom Dominion überrollt. Selbst Kolonien, die nicht im Fokus eines kriegerischen Konflikts liegen, sind alles andere als sichere Orte, wie zahlreiche Beispiele zeigen, um mit Melona IV (ich beziehe mich auf den Vorfall mit dem Kristallwesen) nur mal eines davon zu nennen.

Für mich entsteht dadurch das Bild, dass von wirklicher Sicherheit, von einem wirklichen Rückzugsort, aber auch von eindeutiger Gefährdung in einer Welt, die sich dem Kosmos geöffnet hat, scheinbar nicht (mehr) die Rede sein kann.
Unter diesem Blickwinkel scheint es durchaus vielverlangt zu sein, dass die Leute auf wichtige Bezugspersonen praktisch dauerhaft - eine Karriere bei der Sternenflotte endet ja nicht nach vier Jahren oder so - verzichten sollen.
Denkt Star Trek hier (wieder einmal?) zu sehr nach heutigen Maßstäben und wird die Sternenflotte (wieder einmal?) zu sehr mit dem Militär gleichgesetzt, wenn man meint, Familien sollten auf Raumschiffen nichts zu suchen haben?


EDIT: Rechtschreibfehlerkorrektur
« Letzte Änderung: 26.04.18, 00:43 by Max »

Dahkur

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #1 am: 25.04.18, 12:51 »
Da bin ich ganz bei Deinen pro-Argumenten.
Ich befürworte das eindeutig und finde es schade, dass nach TNG das Konzept irgendwie wieder ad acta gelegt worden ist.

In Kriegssituationen haben Familien nichts zu suchen, das sehe ich auch so. Aber auf mehrjährigen Forschungsmissionen ist es einfach eine Zumutung, eine Familie per Dekret zu zerreißen. Die Entscheidung, wer welche Gefahren auf sich nimmt, liegt dann immer noch bei den einzelnen Familien, aber sie haben wenigstens die Wahl.

Zudem ist ein mobiles, waffenausgestattetes Schiff sicherlich der sicherere Ort im Vergleich z.B. zu einer Kolonie oder Forschungsstation im Nirgendwo, wo ebenfalls Familien anwesend sein dürfen.
"I am the sum of my art, therein lies my life." (Duncan Regehr/"A Dragon's Eye")

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Max

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #2 am: 25.04.18, 12:59 »
Da bin ich ganz bei Deinen pro-Argumenten.
Cool :)
Nun, wenn es so aussieht, dass es keine ganz eindeutige Sache contra Familien wird, könnte man auch überlegen, dem Thread noch eine Umfrage zu geben!

Ich befürworte das eindeutig und finde es schade, dass nach TNG das Konzept irgendwie wieder ad acta gelegt worden ist.

In Kriegssituationen haben Familien nichts zu suchen, das sehe ich auch so. Aber auf mehrjährigen Forschungsmissionen ist es einfach eine Zumutung, eine Familie per Dekret zu zerreißen. Die Entscheidung, wer welche Gefahren auf sich nimmt, liegt dann immer noch bei den einzelnen Familien, aber sie haben wenigstens die Wahl.
Das ist ein interessanter Punkt!
Wurde eigentlich canon mal was dazu gesagt, ob es eigentlich wirklich 'verboten' ist? Man könnte vielleicht auch denken, dass sich dann ab DS9 einfach alle, wirklich alle, gegen Familienmitglieder an Bord entschieden hätten. Wobei ich gefühlt einen anderen Eindruck gehabt hätte.
Im ersten Moment kann es hart klingen, wenn man sagt, es wäre eine persönliche Entscheidung und es gäbe damit kein "Familienschutzgesetz" in der Sternenflotte. Trotzdem: Man sollte ja nicht denken, die Gesellschaft von heute wäre mit der der Zukunft identisch.

Zudem ist ein mobiles, waffenausgestattetes Schiff sicherlich der sicherere Ort im Vergleich z.B. zu einer Kolonie oder Forschungsstation im Nirgendwo, wo ebenfalls Familien anwesend sein dürfen.
In eine sehr ähnliche Richtung denke ich nämlich auch.
« Letzte Änderung: 25.04.18, 13:05 by Max »

Dahkur

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #3 am: 25.04.18, 13:07 »
Das ist ein interessanter Punkt!
Wurde eigentlich canon mal was dazu gesagt, ob es eigentlich wirklich 'verboten' ist? Man könnte vielleicht auch denken, dass sich dann ab DS9 einfach alle, wirklich alle, gegen Familienmitglieder an Bord entschieden hätten. Wobei ich gefühlt einen anderen Eindruck gehabt hätte.

Ich wüsste nicht, dass das irgendwo erwähnt wurde. Es hat sich meines Erachtens nach einfach eingeschlichen (wobei ich die Romane nicht kenne, vielleicht wird das Thema dort irgendwo aufgegriffen)

Zitat
Im ersten Moment kann es hart klingen, wenn man sagt, es wäre eine persönliche Entscheidung und es gäbe damit kein "Familienschutzgesetz" in der Sternenflotte. Trotzdem: Man sollte ja nicht denken, die Gesellschaft von heute wäre mit der der Zukunft identisch.

Ich hoffe, dass sich die Menschheit nicht nur technisch sondern auch moralisch in den nächsten Jahrhunderten weiterentwickelt und dass eine Gesellschaft entsteht, in welcher das Individuum gefestigter und moralisch sicherer da steht, um genau solche Entscheidungen auf die Personenebene und nicht auf die staatliche Ebene zu legen.

Dazu gehört für mich auch dieses unsägliche "Wir dürfen keine Beziehung führen, wenn wir zusammenarbeiten", was für mich immer extrem rückständig (eben auf die Jetztzeit bezogen) wirkt.


Zitat
Zudem ist ein mobiles, waffenausgestattetes Schiff sicherlich der sicherere Ort im Vergleich z.B. zu einer Kolonie oder Forschungsstation im Nirgendwo, wo ebenfalls Familien anwesend sein dürfen.
In eine sehr ähnliche Richtung denke ich nämlich auch.

Ich finde, das liegt auch irgendwie rein logisch auf der Hand.
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Max

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #4 am: 25.04.18, 13:23 »
Ich hoffe, dass sich die Menschheit nicht nur technisch sondern auch moralisch in den nächsten Jahrhunderten weiterentwickelt und dass eine Gesellschaft entsteht, in welcher das Individuum gefestigter und moralisch sicherer da steht, um genau solche Entscheidungen auf die Personenebene und nicht auf die staatliche Ebene zu legen.
Gefestigt und moralisch sicherer würde zu manchen ST-Momenten wirklich gut passen. Aber ich glaube, das haben die Autoren nach TNG bewusst fallen gelassen.

Ich hoffe, dass sich die Menschheit nicht nur technisch sondern auch moralisch in den nächsten Jahrhunderten weiterentwickelt und dass eine Gesellschaft entsteht, in welcher das Individuum gefestigter und moralisch sicherer da steht, um genau solche Entscheidungen auf die Personenebene und nicht auf die staatliche Ebene zu legen.
Ich hatte und habe dazu ja zwei Theorien...
Zum einen, dass die Gesellschaft - wie soll man das auf eine griffige Formel bringen? - "liberaler" geworden ist; freier und verantwortlicher Entscheidungen trifft und auf zum Beispiel Friedfertigkeit schlicht mehr Wert legt.
Zum anderen aber halte ich es auch für möglich, dass sich die Gesellschaft gar nicht in Richtung Empathie, sondern Abstumpfung entwickelt hat. Der Gleichmut einer TNG-Gesellschaft, die nicht selten pejorativ als "Friede-Freude-Eierkuchen" beschrieben wird, wäre dann eher eine Art emotionale Ignoranz: Dann ließe man die Wirklichkeit der Gefahren emotional gar nicht an sich heran.

Suthriel

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #5 am: 25.04.18, 15:17 »
Zudem ist ein mobiles, waffenausgestattetes Schiff sicherlich der sicherere Ort im Vergleich z.B. zu einer Kolonie oder Forschungsstation im Nirgendwo, wo ebenfalls Familien anwesend sein dürfen.

Das kannst du so aber auch nicht stehen lassen, ohne dabei zu erwähnen, das gerade die stärksten und besten Schiffe auch die sind, die als erstes an vorderster Front stehen bzw. geschickt werden, und quasi als Schutzschilde für die gesamte Föd dienen, und entsprechend alles abfangen und aufhalten müssen, was da an möglichen und unmöglichen Bedrohungen kommen mag.
Von einem Frachter oder waffentechnisch schwach bis gar nicht ausgerüsteten Forschungsschiffchen verlangt so etwas keiner, die werden möglichst weit weg von den Gefahrenquellen und Krisenherden geschickt, höchstens im Leerzustand mit Minimalcrew zu Evakuierungen eingefordert.

WENN es dann auch zu Gefahren- und Kampfsituationen, insbesondere durch Banditen, Piraten, oder Grenzkonflikte usw. kommt, kommt noch ein anderer Aspekt zum tragen: Ausgebildetes Personal gleich welcher Art, aber eben besonders das für solche Tiefenraummissionen ausgewählte (oder berufene), weiss, wie es in Gefahrensituationen zu reagieren kann, und besonders, das da auch der Tod präsent ist und man sich darauf auch vorbereiten muss. Kinder hingegen? Oder die "Hausfrau", die ja eigentlich nur als zivile Begleitung mit an Bord ist? Die werden auch eine Schulung haben, aber da gibt's dann doch eher Panik.

Wenns dann ganz schlimm kommt und zu Kämpfen und Geißelnahmen mit toten Geisseln, weil man sie nicht retten kann, da ein Leben notfalls nicht supergeheime Föderationsdaten von superneuem Projekt aufwiegen, die Millionen in Gefahr bringen... versuch das mal einer Mutter beizubringen, die dadurch ihr Kind verliert.
Klingt zwar nicht schön, aber wer gibt denn bessere, also aus Sicht der Geißelnehmer wertvollere Geisseln ab: Kinder und Zivilisten, oder eben Militärangehörige oder genau dafür ausgebildete Sicherheitsleute und Mannschaftsmitglieder, denen das ständig bewusst ist? Es wird wohl kaum ein Kind mit tränenden Kulleraugen in irgend eine Kamera sagen, das der Captain sich nicht erpressen lassen und vorrangig das Schiff samt Restmannschaft retten soll.

Zitat
Dazu gehört für mich auch dieses unsägliche "Wir dürfen keine Beziehung führen, wenn wir zusammenarbeiten", was für mich immer extrem rückständig (eben auf die Jetztzeit bezogen) wirkt.

Das ist doch eigentlich nur in Bereichen Vorschrift, in denen Erpressbarkeit keine Rolle spielen darf, da emotionale oder emotional gebundene Menschen doch eher dazu neigen, ihre Liebsten zu retten und genau deswegen einknicken.
Ansonsten gibt's nur bei Ehekrach Probleme, wenn beide in der selben Abteilung arbeiten und sich deswegen immer noch sehen müssen, obwohl sies nicht wollen -.-´Und dagegen helfen getrennte Abteilungen für Paare.


Ich würde aber auch solche ewig langen Missionen auf den Prüfstand stellen, ob die wirklich noch nötig sind. Nach Abschluss solch einer extremen Mission kann man sich aber auch sicher in familiennähere Posten versetzen lassen, so dass man Fam und Föd problemlos unter einen Hut bekommt.
« Letzte Änderung: 25.04.18, 15:19 by Suthriel »
Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

Alexander_Maclean

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #6 am: 25.04.18, 18:29 »
Erst einmal:

Ich bin bei dieser Seite eindeutig auf der "Pro" Seite. Mehrere meiner Figuren haben Kinder und so wird das Zusammenleben oder die Trennung immer wider in den Geschichten einzug halten.

max und Dahkur haben auch eine Menge Proargumente genannt von denen ich fast alle teile.

Aber ich möchte mal Suthriels Argumente vornehmen.

Zudem ist ein mobiles, waffenausgestattetes Schiff sicherlich der sicherere Ort im Vergleich z.B. zu einer Kolonie oder Forschungsstation im Nirgendwo, wo ebenfalls Familien anwesend sein dürfen.

Das kannst du so aber auch nicht stehen lassen, ohne dabei zu erwähnen, das gerade die stärksten und besten Schiffe auch die sind, die als erstes an vorderster Front stehen bzw. geschickt werden, und quasi als Schutzschilde für die gesamte Föd dienen, und entsprechend alles abfangen und aufhalten müssen, was da an möglichen und unmöglichen Bedrohungen kommen mag.
Von einem Frachter oder waffentechnisch schwach bis gar nicht ausgerüsteten Forschungsschiffchen verlangt so etwas keiner, die werden möglichst weit weg von den Gefahrenquellen und Krisenherden geschickt, höchstens im Leerzustand mit Minimalcrew zu Evakuierungen eingefordert.
Auch wenn uns ST manchmal etwas anderes glauben machen will, ein Krieg oder selbst ein größerer Konfikt kommt ja nicht von heute auf morgen. So etwas entwickelt sich im Laufe von Wochen oder Monaten.  Und da wäre es ja doch clever von den Familien sich vorher zu überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, dass Klein Erwin und Klein Erna das Schiff verlassen.

Zu Notfällen komme ich im nächsten Punkt

Zitat
WENN es dann auch zu Gefahren- und Kampfsituationen, insbesondere durch Banditen, Piraten, oder Grenzkonflikte usw. kommt, kommt noch ein anderer Aspekt zum tragen: Ausgebildetes Personal gleich welcher Art, aber eben besonders das für solche Tiefenraummissionen ausgewählte (oder berufene), weiss, wie es in Gefahrensituationen zu reagieren kann, und besonders, das da auch der Tod präsent ist und man sich darauf auch vorbereiten muss. Kinder hingegen? Oder die "Hausfrau", die ja eigentlich nur als zivile Begleitung mit an Bord ist? Die werden auch eine Schulung haben, aber da gibt's dann doch eher Panik.
An sich ein gutes Argument, mit einem großer ABER.

Absolute Sicherheit gibt es nirgendwo.

Das hat Max ja schon gut ausgeführt.
Zudem tust du ja so als würden solchen Notfälle am laufenden Band passieren.
Was es aber nicht tut.
Ich gehe sogar davon aus, dass ein Kind auf einen Sternenflottenschiff weitaus weniger Gewalt mit ansehen muss, als eines, dass in einem Problemviertel wo verbrechen an der Tagesordnung sind, lebt.

Zitat
Wenns dann ganz schlimm kommt und zu Kämpfen und Geißelnahmen mit toten Geisseln, weil man sie nicht retten kann, da ein Leben notfalls nicht supergeheime Föderationsdaten von superneuem Projekt aufwiegen, die Millionen in Gefahr bringen... versuch das mal einer Mutter beizubringen, die dadurch ihr Kind verliert.
Klingt zwar nicht schön, aber wer gibt denn bessere, also aus Sicht der Geißelnehmer wertvollere Geisseln ab: Kinder und Zivilisten, oder eben Militärangehörige oder genau dafür ausgebildete Sicherheitsleute und Mannschaftsmitglieder, denen das ständig bewusst ist? Es wird wohl kaum ein Kind mit tränenden Kulleraugen in irgend eine Kamera sagen, das der Captain sich nicht erpressen lassen und vorrangig das Schiff samt Restmannschaft retten soll.
Wenn es soweit kommen sollte, dass Angreifer auf ein Schiff kommen und Zivilisten als Geiseln nehmen, dann hat eine ganze Reihe von Leuten, allen voran die Führungsoffiziere und die Sicherheitsabteilung ganz ganz furchtbar gepennt.

Lairis hat in Defender mal das Komzept des "Bunkers" eingeführt ein speziell gesicherter Bereich für Zivilisten. Ich habe das im ESTRELLA RPG noch etwas ausgebaut, soass beim ersten Anzeichen von gefahr aka Alarmstufe Gelb die Zivilisten dorthin gebracht werden und von den besten Sicherheitsleuten geschützt werden.

Klar kann man nicht alles abfedern damit, aber wie gesagt absolute Sicherheit ist unmöglich.

Mhm oder ich versuche es mal mit einem Beispiel:

Wenn ich morgen einkaufen gehe und während ich da bin kommt ein Räuber und will die Supermarktkasse leeren und nimmst stattdessen die Mitarbeiter und Kunden als Geiseln ist das ein riesen Pech. Aber trotzdem kann und muss ich eigentlich sogar meine zweijährige Nichte zum Einkaufen mitnehmen, wenn ich auf sie aufpassen müsste.

Zitat
Zitat
Dazu gehört für mich auch dieses unsägliche "Wir dürfen keine Beziehung führen, wenn wir zusammenarbeiten", was für mich immer extrem rückständig (eben auf die Jetztzeit bezogen) wirkt.

Das ist doch eigentlich nur in Bereichen Vorschrift, in denen Erpressbarkeit keine Rolle spielen darf, da emotionale oder emotional gebundene Menschen doch eher dazu neigen, ihre Liebsten zu retten und genau deswegen einknicken.
Ansonsten gibt's nur bei Ehekrach Probleme, wenn beide in der selben Abteilung arbeiten und sich deswegen immer noch sehen müssen, obwohl sies nicht wollen -.-´Und dagegen helfen getrennte Abteilungen für Paare.


Ich würde aber auch solche ewig langen Missionen auf den Prüfstand stellen, ob die wirklich noch nötig sind. Nach Abschluss solch einer extremen Mission kann man sich aber auch sicher in familiennähere Posten versetzen lassen, so dass man Fam und Föd problemlos unter einen Hut bekommt.
Es sind ja nicht nur die Dinge die während einer solchen Langzeitmissionen passieren.

Eine FRau könnte ja bereits bei Missionsnatritt schwanger sein, ohne es zu wissen,wie der Fall Samantha Wildman von der Voyager gut zeigt.

Und nicht jede Spezies braucht 9 Monate von der Zeugung bis zur Geburt.

*************************************
Meine Haltung zu diesen Thema:

Familie ist etwas ganz natürlich und gerade eine so komplexe wie fortgechrittene Organisation wie STarfleet sollte eine ganze Reihe von Möglichkeiten bieten, dass mit dem Dienst unter einem Hut zu bringen.

Daher bin ich wie gesagt für Familien auf Raumschiffen, vor allen wenn man bedenkt, was für Vorteile es den Kindern bietet, wenn sie im All aufwachsen dürfen. was sie alles zu sehen bekommen.

Aber natürlich erfordert dass auch ein zusätzliches Maß an Umsicht und Sicherheitsvorkehrungen.

Sowas wie die Siskos auf der Saratoga bei Wolf 359 sollte nach Möglichkeit nicht passieren.
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Projekt "One Year a Crew" Status: Konzept 100% Schreiben 28,26% Grafisches 0% Erscheinjahr 2022


Dahkur

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #7 am: 25.04.18, 18:42 »
Zudem ist ein mobiles, waffenausgestattetes Schiff sicherlich der sicherere Ort im Vergleich z.B. zu einer Kolonie oder Forschungsstation im Nirgendwo, wo ebenfalls Familien anwesend sein dürfen.

Das kannst du so aber auch nicht stehen lassen, ohne dabei zu erwähnen, das gerade die stärksten und besten Schiffe auch die sind, die als erstes an vorderster Front stehen bzw. geschickt werden, und quasi als Schutzschilde für die gesamte Föd dienen, und entsprechend alles abfangen und aufhalten müssen, was da an möglichen und unmöglichen Bedrohungen kommen mag.

Ist denn die Enterprise-D kein waffentechnisch gut ausgestattetes Schiff? (Da ich mich mit Schiffsdesign nicht auskenne, lasse ich mich da gerne belehren), und sie ist "nur" für eine Langzeitforschungsmission gedacht, nicht für Kriege an vorderster Front.

Das Haupteinsatzgebiet der Sternenflotte ist die Erforschung. Für Kriege werden sicherlich nicht mal eben Langzeitforschungsschiffe abgezogen. Da würde vor Kriegseinsatz dann eine Räumung der Familien geschehen.

Der Gleichmut einer TNG-Gesellschaft, die nicht selten pejorativ als "Friede-Freude-Eierkuchen" beschrieben wird, wäre dann eher eine Art emotionale Ignoranz: Dann ließe man die Wirklichkeit der Gefahren emotional gar nicht an sich heran.

Das finde ich einen sehr interessanten Ansatz zur Weiterentwicklung der Menschheit. Im Endeffekt würde eine solche "berührt-mich-nicht" Haltung wahrscheinlich dann zum Untergang einer Kultur führen, weil das dann gut darauf hinauslaufen könnte, dass Gefahren gar nicht mehr adäquat wahrgenommen würden.

Ich hoffe, ich trete jetzt hier nicht in ein Fettnäpfchen ... aber kann es sein, dass Du Guttapercha mit diesem Ansatz im Kopf geschrieben hast? Er erscheint mir in Deinen Geschichten teilweise völlig unbeteiligt und "losgelöst".
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Suthriel

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #8 am: 25.04.18, 19:13 »
Ist denn die Enterprise-D kein waffentechnisch gut ausgestattetes Schiff? (Da ich mich mit Schiffsdesign nicht auskenne, lasse ich mich da gerne belehren), und sie ist "nur" für eine Langzeitforschungsmission gedacht, nicht für Kriege an vorderster Front.

Das Haupteinsatzgebiet der Sternenflotte ist die Erforschung. Für Kriege werden sicherlich nicht mal eben Langzeitforschungsschiffe abgezogen. Da würde vor Kriegseinsatz dann eine Räumung der Familien geschehen.

Zu TNG Zeiten war sie sogar eben genau das beste Schiff, was die Sternenflotte aufzubieten hatte ;) Allerdings war sie auch überall dabei gewesen, wo immer was passierte ^.^ Das ihre Crew immer so relativ glimpflich davon gekommen war, ist da wohl eher dem familienfreundlichen Schreibern zuzuschieben. Man bekam ja eigentlich in fast allen Serien immer nur mal die Meldung das x Leute vermisst werden oder tot, was bei einer Ent-D nur eben auch heissen kann, Familien und Kinder.

Wieviel waren bei der Borg-Begegnung drauf gegangen, als ihnen das kreisrunde Stück aus der Untertassensektion gesägt wurde? Die Untertassensektion bekam ja auch imemr ordentlich was ab, wenn sie nicht rechtzeitig abgetrennt werden konnte, und da sind ja die meisten Zivilisten drin untergebracht.


Edit: da war ja noch ne Antwort dazwischen gewesen o.o gar nicht gesehen:

Auch wenn uns ST manchmal etwas anderes glauben machen will, ein Krieg oder selbst ein größerer Konfikt kommt ja nicht von heute auf morgen. So etwas entwickelt sich im Laufe von Wochen oder Monaten.  Und da wäre es ja doch clever von den Familien sich vorher zu überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, dass Klein Erwin und Klein Erna das Schiff verlassen.

Stimmt schon, nur sind Schiffe wie die Ent-D doch auch oft genug so überrascht worden, und sei es nur durch eine von Qs Launen gewesen, der sie mal eben zu den Borg kickte ;) Leider waren gerade die Enterprises immer in allen Brennpunkten vor Ort und mittendrin... und nicht selten, ohne vorher evakuieren zu können.


Zitat
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Das hat Max ja schon gut ausgeführt.
Zudem tust du ja so als würden solchen Notfälle am laufenden Band passieren.
Was es aber nicht tut.
Ich gehe sogar davon aus, dass ein Kind auf einen Sternenflottenschiff weitaus weniger Gewalt mit ansehen muss, als eines, dass in einem Problemviertel wo verbrechen an der Tagesordnung sind, lebt.

Schiffe mit dem Namen Enterprise haben irgendwie immer ein sehr bewegtes und "abwechslungsreiches" Leben ;) Nichtsdestotrotz stimem ich dir da zu, würde mich persönllich dann aber eher darüber aufregen, das es in einer Föd überhaupt solche Problemviertel gibt, wenn sie so eine tolle Welt auf ihren Raumschiffen vorleben, ergo auch alle Mittel haben, bessere Welten aufzubauen :)

Zitat
Wenn es soweit kommen sollte, dass Angreifer auf ein Schiff kommen und Zivilisten als Geiseln nehmen, dann hat eine ganze Reihe von Leuten, allen voran die Führungsoffiziere und die Sicherheitsabteilung ganz ganz furchtbar gepennt.

Q :P Niemand konnte irgendwen auf einen Q vorbereiten ;)

Zitat
Lairis hat in Defender mal das Komzept des "Bunkers" eingeführt ein speziell gesicherter Bereich für Zivilisten. Ich habe das im ESTRELLA RPG noch etwas ausgebaut, soass beim ersten Anzeichen von gefahr aka Alarmstufe Gelb die Zivilisten dorthin gebracht werden und von den besten Sicherheitsleuten geschützt werden.

Klar kann man nicht alles abfedern damit, aber wie gesagt absolute Sicherheit ist unmöglich.

Mir gehts auch nicht um absolute Sicherheit, das ist nur eine Illusion (eine gefährliche noch dazu), aaaaaber man muss es auch nicht heraufbeschwören.
Es ist natürlich auch unglücklich in TNG, das es immer gerade die Ent-D mit allen Familien an Bord war, die alle Nase lang über irgend eine Katastrophe/Kampf/Konflikt/mieß gelaunte Spezies mit Aggressionsproblemen stolperte.

Bei einer Expedition in unbekannte Tiefen ists absehbar, das da nichts nach Plan laufen wird, und es gefährlich werden kann, das haben genug voran gegangene Expeditionen gezeigt. Das eine Geisselnahme selbst beim einkaufen passieren kann, ist da doch schon um einiges unwarscheinlicher, wenn eben leider auch heutzutage im Bereich des Möglichen.


Wenns nicht gerade um Tiefenraummissionen oder Expeditionen in die Nähe von Grenzkonflikten geht, wäre ich auch dafür, das Familie ruhig mit an Bord kommen kann. Es sind nur eben solche Sachen, wo ein Forschungsfamilienluxuskreuzer (mit zugegeben starker Bewaffnung und Schilden und Top Technik), dennoch nicht unbedingt die beste Wahl ist, in meinen Augen.
Wie gesagt, ich wäre dann eher für Forschungskreuzer ohne Familien für diese Sachen, oder halt reine Militär und Hilfskreuzer wieder einführen, und die Familienkreuer in potentiell weniger risikoreiche Gebiete schicken. Gibt überall was zu tun und zu erleben, nicht nur in den unbekannten Tiefen aller noch nicht entdeckten Höllenschlunde ^.^ Und vor allen nochmal über die Länge solcher Missionen nachdenken, obs da nicht auch bessere Lösungen gibt.
« Letzte Änderung: 25.04.18, 20:00 by Suthriel »
Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

Max

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #9 am: 25.04.18, 23:55 »
Ansonsten gibt's nur bei Ehekrach Probleme, wenn beide in der selben Abteilung arbeiten und sich deswegen immer noch sehen müssen, obwohl sies nicht wollen -.-´Und dagegen helfen getrennte Abteilungen für Paare.
Das mag für den Menschen, wie wir ihn kennen, gelten. Die Frage, die sich stellt, ist, ob sich das auch eins zu eins auf eine vierhundert Jahre entfernte Zukunft übertragen lässt. Natürlich ist das eher eine rhetorische Frage, weil ST nicht selten bemüht war, uns - wahrscheinlich aus Gründen der Sympathielenkung und um eine Identifizierung mit der Figur leicht zu machen - ganz normale Leute zu zeigen, wie man sie auch von heute kennt.

Ich würde aber auch solche ewig langen Missionen auf den Prüfstand stellen, ob die wirklich noch nötig sind. Nach Abschluss solch einer extremen Mission kann man sich aber auch sicher in familiennähere Posten versetzen lassen, so dass man Fam und Föd problemlos unter einen Hut bekommt.
Wobei man das natürlich auch als eine (unnötige?) Einschränkung empfinden könnte. Das ist das, worauf ich weiter oben mit der Sternenflottenkarriere angespielt habe... Ein Lieutenant wird seinen Aufstieg in der Sternenflotte - und Aufstieg muss nicht nur auf Rang und Position bezogen sein, sondern einfach auch darauf, welche Möglichkeiten die Person hat, wirklich wirksam zu werden, d.h. die Menschheit / Föderation wirklich voranzubringen und an Herausforderungen zu wachsen - nicht nach einer Mission als abgeschlossen empfinden.



Daher bin ich wie gesagt für Familien auf Raumschiffen, vor allen wenn man bedenkt, was für Vorteile es den Kindern bietet, wenn sie im All aufwachsen dürfen. was sie alles zu sehen bekommen.
Immer wieder wirkt das All ja auch wie eine Metapher für die Erde: Die Menschen der Zukunft besuchen andere Planeten, "wir" besuchen andere Kontinente. Wenn man so will, können Familien heute ihren Urlaub in Australien machen oder Familien ziehen für den Job der Eltern in ein anderes Land, in der Zukunft erweitert sich der Radius in der SciFi nicht unwesentlich, weil er nicht nur andere Orte, sondern andere Formen der Umgebung miteinschließt.



Das finde ich einen sehr interessanten Ansatz zur Weiterentwicklung der Menschheit. Im Endeffekt würde eine solche "berührt-mich-nicht" Haltung wahrscheinlich dann zum Untergang einer Kultur führen, weil das dann gut darauf hinauslaufen könnte, dass Gefahren gar nicht mehr adäquat wahrgenommen würden
Danke.
Ja, möglich. Es könnte so weit gehen - und das wäre sehr spannend, jedenfalls in meinen Augen eine weitaus spannendere Spielart als dieses "Um unsere Werte zu verteidigen, müssen wir sie erstmal selbst über Bord werfen, bis es wieder Frieden gibt", das sich in der Science Fiction so großer Beliebtheit erfreut.
Ich glaube aber, dass es auch ein wenig anders, weniger selbstvergessen sein könnte: Es werden einfach die Spitzen gekappt, und zwar oben wie unten. Weder Angst noch Liebe werden (völlig) ausgeblendet, man schwelgt nur nicht so sehr in diesen Empfindungen, dass man auf der einen Seite - um beim konkreten Beispiel zu bleiben - auf Familien an Bord verzichten würde; andererseits mangelt es dafür auch an Verve. TNG zeichnet für mich schon ein Bild dieser Art; es ist irgendwie alles ein bisschen gedämpfter - aber die Welt erscheint friedlich und glücklich.
Da bin ich auch bei dem Aspekt, den Suthriel genannt hat:
[...] das da auch der Tod präsent ist und man sich darauf auch vorbereiten muss. Kinder hingegen? Oder die "Hausfrau", die ja eigentlich nur als zivile Begleitung mit an Bord ist? Die werden auch eine Schulung haben, aber da gibt's dann doch eher Panik.
Es gibt da eine Form von Schulung, die von Anfang an ansetzt und äußerst effektiv ist: Die Erziehung. Vielleicht muss nicht erst die Sternenflotten die Leute vorbereiten, vielleicht hat sich in der ganzen Gesellschaft durch die von den Eltern an die Kinder weitergegebenen Verhaltensweisen so eine entdramatisierte Mentalität aufgebaut.
Aspekte wie Angst und Liebe liegen in der menschlichen Natur und sollen und müssen gar nicht verschwinden; doch schauen wir und die letzten Jahrtausende hier auf der Erde an, so sehen wir hier schon, wie unterschiedlich der Umgang damit war - und auch ist; das Gemüt des Nachbarn kann schon ganz anders sein - und sowas kann sich auf andere Weise fortsetzen.

Ich hoffe, ich trete jetzt hier nicht in ein Fettnäpfchen ... aber kann es sein, dass Du Guttapercha mit diesem Ansatz im Kopf geschrieben hast? Er erscheint mir in Deinen Geschichten teilweise völlig unbeteiligt und "losgelöst".
Gar nicht, das hast Du schon richtig wahrgenommen, wobei ich es eher auf die Reihe an sich als auf Guttaperche beziehen würde. Guttaperchas inneres Nachspüren ist irgendwo schon noch da, nur muss man es halt anders begreifen und vor allem hat es sich halt nach dem Tod seiner Frau verschoben, was sich in "Aschgrau" besonders eindrücklich zeigt: Als es um das Bewahren des Seins, des Jetzts, des Lebendigen ging, focht ihn das nicht besonders an, aber sobald die "Nekrosphäre" - gleichsam der Ort für die Toten - als solche erkannt wurde, setzte er sich für die Sache ein, hatte plötzlich eine Verbindung; dass ein Ort des Andenkens verloren gehen könnte, berührte ihn. Ich schätze, ich habe die Erste Offizierin Lute das nicht begreifen lassen, denn ansonsten wäre sie vielleicht nicht so pikiert gewesen.
Aber wie gesagt, es stimmt schon: Für mich war die Satyr-Reihe auch immer ein Ort, um mich ein wenig mit der ST-Gesellschaft und ihren Folgen (TNG -> Ligeti und Guttapercha. DS9 -> Hunter) auseinanderzusetzen.
In der aktuellen / letzten Satyr-Folge sollte es gerade um so eine Gesellschaft, wie von mir weiter oben beschrieben, gehen, die sich ein Stück weit selbst verloren hat, ohne zu merken, dass sie darunter leidet, nicht, weil sie dadurch einem äußeren Gegner erlaubt hat, sie quasi kampflos kaputt zu machen, sondern weil sie sich selbst aufgelöst hat. Ich weiß bloß nicht, wann oder ob ich sie überhaupt zuende schreiben werde.



Zu TNG Zeiten war sie sogar eben genau das beste Schiff, was die Sternenflotte aufzubieten hatte ;) Allerdings war sie auch überall dabei gewesen, wo immer was passierte ^.^ Das ihre Crew immer so relativ glimpflich davon gekommen war, ist da wohl eher dem familienfreundlichen Schreibern zuzuschieben. Man bekam ja eigentlich in fast allen Serien immer nur mal die Meldung das x Leute vermisst werden oder tot, was bei einer Ent-D nur eben auch heissen kann, Familien und Kinder.

Wieviel waren bei der Borg-Begegnung drauf gegangen, als ihnen das kreisrunde Stück aus der Untertassensektion gesägt wurde? Die Untertassensektion bekam ja auch imemr ordentlich was ab, wenn sie nicht rechtzeitig abgetrennt werden konnte, und da sind ja die meisten Zivilisten drin untergebracht.

[...]

Stimmt schon, nur sind Schiffe wie die Ent-D doch auch oft genug so überrascht worden, und sei es nur durch eine von Qs Launen gewesen, der sie mal eben zu den Borg kickte ;) Leider waren gerade die Enterprises immer in allen Brennpunkten vor Ort und mittendrin... und nicht selten, ohne vorher evakuieren zu können.
Du hast natürlich vollkommen Recht: Die Autoren waren am Ende immer auf der Seite der Helden. Aber ich glaube, auch hier darf man wohl nicht beim Raumschiff Halt machen. Sowohl bei "BobW" als auch bei "First Contact" hätten die Borg mit nur ein bisschen mehr Glück die ganze Erde assimilieren können und dann wären eben alle Teile der Bevölkerung betroffen gewesen.

Ich teile Deine Sicht auf die Zusammenhänge mit der Ent-D: Sie - also die "Galaxy"-Klasse - war schon eines der wichtigsten Projekte der Sternenflotte und das bezog auch etwaige Kampfaufgaben mit ein. Ich glaube jedoch auch, dass sie eines der ambitioniertesten war. Die Ent-E ist sicherlich moderner (und besser bewaffnet und letztlich zu fast allem - volumenbedingt halt mit gewissen Abstrichen - in der Lage, was auch die Ent-D so machte). Aber in ihr verwirklichte sich anders als bei der Ent-D keine Vision.

Es war - sicherlich auch durch das Budget motiviert - nicht eben geglückt, dass die Ent-D ihre Untertassensektion so selten abtrennte, denn an sich war diese Möglichkeit ein nicht ungeschickter Ausweg, um Risiken nicht determinierend für das sonstige Leben an Bord erscheinen zu lassen.

Q :P Niemand konnte irgendwen auf einen Q vorbereiten ;)
Absolut richtig! Aber ein quasi allmächtiges Wesen macht eben auch vor nichts Halt. Biographien wie die von Amanda Rogers, Thaddius Riker oder auch Sarah Sisko zeugen davon, dass die Menschen Spielball anderer Mächte werden können, egal ob sie zuhause auf der Erde in ihrem Haus oder auf der "Enterprise" in ihrem Quartier sitzen.

Ich weiß nicht, wann genau so eine Erkenntnis auf der Erde bzw. in der Föderationsgesellschaft ihren Widerhall gefunden haben könnte. Im Grunde ist das ja "nur" (in Anfühungszeichen, weil sich das Folgende ja irgendwie widerspricht) sowas wie eine Religion ohne Transzendenz oder mit eingeschränkter Transzendenz.
So oder so müsste sich nämlich das neue Gefühl ausgewirkt haben, anderen, größeren Mächten sehr schnell ausgeliefert zu sein - egal, ob es gottähnliche Mächte sind wie Q, oder eine technische Naturgewalt (heute ergehe ich mich wieder in Oxymora :deli ;)) wie die Borg, die dann an die Stelle eines Gottes getreten sind.


EDIT: Rechtschreibfehlerkorrektur
« Letzte Änderung: 26.04.18, 00:17 by Max »

Alexander_Maclean

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #10 am: 26.04.18, 10:25 »
Ist denn die Enterprise-D kein waffentechnisch gut ausgestattetes Schiff? (Da ich mich mit Schiffsdesign nicht auskenne, lasse ich mich da gerne belehren), und sie ist "nur" für eine Langzeitforschungsmission gedacht, nicht für Kriege an vorderster Front.

Das Haupteinsatzgebiet der Sternenflotte ist die Erforschung. Für Kriege werden sicherlich nicht mal eben Langzeitforschungsschiffe abgezogen. Da würde vor Kriegseinsatz dann eine Räumung der Familien geschehen.

Zu TNG Zeiten war sie sogar eben genau das beste Schiff, was die Sternenflotte aufzubieten hatte ;) Allerdings war sie auch überall dabei gewesen, wo immer was passierte ^.^ Das ihre Crew immer so relativ glimpflich davon gekommen war, ist da wohl eher dem familienfreundlichen Schreibern zuzuschieben. Man bekam ja eigentlich in fast allen Serien immer nur mal die Meldung das x Leute vermisst werden oder tot, was bei einer Ent-D nur eben auch heissen kann, Familien und Kinder.

Wieviel waren bei der Borg-Begegnung drauf gegangen, als ihnen das kreisrunde Stück aus der Untertassensektion gesägt wurde? Die Untertassensektion bekam ja auch imemr ordentlich was ab, wenn sie nicht rechtzeitig abgetrennt werden konnte, und da sind ja die meisten Zivilisten drin untergebracht.


Edit: da war ja noch ne Antwort dazwischen gewesen o.o gar nicht gesehen:

Auch wenn uns ST manchmal etwas anderes glauben machen will, ein Krieg oder selbst ein größerer Konfikt kommt ja nicht von heute auf morgen. So etwas entwickelt sich im Laufe von Wochen oder Monaten.  Und da wäre es ja doch clever von den Familien sich vorher zu überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, dass Klein Erwin und Klein Erna das Schiff verlassen.

Stimmt schon, nur sind Schiffe wie die Ent-D doch auch oft genug so überrascht worden, und sei es nur durch eine von Qs Launen gewesen, der sie mal eben zu den Borg kickte ;) Leider waren gerade die Enterprises immer in allen Brennpunkten vor Ort und mittendrin... und nicht selten, ohne vorher evakuieren zu können.

Hier muss man ganz einfach mal sagen dass die storys rund um Enterprise und Co. halt eben auch dramatisierend dargestellt werden.
Der Klassiker darunter "Die Enterprise ist das einzige Schiff in Reichweite" wird bei weiten nicht der Standardalltag der sternenflotte sein.

Und immer vom Extremfall auszugehen heißt auch irgendwie, vor allem um sich herum immer Angst zu haben.

Das mag bei einer Spezies wie den Kelpianern Dauerzustand sein, aber bei uns Menschen macht ein das auf Dauer nur krank.

Oder anders ausgedrückt: Man muss die Risiken mit den Nutzen aufwiegen. Und der ist meines Erachtens auch sehr hoch, bzw. sogar höher.

Zitat
Zitat
Absolute Sicherheit gibt es nirgendwo.

Das hat Max ja schon gut ausgeführt.
Zudem tust du ja so als würden solchen Notfälle am laufenden Band passieren.
Was es aber nicht tut.
Ich gehe sogar davon aus, dass ein Kind auf einen Sternenflottenschiff weitaus weniger Gewalt mit ansehen muss, als eines, dass in einem Problemviertel wo verbrechen an der Tagesordnung sind, lebt.

Schiffe mit dem Namen Enterprise haben irgendwie immer ein sehr bewegtes und "abwechslungsreiches" Leben ;) Nichtsdestotrotz stimem ich dir da zu, würde mich persönllich dann aber eher darüber aufregen, das es in einer Föd überhaupt solche Problemviertel gibt, wenn sie so eine tolle Welt auf ihren Raumschiffen vorleben, ergo auch alle Mittel haben, bessere Welten aufzubauen :)

Vielleicht nicht auf den zentralen Welten. Aber auf Randkolonien dürfte das Leben auch sehr anstrengend und teilweise entbehrungsreich sein.

Zitat
Zitat
Wenn es soweit kommen sollte, dass Angreifer auf ein Schiff kommen und Zivilisten als Geiseln nehmen, dann hat eine ganze Reihe von Leuten, allen voran die Führungsoffiziere und die Sicherheitsabteilung ganz ganz furchtbar gepennt.

Q :P Niemand konnte irgendwen auf einen Q vorbereiten ;)
Q zählt für mich unter Katastrophe. Etwas was dich auch auf einen Planeten ereilen kann.

Zitat
Lairis hat in Defender mal das Komzept des "Bunkers" eingeführt ein speziell gesicherter Bereich für Zivilisten. Ich habe das im ESTRELLA RPG noch etwas ausgebaut, soass beim ersten Anzeichen von gefahr aka Alarmstufe Gelb die Zivilisten dorthin gebracht werden und von den besten Sicherheitsleuten geschützt werden.

Klar kann man nicht alles abfedern damit, aber wie gesagt absolute Sicherheit ist unmöglich.

Mir gehts auch nicht um absolute Sicherheit, das ist nur eine Illusion (eine gefährliche noch dazu), aaaaaber man muss es auch nicht heraufbeschwören.
Es ist natürlich auch unglücklich in TNG, das es immer gerade die Ent-D mit allen Familien an Bord war, die alle Nase lang über irgend eine Katastrophe/Kampf/Konflikt/mieß gelaunte Spezies mit Aggressionsproblemen stolperte.

Bei einer Expedition in unbekannte Tiefen ists absehbar, das da nichts nach Plan laufen wird, und es gefährlich werden kann, das haben genug voran gegangene Expeditionen gezeigt. Das eine Geisselnahme selbst beim einkaufen passieren kann, ist da doch schon um einiges unwarscheinlicher, wenn eben leider auch heutzutage im Bereich des Möglichen.


Wenns nicht gerade um Tiefenraummissionen oder Expeditionen in die Nähe von Grenzkonflikten geht, wäre ich auch dafür, das Familie ruhig mit an Bord kommen kann. Es sind nur eben solche Sachen, wo ein Forschungsfamilienluxuskreuzer (mit zugegeben starker Bewaffnung und Schilden und Top Technik), dennoch nicht unbedingt die beste Wahl ist, in meinen Augen.
Wie gesagt, ich wäre dann eher für Forschungskreuzer ohne Familien für diese Sachen, oder halt reine Militär und Hilfskreuzer wieder einführen, und die Familienkreuer in potentiell weniger risikoreiche Gebiete schicken. Gibt überall was zu tun und zu erleben, nicht nur in den unbekannten Tiefen aller noch nicht entdeckten Höllenschlunde ^.^ Und vor allen nochmal über die Länge solcher Missionen nachdenken, obs da nicht auch bessere Lösungen gibt.
[/quote]
Du hast zwar nicht unrecht.

Trotzdem argumnetierst du mit den 0,1% die schieflaufen könnten, von denen man einen Großteil auch vermeiden kann, wenn die Chefetage des Schiffes ein wenig umsichtig agiert.

Und da sehe ich den Captain besonders in der Verpflichtung, der IMO eine Sorgfaltsplicht gegenüber seinen Untergebenen hat. Sprich ein Stil ala Kathryn "Ich box mich da durch" Janeway ist da vollkommen fehl am Platz.
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Antw:Familien an Bord
« Antwort #11 am: 26.04.18, 10:52 »
Zitat
Zitat
Ich gehe sogar davon aus, dass ein Kind auf einen Sternenflottenschiff weitaus weniger Gewalt mit ansehen muss, als eines, dass in einem Problemviertel wo verbrechen an der Tagesordnung sind, lebt.

Schiffe mit dem Namen Enterprise haben irgendwie immer ein sehr bewegtes und "abwechslungsreiches" Leben ;) Nichtsdestotrotz stimem ich dir da zu, würde mich persönllich dann aber eher darüber aufregen, das es in einer Föd überhaupt solche Problemviertel gibt, wenn sie so eine tolle Welt auf ihren Raumschiffen vorleben, ergo auch alle Mittel haben, bessere Welten aufzubauen :)

Vielleicht nicht auf den zentralen Welten. Aber auf Randkolonien dürfte das Leben auch sehr anstrengend und teilweise entbehrungsreich sein.
Na ja, wenn's die Föderation ist, würde ich doch von einem gewissen gesellschaftlichen und technischen Standard ausgehen (und der technische sollte dank Energie und Replikatoren die Versorgung eigentlich gewährleisten) und deswegen würde ich ja hoffen, dass es in der Föderation keine "Problemviertel" gibt.
Aber fremde Planeten könnten andere Risiken mit sich bringen, ich denke da vor allem an die Umwelt mit tückischer Fauna (aber auch Flora), geologischen Erscheinungen oder Wetterphänomenen. Solche Kräfte der Natur kann man in ST teilweise auch bändigen, aber vielleicht nur bei gut ausgebauten, größere Areale umspannenden Anlagen, was bei einer kleinen Kolonie eventuell nicht gegeben ist.
« Letzte Änderung: 26.04.18, 11:01 by Max »

Suthriel

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #12 am: 26.04.18, 11:15 »
Und immer vom Extremfall auszugehen heißt auch irgendwie, vor allem um sich herum immer Angst zu haben.

Das mag bei einer Spezies wie den Kelpianern Dauerzustand sein, aber bei uns Menschen macht ein das auf Dauer nur krank.

Das kann zwar eine Folge davon sein, aber genau das heisst es eigentlich nicht. Es heisst erstmal nur, alle möglichen und unmöglichen Karten auf den Tisch zu legen, damit sich auch JEDER wirklich im Klaren darüber ist, worauf er sich einlässt.
Danach stehts jedem Erwachsenen selbst frei, zu entscheiden, obs ihm das wert ist, oder nicht.

Aber als ein Captain muss man sich im Klaren darüber sein, das die potentiellen seelischen Schäden für alle im Ernstfall schlimmer sind, wenn Zivilisten wie Familien an Bord sind, und notfalls muss man schon vorher einen Riegel vorschieben, wenn da Optimismus regiert, wo eine gesunde Portion Realismus mit Pessimismus angebrachter wäre.
Gerade mit Zivilisten an Bord bei einer Planung für lange Expeditionen von weniger als dem absolutem Desaster auszugehen, ist in meinen Augen schlicht fahrlässig, weil dann wegen Optimismus unter Umständen Risikoreduzierende Maßnahmen eingespart werden.
Und wenn uns das Leben eines lehrt, dann, das Murphys Gesetz zu jeder Zeit gilt und auch die fantastischsten Welten davon nicht verschont werden ;)


Zitat
Oder anders ausgedrückt: Man muss die Risiken mit den Nutzen aufwiegen. Und der ist meines Erachtens auch sehr hoch, bzw. sogar höher.

Genau das mache ich :) jeder hat nur halt ein paar andere Werte für Risiko und Nutzen, entsprechend kommen da für jeden andere Ergebnisse raus.

Zitat
Vielleicht nicht auf den zentralen Welten. Aber auf Randkolonien dürfte das Leben auch sehr anstrengend und teilweise entbehrungsreich sein.

Ist eigentlich ein interessanter Punkt für einen extra Thread, weil ichs bis heute nicht so recht verstehe, warum es in der Föd unterschiedliche Lebensstandards für unterschiedliche Zonen geben soll. Wie gesagt, die Föd hat genug Technologie und Ressourcen, um einen einheitlich hohen Lebensstandard für alle Kolonien in allen Bereichen zu gewährleisten. Oder notfalls muss man sich mal die Ressourcenströme genauer anschauen, warum für Kernwelten mehr bereit gestellt wird, als für Randkolonien, und wies da mit Gleichheitsgrundsätzen aussieht ^.^


Zitat
Q zählt für mich unter Katastrophe. Etwas was dich auch auf einen Planeten ereilen kann.

Genau das, und kaum einer ist offenbar darauf vorbereitet. Und damit meine ich nun nicht einbunkern und bloß nicht raus gehen...

Zitat
Und da sehe ich den Captain besonders in der Verpflichtung, der IMO eine Sorgfaltsplicht gegenüber seinen Untergebenen hat. Sprich ein Stil ala Kathryn "Ich box mich da durch" Janeway ist da vollkommen fehl am Platz.

Da sind wir einer Meinung.
Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

Tolayon

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #13 am: 26.04.18, 12:23 »
Bis jetzt hatte ich den Eindruck, dass Familien entweder bei den ganz großen oder auch auf ganz kleinen Schiffen an Bord sind (in letzterem Fall oft sogar nur eine, wie im Fall der Hansens).
Bei mittelgroßen Kreuzern zur Zeit von TNG wie der Excelsior-Klasse hatte und habe ich nicht den Eindruck, dass da noch viele Zivilisten in Form von Angehörigen an Bord sind. Und auch die oben genannten kleinen Varianten beschränken sich nur auf Forschungs- und Frachtschiffe (wobei vor allem letztere oft auch rein privat betrieben werden).

Auf einer Defiant dagegen haben Zivilisten nichts verloren, engste Angehörige des Captains hier und da auf einzelnen Missionen vielleicht ausgenommen.

Max

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Antw:Familien an Bord
« Antwort #14 am: 26.04.18, 22:10 »
Bis jetzt hatte ich den Eindruck, dass Familien entweder bei den ganz großen oder auch auf ganz kleinen Schiffen an Bord sind (in letzterem Fall oft sogar nur eine, wie im Fall der Hansens).
Bei mittelgroßen Kreuzern zur Zeit von TNG wie der Excelsior-Klasse hatte und habe ich nicht den Eindruck, dass da noch viele Zivilisten in Form von Angehörigen an Bord sind.
Hmm, die Hansens sind wahrscheinlich ohnehin eher ein Spezialfall beziehungsweise relativ losgelöst von der Sternenflotte unterwegs, oder?
Was Schiffe der Liga der "Excelsior"-Klasse anbelangt: Hatte Edward Jellico nicht das Kommando über ein Schiff diesen Typs? Und er zeigte doch eine Zeichnung seines Sohnes vor. Auf Papier. Gut, das ist auch wieder verhältnismäßig rückständig (obwohl es Kindern sicher auch in der Zukunft nicht schadet, echte Haptik zu erleben) und obwohl es möglich ist, dass Jellico das Bild des Sprösslings quasi "gemailt" bekam und dann "ausgedruckt" hat, hätte ich spontan angenommen, dass er einfach so überreicht bekommen hat, was bedeuten würde, dass er seinen Sohn um sich hatte.

Auf einer Defiant dagegen haben Zivilisten nichts verloren, engste Angehörige des Captains hier und da auf einzelnen Missionen vielleicht ausgenommen.
Die "Defiant" ist ja schlicht auch zu klein.

 

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