Autor Thema: Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.  (Gelesen 1554 mal)

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Max

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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #45 am: 14.10.18, 11:59 »
Vielleicht sind die Discovery Macher enttäuscht und trotzig - aber CBS ist gross. Wird der Produktionsmanager deswegen auch trotzig? Der Studiochef auch? Und am Ende die Rechtsabteilung? Ist es wirklich logisch anzunehmen in einem Studio wo Geld regiert, wird eine Horde teurer Anwälte aus "Trotz" in Bewegung gesetzt?
Vorweg: Ich weiß nicht, ob Trotz eine Rolle spielt. Aber ich schätze schon, dass es am Ende immer eine Person oder eine ziemlich kleine Gruppe gibt, die wirklich eine Entscheidung trifft, die dann von anderen Abteilungen mitgetragen und bzw. oder ausgeführt werden (muss).

Stell Dir mal  für eine Sekunde folgendes vor: Der CBS Chef liest hier im Forum mit.
Was würde er sehen? Diesen Thread hier: Empörung! Gegenargumente gegen CBS und Verunsicherung? Trotz und viel viel negative Kritik am Verhalten von CBS würde er lesen können.
Und was sieht er noch? Das diesselben Fans/Leute die noch gestern empört waren einen Tag später in den Discovery Thread wandern und dort den Comic-Con Trailer hypen und lieber der "Kontroverse" um einen bärtigen Spock beiwohnen. Die Empörung ist vergessen oder spielt keine Rolle mehr.
Das kann man so sehen. Denn vielleicht ist es für CBS egal, ob Reaktionen positiv oder negativ ausfallen.
Ich weiß allerdings nicht, ob das vollständige Ignorieren den Königsweg darstellt; unter anderem, weil das von CBS auch als Akzeptanz gewertet werden kann.

Das schlimmste was passieren könnte, ist dass die Fangemeinde zu einer schweigenden Masse aus Konsumenten mutiert


Warum schlimm? Das ist für ein Studio doch das beste was passieren kann: Konsumenten die alles Kritik- und gedankenlos ansehen und  kaufen. Das ist der Idealzustand für ein Studio. Wie kommst Du auf die Idee CBS (oder ein anderes Studio/Sender) tut irgendetwas was diesem Idealzustand für sie abträglich wäre?
Ich kann natürlich nicht für TrekMan sprechen, aber ich hätte das jetzt (zumindest zu einem großen Teil) so interpretiert, dass es nicht unbedingt für das Studio und für die, die damit Geld verdienen, das Schlimmste ist, sondern eigentlich für das Format selbst und eben für die dadurch erodierende Fan-Gemeinde.

Vielleicht kommt die eher "romantische" Sicht auf das Franchise aus einer Zeit, in der ST in erster Linie durch die treuen Fans weiterlebte, weil die Ur-Serie eingestellt worden war.



Aber ja, and Ende ist all das nur reine Mathematik. Mathematik zu zweck der Gewinnmaximierung, nur sind es hier weniger Zahlen als Dinge wie Fans, Fanprodukte, eigene Produkt,
erwartete Gewinne, erwartete Kosten etc pp.
Darin steckt für mich die Prämisse, dass die Entscheider wirklich in der Lage sind, Gewinnmaximierung zu betreiben.
Das wird jetzt vermutlich wie die schlichteste Kapitalismuskritik klingen, aber ich beziehe mich dabei gar nicht auf soziale Komponenten à la "die Firma muss auch das Wohl ihrer Angestellten im Sinn oder Blick haben". Ich will auch nicht mal darauf hinaus, dass ein Studio vielleicht irre viel mehr Geld mit Fans machen könnte, wenn es sie besser hofieren würde. Mir scheint einfach, dass ein Management manchmal einen geradezu sakrosankten Nimbus erhält.

« Letzte Änderung: 14.10.18, 12:08 by Max »
- [...] Kelvin, machen wir die Luken auf, wir rufen ihn, rufen dort hinunter, vielleicht hört er uns? Aber wie heißt er? Denk nur, wir haben alle Sterne und Planeten benannt, aber vielleicht hatten die schon Namen? Welch ein Übergriff! Hör zu, gehen wir hin. Wir werden schreien... wir sagen ihm, was er aus uns gemacht hat, bis er entsetzt ist... dann baut er uns silberne Symmetriaden und betet für uns mit seiner Mathematik und überschüttet uns mit blutenden Engeln, und seine Qual wird unsere Qual sein, und seine Angst unsere Angst, und er wird uns anflehen um das Ende. Denn das ist alles, was er sein mag und tun mag, das ist Flehen um das Ende. Warum lachst du nicht? Ich mache doch nur Spaß. Wenn wir als Rasse mehr Humor hätten, wäre es vielleicht nicht soweit gekommen.

Leela

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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #46 am: 14.10.18, 12:24 »
Aber ich schätze schon, dass es am Ende immer eine Person oder eine ziemlich kleine Gruppe gibt, die wirklich eine Entscheidung trifft, die dann von anderen Abteilungen mitgetragen und bzw. oder ausgeführt werden (müssen).

Das denke ich auch - aber da ist eben zu erwarten, dass es in einem grösseren Studio/Sender das Management oder einer der Chefs sein wird - der mit dem eigentlichen Produkt kaum zu tun hat. Nimmt jemand wirklich an, ein Studiochef sei trotzig weil die Kelvin Timeline so rummurkst? Die hätten bei so einer Aussage vermutlich keine Ahnung worum es überhaupt geht. Die wirklichen "Entscheider" sind von den Kreativen Prozessen und Produkten insoweit abgekoppelt das sie da durchaus rein rational entscheiden, vermute ich.


... ob das vollständige Ignorieren den Königsweg darstellt; unter anderem, weil das von CBS auch als Akzeptanz gewertet werden kann.

Den Satz verstehe ich nicht ganz. :/


Ich kann natürlich nicht für TrekMan sprechen, aber ich hätte das jetzt (zumindest zu einem großen Teil) so interpretiert, dass es nicht unbedingt für das Studio und für die, die damit Geld verdienen, das Schlimmste ist, sondern eigentlich für das Format selbst und eben für die dadurch erodierende Fan-Gemeinde.

Schon (so in etwa) klar. Nur - bricht man diese Argumentation runter, läuft sie doch so ab;
Fan: "Die Fans sind wichtig weil sie das Format unterstützen und mittragen, weil sie Einnahmen gerieren. Sie tragen das Format auch über eine Pause oder Durststrecke. Also kümmert euch doch besonders um die Fans."
Studiochef: "Warum kümmern? Die Fans schauen das Format doch eh, egal wie wir sie behandeln. Und wird die Serie irgendwann eingestellt ist das halt so - nach 5 Jahren ohne Star Trek kommen sie angekrochen und schauen alles was wir ihnen vorsetzen."

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Max

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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #47 am: 14.10.18, 13:21 »
Das denke ich auch - aber da ist eben zu erwarten, dass es in einem grösseren Studio/Sender das Management oder einer der Chefs sein wird - der mit dem eigentlichen Produkt kaum zu tun hat. Nimmt jemand wirklich an, ein Studiochef sei trotzig weil die Kelvin Timeline so rummurkst? Die hätten bei so einer Aussage vermutlich keine Ahnung worum es überhaupt geht. Die wirklichen "Entscheider" sind von den Kreativen Prozessen und Produkten insoweit abgekoppelt das sie da durchaus rein rational entscheiden, vermute ich.
Da spielt wieder das mit hinein, was ich nach Astrids Posting geschrieben habe...
Wenn ein Studioboss nicht trotzig wegen der Kelvin-Timeline reagiert, ist dadurch nicht gewährleistet, dass die Entscheidungen deswegen rational ausfallen. Ich weiß auch nicht, ob es ein Vorteil ist, wenn die Entscheider das Produkt, über das sie entscheiden, gar nicht wirklich kennen.

... ob das vollständige Ignorieren den Königsweg darstellt; unter anderem, weil das von CBS auch als Akzeptanz gewertet werden kann.

Den Satz verstehe ich nicht ganz. :/
Hmm...
In dem Satz steckt mehr als nur ein Beispiel, aber ich versuche es mit einem Beispiel zu veranschaulichen:
CBS liest die Empörung über das Ende des Ent-D-Projektes und stellt danach fest, dass der neue DSC-Trailer nicht diskutiert und kritisiert wird. CBS könnte das auch als Erfolg werten: die ehemaligen "Nörgler" akzeptieren das neue Produkt ST jetzt so, wie es ist.

Schon (so in etwa) klar. Nur - bricht man diese Argumentation runter, läuft sie doch so ab;
Fan: "Die Fans sind wichtig weil sie das Format unterstützen und mittragen, weil sie Einnahmen gerieren. Sie tragen das Format auch über eine Pause oder Durststrecke. Also kümmert euch doch besonders um die Fans."
Studiochef: "Warum kümmern? Die Fans schauen das Format doch eh, egal wie wir sie behandeln. Und wird die Serie irgendwann eingestellt ist das halt so - nach 5 Jahren ohne Star Trek kommen sie angekrochen und schauen alles was wir ihnen vorsetzen."
Ich glaube, dass ich schon verstanden habe, was Du meinst, und widerspreche Dir nicht.
Aber in dem Fall ginge es halt nicht um die Perspektive der Bosse, um die Perspektive von CBS oder um die Frage, ob man den Bossen bzw. CBS wirklich einen Vorwurf machen darf. Wie angedeutet: Ich weiß nicht, ob DSC aus Sicht der Chefetage ein wirtschaftlich gelungenes Produkt ist; ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass die nicht ganz zufrieden damit sind, wie viele Produzenten wann beteiligt waren und die Serie wieder und aus welchen Gründen verlassen haben, oder dass sich der Start der Serie so verzögerte oder dass die Serie nicht eben günstig ist oder dass man vier Kleinfolgen produziert, weil sich die reguläre zweite Staffel verzögert.
Ich habe Verständnis dafür, dass die Entscheider das machen, was sie für richtig halten und sich nicht oder kaum um die Fans kümmern. Um es blumig auszudrücken: Jeder erfüllt halt die Rolle, die er zu spielen hat.

Denken wir jedoch an die Fans - und zwar nur an die Fans und nicht an die Politik ihres Handelns...
Es ist umgekehrt denke ich auch leicht möglich, Verständnis für die Fans aufzubringen, die einfach ihrem Hobby nachgehen wollen, ohne es zu benutzen, um ein Exempel zu statuieren. Sie bleiben dem Format aus Nostalgie treu und sind neugierig auf das Neue, mögen das Alte und führen es auf ihre Weise fort und haben womöglich ob der Entwicklung einfach immer weniger Spaß daran. Dass das schade ist, kann man ja auch einfach mal mit Nachsicht konstatieren, würde ich sagen.
« Letzte Änderung: 14.10.18, 13:24 by Max »
- [...] Kelvin, machen wir die Luken auf, wir rufen ihn, rufen dort hinunter, vielleicht hört er uns? Aber wie heißt er? Denk nur, wir haben alle Sterne und Planeten benannt, aber vielleicht hatten die schon Namen? Welch ein Übergriff! Hör zu, gehen wir hin. Wir werden schreien... wir sagen ihm, was er aus uns gemacht hat, bis er entsetzt ist... dann baut er uns silberne Symmetriaden und betet für uns mit seiner Mathematik und überschüttet uns mit blutenden Engeln, und seine Qual wird unsere Qual sein, und seine Angst unsere Angst, und er wird uns anflehen um das Ende. Denn das ist alles, was er sein mag und tun mag, das ist Flehen um das Ende. Warum lachst du nicht? Ich mache doch nur Spaß. Wenn wir als Rasse mehr Humor hätten, wäre es vielleicht nicht soweit gekommen.

SSJKamui

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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #48 am: 14.10.18, 15:33 »
Mein Gefühl ist, Anwälte haben auch oft einen moralischen Legalismus, ergo die Haltung "Verboten = Moralisch verwerflich, Nicht verboten = moralisch einwandfrei".  Und diese Rechtsabteilungen sind wahrscheinlich auf dem Trichter, das legale Maximum an Kontrolle für ihre Auftraggeber raus zu holen, egal, ob dies sinn macht oder nicht. Für die zählt was im Gesetz steht und nicht, was jetzt vernünftig wäre.

Und wenn eine Rechtsabteilung mehr klagt, kann sie auch so eine höhere "Bedrohungslage" vorstäuschen, die höhere Investitionen in die Rechtabteilung sinnvoller erscheinen. Man kann also, wenn man möglichst übertrieben vorgeht, besser seine eigene Existenz rechtfertigen
« Letzte Änderung: 14.10.18, 15:38 by SSJKamui »

Leela

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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #49 am: 14.10.18, 17:01 »
Denken wir jedoch an die Fans - und zwar nur an die Fans und nicht an die Politik ihres Handelns...
Es ist umgekehrt denke ich auch leicht möglich, Verständnis für die Fans aufzubringen, die einfach ihrem Hobby nachgehen wollen, ohne es zu benutzen, um ein Exempel zu statuieren. Sie bleiben dem Format aus Nostalgie treu und sind neugierig auf das Neue, mögen das Alte und führen es auf ihre Weise fort und haben womöglich ob der Entwicklung einfach immer weniger Spaß daran. Dass das schade ist, kann man ja auch einfach mal mit Nachsicht konstatieren, würde ich sagen.

Das wirft aber die Definitionsfrage auf, wann - oder wie lange - man ein Fan ist.
Es gibt zB viele Leute die sich als Star Trek Fans bezeichnen, TNG total mögen - aber TOS ablehnen, bzw. bestenfalls komplett ignorieren. Trotzdem bezeichnen sie sich als Star Trek Fans. Ähnliche Splittergruppen hast Du mit Voy, DS9, ENT und der Kelvin Timeline.

Man müsste also Fairerweise konstatieren, dass Star Trek noch nie wirklich nur "ein Format" war. Und das Dinge denen man treu bleibt (besonders aus Nostalgie) weniger Star Trek ist als vielmehr eine spezifische Serie (wie zB TNG).
Diese Unterscheidung finde ich nicht unerheblich, denn hängt man speziell an 1 oder 2 Serien, bezeichnet sich aber als Star Trek Fan allgemein, ist die Chance hoch, dass man neues immer eher ablehnen als begrüssen wird.

Zwar ist man, wie Du schreibst durchaus neugierig - da ein neues Format aber die Nostalgie nie erfüllen kann, bleibt es immer enttäuschend. Ich finde also die Frage die kaum oder sehr wenig gestellt wird, ist, wann und ob man denn vielleicht gar kein Fan (mehr) ist. :)
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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #50 am: 14.10.18, 19:40 »
Das ist ein grundsätzlich durchaus spannendes Themenfeld, schätze ich. Aber für so einen Punkt - um mal ganz konkret beim Bespiel mit der Enttäuschung über den eingestellten Ent-D-Rundgang zu bleiben - würde ich jetzt erstmal niemandem die "Fan-Gretchenfrage" stellen. Ein solches Bekenntnis würde ja auch nichts am Gefühl bzw. an der subjektiven Berechtigung für dieses Gefühl ändern.
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TrekMan

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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #51 am: 14.10.18, 20:15 »
Ich würde auch erst reagieren, wenn wirklich etwas auf dem Tisch liegt. In der allgemeinen Reaktion von CBS sehe ich ziemlich viel Trotz hinsichtlich der gehäuften Kritik sowohl an der Kelvin Timeline als auch an DSC und allem was damit zusammenhängt.
Es erinnert mich eher an ein Machtspielchen und ich glaube nicht, dass CBS da wirklich monetär etwas davon hat.

Wie kommst Du darauf, Du kannst das Verhalten doch gar nicht unterscheiden?

Ich mach es mal an Axanar (auch wenn das ein Sonderfall ist).

a) Man geht aus "Trotz" gegen Axanar vor, weil das einer alten Serie (ENT) thematisch zugehörig ist und nicht die neue Serie oder Kelvin Timeline unterstützt (anbei bemerkt, soweit ich weiß sind TV und Kinovermarktungsrechte noch immer getrennt, CBS hätte also keinen Nutzen davon für Paramount die Kelvin Timeline zu unterstützen und die Kritik an der Kelvin Timeline muss sich CBS auch nicht an den Schuh binden).

b) Man geht gegen Axanar vor weil es CBS Geld kostet, beziehungsweise CBS annimmt Axanar verringert den Absatz ihrer Produkte.

c) CBS stellt fest das Axanar das bessere Drehbuch, bekanntere Gesichter und generell mehr "Trek" Feeling hat als ihr Produkt. Nun kann CBS nachbessern - oder sich Axanar vom Hals schaffen. Nachbessern ist aber leider deutlich teuer, mehr Geld für Drehbücher, Autoren, Gaststars usw. CBS möchte aber nicht mehr Geld ausgeben - also - bleibt alles wie es ist, aber Axanar muss weg.


Ob a, b oder c als Grund hinter dem Verhalten von CBS stehen, ist völlig spekulativ und nach aussen hin nicht zu unterscheiden.

Tatsächlich ist es sogar so, dass CBS aus "Trotz" etwas täte, die mit Abstand unwahrscheinlichste Option. Vielleicht sind die Discovery Macher enttäuscht und trotzig - aber CBS ist gross. Wird der Produktionsmanager deswegen auch trotzig? Der Studiochef auch? Und am Ende die Rechtsabteilung? Ist es wirklich logisch anzunehmen in einem Studio wo Geld regiert, wird eine Horde teurer Anwälte aus "Trotz" in Bewegung gesetzt?

Ob Du es Trotz oder wirtschaftliches Kalkül nennen willst, ist mir gleich. M.E. wurde mal wieder ein gezieltes Exzempel statuiert, dess Ziel es ist die Fangemeinde zu verunsichern. Was offensichtlich gelungen ist. Mich hat die Eerfahrung gelehrt, dass selbst in diesen großen Firmen noch immer einzelne Charaktäre irgendwie und irgendwo das Sagen haben und ein sozialer Gruppenzwang an der Tagesordnung ist. Es findet sich immer ein Manager, der sich entweder horizontal oder vertikal in der hierarchie hervortun möchte oder es sind motiviert durch interne Vorgaben der oberen Führungsebenen meist irgendwelche "Wächter des lokalen Firmenimperiums" (Man möge mir das Wortspiel verzeihen), die gezielt nach "wirksamen Events" suchen.

Es stellt sich also die Frage warum hat man ein derart eindeutiges nonfiskal motiviertes Projekt torpediert? 
Es ist m.E. Presse wirksam, zeigt wie strtikt man (CBS) mit seinem publizierten Verhaltenkodex Nachdruck verleihen möchte. Dieses Projekt hatte noch nicht einmal etwas mit der laufenden TV-Serie zu tun. Es wollte nur eine digitale Rekonstruktion von bereits gezeigtem aufleben lassen, die nach meinem Kenntnisstand frei und öffentlich zugänglich war.  Es lässt nich m.E. nicht einmal mir Star Trek Experiments in Las Vegas zu begründen, Von daher wirkt es noch immer auf mich, wie eine "Trotzreaktion", denn sie wirkt auf nicht als eine rein sachlich motivierte Aktion.
Aber vieleicht projeziere ich ja auch Emotionen da hinein. ;)


Ich denke, wenn die Fans ruhig bleiben und berechtigte Kritik weiter äußern, wird CBS irgendwann auch erkennen, dass der Weg ohne die Fans nicht funktionieren wird. 

Auch hier: Aufgrund welcher Beobachtung ziehst Du diese Schlussfolgerung?
Stell Dir mal  für eine Sekunde folgendes vor: Der CBS Chef liest hier im Forum mit.
Was würde er sehen? Diesen Thread hier: Empörung! Gegenargumente gegen CBS und Verunsicherung? Trotz und viel viel negative Kritik am Verhalten von CBS würde er lesen können.
Und was sieht er noch? Das diesselben Fans/Leute die noch gestern empört waren einen Tag später in den Discovery Thread wandern und dort den Comic-Con Trailer hypen und lieber der "Kontroverse" um einen bärtigen Spock beiwohnen. Die Empörung ist vergessen oder spielt keine Rolle mehr.
Insofern: Mission accomplished. CBS bringt sein Produkt an den Mann und was sonst noch passiert ist vergessen.
Warum also was ändern?

Ich kann Deiner Argumentation nicht ganz folgen. Was hat ein bärtiger Spock, mit dem Trollen von CBS gegen nonprofit Fan-Projekte zu tun?
Persönlich würde ich mir sogar wünschen, dass sich der Chef von CBS ermutigen liese, sich mit uns zu unterhalten.
Was man hier und da so ließt, scheint es ja hinter den Kullissen des Konzens ziemlich abzugehen und ich würde gerne von einem Insider zu errfahren was wirklich davon stimmt. Vorausgesetzt man legt alle Fakten auf den Tisch. Das CBS sein Produkt vermarkten möchte, nimmt ihnen keiner.
Dennoch wird man offensichtliche und berechtigte Mängel, wie bei jedem anderen Hersteller von Produkten ansprechen dürfen und müssen. Ob die Haare in "Spocks" Geicht dazu zählen, sehe ich zwar nicht, aber Diskussionen werden selten sachlich geführt.  Zumindest stimme ich Dir zu, wenn Du meinst, dass die Haare für den Chef von CBS völlig belanglos sind.

Das schlimmste was passieren könnte, ist dass die Fangemeinde zu einer schweigenden Masse aus Konsumenten mutiert


Warum schlimm? Das ist für ein Studio doch das beste was passieren kann: Konsumenten die alles Kritik- und gedankenlos ansehen und  kaufen. Das ist der Idealzustand für ein Studio. Wie kommst Du auf die Idee CBS (oder ein anderes Studio/Sender) tut irgendetwas was diesem Idealzustand für sie abträglich wäre?

Warum Schlimm? Sind wir schon soweit, dass teilnahmsloses Konsumieren, von Dir als Voraussetzung gilt? Ich hoffe nicht, in dem Fall hätte ich Dich völlig falsch eingeschätzt.
Aber m. E, ist es schlimm berechtigte Kritik (und da gibt es eine große Bandbreite) nicht anzubringen. Und persönlich, würde ich mir das niemals verbieten lassen.  Stumm in der Ecke zu sitzen und nichts zu sagen, wird es noch weniger bringen, denn damit wird es nicht Öffentlichkeitswirksam. Was Grundsätzliczh nicht gut sein kann.  Ich könnte und würde dich auch nicht aufhalten wollen, wenn Du dich in die Ecke setzn, und nichts sehen, sagen oder hören möchtest.
Soviel zu Deiner recht merkwürdigen Frage, Wenn Du noch mehr solche Fragen hast, solltest Du sie mir eher per PN stellen.

Ob es letztendliczh zu etwas führen wird, wenn man Kritik anbringt, weis keiner nicht im voraus. In den meisten Fällen vierleicht nicht. Aber man erkennt hier und da Rückzusggefechte, besonders von Großkonzernen insbesondere dann, wenn die Kritik durch GBeweise öffentlichkeitswirksam untermauert wird und dann einen wirtschaftlichen Schaden erwarten lässt.
Negativbeispiele, hatten wir ja hierzulande häufiger. Nicht zu Letzt der Diesel-Abgasskandal, den man auch noch mal Differenzieren muss).
Daher sollte man immer sagen können was einem nicht gefällt. Die Hoffnung sirbt bekenntlicherweise zu letzt.

Letztendes ist das Geld der Motivator bei Konzernen. Daher sind solche Trollaktionen wie von CBS m.E. ein gutes Indiz dafür, dass etwas gundsätzliches nicht stimmt. Eine Firma, deren Projekte auf gesunden Füßen stehen benötigt solche Aktionen nicht. Disney unterstützt die Fangemeinde offen. Paramount hat alles Jahrzente lang nicht nur tolleriert, sondern auch unterstützt, wenn auch nicht in dem Umfang wie es Disney macht.
 
M.E. hat alles mit der Konzernaufteilung und den Lizenzrechten zu tun. Da gibt es einige gute Artikel drüber, die zeigen deutlich, dass das Verhältnis  VIACOM-CBS  nicht zum besten steht. Nach meiner Kenntnis sollen CBS und VIACOMO fusionieren und damit auch die Unterlizenzen an STAR TREK z.B. an BAD ROBOTS wieder geschluckt werden.
Es ist im Grunde ein Schauspiel und da kommt es einigen Manager (so meine Hypothese) gerade recht, wenn Sie in der Öffentlichkeit wieder mal den starken Mann gegenüber Fan-Projekte spielen können, die eine "potenzielle" Gefahr für das Wirtschaftsgut Star Trek darstellen.

« Letzte Änderung: 14.10.18, 21:43 by TrekMan »
Das Band der Gesellschaft sind Vernunft und Sprache. Wer nicht an der Geschichte partizipiert, droht die Fehler zu wiederholen. (frei nach Cicero) Dies gilt auch für die Technik, was manche Ingenieure wohl vergessen. (ein Ingenieur)

Dieser Post vertritt meine persönliche Meinung. Sollte Inhalte oder Aussagen jemanden persönlich angreifen, so geschieht dies unabsichtlich. In dem Fall, bitte ich sich mit mir per PN in Verbindung zusetzen.

SSJKamui

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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #52 am: 15.10.18, 08:22 »
Doch. Trekman. Einer Firma ist es lieber, wenn Fans nur dumm konsumieren.

Man könnte die Haltung der Firmen so formulieren: "Wie kann die Kuh es wagen, sich einzubilden, sie hätte bei der Zubereitung des Steak was mit zu reden?"


Suthriel

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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #53 am: 15.10.18, 08:50 »
Doch. Trekman. Einer Firma ist es lieber, wenn Fans nur dumm konsumieren.

Man könnte die Haltung der Firmen so formulieren: "Wie kann die Kuh es wagen, sich einzubilden, sie hätte bei der Zubereitung des Steak was mit zu reden?"

Ich würde eher sagen, das es aus Firmensicht so aussieht: Je dümmer der Kunde und je weniger Kritik am Produkt deswegen kommt (bzw. der Kram dennoch gekauft wird), umso billigeren Rotz können sie für weiterhin teures Geld verkaufen, ohne Kunden und damit Geld zu verlieren.
Gewinnmaximierung durch Kosteneinsparung auf der Qualitätsseite der Produktpalette.

Finanzielle Einbußen sind heutzutage wohl das einzige, was solche Firmen zum umdenken bringt. also alle liebe Kritik bringt nichts, wenn nicht ebenfalls finanzieller Boykott damit einher geht.
« Letzte Änderung: 15.10.18, 08:53 by Suthriel »
Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

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Astrid

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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #54 am: 15.10.18, 09:23 »
Ich würde eher sagen, das es aus Firmensicht so aussieht: Je dümmer der Kunde und je weniger Kritik am Produkt deswegen kommt (bzw. der Kram dennoch gekauft wird), umso billigeren Rotz können sie für weiterhin teures Geld verkaufen, ohne Kunden und damit Geld zu verlieren.
Gewinnmaximierung durch Kosteneinsparung auf der Qualitätsseite der Produktpalette.
Das, genau das. Den Dreck hab' ich im Einzelhandel gelernt gehabt.
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Alexander_Maclean

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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #55 am: 15.10.18, 12:48 »
Doch. Trekman. Einer Firma ist es lieber, wenn Fans nur dumm konsumieren.

Man könnte die Haltung der Firmen so formulieren: "Wie kann die Kuh es wagen, sich einzubilden, sie hätte bei der Zubereitung des Steak was mit zu reden?"

Ich würde eher sagen, das es aus Firmensicht so aussieht: Je dümmer der Kunde und je weniger Kritik am Produkt deswegen kommt (bzw. der Kram dennoch gekauft wird), umso billigeren Rotz können sie für weiterhin teures Geld verkaufen, ohne Kunden und damit Geld zu verlieren.
Gewinnmaximierung durch Kosteneinsparung auf der Qualitätsseite der Produktpalette.

Finanzielle Einbußen sind heutzutage wohl das einzige, was solche Firmen zum umdenken bringt. also alle liebe Kritik bringt nichts, wenn nicht ebenfalls finanzieller Boykott damit einher geht.
Die Frage ist aber, ob aus dem Boykott die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden.

Und das muss man leider oft mit nein beantworten.

Zwei Beispiele:

"Solo" wurde von einigen wegen dem miesen "The Last Jedi" boykottiert. Ende vom Lied: Die Nebenfilme werden runter gefahren, während die Hauptreihe und der verantwortliche bei TLJ bekommt eine weitere Trilogie.

Oder um bei Star Trek zu bleiben: die neuen Filme haben von Film zu Film mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen. weil weniger in die Kinos gehen. Man hat versucht, für den nächsten Film deswegen die Kosten zu senken und den Schauspielern wenige rzu zahlen. Was ist passiert: Chris Pne hört auf und der nächste Star Trek Film kommt vermutlich nicht. :(

also:

Kritik ist angebracht. Und es muss eine Möglichkeit geben, dass diese Kritik an die richtige Stelle kommt. Wenn es aber bedeudet, dass etwas, was man liebt, verschwindet, dann ist das ein Preis der IMO zu hoch ist.
Portfolio
Projekt "One Year a Crew" Status: Konzept 100% Schreiben 21,34% Grafisches 0% Erscheinjahr 2019


TrekMan

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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #56 am: 15.10.18, 14:11 »
Doch. Trekman. Einer Firma ist es lieber, wenn Fans nur dumm konsumieren.

Man könnte die Haltung der Firmen so formulieren: "Wie kann die Kuh es wagen, sich einzubilden, sie hätte bei der Zubereitung des Steak was mit zu reden?"

Ich würde eher sagen, das es aus Firmensicht so aussieht: Je dümmer der Kunde und je weniger Kritik am Produkt deswegen kommt (bzw. der Kram dennoch gekauft wird), umso billigeren Rotz können sie für weiterhin teures Geld verkaufen, ohne Kunden und damit Geld zu verlieren.
Gewinnmaximierung durch Kosteneinsparung auf der Qualitätsseite der Produktpalette.

Finanzielle Einbußen sind heutzutage wohl das einzige, was solche Firmen zum umdenken bringt. also alle liebe Kritik bringt nichts, wenn nicht ebenfalls finanzieller Boykott damit einher geht.
Die Frage ist aber, ob aus dem Boykott die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden.

Und das muss man leider oft mit nein beantworten.

Zwei Beispiele:

"Solo" wurde von einigen wegen dem miesen "The Last Jedi" boykottiert. Ende vom Lied: Die Nebenfilme werden runter gefahren, während die Hauptreihe und der verantwortliche bei TLJ bekommt eine weitere Trilogie.

Oder um bei Star Trek zu bleiben: die neuen Filme haben von Film zu Film mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen. weil weniger in die Kinos gehen. Man hat versucht, für den nächsten Film deswegen die Kosten zu senken und den Schauspielern wenige rzu zahlen. Was ist passiert: Chris Pne hört auf und der nächste Star Trek Film kommt vermutlich nicht. :(

also:

Kritik ist angebracht. Und es muss eine Möglichkeit geben, dass diese Kritik an die richtige Stelle kommt. Wenn es aber bedeudet, dass etwas, was man liebt, verschwindet, dann ist das ein Preis der IMO zu hoch ist.

Der Zustand kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich glaube es war 1969, da wurde eine SciFi Serie nach drei Staffeln wegen mangelnder Zuschauerzahlen eingestellt.
Die Fans, die das nicht verhindern konnten, machten sich danach daran die Lücke mit eigenen Ideen zu füllen. 

Warum also so pessimistisch? 

 
« Letzte Änderung: 15.10.18, 14:24 by TrekMan »
Das Band der Gesellschaft sind Vernunft und Sprache. Wer nicht an der Geschichte partizipiert, droht die Fehler zu wiederholen. (frei nach Cicero) Dies gilt auch für die Technik, was manche Ingenieure wohl vergessen. (ein Ingenieur)

Dieser Post vertritt meine persönliche Meinung. Sollte Inhalte oder Aussagen jemanden persönlich angreifen, so geschieht dies unabsichtlich. In dem Fall, bitte ich sich mit mir per PN in Verbindung zusetzen.

Suthriel

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« Antwort #57 am: 15.10.18, 14:32 »
Die
Kritik ist angebracht. Und es muss eine Möglichkeit geben, dass diese Kritik an die richtige Stelle kommt. Wenn es aber bedeudet, dass etwas, was man liebt, verschwindet, dann ist das ein Preis der IMO zu hoch ist.

Ist er in meinen Augen nicht, denn das, was bereits existiert (du also als Bücher, DVDs, Spielzeug/Merchandise etc.) bereits hast, oder noch kaufen kannst, das verschwindet nicht einfach so, und das kann dir auch keiner nehmen.
Ich persönlich sehe dann auch lieber gar nichts mehr, als die neue schreckliche Linie mitzutragen, welche mein geliebtes damit auch schlecht macht, entartet und entwertet, oder in Richtungen lenkt, denen ich nicht weiter folgen könnte oder wollte, weils dem Urgeist widerspricht. Ja, dann lass ichs lieber sterben, als es für sowas weiter ausschlachten zu lassen.

Ich zB liebe die Star Wars Battlefront Reihe, die alte wohlgemerkt, die neue kommt mir nicht auf den Rechner, obwohl ich die Modelle und den Sound davon extremst super finde (über die Spielmodi kann man streiten, muss jeder für sich entscheiden). Werde aber definitiv nicht EAs Lootbox und allgemeine Politik und Verhaltensweise unterstützen, und solange EA die Lizenz hat, kommt mir dann eben kein SW-Spiel von denen auf den Rechner. Wenn deswegen dann gar keine SW-Spiele mehr kommen sollten, dann ist das bitter, aber damit kann ich dann auch noch leben. Lieber ein Ende mit Schrecken (und die geliebten Sachen immer mal wieder ausgraben), als ein Ende ohne Schrecken.

Solo hat generell schlecht abgeschnitten, und wenn der Boykott "einiger Leute" ausreicht, um den Film zum Desaster werden zu lassen, sollten wir uns glaub ich mal über die Definition von "einige(r) Leute" unterhalten ;)
Denn einige Leute klingt immer so nach ein kleiner Teil einer großen Menge. Allerdings ist Solo ziemlich hart gefloppt, so das es eher heissen müsste, ein großer Teil wollte Solo nicht, und nur einige Leute haben ihn unterstützt.

Um bei diesem Beispiel zu bleiben, wenn ein Film über einen der beliebtesten Chars in SW insgesamt über 130 Millionen weniger einnimmt, als ein Film über einen Riesenhai im Fressrausch und Jason Statham ("The Meg", 525.998.364 $), und ebenfalls 33 Millionen weniger reinbekommt, als ein Film über Riesenmonster, die in einer Stadt wüten + The Rock ("Rampage", 426.345.950 $), dann läuft gründlich was verkehrt im SW-Universum (Solo, 392.854.756 $). Und das wird nicht dann liegen, das die Fans plötzlich allesamt garstige Monster geworden sind, die frauenfeindlich und rassistisch sind und white priviliges unterstützen ^.^

https://www.boxofficemojo.com/movies/?id=untitledhansolostarwarsanthologyfilm.htm

Edit: und den finanziellen Vergleich zwischen Solo und Rogue One ziehen wir besser gar nicht, sonst wird die Pille noch bitterer ;)
« Letzte Änderung: 15.10.18, 17:24 by Suthriel »
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Antw:Das CBS Damokles Schwert hat wieder zugeschlagen.
« Antwort #58 am: 15.10.18, 16:24 »
"Solo" wurde von einigen wegen dem miesen "The Last Jedi" boykottiert. Ende vom Lied: Die Nebenfilme werden runter gefahren, während die Hauptreihe und der verantwortliche bei TLJ bekommt eine weitere Trilogie. Die Frage ist aber, ob aus dem Boykott die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden.
Und das muss man leider oft mit nein beantworten.

Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Gerade Disney ist dafür ein schlechtes Beispiel. Zum einen hat Disney seine Filme bereits von vornherein zum Erfolg erklärt... zum anderen geben sie öffentlich keine Fehler zu.

Dennoch hat sich hinter den Kulissen einiges bewegt. Kathleen Kennedy als Chefin von Lucas Films wird mittelfristig wohl gehen... Ryan Johnson, Regisseur von TLJ, wurde mehr oder minder gefeuert - die neue, weitere Triologie die er planen sollte, wurde ihm entzogen und ist erstmal in die Ferne gerückt. Man hat JJ Abrams für IX zurückgeholt um Star Wars wieder "auf Kurs" zu bringen und (wohl auch) einige Entwicklungen des letzten Films umzubiegen. All das sind Änderungen die Disney durchgeführt hat, obwohl sie offen bestreiten das TLJ ein Misserfolg sei.

Disney spürt den Druck aber sehr deutlich - so hat zB TLJ auf dem Chinesischen Markt so gut wie nichts geholt und alle Erwartungen enttäuscht. Das Storytelling von SW steckt in einer Sackgasse. Und der Merchandise Verkauf ist wohl auch am Boden, während die Fans den Aufstand proben. Das hat Disney durchaus bemerkt und reagiert (auch wenn sie es nicht offen eingestehen).

"Solo" ist nicht nur wegen TLJ gescheitert. Es gab mindestens 4 gute Gründe das "Solo" geflopped ist. Der Grösste Grund ist, das ausser Disney schlichtweg niemand diesen Film wollte. Niemand wollte einen Soft-Reboot mit neuen Han Solo sehen (der nicht Harrison Ford ist) und niemand hatte wirklich Interesse an einer auserzählten Han Solo Origins Story. Der Film war bereits im Planungsstadium ein Projekt das (noch lange vor TLJ) an den Zuschauern/Fans völlig vorbei ging. Weitere Fehler haben es dann ganz versenkt.


Oder um bei Star Trek zu bleiben: die neuen Filme haben von Film zu Film mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen. weil weniger in die Kinos gehen. Man hat versucht, für den nächsten Film deswegen die Kosten zu senken und den Schauspielern wenige rzu zahlen. Was ist passiert: Chris Pine hört auf und der nächste Star Trek Film kommt vermutlich nicht.


Das ist aber auch nicht die ganze Geschichte... niemand hat "Beyond" boykottiert. Im Gegenteil, viele Altfans fanden, dies sei der bislang Trekigste Teil der Reihe nach dem Reboot. Warum Star Trek keine neuen Fans gewinnen und neue "grosse" Filme produzieren kann, ist wohl ein eigenes Thema für sich... aber schon bei "Into Darkness" war das Interesse an Star Trek erkennbar abgeflaut und der Film lieft etwas schlechter.

Auch hier ist das Studio aber nicht unschuldig. Zum einen brauchen sie viel zu lange um Filme zu drehen (man vergleiche das mal mit Marvel oder den alten Star Trek Filmen) und zum anderen sind sie nicht clever genug wichtige Schauspieler vertraglich zu binden (Marvel kann das ja auch).


Wenn es aber bedeudet, dass etwas, was man liebt, verschwindet, dann ist das ein Preis der IMO zu hoch ist.

Man kann es den Fans zwar in die Schuhe schieben, rein objektiv betrachtet ist der Grund für den Abstieg, sowohl von Star Wars als auch Star Trek - letztlich der gleiche; aus Arroganz völlig verquer getroffene Studio-Entscheidungen die sich finanziell niedergeschlagen haben.
~ ein Tausch, ein Reigen, ein Sagenlicht,
ein Rausch aus Schweigen, mehr gibt es nicht.

 

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