Autor Thema: Krita - kostenloses Zeichenprogramm  (Gelesen 562 mal)

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Suthriel

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Krita - kostenloses Zeichenprogramm
« am: 16.12.18, 10:58 »
Aloha,

wer ein kostenloses Zeichenprogramm sucht, und Gimp gerade nicht mag, sollte sich mal Krita anschauen :) ich habs gerade erst entdeckt, und ich muss sagen, es macht einen ziemlich guten Eindruck. Einiges erscheint mir nach den ersten paar Testläufen sogar intuitiver oder einfacher zu handhaben, als es in Gimp der Fall ist (obwohl sich beide wohl nicht viel nehmen, und recht ähnlich sein dürften).
Die Oberfläche hat sich bei mir auch direkt auf deutsch eingestellt, und positiv überrascht hat mich, das es DirectX und OpenGL Unterstützung hat (also die GraKa mit nutzen kann), ebenso direkt Vorlagen für Texturen. Auch schön ist das Übersichtsfenster oben rechts, was ich immer in Photoshop Fenstern sehe, und in Gimp noch nicht gefunden habe (bin mir aber sicher, die haben das auch irgendwo drin versteckt). Und die Stabilizer sind auch direkt daneben in den Werkzeugoptionen einstellbar *gg*

Download und Website: https://krita.org/en/
Features: https://krita.org/en/features/highlights/

Gibts auch für Mac und Linux.
« Letzte Änderung: 27.01.19, 21:07 by Suthriel »
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Tolayon

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Antw:Krita - kostenloses Zeichenprogramm
« Antwort #1 am: 28.01.19, 09:47 »
Unter Windows werde ich mir das Programm nicht mehr installieren, dafür habe ich dort schon genügend andere Grafik-Anwendungen drauf.

Unter Linux aber wird es definitiv mit draufkommen, aber erst, wenn ich mich für eine Distro entschieden und diese fest installiert habe. Krita einfach so in einer Live-Sitzung zu installieren macht nur den RAM-Speicher voll, und beim nächsten Mal Booten ist es ohnehin wieder weg.

sven1310

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Antw:Krita - kostenloses Zeichenprogramm
« Antwort #2 am: 28.01.19, 10:04 »
Danke für den Tipp. Ich habe zwar Photoshop, werde hier aber mal einen Blick reinwerfen.  :)

Tolayon

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Antw:Krita - kostenloses Zeichenprogramm
« Antwort #3 am: 28.01.19, 12:22 »
Krita ist ja in erster Linie als Zeichen-, aber auch als Animationsprogramm bekannt (wobei ich jetzt nicht sagen kann, wie leicht es ist, damit Animationen zu erstellen).

In Hinblick auf Linux kommt noch ein anderer wichtiger Aspekt hinzu:
Krita unterstützt von Haus aus auch das CMYK-Druckformat, was das Schwergewicht Gimp bis heute nicht zustande bringt.

Tolayon

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Antw:Krita - kostenloses Zeichenprogramm
« Antwort #4 am: 22.03.19, 10:29 »
Da Feren OS standardmäßig mit Krita daherkommt, habe ich das Programm mal kurz angetestet ...

Eines vorweg: Den Status als Zeichen-Programm kann man gar nicht genug hervorheben. Krita ist kein Ersatz für Allrounder wie Gimp (eigentlich der einzige Allrounder unter Linux). Ein Grafiktablett ist eigentlich schon zwingend, um mit Krita gut arbeiten zu können.
Was mich am meisten enttäuscht ist das in meinen Augen unzureichende Text-Werkzeug. Ich wusste zuerst nicht, wie ich überhaupt etwas damit auf die Leinwand bringen sollte, bis ich mit der gedrückten linken Maustaste einen Rahmen gezogen habe. Aber auch dann sind die Bearbeitungsmöglichkeiten im Gegensatz zu dem, was Gimp bietet eher minimal. Einziger "Vorteil" ist, dass das Text-Plugin - denn ein solches ist es, ein wie nachträglich eingefügt wirkendes Plugin - auch einen "Quelltext"-Editor bereitstellt, in welchem man die SVG-Datei manuell verändern kann. Dazu muss man aber erst über die Syntax und Möglichkeiten des SVG-XML-Standards Bescheid wissen. Auf jeden Fall war es mir trotz angebotener Funktion in der grafischen Oberfläche nicht möglich, Texte fett oder kursiv zu formatieren. Dazu musste schon eine Schriftart her, welche von Haus aus fett oder kursiv ist.

Alles in allem scheint das Text-Werkzeug in Krita wirklich nur dazu da zu sein, einfache Beschriftungen zu Bildern hinzuzufügen. Wahrscheinlich kommt man mit einem Grafik-Tablett und einer entsprechenden händischen Signatur schneller zum Ziel - und sie ist auch individueller.

Was die integrierten Effekte betrifft, so ist deren Anzahl im Vergleich zu Gimp ebenfalls überschaubar. Man kann zwar auch Bilder/ Fotos importieren und grundlegend bearbeiten, aber wie schon gesagt liegt der Schwerpunkt eindeutig auf dem Selberzeichnen und -Malen. Für diese Funktionen öffnet sich auf Rechtsklick stets eine Palette mit den zur Verfügung stehenden Pinseln, so dass man schnell hin- und herwechseln kann. Da meine eigenen Zeichenkünste begrenzt bis gar nicht vorhanden sind, habe ich es bei ein paar albernen Spielereien belassen.

Einen oder zwei Vorteile bietet Krita aber ebenfalls noch:
Zum einen unterstützt es das CMYK-Farbprofil, so dass Grafiker, welche im Bereich des Papierdrucks unterwegs sind, sich dieses Programm mindestens zusätzlich zu Gimp installieren sollten (sofern sie nicht ohnehin bei Photoshop bleiben, was unter Linux natürlich nicht - oder nur eingeschränkt über Wine - läuft).
Zum anderen bietet es echte, editierbare Ebenenstile, ganz wie bei Photoshop. Bei Bedarf lassen sie sich auch per Mausklick mit der "Mutter"-Ebene verschmelzen und sind dann natürlich nicht mehr editierbar.

Als Fazit würde ich sagen, dass Krita für eine allgemeine Bildbearbeitung zu unzureichend ist und Gimp auf jeden Fall als primäres Werkzeug installiert sein sollte (wenn man Open Source bevorzugt). Reine oder überwiegende Zeichner dürften aber ihren Spaß mit Krita haben, zumal es auch noch die Möglichkeit bietet, Animationen zu erstellen (in dem Fall überwiegend in Form selbst gezeichneter Mini-Trickfilme).

 

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