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Will Pears' Galerie

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Will Pears:

--- Zitat von: Mr Ronsfield am 15.09.21, 18:02 ---Sind aber "kräftige" Offiziere  ;)  Aber Scotty war ja auch nicht ganz so dünn  ;D

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Tatsächlich fand ich es schon immer sehr fragwürdig, wie sehr es kaum dicke Menschen in Star Trek gibt. Insbesondere in der Sternenflotte haben wir Scotty, irgendwann mal nen Bolianer und zwei, drei andere gesehen. Das halte ich für eine sehr einfältige Sicht auf die Zukunft, die leider in vielen SciFi-Werken immer wieder zu Gesicht kommt.
In unserer aktuellen Gesellschaft ist es meines Erachtens vor allem die nahezu omnipräsente Dickenfeindlichkeit, die selbst bei Menschen, die nicht oder marginal dem gesellschaftlichen Ideal entsprechen, v.a. Frauen dazu treibt, sich permanent um Gewicht zu sorgen. Würde das wegfallen, dürfte sich die Haltung signifikant entspannen und die Menschen (und etwaige Aliens) eine viel größere Bandbreite an Figuren haben.
Wenn es tatsächlich zu Beeinträchtigungen in Lebensqualität oder Gesundheit kommt, halte ich Star Treks Zukunft tatsächlich auch für in der Lage, ohne Verstümmelung gesunder Organe (aka batriatische Operationen) das Gewicht von Wesen zu reduzieren. Aber solange das nicht der Fall ist, glaube ich, dass es vielen schlichtweg egal sein wird.

Und ja, ich bin mir bewusst, dass unendlich viele Szenen in Star Trek das Gegenteil nahelegen. Aber das liegt m.E. hauptsächlich daran, dass sich die Schreiber:innen bisher nicht des Problems bewusst waren bzw. es nicht gesellschaftlich anerkannt war/ ist. Queerness hat ja auch eine eher kurze Geschichte in Star Trek. Ich hoffe, dass wir da, entweder in der aktuellen Trek-Welle vielleicht noch hinkommen, oder aber in der nächsten oder der übernächsten. Oder eben irgendwo anders. Die Hoffnung stirbt zuletzt.


--- Zitat von: Kirk am 15.09.21, 20:41 ---
--- Zitat von: Mr Ronsfield am 15.09.21, 18:02 ---Sind aber "kräftige" Offiziere  ;)  Aber Scotty war ja auch nicht ganz so dünn  ;D

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Die Replikatoren scheinen gut zu Funktionieren :D

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Genau solche Vorannahmen, Rückschlüsse, Be- und Abwertungen wären halt zu überwinden. Und gerade solch ein Kommentar verdeutlicht auch noch einmal das Problem: Wir maßen uns als Gesellschaft an, Ess- und Bewegungsgewohnheiten am Erscheinungsbild von Menschen ablesen zu können. Zudem maßen wir uns an, unsere Idealvorstellung dessen sowie des Körpergewichts auf andere zu projezieren.

Ich staune immer, wie absurd es wird, wenn das auf andere Dinge übertragen wird. Was wäre beispielsweise, wenn wir in Bezug auf Belesenheit und Ausdrucksweise so verfahren würden? Permanent würden sich Leute darüber austauschen, welche Klassiker sie gerade lesen, welcher Bücherkanon bei ihnen Programm ist. Menschen, die Worte wie 'geil' oder 'krass' in ihrem Alltag verwenden, würden schief angeguckt. je nach Kontext würde mensch ihnen eine Enzyklopädie oder Kurse empfehlen, ...

Das lässt sich beinahe endlos wiederholen. Nahezu nirgendwo wirkt es nicht vollkommen falsch, übergriffig und höchst problematisch. Selbst beispielsweise Raucher:innen, die mit ihrem Verhalten anderen, zumindest innerhalb geschlossener Räume, schaden, erfahren in der Regel weniger deutlich Kritik. Das kommt natürlich vor, aber eben primär dann, wenn sie rauchen. Dicke Menschen erfahren dies 24/7


--- Zitat von: Kirk am 15.09.21, 20:41 ---Eine Frage habe ich aber zu dem Captain, was ist das an der Stirn? Die Roten Punkte, soll das einfach nur "Schmuck" sein oder steckt da noch mehr hinter?

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--- Zitat von: Max am 15.09.21, 20:53 ---Ich würde auch auf Schmuck tippen.

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Ich hatte das eigentlich als Tattoowierung überlegt, aber ich müsste in dem Fall wohl die Konturen entweder deutlich weniger stark oder gar nicht malen. Ich hab noch nicht alles raus. Seit einiger Zeit experimentiere ich mit verschiedenen Linienstärken, was mir sehr gut gefällt.


--- Zitat von: Max am 15.09.21, 20:53 ---Die Figuren sind eigentlich gut in Szene gesetzt. Nur bei Quad-Amdo wäre es wahrscheinlich lohnend, die rechte Hand dort zu korrigieren, wo sie über der Waffe liegt, denn das sieht.... anatomisch fragwürdig aus ;)

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Tatsächlich ist das gar nicht mal der einzige Fehler. Achte mal auf die Perspektive von Tür und Boden. Es ist nicht's unendlich auffälliges, aber bemerkt mensch es einmal, ist es schwer, das zu ignorieren.

Ich kann halt leider wirklich nur Parallelprojektion, wenn es um räumlichen Kram geht. Das macht einiges sehr problematisch. Bei kleinen Details ist das noch irgendwie ok, aber bei vielem anderne wird's sehr schnell zum Problem.



Alles, wo die Perspektive stimmt, ist i.d. abgepaust von irgendwelchen Bildchen die ich schon hatte. In geringerem Ausmaß, weil ich Personen dann doch inzwischen etwas besser zeichnen kann, ist das auch bei Zeichnungen von Wesen (egal ob humanoid oder nicht) der Fall. Die sind in der Regel auch nach Vorlagen (zuletzt zum Beispiel Kathy Bates). Jede Abweichung davon ist eine enorme Herausforderung... Tatsächlich ist aber auch die Waffe zu groß. So ein Griff sollte schon in die Hand passsen.

Danke jedoch für das rege Feedback. Ich freu mich, wenn meine Spielereien gefallen :)

Max:
Was das Thema Gewicht in ST anbelangt...
Nun, so freigeistig Roddenberry in mancher Hinsicht war, so sehr engte er seine Sichtweise in anderer dann auch wieder ein. Doohan sollte ja, wie es heißt, während der Serie immer darauf achten, dass die Hand, an der ihm ein Finger fehlte, nie ins Bild kommt, weil Roddenberrys Bild der Zukunft war, dass dort Unfälle etc., die zu Verstümmelungen führen - also ein Auftreten jenseits der Norm bedeuteten - in seinen Augen nicht passieren konnten.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es wirklich Roddenberrys Zukunftsvorstellung entsprang, dass die Medizin und die Lebensführung so etwas wie Übergewichtige oder auch Brillenträger quasi gar nicht erst entstehen lassen.
Da hat sicher ein Umdenken stattgefunden, aber was das Gewicht anbelangt...

Sowas ist ja - wie anderes Äußerliches auch - seit jeher einem Zeitgeschmack unterworfen. Es gab und gibt Zeiten und Kulturen, in denen ein nach unseren Maßstäben hohes Gewicht erstrebenswert ist (Sumo-Ringer werden verehrt, ein stattlicher Bauch war wohl in Deutschland nach dem Krieg eben auch ein Zeichen für Wohlstand, die Frauengestalten bei Rubens zeugen davon, dass Üppigkeit damals auch nicht als verkehrt angesehen wurde...) Und es gibt ja auch zahllose andere Beispiele: blasse versus gebräunte Haut zum Beispiel.
Man könnte ST jetzt einfach so deuten, dass es da halt immer noch ein Schönheitsideal gibt, wobei das wahrscheinlich keine zufriedenstellende Lösung ist.
(Übrigens kommen wir da meiner Meinung nach zu einem interessanten Aspekt auch einer Utopie, nämlich dass es bei all dem friedlichen Zusammenleben trotzdem noch gewisse Standards und Normen gibt. Star Trek würde ich da liberaler sehen, aber wenn ich da zum Beispiel an Lems "Rückkehr von den Sternen"/"Transfer" denke... Dort gibt es eine geradezu perfekt harmonische Gesellschaft, die aber antriebslos ist und einen gewissen Jugendkult betreibt).

Ich glaube, dass das Übertragen, das Projezieren von eigenen Vorstellungen, verbunden auch mit Bewertungen, aber auf breiter Front passiert (also auch das Rauchen, die Ausdrucksweise etc.) - mal offener, mal weniger offen. Man muss sich doch auch nur mal anschauen, was die sogenannten Comedians da so veranstalten. Vieles, was flappsig oder witzig gemeint ist, sind Bemerkungen, die auf Kosten anderer Leute gehen. Auch ein menschliches, natürliches Phänomen ist, dass man gerade über das dann nicht lachen kann, in dem man sich selber harsch karikiert sieht.
Ich finde, die Gesellschaft bräuchte da generell mehr Taktgefühl, aber wenn man in einer Welt lebt, in der der Ausdruck "Opfer" dazu benutzt wird, Leute zu diffamieren, muss man wohl viel kleinere Brötchen backen :(
Natürlich ist es aber auch so, dass viele Bemerkungen gar nicht wirklich böse gemeint sind.


Was die Zeichnung anbelangt...
Joah, klar, man könnte "mangelnde Perspektive" als Fehler bezeichnen, aber nachdem es ja eher ein Comic-Stil ist, finde ich eine "isometrische" Darstellung nicht schlimm. Das mit dem Finger stach da meiner Wahrnehmung nach mehr heraus.

Will Pears:

--- Zitat von: Max am 15.09.21, 23:20 ---Was das Thema Gewicht in ST anbelangt...
Nun, so freigeistig Roddenberry in mancher Hinsicht war, so sehr engte er seine Sichtweise in anderer dann auch wieder ein. Doohan sollte ja, wie es heißt, während der Serie immer darauf achten, dass die Hand, an der ihm ein Finger fehlte, nie ins Bild kommt, weil Roddenberrys Bild der Zukunft war, dass dort Unfälle etc., die zu Verstümmelungen führen - also ein Auftreten jenseits der Norm bedeuteten - in seinen Augen nicht passieren konnten.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es wirklich Roddenberrys Zukunftsvorstellung entsprang, dass die Medizin und die Lebensführung so etwas wie Übergewichtige oder auch Brillenträger quasi gar nicht erst entstehen lassen.
Da hat sicher ein Umdenken stattgefunden, aber was das Gewicht anbelangt...

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Ja, dass das in Star Trek nicht mitintendiert war, hab ich mir schon gedacht. Ist halt auch ne Frage, wer Utopien kreiert. Es hat halt immer so was eliminatorisches, wenn du feststellst, dass du bzw. jemand wie du in jemand anderes Zukunftsvision nicht mehr vorkommt.  Und vor allem ist es schade, wenn beim Schaffen besagter Utopie dann festgestellt wird, dass es das doch braucht. Pike (TOS), Jameson (TNG), Pazlar (DS9) brauchten de facto Rollstühle (halt in der regel irgendwie schwebend und besser, aber das Grundkonzept war identisch). Geordis Sicht war ja auch noch mal anders als "normal". Usw. usf.

Und, wo ich darüber so nachdenke, so richtig gelingt Star Trek das mit keinem Thema. Es soll keine Religion mehr geben. Aber Vulkanier und ab TNG Klingonen handeln nach religiösen Doktrinen.

Es soll keine Armut mehr geben. Aber ständig, und das interessanterweise von TOS an, erleben wir Zeugnisse davon, dass es eben doch noch unterschiedliche Lebensstandarts gibt.

Es wird immer wieder mit der Idee gespielt, es gäbe keine Strafanstalten/ Gefängnisse mehr bzw. sie würden nicht benötigt. Bis der Plot es eben nötig macht.

...

Ich glaube, eine der größten Stärken  von Star Trek war es, sich immer wieder zu reflektieren und reflektieren zu müssen, um Schritte vorwärts zu machen. Ich hab nicht genug von Discovery gesehen, von Picard natürlich bisher auch nur die erste Staffel (und Lower Decks ist kein Maßstab hierfür), um zu bewerten, ob das neue Star Trek dem wirklich, wirklich nachkommt oder ob der Realismus seit DS9 zu viel von der Ursprungsutopie genommen hat...


--- Zitat ---Sowas ist ja - wie anderes Äußerliches auch - seit jeher einem Zeitgeschmack unterworfen. Es gab und gibt Zeiten und Kulturen, in denen ein nach unseren Maßstäben hohes Gewicht erstrebenswert ist (Sumo-Ringer werden verehrt, ein stattlicher Bauch war wohl sogar nach dem Krieg eben auch ein Zeichen für Wohlstand, die Frauengestalten bei Rubens zeugen davon, dass Üppigkeit damals auch nicht als verkehrt angesehen wurde...) Und es gibt ja auch zahllose andere Beispiele: blasse versus gebräunte Haut zum Beispiel.

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Jein. Ich würde mindestens sagen, dass es immer ambivalent war. Christopher e. Forth hat da ein sehr schöne Übersichtswerk verfasst: Fat: A Cultural History of the Stuff of Life. Und  auch die dänische Doktorandin Dina Amlund zeichnet in Bezug auf Kunstgeschichte und überhaupt westliche Geschichte ein wesentlich negativeres Bild in ihrem Vortrag Was it ever okay to be fat? https://www.youtube.com/watch?v=bhR1e59voAI.

Es gab in jedem Fall, soweit würde ich mitgehen, verschiedene Zeiten und Orte, an und in denen Körpergewicht positiver gesehen wurde. Aber eben auch immer nur in genau festgesteckten Rahmen. Sumo-Ringer waren auf Männer beschränkt und bis heute sind weibliche Sumo-Ringerinnen ein riesige Kontroverse in Japan. Und auch für viele andere Zeiten und Orte werden einzelne Elemente gerne übertrieben oder aus dem Kontext gerissen Oftmals auch zur Untermauerung, warum ein jetztiges neues Ideal gerechtfertigt ist.


--- Zitat ---Man könnte ST jetzt einfach so deuten, dass es da halt immer noch ein Schönheitsideal gibt, wobei das wahrscheinlich keine zufriedenstellende Lösung ist.

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Ich hab vor kurzem noch die TNG-Folge gesehen, wo die auf diese "Paradies"-Welt treffen, auf der alle leicht bekleidet sind, Sport treiben und glücklich sind. Die Kehrseite sind die harschen Gesetze, die von so einem übernatürlichen Wesen enforct werden, das dann auch Wesley für das Betereten eines Beets oder so töten will. Jedenfalls ist die Folge aus Staffel 1 ein deutlicher Indikator in die Richtung.


--- Zitat ---(Übrigens kommen wir da meiner Meinung nach zu einem interessanten Aspekt auch einer Utopie, nämlich dass es bei all dem friedlichen Zusammenleben trotzdem noch gewissen Standards und Normen gibt. Star Trek würde ich da liberaler sehen, aber wenn ich da zum Beispiel an Lems "Rückkehr von den Steren"/"Transfer" denke... Dort gibt es eine geradezu perfekt harmonische Gesellschaft, die aber antriebslos ist und einen gewissen Jugendkult betreibt).

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Musst egerade mal den Roman googlen. Ich weiß nicht, ob Normen nicht etwas unumgängliches sind. Zumindest wir als Menschen denken scheinbar seit einigen Jahrtausenden auf diese Weise. Unser Gehirn schafft immer wieder Kategorien, um mit Menschen einfacher klarzukommen.

Es bleibt zu hoffen, dass wir damit irgendwann anders werden umgehen können. Was aktuelle Schönheitsvorstellungen angeht, ist es ja nicht nur so, dass z.B. dicke Menschen als hässlich gelten. Es wird auch peer pressure ausgeübt auf Menschen, die mit einem dicken Menschen eine Beziehung eingehen. Diese Klassierung von v.a. Frauen, aber vereinzelt auch Männern, die u.a. in Sitcoms der letzten Jahrzehnte immer wieder vorkamen, sind da ein gutes Beispiel. Die Idee, dass eine Frau, die als 9 gilt, sich nicht mit einer 5 zufrieden geben sollte, zeugt halt davon, dass die Kategorien/ Normen/ whatever nicht mehr nur einfache Erwartungskategorien sind, sondern gesellschaftlich von allen eingefordert werden. Ganz exzessiv wird das in Incel-Kreisen betrieben.

Ich glaube, dass die Menschen einfach mehr darauf klarkommen müssten, dass es zwar Austausch über Normen gibt und diese gesellschaftlich entstehen, aber, dass dennoch die subjektive Sicht jeder*jedes einzelnen eine Daseinsberechtigung hat.


--- Zitat ---Ich glaube, dass das Übertragen, das Projezieren von eigenen Vorstellungen, verbunden auch mit Bewertungen, aber auf breiter Front passiert (also auch das Rauchen, die Ausdrucksweise etc.) - mal offener, mal weniger offen. Man muss sich doch auch nur mal anschauen, was die sogenannten Comedians da so veranstalten. Vieles, was flappsig oder witzig gemeint ist, sind Bemerkungen, die auf Kosten anderer Leute gehen. Auch ein menschliches, natürliches Phänomen ist, dass man gerade über das dann nicht lachen kann, in dem man sich selber harsch karikiert sieht.
Ich finde, die Gesellschaft bräuchte da generell mehr Taktgefühl, aber wenn man in einer Welt lebt, in der der Ausdruck "Opfer" dazu benutzt wird, Leute zu diffamieren, muss man wohl viel kleinere Brötchen backen :(
Natürlich ist es aber auch so, dass viele Bemerkungen gar nicht wirklich böse gemeint sind.

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Da hast du vollkommen recht. Wobei natürlich die bloße Intention nichts hilft, wenn die Handlung dennoch Schaden anrichtet. Ich hab vor c.a einem Jahr z.B. Brooklyn 9-9 entdeckt und lieben gelernt. Es ist eine Serie, die es schafft, einen Humor aufzubauen, der nicht auf Sexismus, Rassismus, etc. basiert, sondern diese, wenn überhaupt angreift. Immer wieder kommt dieses Argument, dass, wenn mensch über dieses oder jenes keine Witze mehr machen dürfe,  Humor insgesamt nicht mehr funktioniere. Oft wird das gerade von denen ins Feld geführt, die neue "Tabus brechen" wollen. Zuletzt hat ja diese Lisa Eckhart das einmal durchexerziert.


--- Zitat ---Was die Zeichnung anbelangt...
Joah, klar, man könnte "mangelnde Perspektive" als Fehler bezeichnen, aber nachdem es ja eher ein Comic-Stil ist, finde ich eine "isometrische" Darstellung nicht schlimm. Das mit dem Finger stach da meiner Wahrnehmung nach mehr heraus.

--- Ende Zitat ---

ja, aber auch in einem Comic-Stil kann eine Tür, die aus Normalperspektive gezeigt wird, nicht den Blick eröffnen in einen Raum, von dem mensch dann so viel vom Boden sieht. Als ich das hinterher sah, war ich sehr genervt von meinem mangelnden Vorstellungsvermögen.

Die Hand kommt dann noch hinzu, das stimmt schon :)

Will Pears:
Und es geht munter weiter (wenn ich das Tempo beibehalte, bin ich bald mit den Offizier:innen durch):

 

Ich präsentiere: Lieutenant Sh'yvelles Teivah. Sie bezeichnet sich selbst in der Regel als Andorianerin, da sie auf Andor aufwuchs. Fragen nach ihrem Nasenkamm und ihrer Hautfarbe ignoriert sie normalerweise. Vertrauten eröffnet sie, dass einer ihrer vier Erzeuger:innen von Bajor stammte. Sie verbindet mit allen vieren fast ausschließlich negative Emotionen. Der Grund dafür ist schnell erzählt:

Risa, Stardate 0121.5. Eines Abends treffen ein Handovll Andorianer:innen auf einen bajoranischen Flüchtling. Im Laufe des Abends trinken alle weit über ihren Durst getrunken. Die Andorianer, allen voran die Sternenflottenangehörigen auf Landurlaub, haben Fragen über das Leben auf Bajor, den Widerstand und die Flucht. Der Bajoraner wiederum hat, noch mal einige Getränke später, zahlreiche Fragen zum andorianischem Geschlechtsverkehr, der 4 Personen involviert. Einige Stunden und Runden später, ist diese Diskussion noch weiter eskaliert. Ein Ensign und eine Petty Officer der Sternenflotte, eine Angestellte der Bank of Bolias-Außenstelle Andor und der Flüchtling packt sexuelle Neugier auf das ungewohnte und versuchen sich an klassichem andorianischem Sex. Sie alle sind der festen Überzeugung, dass Reproduktion zwischen ihren Spezies möglich sei, weshalb sie nicht verhüten.

Als sich herausstellt, dass die Zh'yi (eine der Andorianer'innen'; siehe https://memory-beta.fandom.com/wiki/Andorian_sexes#Reproductive_process) tatsächlich schwange geworden ist, sind die Petty Officer und der Ensign schnell wieder auf ihrem Schiff und wissen von nichts, obwohl zumindest die Petty Officer für einige Jahre Unterhaltszahlungen leisten wird. Der bajoranische Flüchtling ist schockiert und flieht aus Angst. Die Zh'yi kehrt nach Andor zu ihrem Bürojob zurück und gebiert ein Kind mit lilaner Haut, scheinbar funktionsunfähigen Fühlern und einem bajoranischen Nasenkamm. Gemäß bajoranischer Namenstradition wird der Nachname an erster Stelle eingetragen. Sie kümmert sich solange, wie sie die Anfeindungen von allen Seiten aushalten kann, gibt das Kind mit 11 jedoch in ein Heim.

In ihrer Kindheit erfährt Teivah sehr viel Diskriminierung, ihres Aussehens und ihres Namens wegen. Auch Erwachsene schrecken nicht vor Ausgrenzung zurück. Insbesondere im Gesundheitswesen wächst der Unmut aus Überforderung. Selbst einfache Vorsorgeuntersuchungen stellen aufgrund der ungewohnten Blutkomposition eine Herausforderung dar. Ab der Mittelschule lernt Teivah jedoch, sich in die Kreise der ausgestoßenen zu integrieren. In ihrer Wehrdienstzeit bei den planetaren Streitkräften knüpft sie weitere Kontakte.

Mit einem Freund zusammen bewirbt sie sich bei der Sternenflotte. Er schafft es leider nicht durch den Aufnahmetest, sie schon. Mit ihrer aufmüpfigen, schwer zufriedenzustellenden Art macht sie sich wenig Freund:innen. Gleichzeitig ist ihre Gründlichkeit und ihre Art, konstruktive Kritik nie zurückzuhalten, ein Segen für Vorgesetzte, die damit umzugehen wissen. Entsprechend gibt es Vorgesetzte, die sie hassen, und welche, die sie lieben. Über kurz oder lang wird sie Sicherheitschefin der USS Baruch Spinoza.

Außerdem, kleiner Funfact: Sie hasst diese Uniformen seit sie eingeführt worden. Insbesondere der Aspekt, dass der Gürtel über der steifen, jacketartigen Uniformjacke getragen wird, findet sie absolut unnötig und für Sicherheitsoffizier:innen sogar gefährlich. Sie trägt, um in Notfallsituationen besser kämpfen zu können, die Jacke über dem Gürtel und verhüllt damit auch ihre Phaserpistole.

Will Pears:
Zum einen hab' ich hier die Chefwissenschaftler:in der USS Baruch Spinoza:



Und hier ein random Steampunkishes Character Design, inspiriert von einem Bild aus dem Netz. Sehr viele unnötige und unrealistische Details, insbesondere diese runden Leder-Diskusse...:

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