Autor Thema: Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"  (Gelesen 12124 mal)

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Lairis77

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Was lange währt wird endlich gut (vielleicht ^^).

Here I proudly present: Episode 06: "Konsequenzen".
Ich warte erst mal die ersten Kritiken und das Beta-Read durch diverse Freunde ab, bevor ich's auf meiner HP hochlade - daher lassen Rechtschreibung und Logik bei dieser Rohversion sicher arg zu wünschen übrig. Aber hey - dafür dürft ihr die ersten Fehler finden und behalten :andorian.

Mit den beiden parallen laufenden Handlungssträngen, die sich selbst mit roher Gewalt nicht verflechten lassen, bin ich auch nicht wirklich zufrieden. Geht nur leider nicht anders.

Aber macht euch selbst ein Bild ...

"Die Situation erscheint aussichtslos, als Commander Jerad Kayn auf die cardassianischen Subraumminen starrt, die die USS DE-FENDER umkreisen. Aus der Phase geschoben und offiziell tot, darf er seine Tarnung um keinen Preis aufgeben – obwohl er weiß, dass die tödlichen Minen den gegnerischen Klingonenkreu-zer bedrohen, auf dem Captain Lairis gefangen ist.

Nun muss die Kommandantin der DEFENDER die Klingonen da-von überzeugen, dass sie allesamt Opfer einer raffinierten car-dassianischen Verschwörung wurden. Ihr Überleben hängt von einer Kunst ab, die sie bisher zu ihren Schwächen zählte: Diplo-matie.
Kann Lairis einen Krieg verhindern, der zu diesem Zeitpunkt unausweichlich erscheint?

Währenddessen gelingt der cardassinischen Überläuferin Belora Karthal mit Jerads Hilfe die Rückkehr in ihre Heimat.
Dort wird sie von ihrem eigenen Sohn an die Terrorgruppe „Wah-rer Weg“ ausgeliefern – und findet sich in einem bizarren Alptraum wieder.

Das Einzige, was Karthal, Jerad und Lairis retten kann, sind un-gewöhnliche Lösungen und ebenso ungewöhnliche Verbündete.
Doch die Konsequenzen ihrer Entscheidungen drohen bereits das Leben aller Beteiligten auf den Kopf zu stellen …"


Da ich bis jetzt zu faul war, eine Zusammenfassung für Teil 1-5 zu schreiben, damit ihr nach 2 Jahren überhaupt noch wisst, was Sache ist, empfehle ich, Episode 5 wenigstens noch mal zu überfliegen ;).

Und nun viel Spaß :)


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« Letzte Änderung: 05.11.11, 19:03 by Lairis77 »
"Ich habe diese Geschichte nur gepflanzt, aber sie wächst, wie sie will, und alle verlangen, dass ich voraussehe, welche Blüten sie treiben wird." (Cornelia Funke: Tintentod)


ulimann644

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #1 am: 19.10.11, 07:12 »
Heruntergeladen habe ich es - lesen werde ich das Ding nachher... :happy
Ich bin mal gespannt was diesmal heraus gekommen ist.

ulimann644

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #2 am: 19.10.11, 16:14 »
So - fertig...

Sagt schon alles denke ich - die Folge habe ich auf einen Rutsch durchgelesen. Die Figuren sind wie immer liebevoll dargestellt, die Locations sind stimmig, die Gags zünden. Gelungen fand ich die Szenen an Bord des Klingonschiffes - diese Bande kam lebensecht rüber.
Gefallen hat mir die kleine Szene mit der Andorianerin (irgendwie ahnte ich bei der Vorsilbe Tal bereits, von wo die kommt... :andorian) und Van de Kamp.
Auch schön, die Antennenbewegung bei Missfallen - der kleine Wiedererkennungswert hat mir gefallen.
Dass die Katze zufällig die Lösung findet war IMO arg konstruiert daran, aber na ja...
Ich bin gespannt wie/ob es zwischen den beiden weitergeht

Glinn Karthal gefällt mir in diesem Band sehr gut - allerdings hat man in manchen Passagen den Eindruck es sei Lairis Zwillingsschwester. Was mir dabei ebenfalls etwas aufstieß war, dass die Cardassianer in Meilen messen...(??) (Klingons haben Kellicams - für Cardassianer könnte man sich etwas einfallen lassen.)

Die Traumsequenz (die mit der Ratte) war mir dann des Guten etwas zuviel - diese Szene hätte ich gerne sehr viel kürzer gesehen.

Was mir seltsam anmutete waren die Bedenken des Commanders Kayn, wegen der Torpedos. Wenn es sich um eine signifikante Nachwirkung der Torpedos gehandelt hätte (Strahlung, die ein qualvolles Siechtum und einen schmerzhaften ellenlangen Todeskampf beinhaltet) dann hätte ich diese moralischen Bedenken eingesehen. Aber sich - und das in einer misslichen Lage - Gedanken zu machen, wegen der Art des Abschusses (die Wirkung bleibt dieselbe - das Ding ist eine Waffe und tötet) kam mir etwas merkwürzig vor.

Auch "Transphasentorpedos" (die gibt es erst im 25. Jhd. !!) sind etwas Über-Drüber für die frühen 70er... Wenn´s "Interphasen-Torpedos", oder "Multiphasen-Torpedos" gewesen wären, irgendwas, dass zur Tarnvorrichtung passt, dann hätte es irgendwie folgerichtiger geklungen...
Und Commander Kayn ist IMO falsch auf der DEFENDER (das ist offiziell ein Kriegsschiff) wenn er in einer solchen Lage derartige Überlegungen anstellt, bevor er endlich handelt.

Abseits dieser kleinen Punkte (die den Lesespass nicht wirklich stören können - dazu war die Geschichte zu spannend und zu gut erzählt) bekommt man einen der besten Teile dieser Serie präsentiert. Teil 6 lag wieder ganz dicht dran an meiner Lieblings-FF (RESISTANCE)
Besonders die Cardassianer - mit denen ich selbst was FF betrifft nicht viel an der Mütze habe - sind mir in dieser Folge wieder sehr viel näher gebracht worden.

Unbedingte Leseempfehlung !!

Lairis77

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #3 am: 19.10.11, 18:40 »
Wow, schon fertig????
Yummy, freut mich dass es dir gefallen hat. :)
Ausfuehrliche Antwort auf deine Kritik gibt's asap, wenn ich was besseres als ein Smartphone zum posten habe :).
"Ich habe diese Geschichte nur gepflanzt, aber sie wächst, wie sie will, und alle verlangen, dass ich voraussehe, welche Blüten sie treiben wird." (Cornelia Funke: Tintentod)


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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #4 am: 19.10.11, 18:56 »
Zitat
Unbedingte Leseempfehlung !!

Verstanden, wird ausgeführt.
Download komplett.
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ulimann644

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #5 am: 19.10.11, 19:39 »
Wow, schon fertig????
Yummy, freut mich dass es dir gefallen hat. :)
Ausfuehrliche Antwort auf deine Kritik gibt's asap, wenn ich was besseres als ein Smartphone zum posten habe :).

Kann ich mir vorstellen - mit nem Smarten ist das recht mühsam...

Jan

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #6 am: 19.10.11, 22:54 »
Hallo du,

Defender kannte ich ja von damals noch. Ich freue mich für dich, dass du jetzt Episode 6 veröffentlicht hast - ich werde bestimmt reinlesen!

Gruß,

Jan
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Max

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #7 am: 20.10.11, 12:23 »
Gratulation zur Fertigstellung, Lairis!
Scheint ja ein voller Erfolg zu sein :)

Dass es zwei Handlungsstränge gibt, die sich nicht richtig verbinden, finde ich gar nicht schlimm!
« Letzte Änderung: 20.10.11, 12:25 by Max »
Jenes anfängliche Stadium zeichnerischer Tätigkeit, in dem Kleinkinder Kopffüßler oder dicke Männchen mit L-Beinen und in Gabelzinken endenden Armen zeichnen, machte er niemals durch; vielmehr mied er die menschliche Gestalt völlig, und als der Papa (Dr. Erich Wind) ihn drängte, doch mal die Mama (Dr. Lisa Wind) zu malen, reagierte er mit einem lieblichen Wellenmuster, das ihm zufolge ihr Schatten auf dem neuen Kühlschrank war.

Alexander_Maclean

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #8 am: 20.10.11, 15:17 »
Hatte es mir auch runtergeladen, bin aber jetzt erst fertig mit lesen. (Dummerweise kam ich immer nur im Bus dazu ein Stückchen zu lesen.)

Kommen wir zur Kritik

Zwei Storylines

Eigentlich waren es ja drei, wenn man den Strang "Lairis bei den Klingonen" extra zählt.

Aber okay.

Auf den ersten Blick wirkt der Belorateil etwas störend, weil sie ja nichts mit den Ereignissen auf der Defender zu tun hat. Aber auf der anderen seite. wäre weder eine eine eigenständige Belorafolge gut gewesen, noch den part komplett rauszustreichen.

Und da es mit dem Titel "Konsequenzen" offenbar darum ging, die Konsequenzen der Handlung der einzelnen Charaktere - besonders Lairis Jerad und eben auch Belora - aus der letzten Episode zu beleuchten musste der Teil  richtigerweise mit rein und fügte sich daher folgerichtig in die Episode mit ein.

Außerdem brachte der teil einen sehr großen WTF Moment mit.

Humor

Obwohl der grundton noch düsterer war als die vorangegegangen Folgen, hast du es es wunderbar geschafft dennoch stellen einzuarbeiten - ohne das es aufgesetzt wirkte, wo man sich vor lachen fast in die Hosen macht. Gerade die Szene mit Marc und seiner Andorianerin war köstlich.

Charaktere

Du hast sie recht gut getroffen. Selbst Turo konnte man irgendwo verstehen.

Und auch Jerad bedenken wegen der Transphasentorepdos. Es ging ihn vermutlich nicht mal darum, dass dies Waffen sind, mit der die Defender ungesehen feuern kann. Sondenr auch, dass man sich nicht dagegen schützen kann, selbst, wenn man davon weiß.


Fazit:
Für meinen geschmack hätte es bei den Belorapart etwas weniger Grausamkeit sein können, aber ansonsten ist die Episode wundervoll.  9/10

Unbedingte leseempfehlung (sofern man über 18 ist. ;) )
« Letzte Änderung: 20.10.11, 15:20 by Alexander_Maclean »
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ulimann644

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #9 am: 20.10.11, 15:42 »
Und auch Jerad bedenken wegen der Transphasentorepdos. Es ging ihn vermutlich nicht mal darum, dass dies Waffen sind, mit der die Defender ungesehen feuern kann. Sondenr auch, dass man sich nicht dagegen schützen kann, selbst, wenn man davon weiß.

An der Stelle habe ich mich eben gefragt: Schießt man mit Torpedos, die bekanntermaßen eine verheerende Wirkung entfalten, auf andere, weil man nicht will, dass jemand NICHT zu Schaden kommt und sich davor rechtzeitig schützt...??

Das wäre doch nun wirklich das Absurdeste IMO...
Wer Waffen einsetzt, der verfolgt eine Absicht damit - und die besteht garantiert nicht darin, dass sich der Gegner dagegen schützen kann.

Alexander_Maclean

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #10 am: 20.10.11, 16:48 »
Und auch Jerad bedenken wegen der Transphasentorepdos. Es ging ihn vermutlich nicht mal darum, dass dies Waffen sind, mit der die Defender ungesehen feuern kann. Sondenr auch, dass man sich nicht dagegen schützen kann, selbst, wenn man davon weiß.

An der Stelle habe ich mich eben gefragt: Schießt man mit Torpedos, die bekanntermaßen eine verheerende Wirkung entfalten, auf andere, weil man nicht will, dass jemand NICHT zu Schaden kommt und sich davor rechtzeitig schützt...??

Das wäre doch nun wirklich das Absurdeste IMO...
Wer Waffen einsetzt, der verfolgt eine Absicht damit - und die besteht garantiert nicht darin, dass sich der Gegner dagegen schützen kann.

Jein.

Denn wen der Gegner erst gar keine Möglichkeit hat sich zu schützen, sei es nun, indem er zuerst schießt oder wenisgten halbwegs wirksame Verteidigungsmöglichkeiten hat, die er nutzen kann, widerspricht eine solche Waffe schon IMO dem Selbstverständnis der Sternenflotte als verteidgungsstreitmacht der Föderation.
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ulimann644

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #11 am: 20.10.11, 17:00 »
Und auch Jerad bedenken wegen der Transphasentorepdos. Es ging ihn vermutlich nicht mal darum, dass dies Waffen sind, mit der die Defender ungesehen feuern kann. Sondenr auch, dass man sich nicht dagegen schützen kann, selbst, wenn man davon weiß.

An der Stelle habe ich mich eben gefragt: Schießt man mit Torpedos, die bekanntermaßen eine verheerende Wirkung entfalten, auf andere, weil man nicht will, dass jemand NICHT zu Schaden kommt und sich davor rechtzeitig schützt...??

Das wäre doch nun wirklich das Absurdeste IMO...
Wer Waffen einsetzt, der verfolgt eine Absicht damit - und die besteht garantiert nicht darin, dass sich der Gegner dagegen schützen kann.

Jein.

Denn wen der Gegner erst gar keine Möglichkeit hat sich zu schützen, sei es nun, indem er zuerst schießt oder wenisgten halbwegs wirksame Verteidigungsmöglichkeiten hat, die er nutzen kann, widerspricht eine solche Waffe schon IMO dem Selbstverständnis der Sternenflotte als verteidgungsstreitmacht der Föderation.

Wobei wir dann letztlich wieder bei der Frage wären, ob man einen taktischen Vorteil wirklich auslässt, bis der Gegner ihn anwendet und von ihm militärisch überrollt wird...??

Aber abgesehen davon: Commander Kayn hat keinerlei Hemmungen die Tarnvorrichtung zu nutzen, einen Vertag mit den Romulanern zu brechen, und einen verheerenden Krieg dadurch zu provozieren. Aber dann entwickelt er plötzlich Hemmungen einen Torpedo zu entwickeln, den man nicht einmal gegen einen Gegner, sondern lediglich gegen seine (ebenfalls nicht schlechten) Minen einsetzen will... (??)
Habe ich was verpasst...??

Und: Genau genommen hat Kirk in ST6 mit dem modifizierten Torpedo den Klingons auch keine Wahl gelassen sich gegen ihn zu schützen (oder gegen die nachfolgenden von 2 übermächtigen Schiffen)...

Auch das war dann - wenn schon - nicht nach dem Verständnis der Sternenflotte (und ihm wurde anschließend applaudiert, selbst vom Präsi...)

Alexander_Maclean

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #12 am: 20.10.11, 20:21 »
Ich denke bei seinen bedenken ging es Jerad eher um die ALLGEMEINE Anwendung. Denn gerade in Verbindung mit der Interphasentarnvorrichtung, sind diese waffen nur zu eines zu gebrauchen. Und zwar für einen ERSTSCHLAG.

In den spezifischen fall, wo es wirklich nur gegen die Subrauminen ging, hat er sich ja recht schnell FÜR die Lösung mit den Torpedos entschieden.

Und die sache mit Kirk in ST VI ist nicht zu vergleichen.

Denn Chang hatte ja bereits auf die Enterprise und später auf die Excelsior gefeuert. Hier war eindeutig der verteidigungsfall gegeben.
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ulimann644

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #13 am: 20.10.11, 22:22 »
Ich denke bei seinen bedenken ging es Jerad eher um die ALLGEMEINE Anwendung. Denn gerade in Verbindung mit der Interphasentarnvorrichtung, sind diese waffen nur zu eines zu gebrauchen. Und zwar für einen ERSTSCHLAG.

Ich finde du misst hier mit zweierlei Maß - denn mit JEDER Waffe kann man letztlich einen Erstschlag führen...
Ich sage bewusst KANN...
Im Umkehrschluss bedeutet das, man kann auch die "Transphasentorpedos(DEFENDER)" zur reinen Verteidigung einsetzen, wenn andere Flottenteile angegriffen werden...
Letztlich entscheidet darüber der Kommandierende Offizier - nicht das Waffensystem.

Im Grunde gibt es keine reine Verteidigungswaffe - nur VerteidigungsSYSTEME (Schilde, oder eine Tarnvorrichtung)

In den spezifischen fall, wo es wirklich nur gegen die Subrauminen ging, hat er sich ja recht schnell FÜR die Lösung mit den Torpedos entschieden.

Ich hätte es als folgerichtiger empfunden, wenn Kayn später moralische Überlegungen angestellt hätte, a la "Quo Vadis, Föderation...??"
In einem solche Einsatz, wo es um das Wohl und Wehe von intelligentem Leben geht, haben die nichts zu suchen IMO...

Und die sache mit Kirk in ST VI ist nicht zu vergleichen.

Ah...

Denn Chang hatte ja bereits auf die Enterprise und später auf die Excelsior gefeuert. Hier war eindeutig der verteidigungsfall gegeben.

Man hätte Phaser einsetzen können und das Schiff kampfunfähig schießen können, um Chang für die Verbrechen vor Gericht zu stellen...
Diese Erklärung ist mir dann doch etwas zu einfach und zu sehr schwarz/weiß.

Lairis77

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Antw:Star Trek Defender - Episode 6: "Konsequenzen"
« Antwort #14 am: 23.10.11, 18:09 »
Wow, gleich so eine Diskussion hier ...  :w00t Find ich aber klasse !

Ich kann leider jetzt erst antworten, weil ich ein paar Tage in Wien war. THX für das Feedback - nun zum Detail ...

Sagt schon alles denke ich - die Folge habe ich auf einen Rutsch durchgelesen. Die Figuren sind wie immer liebevoll dargestellt, die Locations sind stimmig, die Gags zünden. Gelungen fand ich die Szenen an Bord des Klingonschiffes - diese Bande kam lebensecht rüber.

Danke. hat auch irre Spaß gemacht, zu schreiben. Besonders die Party :andorian.

Gefallen hat mir die kleine Szene mit der Andorianerin (irgendwie ahnte ich bei der Vorsilbe Tal bereits, von wo die kommt... :andorian) und Van de Kamp.
Auch schön, die Antennenbewegung bei Missfallen - der kleine Wiedererkennungswert hat mir gefallen.
Dass die Katze zufällig die Lösung findet war IMO arg konstruiert daran, aber na ja...

Klar ist es konstruiert. Aber lustig. Und erspart mir seitenlangen Technobabble ;).

Glinn Karthal gefällt mir in diesem Band sehr gut - allerdings hat man in manchen Passagen den Eindruck es sei Lairis Zwillingsschwester.

Jo, die beiden sind sich nicht ganz unähnlich. Was natürlich bei einer Bajoranerin und einer Cardie ne gewissen Ironie darstellt.

Was mir dabei ebenfalls etwas aufstieß war, dass die Cardassianer in Meilen messen...(??) (Klingons haben Kellicams - für Cardassianer könnte man sich etwas einfallen lassen.)

Klar könnte man sich statt der Meilen was anderes Ausdenken. Dann dürften die Cardies aber - konsequenten Weise - die Zeit auch nicht in Stunden messen, das Gewicht nicht in Kilos etc. Man müsste sich für jede Spezies und jede maßeinheit irgendwelche anderen komischen Begriffe ausdenken und irgendann wäre das Glossar länger als der ganze Roman. Oder weiß zufällig jemand aus dem Kopp, wie viele Kilometer ein Kellicam sind? ;)

Die Traumsequenz (die mit der Ratte) war mir dann des Guten etwas zuviel - diese Szene hätte ich gerne sehr viel kürzer gesehen.

Gerade die Sache mit der Ratte möchte ich nicht wegstreichen. Gegen Ende (als die Wühläuse Jilano fressen), könnte evtl. was weg. Und eine Passage ist sogar doppelt - die kommt sowieso weg. Schon wird das ganze Kapitel eine Seite kürzer ;).

Was mir seltsam anmutete waren die Bedenken des Commanders Kayn, wegen der Torpedos.

Mir mutet seltsam an, dass dir das seltsam anmutet :P.
Natürlich ist in der Situation kein Platz für Pazifismus, aber dass Jerad gegen eine Waffe protestiert, die in der Föderation aus gutem Grund geächtet ist, fügt sich IMO nur in den ST-Canon ein. Wenn ich mich recht erinnere,  wurde in DS9 erwähnt, dass Subraumminen geächtet sind - eben weil sie dem Gegner keine Chance zur Verteidigung lassen.

Ansonsten ist die Frage Moral vs. Taktischer Vorteil ein Thema, dass sich durch die gesamte DEFENDER-Reihe zieht und schon mit der Tarnvorrichtung losgeht.
Klar, hat jeder auf der Defender schon den Algeron Vertrag gebrochen. Aber genauso stellt sich eben jeder die Frage, wie viele moralische Bedenken/Prinzipien/Vorschriften man noch über Bord schmeißen will.

Wenn es sich um eine signifikante Nachwirkung der Torpedos gehandelt hätte (Strahlung, die ein qualvolles Siechtum und einen schmerzhaften ellenlangen Todeskampf beinhaltet) dann hätte ich diese moralischen Bedenken eingesehen.

Ganz ehrlich? Wenn die Föderation in meiner Geschichte so einen Mist erfunden hätte, kenne ich etliche Trekkies, die mir die Geschichte aus diesem Grund um die Ohren gehauen hätte - und zwar zu Recht! Eine Waffe mit soclhen Auswirkungen zu entwickeln, traue ich nicht mal Layton zu.

Auch "Transphasentorpedos" (die gibt es erst im 25. Jhd. !!) sind etwas Über-Drüber für die frühen 70er... Wenn´s "Interphasen-Torpedos", oder "Multiphasen-Torpedos" gewesen wären, irgendwas, dass zur Tarnvorrichtung passt, dann hätte es irgendwie folgerichtiger geklungen...

OK, ich überarbeite die Geschichte sowieso und kann die Dinger immer noch Interphasen-Torpedos nennen. Dass Transphasen-Torpedos eine Cononwaffe sind, wurde mir erst im Nachhinein klar. Der Begriff ist irgendwie bei mir hängen geblieben und klingt gut. Aber mit den Dingern aus VOY-Endgame haben meine eher nichts zu tun ^^.

Und Commander Kayn ist IMO falsch auf der DEFENDER (das ist offiziell ein Kriegsschiff) wenn er in einer solchen Lage derartige Überlegungen anstellt, bevor er endlich handelt.

Ich wundere mich, dass sich noch niemand auf Tygins und van de Kamp eingeschossen hat - meine Pazifisten von Dienst *LOL*.

Hier würde ich soweit mitgehen, dass Jerad in der Final Version das Briefing gleich nach seinem Gespräch mit Wilbury abhält - und nicht die ganze Nacht damit wartet. Das ist natürlich höherer Blödsinn und kommt davon, wenn man gazen 2 Jahre an einer Epi schreibt und am Ende nicht mehr weiß, waqs am Anfang war ^^.
Aber seine Bedenken sind IMO trotzdem angebracht. Du musst auch sehen, dass die Defender neben der Defiant eines der ersten richtigen Kriegsschiffe der Sternenflotte war und es zu diesem Zeitpunkt nicht so viele Offiziere gab, die von der Mentalität her auf ein Kriegsschiff passen.

Ansonsten, wie Alex richtig feststellt:

Zitat
Ich denke bei seinen bedenken ging es Jerad eher um die ALLGEMEINE Anwendung. Denn gerade in Verbindung mit der Interphasentarnvorrichtung, sind diese waffen nur zu eines zu gebrauchen. Und zwar für einen ERSTSCHLAG.

In den spezifischen fall, wo es wirklich nur gegen die Subrauminen ging, hat er sich ja recht schnell FÜR die Lösung mit den Torpedos entschieden.

Eben. Jerad hat ein (IMO völlig nachvollziehbares) Problem damit, dass diese Waffe später weiterentwickelt wird und zur "Marktreife" gelangt. In dem konkreten Fall (Rettung von Lairis und der Mek'Shor) war er ja bereit, eine Ausnahme zu machen.

Wie gesagt, die Debatte zu dem Thema finde ich sehr gut und habe sogar ein bisschen darauf gehofft. Aber ich wäre ganz entzückt, wenn man meinen Leutchen nicht gleich bei jeder kontroversen Entscheidung die Eignung für ihren Posten absprechen würde. Nach Epi 05 wollte Star den Captain aus den Sessel kicken - nun kriegt eben der XO sein Fette weg. Naja, so kommt jeden mal dran ... ;) 

Abseits dieser kleinen Punkte (die den Lesespass nicht wirklich stören können - dazu war die Geschichte zu spannend und zu gut erzählt) bekommt man einen der besten Teile dieser Serie präsentiert. Teil 6 lag wieder ganz dicht dran an meiner Lieblings-FF (RESISTANCE)
Besonders die Cardassianer - mit denen ich selbst was FF betrifft nicht viel an der Mütze habe - sind mir in dieser Folge wieder sehr viel näher gebracht worden.

Danke für die Blumen. :).

Zwei Storylines

Eigentlich waren es ja drei, wenn man den Strang "Lairis bei den Klingonen" extra zählt.

Aber okay.

Auf den ersten Blick wirkt der Belorateil etwas störend, weil sie ja nichts mit den Ereignissen auf der Defender zu tun hat. Aber auf der anderen seite. wäre weder eine eine eigenständige Belorafolge gut gewesen, noch den part komplett rauszustreichen.

Und da es mit dem Titel "Konsequenzen" offenbar darum ging, die Konsequenzen der Handlung der einzelnen Charaktere - besonders Lairis Jerad und eben auch Belora - aus der letzten Episode zu beleuchten musste der Teil  richtigerweise mit rein und fügte sich daher folgerichtig in die Episode mit ein.

Ich hatte auch gehofft, das Ganze durch die thematische Klammer (Entscheidungen und deren unvorhersehbare Folgen) noch irgendwie zusammenhalten zu können. Schein ja nicht ganz und gar fehlgeschlagen zu sein ^^.
Ansonsten, wie du schon sagst - musste der Belora-Handlungsstrang irgendwie fortgesetzt werden, hätte aber keine eigene Episode getragen.

Lairis bei den Klingonen und die Handlung auf der Defender gehört ja unmittelbar zusammen, trotz der verschiedenen Locations.

Für meinen geschmack hätte es bei den Belorapart etwas weniger Grausamkeit sein können

Sicher. Mir gefällt es auch nicht so. Allerdings musste Karthal etwas wirklich Grausames passieren, damit sie sich am Ender der selbst erschaffenen "Realität" zu so einem radikalen Schritt entscheidet. So weit muss man eine Person erst mal treiben, die von Natur aus nicht lebensmüde ist (Parallelen zu Defender 04 sind allein meiner schwächelnden Phantasie geschuldet :P). 

Die Urfassung war ehrlich gesagt noch viel fieser (und WIRKLICH ab 18 ;)). Ich hab da schon einiges weggestrichen.

Unbedingte leseempfehlung (sofern man über 18 ist. ;) )

Danke auch dir!  :bounce
« Letzte Änderung: 23.10.11, 18:24 by Lairis77 »
"Ich habe diese Geschichte nur gepflanzt, aber sie wächst, wie sie will, und alle verlangen, dass ich voraussehe, welche Blüten sie treiben wird." (Cornelia Funke: Tintentod)


 

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