Autor Thema: Star Trek Generations  (Gelesen 16832 mal)

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Max

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Star Trek Generations
« am: 22.07.12, 11:30 »
Ein Thema zum ersten TNG-Kinofilm, Star Trek: Generations darf nicht fehlen.

Unlängst habe ich mir "Generations" mal wieder angeschaut und fühlte mich durchaus sehr gut unterhalten.

Die grundsätzliche Idee, den Film zu einer Staffelstabübergabe werden zu lassen, ist verständlich, meiner Meinung nach hätte es dazu aber nicht kommen müssen. Für die TOS-Crew war ST:VI ein sehr guter Abschluss, sowohl was die Figuren als auch was den Plot anbelangt. TNG dürfte über die Jahre eigenständig genug geworden sein, um auf eine Starthilfe locker verzichten zu können. Immerhin wurde nicht versucht, den Großteil beider Crews zusammenzuwerfen. Die Konzentration auf Kirk genügte ja auch.

Die Story ist nicht besonders, aber auch alles andere als schlecht. Die Idee des Nexus bietet dabei die Möglichkeit, sich von der klassischen Zeitreise zu distanzieren. Darüber hinaus sorgt sie für eine ganz andere Auseinandersetzung der Figuren mit ihrem Leben. Zugegeben, da wurde uns viel Kaffeeküchenphilosophie vorgesetzt - aber immerhin! Mit einer so eingehenden Auseinandersetzung mit Leben und Tod erreicht ein Thema einen Stellenwert, den man beispielsweise bei "First Contact" vergeblich sucht.
Angenehm auch, dass es mal nicht um die Rettung der Erde oder des ganzen Universums geht, sondern "nur" um die Bevölkerung eines unbedeutenden Planeten im Veridian-System. Man kann kritisieren, dass für diese Völkchen keine Empathie hergestellt wird, aber dieses Ziel wäre nur unter großen inhaltlichen Verrenkungen möglich und damit sehr gekünstelt gewesen.

Die Figuren haben in diesem Szenario natürlich so ihre Schwierigkeiten, aber das natürlich ein Grundübel, das bei jedem Film mehr oder minder zum Tragen kommt (oder war Crusher in "FC" exponiert dargestellt? Der Gipfel war ja Uhura in ST:III, die nach gefühlten zwanzig Minuten nicht mehr autaucht). Der Fokus liegt ganz klar auf Picard, Kirk und (eigentlich noch) Data. Letzterer macht den größten Entwicklungsschritt und Spiner kann sich hier als Schauspieler auch gut hervortun. Die Szenen mit dem emotionalen Data sind im Grunde durch die Bank sehenswert und geben dem Film dadurch eine Qualität, die er braucht, um mehr zu sein als nur eine weitere TNG-Story.
Picard kommt weniger gut weg. Auch er sieht sich mit einer Veränderung in seinem Leben konfroniert, die hier allerdings negativ ist. (Am Rande: Seinen Bruder und Neffen bei einem Brand ums Leben kommen zu lassen - so recht will das meinem Gefühl nach nicht zum 24. Jahrhundert passen, auch wenn mir klar ist, dass ein Transporterunfall natürlich nicht glaubhafter gewesen wäre). Die emotionalen Ausbrüche in der Szene vor der Zerstörung der Amargosa-Sonne waren vielleicht nicht das, was man von Picard erwartet hätte. Ich weiß nicht, ob ich Stewart hier auch schauspielerisch mehr an, nun, "Feinheit" zugetraut hätte. Auf der anderen Seite: Vielleicht zeigt gerade dieser Ausbruch aus dem Erwartbaren, wie mitgenommen Picard ist. Die Szenen, in denen er die Nachricht erhält, auf der Brücke und im Bereitschaftsraum Will die Leitung der Untersuchung überträgt und im Nexus René umarmt, sind mMn aber wieder sehr, sehr gut umgesetzt. Was mir etwas im Film gefehlt hat, ist der Punkt, wieso Picard so schnell bereit ist, die Scheinwelt aufzugeben. Guinan hat ja eindringlich gewarnt, auch er werde den Nexus nie verlassen wollen. Dafür gelang es Picard dann doch recht schnell
Kirk erhält viel Aufmerksamkeit und das geht auch in Ordnung. Allerdings bleibt sein Alter insofern ein Problem, als dass es nur bedingt überzeugend erscheint, ihn an die vorderste Front zu schicken, um sich mit Soran zu prügeln. Das ist auch wieder eine Sache, die auf Kosten Picards geht, denn so schwach, fast schon ungeschickt war er in der Serie zuvor nicht und wird es auch in den folgenden Filmen nicht mehr sein. Kirks Sterbeszene ist durchaus ergreifend inszeniert, gerade dieser letzte offene Satz hat schon Gänsehautcharakter. Ich muss zwar gestehen, dass ich mir ein epischeres Ende gewünscht hätte (episch muss ja kein Schimpfwort sein, es ginge eben nur darum Kirks Ende etwas für sich stehender zu beschreiben), aber naja.
Soran ist kein schlechter Gegner für dieses Filmkonzept. Er ist ein miserabler Schütze, aber das ist doch auch nicht verwunderlich, schließlich ist seine Figur ganz anders angelegt als all die Khans und Kruges anderer Filme. Als Zuschauer bekommen wir freilich nur zu selten und dann auch etwas spät oder oberflächlich einen Eindruck von seinem Charakter, sodass es natürlich schwer fällt, echte Empathie aufzubauen. Hier wäre mehr möglich gewesen, aber auch weniger, denn es ist wirklich angenehm, mal eine Person gezeigt zu bekommen, die schlicht ein Ziel hat, das nicht mit Invasion, Rache, Hass und dergleichen zu tun hat.
Die anderen Figuren bleiben mMn wie erwähnt etwas blaß. Worf bekommt seine Beförderung, Crusher fällt ins Wasser, Geordi hilft Data und unfreiwillig Soran, Riker bekommt ein paar Szenen, in denen er Bildschirmpräsenz aber keine große weitere Bedeutung hat, und Troi darf immerhin an ein paar ausgewählten Stellen als Counselor glänzen. Ach ja, Guinans Auftritt fügt dem Film eine schöne Facette hinzu.
Lursa und B'Etor waren als "Zusatzgegner" natürlich relativ schwach.

Die Produktion scheint mir durchaus einer großen Leinwand angemessen. Meistens gute Sets (man denke an die stellare Kartographie!) und der Blick für gute Bilder sorgen schon dafür, dass man nicht nur glaubt, eine Serienfolge vor sich zu haben. Auch wenn die visuelle Kraft nicht unbedingt mit der von sagen wir "First Contact" mithalten kann (wobei der Vergleich nicht ganz gerecht ist, weil dort ein ganz neues Schiff mit Innenleben gezeigt wurde), so hat mich "Generation" im Grunde sogar mehr beeindruckt als "Insurrection" (wobei man sagen muss, dass mir dieser Film halt auch im Moment nicht mehr soooo präsent ist). Der Plot ließ tolle Bilder zu: Ich denke da an die Szene auf dem Segelschiff, wenn Picard und Riker in den alten Uniformen das Format ausfülllen; das Ende der Amargosa-Sonne, von Picard vor dem Bildschirm betrachtet; die Ent-D vor Veridian III, der Warpkernbruch; der Nexus mit der Ent-B und später, wie das Band ebenfalls formatfüllend Soran und Picard aufnimmt... Das hat schon was.
Mit den verschiedenen Settings (23. Jahrhundert, Segelschiff-Holosimulation, 24. Jahrhundert, Picards viktorianische Nexus-Welt, Kirks Nationalpark-Nexus-Welt, Veridian III) tobt sich der Film richtig aus und schafft auch optisch schöne Abwechslung.
Die Musik hat McCarthy gut hinbekommen. Ich muss gestehen, dass ich hier so immer meine kleinen Zweifel habe, ob es klug ist, einen Komponisten für einen Film zu verplichten, der zuvor vor allem für Serien arbeitete. Aber McCarthy hat ein schönes Filmmotiv komponiert, seine Musik trägt viele Szene und unterstützt sie da, wo Spannung geboten ist genauso, wie bei ruhigen, gefühlvollen Momenten. Die Action-Sequenzen sind mir persönlich etwas zu unharmonisch, zu fahrig vertont und hier fühle ich mich dann doch wieder in meinem Vorurteil bestätigt, wenn ich mir vor Augen halte, wie sehr sich GEN "Outgunned"/"The Final Fight" und Musik aus DS9 "Way of the Warrior" ähneln.

Noch ein paar lose Einzelbetrachtungen :
Dass die Enterprise-D zerstört wurde, ist zwar schon mal nicht schön, ein ungutes Gefühl hinterläßt aber eher die Art und Weise, wie es geschah. Schade, dass das Budget nichts anderes als einen BoP (inklusive Zerstörungsszene aus ST:VI) erlaubte. Ebenso bedauerlich, dass man die Ent-D schlicht nicht zurückfeuern ließ. Da hat sie in TNG "The Survivors" oder "Best of both Worlds" ein ganz anderes Feuerwerk abfackeln dürfen.
Die Absturzszene empfand ich als relativ peinlich.
Wirklich lustig zu betrachten ist das Wechseln der Uniformen! Viele trugen ja lange noch die alte und aus dem Gedächtnis erinnere ich mich im Moment gar nicht daran, Worf in der neuen gesehen zu haben. Ich weiß nicht, wie ich das als ein Zuschauer wahrgenommen hätte, der die Serie(n) nicht kennt, aber dann hätte ich mich vermutlich noch über ganz andere Sache ausgiebig gewundert ;) :D

Alles in allem bleibt "Generation" für mich ein guter Film, mit nicht eben wenig Anspruch - zum einen, zwei Generationen unter einen Hut bekommen zu wollen, zum anderen aufgrund des Vorhabens, eine wirkliche Geschichte zu erzählen zu wollen.
« Letzte Änderung: 22.07.12, 12:32 by Max »

Tolayon

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #1 am: 22.07.12, 11:45 »
Der Nexus an sich ist zwar auf den ersten Blick eine gute "Erfindung", aber auf den zweiten ein einziges Logik-Loch.
Denn wenn nichts in ihm real ist, können Kirk und Picard auch nicht wieder von Innen heraus in die Wirklichkeit wechseln. Das hieße streng genommen, dass alle TNG-Filme ab diesem nur eine Illusion im Nexus sind.

Alexander_Maclean

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #2 am: 22.07.12, 12:11 »
Das witzige bei den "neuen" Uniformen ist, das abgesehen von die für Picard und data geborgte Uniformen hatten.

Frakes hatte die von Avery Brooks

Und LeVar Burton die von Colm Meaney.

Gerade bei Frakes sieht man das weil der seine neue Uniform mit hochgerollten Ärmeln trägt.
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Max

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #3 am: 22.07.12, 12:33 »
Der Nexus an sich ist zwar auf den ersten Blick eine gute "Erfindung", aber auf den zweiten ein einziges Logik-Loch.
Denn wenn nichts in ihm real ist, können Kirk und Picard auch nicht wieder von Innen heraus in die Wirklichkeit wechseln. Das hieße streng genommen, dass alle TNG-Filme ab diesem nur eine Illusion im Nexus sind.
Nun, als Logikloch würde ich das nur bedingt bezeichnen.
Zum einen: Vielleicht kann man wirklich unterscheiden zwischen dem was man im Nexus "erschafft" und der Entscheidung, ihn zu verlassen. Ich kann mir schon vorstellen, dass letzteres schon funktionierten kann, wenn auch nur unter der Einschränkung, dass man den Nexus nur dort verlassen kann, wo er auch wirklich gewesen war. Dass Verlassen kommt wohl nicht so häufig vor - schon allein deswegen, weil nicht unbedingt jeder informiert sein dürfte, wo er jetzt gerade gelandet ist. Die Pferde kamen ja auch nicht mit ;) Das heißt, dass nichts, was im Nexus erschaffen wurde, "draußen" real bleibt, bei Personen ist das anders. Insofern könnte das schon noch klappen.
Zum anderen: Selbst wenn es nur eine Illusion Picards ist, dass er den Nexus mit Kirk verlassen hat (was alle weiteren Abenteuer auch zu einer Illusion werden ließe), macht das das Konzept meiner Meinung nach nur noch reizvoller, weil es dazu anregt, sich über die "Realität einer sogenannten Wirklichkeit" noch einmal Gedanken zu machen.

Nachtrag zu Picard und zum Nexus: Was mir etwas im Film gefehlt hat, ist der Punkt, wieso Picard so schnell bereit ist, die Scheinwelt aufzugeben. Guinan hat ja eindringlich gewarnt, auch er werde den Nexus nie verlassen wollen. Dafür gelang es Picard dann doch recht schnell (was fast auch für die dauerhafte Illusionsthese sprechen könnte).

Das witzige bei den "neuen" Uniformen ist, das abgesehen von die für Picard und data geborgte Uniformen hatten.
Das finde ich auch lustig, denn ich hätte schon angenommen, dass das Schneidern von ein paar Uniformen bei so einer Produktion (trotz engen Zeitplans) nicht das größte Problem sein sollte ;)

Drake

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #4 am: 22.07.12, 12:50 »
Das finde ich auch lustig, denn ich hätte schon angenommen, dass das Schneidern von ein paar Uniformen bei so einer Produktion (trotz engen Zeitplans) nicht das größte Problem sein sollte ;)

DAS ist noch nichtmal der größte Gag an der Sache. Der ist nämlich, dass anscheinend für die Ausstattung der TNG-Crew und der Statisten mit den DS9/VOY-Uniformen kein Budget da war - aber sehr wohl, um die ziemlich imposanten (und vermutlich nicht gerade billigen) historischen Marineuniformen für die Holodeckszene von Worfs Beförderung anzuschaffen.
Mit anderen Worten: Es wurde billigend in Kauf genommen, dass die Mannschaft den ganzen Film über mit einem Uniformchaos rumrennt (teilweise ändern sich die Uniformen von Szene zu Szene, innerhalb von Sekundenbruchteilen!), damit ANDERE Uniformen beschafft werden können, die nur in ein paar Szenen am Anfang des Films getragen werden. Und diese Szenen hätte man genausogut weglassen oder anders aufziehen können.

Manchmal frage ich mich echt, was für Deppen solche Entscheidungen treffen.

David

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #5 am: 22.07.12, 12:58 »
Vermutlich diesselben Deppen, die meinen, man müsse die Voyager 4 Jahre ohne grße Fortschritte im Delta Quadranten rumkrepsen lassen, um dann am Ende "Overlord"-Technologie zu nehmen, um die Borg zu Witzfiguren verkommen zu lassen.

Oder die Deppen, die der Meinung waren, in DS9 unbedingt Krieg spielen zu müssen, weil Star Trek ja SciFi ist und SciFi nur als erfolgreich gilt, wenn es ordentlich Geballer gibt.

=A=

Es stellt sich die Frage, ob wir ins Zukunft noch mal einen Star Trek Film oder eine Serie zu sehen bekommen, die so detailverliebt ist, wie DS9, First Contact oder Insurrection?

Nicht falsch verstehen: Sowohl Nemesis, als auch Star Trek XI halte ich für unterhaltsame Filme und Star Trek XI für einen der besten Filme der letzten 10 Jahre im Kino überhaupt (mit Ausnahme von LotR).

Max

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #6 am: 22.07.12, 13:00 »
Das finde ich auch lustig, denn ich hätte schon angenommen, dass das Schneidern von ein paar Uniformen bei so einer Produktion (trotz engen Zeitplans) nicht das größte Problem sein sollte ;)

DAS ist noch nichtmal der größte Gag an der Sache. Der ist nämlich, dass anscheinend für die Ausstattung der TNG-Crew und der Statisten mit den DS9/VOY-Uniformen kein Budget da war - aber sehr wohl, um die ziemlich imposanten (und vermutlich nicht gerade billigen) historischen Marineuniformen für die Holodeckszene von Worfs Beförderung anzuschaffen.
Mit anderen Worten: Es wurde billigend in Kauf genommen, dass die Mannschaft den ganzen Film über mit einem Uniformchaos rumrennt (teilweise ändern sich die Uniformen von Szene zu Szene, innerhalb von Sekundenbruchteilen!), damit ANDERE Uniformen beschafft werden können, die nur in ein paar Szenen am Anfang des Films getragen werden. Und diese Szenen hätte man genausogut weglassen oder anders aufziehen können.

Manchmal frage ich mich echt, was für Deppen solche Entscheidungen treffen.
Nun ja... Also ich kann mir gut vorstellen, dass die historischen Uniformen im Paramount-Fundus vorhanden waren. Immer gab es ja wohl schon genügend Historienfilme in dieser Richtung. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass das mit den TNG-/VOY-Uniformen wirklich so stark von Geldgründen bestimmt wurde, denn weitet man den Vergleich aus (beschränkt ihn also nicht nur auf den Quervergleich der Uniformen) dürften andere Dinge mehr Geld gekostet haben und auch wenn neue Sets allgemein runtergekürzt wurden, dürfte es da noch mehr "Einsparpotenzial gegeben haben.

Darüber hinaus muss ich gestehen, dass ich (inzwischen, mit, keine Ahnung, 16 habe ich das anders gesehen) die Szene auf dem Segelschiff schon charmant finde und auch die Einstellung, in der Teile der TNG-Crew in den historischen Uniformen auf der Brücke standen, nett fand. Das sind besondere Szenen, die man nicht einfach so wegstreichen muss.
Mein Problem mit dem Uniform-Choas ist dann doch eher, dass man aus der Not keine Tugend gemacht hat: Also den Wechsel dadurch klar gemacht hat, indem die Figuren mit ihren alten Uniformen starten und am Ende alle die neuen tragen. Das wäre halt eine Continuity-Sache gewesen.

SSJKamui

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #7 am: 22.07.12, 13:25 »
Na ja, den Film fand ich ehrlich gesagt nicht so doll. (Da finde ich ehrlichgesagt ST9, ST5 und ST 11 durchaus besser als diesen Film.)

Die Sets, gerade auf diesem Planeten Veridian 3 fand ich viel schlechter als die Sets der Vorgängerfilme. (Rura Penthe, die Genesis Höhle etc. waren im Vergleich dazu wirklich extremst beeindruckende Locations. Hier hat man ja fast nur noch die TNG typische Steppe gesehen.) Die Raumschiffsets waren aber durchaus ganz gut. (Besonders die Szenen auf der Enterprise B waren ziemlich gut.)

Irgendwie empfand ich bei dem Film auch, dass fast alle Charaktere ausser Picard, Kirk, Riker, Guinan und Data fast nur belanglose Statisten waren, die im Film nicht wirklich eine Bedeutung hatten. Und selbst Guinans Verbindung zum Plot empfand ich irgendwie ein wenig gekünselt. Dabei hätten die El Aurianer einiges mehr an Potential für eine interessante Geschichte gegeben. (Es ist ja immer noch nicht genau klar, was dies für ein Volk eigentlich ist und das Meiste ist Rätselhaft.)

Einige intellektuelle Besprechungen zum Thema des Alterns fand ich ganz interessant. (Es ist auch gut, dass Star Trek sich auch mal an solche Themen abseits der Moral dran getraut hatte.) Da hätte man aber vielleicht etwas mehr in die Tiefe gehen können.

Den Tod von Kirk empfand ich als billigste Effekthascherei um mehr Zuschauer anzulocken.

Eines muss man dem Film aber auf jeden Fall zu Gute halten, die Transformation Picards zum Actionhelden, was spätere Filme machten, war hier noch nicht so stark. Hier war Picard immer noch mehr der aus TNG bekannte Diplomat.

Ich fand den Film jetzt nicht komplett schlecht. (Er ist zumindest Gehaltvoller und interessanter als Nemesis.) Aber wie gesagt, ich sehe den Film eher als einen der schlechteren Star Trek Filme. (Vom Niveau her denke ich ist Generations auf passablem TV Serien Episoden Niveau, kommt aber nicht ganz auf Kinostandard.)

Drake

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #8 am: 22.07.12, 13:43 »
Nun ja... Also ich kann mir gut vorstellen, dass die historischen Uniformen im Paramount-Fundus vorhanden waren. Immer gab es ja wohl schon genügend Historienfilme in dieser Richtung. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass das mit den TNG-/VOY-Uniformen wirklich so stark von Geldgründen bestimmt wurde, denn weitet man den Vergleich aus (beschränkt ihn also nicht nur auf den Quervergleich der Uniformen) dürften andere Dinge mehr Geld gekostet haben und auch wenn neue Sets allgemein runtergekürzt wurden, dürfte es da noch mehr "Einsparpotenzial gegeben haben.

Da muss ich zu meiner Schande zugeben, dass ich etwas voreilig war.
Anscheinend wurden komplett neue Uniformen designt, aber im buchstäblich letzten Moment wieder verworfen, aus Angst, dass zu viele Änderungen am Franchise beim Publikum nicht ankommen würden. Interessanterweise findet man diese Uniformen immer noch an den Actionfiguren die zum Film erschienen sind - und sie sehen denen, die ab First Contact verwendet wurden gar nicht mal unähnlich.
Die halbherzige Benutzung einer Mischung aus TNG und DS9 Uniformen ist also anscheinend auf Zeitgründe zurückzuführen - man konnte wohl nicht mehr genug Uniformen nachproduzieren, um den Cast komplett auszustatten.

Darüber hinaus muss ich gestehen, dass ich (inzwischen, mit, keine Ahnung, 16 habe ich das anders gesehen) die Szene auf dem Segelschiff schon charmant finde und auch die Einstellung, in der Teile der TNG-Crew in den historischen Uniformen auf der Brücke standen, nett fand. Das sind besondere Szenen, die man nicht einfach so wegstreichen muss.

Naja, Ästhetik beiseite (die möchte ich nicht anzweifeln), die Szene trägt an und für sich absolut nichts zum Film bei, muss aber eine unverhältnismäßig große Summe verschlungen haben.
Es ist ähnlich mit der Verfolgungsjagd auf Kolarus III in Nemesis: Man fragt sich, was zur Hölle diese Szene im Film zu suchen hatte.
Zwei Dinge aus der Holodeck-Szene sind für den Plot des Films relevant: Datas vergeblicher Versuch, Humor nachzuahmen indem er Crusher ins Wasser stürzt und Picards Erhalten der Nachricht über den Tod seines Bruders und Neffen. Ersteres hätte sich mit etwas Aufwand auch anders und billiger einbauen lassen können und zweiteres hätte buchstäblich überall auf dem Schiff stattfinden können.

Mein Problem mit dem Uniform-Choas ist dann doch eher, dass man aus der Not keine Tugend gemacht hat: Also den Wechsel dadurch klar gemacht hat, indem die Figuren mit ihren alten Uniformen starten und am Ende alle die neuen tragen. Das wäre halt eine Continuity-Sache gewesen.

Das wäre allerdings eine optimalere Lösung gewesen.

Oder die Deppen, die der Meinung waren, in DS9 unbedingt Krieg spielen zu müssen, weil Star Trek ja SciFi ist und SciFi nur als erfolgreich gilt, wenn es ordentlich Geballer gibt.

Nun, dieselben "Deppen" HABEN DS9 zu einer der qualitativ hochwertigsten Serien von Star Trek gemacht. Und interessanterweise gilt DS9 bis zu dem Punkt ab dem der Krieg anfängt eher als unterer Durchschnitt (auch wenn es natürlich vorher auch Highlights wie "Duet"/"Der undurchschaubare Maritza" gab).
Der Gamma-Quadrant und Bajor alleine konnte die Serie nicht tragen, das hat man, anders als bei Voyager, erkannt und gegengesteuert, indem man einen größeren Konflikt aufgezogen hat. Und persönlich sehe ich die Beleuchtung des Krieges in DS9 als eine der besseren aus der Nicht-Military-SciFi. Man hat das Thema eben nicht auf Geballer reduziert, sondern sehr deutlich herausgestellt, dass Krieg eine Hölle ist, in der es nicht "glorreiches" oder "edles" gibt - und dass im Krieg BEIDE Seiten schreckliche Dinge tun, nicht nur die "Bösen", sondern auch die Helden selbst.

Max

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #9 am: 22.07.12, 13:54 »
Na ja, den Film fand ich ehrlich gesagt nicht so doll. (Da finde ich ehrlichgesagt ST9, ST5 und ST 11 durchaus besser als diesen Film.)
Na ja, ich finde, mit "Generations" wird immer relativ hart umgesprungen. Aber ich freue mich, ST:V in Deiner Liste zu finden, denn das ist auch so ein Film, der unter der Maßgabe, dass es mMn die TOS-Story schlechthin ist, unterschätzt wird :D

Die Sets, gerade auf diesem Planeten Veridian 3 fand ich viel schlechter als die Sets der Vorgängerfilme. (Rura Penthe, die Genesis Höhle etc. waren im Vergleich dazu wirklich extremst beeindruckende Locations. Hier hat man ja fast nur noch die TNG typische Steppe gesehen.)
Joah, wobei ich sagen muss, dass das auch eine Frage der Zielsetzung ist. Der Film hatte schon recht "lebendige" Settings, wenn ich da an das Segelschiff oder das Weihnachtsszenario denke. Ein Dschungel wäre da nicht sehr passend gewesen finde ich und gerade vor dem öden Hintergrund wirkt die Szene, in der das Nexusband den Planeten streift, gut. Rura Penthe und die Genesis-Höhle - das waren halt ganz andere Vorausanforderungen. Wenn ich mich nicht irre, hatte man ja auch mal überlegt, noch Dinge wie ein unterirdisches Labor Sorans einzuführen, aber warum? Das Gebiet, das sich Soran für seinen Raketenstart ausgesucht hat, ist relativ plausibel, so wie es ist.

Irgendwie empfand ich bei dem Film auch, dass fast alle Charaktere ausser Picard, Kirk, Riker, Guinan und Data fast nur belanglose Statisten waren, die im Film nicht wirklich eine Bedeutung hatten. Und selbst Guinans Verbindung zum Plot empfand ich irgendwie ein wenig gekünselt. Dabei hätten die El Aurianer einiges mehr an Potential für eine interessante Geschichte gegeben. (Es ist ja immer noch nicht genau klar, was dies für ein Volk eigentlich ist und das Meiste ist Rätselhaft.)
Das stimmt, aus Guinan, Soran - aus den El-Aurianern - hätte man mehr machen können, wenn man an die TNG-Folgen "Yesterday's Enterprise" und "Q Who?" denkt. Das hätte den Film noch mystischer gemacht.
Dass die anderen Charaktere nicht so gut wegkamen, empfinde ich genauso. Aber wie gesagt: Das ist ein allgemeines Problem. Geordi und Riker in "FC" - auch kein Highlights. In bei den TOS-Filmen war es ja auch nicht anders. Das liegt glaube ich in der Natur der Sache.

Einige intellektuelle Besprechungen zum Thema des Alterns fand ich ganz interessant. (Es ist auch gut, dass Star Trek sich auch mal an solche Themen abseits der Moral dran getraut hatte.) Da hätte man aber vielleicht etwas mehr in die Tiefe gehen können.
Da gebe ich Dir vollkommen recht.
Vielleicht wäre diese Tiefe dann erreichbar gewesen, wenn man eine ordentliche Szene eingefügt hätte, die erklärt, warum Picard den Nexus wirklich verlassen will.

Den Tod von Kirk empfand ich als billigste Effekthascherei um mehr Zuschauer anzulocken.
Ironischer Weise wurde Kirks Tod ja sogar noch mal gedreht. Dass Kirk den Film nicht überleben wird, war wohl schon recht früh fix. Ein wenig klischeehaft ist das schon, aber gut...

Eines muss man dem Film aber auf jeden Fall zu Gute halten, die Transformation Picards zum Actionhelden, was spätere Filme machten, war hier noch nicht so stark. Hier war Picard immer noch mehr der aus TNG bekannte Diplomat.
Wie erwähnt: Ich fand, Picard kommt nicht besonders gut weg. Auch wenn ich Deine Einschätzung teile, dass Picard in den Folgefilmen viel zu sehr zum Actionhelden mutiert, wirkt er in "Generations" doch gerade dann, wenn er alleine mit Soran kämpfen soll, relativ unbeholfen.

Ich fand den Film jetzt nicht komplett schlecht. (Er ist zumindest Gehaltvoller und interessanter als Nemesis.) Aber wie gesagt, ich sehe den Film eher als einen der schlechteren Star Trek Filme. (Vom Niveau her denke ich ist Generations auf passablem TV Serien Episoden Niveau, kommt aber nicht ganz auf Kinostandard.)
Wie gesagt: Von der Optik her hat mich der Film als Film eigentlich überzeugt. Die Geschichte mit der zwanghaften Vereinigung beider Crews war halt ein Manko, dass den Plot durchaus schwächte.
Welchhalb ich "Generations" so mag, liegt eben auch daran, dass sich dieser Film wirklich um eine Botschaft bemüht, und das etwas, das ich in dieser Tragweite bei anderen Filmen - allen voran "First Contact" - eben sehr vermisse.




Naja, Ästhetik beiseite (die möchte ich nicht anzweifeln), die Szene trägt an und für sich absolut nichts zum Film bei, muss aber eine unverhältnismäßig große Summe verschlungen haben.
Es ist ähnlich mit der Verfolgungsjagd auf Kolarus III in Nemesis: Man fragt sich, was zur Hölle diese Szene im Film zu suchen hatte.
Zwei Dinge aus der Holodeck-Szene sind für den Plot des Films relevant: Datas vergeblicher Versuch, Humor nachzuahmen indem er Crusher ins Wasser stürzt und Picards Erhalten der Nachricht über den Tod seines Bruders und Neffen. Ersteres hätte sich mit etwas Aufwand auch anders und billiger einbauen lassen können und zweiteres hätte buchstäblich überall auf dem Schiff stattfinden können.
Das stimmt schon; es ist eine der typischen Holodeck-Spielereien.
Gut, will man sehr großzügig sein, kann man die kurze Unterhaltung zwischen Picard und riker auch in den Kontext des restlichen Filmes stellen und damit auch positiv bewerten: In dieser Simulationen geht es um eine andere Zeit, sozusagen um eine andere Art der Lebensführung, um andere Formen von Freiheit und Zwängen - etwas, dass Picard (und Kirk) im Film noch beschäftigen wird.

Nun, dieselben "Deppen" HABEN DS9 zu einer der qualitativ hochwertigsten Serien von Star Trek gemacht.
Joah, "qualitativ hochwertig" ist eine heikle Sache. Also handwerklich ist DS9 wirklich gut, über den Inhalt läßt sich streiten. In meinen Augen mindern die Soap-Aspekte die Qualität schon mal etwas. Und mit dem Kriegplot bin ich auch nicht glücklich. Ich meine, dass man den Krieg nicht auch noch glorifiziert ist eigentlich doch das mindeste. Gegen Anti-Kriegs-Formate habe ich nichts einzuwenden, aber ich meine halt, dass gerade ST dafür nicht die beste Bühne ist, weil ich die Serie mit TOS und TNG trotz aller Probleme immer als ein Format gesehen habe, das sich einem positiven Bild der Zukunft verschrieben hat und uns vor Augen führt, dass Schwierigkeiten eben nicht in einen Krieg münden müssen.
« Letzte Änderung: 22.07.12, 14:21 by Max »

Fleetadmiral J.J. Belar

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« Antwort #10 am: 22.07.12, 16:24 »
@ David

Zitat
Oder die Deppen, die der Meinung waren, in DS9 unbedingt Krieg spielen zu müssen, weil Star Trek ja SciFi ist und SciFi nur als erfolgreich gilt, wenn es ordentlich Geballer gibt.

Sorry, wenn ich es mal so unverblümt sage aber diese Aussage ist (aus meiner Sicht) Quatsch. Diese Deppen haben in diesem Fall genau richtig gehandelt, denn sie hatten Erfolg damit. Ungeachtet, was man persönlich vom Kriegskonzept halten mag oder nicht. Ich persönlich fand es gut, dass es mal nicht immer nur dieses ewige Friede, Freude, Eierkuchenkonzept war und man auch mal die dunkleren Seiten zu sehen bekam, was dem ganzen Universum imo sehr gut getan und noch mehr Facette und Glaubwürdigkeit geliefert hat. Es ist außerdem Fakt, dass sich die Föderation seit ihrer Gründung fast pausenlos in militärischen Konflikten mit den verschiedensten Gegnern befunden hat. Das wird in entsprechenden Fachbüchern und soweit ich weiß auch mal in der Serie erwähnt. Die meisten kann ich dir sogar aufzählen, beginnend mit dem romulanischen Krieg. Ich bin der Meinung, wir sollten uns davon verabschieden, dass es nur in DS9 Kämpfe gab. Die gab es schon immer in ST, nur eben nicht so umfangreich und genau das ist es aber auch, was der Serie und dem gesamten Universum Tiefe verleiht. Desweiteren ist es für mich jetzt, gerade durch DS9 und die letzten TNG Filme sehr interessant zu sehen, was nach dieser Katastrophe des Dominionkrieges für Aufgaben auf die Föderation warten (Ich finde es realistisch, dass ein Paradies wie die Föderation auch mal in Gefahr geraten muss, um es wieder zu schätzen zu wissen und das hat DS9 super hinbekommen). Und noch ein kleiner Fakt am Rande der D-War ging nur 2 Jahre, der legendäre Konflikt mit den Klingonen dauerte 70 Jahre an. Also ist DS9 noch recht human.

@ All

Zu den Uniformen: Ich meine mal gelesen oder in einem Interview auf die Frage, was das mit dem Uniformmix auf sich hat, gehört zu haben, dass ursprünglich die DS9 Uniformen exklusiv für Stationspersonal und die TNG Uniformen nur für Raumschiffpersonal vorgesehen waren. Das Problem mit ST VII war, dass sie zu Drehbeginn noch nicht alle Uniformen hatten und sich somit mit dem DS9 Fundus aushelfen mussten. Ein Fehler, den man dann durch Voyager und später durch Flottenweite Einheitsuniformen in First Contact korrigiert hat.

Gruß
J.J.
« Letzte Änderung: 22.07.12, 16:29 by Fleetadmiral J.J. Belar »
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David

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #11 am: 22.07.12, 16:30 »
In Bezug auf die Klingonen geb ich dir recht.
Wobei man da zumindest in großen Teilen eher von einer Art "kalten Krieg" reden kann.
Immerhin gab es vor den Khitomer-Vereinbarungen auch den organianischen Vertrag, der auf der Einmischung der Organier basierte.

Mir ging es auch nur eher darum, zu verdeutlichen, dass DS9 u.A. auch deswegen so erfolgreich gewesen zu sein schien, eben weil es zum Krieg in der Handlung kam.

Und das ist ein Punkt, der mich ärgert.
Die erfolgreichsten SciFis (Babylong5, Star Wars, Star Trek) kamen allesamt nicht ohne diese Konflikte, Raumschlachten, etc. aus.
Natürlich sind solche Schlachten spannend und grafisch immer eine Augenweide.

Wie DS9 hätte laufen können, hätte man den Krieg verhindern können, ist eine interessante Frage, die ich mir stelle.
Auch Enterprise wurde erst "besser", als man in der dritten Staffel die Bedrohung durch die Xindi einbaute, dann die Romulaner.

Aber es muss doch auch möglich sein, eine unterhaltsame und spannede SciFi zu erzählen, ohne das Kriege vorkommen.
Darum geht es mir.

=A=

Aber jetzt besser BTT.
Wie können die Diskussion darüber aber gern in einem anderen - passenderen Thread fortsetzen.

deciever

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #12 am: 22.07.12, 16:36 »
Zitat
Wie erwähnt: Ich fand, Picard kommt nicht besonders gut weg. Auch wenn ich Deine Einschätzung teile, dass Picard in den Folgefilmen viel zu sehr zum Actionhelden mutiert, wirkt er in "Generations" doch gerade dann, wenn er alleine mit Soran kämpfen soll, relativ unbeholfen.

Das empfande ich sogar angenehmer als in den späteren Filmen.. fehlte nurnoch McLains leitspruch :|

Kirk war der Schläger, Picard der Diplomat.

SSJKamui

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #13 am: 22.07.12, 16:40 »
In Bezug auf die Klingonen geb ich dir recht.
Wobei man da zumindest in großen Teilen eher von einer Art "kalten Krieg" reden kann.
Immerhin gab es vor den Khitomer-Vereinbarungen auch den organianischen Vertrag, der auf der Einmischung der Organier basierte.

Mir ging es auch nur eher darum, zu verdeutlichen, dass DS9 u.A. auch deswegen so erfolgreich gewesen zu sein schien, eben weil es zum Krieg in der Handlung kam.

Und das ist ein Punkt, der mich ärgert.
Die erfolgreichsten SciFis (Babylong5, Star Wars, Star Trek) kamen allesamt nicht ohne diese Konflikte, Raumschlachten, etc. aus.
Natürlich sind solche Schlachten spannend und grafisch immer eine Augenweide.

Wie DS9 hätte laufen können, hätte man den Krieg verhindern können, ist eine interessante Frage, die ich mir stelle.
Auch Enterprise wurde erst "besser", als man in der dritten Staffel die Bedrohung durch die Xindi einbaute, dann die Romulaner.

Aber es muss doch auch möglich sein, eine unterhaltsame und spannede SciFi zu erzählen, ohne das Kriege vorkommen.
Darum geht es mir.


Ähm. Vielleicht wird das jetzt Off Topic. Sorry dafür.

 Erstens sind die 3 Beispiele, die du anführst nur aus dem Untergenre der Space Opera. Zweitens sind diese als Serien konzipiert und haben einen Folgen übergreifenden Arc. Deshalb kann man das nicht auf alle Science Fiction generalisieren. Zum Beispiel ist 2001 wohl der berühmteste Science Fiction Film ever, obwohl dort so gut wie kein bewaffneter direkter Konflikt vor kommt. Oder schau dir mal die 12 Teilige Anime Serie Lain an, die zumindest in Teilbereichen einen großen Erfolg hatte. Dort wird nur philosophiert und über Computertechnologie geredet und nur in einer einzigen Folge kommt überhaupt eine Schusswaffe vor. (Und sonst nur eine geheime Bombe an einer Stelle.)

Vieles von deiner Theorie kommt daher, dass du nicht die ganze Science Fiction betrachtest, sondern dein eigenes Betrachtungsfeld extremst eingrenzt.
« Letzte Änderung: 22.07.12, 16:56 by SSJKamui »

Max

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Antw:Star Trek Generations
« Antwort #14 am: 22.07.12, 18:21 »
Sorry, wenn ich es mal so unverblümt sage aber diese Aussage ist (aus meiner Sicht) Quatsch. Diese Deppen haben in diesem Fall genau richtig gehandelt, denn sie hatten Erfolg damit.
"Richtig gehandelt, denn sie hatten Erfolg"... Hmm, naja, wenn es danach geht: Dann haben JJA & Co. auch recht mit ihrer Story rund um Zeitreisen durch das schwarze Loch, Nero, rote Materie und eine Kirksche Blitzbeförderung - immerhin ist dieser Film zweifellos äußerst erfolgreich gewesen.

Ich persönlich fand es gut, dass es mal nicht immer nur dieses ewige Friede, Freude, Eierkuchenkonzept war und man auch mal die dunkleren Seiten zu sehen bekam, was dem ganzen Universum imo sehr gut getan und noch mehr Facette und Glaubwürdigkeit geliefert hat.
Das Argument mit der Glaubwürdigkeit sticht meiner Meinung nach entweder gar nicht oder nur bedingt. Es ist nicht sehr glaubwürdig, dass man mit Überlichtgeschwindigkeit durchs All fliegt. Hingegen glaube ich schon an ein friedliches Zusammenleben unter den Völkern, wenn der Rahmen dazu stimmt. Und wenn der Rahmen nicht stimmt, hat es gerade ST gezeigt, dass Krieg dann nicht die Lösung sein kann.

Mir ging es auch nur eher darum, zu verdeutlichen, dass DS9 u.A. auch deswegen so erfolgreich gewesen zu sein schien, eben weil es zum Krieg in der Handlung kam.
[...]
Aber es muss doch auch möglich sein, eine unterhaltsame und spannede SciFi zu erzählen, ohne das Kriege vorkommen.
Ganz meine Meinung.

Kirk war der Schläger, Picard der Diplomat.
Die Sache ist wohl die, dass es anders nicht gehen konnte, denn es natürlich trivial, dass Picard Kirk nicht gebraucht hätte, wäre er alleine mit Soran fertig geworden.

Deshalb kann man das nicht auf alle Science Fiction generalisieren. Zum Beispiel ist 2001 wohl der berühmteste Science Fiction Film ever, obwohl dort so gut wie kein bewaffneter direkter Konflikt vor kommt.
Och, die Affenmenschen sind dann doch relativ aggressiv ;) :D ;) (Im Grunde beschreibt eigentlich auch "2001" schwelende Konflikte - Stichwort Atomwaffen im Orbit - aber ich gebe Dir schon recht)

Vieles von deiner Theorie kommt daher, dass du nicht die ganze Science Fiction betrachtest, sondern dein eigenes Betrachtungsfeld extremst eingrenzt.
Joah, SciFi ist sicherlich vielschichtiger, aber beruft man sich auf Mainstreamformate im Sinne von Formaten, die sozusagen einer (amerikanischen und europäischen) Mehrheit bekannt sind, teile ich den Eindruck Davids schon auch.

 

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